Liebe Leser:innen!
So - jetzt gab es schon den ersten Schneefall, feierliche Preisverleihungen läuten das baldige Ende des Jahres ein und dennoch bleibt für uns viel zu tun, da besonders in Zeiten des Sparens und in Momenten der noch nicht geklärten Budgets für das kommende Jahr Unsicherheiten groß werden und sehr leicht an den fragilen Stellen im Kunst- und Kulturbetrieb die Stellschrauben angesetzt werden.
Daher haben wir uns unter der Federführung der IG Kultur Wien gemeinsam mit den anderen in Wien agierenden IGs in einem Offenen Brief mit dem Titel „Kulturstadt Wien retten“ am 24. November mit sehr klaren Forderungen und Warnungen an den Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, die Vizebürgermeisterin und Stadträtin Mag.a Bettina Emmerling, die Stadträtin Mag.a Veronica Kaup-Hasler und die Stadträtin Barbara Novak gerichtet. Wir sehen eine besondere Gefahr für den Fortbestand von schon bisher unterfinanzierten Kulturvereinen und -projekten, außerdem greifen Kürzungen u.A. die Vielfalt und auch die Infrastruktur der international anerkannten Wiener Freien Szene an. Wien ist eine Stadt, die sich über ihr vielfältiges kulturelles Angebot definiert und der internationalen Öffentlichkeit präsentiert. „Bei Kunst und Kultur zu sparen, bedeutet, bei der Strahlkraft der Stadt zu sparen.“ – wir appellieren: denken wir langfristig. Das darf nicht geschehen! Den gesamten offenen Brief könnt ihr auf unserer Webseite lesen und verlinkt unter „Aktuell IGFT“!
An dieser Stelle möchten wir euch nochmal auf unsere aktuelle Umfrage aufmerksam machen: unter "Fairness und Politik in Zeiten der Krise: was erwartet ihr?" geht es genau um eure Wahrnehmungen, Wünsche und Erwartungen. Nehmt unbedingt daran Teil - noch bis 7. Dezember! Ihr helft uns, nachhaltig und konsequent für die Freie Szene eintreten zu können!
Die "Hands-On KI" Reihe läuft zu unserer großen Freude mit großem Andrang und aktiver Teilnahme – besonders freuen wir uns nun auf die zwei kommenden Veranstaltungen in der nächsten Woche, auf die wir nochmal gerne hinweisen möchten: am 1. Dezember geht es um das Thema Nachhaltigkeit in der KI – ein wichtiges Thema, was einen kritischen Kontrapunkt einführt. Am 4. Dezember geht es wieder auf Wien-Exkursion: diesmal zum Lab-Besuch H.A.U.S. Dort wird uns das Dancr-Tool vorgestellt und aus der praktischen Arbeit von KI und Tanzimprovisation berichtet. Achtung: hierfür gibt es nun doch wieder ein paar Plätze – also schnell verbindlich anmelden und diesen spannenden Austausch und Anreiz nicht entgehen lassen!
Meldet euch auch gerne schon an für die Infoveranstaltung zum Kultursommer Wien 2026 am 17. Dezember! Ihr erfahrt dort alle wichtigen Informationen, um euch bei dem Festival erfolgreich zu bewerben.
Am vergangenen Sonntag waren wir bei der diesjährigen Nestroy Verleihung im Volkstheater. Ein großes Fest, bei dem viele Künstler:innen ausgezeichnet wurden, und es freut uns ganz besonders, dass besonders viel Freie Szene sowohl in den Nominierungen, als auch in den Auszeichnungen vertreten war. Wir gratulieren ganz besonders: Sara Ostertag für die Beste Bundesländeraufführung mit „The Broken Circle“ am Landestheater Linz, dem Flirty Horse Art Collective für die Beste Off-Produktion mit „Die Düntzer Rhapsodie“ im Theater Drachengasse, dem DARUM Kollektiv zum Spezialpreis mit „[EOL]. End of Life – Eine virtuelle Ruinenlandschaft“ in Koproduktion mit brut Wien und auch Lena Riemer für „aufstiegskörper. ein fühlversuch“ zum Preis für den besten Nachtwuchs als Autor:in. Allen Nominierten und Ausgezeichneten gratulieren wir sehr herzlich zu dieser Anerkennung und Wertschätzung von so wichtiger und relevanter künstlerischer Arbeitspraxis.
Eine weitere große Feier fand am Dienstag, 25. November, im Theater am Werk statt: dort wurde in zwanzig extra dafür beauftragten Kurz-Theaterstücken unterschiedlicher Theaterautor:innen das 20 jährige Jubiläum der Wiener Wortstätten unter dem Titel „House of Words“ gezeigt. Die Wiener Wortstätten sind eine etablierte und anerkannte Autor:innenförderung, die mit verschiedenen Programmen sowohl Nachwuchsautor:innen, als auch etabliertete Autor:innen fördern und vernetzen. Lena Riemer, deren beim Nestroy ausgezeichnetes Stück im Rahmen der Wiener Wortstätten u.A. entstanden ist, würdigte die Organisation in ihrer Dankesrede mit der so wichtigen Differenzierung, dass die Wiener Wortstätten das Miteinander und nicht den Wettbewerb fördern. Herzlichen Glückwunsch, besonders an Bernhard Studlar und Martina Knoll und auch das gesamte Team. Übrigens: „House of Words“ kann man noch heute, 27. November, und morgen, 28. November, im Theater am Werk sehen! Also schnell noch Karten ergattern.
Unser ACT OUT Streaming Festival läuft noch zwei Wochen bis zum 12. Dezember und ihr könnt euch verschiedene Produktionen, die durch ACT OUT unterstützt auf Residencies erarbeitet oder tourend in anderen Ländern gezeigt wurden, online anschauen. Damit möchten wir die Arbeit von ACT OUT und die Wichtigkeit der Förderung von internationalem Austausch- und Residency-Programmen nochmals betonen und öffentlich zeigen. Besonders jetzt bleibt es essenziell, die Macht von Prozess- und Arbeitsförderung für Künstler:innen nicht zu unterschätzen und diese stabil, sowie mit guter Planbarkeit, weiter unterstützend zu fördern.
Zu guter Letzt möchten wir euch auch heute mit Anschau-Tipps in die kommenden Tage entlassen: Christine Gaigg/2nd nature zeigt mit „Jealousy“ ihre neue Arbeit zu der Gefühlslage der Eifersucht im Funkhaus Wien in der Argentinierstraße 30A, 27. Bis 29. November. In Graz feiert am 28. November im Theater am Lend „Die Speisenträgerinnen“ von den Rabtaldirndln Premiere. Dabei geht es um Gastronomie als Spiegel für unsere Gesellschaft.
Wir wünschen euch einen guten Start in das Wochenende und ein erfolgreiches Auftanken von Tatendrang und Motivation – denn: es lohnt sich!
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