IGFT NEWS 43/2025

Liebe Leser:innen!

Der November neigt sich dem Ende zu und das Wetter beschert eine erste Frost- und Schneewelle. Somit kann man sich so langsam auf die Adventszeit und das sich dem Ende zuneigenden Jahr einstellen.

Wir freuen uns über den starken Anklang in den Medien im Zuge unserer Presseaussendung letzten Donnerstag zum Thema Kürzungen der Arbeitsstipendien der Stadt Wien. Es ist besonders wichtig, dass jetzt über die Konsequenzen und strukturelle Anbindung gesprochen wird, welche die von Kürzungen betroffenen Förderungen umgeben. Eine Kürzung an den falschen Stellen kann eine ganze Künstlerische Landschaft nachhaltig erschüttern. Ihr findet eine Auswahl zu dem Thema heute unter „Mediensplitter“.

Eine freudige Nachricht zum Thema Kürzungen hat uns in den vergangenen Tagen auch erreicht: der BMWKMS hat die auch kurzfristig gekürzten Dramatiker:innenstipendien korrigiert und sie werden in angekündigter Summe ausgezahlt. Solch eine Wendung freut uns besonders zu hören, da sie eine wichtige Grundlage und Basisförderung für eine stabile und abgesicherte Arbeitspraxis darstellt. Wir gratulieren allen, die ein Stipendium erhalten und nun vollständig ausbezahlt bekommen haben. Wir appellieren an alle Fördergebenden, diese wichtige Basisförderungen nicht zu riskieren und somit die Unsicherheit des Sparens genau dort anzusetzen, wo es wenig Puffer und strukturelle Sicherheiten gibt.

Sehr erfreulich zu lesen war, dass Stefan Bachmann sich als Intendant des Burgtheaters gleich aktiv äußerte und für eine solidarische Umverteilung aussprach, sodass die Lasten des Sparens nicht auf den schwächsten Schultern lasten. Diese Art von Verantwortung und Bewusstsein verschiedener Player der Kulturszene um ihre Position und Ressourcen, um eine möglichst breite und diverse Kulturlandschaft zu erhalten und Wien als Kulturstadt zu stärken, wird in der kommenden Zeit besonders wichtig und haben wir sehr aufmerksam und wertschätzend vernommen.

Ein kleiner Reminder: Unsere aktuelle Umfrage läuft noch bis 7. Dezember – nehmt unbedingt daran teil, denn es geht um eure Meinung und Wünsche an die aktuelle Politik unter dem Titel „Fairness und Politik in Zeiten der Krise: Was erwartet ihr?“ Es ist uns wichtig, dass wir ein breites Meinungsbild abfragen können, damit wir besonders in so wichtigen Momenten wie jetzt entschlossen und mit klaren Forderungen auftreten können!

Unser ACT OUT Streaming Festival läuft aktuell und wir freuen uns über alle, die letzte Woche bei den Pitching Sessions zu den Produktionen dabei waren – die Aufzeichnungen sind vier Wochen lang online auf der Homepage einsehbar – noch bis 12. Dezember! Bei Interesse schreibt uns an actout@freietheater.at, damit ihr den gesamten Zugriff erhaltet! Also nutzt die Chance und schaut die spannenden Performances an, die unterstützt durch die ACT OUT Förderungen auf Residencies erarbeitet und in den letzten Jahren auf Tourings gezeigt wurden. Eine tolle Möglichkeit, auch nochmal die breite Diversität der Freien Szene zu sehen und Einblicke in Arbeiten von Kolleg:innen zu bekommen!

Vergangene Woche hat die 19. Stella-Verleihung stattgefunden. Der renommierte Preis zeichnet die besten heimischen Theaterproduktionen für junges Publikum aus. Wir gratulieren besonders Cordula Nossek, die in der Kategorie „Herausragende Darstellerische Leistung“ ausgezeichnet wurde. Es freut uns besonders, dass unter den Nominierten eine Vielzahl an Produktionen und Kompanien aus der Freien Szene vertreten waren. Gratulation an alle Ausgezeichneten!

Heute war die Hands-On KI Weiterbildungsreihe auf einer tollen Live-Exkursion im MAK in der Ausstellung von Hito Steyerl – „Der Menschheit ist die Kugel bei einem Ohr hinein und beim anderen Ohr wieder herausgeflogen“. Besonders spannend an ihrer Arbeit ist, wie sie gesellschaftliche Prozesse und neue technische Entwicklungen verknüpft und damit auf politische Ereignisse und Krisen eingeht. Viele Inhalte, die wir in den verschiedenen Seminaren und Workshops besprochen haben, kommen hier von der Künstlerin übersetzt sehr schön sichtbar zur Anwendung. Sehr sehenswert! Die Ausstellung läuft sogar noch bis 12. April 2026 – also besucht auch eigenständig diese spannende Ausstellung! Die Veranstaltung am 25. November zu Urheberrecht und Datenschutz mit Wolfganz Renzl (Rechtsanwalt) und Markus Deisenberger (Jurist und freier Journalist) muss leider verschoben werden. Wir melden uns, wenn wir einen neuen Termin haben! Am 1. Dezember geht es weiter mit Digitaler Nachhaltigkeit und darum, wie ihr effizient mit Open-Source-KI arbeiten könnt. David Röthler, KI-Experte, zeigt uns in einem Online-Workshop verschiedene Möglichkeiten und gibt Einblicke in die Faktoren, auf die man für eine nachhaltige Nutzung achten sollte. Und am 4. Dezember besuchen wir Eva-Maria Kraft, Florian Decker und Christoph Hubatschke gemeinsam bei einem Lab-Besuch von H.A.U.S. in den Rennweg Studios und erfahren viel praktisches Wissen über DANCR-tool – eine KI und mehr für Tanzimprovisation.

Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen – die Hands-On KI Weiterbildungsreihe läuft noch bis 15. Dezember. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, wenn es Platz gibt. Lasst euch diese Chance der wichtigen Weiterbildung nicht entgehen.

Außerdem zum schonmal vormerken im Kalender: am Mittwoch, 17. Dezember findet eine öffentliche Info-Veranstaltung zur Online-Bewerbung für den Kultursommer 2026 statt. Online und von 10:00-11:30 Uhr sind dafür Armin Kirchner (Künstlerische Produktionsleitung) und Elena Sterlini (Kommunikation) anwesend und können euch alle Fragen beantworten. Die Veranstaltung ist auch für Nicht-Mitglieder kostenlos!

Nun zum Abschluss noch wie gewohnt zwei Tipps – das Angebot ist ja so eine spannende Fülle, man kann sich kaum entscheiden, wo man hingeht! Also schaut auf jeden Fall fleißig ins Theater, besucht Kolleg:innen und unterstützt Künstler:innen der Freien Szene durch eure Präsenz und Anwesenheit. Am 25., 27. Und 28. November läuft „House of Words” am Theater am Werk Petersplatz – die Jubiläumsveranstaltung von den Wiener Wortstätten verspricht viel neueste Dramatik: 20 Kurzdramen wurden für dieses Fest beauftragt und werden von der Regisseurin Nehle Dick inszeniert. Und in Salzburg läuft am 21. Und 22. November eine spannende transdisziplinäre Arbeit „Kono atari no dokoka (Somewhere around here)“ von Michikazu Matsune, Martine Pisani und Theo Kooiman. Hier werden mit den unterschiedlichen Disziplinen auch Archive, persönliche Erinnerungen und gemeinsame Anekdoten verwoben.

Wir wünschen euch eine schöne und inspirierende Woche und einen guten Einstieg in frische Zeiten!

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