Liebe Leser:innen!
Der November beginnt mit strahlendem Sonnenschein und beschert, für die freien Stunden, wunderbare Eindrücke und viel Vitamin D. Und Energie aufzutanken bleibt über die Wintermonate, aber auch generell in stürmischen Zeiten, immer besonders wichtig.
Leider hat auch uns die Nachricht erreicht, dass die Arbeitsstipendien der Stadt Wien in Summe von 10 auf 5 Stipendien pro Sparte gekürzt wurden. Wir sind besorgt und beobachten aktuell im Austausch mit den anderen IGs und eruieren nächste Schritte. Gleichzeitig fragen wir beim Bund und in allen Bundesländern nach, wie es um die Förderungen für die freie darstellende Kunst 2026 aussieht; oft erhalten wir die Antwort, dass auf Landesebene noch keine Budgets beschlossen sind, man sich der prekären Situation der Freien Szene aber durchaus bewusst ist. Wir berichten weiter.
Doch auch Gründe zum Jubel gibt es diese Woche:
Wir freuen uns sehr, dass bei den diesjährigen Heidelberger Theatertagen das E3 Ensemble aus Wien mit "In Arbeit“, ihrem rasanten Abend rund um die Komplexitäten des Klimawandels, den 1. Preis der Jury gewonnen hat. Außerdem belegte das Theater der Mitte aus Salzburg den 2. Preis für seine sechsstündige Soloversion von Goethes „Faust I & II“. Wow – eine herzliche Gratulation! Es ist toll zu sehen, dass die Freie Szene Österreichs sehr erfolgreich bei einem der renommiertesten Preise der Freien Theaterszene so präsent ausgezeichnet wurde und sichtbar ist.
Außerdem startet netzwerkTanz in Dornbirn (Vorarlberg) mit einer neuen Geschäftsführung, mit viel Tatendrang und Energie nach dem Motto „alles neu macht der November“ – wir wünschen dem Netzwerk und Beate Anna Buchsbaum als neue Geschäftsführung viel Glück, Neugierde und gutes Gelingen! Für alle, die vor Ort sind: sie laden herzlich zum Kennenlernen am 15. November in den tanzRaum zur Mitgliederversammlung!
Nächsten Donnerstag findet das bereits angekündigte erste ACT OUT Streaming-Festival statt! Neben allen IGFT-Mitgliedern sind Veranstalter:innen, Pressevertreter:innen sowie die Mitarbeiter:innen der österreichischen Kulturforen und Botschaften herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Hier geht es direkt zur Anmeldung. Neben der Möglichkeit, die sechs ausgewählten Produktionen online anzuschauen, lohnt es sich auch an den beiden Pitching Sessions am Donnerstag, 13. November und Freitag, 14. November teilzunehmen. Die Pitching Sessions beginnen jeweils um 10 Uhr, dauern nur ca. 40 Minuten und stellen je drei spannende Produktionen vor. Dies ist außerdem eine tolle Möglichkeit, zu lernen, wie man seine eigenen Projekte in so einem Format vorstellen kann. Nächsten Donnerstag (13. November) stellen Farah Deen & Olivia Mitterhuemer (Potpourri) ihr Stück „4 A.M. – A House Dance Piece“ vor, welches sich mit der amerikanischen Clubkultur, House Dance und dem Gefühl ‚kollektiver Freiheit’ tänzerisch auseinandersetzt. Hygin Delimat (body architects) wiederum berichtet von der ortsbezogenen Performance “house beating“, welche choreografische und kompositorische Elemente mit Ideen der modernistischen Architektur verbindet. Christiane Hapt (Company FENFIRE) zeigt in „inSTABiL“, einem Stück des zeitgenössischen Zirkus, wie Balance zum Experimentierfeld wird, wenn zwei Artist:innen das Spannungsverhältnis von Kontrolle und Loslassen ausloten. Alle drei Produktionen sind im Rahmen des Festivals für vier Wochen im Stream abrufbar. Die weiteren drei Produktionen stellen wir euch dann kommende Woche vor – es bleibt spannend! Mehr unter „Aktuell IGFT“.
Auch die Weiterbildungsreihe Hands-On KI läuft erfolgreich weiter und wir können die kommenden Termine und Exkursionen nur wärmstens empfehlen: Am Montag, 10. November, geht es weiter mit KI und multimedialen Anwendungen, besonders spannend für alle Produktionen, die unterschiedliche mediale Umsetzungen planen und sich da nochmal etwas breiter aufstellen und auf den neuesten Stand bezüglich KI bringen wollen – wir freuen uns auf den Austausch mit Video- und Medienkünstlerin Stephanie Meisl! Am 18. November geht es weiter mit einer spannenden Best-Practice-Session von und mit der Transdisziplinären Forschungsgruppe H.A.U.S. Dort wird sich alles um KI, Tanz und Robotics drehen – ein Eintauchen mit Eva-Maria Kraft, Oliver Schürer, Christoph Hubatschke, online! Findet alle Termine zum Nachlesen und anmelden unter „Aktuell IGFT“!
Außerdem ein kleiner Hinweis: die Mitschnitte von den Sessions werden allen Angemeldeten/Teilnehmer:innen automatisch über Webinargeek nach der Veranstaltung zugeschickt, sobald sie verfügbar ist und die Folien von den Referent:innen vorliegen. Das kann unter Umständen einige Tage dauern - ihr erhaltet sie aber ganz sicher in jedem Fall!
Schaut euch auch das weitere Programm an, einiges ist schon ausgebucht, aber für andere Termine gibt es noch Plätze!
Eine sehr traurige Nachricht hat uns auch erreicht: Karl Grünböck ist nach langer schwerer Krankheit letzte Woche verstorben. Karl war DER Buchhalter der freien Szene und in vielen Häusern und Organisationen tätig. Mit ihm haben viele Menschen die Kunst der Vorbuchhaltung gelernt, eine ordentliche Finanzplanung und wie sich bilanztechnisch alles ausgeht. Immer freundlich, immer interessiert, immer der Kunst zugewandt. Ach Karl, wir vermissen dich und haben dir so viel zu verdanken!
Damit entlassen wir euch mit ein paar Tipps in das kommende Wochenende: das Walktanztheater zeigt mit „Maria“ ein Stück über eine rumänische Pflegerin, als Roadmovie! Premiere ist am 14. November im Alten Hallenbad in Feldkirch (Vorarlberg) und weitere Spieltermine gibt es vom 15. Bis 23. November. In Salzburg im Toihaus hat heute, 6. November, die performative Installation „Rauschen“ Premiere – dabei werden u.a. Sportbänder in Schwingung versetzt und versprechen eine körperliche Erfahrung. Am 7 November gibt es noch eine Vorstellung! In Wien finden derweil heute, 6. November, um 19:00 die Huggy Bears Days im WUK statt! Eine tolle Möglichkeit, neue Performances und junge Choreograph:innen und Tänzer:innen zu entdecken! Es gibt also mal wieder viel und reichhaltig zu sehen – wie gewohnt findet ihr alle weiteren Termine und Produktionen im Theaterspielplan!
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Um Proberäume zu finden und selbst anzubieten, besucht gerne unsere Proberaumplattform! Den Fairness Codex und den Fairness Katalog als praktische Umsetzung findet ihr hier. Unser Tipp: Bei allen Fördereinreichungen und Projektbeschreibungen explizit einen Absatz zu euren fairen Arbeits- und Produktionspraxen formulieren.
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