IGFT NEW 42/2025

Liebe Leser:innen!

Der Herbst pustet langsam die Blätter von den Ästen, das Wetter ist nochmal kurz mild, in Wien blüht der Hochnebel, bevor es abkühlt und so langsam spricht sich herum, dass man nun schon Lebkuchen und Zimsterne kaufen kann…

Parallel zu dieser gemütlichen Stimmung mit Lichtern, die einen besonders zu Theaterabenden und spannenden Gesprächen einlädt, sind es leider gerade besonders herausfordernde und fordernde Zeiten – und das auch und insbesondere für die Freie Szene. Mit Schrecken haben auch wir vernommen, dass die Arbeitsstipendien der Stadt Wien kurzfristig reduziert wurden. Daher haben wir heute eine Presseaussendung verschickt, mit der klaren Message und unserem Appell: „Do not do it! Das gefährliche Austrocknen von Künstler:innen und künstlerischer Entwicklung: Die Stadt Wien darf die Arbeitsstipendien für die freie darstellende Szene nicht kürzen!“ Wir möchten davor warnen, ein wichtiges Sicherheitsnetz zu kappen und haben vier Künstler:innen gefragt, was für sie das Arbeitsstipendium bedeutet hat. In den aktuellen Budgetsanierungen an Stellen zu sparen, die den Ruf von Wien als international angesehen Kulturhauptstadt gefährden und auch noch eine sowieso schon oft prekär lebende Gruppe schwächt, ist unserer Meinung nach keine nachhaltige Handlung. Wir halten euch auf dem Laufenden. 

Außerdem (und passend dazu) haben wir heute eine wichtige neue Umfrage gestartet unter dem Titel „Fairness und Politik in Zeiten der Krise: Was erwartet ihr?" Dabei geht es uns vor allem um eure aktive Meinung und Wünsche, die ihr für die kommende Zeit habt, die doch herausfordernd wird. Wir möchten damit ein Bild bekommen, was ihr euch von der Politik des Bundes, des Außenministeriums, der Stadt Wien und den Bundesländern, sowie von den Medien erwartet. Es ist wichtig, dass dabei jede:r aktiv ist und handelt und ihr unterstützt uns dadurch enorm in unserer politischen Arbeit für euch! 

Weil es so schnell ausreserviert war, jetzt gibt es nochmal eine Chance, teilzunehmen: Es gibt (wieder) freie Plätze für unsere Wien-Exkursion ins Museum für angewandte Kunst am 20.11. um 11 Uhr im Rahmen von Hands-On KI. Wir besuchen Hito Steyerls Ausstellung Der Menschheit ist die Kugel bei einem Ohr hinein und beim anderen Ohr wieder herausgeflogen und besprechen diese gemeinsam mit der Kultuvermittlung des MAK. Falls ihr mit dabei sein wollt, schreibt uns bitte eine Mail an beratungen@freietheater.at (Achtung: Eine Anmeldung über WebinarGeek ist, anders als bei allen anderen Veranstaltungen von Hands-On KI, nicht erforderlich).

Die erste Ausgabe unseres ACT OUT Streaming Festival hat heute Donnerstag begonnen und am Vormittag fand bereits die erste Pitching-Session statt und wir haben drei Produktionen "4 A.M. – A House Dance Piece", "House Beating" und "inSTABiL" aus den Bereichen zeitgenössischer Tanz, site-specific performance und zeitgenössischer Zirkus kurz vorgestellt. Und morgen, am Freitag, 14. November von 10 bis 10:40 Uhr, habt ihr erneut die Chance, drei spannende Produktionen in der zweiten Pitching-Session kennenzulernen: „Über Piratinnen“ von Töchter der Kunst & Radical Kitsch Ensemble (Nico Wind) wirft ein neues Licht auf Frauen, die gegen Konventionen und Normen rebellierten – von Zheng Yisao bis Carola Rackete. „ALBUM, the muse at work“ von n ï m company (Naïma Mazic) feiert Frauen, die Songs inspirierten oder selbst komponierten – und zugleich jene Frauen, die Räume schufen, in denen Musik entstehen konnte. In "thiS is nOt a sunset" von CieLAROQUE (Helene Weinzierl) loten vier Performer:innen den Moment aus, in dem Kontrolle über Körper, Raum und Zeit plötzlich zerfällt. Alle Produktionen zeigen eindrücklich die Bandbreite des Streaming-Festivals und der österreichischen freien Szene: von Theater für junges Publikum über zeitgenössischen Tanz bis zur ortsspezifischen Performance. So spannend, was die Szene alles bietet!  Für die Pitching-Session am Freitag könnt ihr euch noch registrieren; die Aufzeichnungen von allen Produktionen stehen anschließend für vier Wochen zur Verfügung. Hier geht es zur Anmeldung. Mehr auch unter "Aktuell IGFT".

Eine tolle Nachricht ist Anlass zur Freude: „Blutbrot“ gewinnt in der Kategorie Debüt beim Österreichischen Buchpreis! Wir freuen uns sehr, dass ein Theatertext eine solche Auszeichnung erhält und gratulieren der Dramatikerin Miriam Unterthiner! Was für eine Freude, dass das gesprochene und geschriebene Wort des Theaters auf solch eine Weise gewürdigt wird! Wir können auch schon verraten: bald kommt eine tolle Podcastfolge von Spielfläche mit Miriam Unterthiner! Seid gespannt, das Gespräch mit ihr hat sehr viel Freude bereitet!

Außerdem: Kommenden Samstag, 15. November, wird am Schauspielhaus Salzburg die 19. Stella Verleihung stattfinden. Wir gratulieren allen Nominierten und drücken die Daumen! Der Stella ist eine seit 2007 verliehene wichtige und anerkannte Auszeichnung für Theater für junges Publikum.

Für diese Woche gibt es wieder viel zu sehen – und natürlich auch einen kleinen Tipp von unserer Seite: „So this is Vienna“ von Toxic Dreams kann man noch bis zum 16. November im METRO Kinokulturhaus im 1. Bezirk in Wien anschauen! Heute und bis einschließlich 22. November spielt es außerdem in Klagenfurt „Das Licht hier viel heller“, eine Koproduktion vom Theater Waltzwerk mit dem klagenfurter ensemble und Theater KuKuKK. Wir wünschen euch ermutigende Gespräche. Erfolgreiche Proben und inspirierende, gemeinsame Theaterabende!

Please note: Our consultations via zoom, phone or email are also possible in English.

Weitere Veranstaltungen und Termine findet ihr wie immer auf theaterspielplan.at, abonniert den neuen Newsletter direkt auf der Seite und folgt der Instagramseite mit Posts und Infos zu allen Premieren. 

Um Proberäume zu finden und selbst anzubieten, besucht gerne unsere Proberaumplattform! Den Fairness Codex und den Fairness Katalog als praktische Umsetzung findet ihr hier. Unser Tipp: Bei allen Fördereinreichungen und Projektbeschreibungen explizit einen Absatz zu euren fairen Arbeits- und Produktionspraxen formulieren. 

Falls ihr schon einen unserer Services in Anspruch genommen habt und uns bewerten möchtet, könnt ihr das gerne hier auf Google tun. Das hilft uns sehr, da sich unsere Fördergeber:innen über unsere Leistungen informieren können. Vielen Dank!

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