• 12.11. Online-Infoveranstaltung: Sozialversicherung: aktuelle Grenzen und Beiträge

    (Wie und wo) Bin ich kranken- und unfallversichert? Muss ich Pensionsversicherungsbeiträge zahlen? (Warum) Habe ich einen Selbstbehalt beim Arzt? Wer zahlt Arbeitslosenversicherungsbeiträge und wann habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld? Was bedeutet Pflichtversicherung und wie kann ich mich freiwillig versichern? Was ist die Mehrfachversicherung? Die Unterschiede der Sozialversicherungsanstalten ÖGK und SVS: welche Versicherung ist für wen, welche Versicherung leistet was? Ein Überblick über das Sozialversicherungssystem in Österreich und alle aktuellen Beiträge und Grenzen.

    Mit: Julia Kronenberg und Patrick Trotter IGFT

    Termin: Donnerstag, 12.11.2020, 10:00-11:30 Uhr, Zoom

    Anmeldung: office@freietheater.at

    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • 4.11. Online Infoveranstaltung: Ampel Farbe: Chaos – Veranstalten unter Corona-Verordnungen mit Mag. Dr. Klaus Vögl

    Welche Auflagen sind für Veranstaltungen zu beachten? Was ist überhaupt eine Veranstaltung aus rechtlicher Sicht? Was gilt für Proben? Was gilt für das Tanztraining? Worauf muss ich achten, wenn ich einen Proberaum betreibe? Wer haftet? Was ist eine Besuchergruppe? Was muss ein Corona-Beauftragter eigentlich können? Gilt jetzt die Ampel oder die Maßnahmenverordnung, das Maßnahmengesetz oder das Epidemiegesetz oder alles? Und was steht überhaupt wo? Gemeinsam mit Mag. Dr. Klaus Vögl, Experte für Veranstaltungsrecht, besprechen wir die aktuelle Maßnahmenverordnung und die Bedeutung der Corona-Ampel für den Veranstaltungsbereich und versuchen das Maßnahmenchaos zu ordnen. Schickt uns eure Fragen!

    Mag. Dr. Klaus Vögl: Univ.-Lektor, nach langjähriger Tätigkeit in der Wirtschaftskammer Unternehmer im Bereich der Veranstaltungsorganisation mit Schwerpunkt auf Veranstaltungsrecht, Beratung - Vortrag - Gutachten. Lehraufträge an mehreren Universitäten und Fachhochschulen sowie bei zahlreichen anderen Bildungsanbietern, Buchautor. www.klausvoegl.com

    Mit: Mag. Dr. Klaus Vögl, Julia Kronenberg und Patrick Trotter IGFT

    Termin: Mittwoch, 4.11.2020, 10:00-11:30 Uhr, Zoom

    Anmeldung: p.trotter@freietheater.at

    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/


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  • 16.10. Online Infoveranstaltung: Suppe? Fonds! Update zu den Corona-Hilfen (und NPO Fonds)

    Die Fonds werden aufgestockt und verlängert und die Töpfe sind noch nicht ausgeschöpft. Die ein oder anderen, die vorher ausgeschlossen waren, haben jetzt vielleicht auch Ansprüche. Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass die studentische Selbstversicherung kein Ausschlusskriterium mehr für den Härtefallfonds ist?

    Wir gehen noch einmal die diversen Fonds durch. Wer ist Anspruchsberechtigt? Welcher Fonds deckt was ab und wieviel? Worauf müssen wir achten? Wie stelle ich einen Antrag?

    Mit: Julia Kronenberg und Patrick Trotter

    Termin: Freitag, 16.10.2020, 10:00-11:30 Uhr

    Anmeldung: p.trotter@freietheater.at

    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • ACT OUT – das neue Tour- und Residency-Förderprogramm

    Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz zum neuen Förderprogramm ACT OUT. Die Online-Infoveranstaltung wurde letzten Montag mit großem Interesse mitverfolgt. Es haben sich an die 50 Künstler*innen über die neue Fördermöglichkeit informiert. Auch die ersten Anträge konnten wir schon entgegennehmen. Diese werden von unserer 3-köpfigen Jury in Kürze beurteilt. Und somit möchten wir euch unsere Jury vorstellen: Herzlich willkommen Lisa Kammann (Vbg), Angela Haide (W) und Philippe Riera (W/int)!

    Alle aktuellen Infos findet ihr auf unserer Website (https://freietheater.at/act-out/).

    Bei Fragen schreibt uns ein Mail actout@freietheater.at oder ruft bei uns im IGFT-Büro an unter 01/403 87 94.

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  • 16.10. Online Infoveranstaltung: Suppe? Fonds! Update zu den Corona-Hilfen (und NPO Fonds)

    Die Fonds werden aufgestockt und verlängert und die Töpfe sind noch nicht ausgeschöpft. Die ein oder anderen, die vorher ausgeschlossen waren, haben jetzt vielleicht auch Ansprüche. Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass die studentische Selbstversicherung kein Ausschlusskriterium mehr für den Härtefallfonds ist? Wir gehen noch einmal die diversen Fonds durch. Wer ist Anspruchsberechtigt? Welcher Fonds deckt was ab und wieviel? Worauf müssen wir achten? Wie stelle ich einen Antrag?

    Mit: Julia Kronenberg und Patrick Trotter

    Termin: Freitag, 16.10.2020, 10:00-11:30 Uhr

    Anmeldung: p.trotter@freietheater.at

    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Reminder: 1 Woche noch bis zur IG Netz Einreichfrist

    Für alle, die ihre IG-Netz-Anträge noch nicht an uns geschickt haben: die nächste IG Netz Einreichfrist für das 1. Halbjahr 2020 (Jänner bis Juni) hat als Deadline den 15. Oktober 2020. Bitte fristgerecht einreichen. Verlängerungen der Einreichdeadline sind ausgeschlossen.

    Die IG Netz Datenbank (https://ig-netz.spdns.eu/user/login) wurde hinsichtlich der Angabe aller Förderungen im Förderjahr (also dem Jahr 2020) und der Angabe von AMS-Sozialversicherungsbeiträgen zu Anstellungen, konkret im Hinblick auf Covid-19 Kurzarbeitsbezüge, erweitert. Den Antrag spätestens am 15. Oktober 2020 für den Einreichzeitraum 1. Halbjahr 2020 per Post an IG Netz/IG Freie Theater, Gumpendorferstr. 63 B, 1060 Wien senden. Bei Fragen helfen wir gerne weiter: 01 403 87 94 oder per mail an ig-netz@freietheater.at

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  • IG Netz - Zuschüsse für Anstellungen im 1. Halbjahr 2020: Einreichfrist 15. Oktober 2020

    Zuschüsse aus dem IG Netz erhalten Freie professionelle Gruppen/Theater im Bereich der Darstellenden Kunst, die Dienstgeber sind (d. h. Vereine, die MitarbeiterInnen anstellen). Weitere Infos zur Anspruchsberechtigung: https://freietheater.at/service/ig-netz/

    Das IG Netz wurde im Jahr 1991 von der IG Freie Theaterarbeit eingerichtet, um freien Gruppen im Bereich der darstellenden Kunst die Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch Zuschüsse finanziell zu erleichtern. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und aus Mitteln der Kunstsektion des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (BMKÖS) und der Kunst- und Kulturabteilungen der Bundesländer Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Burgenland, Kärnten, Oberösterreich und der Stadt Wien finanziert.

    Die nächste IG Netz Einreichfrist für das 1. Halbjahr 2020 ist der 15. Oktober 2020.

    Für IG Netz-Ersteinreichungen zur Unterstützung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Anstellungen von Künstler*innen und Produktionsleiter*innen ersuchen wir um ein e-mail an ig-netz@freietheater.at, damit wir eine Einladung zur Dateneingabe in der IG Netz Datenbank senden können.

    Folgende Unterlagen sind in digitaler Form vorzubereiten und müssen als Beleg hochgeladen werden:

    Vereinsregisterauszug

    Subventionsnachweis Bund ODER hauptsächlich förderndes Bundesland (sofern dieses das IG-Netz finanziell unterstützt: derzeit Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien) max. 3 Jahre alt!

    Lohnzettel der Arbeitnehmer*innen

    monatliche Kontoauszüge der Gesundheitskasse oder Beitragsvorschreibungen und Zahlungsbestätigungen

    Jahresabschluss / Bilanz des Vorjahres

    ggf. Nachweis über geförderte Arbeitsplätze (falls es solche gibt)

    Programme, Flyer, Kritiken etc. als Beleg über die Produktionen, die im betreffenden Zeitraum stattgefunden haben

    Bei COVID-19 Kurzarbeit zusätzlich:

    Frage im Antragsformular, ob eine AMS Unterstützung zu den Sozialversicherungsbeiträgen (Covid-19 Kurarbeitsbezüge, Altersteilzeit …) geleistet wurde.

    Wenn das AMS Covid-19 Kurzarbeitsbezügen bewilligt hat, dann ergänzend zu den (extra hochgeladenen) Lohnzetteln ein PDF mit folgenden Inhalten hochladen:

    Kontoauszug aus dem hervorgeht, wie viel das AMS pro Monat überwiesen hat und

    Informationen darüber, wieviel beim AMS an Kurzarbeitsbezügen beantragt wurde: Also Letztversion der Antragseckdaten beim AMS, aus denen Brutto(brutto)Entgelte pro Person/Monat hervorgehen (Abrechnungsmonat, Aufstellung pro Anstellung mit Brutto(brutto)Entgelt, verrechnete COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe, Beginn und Ende des Kurzarbeitszeitraums pro Monat …). Aus verschiedensten Gründen können diese Unterlagen für den den Zeitraum Jänner bis Juni 2020 nur in einem gemeinsamen PDF hochgeladen werden. Bei Problemen helfen wir gerne weiter: Die einzelnen Beilagen an ig-netz@freietheater.at senden – wir stellen für euch ein PDF her.

    Die Dokumente zum IG Netz Antrag können auch sukzessive hochgeladen / eingetragen werden.

    Den Abschluss bildet das Ausdrucken des IG Netz Antragsformulars das von den zeichnungsberechtigten Personen unterschrieben werden muss. Diesen Antrag dann bald, aber spätestens am 15. Oktober 2020 für den Einreichzeitraum 1. Halbjahr 2020 per Post an IG Netz/IG Freie Theater, Gumpendorferstr. 63 B, 1060 Wien senden.

    Verlängerungen der Einreichdeadline sind ausgeschlossen.

    Bei Fragen helfen wir gerne weiter: ig-netz@freietheater.at oder im Büro der IGFT anrufen (01/403 87 94)

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  • ACT OUT – Tour- und Residencyförderung

    Mit ACT OUT, dem neuen Tour- und Residency-Förderprogramm für freie Theater- und Performancekünstler*innen, stellt das BMEIA – Auslandskultur in Kooperation mit der IG Freie Theaterarbeit ein Förderprogramm für freischaffende darstellende Künstler*innen und Theatergruppen vor, welches Tour- und Arbeits- (also Residenz)möglichkeiten im Ausland unterstützt. Zusätzlich wird eine Vimeo-Plattform eingerichtet, auf der die Künstler*innen / Theatergruppen Mitschnitte ihrer Bühnenproduktionen hochladen können und welche u.a. von den Österreichischen Kulturforen als Auswahlkatalog für Streamings fungiert. Das Tour- und Residencyförderprogramm ACT OUT startet ab September 2020 für eine erste einjährige Pilotphase. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und besteht aus drei Teilen:

    Tourförderung für Produktionen von Theatergruppen und Einzelkünstler*innen

    Residencyförderung für Einzelkünstler*innen und Gruppen (bis zu 5 Personen)

    Aufbau einer Vimeo-Plattform, auf der bestehende Mitschnitte von österreichischen Theaterproduktionen hochgeladen werden können. Antragsberechtigt sind Künstler*innen (Einzelkünstler*innen und Künstler*innengruppen) der Genres Kinder- und Jugendtheater, Schauspiel und Performance sowie Neuer Zirkus / Straßentheater.

    Gegenstand der TOUR- und RESIDENCYFÖRDERUNG 

    internationale Gastspiele von Einzelkünstler*innen und Künstler*innengruppen) der Genres Kinder- und Jugendtheater, Schauspiel und Performance sowie Neuer Zirkus / Straßentheater

    internationale Residencies von Einzelkünstler*innen und Künstler*innengruppen der Genres Kinder- und Jugendtheater, Schauspiel und Performance sowie Neuer Zirkus / Straßentheater

    Höhe der TOUR- und RESIDENCYFÖRDERUNG 

    Die Förderhöhe beträgt:

    für internationale Gastspiele maximal € 12.000,- (inkl. Ust)

    für Residencies bis zu 5 Personen maximal € 4.000,- (inkl. Ust)

    Unterstützt werden Gagen (50% ACT OUT – 50% Veranstalter*in), Reise-, Transport- und Aufenthaltskosten sowie Honorare für mitreisende Techniker*innen (zur Gänze) für Gastspiele oder Residencies.

    Es sind Mindesthonorare und -sätze vorgesehen, die den Honoraruntergrenzen der IGFT entsprechen und die im Antragsformular genau dargestellt sind.

    Länder

    Anträge auf Tour- und Residencyförderungen sind möglich für alle Länder international, jedoch vorrangig Europa.

    Antragstellung

    Die Antragstellung erfolgt per Formular und Kalkulationsraster und mindestens 6 Wochen vor Antritt der Residency bzw. des Gastspiels.

    Die Antragsformulare findet ihr auf unserer Homepage unter ACT OUT : https://freietheater.at/act-out/

    Den ausgefüllten Antrag inkl. Kalkulation bitte an folgende Emailadresse schicken: actout@freietheater.at

    Die IGFT prüft den Antrag auf formale und inhaltliche Korrektheit und klärt alle offenen Fragen mit den Antragsteller*innen.

    Entscheidung – Jury

    Die dreiköpfige Jury entscheidet per Umlaufbeschluss und innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des korrekten Antragformulars (inhaltlich und rechnerisch richtig) sowohl für die Gastspiel- wie für die Residencyförderung. Die Jury wird mit drei Personen besetzt werden, davon mindestens eine Person aus einem Bundesland.

    Vimeo-Plattform

    Als eine ständige Maßnahme wird eine Vimeo-Plattform aufgebaut, auf welcher Künstler*innen selbst Mitschnitte von Theaterproduktionen der freien Szene hochladen können.

    Die IGFT veröffentlicht hierzu eine Einladung und steht bei technischen Schwierigkeiten oder Formatfragen gerne mit Rat zur Seite.

    Die Vimeo-Plattform wird auch dazu angelegt, um den Österreichischen Kulturforen und Botschaften eine Auswahl an streamingfähigen Produktionsmitschnitten zur Verfügung zu stellen und über die Produktionen inhaltlich und formal informieren. Die Österreichischen Kulturforen und Botschaften werden aus diesem Pool einzelne Produktionen auswählen, um diese in den jeweiligen Ländern zu streamen. Hierfür erhalten die Künstler*innen selbstverständlich Honorare.

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  • 28.09.: Online-Infoveranstaltung ACT OUT

    Anlässlich der neuen Tour- und Residencyförderung ACT OUT möchten wir euch zu einer Infoveranstaltung am kommenden Montag, 28.09 einladen.

    Mit: Siglind Güttler, Ulrike Kuner

    Termin: Montag, 28.09.2020, 10:00, Zoom

    Anmeldung: office@freietheater.at

    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet. Teilnahme ist kostenlos (auch für Nicht-Mitglieder)

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  • ACT OUT – Tour- und Residencyförderung

    Mit ACT OUT, dem neuen Tour- und Residency-Förderprogramm für freie Theater- und Performancekünstler*innen, stellt das BMEIA – Auslandskultur in Kooperation mit der IG Freie Theaterarbeit ein Förderprogramm für freischaffende darstellende Künstler*innen und Theatergruppen vor, welches Tour- und Arbeits- (also Residenz) möglichkeiten im Ausland unterstützt. Zusätzlich wird eine Vimeo-Plattform eingerichtet, auf der die Künstler*innen / Theatergruppen Mitschnitte ihrer Bühnenproduktionen hochladen können und welche u.a. von den Österreichischen Kulturforen als Auswahlkatalog für Streamings fungiert. Das Tour- und Residencyförderprogramm ACT OUT startet ab September 2020 für eine erste einjährige Pilotphase. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und besteht aus drei Teilen:

    Tourförderung für Produktionen von Theatergruppen und Einzelkünstler*innen

    Residencyförderung für Einzelkünstler*innen und Gruppen (bis zu 5 Personen)

    Aufbau einer Vimeo-Plattform, auf der bestehende Mitschnitte von österreichischen Theaterproduktionen hochgeladen werden können.

    Antragsberechtigt sind Künstler*innen (Einzelkünstler*innen und Künstler*innengruppen) der Genres Kinder- und Jugendtheater, Schauspiel und Performance sowie Neuer Zirkus / Straßentheater.

    Gegenstand der TOUR- und RESIDENCYFÖRDERUNG

    Die maximale Förderhöhe für internationale Gastspiele beträgt € 12.000, für Residencies werden Kosten für max. 5 Personen und bis zu € 4.000 gefördert. Unterstützt werden Gagen- (50% ACT OUT – 50% Veranstalter*in), Reise-, Transport-, Techniker*innen und Aufenthaltskosten (zur Gänze) für Gastspiele oder Residencies. Es sind Mindesthonorare und -sätze vorgesehen, die den Honoraruntergrenzen der IGFT entsprechen und die im Antragsformular genau dargestellt sind.

    Länder

    Anträge auf Tour- und Residencyförderungen sind möglich für alle Länder international, jedoch vorrangig Europa.

    Antragstellung

    Die Antragstellung erfolgt per Formular und Kalkulationsraster und mindestens 6 Wochen vor Antritt der Residency bzw. des Gastspiels. Das Formular und die Kalkulation kann auf der Website freietheater.at heruntergeladen werden und wird ausgefüllt (per mail) an die IG Freie Theaterarbeit übermittelt. Antragsformular und Kalkulationsraster werden noch Mitte dieser Woche hier bereitgestellt (Info vom 21.9.2020). Die IGFT prüft den Antrag auf formale und inhaltliche Korrektheit und klärt alle offenen Fragen mit den Antragsteller*innen.

    Entscheidung – Jury

    Die dreiköpfige Jury entscheidet per Umlaufbeschluss und innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des korrekten Antragformulars (inhaltlich und rechnerisch richtig) sowohl für die Gastspiel- wie für die Residencyförderung. Die Jury wird mit drei Personen besetzt werden, davon mindestens eine Person aus einem Bundesland.

    Vimeo-Plattform

    Als eine ständige Maßnahme wird eine Vimeo-Plattform aufgebaut, auf welcher Künstler*innen selbst Mitschnitte von Theaterproduktionen der freien Szene hochgeladen werden. Die IGFT veröffentlicht hierzu eine Einladung und wertet die Einsendungen entsprechend der technischen Qualität aus. Credits und Kurzbeschreibungen werden auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt.Die Vimeo-Plattform wird auch dazu angelegt, um den Österreichischen Kulturforen und Botschaften eine Auswahl an streamingfähigen Produktionsmitschnitten zur Verfügung zu stellen und über die Produktionen inhaltlich und formal informieren. Die Österreichischen Kulturforen und Botschaften werden aus diesem Pool einzelne Produktionen auswählen, um diese in den jeweiligen Ländern zu streamen. Hierfür erhalten die Künstler*innen selbstverständlich Honorare.

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  • IG Netz - Zuschüsse für Anstellungen im 1. Halbjahr 2020: Einreichfrist 15. Oktober 2020

    Zuschüsse aus dem IG Netz erhalten Freie professionelle Gruppen/Theater im Bereich der Darstellenden Kunst, die Dienstgeber sind (d. h. Vereine, die MitarbeiterInnen anstellen). Weitere Infos zur Anspruchsberechtigung: https://freietheater.at/service/ig-netz/

    Das IG Netz wurde im Jahr 1991 von der IG Freie Theaterarbeit eingerichtet, um freien Gruppen im Bereich der darstellenden Kunst die Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch Zuschüsse finanziell zu erleichtern. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und aus Mitteln der Kunstsektion des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (BMKÖS) und der Kunst- und Kulturabteilungen der Bundesländer Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Burgenland, Kärnten, Oberösterreich und der Stadt Wien finanziert.

    Die nächste IG Netz Einreichfrist für das 1. Halbjahr 2020 ist der 15. Oktober 2020.

    Für IG Netz-Ersteinreichungen zur Unterstützung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Anstellungen von Künstler*innen und Produktionsleiter*innen ersuchen wir um ein e-mail an ig-netz@freietheater.at, damit wir eine Einladung zur Dateneingabe in der IG Netz Datenbank senden können.

    Folgende Unterlagen sind in digitaler Form vorzubereiten und müssen als Beleg hochgeladen werden:

    Vereinsregisterauszug

    Subventionsnachweis Bund ODER hauptsächlich förderndes Bundesland (sofern dieses das IG-Netz finanziell unterstützt: derzeit Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien) max. 3 Jahre alt!

    Lohnzettel der Arbeitnehmer*innen

    monatliche Kontoauszüge der Gesundheitskasse oder Beitragsvorschreibungen und Zahlungsbestätigungen

    Jahresabschluss / Bilanz des Vorjahres

    ggf. Nachweis über geförderte Arbeitsplätze (falls es solche gibt)

    Programme, Flyer, Kritiken etc. als Beleg über die Produktionen, die im betreffenden Zeitraum stattgefunden haben

    Bei COVID-19 Kurzarbeit zusätzlich:

    Frage im Antragsformular, ob eine AMS Unterstützung zu den Sozialversicherungsbeiträgen (Covid-19 Kurarbeitsbezüge, Altersteilzeit …) geleistet wurde.

    Wenn das AMS Covid-19 Kurzarbeitsbezügen bewilligt hat, dann ergänzend zu den (extra hochgeladenen) Lohnzetteln ein PDF mit folgenden Inhalten hochladen:

    Kontoauszug aus dem hervorgeht, wie viel das AMS pro Monat überwiesen hat und

    Informationen darüber, wieviel beim AMS an Kurzarbeitsbezügen beantragt wurde: Also Letztversion der Antragseckdaten beim AMS, aus denen Brutto(brutto)Entgelte pro Person/Monat hervorgehen (Abrechnungsmonat, Aufstellung pro Anstellung mit Brutto(brutto)Entgelt, verrechnete COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe, Beginn und Ende des Kurzarbeitszeitraums pro Monat …). Aus verschiedensten Gründen können diese Unterlagen für den den Zeitraum Jänner bis Juni 2020 nur in einem gemeinsamen PDF hochgeladen werden. Bei Problemen helfen wir gerne weiter: Die einzelnen Beilagen an ig-netz@freietheater.at senden – wir stellen für euch ein PDF her.

    Die Dokumente zum IG Netz Antrag können auch sukzessive hochgeladen / eingetragen werden.

    Den Abschluss bildet das Ausdrucken des IG Netz Antragsformulars das von den zeichnungsberechtigten Personen unterschrieben werden muss. Diesen Antrag dann bald, aber spätestens am 15. Oktober 2020 für den Einreichzeitraum 1. Halbjahr 2020 per Post an IG Netz/IG Freie Theater, Gumpendorferstr. 63 B, 1060 Wien senden.

    Verlängerungen der Einreichdeadline sind ausgeschlossen.

    Bei Fragen helfen wir gerne weiter: ig-netz@freietheater.at oder im Büro der IGFT anrufen (01/403 87 94)

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  • Anhebung des Kunst- und Kulturbudgets auf zumindest 1% des BIP!

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 22.9.2020

    Intervention zu den Budgetverhandlungen für 2021

    Zuletzt hat es der Corona-Lockdown deutlich gemacht: Einkommen und soziale Absicherung im Kunst- und Kulturfeld liegen in großen Teilen unterhalb jeder akzeptablen Schwelle.

    Es ist höchst an der Zeit, strukturelle Vorgaben für eine grundlegende Änderung zu entwickeln und zu verankern: im Bundesbudget, dem die Rolle eines „Leitbudgets Kunst und Kultur“ zukommt, da sich die Förderungen von Ländern und Kommunen vielfach daran orientieren. Das Ziel muss eine faire und angemessene Bezahlung quer durch den Sektor bei gleichzeitigem Erhalt der vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft sein. Zunächst muss jedenfalls dafür gesorgt werden, dass Mindesteinkommen und Honoraruntergrenzen möglich und bei öffentlich geförderten Projekten und Einrichtungen Fördervoraussetzung sind.

    Dafür ist es unabdingbar, das Kunst- und Kulturbudget 2021 unverzüglich auf mindestens ein Prozent der Bundesausgaben anzuheben. Aktuell beläuft sich dieses lediglich auf 0,6%, bis 2023 ist sogar eine Senkung auf 0,5% geplant. Langfristiges Ziel muss eine Anhebung der Ausgaben für Kunst und Kultur auf mindestens 1% des BIP sein. Im EU-weiten Vergleich rangiert Österreich hier an 18. Stelle, mit Staatsausgaben für kulturelle Aktivitäten im Ausmaß von 0,5% des BIP!

    Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen, dass die notwendigen einzelnen Corona-Hilfen ‒ insbesondere für den Erhalt der Bundestheater und/ -museen ebenso wie der anderen großen Häuser ‒ nicht zu Lasten des regulären Kunst- und Kulturbudgets gehen, sondern aus den Mitteln des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds finanziert werden. Frei verfügbares Geld ist ohnedies knapp, und alle Förderungen für die freie Szene stammen aus solchen nicht zugewiesenen Mitteln. Jede Umwidmung zu Gunsten der Corona-Hilfen reduziert daher Möglichkeiten und Existenzen in der freien Szene. Eindeutig ein No-Go.

    In einem nächsten Schritt wird es daher unabdingbar, die Kunst- und Kulturausgaben für die freie Szene auch durch ein Leitbudget Kunst und Kultur abzusichern: Das heißt Zweckwidmung von 50% des Kulturhaushalts für die freie Szene, ihre Akteur*innen und Strukturen, sowie jährliche Indexanpassung dieser Mittel. Die freie Szene, d.h. das Kunst- und Kulturschaffen abseits der großen, etablierten Häuser und Unternehmen, ist nicht nur ein wesentlicher Faktor der Kunst- und Kulturlandschaft in all ihrer Vielfalt, sie schafft Raum für Auseinandersetzung und Verständigung über gesellschaftliche Entwicklungen, für Teilhabe und Mitgestaltung. Sie ist eine Investition in die Zukunft.

    Sie unterstützen dieses Anliegen?
    Hier können Sie unterzeichnen:

    • Appell und Forderungen: Es ist Gefahr in Verzug: Rettungsmaßnahmen für Kunst und Kultur jetzt gefordert!
    • Petition: Wir fordern 1% des Bundesbudgets für Kunst und Kultur – JETZT!

    Weitere Informationen

     

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  • Es ist Gefahr in Verzug: Rettungsmaßnahmen für Kunst und Kultur jetzt

    (Aufruf vom 17.9.2020)
    Petition jetzt unterzeichnen: Eine Allianz von Organisationen und Personen aus dem Kunst- und Kulturbereich fordert die Bundesregierung auf, endlich finanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die das Überleben des Kunst- und Kultursektors über die Krise hinweg absichern

    Allianz aus Kunst und Kultur appelliert an Bundesregierung

    Schaffen Sie jetzt Rettungsmaßnahmen

    Im Wochentakt ändern sich die Bedingungen, unter denen Kunst und Kultur stattfinden kann. So ist kein Planen, kein Arbeiten in Kunst und Kultur möglich. Die bisherigen Unterstützungsmaßnahmen laufen mit Ende September aus bzw. sind auf maximal sechs Monate (seit März) ausgelegt. Eine Allianz von Organisationen und Personen aus dem Kunst- und Kulturbereich fordert die Bundesregierung auf, endlich finanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die das Überleben des Kunst- und Kultursektors über die Krise hinweg absichern: durch Verlängerung der Unterstützungsmaßnahmen, Refundierung von pandemiebedingten Mehrkosten, Übernahme der Ausfallkosten sowie eine grundsätzliche Erhöhung des Kulturbudgets auf 1% des BIP!

    Appell an die österreichische Bundesregierung:
    Es ist Gefahr in Verzug: Rettungsmaßnahmen für Kunst und Kultur jetzt gefordert!

    Petition unterzeichnen

    Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
    sehr geehrter Herr Vizekanzler und Kulturminister Kogler,
    sehr geehrter Herr Finanzminister Blümel,
    sehr geehrte Frau Staatssekretärin Mayer!

    Ab 14. September gelten bundesweit neue Beschränkungen für Veranstaltungen, die die Personenobergrenze massiv reduzieren. Angekündigt wurden diese Änderungen drei Tage im Vorhinein. Mit derart kurzfristigen Änderungen ist keine Planung von Veranstaltungen möglich!

    Wir müssen davon ausgehen, dass die Unsicherheit über die Bedingungen, unter denen Veranstaltungen noch möglich sind, in den nächsten Monaten zu einem ständigen Begleiter wird. Das trifft alle, die im Veranstaltungsbereich, die im Kulturbereich arbeiten, existenziell bedrohlich: Kultureinrichtungen und Kulturvereine, ihre Mitarbeiter_innen, organisatorisches und technisches Personal, Künstler_innen, Kulturvermittler_innen, Öffentlichkeitsarbeiter_innen, ... ! Ohne sofortige Unterstützung droht eine beispiellose Konkurswelle und massiver Anstieg der Arbeits- und Erwerbslosigkeit im Kulturbereich, was die Kulturlandschaft Österreich erschüttern und nachhaltig schädigen wird.

    Wir fordern Sie auf, sofort ein Unterstützungspaket zu schnüren, das das Überleben des Kultursektors über die Krise hinweg sichert. Aktuell sind alle bestehenden Unterstützungsmaßnahmen auf maximal sechs Monate ausgelegt bzw. laufen mit Ende September aus. Niemand kann sich Illusionen machen, dass unter den aktuellen Bedingungen wieder ein kostendeckender, geschweige denn „regulärer“ Kulturbetrieb ab 1. Oktober möglich ist.

    Wir fordern:

    • UMGEHENDE VERLÄNGERUNG DER AUSLAUFENDEN UNTERSTÜTZUNGSFONDS
      sowohl für individuelle Künstler_innen und im Kulturbereich arbeitende Menschen als auch für die unzähligen gemeinnützigen Trägerorganisationen des Kulturlebens, die ab Oktober vor dem Nichts stehen.

    • REFUNDIERUNG DER KOSTEN FÜR COVID19-TESTS UND ANDERER PANDEMIEBEDINGTER MEHRKOSTEN
      Gesundheitsvorsorge darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten diktiert werden! Sie ist im Kultur- und Veranstaltungsbereich ebenso wichtig wie etwa in der Gastronomie und Hotellerie, für die Testkosten übernommen werden.

    • AUSFALLSFONDS FÜR KULTURVERANSTALTUNGEN
      der es ermöglicht trotz unsicherer Bedingungen überhaupt noch Kulturveranstaltungen zu „planen“ und ein kulturelles Angebot für die Bevölkerung in den nächsten Monaten zu bieten.

    • ANHEBUNG DES KULTURBUDGETS AUF 1% DES BIP
      um endlich eine solide Absicherung der Kunst und Kultur in Österreich zu ermöglichen!

    • BEGLEITENDES NEUSTART-PROGRAMM FÜR KUNST UND KULTUR
      um im Arbeiten bleiben zu können, auch ohne unmittelbare Veranstaltungen mit Publikum, das als Programm die Entwicklung und Erprobung alternativer Konzepte und Formate ermöglicht sowie erforderliche Investitionen für eine adaptierte Neuaufnahme des Kunst- und Kulturangebots abdeckt!

    Wir stellen nicht in Frage, dass Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen, um die epidemische Entwicklung einzudämmen. Planungssicherheit über den Verlauf einer Epidemie kann es nicht geben. Planungssicherheit in finanzieller Hinsicht jedoch schon! Es braucht sofortige Unterstützungsmaßnahmen, die das Überleben des Kultursektors sichern. Es ist Gefahr in Verzug! Handeln Sie jetzt!

    Im Namen von:

    sowie allen bisherigen Unterzeichner_innen der Petition
    und unterstützenden Organisationen aus dem Kunst- und Kulturbereich

    Hinweis: Wenn ihr die Petition als Organisation unterstützen wollt, zusätzlich zu Unterstützung als Einzelperson via der Online-Plattform, schreibt uns bitte eine E-Mail. Danke!

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  • ACT OUT Tour- und Residencyförderung

    Pressemitteilung IG Freie Theater 21.9.2020

    Mit ACT OUT, dem neuen Tour- und Residency-Förderprogramm für freie Theater- und Performancekünstler*innen, stellt das BMEIA – Auslandskultur in Kooperation mit der IG Freie Theaterarbeit ein Förderprogramm für freischaffende darstellende Künstler*innen und Theatergruppen vor, welches Tour- und Arbeits- (also Residenz)möglichkeiten im Ausland unterstützt.
    Zusätzlich wird eine Vimeo-Plattform eingerichtet, auf der die Künstler*innen / Theatergruppen Mitschnitte ihrer Bühnenproduktionen hochladen können und welche u.a. von den Österreichischen Kulturforen als Auswahlkatalog für Streamings fungiert.

    Das Tour- und Residencyförderprogramm ACT OUT startet ab September 2020 für eine erste einjährige Pilotphase.

    Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und besteht aus drei Teilen:

    1. Tourförderung für Produktionen von Theatergruppen und Einzelkünstler*innen

    2. Residencyförderung für Einzelkünstler*innen und Gruppen (bis zu 5 Personen)

    3. Aufbau einer Vimeo-Plattform, auf der bestehende Mitschnitte von österreichischen Theaterproduktionen hochgeladen werden können.

    Antragsberechtigt sind Künstler*innen (Einzelkünstler*innen und Künstler*innengruppen) der Genres Kinder- und Jugendtheater, Schauspiel und Performance sowie Neuer Zirkus / Straßentheater.

    Gegenstand der TOUR- und RESIDENCYFÖRDERUNG  

    Die maximale Förderhöhe für internationale Gastspiele beträgt € 12.000, für Residencies werden Kosten für max. 5 Personen und bis zu € 4.000

    Unterstützt werden Gagen- (50% ACT OUT – 50% Veranstalter*in), Reise-, Transport-, Techniker*innen und Aufenthaltskosten (zur Gänze) für Gastspiele oder Residencies.
    Es sind Mindesthonorare und -sätze vorgesehen, die den Honoraruntergrenzen der IGFT entsprechen und die im Antragsformular genau dargestellt sind.

    Länder

    Anträge auf Tour- und Residencyförderungen sind möglich für alle Länder international, jedoch vorrangig Europa.

    Antragstellung

    Die Antragstellung erfolgt per Formular und Kalkulationsraster und mindestens 6 Wochen vor Antritt der Residency bzw. des Gastspiels.

    Das Formular und die Kalkulation kann auf der Website freietheater.at heruntergeladen werden und wird ausgefüllt (per mail) an die IG Freie Theaterarbeit übermittelt.
    Die IGFT prüft den Antrag auf formale und inhaltliche Korrektheit und klärt alle offenen Fragen mit den Antragsteller*innen.

    Entscheidung – Jury

    Die dreiköpfige Jury entscheidet per Umlaufbeschluss und innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des korrekten Antragformulars (inhaltlich und rechnerisch richtig) sowohl für die Gastspiel- wie für die Residencyförderung.

    Die Jury wird mit drei Personen besetzt werden, davon mindestens eine Person aus einem Bundesland.

    Vimeo-Plattform

    Als eine ständige Maßnahme wird eine Vimeo-Plattform aufgebaut, auf welcher Künstler*innen selbst Mitschnitte von Theaterproduktionen der freien Szene hochgeladen werden.

    Die IGFT veröffentlicht hierzu eine Einladung und wertet die Einsendungen entsprechend der technischen Qualität aus.
    Credits und Kurzbeschreibungen werden auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt.

    Die Vimeo-Plattform wird auch dazu angelegt, um den Österreichischen Kulturforen und Botschaften eine Auswahl an streamingfähigen Produktionsmitschnitten zur Verfügung zu stellen und über die Produktionen inhaltlich und formal informieren. Die Österreichischen Kulturforen und Botschaften werden aus diesem Pool einzelne Produktionen auswählen, um diese in den jeweiligen Ländern zu streamen. Hierfür erhalten die Künstler*innen selbstverständlich Honorare.

    INFO-VERANSTALTUNG PER ZOOM

    Am Montag, den 28.9.2020 um 10 Uhr findet eine Info-Veranstaltung per Zoom statt. Anmeldungen hierfür bitte an office@freietheater.at schicken, wir senden dann rechtzeitig den entsprechenden Link zu.

    Teresa Indjein, Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten des BMEIA:
    „Durch Covid-19 haben wir gesehen, dass es neue Formen der Vermittlung braucht. Wir befinden uns im TRANSIT, vieles ist in Bewegung; doch die Themen des Theaters in den Dramen der Antike wie den Stücken der Klassik und in zeitgenössischen Werken verlieren nicht an Aktualität. Daher möchten wir zum einen mit der VIMEO Plattform eine Rückschau auf interessante Theaterproduktionen aus Österreich geben; zum anderen sollen mit dem neuen Förderprogramm ACT OUT Weichen für eine stärkere internationale Vernetzung der freien Theater- und Performancekünstler*innen gestellt werden."

    Ulrike Kuner, Geschäftsführung IG Freie Theaterarbeit:
    „Wir freuen uns, dass mit ACT OUT die Gastspieltätigkeit von freischaffenden Theatergruppen – die  Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater, aber auch Neuer Zirkus und Straßenkunst umfasst – über die Grenzen Österreichs hinaus unterstützt werden. Besonders am Herzen liegt uns aber die Unterstützung von Künstler*innenresidenzen. Künstler*innen aus Österreich können an den für sie passenden Orten arbeiten, recherchieren und ihre Projekte entwickeln. Dies erzeugt nicht nur Sichtbarkeit, sondern ermöglicht den Künstler*innen wichtige Impulse und internationale Erfahrung“.

     

    ACT OUT wird gefördert durch:

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  • 23.09. Online-Infoveranstaltung: Veranstalten unter Corona-Bedingungen

    Besonders für Veranstaltungsbetreiber*innen ist die aktuelle Situation eine Herausforderung. Wir informieren über die derzeit geltenden Bestimmungen und gehen näher auf die aktuelle Lockerungsverordnung ein. Zum Beispiel, was heißt: zugewiesener und gekennzeichneter Sitzplatz? Was ist eine Besuchergruppe? Was gilt für das künstlerische Team und für die Darsteller*innen auf der Bühne?
    Zudem informieren wir über verlässliche Informationsquellen jenseits von Pressekonferenzen, sozialen Netzwerken und Gerüchten.

    Mit: Patrick Trotter

    Termin: Mittwoch, 23.09.2020, 10:00-11:30, Zoom

    Anmeldung: p.trotter@freietheater.at
    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Heißer Herbst 2020

    Pressemitteilung IG Freie Theater 16.9.2020

    Die Ampel schaltet auf orange …

    Die freischaffenden Künstler*innen erwartet ein heißer, unsicherer Herbst 2020 und ein noch viel unsichereres Jahr 2021. Zwar arbeiten derzeit viele Künstler*innen wieder und auch aus den diversen Fonds ist – nach etlichen Nachbesserungen – zumindest Geld für eine Basisabsicherung zu erhalten. Auch die Einführung von Arbeitsstipendien in etlichen Bundesländern ist eine begrüßenswerte Entwicklung, welche endlich auch die reale Arbeitssituation der darstellenden Künstler*innen finanziell abbildet und ihnen zumindest teilweise den Produktionsdruck nimmt.
    Dennoch bleiben etliche Fragen und Baustellen offen, die die Absicherung der Künstler*innen – über 2020 hinaus – zum Gegenstand haben.

    Die IG Freie Theaterarbeit hat von Jänner bis Ende August 2.041 Menschen beraten – zirka doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Corona-bedingte Anfragen gab es v. a. zu den Themen Vertragsauflösungen, Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsrecht und Absicherung. Deutlich wurde auch die unterschiedliche Rechtsmeinung von Veranstalter*innen und Künstler*innen, die (noch) nicht ausjudiziert ist und die dringend einer Klärung – etwa in Form von Musterprozessen – bedarf.

    Die Folgen der prekären Beschäftigungsverhältnisse in der freien Szene wurden überdeutlich sichtbar. Vor allem wurde klar, dass nach wie vor in der freien Szene viele Menschen in die Selbstständigkeit gedrängt werden, ohne dass sie dies eigentlich wollen. Und arbeits- und sozialversicherungsrechtlich dort auch nicht sein sollen.
    Oft sind sich die Künstler*innen nicht über die Konsequenzen ihrer selbständigen Tätigkeit bewusst. In Hinblick auf die kommenden Herausforderungen sehen wir folgende Punkte als dringend an und fordern die Verantwortlichen auf, entsprechende Handlungen zu setzen.

    Konkrete Instrumente der Krisenabsicherung
    Die existierenden Fördertöpfe verlängern und die Zugangskriterien künstler*innenfreundlich abstimmen. Einnahmen aus künstlerischer Arbeit müssen – bis zu einer bestimmten Höhe – ergänzend möglich sein. Bislang sind Zuwendungen aus Fördertöpfen mit max. € 1.000 pro Monat gedeckelt, liegen also unterhalb der Armutsgrenze von € 1.286.
    Zusatzkosten für Sicherheitskonzepte und Tests im Rahmen der Covid 19 – Eindämmung sollen zusätzlich gefördert werden, ebenso wie es eine Zusatzfinanzierung für technische Adaptierungen (Lüftungen, räumliche Anpassungen) geben muss.
    In Förderverträgen den Krisenfall definieren und so formulieren, dass (Gast)Künstler*innen im Fall einer Absage ihr Entgelt aus den geschlossenene Verträgen erhalten (Abschlagszahlungen zu 100% oder zumindest nach Kurzarbeitsmodell ermöglichen).
    Kompensations-Topf für Einnahmenausfälle – die Kompensation muss auf alle Fälle bei den Künstler*innen ankommen (z.B. bei Vereinbarung einer Einnahmenteilung) und unabhängig von der Beschäftigungsform der Künstler*in greifen.
    Bei Verschiebung: Wiederaufnahmeförderungen für entstehende Zusatzkosten (bei Verschiebung aufgrund Höherer Gewalt oder Seuchen) einrichten.
    Förderung für mobile Projekte: gesondertes Förderprogramm für Projekte im öffentlichen Raum.

    Reform der Vertrags- und Abrechnungsformen
    Verträge müssen entsprechend realer Beschäftigungsverhätnisse, also entsprechend geltender arbeitsrechtlicher Richtlinien ausgestaltet werden.
    Arbeitsrecht muss für alle gleich gelten – egal ob an Theatern fest angestellt oder als Gast / Gästin beschäftigt.
    Die branchenbezogene Wiedereinführung der täglichen Geringfügigkeitsgrenze bei tageweiser Beschäftigung ermöglicht eine durchgehende Versicherungsleistung für Künstler*innen und Kunst- und Kulturschaffende.
    Bei mehreren Arbeitstagen pro Monat sind durchgehende Anstellungen (und keine tageweise geringfügige Beschäftigung) anzustreben.
    Verträge müssen eingehalten werden, umso mehr wenn für Projekte öffentliche Gelder eingesetzt werden (Stichwort: Musterverträge).
    Fördernehmer*innen wenden einen „Fair Practice Code“ an, der (zumindest) Faire Bezahlung – Faire Strukturen – Transparenz – Kommunikation mit Künstler*innen (auch in der Krise) – Gender-Equality beinhaltet. Dieses Beispiel aus den Niederlanden hat sich bereits international bewährt.
    Die Umsetzung dieser Forderungen bedarf eines entsprechenden Budgets – Anstellungen sind teurer als Werkverträge, bewirken aber eine soziale Absicherung der Künstler*innen.
    Wir appellieren an die Politiker*innen, dieses Budget ab 2021 den Künstler*innen zur Verfügung zu stellen und ihnen damit nicht nur ihre Arbeit, sondern vor allem ihre Zukunft lebbar zu machen.



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  • Heißer Herbst 2020

    Pressemitteilung IG Freie Theater 16.9.2020

    Die Ampel schaltet auf orange …
     
    Die freischaffenden Künstler*innen erwartet ein heißer, unsicherer Herbst 2020 und ein noch viel unsichereres Jahr 2021.
    Zwar arbeiten derzeit viele Künstler*innen wieder und auch aus den diversen Fonds ist – nach etlichen Nachbesserungen – zumindest Geld für eine Basisabsicherung zu erhalten. Auch die Einführung von Arbeitsstipendien in etlichen Bundesländern ist eine begrüßenswerte Entwicklung, welche endlich auch die reale Arbeitssituation der darstellenden Künstler*innen finanziell abbildet und ihnen zumindest teilweise den Produktionsdruck nimmt.
     
    Dennoch bleiben etliche Fragen und Baustellen offen, die die Absicherung der Künstler*innen – über 2020 hinaus – zum Gegenstand haben.
     
    Die IG Freie Theaterarbeit hat von Jänner bis Ende August 2.041 Menschen beraten – zirka doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Corona-bedingte Anfragen gab es v. a. zu den Themen Vertragsauflösungen, Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsrecht und Absicherung. Deutlich wurde auch die unterschiedliche Rechtsmeinung von Veranstalter*innen und Künstler*innen, die (noch) nicht ausjudiziert ist und die dringend einer Klärung – etwa in Form von Musterprozessen – bedarf.
     
    Die Folgen der prekären Beschäftigungsverhältnisse in der freien Szene wurden überdeutlich sichtbar. Vor allem wurde klar, dass nach wie vor in der freien Szene viele Menschen in die Selbstständigkeit gedrängt werden, ohne dass sie dies eigentlich wollen. Und arbeits- und sozialversicherungsrechtlich dort auch nicht sein sollen.
    Oft sind sich die Künstler*innen nicht über die Konsequenzen ihrer selbständigen Tätigkeit bewusst.
     
    In Hinblick auf die kommenden Herausforderungen sehen wir folgende Punkte als dringend an und fordern die Verantwortlichen auf, entsprechende Handlungen zu setzen.
     
    1. Konkrete Instrumente der Krisenabsicherung
     
    -          Die existierenden Fördertöpfe verlängern und die Zugangskriterien künstler*innenfreundlich abstimmen. Einnahmen aus künstlerischer Arbeit müssen – bis zu einer bestimmten Höhe – ergänzend möglich sein. Bislang sind Zuwendungen aus Fördertöpfen mit max. € 1.000 pro Monat gedeckelt, liegen also unterhalb der Armutsgrenze von € 1.286.
     
    -          Zusatzkosten für Sicherheitskonzepte und Tests im Rahmen der Covid 19 – Eindämmung sollen zusätzlich gefördert werden, ebenso wie es eine Zusatzfinanzierung für technische Adaptierungen (Lüftungen, räumliche Anpassungen) geben muss.
     
    -          In Förderverträgen den Krisenfall definieren und so formulieren, dass (Gast)Künstler*innen im Fall einer Absage ihr Entgelt aus den geschlossenene Verträgen erhalten (Abschlagszahlungen zu 100% oder zumindest nach Kurzarbeitsmodell ermöglichen).
     
    -          Kompensations-Topf für Einnahmenausfälle – die Kompensation muss auf alle Fälle bei den Künstler*innen ankommen (z.B. bei Vereinbarung einer Einnahmenteilung) und unabhängig von der Beschäftigungsform der Künstler*in greifen.
     
    -          Bei Verschiebung: Wiederaufnahmeförderungen für entstehende Zusatzkosten (bei Verschiebung aufgrund Höherer Gewalt oder Seuchen) einrichten.
     
    -          Förderung für mobile Projekte: gesondertes Förderprogramm für Projekte im öffentlichen Raum.
     
     
    2. Reform der Vertrags- und Abrechnungsformen
     
    -          Verträge müssen entsprechend realer Beschäftigungsverhätnisse, also entsprechend geltender arbeitsrechtlicher Richtlinien ausgestaltet werden.
     
    -          Arbeitsrecht muss für alle gleich gelten – egal ob an Theatern fest angestellt oder als Gast / Gästin beschäftigt.
     
    -          Die branchenbezogene Wiedereinführung der täglichen Geringfügigkeitsgrenze bei tageweiser Beschäftigung ermöglicht eine durchgehende Versicherungsleistung für Künstler*innen und Kunst- und Kulturschaffende.
     
    -          Bei mehreren Arbeitstagen pro Monat sind durchgehende Anstellungen (und keine tageweise geringfügige Beschäftigung) anzustreben.
     
    -          Verträge müssen eingehalten werden, umso mehr wenn für Projekte öffentliche Gelder eingesetzt werden (Stichwort: Musterverträge).
     
    -          Fördernehmer*innen wenden einen „Fair Practice Code“ an, der (zumindest) Faire Bezahlung – Faire Strukturen – Transparenz – Kommunikation mit Künstler*innen (auch in der Krise) – Gender-Equality beinhaltet. Dieses Beispiel aus den Niederlanden hat sich bereits international bewährt.
     
    -          Die Umsetzung dieser Forderungen bedarf eines entsprechenden Budgets – Anstellungen sind teurer als Werkverträge, bewirken aber eine soziale Absicherung der Künstler*innen.
     
    Wir appellieren an die Politiker*innen, dieses Budget ab 2021 den Künstler*innen zur Verfügung zu stellen und ihnen damit nicht nur ihre Arbeit, sondern vor allem ihre Zukunft lebbar zu machen.


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    Die IG Freie Theater wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und ist Mitglied im Kulturrat Österreich. Seit 2018 ist sie Gründungsmitglied und Sitz des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Mitgliedern in derzeit 14 Ländern.

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  • Petition: #WIRsind1 – 1% des BIP für Kunst und Kultur

    Wir fordern 1% des BIP (Bruttoinlandsprodukt) für Kunst und Kultur – JETZT!

    Kunst und Kultur ist ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft. Durch die Corona-Krise wurde nochmals deutlich, wie viele unterschiedliche Branchen betroffen sind und wie prekär ihre Lage tatsächlich ist. Die Hilfspakete sind eine notwendige Übergangslösung - für die Zukunft braucht es jetzt eine klare Zusicherung, um die Vielfalt der Österreichischen Kunst- und Kulturszene zu erhalten. Denn Kunst und Kultur ist auch ein wichtiger Wirtschaftszweig, und wir können es uns nicht leisten diesen einbrechen zu lassen. Die österreichische Bundesregierung verhandelt derzeit (im September) das Budget für 2021. Daher fordern wir 1% des BIP für Kunst und Kultur - JETZT! WIRsind1!

    Zum Unterschreiben der Petition: https://bit.ly/3k15xE1


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  • Das war das Symposium „Freie Szene – Orte schaffen“

    Pressemitteilung der IG Freie Theaterarbeit vom 09.09.2020

    Unter dem Motto “Freie Szene – Orte schaffen. Räume und Infrastrukturen für Kunst und Kultur in Wien“ fand am 3./4. September 2020 ein international aufgestelltes Symposium in Wien statt.

    Auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien Veronica Kaup-Hasler in Kooperation mit den Interessensgemeinschaften IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica – music austria / mitderstadtreden - Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst und IG Freie Theaterarbeit wurden an zwei Tagen die Positionen der lokalen Freien Szene erörtert, internationale Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Zukunftsszenarien skizziert.

    Einig war man sich, dass derzeit in Wien zu wenig Platz, Infrastruktur- und Raumangebot für die freischaffenden Künstler*innen und Kulturinitiativen vorhanden ist. Ähnlich wie in Berlin und anderen europäischen Städten lauten die Forderungen daher, die bestehenden Räume zu schützen und gleichzeitig in Neubauprojekte – v.a. in den von der öffentlichen Hand unterstützten – Räume und Möglichkeiten für eine künstlerische Nutzung grundsätzlich mit einzuplanen.

    Nicht nur die Bevölkerung der Stadt Wien wächst, auch die freischaffenden Künstler*innen werden mehr – ein Spiegel der sich erweiterten internationalen Ausbildungssituationen und der veränderten Ansprüche der Künstler*innen und Kulturinitiativen.

    Die Anforderungen der einzelnen Genres unterschieden sich dann doch sehr. Während die Bildenden Künstler*innen v.a. leistbare und zugängliche Atelierräume benötigen, formulieren die Musiker*innen der experimentellen Freien Szene den Wunsch nach einem eigenen „Haus für die Musik“, welches als Arbeits- und Aufführungsort dient, entsprechenden akustischen Anforderungen genügt und mit dem zahlreich vorhandenen Publikum lokale, nationale und internationale Vernetzung und Sichtbarkeit fördert.

    Die Kolleg*innen von der Filmbranche plädierten für einen größeren, sowohl nationalen wie internationalen Blick und ‚incentives‘, die dazu anregen sollen, kontinuierliche und große Filmproduktionen über Wien zu organisieren. Die internationale Auftragslage – nicht zuletzt aufgrund der Streaming-Dienste – stellt derzeit eine äußerst günstige Ausgangssituation hierfür dar.

    Auch die freischaffende darstellende Szene benötigt mehr und besser ausgestattete Proben- und Arbeitsräume, die dem international etablierten Niveau entsprechen. Entsprechend einer Umfrage der IG Freie Theaterarbeit sind rund um die Uhr zugängliche, technisch und räumlich gut ausgestattete Studios gefragt, die eine einfache, flexible und kostengünstige Nutzung durch die Künstler*innen ermöglichen. Am Beispiel des Produktionshauses Campo in Ghent, Belgien wurden Strukturen präsentiert und diskutiert, die den Künstler*innen langfristigen Support ermöglichen. Groß war der Wunsch nach Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb der Künstler*innenschaft, nach groß gedachten Infrastrukturen („Proben-/Residencyhaus“) und selbstständig nutzbaren Arbeitsräumen, die auch zum Community-Building der Künstler*innen unabdingbar sind. 

    Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kunst und Wissenschaft, unterstützt die Anliegen der freischaffenden Künstler*innen und ermutigt ausdrücklich zu größerem Denken. Insofern lieferten die Beispiele des Atelierbeauftragten in Berlin – eine koordinierende Stelle zwischen Politik, Raumanbieter*innen und Künstler*innen – sowie L’Asilo, ein gemeinschaftlich geführtes Kunst -und Kulturzentrum im Herzen Neapels, interessante Erfahrungen und Beispiele.

    Das Symposium wurde parallel zum Event live gestreamt und konnte auch im Netz großes Interesse des (Fach)publikums sowie von Vertreter*innen der Parteien und des Bundes erzielen. Eine ausführliche Dokumentation des Symposiums wird in Bälde zur Verfügung stehen, nächste Schritte unter Einbeziehung weiterer Stellen und politischer Ebenen werden folgen. Eine verstärkte Kommunikation über die Kunst- und Kulturpolitik hinaus ist hierfür in allen Bereichen unbedingt erforderlich. Wir werden daher als nächsten Schritt den Dialog mit der Politik auf Stadt- sowie Bundesebene weiter ausbauen.

    Mit diesem Symposium hat die Freie Szene in Wien ihre Problemstellen artikuliert, vor allem aber zukünftige Arbeitsweisen und dafür notwendige Infrastrukturen formuliert. Nun gilt es, breitestmöglich an deren Umsetzung zu arbeiten und dem großen Potenzial der Künstler*innenschaft in Wien Rechnung zu tragen.

     

    Kontakt für Nachfragen:

    IG Freie Theaterarbeit

    Geschäftsführung: Ulrike Kuner

    E-mail: u.kuner@freietheater.at

    01 403 87 94 12

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  • Ein Notfall? Hilfe vom KSVF Unterstützungsfonds

    Wir möchten noch einmal auf den KSVF-Unterstützungsfonds hinweisen, der neben dem KSVF-Covid-19-Fonds weiterhin Unterstützung in „besonders zu berücksichtigungswürdigen Notsituationen“ anbietet. Achtung: Für Ausfälle, die in Verbindung mit Corona stehen, bitte beim KSVF-Covid-19-Fonds https://www.ksvf.at/covid-19.html anfragen.

    Der Unterstützungsfonds bietet Hilfe bei:

    Deckung des Lebensunterhalts bei Einkommensausfall aufgrund schwerer Erkrankungen oder unvorhersehbarer Ereignisse

    Kostenanfall aufgrund dringender Anschaffungen oder Reparaturen aufgrund eines außergewöhnlichen Ereignisses

    Deckung erhöhter Kosten bei Erkrankungen

    Deckung der Kosten notwendiger medizinischer Aufenthalte in Kur-, Genesungs- oder Erholungsheimen

    Für die Beihilfe wird die sowohl die eigene wirtschaftliche Situation als auch die des*der Ehepartner*in oder eingetragenen Partner*in zu berücksichtigen. Zudem werden die Vermögensverhältnisse v.a. der letzten sechs Monate überprüft. Eine Unterstützung kann nur gewährt werden, wenn es kein Rechtsanspruch einer Beihilfe von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, einer Verwertungsgesellschaft, einem Versicherungsunternehmen und vergleichbarer Institutionen gibt.

    Für die Antragstellung:

    Ansuchen vollständig ausfüllen

    Einkommensaufstellung beilegen

    Unterlagen einreichen (z.B. ärztliches Attest, Kostenübersicht vom Kuraufenthalt o.Ä.)

    Situation beschreiben

    Weitere Informationen zum KSVF Unterstützungsfonds hier: https://www.ksvf.at/

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  • 08.09. Online-Infoveranstaltung: Einreichung Kulturabteilung Stadt Wien: Habe ich an alles gedacht?

    Anlässlich der nächsten Einreichfrist der Stadt Wien (15.09.) u.a. für Einzelförderung von Freien Gruppen gehen wir mit euch eine Checkliste mit Punkten durch, an die es zu denken gilt: Fördervoraussetzungen, Projektbeschreibung, Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen etc.

    Mit: Patrick Trotter, Julia Kronenberg und Ulrike Kuner

    Termin: Dienstag, 08.09.2020, 10:00-11:30, Zoom

    Anmeldung: j.kronenberg@freietheater.at Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • 03.+ 04.09. Internationales Symposium: Freie Szene – Orte schaffen

    Am 03. und 04. September 2020

    Semperdepot, Lehargasse 8, (Prospekthof & Mehrzwecksaal) 1060 Wien

    Wiens freie Kunst- und Kulturszene ist vielfältig und international. Künstler*innen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik, Film, Bildende Kunst und Soziokultur brauchen Räume, Infrastrukturen und Arbeitsmöglichkeiten. Welche Raumfragen beschäftigen Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen in Wien aktuell? Was sind die Anforderungen der freien Szene, um professionell arbeiten zu können?

    Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich. Der Verkauf ist bereits beendet.

    Aufgrund der aktuellen Verordnungen können vor Ort nur eine sehr reduzierte Anzahl an Besucher*innen teilnehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis! Für all jene die beim Symposium nicht vor Ort sein können, wird das Programm am 04.09.2020 ganztägig live gestreamt über: https://echoraeume.klingt.org

    Änderungen im Programm sind natürlich vorbehalten. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme - in echt oder online -, und sind auf Diskussionen und Ergebnisse schon sehr gespannt!

    Eine Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien Veronica Kaup-Hasler in Kooperation mit den Interessengemeinschaften IG Kultur Wien, Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden, mica - music austria, mitderstadtreden - Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit und Akbild Oeh.

    Eine Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien Veronica Kaup-Hasler in Kooperation mit den Interessensgemeinschaften IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica – music austria / Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst und IG Freie Theater.

     

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  • 01.09.: Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien

    Kurator*innen der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7 01.09.2020)
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
    Wann: 18:00 bis 20:00

    Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien für Projektförderungen und Wiederaufnahmen für das zweite Halbjahr 2021, bzw. für Jahresförderungen (1- bis 2 Jahren, bzw. Großprojekte) für 2022/2023 (zum Einreichtermin 15.09.2020).

    IG Freie Theaterarbeit in Kooperation mit dem Theaterverein Wien und den Mitgliedern des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien.

    Anlässlich des nächsten Einreichtermins bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) – Projekt - und Wiederaufnahmeförderungen, bzw. für Jahresförderungen von Freien Gruppen im Bereich Theater, Tanz und Performance - am 15.09.2020 laden wir zu einem Expert_innengespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Kuratoriums Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien werden die wichtigsten Informationen und Fragen zu den Einreichunterlagen und -modalitäten, Projektbeschreibung und -kalkulation und die Empfehlung der Honoraruntergrenzen besprochen.

    Termin: Dienstag, 01.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

    Mit: Kolja Burgschuld, Katalin Erdödi, / Kuratorium Theater, Tanz und Performance; Ulrike Kuner, Julia Kronenberg, Patrick Trotter/ IG Freie Theater
    Anmeldung: office@freietheater.at

    Freier Eintritt! Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft bei der IG Freie Theaterarbeit notwendig.

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  • 01.09.: Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien

    Kurator*innen der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7 01.09.2020)
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
    Wann: 18:00 bis 20:00

    Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien für Projektförderungen und Wiederaufnahmen für das zweite Halbjahr 2021, bzw. für Jahresförderungen (1- bis 2 Jahren, bzw. Großprojekte) für 2022/2023 (zum Einreichtermin 15.09.2020).

    IG Freie Theaterarbeit in Kooperation mit dem Theaterverein Wien und den Mitgliedern des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien.

    Anlässlich des nächsten Einreichtermins bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) – Projekt - und Wiederaufnahmeförderungen, bzw. für Jahresförderungen von Freien Gruppen im Bereich Theater, Tanz und Performance - am 15.09.2020 laden wir zu einem Expert_innengespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Kuratoriums Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien werden die wichtigsten Informationen und Fragen zu den Einreichunterlagen und -modalitäten, Projektbeschreibung und -kalkulation und die Empfehlung der Honoraruntergrenzen besprochen.

    Termin: Dienstag, 01.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

    Mit: Kolja Burgschuld, Katalin Erdödi, / Kuratorium Theater, Tanz und Performance; Ulrike Kuner, Julia Kronenberg, Patrick Trotter/ IG Freie Theater
    Anmeldung: office@freietheater.at

    Freier Eintritt! Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft bei der IG Freie Theaterarbeit notwendig.

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  • 25.08. Online-Infoveranstaltung: Projektkalkulation anhand des Kalkulationsmodells

    Ab dem Jahr 2020 arbeitet die Kulturabteilung der Stadt Wien bei Förderanträgen mit einer neuen Kalkulationsvorlage. Anhand des Service-Kalkulationsmodells der IG Freie Theaterarbeit gehen wir Schritt für Schritt die Positionen durch und besprechen die Details zu und den Umgang mit den Empfehlungen der Honoraruntergrenzen. 

    Mit: Patrick Trotter, Julia Kronenberg und Ulrike Kuner

    Termin: Dienstag, 25.08.2020, 10:00-11:30, Zoom

    Anmeldung: j.kronenberg@freietheater.at
    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.  

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/


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  • 25.08. Online-Infoveranstaltung: Projektkalkulation anhand des Kalkulationsmodells

    Ab dem Jahr 2020 arbeitet die Kulturabteilung der Stadt Wien bei Förderanträgen mit einer neuen Kalkulationsvorlage. Anhand des Service-Kalkulationsmodells der IG Freie Theaterarbeit gehen wir Schritt für Schritt die Positionen durch und besprechen die Details zu und den Umgang mit den Empfehlungen der Honoraruntergrenzen. 

    Mit: Patrick Trotter, Julia Kronenberg und Ulrike Kuner

    Termin: Dienstag, 25.08.2020, 10:00-11:30, Zoom

    Anmeldung: j.kronenberg@freietheater.at
    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.  

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • 01.09.: Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien

    Kurator*innen der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7 01.09.2020)
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
    Wann: 18:00 bis 20:00

    Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien für Projektförderungen und Wiederaufnahmen für das zweite Halbjahr 2021, bzw. für Jahresförderungen (1- bis 2 Jahren, bzw. Großprojekte) für 2022/2023 (zum Einreichtermin 15.09.2020).

    IG Freie Theaterarbeit in Kooperation mit dem Theaterverein Wien und den Mitgliedern des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien.

    Anlässlich des nächsten Einreichtermins bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) – Projekt - und Wiederaufnahmeförderungen, bzw. für Jahresförderungen von Freien Gruppen im Bereich Theater, Tanz und Performance - am 15.09.2020 laden wir zu einem Expert_innengespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Kuratoriums Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien werden die wichtigsten Informationen und Fragen zu den Einreichunterlagen und -modalitäten, Projektbeschreibung und -kalkulation und die Empfehlung der Honoraruntergrenzen besprochen.

    Termin: Dienstag, 01.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

    Mit: Kolja Burgschuld, Katalin Erdödi, / Kuratorium Theater, Tanz und Performance; Ulrike Kuner, Julia Kronenberg, Patrick Trotter/ IG Freie Theater
    Anmeldung: office@freietheater.at

    Freier Eintritt! Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft bei der IG Freie Theaterarbeit notwendig.

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  • 25.08. Online-Infoveranstaltung: Projektkalkulation anhand des Kalkulationsmodells

    Ab dem Jahr 2020 arbeitet die Kulturabteilung der Stadt Wien bei Förderanträgen mit einer neuen Kalkulationsvorlage. Anhand des Service-Kalkulationsmodells der IG Freie Theaterarbeit gehen wir Schritt für Schritt die Positionen durch und besprechen die Details zu und den Umgang mit den Empfehlungen der Honoraruntergrenzen. 

    Mit: Patrick Trotter, Julia Kronenberg und Ulrike Kuner

    Termin: Dienstag, 25.08.2020, 10:00-11:30, Zoom

    Anmeldung: j.kronenberg@freietheater.at
    Zoom Link und Passwort werden einen Tag vorher an alle angemeldeten Teilnehmer*innen versendet.  

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • EU Kommissarin Mariya Gabriel antwortet auf den Brief der EAIPA über die Chancen der freien Szene in Europa

    Mariya Gabriel, EU Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, hat mit einem Schreiben auf den Brief der EAIPA geantwortet, in dem wir unsere Besorgnis ob der momentan Krise ausdrückten und darum baten, uns über die Maßnahmen zu informieren, welche die Kommission diesbezüglich umzusetzen gedenkt.

    Eine Zusammenfassung und ein Statement der EAIPA dazu findet ihr hier.

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  • 01.09.: Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien

    Kurator*innen der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7 01.09.2020)
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
    Wann: 18:00 bis 20:00

    Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien für Projektförderungen und Wiederaufnahmen für das zweite Halbjahr 2021, bzw. für Jahresförderungen (1- bis 2 Jahren, bzw. Großprojekte) für 2022/2023 (zum Einreichtermin 15.09.2020).

    IG Freie Theaterarbeit in Kooperation mit dem Theaterverein Wien und den Mitgliedern des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien.

    Anlässlich des nächsten Einreichtermins bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) – Projekt - und Wiederaufnahmeförderungen, bzw. für Jahresförderungen von Freien Gruppen im Bereich Theater, Tanz und Performance - am 15.09.2020 laden wir zu einem Expert_innengespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Kuratoriums Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien werden die wichtigsten Informationen und Fragen zu den Einreichunterlagen und -modalitäten, Projektbeschreibung und -kalkulation und die Empfehlung der Honoraruntergrenzen besprochen.

    Termin: Dienstag, 01.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

    Mit: Kolja Burgschuld, Katalin Erdödi, / Kuratorium Theater, Tanz und Performance; Ulrike Kuner, Julia Kronenberg, Patrick Trotter/ IG Freie Theater
    Anmeldung: office@freietheater.at

    Freier Eintritt! Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft bei der IG Freie Theaterarbeit notwendig.

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  • Unsere Sommeröffnungszeiten

    Aufgrund des erhöhten Beratungsbedarfs haben wir uns dazu entschlossen, abwechselnd Urlaub zu machen, damit immer jemand für euch erreichbar ist. Wir planen also diesen Sommer damit, das Büro durchgehend zu besetzen.

    Von 20.07. bis 09.08. haben wir verkürzte Bürozeiten und sind Mo-Do von 10 bis 14 Uhr erreichbar.

    In dieser Zeit bitte Beratungsanfragen nur an Patrick unter p.trotter@freietheater.at schicken oder während der Bürozeiten anrufen unter +43 1 403 87 94 . Alle anderen Anliegen können gerne jederzeit an office@freietheater.at gerichtet werden.

    Ab dem 10.08 sind wir wieder zu unseren normalen Zeiten Mo-Do von 9:30 bis 16:30 Uhr für euch im Büro. Beratungsanfragen können dann gerne an Patrick unter p.trotter@freietheater und auch wieder an Julia unter j.kronenberg@freietheater.at gesendet werden.

    Wir wünschen euch einen produktiven Sommer und ggf. einen erholsamen Urlaub!

    Euer IGFT Team

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  • 01.09.: Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien

    Kurator*innen der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7 01.09.2020)
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
    Wann: 18:00 bis 20:00

    Informationsveranstaltung: Förderanträge Stadt Wien für Projektförderungen und Wiederaufnahmen für das zweite Halbjahr 2021, bzw. für Jahresförderungen (1- bis 2 Jahren, bzw. Großprojekte) für 2022/2023 (zum Einreichtermin 15.09.2020).

    IG Freie Theaterarbeit in Kooperation mit dem Theaterverein Wien und den Mitgliedern des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien.

    Anlässlich des nächsten Einreichtermins bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) – Projekt - und Wiederaufnahmeförderungen, bzw. für Jahresförderungen von Freien Gruppen im Bereich Theater, Tanz und Performance - am 15.09.2020 laden wir zu einem Expert_innengespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Kuratoriums Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien werden die wichtigsten Informationen und Fragen zu den Einreichunterlagen und -modalitäten, Projektbeschreibung und -kalkulation und die Empfehlung der Honoraruntergrenzen besprochen

    Termin: Dienstag, 01.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr
    Ort: Werk X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

    Mit: Kolja Burgschuld, Katalin Erdödi, / Kuratorium Theater, Tanz und Performance; Ulrike Kuner, Julia Kronenberg, Patrick Trotter/ IG Freie Theater
    Anmeldung: office@freietheater.at

    Freier Eintritt! Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft bei der IG Freie Theaterarbeit notwendig.

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  • Unsere Sommeröffnungszeiten

    Aufgrund des erhöhten Beratungsbedarfs haben wir uns dazu entschlossen, abwechselnd Urlaub zu machen, damit immer jemand für euch erreichbar ist. Wir planen also diesen Sommer damit, das Büro durchgehend zu besetzen.

    Von 20.07. bis 09.08. haben wir verkürzte Bürozeiten und sind Mo-Do von 10 bis 14 Uhr erreichbar.

    In dieser Zeit bitte Beratungsanfragen nur an Patrick unter p.trotter@freietheater.at schicken oder während der Bürozeiten anrufen unter +43 1 403 87 94 . Alle anderen Anliegen können gerne jederzeit an office@freietheater.at gerichtet werden.

    Ab dem 10.08 sind wir wieder zu unseren normalen Zeiten Mo-Do von 9:30 bis 16:30 Uhr für euch im Büro. Beratungsanfragen können dann gerne an Patrick unter p.trotter@freietheater und auch wieder an Julia unter j.kronenberg@freietheater.at gesendet werden.

    Wir wünschen euch einen produktiven Sommer und ggf. einen erholsamen Urlaub!

    Euer IGFT Team

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  • gift 02/20 ist unterwegs

    Unsere zweite diesjährige Ausgabe der gift – zeitschrift für freies theater ist ab morgen auf dem Weg zu euch. Die alten Ausgaben findet ihr hier: https://freietheater.at/gift-archive/

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  • Update: Unterstützungsmöglichkeiten für Künstler*innen

    Vorgehensweise bei Notlagen durch Verdienstausfall aufgrund der Corona-Krise: 

    1. Warst du angestellt und wurde dein Dienstvertrag einseitig aufgelöst oder die Produktion einseitig verschoben? Achtung: hier muss geprüft werden, ob ein einseitiger Rücktritt vom Vertrag überhaupt möglich war. Unter Umständen hast du Anspruch auf 100% deines Entgeltes, auch wenn es nicht zu einer Aufführung kam! Wende dich an uns.

    2. Die Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen ist online: ab sofort haben Künstler*innen die Möglichkeit einer Einmalzahlung von € 6.000,-

    3. Auch NPO-Fonds ist veröffentlicht, Anträge sind ab 8. Juli möglich. Infos hier.

    4. Erhältst du unter Umständen eine höhere Förderung vom Härtefallfonds? Dann noch bis 31.01.2021 hier beantragen

    5. Bist du weder beim Härtefallfonds der WKO noch bei der Überbrückungshilfe be der SVS anspruchsberechtigt, aber erfüllst die Kriterien des KSVF Covid-19-Fonds? Hier geht es zum KSVF Covid-19-Fonds. Phase 2 startet ab 10.07.2020.

    6. Gibt die Möglichkeit auf Unterstützung durch eine Verwertungsgesellschaft? Siehe weiter unten.

    7. Gibt es die Möglichkeit auf Unterstützung durch dein Bundesland oder deine Stadt? Siehe COVID-19 FAQ.

    8. Senkung der Umsatzsteuer auf 5% im Kulturbereich.

    9. Sonstige Maßnahmen wie Herabsetzung der Sozialversicherungsbeiträge, steuerliche Erleichterungen, Kurzarbeit, Sonderbetreuungszeit, Familienhärteausgleich etc. Siehe hier: https://freietheater.at/covid-19-help/help/  

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  • Steuerliche Auswirkung des Arbeitsstipendiums

    Grundsätzlich gilt: Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung, die an eine Person dafür gewährt wird, damit sie sich einer wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeit widmen kann.

    Derartige Stipendien stellen ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach einen Einkommensersatz dar und sind somit grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. 

    ABER: Besteht dem Grunde nach eine Steuerpflicht, bleiben die Stipendien trotzdem steuerfrei, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

    * Stipendien bis zur Höhe der Höchststudienbeihilfe für Selbsterhalter (derzeit € 7.272 pro Jahr) sind jedenfalls kein Einkommensersatz.

    * Das Stipendium darf nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses ausbezahlt werden.

    * Wenn im Einkommen keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte enthalten sind, darf das Einkommen (inklusive Stipendium) nicht mehr als 11.000 Euro im Kalenderjahr betragen.

    * Wenn im Einkommen lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthalten sind darf das Einkommen (inklusive Stipendium) nicht mehr als 12.000 Euro im Kalenderjahr betragen.

    Stipendien bis zur Höhe der Höchststudienbeihilfe für Selbsterhalter stellen aus unserer Sicht ergo keinen Einkommensersatz dar und sind daher steuerfrei.

    Auswirkungen auf den Härtefallfonds

    Unklarheit herrschte auch bei der WKO bezüglich gleichzeitigem Bezug eines Arbeitsstipendiums. Eine der Voraussetzungen für das Erlangen einer Förderung ist unter Punkt 4.1. e der Richtlinien des Härtefallfonds wie folgt festgelegt:

    Es wurden keine weiteren Förderungen in Form von Barauszahlungen durch Gebietskörperschaften erhalten, die der Bekämpfung der Auswirkungen von COVID-19 dienen. Ausgenommen davon sind Förderungen aufgrund von Corona-Kurzarbeit, Förderungen durch den Corona-Familienhärteausgleich und Förderungen durch den Fixkostenzuschuss.

    Sollte es sich bei dem Stipendium also um eine COVID-19 Unterstützung handen, schließt dies eine weitere Unterstützung aus dem Härtefallfonds aus.

    Sollte das Stipendium aber für eine künstlerische Tätigkeit/Arbeit/Projekt vergeben worden sein und es sich dabei NICHT um eine COVID-19 Unterstützung handeln, schließt das einen gleichzeitigen/weiteren Bezug vom Härtefallfonds aus unserer Sicht nicht aus.

    Die Arbeitsstipendien der Stadt Wien wurden für ein künstlerisches Vorhaben gewährt und stellen eine klassische Kulturförderung dar. Sie wurden ausschließlich Projektbezogen vergeben und stellen keine COVID-19 Hilfe dar.

    Alle Infos bezüglich Arbeitsstipendien werden laufend auf unserer Homepage aktualisiert.

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  • Broschüre: Staying Alive – Meine Rechte als Künstler*in

    Was müssen Künstler*innen wissen, um zu überleben?

    In dieser Broschüre haben wir die wichtigsten Informationen der Aufklärungskampagne „Staying Alive – Meine Rechte als Künstler*in“ zusammengestellt, die wir im Herbst 2019 veranstaltet haben.

    Es gab viel zu hören, jetzt gibt es viel zu lesen. Nicht abschrecken lassen – hinter den Worten versteckt sich viel Wissen: Über Rechte, über Verträge, über Steuern, über Recht. Über Geld.

    Die Broschüre findet ihr bald in ausgesuchten Kulturstätten, das PDF gibt's bereits bei den Infomaterialien auf unserer Website zum freien Download, hier: https://freietheater.at/service/igft-infomaterialien/

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  • Überbrückungsfinanzierung: Antragstellung möglich!

    Die Antragstellung für die Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen bei der SVS ist seit 02.07. möglich. Es können maximal 6.000€ als Einmalzahlung erhalten werden. Vorraussetzung für einen Bezug ist in jedem Fall eine Pflichtversicherung oder "Opting-In" bei der SVS. Weiterhin muss ein Hauptwohnsitz in Österreich und eine wirtschaftliche Notlage, die durch Covid-19 verursacht wurde, vorliegen. Weitere Infos zur Anspruchsberechtigung findet ihr auf unserer Website, hier: https://freietheater.at/blog_entry/ueberbrueckungsfinanzierung-antragstellung-moeglich/

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  • Kulturrat Österreich begrüßt die Öffnung der Fonds

    Pressemitteilung vom 07. Juli 2020 // Kulturrat Österreich

    __/ Angekündigte Entschädigungsfonds für Kunst und Kultur starten endlich
    __/ Aussicht auf finanzielle Hilfe nach Lockdown für Viele

    __/ Kulturrat Österreich begrüßt die Öffnung der Fonds

    _______/ https://www.kulturrat.at

    Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler_innen (SVS), NPO-Fonds (AWS) und Phase 2 im Covid-19-Fonds (KSVF) nehmen ihre Arbeit auf. Zusammen mit dem Härtefall-Fonds (WKO) und dem Fixkostenzuschuss eröffnet das Vielen in Kunst und Kultur die Möglichkeit, fehlende Einnahmen aufgrund von Lockdown und Covid-19-Präventionsmaßnahmen  wenigstens teilweise auszugleichen.

    __/ Sind wir zufrieden?

    Es ist zu begrüßen, dass die Refinanzierungsmaßnahmen nun endlich soweit aufgesetzt und funktional sind, dass die akute Geldnot in Kunst und Kultur bald für viele zumindest vorübergehend behoben sein wird. Geldsorgen werden uns aber weiterhin begleiten, schon weil ein monatliches Einkommen über der Armutsgefährdungsgrenze vielfach unerreichbar ist. Nach wie vor gibt es auch Personen, die noch überhaupt keinen Anspruch auf Geldersatzleistungen seit dem Lockdown haben: Noch fehlt beispielsweise die Umsetzung der gesetzlich bereits seit längerem beschlossenen Aufnahme mehrfach geringfügig Beschäftigter in den Kreis der Zuschussberechtigten im Härtefall-Fonds (WKO). Maßnahmen, die Entschädigungen für Ausfälle und Mehrkosten von mehr als sechs Monaten abdecken, fehlen bislang gänzlich – obwohl bereits jetzt klar ist, dass ein „Normalbetrieb“ in weiter Ferne liegt und Veranstaltungen bis Jahresende weiterhin nur mit Einschränkungen möglich sind. Maßnahmen für die Post-Corona-Politik sind großteils noch nicht einmal ansatzweise formuliert.

    Wir verweisen auf die Liste an notwendigen Maßnahmen, die wir anlässlich der 100 Tage seit Beginn der Corona-Maßnahmen vorgestellt haben, und empfehlen die Lektüre der Forderungen an eine Post-Corona-Politik, wie sie von Mitgliedern der Arge Kulturelle Vielfalt dieser Tage vorgelegt wurden:

    100 Tage Corona-Krise in Österreich, Kulturrat Österreich: https://kulturrat.at/agenda/corona/20200618
    Offener Brief der ARGE Kulturelle Vielfalt: https://www.unesco.at/kultur/vielfalt-kultureller-ausdrucksformen/artikel/article/offener-brief

    Hier weiterlesen: https://freietheater.at/blog_entry/kulturrat-oesterreich-begruesst-die-oeffnung-der-fonds/

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  • 10.07. Online Infoveranstaltung: Self-Marketing: Was kann Instagram?

    Termin: Freitag, 10.07.2020, 10-12 Uhr, Zoom

    Im Bereich Online Marketing kommt man kaum noch an Instagram vorbei. Aber was kann die Plattform für mich als Künstler*in tun? Wie kann ich Interesse erwecken und aus der Masse herausstechen? Was genau bringt mir eine Story und wen will ich eigentlich damit erreichen? In dieser Infoveranstaltung behandeln wir grundlegende Themen wie: Basics der Bildkomposition, nützliche Tools und die Do’s & Don’ts im Umgang mit Instagram. Da wir direkt in die Plattform einsteigen ist es von Vorteil schon einen Instagram Account erstellt zu haben.

    Mit Winona Bach

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter j.kronenberg@freietheater.at. Bitte verwendet Klarnamen (= Vor- und Nachname), damit wir euch identifizieren können. Ihr könnt euren Zoom-Namen unter Einstellungen —> Mein Profil —> Mein Profil bearbeiten ändern. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Angekündigte Entschädigungsfonds für Kunst und Kultur starten endlich

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 7.7.2020

    Kulturrat Österreich begrüßt die Öffnung der Fonds. Nach wie vor gibt es aber Personen, die noch überhaupt keinen Anspruch auf Geldersatzleistungen haben.

    Aussicht auf finanzielle Hilfe nach Lockdown für Viele - Kulturrat Österreich begrüßt die Öffnung der Fonds

    Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler_innen (SVS), NPO-Fonds (AWS) und Phase 2 im Covid-19-Fonds (KSVF) nehmen ihre Arbeit auf. Zusammen mit dem Härtefall-Fonds (WKO) und dem Fixkostenzuschuss eröffnet das Vielen in Kunst und Kultur die Möglichkeit, fehlende Einnahmen aufgrund von Lockdown und Covid-19-Präventionsmaßnahmen wenigstens teilweise auszugleichen.

    Sind wir zufrieden?

    Es ist zu begrüßen, dass die Refinanzierungsmaßnahmen nun endlich soweit aufgesetzt und funktional sind, dass die akute Geldnot in Kunst und Kultur bald für viele zumindest vorübergehend behoben sein wird. Geldsorgen werden uns aber weiterhin begleiten, schon weil ein monatliches Einkommen über der Armutsgefährdungsgrenze vielfach unerreichbar ist. Nach wie vor gibt es auch Personen, die noch überhaupt keinen Anspruch auf Geldersatzleistungen seit dem Lockdown haben: Noch fehlt beispielsweise die Umsetzung der gesetzlich bereits seit längerem beschlossenen Aufnahme mehrfach geringfügig Beschäftigter in den Kreis der Zuschussberechtigten im Härtefall-Fonds (WKO). Maßnahmen, die Entschädigungen für Ausfälle und Mehrkosten von mehr als sechs Monaten abdecken, fehlen bislang gänzlich – obwohl bereits jetzt klar ist, dass ein „Normalbetrieb“ in weiter Ferne liegt und Veranstaltungen bis Jahresende weiterhin nur mit Einschränkungen möglich sind. Maßnahmen für die Post-Corona-Politik sind großteils noch nicht einmal ansatzweise formuliert.

    Wir verweisen auf die Liste an notwendigen Maßnahmen, die wir anlässlich der 100 Tage seit Beginn der Corona-Maßnahmen vorgestellt haben, und empfehlen die Lektüre der Forderungen an eine Post-Corona-Politik, wie sie von Mitgliedern der Arge Kulturelle Vielfalt dieser Tage vorgelegt wurden:

     

    Die neuen Fonds im Überblick:

    Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler_innen (SVS)

    Hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich eine Einmalzahlung an selbstständige Künstler_innen in Höhe von bis zu Euro 6.000,-. Der Antrag ist bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) zu stellen und soll Einnahmenausfälle bis zum Jahresende 2020 abfedern.

    Antragsberechtigt sind Künstler_innen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren und in der SVS als Künstler_in versichert sind – ausschlaggebend ist die selbst gemachte Berufsangabe bei der Versicherungserklärung. Künstler_innen, die - aus welchen Gründen auch immer - bislang nicht unter Nennung ihres Berufs als Künstler_in bei der SVS versichert sind (sei es, weil vor der künstlerischen Tätigkeit eine andere Tätigkeit selbstständig ausgeübt wurde, oder weil der Eintrag in der SVS anders interpretiert wurde), können im Zuge der Antragstellung eine entsprechende Änderung urgieren.

    Voraussetzung ist außerdem eine bestehende Versicherung in der SVS am 13. 3. 20 (pflichtversichert oder freiwillig per „Opting-in“), oder eine Pflichtversicherung in den Jahren 2018 und/oder 2019 und eine aufrechte künstlerische Arbeit, oder ein Versicherungseintritt (pflichtversichert oder freiwillig per “Opting-in“) bis 13. 6. 20. Eine Rückforderung des Zuschusses ist vorgesehen, wenn im Kalenderjahr 2020 die Höchstbeitragsgrundlage zur Sozialversicherung (Euro 75.180,-) überschritten wird.

    Wie ist das Verhältnis zu anderen Fonds? Eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds (WKO), der für Kunst- und Kulturschaffende nach wie vor zugänglich ist, wird hier angerechnet. Anträge an die SVS sind unbürokratisch, es handelt sich jedoch um eine Pauschalzahlung von maximal 6.000 Euro. Anträge an die WKO erfordern ein paar Angaben mehr, ergeben aber möglicherweise einen höheren Betrag. Erhaltene Arbeitsstipendien, eine Erstunterstützung aus dem Covid-19-Fonds beim KSVF (Phase 1) oder Unterstützungen aus den Verwertungsgesellschaften spielen für die Überbrückungsfinanzierung (SVS) keine Rolle. Die Überbrückungsfinanzierung ist zudem steuerfrei. Ein Wermutstropfen: Der Bezug von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung ist ein Ausschlussgrund ‒ jedenfalls solange dieser besteht.

    NPO-Fonds (AWS)

    Lange hat es gedauert, zwei Gesetze und einige Zeit später gibt es nun endlich einen Refinanzierungstopf für Non-Profit-Organisationen. Gemeinnützige Organisationen von der Kulturinitiative bis zum Sportverein, von der Menschenrechtsorganisation bis zum gemeinnützig organisierten Kulturbetrieb können nun beim austria wirtschaftsservice (AWS) für bestimmte Kosten zwischen 1. 4. und 30. 9., für Einzelnes zwischen 10. 3. und 30. 9. einen Zuschuss beantragen.

    Berechnungsgrundlage ist der Vergleichszeitraum im Jahr 2019 oder der Durchschnitt aus den Jahren 2018 und 2019. Gefördert werden im wesentlichen Betriebskosten, darüber hinaus gibt es aber die Möglichkeit, einen Struktursicherungsbetrag in Höhe von 7% der Einnahmen aus dem Jahr 2019 als Pauschale zusätzlich zu beantragen. Anstellungskosten werden nur ersetzt, wenn sie Anstellungen nach dem Behinderteneinstellungsgesetz betreffen, und auch hier nur, wenn keine Kurzarbeit möglich war.

    Analog dem Fixkostenzuschuss ist auch beim NPO-Fonds eine Untergrenze eingezogen: Wer aus der Summe förderbarer Kosten und dem Struktursicherungsbeitrag unter 500,- Auszahlungsbetrag liegt, ist ausgeschlossen. Die Obergrenze liegt bei Euro 2,4 Mill. Kostenersatz bzw. 120.000,- für die Zusatzpauschale je gemeinnütziger Organisation. Entsprechend dieser Bandbreite sind unterschiedliche Grenzen für Nachweise schon bei Beantragung bis hin zu den Auszahlungsmodalitäten und der Abrechnung eingezogen. Bis Euro 3.000,- ist der Antrag mit einigermaßen überschaubarem Aufwand verbunden, die Auszahlung der Gesamtsumme erfolgt sofort. Im Detail ist die Antragstellung durchaus anspruchsvoll, Kulturförderantrags-Erprobte sind klar im Vorteil ‒ Informationen gibt es bei den Interessenvertretungen im Feld.

    Was fehlt: Kostenersatz für Mitarbeiter_innen allgemein sowie insbesondere jene, die nicht in Kurzarbeit gehen konnten oder nur geringfügig angestellt sind. Und ein großer Haken: Voraussetzung für diese Förderung ist der Nachweis schadensmindernder Maßnahmen. Was darunter zu verstehen ist, muss erst noch geklärt werden.

    Phase 2 im Covid-19-Fonds (KSVF)

    Parallel zur Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler_innen gibt es nun auch die lange angekündigte Phase 2 im Covid-19-Fonds des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds (KSVF), ab 10. 7. sind Anträge möglich. Antragsberechtigt sind hier jene Künstler_innen und Kulturvermittler_innen, die weder die Voraussetzungen des Härtefall-Fonds noch der Überbrückungsfinanzierung erfüllen. Allerdings sind die Fördersummen gegenüber den beiden größeren Fonds halbiert: max. Euro 3.000,- sind möglich, die Soforthilfe aus der Phase 1 wird eingerechnet. Zudem wird die Entschädigung bereits ab einem Jahreseinkommen 2020 von Euro 29.942,90 zurückgefordert. Wer 2020 bereits eine Zahlung aus dem regulären Unterstützungsfonds des KSVF erhalten hat, ist beim Covid-19-Fonds nicht anspruchsberechtigt. Weiterhin gilt: Wer Künstler_in oder Kulturvermittler_in ist, entscheidet der Beirat des Covid-19-Fonds (KSVF).

    Der Kulturrat Österreich hat die Situation der einzelnen Künstler_innen und Kulturvermittler_innen kontinuierlich im Blick und wird die Wirksamkeit der Leistungen aus den Entschädigungsfonds entsprechend analysieren.

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  • IG Netz 2020: Erhöhung von Seiten des Bundes / BMKÖS um € 200.000 – sechs Bundesländer beteiligen sich

    Pressemitteilung IG Freie Theater 26.6.2020

    Das vom Bund seit 1991 finanzierte Instrument IG Netz fördert Anstellungen von Darstellenden Künstler*innen – und damit deren soziale Absicherung.
     
    Die Krise zeigt deutlich: Künstler*innen und Kunstschaffende sind oft in unsicheren Vertragsverhältnissen beschäftigt.
     
    Seit 1991 gibt es das Instrument IG Netz, das Theatergruppen und Vereinen Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen leistet, um Künstler*innen eine Anstellung zu ermöglichen. Davon profitieren Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Performer*innen, Regisseur*innen und Produktionsleiter*innen in ganz Österreich.
    Der Bund unterstützte dies bislang mit einer Summe von jährlich € 300.000 und steigert nun sein finanzielles Engagement einmalig für das Jahr 2020 deutlich. Damit stehen von Seiten des Bundes heuer € 500.000 zur Verfügung.
    Und es ist auch gelungen, sechs Bundesländer davon zu überzeugen, in diesen Topf mit einzuzahlen. Das Burgenland, Kärnten, die Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien leisten nun ebenfalls Beiträge zum IG Netz.
     
    Mit diesem gemeinsamen Engagement des Bundes und der Bundesländer wird aktiv die soziale Absicherung der darstellenden Künstler*innen gefördert – und die Rechtssicherheit der Vereine und Theatergruppen als Arbeitgeber*innen der Künstler*innen gestützt.
     
    Über 50 Gruppen aus ganz Österreich reichen im Jahr ein. Die Zahl der Antragsteller*innen um Zuschüsse aus dem IG Netz steigt ständig – und seit 2017 stark, um beinahe 20 % pro Jahr. .
    Dies zeigt, dass mehr und mehr freie Tanz-, Theater und Performancegruppen ihre Künstler*innen und Produktionsleitungen anstellen.
     
    Die IG Freie Theaterarbeit begrüßt alle diese Entwicklungen ausdrücklich und freut sich sehr über die deutlich sichtbaren Signale des Bundes und der Bundesländer, krisenfestere Beschäftigungsverhältnisse – also Anstellungen – für Künstler*innen und Kulturschaffende zu unterstützen.
     
    Alle Informationen zum IG Netz finden Sie hier: IG Netz

    Ulrike Kuner, Geschäftsführung IG Freie Theater: „Wir freuen uns sehr, dass gerade in diesen für die Künstler*innen und Kulturschaffenden schwierigen Zeiten das langfristige Engagement des Bundes von den Bundesländern weiter unterstützt und in einem großen Schritt ausgebaut wird. Das IG Netz verhilft Vereinen und Theatergruppen, rechtskonforme Anstellungen für Künstler*innen zu ermöglichen – und diese wiederum profitieren von sozialen Absicherungen wie etwa einem Anspruch auf Arbeitslosengeld und Pensionsansprüche. Dies alles sind wichtige Faktoren sowohl für die Theatergruppen wie auch für die einzelnen Künstler*innen – und sie wirken langfristig“.

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  • ausgebucht: 29.06.: Schreibworkshop mit Michaela Obertscheider

    Der Workshop ist leider bereits ausgebucht.

    Termin: 29.06.2020 2020, 17:00 bis 20:00
    Dauer: 3 Stunden
    Teilnehmer*innen: max. 10 Personen

    Ort: IG Freie Theater, Gumpendorferstr. 63B, 1060 Wien
    mit Michaela Obertscheider https://www.michaelaobertscheider.at/

    Anmeldung: office@freietheater.at

    Die Kunst des Schreibens

    Der Workshop ist geeignet um sich den erforderten Text-Aufgaben, die in der freien Szene fallweise zu den künstlerischen bzw. darstellenden Kompetenzen zusätzlich erwartet werden, entspannt zu stellen und im besten Fall freudvoll zu gestalten. Texte für u.a. Projektbeschreibungen, PR Texte, Bewerbungen, Ankündigungen etc. Der Workshop ist geeignet für den Selbstgebrauch und/oder für Menschen, die Inspiration und Übungen suchen, um damit in Gruppen zu arbeiten.

    Themen und Inhalte: 
    Den inneren Kritiker erkennen und zähmen, Schreiben als Mittel zur Reflexion, Empathie und Resonanz durch den Dialog mit dem Papier, Sprachbewusstheit, Sprachästhetik

    Mitzubringen sind: 
    verschiedene Stifte (Blei, Kuli, Feder ) 
    Papier und / oder Notizheft 
    Papier unliniiert A4 wird bereitgestellt 
    Bitte eine verschließbare Trinkflasche dabei haben/ keine offenen Gläser

    Michaela Obertscheider: Autorin, Rednerin, Theatermacherin
    Als Rednerin und Trainerin für Präsenz, Selbststeuerung und Resilienz gestaltet sie Vorträge und Workshops in Unternehmen, für Führungskräfte, in Schulen und im Einzelsetting für Privatpersonen. Sie ist Theatermacherin und schreibt, spielt und inszeniert. Ihre Stücke gelten als anspruchsvolle Theaterarbeiten für Erwachsene, junge Erwachsene und Kinder. Aktuelle Inszenierungen und eigene Arbeiten als Autorin im Kabarett Niedermair. Sie ist Schauspiellehrerin mit den Schwerpunkten Improvisation und natürliches Spiel. Sie schreibt Lieder, spielt Ukulele, sie singt und zeichnet. Sie lehrt Kreatives Schreiben seit vielen Jahren.

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/organisation/mitgliedschaft/

    Aufgrund von Covid-19 ist die Anzahl der Teilnehmer*innen auf maximal 10 Personen beschränkt, um sicherstellen zu können, dass der Mindestabstand von 1 Meter eingehalten werden kann. Desinfektionsmittel zur Reinigung der Hände wird bereitgestellt. 

    Der Workshop ist leider bereits ausgebucht.

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  • 100 Tage Corona-Krise in Österreich

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 18.6.2020

    Am 10. März wurden die ersten Rollbalken heruntergelassen. Seither gibt es für Kunst und Kultur allerlei Initiativen zur Abfederung von Einnahmenausfällen. Wo hakt es?

    Kunst und Kultur unter Corona-Bedingungen brauchen Finanzierung
    Künstler_innen und Kulturschaffende brauchen Entschädigung

    Perspektivisch: Für ein Ende des Prekariats
    Gemeinsam: Schweigemarsch der Künstler_innen & Kulturarbeiter_innen

    Am 10. März wurden die ersten Rollbalken heruntergelassen. Seither gibt es für Kunst und Kultur allerlei Initiativen zur Abfederung von Einnahmenausfällen. Wo hakt es? Noch immer sind Umsetzungen ausständig, noch immer bestehen Ausschlüsse – in einem Sektor, in dem sehr viele prekär arbeiten und leben. Der Härtefall-Fonds (WKO) erreicht leider trotz wiederholter Nachbesserungen längst nicht alle Kunst- und Kulturschaffenden. Der Covid-19-Fonds (KSVF) für Künstler_innen und Kulturvermittler_innen ist bis jetzt nicht über die „Soforthilfe“ von 1.000 Euro hinausgekommen. Der für Vereine essentielle NPO-Fonds (AWS) ist noch immer nicht startklar. Der zuletzt angekündigte neue Fonds zur „Überbrückungsfinanzierung für Künstler_innen“ (SVS) soll im Juli seine Tätigkeit aufnehmen. Nach 100 Tagen Corona-Krise steht fest: Verlässliche und für alle gleichermaßen einfach zugängliche Lösungen, die diese Krise in ihrer gesamten Dimension abdecken, lassen nach wie vor auf sich warten.

    Nun gehen die Rollbalken wieder hinauf, das Ringen um die Rechtsauslegung der Lockerungsverordnung ist in Teilen erfolgreich erledigt. Einnahmen fehlen jedoch. Es könne nicht sein, dass Kunst- und Kultureinrichtungen geschlossen halten müssen, weil sie durch die bestehenden Corona-Maßnahmen nicht kostendeckend arbeiten können, postulierte Staatssekretärin Mayer zu ihrem Amtsantritt. Maßnahmen, die den Veranstalter_innen verringerte Einnahmen abdecken, liegen aber noch nicht einmal als Entwurf vor.

    100 Tage Corona-Krise – wir nehmen diese Wegmarke zum Anlass, dringend notwendige Schritte zu formulieren:

    a) Sofortmaßnahmen

    (1) Die Entschädigung für NPOs, parlamentarisch bereits zweimal beschlossen, muss endlich umgesetzt werden.
    (2) Die Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler_innen muss zügig starten ‒ möglichst direkt nach Kundmachung der gesetzlichen Grundlage (derzeit frühestens am 3. 7.).
    (3) Bis zum Funktionieren der Überbrückungsfinanzierung soll der Covid-19-Fonds (KSVF) eine sofort auszuzahlende Zwischenfinanzierung zumindest für all jene leisten, deren Anträge auf Soforthilfe bereits positiv entschieden wurden. In der Höhe soll diese wie die zu erwartende Entschädigung aus der Überbrückungsfinanzierung bemessen sein.
    (4) Immer noch gibt es Personengruppen, die von den Entschädigungsleistungen ausgeschlossen sind, allen voran die meisten geringfügig Beschäftigten. Für sie braucht es dringend eine Lösung, beginnend mit der überfälligen Umsetzung der im 17. Covid-19-Gesetz bereits verankerten Aufnahme von mehrfach geringfügig und zeitweise Beschäftigten in Monaten, in denen ihre Einkommen daraus die monatliche Geringfügigkeitsgrenze übersteigen.
    (5) Ziel der Sofortmaßnahmen muss sein, zumindest monatliche Einkünfte in Höhe der Armutsgefährdungsschwelle für alle zu ermöglichen ‒ sei es als Aufstockung oder unbürokratischer als Pauschalzahlung.

    b) Begleitmaßnahmen zum beschränkten Wiederbeginn

    (6) Nicht generierbare Einnahmen aufgrund von Personenbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen, aber auch zusätzliche Aufwendungen für Hygienemaßnahmen, Gagen und andere Mehrkosten für Zweitauftritte (bei Lösungen wie doppelten Konzerten, Aufführungen, Auftritten am gleichen Abend) müssen ersetzt werden. Dafür braucht es einen Neustartfonds.
    (7) Nicht generierbare Einnahmen als Folge von Verschiebungen und den noch unabsehbaren Folgewirkungen des globalen Lockdowns müssen ersetzt werden. Koproduktionen, Touring, transnationale Vernetzung können nicht von heute auf morgen wieder aufgenommen werden ‒ fest einkalkulierte Einnahmen fehlen für die nächste Neuproduktion. Darunter leidet vor allem die künstlerische Produktion: Gagen, Personal- und Produktionskosten stehen nicht wie geplant zur Verfügung. Auch dafür braucht es einen Neustartfonds – mit einer Laufzeit bis mindestens Ende 2021.
    (8) Alternative Fördermodelle müssen entwickelt werden, die grundsätzlich den Fortbestand künstlerischer Produktionen und Neuentwicklungen sichern und auf die künstlerische Arbeit und Arbeitsprozesse abzielen. Auch hierfür kann ein Neustartfonds modellhaftes Beispiel werden.
    (9) Es braucht Auffangmechanismen bei Corona-Infizierungen im Team, in der Crew, bei einzelnen Kunst- und Kulturschaffenden, z. B. analog der Ausfallhaftung bei Filmproduktionen.

    c) Vorausschauende Notfallmaßnahmen

    (10) Es braucht Lösungen zu vertragsrechtlichen Knebelformulierungen, nicht nur im geförderten Bereich. Klauseln zur automatischen „einvernehmlichen“ Kündigung oder Vertragsauflösung bei einem potenziellen nächsten Lockdown müssen verhindert werden. Entschädigungslose Vertragsrücktritte aufgrund höherer Gewalt dürfen nicht mehr möglich sein. Die Künstler_innen und Kulturschaffenden als Vertragspartner_innen müssen sich auf die vertraglich vereinbarten Einnahmen verlassen können. Es braucht also eine entsprechende Schutzklausel und angemessene Abschlagszahlungen. In weiterer Folge braucht es eine staatliche Kompensation, wenn die Ursache nicht lokal beschränkt ist.
    (11) Entsprechend zu überarbeiten sind die Förderrichtlinien im Kunst- und Kulturfeld, erforderlichenfalls auch die allgemeine Rahmenrichtlinie für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln.
    (12) Es braucht eine grundlegende Förderung digitaler Formate und zukunftsträchtige Vergütungsmodelle, damit Kunst- und Kulturschaffende ihre Leistungen nicht auf eigene Kosten und gänzlich ohne Einnahmen zur Verfügung stellen müssen.

    d) Grundlegender Änderungsbedarf

    (13) „Von Arbeit leben können“. Dieser Satz muss im Kunst- und Kulturfeld Selbstverständlichkeit werden. Praktisch umfasst das:
    (14) Umsetzung einer umfassenden Strategie zu angemessener Bezahlung und guten Vertragsverhältnissen (Fair Pay). Das reicht von der Etablierung von Mindesthonorarkatalogen bis zur Einführung eines Urheber_innenvertragsrechts.
    (15) Selbstverständliche jährliche Valorisierung von Kunst- und Kulturförderungen ‒ zumindest in Höhe der Inflationsrate.
    (16) Das bedeutet: Auch die staatlichen Mittel für Kunst und Kultur müssen nach oben gehen, zumindest verdoppelt werden.
    (17) Zahlreichen Änderungsbedarf gibt es in Hinblick auf zu lösende Fragen der sozialen Absicherung: Stichwort Kompatibilität der unterschiedlichen Systeme beim Zusammenspiel von unselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit mit Phasen der Erwerbslosigkeit. Stichwort Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds – allem voran Ausweitung der Zuschussberechtigten, zusätzliche Bonusjahre für die Dauer der Krise, Abschaffen der Einkommensuntergrenze.

    Wir alle brauchen Kunst und Kultur ‒ für den Genuss wie als Spiegel, für eine gesellschaftliche Veränderung wie als Grundlage von Wertschöpfung. Kunst- und Kulturschaffende wollen agieren, wollen performen, wollen spielen, wollen zeigen. Wie alle müssen sie aber auch von ihrer Arbeit leben können.

    Unter dem Brennglas der Krise ist in vielen gesellschaftlichen Sektoren deutlich geworden, wie prekär die Situation der Arbeitenden ist. Nutzen wir die Situation, um nachhaltige Änderungen herbeizuführen. Auch, und besonders, im Feld der Kunst und Kultur.

    Setzen wir uns gemeinsam dafür ein:

    Schweigemarsch

    … der Künstler_innen, Kulturschaffenden, Supporter_innen aller Sparten und Gewerke

    Für ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Kunst und Kultur in Österreich.
    Ein klares Bekenntnis zur Finanzierung von Kunst und Kultur in Österreich!
    Kunst- und Kulturschaffende müssen von ihrer Arbeit leben können!
    Denn ohne Kunst wird's still.

    Mittwoch, 1. Juli 2020 15h
    Treffpunkte: Schottenring bzw. Urania
    Abschlusskundgebung: Heldenplatz (ab ca 16h)

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  • 24.06.: Online Bundesländer-Tour: Vorarlberg, Tirol, Salzburg

    Wir machen eine online Bundesländer-Tour! 

    Geplant war für dieses Jahr eigentlich wieder eine analoge Bundesländertour, diese muss allerdings aufgrund der aktuellen Situation vorerst verschoben werden. Nichtsdestotrotz wollen wir uns mit euch treffen und die spezifischen Herausforderungen und Probleme in eurem Bundesland besprechen. Wie geht ihr mit der aktuellen Lage und Unsicherheit um; wie erfolgt das „Hochfahren eurer Kulturbetriebe“; wurden die zugesagten Subventionen ausbezahlt; reichen die Unterstützungsmaßnahmen; welche Erfahrungen habt ihr mit bundeslandspezifischen Unterstützungsmaßnahmen/Arbeitsstipendien für den Kulturbereich etc.?

    Wir berichten von den diversen Runden Tischen, zu setzenden Maßnahmen für Veranstaltungen, Unterstützungsmaßnahmen für Künstler*innen bundesweit, rechtswidrigen Vertragsauflösungen aufgrund der Corona-Krise und natürlich dem IG Netz und den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen.

    Die Session dient sowohl dem Austausch mit uns, aber auch der Vernetzung innerhalb der Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene. Wenn ihr vorab schon Themen habt, die ihr besprechen wollt, bitte informiert uns darüber.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter: j.kronenberg@freietheater.at, Anmeldung bis einen Tag vorher. Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft erforderlich!

    Termine:

    Mittwoch, 17.6. 10-12 Uhr: Steiermark

    Montag, 22.6. 10-12 Uhr: Niederösterreich, Oberösterreich

    Mittwoch, 24.6. 10-12 Uhr: Vorarlberg, Tirol, Salzburg

    Freitag, 26.6. 10-12 Uhr: Kärnten, Burgenland

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  • 22.06.: Online Bundesländer-Tour: NÖ & OÖ

    Wir machen eine online Bundesländer-Tour! 

    Geplant war für dieses Jahr eigentlich wieder eine analoge Bundesländertour, diese muss allerdings aufgrund der aktuellen Situation vorerst verschoben werden. Nichtsdestotrotz wollen wir uns mit euch treffen und die spezifischen Herausforderungen und Probleme in eurem Bundesland besprechen. Wie geht ihr mit der aktuellen Lage und Unsicherheit um; wie erfolgt das „Hochfahren eurer Kulturbetriebe“; wurden die zugesagten Subventionen ausbezahlt; reichen die Unterstützungsmaßnahmen; welche Erfahrungen habt ihr mit bundeslandspezifischen Unterstützungsmaßnahmen/Arbeitsstipendien für den Kulturbereich etc.?

    Wir berichten von den diversen Runden Tischen, zu setzenden Maßnahmen für Veranstaltungen, Unterstützungsmaßnahmen für Künstler*innen bundesweit, rechtswidrigen Vertragsauflösungen aufgrund der Corona-Krise und natürlich dem IG Netz und den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen.

    Die Session dient sowohl dem Austausch mit uns, aber auch der Vernetzung innerhalb der Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene. Wenn ihr vorab schon Themen habt, die ihr besprechen wollt, bitte informiert uns darüber.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter: j.kronenberg@freietheater.at, Anmeldung bis einen Tag vorher. Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft erforderlich!

    Termine:

    Mittwoch, 17.6. 10-12 Uhr: Steiermark

    Montag, 22.6. 10-12 Uhr: Niederösterreich, Oberösterreich

    Mittwoch, 24.6. 10-12 Uhr: Vorarlberg, Tirol, Salzburg

    Freitag, 26.6. 10-12 Uhr: Kärnten, Burgenland

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  • 19.06. IGFT Generalversammlung online

    Freitag, 19.06, 14:00-16:30 Uhr, Zoom

    Wir bitten um Verständnis, dass die GV dieses Jahr online per Zoom stattfinden muss. Um besser planen zu können, ist deswegen eine Anmeldung bis spätestens 18.06. um 17 Uhr notwendig.

    Teilnehmen können Mitglieder der IG Freie Theaterarbeit. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Jeder / jedem angemeldeten Mitglied wird ein Zoom-Link zugesendet, der die Teilnahme an der Online-Generalversammlung ermöglicht. Alle Mitglieder haben bereits eine Einladung mit Tagesordnung zur diesjährigen Generalversammlung der IG Freie Theater erhalten.

    Anmeldungen unter office@freietheater.at

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  • 17.06.: Online Bundesländer-Tour: Steiermark

    Wir machen eine online Bundesländer-Tour! 

    Geplant war für dieses Jahr eigentlich wieder eine analoge Bundesländertour, diese muss allerdings aufgrund der aktuellen Situation vorerst verschoben werden. Nichtsdestotrotz wollen wir uns mit euch treffen und die spezifischen Herausforderungen und Probleme in eurem Bundesland besprechen. Wie geht ihr mit der aktuellen Lage und Unsicherheit um; wie erfolgt das „Hochfahren eurer Kulturbetriebe“; wurden die zugesagten Subventionen ausbezahlt; reichen die Unterstützungsmaßnahmen; welche Erfahrungen habt ihr mit bundeslandspezifischen Unterstützungsmaßnahmen/Arbeitsstipendien für den Kulturbereich etc.?

    Wir berichten von den diversen Runden Tischen, zu setzenden Maßnahmen für Veranstaltungen, Unterstützungsmaßnahmen für Künstler*innen bundesweit, rechtswidrigen Vertragsauflösungen aufgrund der Corona-Krise und natürlich dem IG Netz und den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen.

    Die Session dient sowohl dem Austausch mit uns, aber auch der Vernetzung innerhalb der Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene. Wenn ihr vorab schon Themen habt, die ihr besprechen wollt, bitte informiert uns darüber.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter: j.kronenberg@freietheater.at, Anmeldung bis einen Tag vorher. Für diese Veranstaltung ist keine Mitgliedschaft erforderlich!

    Termine:

    Mittwoch, 17.6. 10-12 Uhr: Steiermark

    Montag, 22.6. 10-12 Uhr: Niederösterreich, Oberösterreich

    Mittwoch, 24.6. 10-12 Uhr: Vorarlberg, Tirol, Salzburg

    Freitag, 26.6. 10-12 Uhr: Kärnten, Burgenland

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  • 15.06. Online-Infoveranstaltung: DIY: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

    Montag, 15.6., 15:00-18:00, Zoom

    Aufgrund der großen Nachfrage, gibt es noch einen weiteren Termin für eine Infosession zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Was bedeutet Umsatz, was sind Einnahmen, welche Ausgaben kann ich geltend machen, was bedeutet Einkommen oder Gewinn? Wann muss ich eine Steuererklärung machen und wie geht das überhaupt? Und wo trage ich was ein?!

    Mit: Julia Kronenberg und Patrick Trotter.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter j.kronenberg@freietheater.at. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Online Bundesländer-Tour: vier Termine

    Wir machen eine online Bundesländer-Tour! 

    Geplant war für dieses Jahr eigentlich wieder eine analoge Bundesländertour, diese muss allerdings aufgrund der aktuellen Situation vorerst verschoben werden. Nichtsdestotrotz wollen wir uns mit euch treffen und die spezifischen Herausforderungen und Probleme in eurem Bundesland besprechen. Wie geht ihr mit der aktuellen Lage und Unsicherheit um; wie erfolgt das „Hochfahren eurer Kulturbetriebe“; wurden die zugesagten Subventionen ausbezahlt; reichen die Unterstützungsmaßnahmen; welche Erfahrungen habt ihr mit bundeslandspezifischen Unterstützungsmaßnahmen/Arbeitsstipendien für den Kulturbereich etc.?

    Wir berichten von den diversen Runden Tischen, zu setzenden Maßnahmen für Veranstaltungen, Unterstützungsmaßnahmen für Künstler*innen bundesweit, rechtswidrigen Vertragsauflösungen aufgrund der Corona-Krise und natürlich dem IG Netz und den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen.

    Die Session dient sowohl dem Austausch mit uns, aber auch der Vernetzung innerhalb der Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene. Wenn ihr vorab schon Themen habt, die ihr besprechen wollt, bitte informiert uns darüber.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter: j.kronenberg@freietheater.at, Anmeldung bis einen Tag vorher. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

    Termine:

    Mittwoch, 17.6. 10-12 Uhr: Steiermark
    Montag, 22.6. 10-12 Uhr: Niederösterreich, Oberösterreich
    Mittwoch, 24.6. 10-12 Uhr: Vorarlberg, Tirol, Salzburg
    Freitag, 26.6. 10-12 Uhr: Kärnten, Burgenland

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  • Facebook Gruppe: IGFT Mitglieder Community

    Wir haben eine Facebook Gruppe für unsere Mitglieder erstellt. Sie soll euch vor allem zum Kennenlernen und Vernetzen dienen, aber auch um Fragen, die in den Beratungen häufig gestellt werden, für alle zu beantworten. Auch die Mitgliederinfos werden hier zusätzlich verbreitet.

    Bitte beantwortet die Fragen, die euch bei der Beitrittsanfrage gestellt werden. Sie dienen v.a. dazu, sicherzustellen, dass ihr die Gruppenregeln lest. Ohne Beantwortung können wir euch leider nicht zulassen.

    Es können keine Seiten beitreten.

    Bitte seht es uns nach, wenn wir am Anfang nicht so schnell sind, euch die Anfragen zu bestätigen. Es kommen am Anfang so viele gleichzeitig, da kommen wir nicht so schnell hinterher.

    Wir freuen uns, euch in der Gruppe begrüßen zu dürfen: https://www.facebook.com/groups/igftcommunity/

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  • Kommentar zum Abriss von Tiranas Nationaltheater

    Zwei Jahre nach Beginn der Besetzung des Nationaltheaters Tirana wurde in der Nacht auf Sonntag das Theater von der Polizei geräumt, Aktivisten und Künstler*innen festgenommen und eine der sieben am stärksten gefährdeten Kulturstätten Europas von Bulldozern abgerissen. 

    Was als Protest zur Rettung des Nationaltheaters Tirana begann, welches Hochhäusern samt Shoppingzentrum weichen sollte, wurde zu einem Zentrum der Demokratie – wo das Wort gegen Korruption und Missstände im Land ergriffen wurde.

    Die Denkmalschutzorganisation Europa Nostra führt das Nationaltheater Tirana auf der Liste der 7 am stärksten gefährdeten Kulturstätten in Europa, die EU-Botschaft in Tirana rief noch zum Dialog auf. Erfolglos, wie sich herausstellte. Im Trubel der Corona-Krise können autokratische Handlungen fast unbemerkt gesetzt werden.  

    Es braucht Räume für kritisches Denken und freie Kunst 
    es braucht Menschen, die das Wort erheben und sich gegen Missstände zur Wehr setzen, 
    es braucht Medien, die unabhängig und frei berichten, 
    es braucht nationale und internationale und eine europäische Politik, die Weichenstellungen zu autokratischen Vorgehen erkennt und aktiv wird. 

    Wir verurteilen die Räumung und den Abriss des Nationaltheaters Tirana und erklären uns solidarisch mit der „Allianz zum Schutz des Theaters“.

    Links: 

    gift 3/2019, S.29

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/albanien-tirana-nationaltheater-abriss-1.4911488

    https://taz.de/Abriss-des-Nationaltheaters-in-Tirana/!5686063/

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/theaterskandal-in-albanien-ein-moralisches-verbrechen-16775754.html

    https://www.derstandard.at/story/2000117569601/nationaltheater-in-tirana-waehrend-nacht-und-nebelaktionabgerissen

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  • Dringender Handlungsbedarf bei Unterstützungsfonds: Kulturrat Österreich fordert Runden Tisch

    Kulturrat Österreich, Offener Brief zur Existenzsicherung in der Corona-Krise vom 8. Mai 2020

    Sehr geehrter Herr Bundesminister Mag. Gernot Blümel,
    sehr geehrter Herr Vizekanzler Mag. Werner Kogler,
    sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr.in Margarete Schramböck,
    sehr geehrte Frau Staatssekretärin Mag.a Ulrike Lunacek,

    Bereits die allerersten Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie ab 10. März haben den Kunst- und Kulturbetrieb hart getroffen. Das anschließende schnelle Agieren, um über Unterstützungsfonds Einnahmenausfälle abzufedern, war zunächst vielversprechend. Doch jetzt stellen wir einen beunruhigenden Stillstand fest.

    • Die Phase 2 beim Covid-19-Fonds im KSVF steht dringend an, wann ist mit einer Veröffentlichung zu rechnen?
    • Wann folgt eine Unterstützungsstruktur für Kunst- und Kulturvereine (NPOs)?
    • Warum werden Kunst- und Kulturschaffende und ihre Interessenvertretungen nicht in den Gestaltungsprozess der Unterstützungsfonds involviert?

    Dringender Handlungsbedarf bei Unterstützungsfonds

    Speisen Sie den Kunst- und Kultursektor nicht mit Almosen ab. Setzen Sie das Versprechen der Regierung, niemanden zurücklassen zu wollen, koste es was es wolle, in die Tat um! Denn es hakt massiv bei den bestehenden Unterstützungsstrukturen, so sie bislang überhaupt existieren:

    Kunstschaffende, die die Anspruchskriterien für den Härtefall-Fonds (WKO) nicht erfüllen, konnten aus dem Covid-19-Fonds (KSVF) bis heute nur die sogenannte „Soforthilfe“ von 500 oder 1.000 Euro erhalten, manche hatten noch nicht einmal dazu Zugang oder warten noch immer auf die Erledigung ihres Antrags zur „Soforthilfe“. Wann die Phase 2 des Covid-19-Fonds (KSVF) starten wird, ist bislang vollkommen offen.

    Auch beim Härtefall-Fonds (WKO) stellt sich die am 20. April gestartete Phase 2 ernüchternd dar: Die nun errechneten Unterstützungsbeträge für den ersten Monat sind oftmals grenzwertig niedrig oder sogar bei null Cent, weil bereits durch die Soforthilfe ausgeschöpft. Gut und schön, dass immer mehr Personen potenziell Zugang zum Härtefall-Fonds (WKO) bekommen ‒ jetzt braucht es aber dringend eine Unterstützungshöhe, von der zumindest die nackte Existenz und die laufenden betrieblichen Kosten gesichert werden können. Erst dann kann der Härtefall-Fonds (WKO) von sich behaupten, den Nettoeinkommensentgang weitestgehend abzufedern (Punkt 5 der Richtlinie). 1.500 Euro zum Überleben für sechs Monate - und länger - ohne Einkommen sind keine Perspektive. Unsere Erfahrungen zeigen, dass nicht mehr als dieser Betrag für viele Kunst- und Kulturschaffende aus dem Härtefall-Fonds zur Verfügung stehen wird.

    Für die gemeinnützigen Kunst- und Kulturvereine gibt es bis dato gar keine Unterstützung. Seit sieben Wochen werden sie damit vertröstet, dass eine „Soforthilfe“ auch für Non-Profit-Organisationen (NPOs) in Vorbereitung sei. Dass sie durch laufende Fixkosten bei gleichzeitigem Wegbrechen sämtlicher Einnahmen ebenso vor dem finanziellen Ruin stehen wie profit-orientierte Unternehmen, liegt auf der Hand. Während andere Branchen wieder schrittweise öffnen dürfen, gibt es für gemeinnützige Kultureinrichtungen weder eine zeitliche noch finanzielle Perspektive.

    Wir fordern daher:

    • Zahlungen zur Abfederung von Einnahmenausfällen müssen auf den gesamten Zeitraum der Einschränkungen im Kunst- und Kulturbetrieb ausgedehnt werden und auch längerfristige Nachwirkungen abdecken.
    • Die monatliche Mindestpauschalzahlung zur Existenzsicherung von Kunst- und Kulturschaffenden muss auf mindestens die Armutsgefährdungsschwelle angehoben werden (aktuellster Wert derzeit 2019: 1.259 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt).
    • Die Phase 2 im Covid-19-Fonds (KSVF) darf keine Kopie des Härtefall-Fonds (WKO) werden. Die Unterstützungsleistung in der Phase 2 muss sich an den laufenden Kosten oder wahlweise am realen Einnahmenausfall orientieren. Die separate Antragstellung je Monat ist hier keine praktikable Lösung, die Zeiträume sollten zusammengefasst abgewickelt werden können.
    • Grundsätzlich muss der Covid-19-Fonds (KSVF) die Erwerbsrealitäten der Antragsteller_innen berücksichtigen und als Ergänzung zum Härtefall-Fonds (WKO) abdecken, was dieser (berufsspezifisch und perspektivisch) im Moment nicht zu leisten vermag.
    • Der Covid-19-Fonds (KSVF) soll nicht nur für Künstler_innen und Kulturvermittler_innen da sein: Eine Ausdehnung der Zugangsberechtigten auf alle im freien Kunst-, Kultur- und Medienbereich Tätigen ist notwendig.
    • Der Fonds für NPOs muss so schnell wie möglich starten.

    Künstler_innen, Kulturschaffende und gemeinnützige Trägerorganisationen der freien Kulturszene brauchen eine reale und schnell wirksame Existenzsicherung. Hierzu sind ernsthafte Gespräche mit allen Entscheidungsträger_innen und den Betroffenen und ein Austausch über den aktuellen Stand unerlässlich. Wir bieten unser genre- und fachspezifisches Knowhow über die tatsächliche Situation der Betroffenen und die Knackpunkte, an denen es aktuell scheitert, an und bringen uns gerne mit Lösungsvorschlägen ein, etwa zur Gestaltung der Phase 2 im Covid-19-Fonds (KSVF). In diesem Sinne pochen wir auf eine Einbeziehung in den Gestaltungsprozess ‒ jetzt.

    Wir ersuchen um Ihren Terminvorschlag.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Clemens Christl, Kulturrat Österreich
    Yvonne Gimpel, IG Kultur Österreich
    Maria Anna Kollmann, Dachverband der Filmschaffenden
    Daniela Koweindl, IG Bildende Kunst
    Ulrike Kuner, IG Freie Theaterarbeit
    Brigitte Rapp, IG Übersetzerinnen Übersetzer
    Rikki Reinwein, Berufsvereinigung bildender Künstler_innen
    Günther Wildner, Österreichischer Musikrat
    Agnes Zenker, Assitej Austria

    Weitere Informationen

    • Alle Fonds für alle Kunst- und Kulturschaffenden öffnen. Gemeinsame Stellungnahme von Interessenvertretungen (10.4.2020)
    • Wie weiter mit #corona Unterstützungsfonds. Eckpunkte Kulturrat Österreich zu Covid-19-Fonds im KSVF und Härtefall-Fonds in der WKO (8.4.2020)
    • Sieben Wochen Veranstaltungsverbot ‒ eine Bestandsaufnahme (30.4.2020)
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  • Unterstützungsfonds und -möglichkeiten für Künstler*innen

    Aufgrund der aktuellen Maßnahmen und den damit verbundenen Veranstaltungsausfällen kommt es zu Liquiditätsengpässen bei Kunstschaffenden. Welche Unterstützungsfonds und -möglichkeiten es gibt, haben wir hier aufgelistet: https://freietheater.at/covid-19-help/

    In unserem FAQ-Blog beantwortet unser Anwalt Wolfgang Renzl die wichtigsten Fragen zur Situation: https://freietheater.at/covid-19-help/faq/

    Auf der Covid-19-Help Seite haben wir alle Maßnahmen für Kunstschaffende zusammengefasst: https://freietheater.at/covid-19-help/help/

    Eine Übersicht zu der Entwicklung der Unterstützungsmaßnahmen könnt ihr der Timeline entnehmen: https://freietheater.at/covid-19-help/timeline/

    Wir bemühen uns, die Informationen aktuell zu halten und zu erweitern. Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der IG Freie Theaterarbeit ist ausgeschlossen.  

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  • Petition: Rettung-der-Künste / Rescue of Arts

    Hier könnt ihr unsere Forderungen lesen und die Petition unterschreiben.

    Zusammen mit der Wiener Perspektive und der Wiener Freien Performance Szene hat die IG Freie Theater eine Petition zur “Rettung der Künste” gestartet. Sie weitet damit die allgemein zur Verfügung stehende Petition der IETM aus. 

    Die Kunst- und Kreativszene ist diejenige, die unter der Coronakrise am meisten leidet. Die kurzfristige Absage aller Veranstaltungen und das Schließen aller Institutionen und Geschäfte zur Eindämmung der weiteren Verbreitung entzog vielen tausend Kunstschaffenden kurzerhand die Existenzgrundlage. 

    Die bisher gesetzten Maßnahmen zur Sicherung der finanziellen Lage reichen nicht aus. Viele Künstler*innen fallen durch die Sicherheitsnetze, die in kürzester Zeit aufgestellt wurden. Künstlerfamilien, selbstständige, angestellte, junge und alte Kunsttätige kämpfen bereits im Normalbetrieb mit prekären Anstellungsverhältnissen, unzureichenden Gagen und Vergütungen und großer Konkurrenz, und das meist ohne die Anerkennung, die ihnen zustände. 

    Die Kunst- und Kulturszene trägt nicht nur massiv, sondern entscheidend zur Befriedigung von Grundbedürfnissen bei. Kunst ist kein Luxusgut, sondern die Essenz der nationalen und internationalen Kultur. Sie fördert die soziale Gemeinschaft, den internationalen Austausch, stellt eine Lebensgrundlage dar und definiert die Kultur in jedem Land. 

    Deshalb fordern wir die nationalen Regierungen dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Kunstszene retten, sondern den Menschen, die sie tragen, die Sicherung ihrer Existenz zu gewährleisten.

    Hier könnt ihr unsere Forderungen lesen und die Petition unterschreiben. Bitte teilt sie auch mit euren Freund*innen, Kolleg*innen und anderen Betroffenen.

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  • Ulrike Kuner für IGFT im Ö1 Mittagsjournal

    Wege aus der Krise: Dialog zwischen Kultur und Medizin

    Runde Tische stehen im Kulturbereich derzeit an der Tagesordnung. Nach Kunststaatssekretärin Ulrike Lunacek, die letzte Woche mehrere Gesprächsrunden mit Kulturschaffenden absolviert hat, hat gestern auch Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler Interessenvertreter aller Kulturbereiche zu einem runden Tisch gebeten. Unter dem Titel "Forum Kultur und Gesundheit" wurden im Festsaal des Rathauses die Arbeitsmöglichkeiten für die Kulturszene für den Sommer und Herbst ausgelotet. Unter den Teilnehmern waren Museums- und Theaterdirektoren, Festival- und Konzerthausleiter, sowie Vertreter von Tanz und freier Szene. 

    Gestaltung: Katharina Menhofer

    Hier nachhören (ab 12:50): https://radiothek.orf.at/oe1/20200506/597855/1588760220000

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  • Ausgangsbeschränkungen nur noch bis 30.04. / Kleine Veranstaltungen erlaubt

    Information vom 28.04.2020: In der heutigen Pressekonferenz kündigte die Regierung die schrittweise Lockerung der Ausgangsbeschränkungen an. Auch kleine Veranstaltungen für bis zu zehn Personen sollen erlaubt werden. Die wichtigsten Informationen zusammengefasst:

    Die Ausgangsbeschränkungen werden großteils aufgehoben. Weiterhin gelten die Regeln zur Einhaltung des Sicherheitsabstands von einem Meter.

    Es sollen kleine Veranstaltungen mit bis zu zehn Personen möglich werden. Diese Regelungen sollen bis 30.06. gelten. Was genau hier mit ‘Veranstaltungen’ gemeint ist recherchieren wir – bald genaue Infos!

    Versammlungen fallen unter gesonderte Regelungen, dazu zählen u.a. Demonstrationen. Vorausgesetzt werden in jedem Fall das Einhalten des Sicherheitsabstands (1 Meter) und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

    Die Gastronomie wird ab dem 15. Mai unter gewissen Auflagen wieder geöffnet. Pro Tisch dürfen vier Erwachsene und dazugehörige Kinder sitzen, hier gilt kein Mindestabstand. Zwischen den Tischen und daran sitzenden Gästen muss der Sicherheitsabstand gewahrt werden. Mitarbeiter*innen, die mit Gästen Kontakt haben müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Um Schlangenbildung zu vermeiden, müssen Tische vorher reserviert werden.

    Hotels und andere “Beherbergungsbetriebe” können ab 29. Mai den Betrieb wieder hochfahren, ebenso wie Schwimmbäder.

    Freizeiteinrichtungen, Sehenswürdigkeiten und sonstige Freizeitanlagen (z.B. Tierparks) dürfen ab 15. Mai wieder öffnen. Es gilt der Sicherheitsabstand.

    Bis gestern wurden ca. 82 000 Anträge für den WKO Härtefallfonds in Phase 2 eingereicht. Der Betrachtungszeitraum wird bis zum 15.09. ausgeweitet. Die neuen Informationen zum HFF Phase 2 haben wir hier zusammengefasst.

    Die Bundesregierung appelliert an die Bevölkerung, zusätzlich zu den verpflichtenden Sicherheitsmaßnahmen auch für einen verantwortungsvollen Selbst- und Fremdschutz zu sorgen, z.B. indem auch ein Mund-Nasen-Schutz in solchen Bereichen getragen wird, in denen es nicht verpflichtend ist. 

    Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der IG Freie Theaterarbeit ist ausgeschlossen. 

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  • IGFT im Kulturmontag / ORF

    Stellvertretend für die IGFT sprach Geschäftsführerin Ulrike Kuner diese Woche im Kulturmontag im ORF2 über Fairness für freie Künstler*innen:

    Hier genau muss eingegriffen werden, dass [...] wenn eine solche Krise wieder auftaucht, es zum Schluss es nicht sein kann, dass die Künstlerinnen und Künstler kein Geld kriegen.

    Hier nachschauen: https://tvthek.orf.at/profile/Kulturmontag/1303

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  • Aus der Krise lernen. Das Potenzial der Freien Tanz-, Theater- und Performanceszene.

    Pressemitteilung IG Freie Theater 27.4.2020

    Die Auswirkungen der Covid-19-Eindämmung haben die freie Szene und die IG Freie Theater vor besondere Herausforderungen gestellt. Unser Beratungsaufwand hat sich mehr als verdoppelt, ein Zeichen, vor welchen Herausforderungen die Künstler*innen derzeit stehen. Wir resümieren unsere Erfahrungen der letzten Wochen und machen konkrete Vorschläge. Wir sehen, dass gerade für die Freie Szene und die dort beschäftigten Künstler*innen und Akteur*innen neue Modelle gedacht werden sowie konkrete Investitionen vorgesehen werden müssen.

    Ulrike Kuner, Geschäftsführung IG Freie Theater:
    Die aktuelle Krise zeigt deutlich auf, an welchen Stellen die Freie Szene schwach ist: An der sozialen Absicherung, bei den Vertragsformen, an den Abhängigkeiten von Projektförderungen und Ticketeinnahmen. Stark ist sie in ihren künstlerischen Ausdrucksformen, ihrer Flexibilität und ihrer Unabhängigkeit von Veranstaltungsorten und Mauern. Die Freie Szene wird als erste bereit sein, wieder Kunst mit und für die Öffentlichkeit zu machen unter den gegebenen Sicherheitsmaßnahmen. Die Aufgaben für die kommende Zeit werden sein, die Fragen der sozialen Absicherung zu klären und die Freie Szene krisenfester zu machen.

    • Hilfefonds für Künstler*innen-Vereine
      Dringend erwartet wird der Hilfefonds für die Vereine der Künstler*innen (gemeinnützige Vereine), ohne die größtenteils keine Förderung beantragt und abgewickelt werden kann. Derzeit fallen v.a. Einnahmen aus Koproduktionen, Tourgagen und Ticketeinnahmen weg und gefährden somit massiv die Verpflichtungen der Vereine: Künstlerische Projekte zu realisieren, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen zu bezahlen, laufende Fixkosten zu decken.
      Ein Grundeinkommen für Künstler*innen und Kulturschaffende würde - nicht nur derzeit - den Druck der Zugangsverfahren, der mehrfachen Antragstellung mit Prüfverfahren sowie den Unsicherheiten aufgrund der genreüblichen Mehrfachbeschäftigungen bedeutend mindern.

    • Realistische Arbeits-, Proben- und Trainingssituationen ermöglichen
      Wie für alle anderen Arbeitnehmer*innen in Österreich müssen auch für die Künstler*innen realistische Arbeitsbedingungen möglich sein. Daher sind die für den 18.Mai angekündigten 20 m2 pro Mensch schlicht nicht machbar. Die geltende Abstandsregel bietet dagegen große Möglichkeiten, v.a. da die Produktionen im freien Bereich oft von künstlerischen Teams (Darsteller*innen / Regie oder Choreografie / Assistenzen / etc.) mit nicht mehr als 5 -10 Leuten umgesetzt werden, manchmal auch weniger. Und: Eines der Ergebnisse der Umfrage der IGFT unter freischaffenden Künstler*innen von April 2020 war, dass rund 70% der Teilnehmer*innen ihr Alter zwischen 18 und 45 angaben. Dies zeigt auch, dass die Freie Szene über alle Generationen hinweg aktiv ist.
      Mit einer realistischen Probensituation wird es möglich, aufrechte Förderverträge zu erfüllen und künstlerische Produktionen zu entwickeln. Den geltenden Sicherheitsbestimmungen entsprechend sind die Künstler*innen kreativ genug, Produktionen zu entwickeln, die z.B. Outdoor stattfinden oder in andere mögliche Formate münden – aber sie müssen hierzu ihrer Arbeit nachkommen dürfen.

      Verschiebungen der (oft vertraglich bereits fixierten) Produktionen bedeuten Mehrkosten, die aus den laufenden Förderverträgen heraus nicht gedeckt sind und einen immensen organisatorischen Mehraufwand bedeuten. Daher muss so bald wie möglich eine lebbare Arbeitssituation ermöglicht werden.

    • Maßnahmen und Kampagnen zur Rückgewinnung des Vertrauens in den Kunst- und Kulturbetrieb
      Gerade jetzt ist es wichtig, bei den Künstler*innen Vertrauen zu schaffen. Ihnen zu vermitteln, dass an ihre Arbeit geglaubt wird und alles getan wird, auch ihnen - wie allen anderen Arbeitnehmer*innen in Österreich - ihre Arbeitsplätze und Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten.
      Gleichzeitig muss darüber nachgedacht werden, wie das Publikum wieder Vertrauen in die Veranstaltungsorte finden kann. Hierzu ist Geld und sind kluge Kampagnen notwendig, die es bereits jetzt vorzubereiten gilt.

      Die Zuschauer*innen haben aber nicht das Vertrauen in die Künstler*innen verloren. Daher ist es nun an der Zeit, Maßnahmen zu etablieren, die den Künstler*innen spätestens nach dem 30.6. wieder erlauben, künstlerisch mit Publikum tätig zu werden. Gerade die Freie Szene arbeitet sehr oft unabhängig von Häusern und Veranstaltungsräumen und ist kreativ genug, Projekte zu finden, die Menschen anspricht, bewegt, mitnimmt; aber nicht gefährdet. Ihnen dies mit klugen Sicherheitsmaßnahmen zu ermöglichen ist ein wesentlicher Schritt der Vertrauensbildung, welcher wesentlich dazu beitragen wird, ein Publikum nicht zu entfremden und neugierig auf Kunst zu bleiben.

    • Mobilität ermöglichen
      Gerade die freie Performanceszene arbeitet international, lebt vom Austausch und den Erfahrungen der Perfomer*innen. Auch hier braucht es bald Lösungen, wie eine professionelle Arbeitssituation wiederhergestellt werden kann und wie es möglich wird, dass die Künstler*innen wieder reisen können.

    • Technische und rechtliche Lösungen für Veranstaltungsorte planen
      In der derzeitigen Diskussion tauchen immer wieder technische Lösungen zur Eindämmung der Covid 19-Ausbreitung auf. Dies sind u. a. entsprechende Klimaanlagen und Lüftungswege, Adaptierungen von Publikumsorten, UV-Lichtanlagen etc.

      Um zukünftig einen Probe- und Spielbetrieb auch für die Orte der Freien Szene zu ermöglichen und um das Vertrauen der Zuschauer*innen wieder aufzubauen, braucht es finanzielle, rechtliche und organisatorische Hilfestellungen, um die größtmögliche gesundheitliche und rechtliche Sicherheit zu gewährleisten.
      Die Frage der Veranstalterhaftung wird in den nächsten Monaten zu diskutieren sein, welche unmittelbar Auswirkungen auf die Versicherungssituation haben wird.

      Die bereits avisierten Auflagen für Veranstaltungen und Beschränkungen btr. bestimmter Personengruppen müssen für die Orte und Veranstalter*innen der Freien Szene handhabbar gestaltet werden.

    • Reform der Vertragsformen, Abhängigkeiten und Kommunikationsmodelle
      Es zeigt sich, dass die Rechte der Künstler*innen (v. a. was die Fortzahlung ihrer Honorare und Gagen betrifft) nicht ausreichend geregelt sind. Und es zeigt sich auch, dass die realen – sehr verschiedenen - Beschäftigungsformen oft nicht in adäquaten Vertragsformen festgehalten sind. Die Abhängigkeit der Künstler*innen von den Theatern und Häusern und die derzeitige Auseinandersetzung um die Auszahlung der vereinbarten Honorare, Gagen und Koproduktionsgelder macht deutlich, dass es klare Regelungen geben muss, wie die Subventionen der öffentlichen Hand für die Theater und Häuser im Krisenfall eingesetzt werden, um bei den Künstler*innen anzukommen. Damit diese nicht – wie derzeit geschieht – von einem Tag auf den anderen ihre erwarteten Einnahmen nicht erhalten und auf Kulanzregelungen und Leistungen auf Hilfefonds verwiesen werden.

      Damit verknüpft ist auch eine Aufforderung an die Fördergeber*innen, von den Theatern, Häusern und Organisationen, die mit Geldern der öffentlichen Hand subventioniert werden, transparente, solidarische und faire Kommunikationsmodelle mit allen Künstler*innen und Mitarbeiter*innen zu etablieren.

    • Adaptierung der Fördermodelle
      In weiterer Folge wird auch klar, dass die Modelle der öffentlichen Hand, die eine direkte Künstler*innenförderung bewirken, neu gedacht werden müssen. Die Förderung soll krisenfester werden, d.h. die künstlerische Arbeit muss gefördert werden, als deren Resultat ein künstlerisches Projekt steht. Dies bedeutet eine Umkehrung der derzeitigen Situation, bei welcher sehr oft fast ausschließlich das künstlerische Projekt gefördert wird. Dies ermöglicht aber nicht, dass die Künstler*innen und Akteur*innen ausreichend sozial abgesichert sind (selten AMS-Bezug, wenig oder keine Pensionsversicherungszeiten und -beiträge etc.).

      Ziel muss sein, dass auch die Förderungen für die Freie Szene den Zugang zu den sozialen Absicherungen – wie für die allermeisten Österreicher*innen – möglich machen. Die Künstler*innen zahlen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, die auch ihnen den Zugang zum sozialen Netz ermöglichen müssen. Der bereits begonnene Prozess von Fair Pay – der fairen und gerechten Bezahlung der Künstler*innen – muss unbedingt fortgeführt werden. In einem ersten Schritt muss dazu die verpflichtende Einführung von Honoraruntergrenzen bei Förderungen durch die öffentliche Hand umgesetzt werden. Wir schlagen hierzu einen gemeinsamen Prozess von Fördergeber*innen, IG Freie Theater und den Künstler*innen vor, der ab Juni 2020 beginnen sollte.
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  • 23.4.2020: Ulrike Kuner bei Diskussionsrunde im Media Biz Infokanal

    Thema von Folge 5 am 23. April, 18:30, ist "Der Fahrplan aus der Krise". Live zu sehen auf Facebook unter https://ww.facebook.com/MEDIABIZ.at/

    Der MEDIA BIZ Infokanal ist eine neue Plattform, die nicht nur während der Corona-Krise sondern auch künftig der Branche - Kunst- und Kulturschaffenden aus unterschiedlichen Bereichen ebenso wie Verbänden und wichtigen Institutionen Raum für die Verbreitung von Informationen, für die Sichtbarmachung des kreativen Schaffens und für Diskussionen bieten soll.

    Mit Hilfe von Expertinnen und Experten versuchen wir - soweit das derzeit möglich ist - Klarheit für die vielen Betroffenen zu schaffen, Lösungsansätze aufzuzeigen und zu diskutieren und dazu beizutragen, dass unsere von dieser Krise hart getroffene Branche überleben und der gesellschaftlich wertvolle Bereich Kultur auch weiterhin zu einem der wesentlichen Wirtschaftsfaktoren zählen wird können.

    Folge 4 vom 16. April „Streaming als Überlebensmodell für Kultur(schaffende)?“

    Folge 3 vom 9. April, im Fokus: Die Musik- und Eventszene.

    Folge 2 vom 2. April, im Fokus: Die Situation der Film- und Veranstaltungsbranche.

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  • Julia Kronenberg im Podcast: abgespielt – Folge 1: Rauchzeichen

    Seid ihr als Theaterliebende oder -schaffende gerade auf der Suche nach einem Podcast? Dann haben wir einen Tipp für euch: „abgespielt“, der neue Podcast von Lisa Weidenmüller führt euch durch die Hochs & Tiefs der Theaterlandschaft (im Home-Office).

    Gleich in Folge 1 könnt ihr Julia Kronenberg von der IGFT hören! Ihr findet sie auf eurer Lieblingspodcastplattform oder hier: https://linktr.ee/abgespielt.podcast

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  • 30.04. Online Infoveranstaltung: FAQ Kunstschaffende in der Corona-Krise

    Donnerstag, 30.4., 10:00-11:15, Zoom

    Wir gehen in die nächste Runde und halten wöchentlich unsere Infoveranstaltungen - solange notwendig -  im virutellen Raum ab. Wir besprechen auch diesmal wieder die aktuelle Lage der Kunstschaffende*n in der Corona-Krise: Unterstützungsleistungen, Arbeitsstipendien, Probenmöglichkeiten, neue Gesetze und Regelungen. 

    Mit Ulrike Kuner, Julia Kronenberg und Patrick Trotter.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter j.kronenberg@freietheater.at. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • 30.04. Online Infoveranstaltung: FAQ Kunstschaffende in der Corona-Krise

    Donnerstag, 30.4., 10:00-11:15, Zoom

    Wir gehen in die nächste Runde und halten wöchentlich unsere Infoveranstaltungen - solange notwendig -  im virutellen Raum ab. Wir besprechen auch diesmal wieder die aktuelle Lage der Kunstschaffende*n in der Corona-Krise: Unterstützungsleistungen, Arbeitsstipendien, Probenmöglichkeiten, neue Gesetze und Regelungen. 

    Mit Ulrike Kuner, Julia Kronenberg und Patrick Trotter.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter j.kronenberg@freietheater.at. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • 23.04. Online Infoveranstaltung DIY: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

    Donnerstag, 23.4., 10:00-11:15, Zoom

    Am Donnerstag, den 23.4., gibt es eine Infosession zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung: was bedeutet Umsatz, was sind Einnahmen, welche Ausgaben kann ich geltend machen, was bedeutet Einkommen oder Gewinn? Wann muss ich eine Steuererklärung machen und wie geht das überhaupt? Achtung: die Teilnehmerzahl ist diesmal auf max. 12 Personen begrenzt, damit genügend Zeit zum Fragen bleibt. Bei großem Interesse wird die Veranstaltung asap wiederholt. 

    Mit: Julia Kronenberg und Patrick Trotter.

    Zoom Link und Passwort erfolgen nach Anmeldung unter j.kronenberg@freietheater.at. Kostenlos für IGFT Mitglieder. Hier geht’s zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Unterstützungsfonds und -möglichkeiten für Künstler*innen

    Aufgrund der aktuellen Maßnahmen und den damit verbundenen Veranstaltungsausfällen kommt es zu Liquiditätsengpässen bei Kunstschaffenden. Welche Unterstützungsfonds und -möglichkeiten es gibt, haben wir hier aufgelistet: https://freietheater.at/covid-19-help/

    In unserem FAQ-Blog beantwortet unser Anwalt Wolfgang Renzl die wichtigsten Fragen zur Situation: https://freietheater.at/covid-19-help/faq/

    Auf der Covid-19-Help Seite haben wir alle Maßnahmen für Kunstschaffende zusammengefasst: https://freietheater.at/covid-19-help/help/

    Eine Übersicht zu der Entwicklung der Unterstützungsmaßnahmen könnt ihr der Timeline entnehmen: https://freietheater.at/covid-19-help/timeline/

    Wir bemühen uns, die Informationen aktuell zu halten und zu erweitern. Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der IG Freie Theaterarbeit ist ausgeschlossen.  

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  • In der Vertragskette ganz unten: Die Künstlerinnen und Künstler

    Pressemitteilung IG Freie Theater 6.4.2020

    Einnahmenausfälle der freien darstellenden Künstler*innen und Kunstschaffenden zeigen: Unsichere Produktions- und Beschäftigungsverhältnisse und Vertragsarten bieten wenig Schutz.

    Die Auswertung der Umfrage "Auswirkungen der Corona-Krise auf freischaffende darstellende Künstler*innen und Kunstschaffende" und auch die Erfahrung der IG Freie Theater aufgrund der derzeit intensiven Beratungstätigkeit zeigt deutlich: Die starke Abhängigkeit der Künstler*innen von Auftraggeber*innen wie Theater, Festivals, Spartenhäuser sowie instabile Fördermodelle bringen überproportional hohe soziale Unsicherheit.

    Ulrike Kuner, Geschäftsführung der IG Freie Theater: „Nach drei Wochen intensiver Arbeit - wir hatten mehr als doppelt so viele Einzelberatungen wie im Vergleichszeitraum des letzten Jahres – betreffs der  Auswirkungen der Covid 19-Eindämmung auf die freien darstellenden Künstler*innen zeigt sich, dass große Unsicherheit unter den Künstler*innen und Kunstschaffenden herrscht – und wenig finanzielle Reserven vorhanden sind. Wir merken sehr deutlich, dass die Abhängigkeit der einzelnen Künstler*innen sowie der Gruppen und Ensembles von den Theatern und Häusern überaus hoch ist. Deshalb ist es wichtig, dass sehr bald geklärt wird, welche Gagen und Produktionsgelder noch ausbezahlt werden, und dass die eingerichteten Hilfefonds schnell greifen. Für die freien Gruppen und Ensembles brauchen wir alternative Fördermodelle, die ihnen nicht nur die künstlerische, sondern auch finanzielle Gestaltungsfreiheit ermöglichen, um krisenfester agieren zu können. Und: Die Krise betrifft mehr Frauen als Männer!“.

    Sara Ostertag, Obfrau der IG Freie Theater: „Momente wie dieser - die so noch niemand von uns erlebt hat - erfordern große Kreativität und Solidarität. In der Szene ist gerade beides spürbar - jedoch ist auch das immense Gefälle innerhalb der unterschiedlichen Fördersituationen so fassbar wie noch nie. Prekäre Verhältnisse in der Kunst und Kultur waren immer schon anwesend und auf eine Art gebilligt - jedoch merken wir jetzt, dass das Fehlen jeglicher Absicherung vieler freier Kunstschaffender so krass wie noch nie zum Tragen kommt. Diese Situation muss genutzt werden, um zu hinterfragen, wie Kultur in Zukunft gestützt werden soll und was für Arbeitsverhältnisse nachhaltig und tragbar sind. Der Aufruf an viele Geschäftsführungen großer Institutionen, wirtschaftlich zu agieren, darf in Zukunft nicht bedeuten, Künstler*innen 100fach die Gagen zu streichen. Denn das hat nichts mit nachhaltiger Kulturproduktion für eine nachhaltige und resiliente Gesellschaft zu tun!

    Bezugnehmend auf unsere Umfrage finden sich vorwiegend Angaben zu zwei Beschäftigungsformen:

    ·       Frei arbeitende Darsteller*innen und Kunstschaffende, die abhängig von Gastspielauftritten und tageweisen Beschäftigungen bzw. Engagement für einzelne Produktionen (wochen- oder monateweise) arbeiten.

    ·       Frei arbeitende Gruppen/Ensembles, die ihre Stücke selbst entwickeln. Sie sind damit nicht nur für den Inhalt, sondern auch für die gesamte Administration und Finanzierung verantwortlich. Koproduktions-/Kooperationshäuser bzw. Festivals zahlen Gastspielgagen, kofinanzieren bzw. bringen Eigenleistungen ein, etwa den Veranstaltungsapparat – sprich das Haus, Ticketing, Technik, tw. Koproduktionsgelder, etc. Hierfür erhalten diese Häuser (oft) Subventionen. Das gesamte Risiko liegt jedoch bei den einzelnen Gruppen/Ensembles.

    An unserer Umfrage nahmen 325 Einzelpersonen teil. 118 von ihnen waren Schauspieler*in, 44 Tänzer/Performer*in, 11 Artist*innen, 114 waren den künstlerischen Teams zuzuordnen (also Produktionsleiter*innen, Ausstatter*innen, Licht-/Tondesigner*innen, Assistent*innen, Theater- und Tanzpädagoginnen etc.). 37 Angaben kamen von Gruppen/Ensembles.
    Der Zeitraum der Umfrage betraf die Zeit seit dem 10.3.2020 und bis zum Ende des Erlasses (derzeit 13.4.2020) bzw. die Auswirkungen bis zum Ende der Spielzeit (Sommer 2020).
    Dies sind für die darstellenden Künstler*innen die mit Abstand einkommensstärksten Monate.

    ·       Die größte Altersgruppe waren die 26 – 35-Jährigen (34,5%), gefolgt von den 36-45-Jährigen (30,5%). Von den 46-55-Jährigen nahmen 19,4% an der Umfrage teil, 56-65-Jährige waren zu 7.4.% vertreten, 18-25-Jährigen zu 3,4%. Und 66-75-Jährigen zu 0,9%. 4,3% machten keine Angaben über ihr Alter.
    ·       Sehr interessant auch die Geschlechteraufteilung: Weibliche Teilnehmerinnen waren zu 56,3% vertreten, männliche Teilnehmer mit 35,8%. 8,6% machten keine Angaben hierzu, 1,2 % ordneten sich unter divers ein.
    -          Die Verteilung auf die Orte, an denen die Projekte hätten stattfinden sollen:
    Mehrere Bundesländer (17,2%), Österreich und Ausland (18,2%), Ausland (6%).
    Wien (26%), NÖ (8%), OÖ und Steiermark (je 5,2 %), Tirol (4,3%), Kärnten (3,1%), Salzburg (2,5%), Vorarlberg (0,9%) und Burgenland (0,3%).

    Details zu unserer Umfrage:
    ·       Die meisten Betroffenen sind weiblich (über 50%) und sie sind zwischen 25 – 45 Jahre alt.
    ·       Die meisten Einnahmen erfolgen aufgrund von Gastspielen / kurzfristigen Engagements bei Veranstalter*innen / Theatern / Häusern.
    ·       Es herrscht große (Rechts)unsicherheit betreffs der Auszahlung der geplanten Auftritte und Gagen.
    ·       Aufgrund der geringen durchschnittlichen Gagenhöhe (€ 386 bzw. zwischen € 150 und € 400) gelingt es den Künstler*innen nicht, stabile Rücklagen zu bilden. Sie leben von Auftritt zu Auftritt, von Engagement zu Engagement.
    ·       Frei arbeitende Gruppen oder Ensembles verlieren ganze Produktionen, da sie weder proben noch aufführen können. Eine Verschiebung bedeutet immer einen Einnahmenausfall zum geplanten Zeitpunkt.
    ·       116 mal wurde berichtet, dass ganze Produktionen entfallen; das durchschnittliche Einkommen daraus hätte € 4.120 betragen.
    ·       Unterrichtseinheiten entfallen: Die Angaben dazu reichen von stunden- bis wochenweisem Entfall, die Einnahmen hieraus werden mit € 40 pro Stunde und € 900 pro Woche angegeben. Insgesamt wurden für den Zeitraum der Entfall aus Einnahmen aus Unterrichtstätigkeit vergleichsweise hoch angegeben und für 4 Monate mit zwischen € 1.000 und € 6.000 beziffert.
    ·       Die Verträge der Künstler*innen und Kunstschaffenden sind oft nicht zu deren Vorteil gestaltet.

    Fazit:
    Die Förder- und Vertragsmodelle, die den Künstler*innen zur Verfügung stehen, fokussieren zu stark auf die Ablieferung / Präsentation eines Projekts (sprich Vorstellungen). Krisenfester – und der Arbeit der Künstler*innen und Kunstschaffenden entsprechender – ist eine Förderung der künstlerischen Arbeit. Sprich: Förder- und Vertragsmodelle so gestalten, dass die Beteiligten längerfristig (mindestens 6 Monate), mit feirer Bezahlung und in korrekten Formen (Anstellungen) beschäftigt werden können. So erhalten auch sie Zugang zu den Leistungen der Sozialversicherung (AMS, Pension etc.), die den allermeisten Menschen in Österreich zugänglich sind.

     

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  • Erste Informationen zur Umfrage "Auswirkungen der Corona-Krise auf freischaffende darstellende Künstler*innen“

    Pressemitteilung IG Freie Theater, 24.3.2020

    Die Unsicherheiten für die freischaffenden Künstler*innen sind derzeit groß. Sie sehen sich mit realen Einkommensausfällen konfrontiert, mit unsicheren Engagements in absehbarer Zukunft, mit dem Entfall von Koproduktionsgeldern, Einnahmen aus künstlerischen Nebentätigkeiten - und noch vielem mehr.

    Die IG Freie Theater vertritt die freischaffenden darstellenden Künstler*innen - also Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Choreograf*innen, Regisseur*innen, aber auch Kunstschaffende wie Produktionsleitungen, Assistenzen, Kulturvermittlung und andere Menschen, die in den künstlerischen Teams mitarbeiten.

    Die Ankündigung der Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler von heute (24.3.2020) sowie die Beteuerungen der Staatssekretärin Ulrike Lunacek von letzter Woche, dass bereits bewilligte Förderungen für die gesamte Produktion abgerechnet werden können, auch wenn die Produktionen nicht wie eingereicht stattfinden, wird die Situation sicherlich erleichtern - für den Bereich, welcher überwiegend öffentlich gefördert wird. Und auch hier obliegt es wiederum den einzelnen Theatern / den Veranstalter*innen, wie und wie schnell er die getroffenen Vereinbarungen mit den Künstler*innen jetzt umsetzt und Honorare und Gagen auszahlt. Wobei eine Verschiebung der Vorstellungen auf einen späteren Zeitpunkt derzeit trotzdem und ersatzlos zu einem Einkommensausfall führt.

    Besonders dramatisch ist es für Künstler*innen und Kunstschaffende, die ohne jegliche Förderung operieren. Hier werden Vorleistungen und bereits bezahlte Probenhonorare nicht abgedeckt. Wir hoffen hierbei sehr auf die Zugänglichkeiten der bereits etablierten Hilfsfonds wie dem KSVF-Unterstützungsfonds (für Künstler*innen) oder dem neu etablierten Härtefallfonds (für Vereine, Neue Selbstständige und EPUs etc.).

    Am 19.3.2020 haben wir - zunächst unter unseren Mitgliedern - eine anonyme Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre persönliche Einkommenssituation gestartet. Der Rücklauf war überraschend groß, so dass wir nun erste Informationen vorlegen können.

    • Der Zeitraum der Umfrage betraf die Zeit seit dem 10.3. und bis zum Ende des Erlasses (derzeit 13.4.2020) bzw. die Auswirkungen bis zum Ende der Spielzeit (Sommer 2020).
      Dies sind für die darstellenden Künstler*innen die mit Abstand einkommensstärksten Monate.

      Erfahrungsgemäß erwirtschaften freischaffenden Künstler*innen an ca. 20 - 24 Wochen im Jahr Einnahmen, wovon ein Großteil in den Zeitraum zwischen März und August (Sommertheater-Saison) fällt. Die Angaben zu den Einnahmen sind als Brutto-Brutto-Einnahmen (also als Umsatz) zu verstehen, wovon sämtliche Steuern, Versicherungen etc. zu entrichten sind.
    • Die meisten Angaben betrafen Produktionen, die in Wien hätten stattfinden sollen, gefolgt von Einnahmen aus NÖ, OÖ, aus internationaler künstlerischer Tätigkeit und den weiteren Bundesländern.
    • Die Vorstellungen wurden zu einem überwiegenden Teil ohne Verschiebedatum (75%) und auf behördliche Anordnung (85%) abgesagt. Andere Gründe für eine Absage waren Solidarität und Rücksichtnahme auf die Zuseher*innen.
    • Die meisten Informant*innen waren zwischen 26 - 35 Jahre alt; gefolgt von der Gruppe zwischen 36 - 45 Jahren und derer der 56 – 65-Jährigen.
      Und: Die Hälfte der Antworten stammte von Frauen!

    Sehr deutlich wurde, dass derzeit die psychische Belastung, also die Unsicherheit, wo, wie und wann es doch noch zur Auszahlung der vereinbarten Gagen und Honorare oder zu Hilfs- und Unterstützungszahlungen kommen kann, vorherrscht. Die Künstler*innen und Kunstschaffenden verfügen in der Regel nicht über Rücklagen, aus denen heraus sie ihre Liquidität der nächsten Monate sicher können.

    Die Ergebnisse der Umfrage:

    - Die Anzahl der tatsächlich abgesagten Vorstellungen (und der dadurch wegfallenden Gagen) wurde durchgehend als sehr hoch gemeldet; bis zu 145 Vorstellungen entfallen, sehr viele Angaben bewegen sich zwischen 20 und 85 abgesagte Vorstellungen.

    - Die dadurch entfallenden Einnahmen werden pro Vorstellung zwischen € 75 und € 800 angegeben, die meisten Angaben lagen zwischen € 175 und € 350 pro Vorstellung.

    - Unterrichtseinheiten entfallen: Die Angaben hier reichen von stunden- bis wochenweisem Entfall, die Einnahmen hieraus werden mit € 40 pro Stunde und € 900 pro Woche angegeben. Insgesamt wurden für den Zeitraum der Entfall aus Einnahmen aus Unterrichtstätigkeit vergleichsweise hoch angegeben und für 4 Monate mit zwischen € 1.000 und € 6.000 beziffert.

    - Es wurden Produktionen abgesagt, woraus sich für die Künstler*innen und Kunstschaffenden Einnahmen pro Produktion / Monat zwischen € 1.600 und € 6.400 (Bruttoumsatz) Verlust ergibt. Die meisten Angaben bewegten sich hier zwischen € 2.000 - 3.300 Bruttoumsatz pro Monat.

    - Vorleistungen wie Reisekosten, Produktionskosten, bereits bezahlte Honorare werden mit bis zu € 6.800 angegeben, laufende Kosten wie Studiomieten können derzeit nicht über Einnahmen aus Weitervermietungen gedeckt werden.

    - Projektvorbereitungs- und Antragskosten werden über Projektförderungen sehr oft nicht gedeckt, derzeit wird dieser Umstand eklatant deutlich: Künstler*innen und Kunstschaffende arbeiten in diesem Zeitraum zu einem Großteil unentgeltlich.

    - An bezahlten Probewochen verlieren die Künstler*innen und Kunstschaffenden größtenteils zwischen 3 und 12 Wochen.

    Wir werden die Umfrage über den größeren Kreis unserer Newsletter-Bezieher*innen ausdehnen und erwarten uns hier noch weitere Auskünfte, über die wir gerne weiter informieren.

    Eines wird jetzt aber deutlich:
    Wir regen dringend an, die Förderformen zu reformieren und die Projektförderungen in die Förderung von künstlerischen Arbeitsprozessen zu überführen - mit einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Damit wird es möglich, die Beteiligten anzustellen, und (entsprechend der Anrechnungszeiten) würden diese dadurch Anwartschaftszeiten für einen Bezug von Arbeitslosengeld erwerben. Die Künstler*innen und Kunstschaffenden sind damit mehrfach sozial abgesichert und erhalten krisenfestere Beschäftigungsformen, die außerdem langfristig wirken (Pensionsversicherungszeiten).

    Wir werden mit den Kulturpolitiker*innen und Fördergeber*innen in einen intensiven Austausch treten und gemeinsam neue Förderformen diskutieren. Wir freuen uns auf diesen Austausch und werden den bereits avisierten Weg einer fairen Bezahlung der Künstler*innen um den Aspekt der fairen Beschäftigungsform erweitern. 

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  • Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds

    Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds

    Information, Kulturrat Österreich 17.3.2020

    Der Unterstützungsfonds ist ein im KSVF angesiedelter Sozialtopf zur finanziellen Unterstützung von Künstler_innen, die durch einen Notfall in finanzielle Not geraten sind oder durch einen unvorhersehbaren Anlass in eine Situation, die ohne Unterstützung zu einem Notfall führen wird. Festgemacht am jeweiligen Notfall können bis zu € 5.000 – als Einmalzahlung oder vor allem krankheitsbedingt als wiederkehrende Geldleistung – ausbezahlt werden, in Ausnahmefällen auch mehr. Seit Herbst gibt es neue Richtlinien für die Gewährung einer Beihilfe, jetzt auch ein Update des Leitfadens für Anträge - als Work in progress.

    In der aktuellen Situation hat der KSVF bereits festgestellt, dass Einkommensausfälle durch die Corona-Krise jedenfalls eine Notlage im Sinne dieses Unterstützungsfonds sind. In diesem Zusammenhang die dringende Bitte des KSVF: Legen Sie Ihrem Antrag nur das Notwendige bei: ausgefülltes Formular + Einnahmen-/Ausgaben-Auflistung (um zu belegen, dass Sie durch den Notfall in finanzielle Probleme schlittern oder jedenfalls werden), Meldezettel und 6 Kontostände der letzten Monate (immer zum selben Stichtag). Beziehen Sie keinen Sozialversicherungs-Zuschuss aus dem KSVF, gilt es auch zu belegen, dass Sie Künstler_in sind. Näheres finden Sie im Leitfaden oder direkt beim KSVF:

    Info und Leitfaden des KSVF

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  • Runder Tisch Regierungsvertreter*innen mit IGs aus dem Kunst- und Kulturbereich

    Pressemitteilung IG Freie Theater, 16.3.2020

    Am Freitag, dem 13.3., fand auf Einladung von Vizekanzler Werner Kogler und Staatssekretärin Ulrike Lunacek ein Runder Tisch mit den wichtigsten Vertreter*innen der österreichischen Kunst- und Kulturszene statt (außer den Bundestheatern).
    Mit dabei war auch der Kulturrat Österreich, in welchem die Interessengemeinschaften (IGs) der freischaffenden Künstler*innen und Kulturvereine vertreten sind, aber auch die einzelnen IGs selbst.

    Bereits im Vorfeld haben sich die IGs auf einen umfassenden Fragenkatalog geeinigt, den sie bei dieser Gelegenheit den Vertreter*innen der Kulturpolitik des Bundes übergeben haben.
    Die gestellten Fragen betreffen v. a. die Rechtssicherheit der Fördernehmer*innen und der Vertragssituationen, die die freischaffenden Künstler*innen in der derzeitigen Situation vor große Herausforderungen stellen und unmittelbare Auswirkungen auf deren finanzielle Situation haben.

    Den Fragenkatalog finden sie hier: Fragenkatalog_Bund_COVID19_Massnahmen_Kulturbereich

    Sobald wir verlässliche Antworten auf die gestellten Fragen erhalten, werden diese selbstverständlich veröffentlicht.

    Wir werden den kulturpolitischen Vertreter*innen der Bundesländer dieselben bzw. angepasste Fragenkataloge zukommen lassen. Da die geltenden Maßnahmen aber vom Bund angeordnet wurden, befindet sich primär dieser in der Auskunfts- und Verantwortungspflicht.

     

    Die IG Freie Theater wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und ist Mitglied im Kulturrat Östereich. Seit 2018 ist sie Gründungsmitglied und Sitz des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Mitgliedern in derzeit 12 Ländern.

     

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  • Corona und die Folgen für die Freie Szene im Kunst- und Kulturbereich

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich vom 13.3.2020
     
    Fragenkatalog zu COVID-19 Maßnahmen im Kontext der Kunst- und Kulturförderung an die Kunst- und Kulturverwaltung des Bundes.
    Antworten sind für Montag 16.3. zugesagt.

    Die österreichischen Kunst- und Kultur-Interessenvertretungen haben sich zu einer gemeinsame Plattform zusammengefunden, um die dringendsten Fragen im Umgang mit Subventionen und andere öffentlichen Vorgaben zu klären.

    Anbei der erste Fragenkatalog an die Kunst- und Kulturverwaltung des Bundes, der heute Vizekanzler und Bundesminister Mag. Werner Kogler und Staatssekretärin für Kunst und Kultur Mag.a Ulrike Lunacek überreicht wurde. Antworten wurden für Montag 16.3.2020 zugesagt. Weitere Fragenkataloge an die Kunst- und Kulturverwaltungen der Länder und Landeshauptstädte folgen.

    Disclaimer: Zum Zeitpunkt der Übergabe waren die neuesten Beschränkungen noch nicht bekannt. Diese werfen weitere Fragen auf: Wir werden uns um Antworten bemühen.
    Informationen zu aktuellen Versammlungs- und Veranstaltungsbeschränkungen

    Fragenkatalog zu COVID-19 Maßnahmen im Kontext der Kunst- und Kulturförderung

    an Vizekanzler und Bundesminister Mag. Werner Kogler und  Staatssekretärin für Kunst und Kultur Mag.a Ulrike Lunacek

    Gemeinsam erarbeitet von den Interessenvertretungen Kunst Kultur (ASSITEJ Austria, BV bildender Künstler, Dachverband der Filmschaffenden, IG Autorinnen Autoren, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, IG Übersetzerinnen Übersetzer, Kulturrat Österreich, Mica – Music Information Center Austria, Österreichischer Musikrat, Dachverband Salzburger Kulturstätten, IG KiKK – IG der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška, IG Kultur Burgenland, IG Kultur Steiermark, IG Kultur Vorarlberg, IG Kultur Wien, KUPF - Kulturplattform Oberösterreich und TKI - Tiroler Kulturinitiativen)


    1. Meldepflicht

    Laut Allgemeinen Rahmenrichtlinien und Förderrichtlinien für Kunstförderungen des Bundes besteht eine unverzügliche, schriftliche Meldepflicht auf Initiative der Fördernehmerinnen und Fördernehmer, wenn Aktivitäten abgesagt, verschoben oder redimensioniert werden müssen.

    Gilt diese Meldepflicht auch in der derzeitigen Situation? Und wenn
    1.1. Welche Fristen sind bei den Meldungen einzuhalten?
    1.2. Welche Informationen müssen übermittelt werden?


    2. Absagen bei geförderten Projekten

    Fördernehmer_innen sind laut Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport dazu aufgefordert, schadenminimierende Maßnahmen zu setzen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten: „Leistungen und Vorhaben, die nicht mehr durchgeführt werden (können), können bis zum Ausmaß der bereits entstandenen Verpflichtungen im Rahmen der bereits zugesagten Förderung anerkannt werden. Ein schriftlicher Kostennachweis ist dafür erforderlich. Die darüberhinausgehende Fördersumme muss zurückgezahlt werden.“

    Wie ist die Formulierung „bis zum Ausmaß der bereits entstandenen Verpflichtungen“ zu verstehen?
    2.1. Allfällige Stornogebühren, Abschlagszahlungen, laufende Fixkosten für Infrastruktur und angestelltes Personal (zeitlich nicht sinnvoll kündbar) sind in diesem Fall somit förderbaren Kosten, die abgerechnet werden können?
    2.2. Bei bestehenden Anstellung ist die Dienstfreistellung bei vollen Bezügen (sobald Mehrstunden aufgebraucht sind bzw. keine Tätigkeit möglich ist) mit förderbaren Kosten abrechenbar?
    2.3. Können vereinbarte Gagen und Honorare, für künstlerische / organisatorische Leistungen, die nun nicht realisiert werden können, in voller Höhe ausbezahlt werden?
    2.4. Oder müssen sämtliche Verträge, bei denen noch keine Vorleistung erbracht wurde, rückabgewickelt werden?
    2.5. In vielen Fällen wurden bereits Vorleistungen erbracht (z.B. Konzepterstellungen, künstlerische Werke, etc.), die noch nicht abgenommen wurden. Können die dafür vereinbarten Gagen / Honorare in voller Höhe ausbezahlt werden? Sollte dies nicht möglich sein, können Gagen / Honorare aliquote ausbezahlt werden und als förderbare Kosten abgerechnet werden? Welche Nachweise sind in diesem Fall erforderlich?
    2.6. Müssen Anzahlungen / Akontozahlungen zurückgezahlt werden?
    Eine weitere Entwicklung die sich bereits abzeichnet, ist, dass beteiligte Künster_innen (auch ohne Attest) Vorstellungen nicht spielen wollen. Ersatz ist in der Regel keine Option. Wenn eine Verschiebung nicht möglich ist (Terminfindung mit Künstler_innen/Spielstätten ist nicht möglich) sind Veranstalter_in gezwungen, die Veranstaltung abzusagen.
    2.7. Wenn Künstler_innen (auch ohne ärztliches Attest) Vorstellungen nicht spielen wollen, können diese Vorstellungen dann sanktionslos abgesagt werden? Auch wenn der/die Veranstalter_in die Künstler_innen anweisen könnten, die Vorstellung zu spielen?
    Ebenso sind viele Projekte anlass- bzw. kontextbezogen. Sie beziehen sich konzeptuell auf nun nicht stattfindende andere Ereignisse oder werden für diese eigens produziert. Die Förderung bezieht sich auf die künstlerische Produktion bzw. Produktions­kostenzuschüsse, deren Realisierung theoretisch möglich wäre.
    2.8. Wie ist mit Förderungen für Produktionen umzugehen, die wegen Absagen nun nicht verwirklicht werden können (z.B. Produktionen für Kunstmessen) oder wenn Verschiebungen nicht sinnvoll möglich sind, weil der Bezugspunkt / Aktualität nicht mehr gegeben ist?
    2.9. Was, wenn Projektförderung für ein (Klein-)Projekte, die nun nicht realisiert werden können, nicht zurückgezahlt werden können, weil das Geld schon für andere Aktivitäten verbraucht wurde?


    3. Re-Dimensionierung von Projekten

    Einige Veranstaltungen könnten theoretisch auf die unter 100-Personen-Grenze beschränkt werden. Angesichts der bisherigen Erfahrungen geht die Zahl der Besucher_innen derzeit massiv zurück (z.B. Diskussionsveranstaltung mit 7 Teilnehmer_innen). Sind Veranstalter_innen auf Ticketerlöse angewiesen, rentiert sich die Durchführung der Veranstaltung nicht und wird zum Minusgeschäft. Dies betrifft vielfach auch Projekte die grundsätzlich auf unter 100 Personen angelegt werden.

    Welchen Spielraum haben Veranstalter_innen?
    3.1. Können und sollen geförderte Aktivitäten, die auf 100 Personen re-dimensionierbar sind, durchgeführt werden? Und wenn, unter welchen Bedingungen muss eine Re-Dimensionierung auf 100 Personen vorgenommen werden?
    3.2. Müssen alle geförderten Projekte, die auf unter 100 Personen angelegt waren, auch tatsächlich durchgeführt werden sollen (auch wenn das Publikum ausbleibt bzw. seitens der Bundesregierung empfohlen wird, soziale Kontakte auf das unbedingt notwendige Minimum zu beschränken)?
    3.3. Müssen Kulturveranstalter_innen, die geförderte Veranstaltungen / Projekte / Vorhaben angesichts der Lage (soziale Verantwortung, kein Publikum) bereits abgesagt haben, obwohl sie diese durchführen hätten können, mit Rückförderungen rechnen wenn sie die Veranstaltung nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachholen können?


    4. Veränderung / Verschiebung von Projekten

    Für manche Projekte ist eine Verschiebung möglich bzw. denkbar – vielfach fallen dafür jedoch Zusatzkosten anfallen (z.B. neue Drucksorten, zusätzliche Infrastrukturkosten, Reisekosten zusätzlich zu Stornokosten, etc.). Ebenso verhält es sich bei Veränderungen von Projekten, auch hier können Zusatzkosten anfallen (z.B. Überarbeitung Konzept, Kosten für alternative Veröffentlichungen, etc. ).

    Was ist dabei zu bedenken?
    4.1. Gibt es allgemein Richtlinien, unter welchen Bedingungen Zusatzkosten, die durch Adaptionen bzw. Verschiebungen von Projekte entstehen, übernommen werden oder ist dies immer eine Einzelfallentscheidung?
    4.2. Welche Abstimmungsmodalitäten sind hier bei Förderungen zwischen verschiedenen Gebietskörperschaften vorgehen?


    5. Liquiditätsprobleme und fehlende Planungssicherheit führen zu drohender Kündigungs- und Konkurswellen

    Der Ausfall von Einnahmen bringt Kulturveranstalter*innen, Kulturvereine, Companien und Künstler_innnen in die Situation drohender Zahlungsunfähigkeit. Da aktuell nicht absehbar ist, ob bzw. bis wann die Maßnahme verlängert wird, wirft dies relevante Haftungsfragen für auf. Sind Liquiditätsprobleme absehbar, müssen die jeweiligen Finanzverantwortlichen im Sinne ihrer Sorgfaltspflicht (bzw. um nicht grob fahrlässig zu handeln) angestellte Mitarbeiter_innen kündigen sowie weitere Konsequenzen ziehen (z.B. Mietverträge beenden). Aus der Praxis wissen wir, dass viele Kündigungen bereits ausgesprochen wurden bzw. im Raum stehen.

    Wie sollen Kulturveranstalter_innen hier vorgehen?
    5.1. Was empfiehlt das Bundesministerium den Betroffenen grundsätzlich, die nun Kündigungen aussprechen müss(t)en?
    5.2. Wird das Bundesministerium die Auszahlung von gewährten Förderungen unverändert weiterführen, auch wenn für viele Fördernehmer_innen aktuell nicht absehbar ist, wie bzw. wann in welchem Umfang die Aktivitäten durchgeführt werden können?
    5.3. Wird das Bundesministerium die Möglichkeit schaffen, bei bereits bewilligten Förderungen die Auszahlung von Fördertranchen vorziehen, um drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden?


    6. Haftungsfragen

    Vollkommene Unklarheit besteht weiters darin:
    6.1. Wenn Veranstalter_innen Vorstellungen durchführen und sich Künstler_innen  bzw. Zuschauer_innen anstecken, inwiefern kann die Veranstalter_in haftbar gemacht werden? Was sind die Konsequenzen? 
    6.2. Wie sollen sich Veranstalter_innen diesbezüglich verhalten?


    7. Förderungen für Aktivitäten ab 3. April 2020, 12:00 Uhr

    Einer der größten Unsicherheitsfaktoren aktuell ist die Frage, wie mit Veranstaltungen ab 3. April 2020, 12:00 Uhr, umzugehen ist. Nachvollziehbar ist, dass momentan niemand vorhersagen kann, ob das Veranstaltungsverbot verlängert wird oder nicht. Gleichzeitig müssen aber jetzt Entscheidungen getroffen werden, Vorbereitungen getroffen werden, für die neue Zahlungsverpflichtungen eingegangen werden bzw. zum jetzigen Zeitpunkt die finanziellen Verluste verringert werden könnten (z.B. geringere Stornogebühren).

    Die generelle Frage lautet:
    7.1. Um sich nicht förderwidrig zu verhalten, müssen Kulturveranstalter_innen, Vereine, Künstler*innen, Companien mit der Vorbereitung und Planung geförderte Aktivitäten ab 3.4.2020 in unverändertem Umfang fortsetzen?


    8. Konsequenzen für laufende bzw. zukünftigen Fördereinreichung

    Die aktuellen Entwicklungen sind geeignet, sich auch auf die Behandlung der laufenden Fördereinreichungen bzw. nächsten Förderfristen auszuwirken. Während für etliche in Kunst und Kultur Tätigen entscheidend ist, dass es zu keinen Verzögerungen kommt, Förderanträge regulär rasch bearbeitet werden, kommende Fristen eingehalten werden, sind andere mit der Situation konfrontiert, dass sie z.B. durch Kinderbetreuungspflichten nicht ausreichend Ressourcen haben, fristgerecht einzureichen.
    8.1. Sind Verzögerungen in der Behandlung von Fördereinreichungen bzw. Förderentscheidungen absehbar (z.B. Verschiebung von Beiratsterminen und Jurysitzungen), auf die sich Antragsteller_innen einstellen sollen?
    8.2. Ist eine Kulanz bei den aktuellen Einreichfristen in begründeten Fällen denkbar (z.B. Nachreichfrist von 2-Wochen)?


    9. Weiterer Informationsaustausch

    Es ist davon auszugehen, dass im Laufe der Zeit zahlreiche weitere Fragen auftreten werden.

    Woran ist von Seiten des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport gedacht?
    9.1. Wird es eine zentrale Anlaufstelle für Fragen der Kunst- und Kulturförderung geben?
    9.2. Wird es ein ständiges Arbeitsformat geben, dass einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Interessensvertretungen (die nun täglich zahlreiche Anfragen erhalten) und der Kunst- und Kultursektion geben, beispielsweise Krisensitzungen alle zwei Wochen?

     
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  • Infoblatt: KSVF Neuer Zeitgenössischer Zirkus

    Wir haben unser Infoblatt über die Regelungen des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes mit speziellem Fokus auf den Neuen Zeitgenössischen Zirkus auf den aktuellen Stand gebracht. Ihr findet es auf unserer Website oder hier zum Downloaden:

    Infoblatt_Künstler-Sozialversicherungsfonds Neuer Zeitgenössischer Zirkus 2020 (PDF)

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  • Verträge auf Englisch verfügbar / contracts in English available

    Aufgrund hoher Nachfrage haben wir drei unserer Musterverträge ins Englische übersetzen lassen. Gerne senden wir unseren Mitgliedern ab sofort den Werkvertrag, den Stückvertrag und den Aufführungsvertrag auch auf Englisch zu, falls benötigt. Der Service ist für unsere Mitglieder kostenfrei.

    Informationen zur Mitgliedschaft: https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

    Due to many requests three of our model contracts have been translated into English. The contract for work or services, the fixed-term employment contract and the performance contract can now be sent on demand. This service is free of charge for members.

    Information on membership:  https://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Aktuell - Coronavirus: Auswirkungen auf Künstler*innen und Spielorte der Freien Szene

    Die Regierung hat am Dienstag, den 10. März 2020, Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt, die für Musik- und Theaterschaffende und Veranstalter*innen viele Fragen hinsichtlich des Veranstaltungsverbots aufwerfen. Hier finden sich die relevantesten Fragen und Antworten (von unserem Vertrauensanwalt Wolfgang Renzl) zusammengefasst. Der Artikel wird laufend erweitert.

    Wir bemühen uns auch darum, die Liste mit den Theatern, die noch spielen, aktuell zu halten. Betreibende von Spielstätten können sich gerne bei uns melden, um in die Liste aufgenommen zu werden. Zum Newsblog geht es hier: https://freietheater.at/

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  • 19.03.2020 Schreibworkshop mit Michaela Obertscheider Termin wird verschoben

    ACHTUNG der Termin: 19.03.2020 2020, 17:00 bis 21:00 WIRD VERSCHOBEN!

    Dauer: Dauer: 3 Stunden bis max. 4, je nach Kondition und Anzahl der TN

    Ort: IG Freie Theater, Gumpendorferstraße 63b, 1060 Wien

    mit Michaela Obertscheider

    Anmeldung: office@freietheater.at

    Ein paar Worte verlieren

    Der Workshop ist geeignet um sich den erforderten Text-Aufgaben, die in der freien Szene fallweise zu den künstlerischen bzw. darstellenden Kompetenzen zusätzlich erwartet werden, entspannt zu stellen und im besten Fall freudvoll zu gestalten. Texte für u.a. Projektbeschreibungen, PR-Texte, Bewerbungen, Ankündigungen etc. Der Workshop ist geeignet für den Selbstgebrauch und/oder für Menschen, die Inspiration und Übungen suchen, um damit in Gruppen zu arbeiten.

    Themen und Inhalte:

    Den inneren Kritiker erkennen und zähmen, Schreiben als Mittel zur Reflexion, Empathie und Resonanz durch den Dialog mit dem Papier, Sprachbewusstheit, Sprachästhetik

    Mitzubringen sind:

    verschiedene Stifte (Blei, Kuli, Feder )
    Papier und / oder Notizheft
    Papier unliniiert A4 wird bereitgestellt
    Keine digitalen Geräte erwünscht
    Bitte eine verschließbare Trinkflasche dabei haben/ keine offenen Gläser

    Michaela Obertscheider: Autorin, Rednerin, Theatermacherin

    Als Rednerin und Trainerin für Präsenz, Selbststeuerung und Resilienz gestaltet sie Vorträge und Workshops in Unternehmen, für Führungskräfte, in Schulen und im Einzelsetting für Privatpersonen. Sie ist Theatermacherin und schreibt, spielt und inszeniert. Ihre Stücke gelten als anspruchsvolle Theaterarbeiten für Erwachsene, junge Erwachsene und Kinder. Aktuelle Inszenierungen und eigene Arbeiten als Autorin im Kabarett Niedermair. Sie ist Schauspiellehrerin mit den Schwerpunkten Improvisation und natürliches Spiel. Sie schreibt Lieder, spielt Ukulele, sie singt und zeichnet. Sie lehrt Kreatives Schreiben seit vielen Jahren.

    Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: https://freietheater.at/organisation/mitgliedschaft/

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  • Umfrage zum Thema „Räume/Infrastrukturen“

    In dieser Woche haben wir zum Thema "Räume/Infrastrukturen" eine anonyme Umfrage an unsere Mitglieder verschickt, an die wir noch einmal erinnern möchten. Wer kein Mitglied ist, aber trotzdem an der Umfrage teilnehmen will, melde sich bitte unter office@freietheater.at um den Link zugeschickt zu bekommen.

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  • Infomaterial: Aktuelles Infoblatt 2020 zur Pension

    Wir haben das Infoblatt zur Pension für euch auf den aktuellen Stand 2020 gebracht. Es steht frei zum Download zu Verfügung – hier oder auf der Website: https://freietheater.at/service/igft-infomaterialien/

    Infoblatt Pension 2020 (PDF): Ein Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, Berechnungsmodelle und Beispiele. Und die Problematiken der Alterspension in den Freien Darstellenden Künsten zusammengefasst.

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  • Vereinsgründung im Zuge der Einreichung für die Einzelförderung MA7

    Bei der diesjährigen Einreichung für die Einzelförderung von der Stadt Wien Kulturabteilung (MA7) gab es einige Neuerungen. Hervorzuheben sind vor Allem: Ab diesem Jahr wird die Honoraruntergrenzen-Empfehlung berücksichtigt und für Einzelpersonen wurde die maximale Fördersumme auf 10.000€ herabgesetzt.

    Aus diesem Grund haben sich viele kurzfristig entschieden einen Verein zu gründen, um mit diesem einzureichen. Wir wollen erinnern, dass einen Verein zu betreiben mit einigem organisatorischem Aufwand verbunden ist. Anbei ein paar Hinweise:

    -  Kennt eure Statuten! In ihnen ist festgelegt, wie oft ihr Mitgliederversammlungen abhalten müsst, aus wie vielen Mitgliedern das Leitungsorgan besteht und wer den Verein nach außen vertreten kann.

    - Haltet die Mitgliederversammlungen gemäß euren Statuten auch ab und führt ein ordentliches Protokoll mit Unterschriften der organschaftlichen Vertreter*innen

    - Der Verein muss laufend Aufzeichnungen seiner Einnahmen und Ausgaben führen.

    - ACHTUNG: Ihr braucht auch zwei unabhängige Rechnungsprüfer*innen, welche die Finanzen überprüfen und jährlich einen Bericht verfassen.

    - Ordentliche Ablage von allen Protokollen, Rechnungen und Korrespondenzen mit der Vereinspolizei. (Rechnungen, Belege müssen 7 Jahre aufbewahrt werden.)

    Tipp zum Nachlesen: Die Broschüre von der IG Kultur Wien "Kulturverein Gründen und Betreiben" als PDF hier: https://www.igkulturwien.net/kis/kulturverein-gruenden-und-betreiben

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  • Infomaterial: Aktuelle Infoblätter 2020

    Wir haben einige Infoblätter für euch auf den aktuellen Stand 2020 gebracht. Sie stehen frei zum Download zu Verfügung – hier oder auf der Website: https://freietheater.at/service/igft-infomaterialien/

    Infoblatt Sozialversicherung 2020 (PDF)
    Die aktuellen Regelungen zur Pflichtversicherung nach ASVG und GSVG; Informationen zu Werkverträgen & Dienstverträgen, geringfügige Beschäftigung

    Infoblatt Künstler-Sozialversicherungsfonds 2020 (PDF)
    Die Regelungen des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes

    Infoblatt AMS 2020 (PDF)
    Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Zuverdienstregelung und Betreuung durch Team 4

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  • Umsetzung von Honoraruntergrenzen für Projektförderungen der Darstellenden Kunst durch die Stadt Wien

    Pressemitteilung der IG Freie Theater, 16.1.2020

    Mit der Umsetzung der Honoraruntergrenze (nach dem Berliner Vorbild) für Projektförderungen der Stadt Wien, ab dem Einreichtermin 15.2.2020, wird eine langjährige Forderung der IG Freie Theater realisiert.

    Diese wurde gemeinsam von Künstler_innen und Künstlern der Wiener Perspektive sowie der IG Freie Theater in einem offenen, zweijährigen Prozess erarbeitet. Sie soll bei Produktionen der darstellenden Kunst angewendet werden, die aus Mitteln der öffentlichen Hand (der Stadt Wien) gefördert werden.

    Die IG Freie Theater empfiehlt, für Projektförderungen für Darstellende Kunst bei der Stadt Wien ab dem Einreichtermin 15.2.2020 eine Honoraruntergrenze zu kalkulieren.

    • Die Honoraruntergrenzen-Empfehlung liegt derzeit bei € 165 brutto-brutto pro Tag und für 8 Stunden Proben- oder Arbeitszeit. Sie soll für alle Beteiligte in den künstlerischen Teams und sowohl für selbständig Arbeitende wie für Anstellungen gelten.
    • Als Vorstellungsentgelt wird empfohlen: bei 1-2 Vorstellungen mind. € 350, ab 3 Vorstellungen min. € 200 (jeweils pro Vorstellung).

    Die IG Freie Theater stellt ein Service-Kalkulationsmodell zur Verfügung, welches aus 5 Blättern besteht: Infos / Ausfüllhilfe / Personal angestellt / Personal selbständig / Einnahmen-Ausgaben Übersicht.

    Wir bitten um Rückmeldungen und Anmerkungen zum Tool, da wir dieses ständig weiterentwickeln und hierbei gerne weitere praktische Erfahrungen einbeziehen möchten. Danke!
    Das laufend aktualisierte Tool und weitere Informationen sind hier zu finden: freietheater.at/honoraruntergrenzen
    Eine Mac- und Open Office kompatible Version folgt noch diese Woche.

    Achtung: Dieses Kalkulationsmodell ersetzt NICHT das Kalkulationsformular der Stadt Wien – Kulturabteilung! Wir empfehlen aber, das ausgefüllte Service-Kalkulationsmodell dem Antrag der Stadt Wien / Kulturabteilung beizulegen, da in diesem Tool wichtige budgetäre Informationen für die Theaterjury aufscheinen.

     

    Kontakt:
    IG Freie Theaterarbeit
    office@freietheater.at
    01/403 87 94
    www.freietheater.at

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  • JAHRESRÜCKBLICK IG FREIE THEATERARBEIT 2019

    Wir freuen uns, Ihnen/Euch mit diesem Jahresrückblick die wichtigsten Ereignisse 2019 zu rekapitulieren und einen kleinen Ausblick auf 2020 geben zu können.

    POLITIK
    2019 hat uns tatsächlich viel Neues – und endlich auch Besseres – gebracht. In Wien hat die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler mehr Budget für die Kunst und Kultur erwirkt. Die Erhöhungen der Mittel für die Freie Szene in Wien sind aber auch das Resultat langjähriger Forderungen der Grünen in Wien. Davon profitieren die freischaffenden darstellenden Künstlerinnen und Künstler.

    Endlich wird ab 2020 eine Honoraruntergrenze für geförderte Projekte- sowie 1- und 2-Jahresförderungen eingeführt – eine Forderung, die die IGFT schon lange formuliert hat und die nun Realität wird. Das Symposium „Freie Szene – Freie Kunst“, welches wir am 8./9. April 2019 in Kooperation mit den IGs in Wien und auf Initiative der Kulturstadträtin durchgeführt haben, hat die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme verdeutlicht und anhand internationaler Beispiele gezeigt, dass eine Honoraruntergrenze funktionieren kann. Gemeinsam mit der Wiener Perspektive haben wir eine Empfehlung hierzu erarbeitet, die ab dem Einreichtermin 15.2.2020 angewendet werden soll. Wie genau diese HNU in den Kalkulationen angewendet wird, teilen wir gleich zu Beginn 2020 mit. Mehr bald auf freietheater.at
    Ein wichtiger Baustein betreffend einer sozialen Absicherung der Künstler_innen ist gelegt!

    Auch die Strukturen und Spartenhäuser in Wien erhalten mehr Geld und wollen dies mittelbar und unmittelbar in die Arbeit der Künstler_innen einfließen lassen.

    Und als Drittes legt Wien mehr Förderprogramme auf, die weitere Möglichkeiten bieten, künstlerische Projekte an vielen verschiedenen Orten zu realisieren und neue Formate ermöglichen – die Stadtlabore und SHIFT wurden budgetär wesentlich aufgestockt.

    Die Bundesländer ziehen aber auch nach. Das Thema einer Honoraruntergrenze und der sozialen Absicherung wird überall diskutiert. Auch mit verschiedenen Ansätzen, aber das Thema ist nun österreichweit am Tisch. Ab Herbst 2020 ist auch geplant, ein partizipatives Pilotprojekt zum Thema ‚Honoraruntergrenze‘ in Kärnten durchzuführen und hier bis Anfang 2021 zu relevanten Ergebnissen zu kommen, die dann – gemeinsam mit den Erfahrungen aus Wien - auch auf andere Bundesländer übertragen werden kann.

    Für 2020 haben wir übrigens auch wieder eine Bundesländertour geplant, deren wichtigste Themen genau diese sein sollen: Honoraruntergrenzen, deren praktische Umsetzungen, Erfahrungen damit. Termine folgen bald …

    Zahlen / Daten / Fakten 2019
    Unsere IG Freie Theater wurde 2019 erwachsene 31 Jahre alt.  

    • Wir haben in den letzten beiden Jahren mehr als 25 % neue Mitglieder bekommen. Wir halten aktuell bei ca. 1.600 Mitglieder – und davon sind 74 % Frauen. Das ist ein Auftrag, den wir in unserer täglichen Arbeit immer berücksichtigen und den wir in allen kulturpolitischen Verhandlungen anführen.

    • Wir haben 1.610 Beratungen durchgeführt:
      1.174 davon nahmen Frauen wahr, 436 Männer.
      In 310 Einzelgesprächen, mit 585 Teilnehmer_innen an Info-Veranstaltungen, bei 345 ausführlichen telefonischen Beratungen und in 370 detaillierten Email-Korrespondenzen haben wir Eure Fragen beantwortet und gemeinsam Lösungen gesucht.

    • Und wir haben 2019 31 Info-Veranstaltungen und eine wichtige Info-Kampagne "Staying Alive" organisiert.

    Seit Sommer 2019 gibt es für unsere Mitglieder auch Musterverträge: Aufführungsvertrag, Koproduktionsvertrag, Kooperationsvertrag, Stückvertrag, Bühnenarbeitsvertrag, Gastvertrag, Freier Dienstvertrag, Werkvertrag, Volontariatsvertrag, Ensemblevertrag - und wenn rechtliche Fragen auftauchten konnten wir unseren Vertrauensanwalt kontaktieren, der immer wieder mit Rat und Tat bereitstand – und -steht.

    Unser Newsletter erscheint wöchentlich und wir informieren über Aktuelles aus Wien, den Bundesländern, über internationale Entwicklungen und alles Interessante aus und für die Szene. Alles dann auch nachzulesen auf freietheater.at.

    Wir haben außerdem die zirkusinfo.at-Website übernommen und arbeiten derzeit an einer grundlegenden Überarbeitung der Datensätze. Sobald wir einen konsolidierten Stand haben, kontaktieren wir Veranstalter_innen und Multiplikator_innen international, um über die Zirkus-und Straßentheaterkünstler_innen aus Österreich zu informieren.

    Auch mit dem BMEIA sind wir in kontinuierlichem Austausch und sind dabei, Kanäle und Spielmöglichkeiten für Theater- und Tanz-/Performanceproduktionen international zu eröffnen.

    2019 wurde auch der Vorstand der IGFT neu gewählt: Mit Inge Gappmaier, Veronika Glatzner, Barbara Herold, Daniela Oberrauch, Martin Ojster, Sara Ostertag (Obfrau), Sabine Reiter und Charlotta Ruth sind nun alle Sparten der Darstellenden Kunst vertreten – und wir haben zwei
    Vertreter_innen aus den Bundesländern, mehrere Generationen und sowohl Künstler_innen wie auch Managementwissen im Vorstand versammelt. Eine gute Grundlage für die kommenden Jahre.

    IG Netz
    Die Zahl der Antragsteller_innen um Zuschüsse aus dem IG Netz steigt ständig, was heißt, dass mehr und mehr Organisationen ihre Künstler_innen anstellen. Und endlich haben auch die Bundesländer verstanden, dass das IG Netz hierfür ein wichtiger Baustein ist. Erfreuliche Neuigkeiten: Wien, Vorarlberg, Tirol, die Steiermark und das Burgenland werden (aller Voraussicht nach) künftig mit in den IG-Netz-Topf einzahlen – und damit sollte allen Antragsberechtigten in diesen Bundesländern die maximale Zuschusshöhe von € 200 pro Monat / Mensch garantiert werden können. Eine tolle Entwicklung, und endlich werden die Bundesmittel, die ja seit 1991 bereitstehen, um Mittel aus den Bundesländern verstärkt. Danke!

    Europäischer Dachverband der Freien Darstellenden Künste
    Stolz sind wir auch, dass wir 2018 den Europäischen Dachverband der Freien Darstellenden Künste gründen konnten und dieser bei uns in Wien seinen Sitz (und seine Präsidentschaft) gefunden hat. Im November dieses Jahres fanden sich die Mitglieder zu einem intensiven und konstruktiven Arbeitsmeeting in Wien zusammen, um über Entwicklungen und Ziele zu diskutieren und sich über die Szene in Wien und Österreich zu informieren. Unsere Mitglieder kommen aus Österreich, Bulgarien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Island, Italien, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden und der Schweiz. Und für 2020 haben sich bereits die Slowakei, Ukraine, Norwegen und Litauen angekündigt …

    Unser junger Europäischer Dachverband hat bereits viel Aufmerksamkeit erregt und wurde zu Konferenzen und Festivals eingeladen (u.a. mehrfach nach Berlin/D, nach Hull/GB und Prag/CZ) und offiziell vorgestellt. Wir haben auch direkt Gehör bei der Europäischen Kommission gefunden und sind Partner im neu formierten 'European Theatre Meeting‘ – ein regelmäßiges Arbeitstreffen der Theaternetzwerke und der Vertreter_innen der EU Kommission. Wir freuen uns sehr über diese Bandbreite an Aktivitäten und Sichtbarkeit, die nur eins zum Ziel haben kann: Die Freie Szene auch auf europäischer Ebene zu stärken!

    Seit Herbst 2019 gibt es auch eine Website, auf der die wichtigsten Informationen zu finden sind: www.eaipa.eu

    DANKE!
    Wie jedes Jahr möchten wir uns bei unseren Mitgliedern für ihre Beiträge bedanken, die ein wesentlichen Anteil am Budget der IGFT ausmachen. Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Fördergeber_innen für die Unterstützung unserer Jahrestätigkeit und für Projektzuschüsse. Mit diesen Geldern gelang und gelingt es, unsere Arbeit für Euch/Sie weiter auszugestalten und zu verbessern.

    2019 waren dies:
    Das Bundeskanzleramt / Kunstsektion und dort die Abteilungen Musik und Darstellende Kunst, Kulturinitiativen, Europäische und internationale Kulturpolitik, Sonderprojekte;
    die Stadt Wien / Abteilung Kunst und Kultur und die
    LSG / ÖSTIG – Österreichische Interpretengesellschaft.
    Ein Dank erfolgt aber auch an Die Grünen in Wien, speziell an Martin Margulies, der insbesondere die vielbeachtete Kampagne 'Staying Alive - Meine Rechte als Künstler_in' unterstützt und befürwortet hat.


    Was erwarten wir aber von 2020?  'Produzieren auf Augenhöhe' ist etwa ein Schlagwort, das uns immer wieder als Wunsch genannt wird. Wie genau das aussehen soll – darüber sammeln wir derzeit Meinungen und Fakten.

    Wir freuen uns auf ein herausforderndes 2020 und arbeiten kontinuierlich daran, noch mehr Akteur_innen zu überzeugen, Mitglied zu werden.

    Ulrike Kuner / Geschäftsführung mit Vorstand und Team der IG Freie Theater  

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  • Jobsuche in der Freien Szene

    Wir haben die Rückmeldung bekommen dass ihr euch mehr Ausschreibungen für Schauspiel-/Performancejobs in unserem Newsletter wünscht. Das wünschen wir uns auch.
    Wie in unserer Infoveranstaltung JOB-AQUISE und MENTORING am 18. 11. 2019 besprochen wurde, ist die Jobsuche in der freien Szene oft eine Herausforderung.
    Wir arbeiten an einer Ausschreibung an Veranstaltungshäuser, Theater und Gruppen in Österreich und im deutschsprachigen Raum um die besten Jobmöglichkeiten und Auditions für euch zu finden.
    Wie/Wo sucht ihr nach Rollen/Sprecherjobs und Co.? Wir freuen uns über Tipps und eure persönlichen Erfahrungsberichte.

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  • Stadt Wien: Fördererhöhungen / Honoraruntergrenze / neue Förderprogramme ab 2020

    Pressemitteilung, IG Freie Theater, 26.11.2019

    Nachdem Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler in ihrer gestrigen (25.11.2019) Budgetrede eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Freie Szene verkündet hat, haben wir nachgefragt. Welche Mittel stehen der Freien Szene zur Verfügung und was ändert sich ab 2020?
     
    Wir freuen uns für die Künstlerinnen und Künstler der Szene über die budgetäre Erhöhung und Erweiterung der Fördermöglichkeiten. Wir sehen dies als starkes Signal der Stadt Wien gegenüber der Freien Szene, deren künstlerisches Potenzial weiter auszubauen, indem die Rahmenbedingungen hinsichtlich einer sozialen Absicherung der Akteur_innen vebessert sowie die Strukturen der Freien Szene verstärkt werden.

     

    Gleich vorweg – mit den zusätzlichen Mitteln für die Freie Szene soll ein Investment in die dort arbeitenden Menschen geleistet werden – es sollen nicht mehr Produktionen entstehen. Aber es gibt neue Fördertools, die ein breiteres und prozessorientiertes künstlerisches Arbeiten ermöglichen!

    Insgesamt wächst das Kulturbudget um ca. € 26 Millionen. Damit wächst es um ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr.

    Ein wesentlicher Anteil der zusätzlichen Mittel soll helfen, prekäres Arbeiten in der Kunst- und Kulturlandschaft Wiens zu vermeiden.

    Der Theaterbereich wird um ca. € 4.2 Mio angehoben, dies bedeutet eine Verbesserung um ca. 6 % gegenüber dem Vorjahr.

    • Ca. € 2.2 Mio gehen an die kommunalen Bühnen, die Mittelbühnen, die privaten Bühnen und werden für eine Erhöhung der Konzeptförderungen sowie für Projekt- und Jahresförderungen eingesetzt.
    • € 2 Mio erhält das Volkstheater

    Allein die Projekt- und Jahresförderungen wurden von € 2.6 Mio auf € 3.0 Mio erhöht und wurden somit im Vergleich deutlich verstärkt.

    Über die IG Freie Theater und die Wiener Perspektive wird mit den Künstler_innen eine Honoraruntergrenze für freischaffende Künstler_innen besprochen (bei Förderungen durch die Stadt Wien), welche dann als Empfehlung für zukünftige Einreichungen auf die Websites der Kulturabteilung und der IG übernommen wird. Der Prozess der Ausarbeitung startet jetzt und wird mit Vertreter_innen der Szene direkt geführt; Anwendung finden soll die Honoraruntergrenze zum nächsten Einreichtermin am 15.2.2020.

    Die Budgetverbesserungen der Häuser, die mit der freien Szene kooperieren oder koproduzieren, sollen den Künstler_innen zu Gute kommen, um diese gerechter bzw. überhaupt zu bezahlen und wirkliche Koproduktionen zu ermöglichen. Auch hier gibt es aktuell Gespräche bzgl. eines Mindesthonorars für Künstler_innen. Dort, wo es notwendig wird, werden auch Gehälter bzw. Personalkosten der Häuser angehoben. Die konkreten Umsetzungen werden derzeit von den Häusern und in Absprache mit der Stadt Wien erarbeitet.

    Zusätzlich ist für 2020 ein Infrastrukturtopf in Höhe von ca. € 2 Millionen geplant, der kleineren Institutionen und Veranstaltungsräumen, aber auch Probenorten die Möglichkeit gibt, in einer einmaligen Leistung ihr technisches Equipment bzw. die Ausstattung zu erneuern. Zum Antragsverfahren geht es hier: www.wien.gv.at

    Des Weiteren werden die Bezirksinitiativen Stadtlabore und Shift erheblich ausgebaut (insgesamt stehen hier € 3 Mio zur Verfügung). Dies bedeutet für die Künstler_innen der Freien Szene zusätzliche Arbeits- und Auftragsfelder, welche außerdem neue Arbeitsformate ermöglichen.

    Genreübergreifend ist ein Programm für Exzellenz-Stipendien in Planung, welches v.a. auch der freien Kunstszene als neues Fördertool zur Verfügung stehen wird.

    Neu und auch für die freischaffenden Künstler_innen interessant: KulturKatapult, ein Förderprogramm dotiert mit € 800.000, mit welchem kulturelle Vermittlungsprojekte für Jugendliche gefördert werden. Details haben wir auf unserer Website.

     

    Kontakt:
    Ulrike Kuner / Geschäftsführung
    Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit
    Gumpendorferstr. 63B
    A-1060 Wien
    t: +43 (0)1 403 87 94
    www.freietheater.at
    u.kuner[at]freietheater.at

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  • Abschlusskommuniqué zur 9. ARGE Klausurtagung der ARGE Kulturelle Vielfalt veröffentlicht

    Das Abschlusskommuniqué zur 9. ARGE Klausurtagung der ARGE Kulturelle Vielfalt, der Österreichischen UNESCO-Kommission wurde am 18.11.2019 veröffentlicht und hier nachzulesen:
    Schlusskommunique ExpertInnen-Klausurtagung 2019 zur 2005er UNESCO-Konvention

    Am 15. und 16. Oktober 2018 fand im "Haus der Kunst" in Baden bei Wien auf Einladung der Österreichischen UNESCO-Kommission die 8. Klausurtagung der ARGE Kulturelle Vielfalt statt. Im Mittelpunkt der Klausurtagung stand die Analyse der Umsetzung der "UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" aus Perspektive der Praxis.

    Welche Fortschritte wurden in der Umsetzung der UNESCO-Konvention erzielt? Wie ist der Status Quo einzuschätzen? Und in welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf, um ein förderliches Umfeld für eine Vielfalt an Kunst und Kultur in Österreich nachhaltig abzusichern?

    Bei der Klausurtagung Kulturelle Vielfalt stehen stets die Erfahrungen und Einschätzungen aus Perspektive der künstlerischen-kulturellen Praxis im Mittelpunkt. Jährlich diskutieren auf Einladung der Österreichischen UNESCO-Kommission Vertreter*innen des Kunst- und Kultursektors zwei Tage lang über jene Themen, die aus ihrer Perspektive für die Umsetzung der Konvention zentral sind, ziehen Bilanz und entwickeln Ideen zur weiteren Förderung der Ziele der Konvention.

    Zu den diskutierten Themenschwerpunkten 2018 zählten:

    • österr. Kunst- und Kulturpolitik
    • Soziale Lage von Kunst- und Kulturschaffenden und Urheber*innenrecht
    • Entwicklungen in der EU-Kulturpolitik
    • Medienvielfalt und öffentlich-rechtliche Medien
    • Kulturelle Bildung
    • Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden und Visabestimmungen

    Im Namen der IG Freie Theater brachte Ulrike Positionen aus dem Feld der Darstellenden Künste ein.

    Weitere Infos auf: https://www.unesco.at/kultur/vielfalt-kultureller-ausdrucksformen/artikel/article/klausurtagung-kulturelle-vielfalt/

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  • Urheber_innenvertragsrecht jetzt!

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 18.11.2019

    Kulturrat Österreich fordert Urheber_innenvertragsrecht (UVR) im Zuge der Umsetzung der EU-Urheberrechtsdirektive

    Konkrete Schritte zur Verbesserung der sozialen Lage der Kunst-, Kultur und Medienschaffenden. Prüfsteine für die nächste Bundesregierung.*

    Die EU-Richtlinie zum Urheber_innenrecht ist beschlossen, nun müssen die Mitgliedsstaaten zügig handeln, denn bis Juni 2021 muss sie in nationales Recht umgesetzt werden. Die Richtlinie stattet Urheber_innen grundsätzlich mit mehr Rechten gegenüber Verwerter_innen aus.

    Allerdings wird die bloße Umsetzung der Richtlinie, selbst wenn auch alle Kann-Bestimmungen in österreichisches Recht einfließen, keinesfalls ausreichen, um endlich eine grundlegende Verbesserung für die Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden als sogenannte Content-Lieferant_innen zu bewirken. Es bleibt weiterhin den Urheber_innen überlassen, sich mit ihren Produzent_innen, Verlagen, Labels  usw. auf konkrete Vertragsbedingungen zu einigen. Im freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte haben sie dabei in der Regel die schlechteren Karten.

    In der Buchbranche trifft man zum Beispiel auf Absatzbeteiligungen von 10 %. Bei einem Verkaufspreis von 20 Euro (excl. Mwst.) erhält der Autor/die Autorin also 2 Euro pro verkauftem Exemplar. Verhandlungsspielraum besteht bestenfalls für sehr erfolgreiche Autor_innen, alle anderen müssen nehmen, was sie kriegen. Rechnet man pro Buch eine Arbeitszeit von 6 Monaten und aufzubringende Lebenshaltungskosten von 1000 Euro pro Monat (Armutsgrenze 1.259,-- €), muss der Autor, die Autorin 3000 Bücher verkaufen, um die notwendigen 6000 Euro für diese Zeit zu verdienen. Das gelingt nur wenigen, schließlich eignet sich nicht jedes Buch zum Bestseller.

    Im Filmbereich wiederum hat sich die Praxis entwickelt, „Total Buy-outs“ zu vereinbaren, also die vollständige Rechteeinräumung für die gesamte Schutzdauer von 70 Jahren, zu unangemessen niedrigen Pauschalhonoraren. Wer sich nicht fügt und angemessene Honorare fordert, wird häufig von künftigen Aufträgen ausgeschlossen.

    Einen Interessenausgleich kann hier nur ein Vertragsrecht bringen, das es im Zuge der Umsetzung der Richtlinie nun endlich zu realisieren gilt und das folgende Eckpunkte umfassen muss: In gemeinsamen Verhandlungen zwischen den jeweiligen Interessenvertretungen der Urheber_innen und der Verwerter_innen muss rechtsverbindlich festgelegt werden, was als angemessen und fair zu gelten hat. Mindestwerte dürfen nicht unterschritten werden. Muster- oder Normverträge müssen die Basis bilden. Das Prinzip muss lauten, dass Urheber_innen an den Erlösen aus allen Formen der Verwertung angemessen beteiligt werden und bei unerwartetem Erfolg oder unzureichenden Vereinbarungen nachträgliche Vertragsanpassungen möglich sind.

    Konkret braucht es Regelungen, die folgende Punkte abdecken:
    1) angemessene Vergütung sowie Unverzichtbarkeit und Unabtretbarkeit von Vergütungsansprüchen
    2) zwingender Anspruch auf Beteiligung an den Verwertungserlösen
    3) Anspruch auf Anpassung des Nutzungsvertrages für den Fall, dass keine angemessene Vergütung vereinbart wurde
    4) Möglichkeit der Vertragsanpassung bei unerwartetem Erfolg (Bestseller-Paragraf)
    5) zwingende gesetzliche Verteilungsregeln für Vergütungsansprüche
    6) räumliche, zeitliche oder inhaltliche Beschränkung von Verträgen
    7) gesetzliche Verankerung des Zweckübertragungsgrundsatzes
    8) Unwirksamkeit der Einräumung von Nutzungsrechten für noch nicht bekannte Nutzungsarten
    9) Ausbau der gesetzlichen Auslegungsregeln, um sicherzustellen, dass im Zweifelsfall das Werknutzungsrecht bei den Urheber_innen verbleibt
    10) Rechtlich verbindliche Verfahren zur Bestimmung der angemessenen Vergütung zwischen Interessenvertretun­gen von Urheber_innen und von Verwerter_innen
    11) Verfahren bei Nicht-Zustandekommen von Rahmenverträgen, rechtlich verbindliche Schlichtung durch Urheberrechtssenat
    12) Klarstellung der Übergangsregelung für Altverträge bei Schutzfrist­verlängerungen

    Materialien:
    EU-RL über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-8-2019-0231_DE.html
    Kulturrat Österreich zum Urheber_innenvertragsrecht https://kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20121010 

    * Konkrete Schritte zur Verbesserung der sozialen Lage der Kunst-, Kultur und Medienschaffenden. Prüfsteine für die nächste Bundesregierung.

    Der Kulturrat Österreich arbeitet seit Jahren konsequent an der Erhebung von Problemlagen, macht Vorschläge zu deren Verbesserung und verfolgt kritisch die praktische Umsetzung von einschlägigen Maßnahmen. Unser Wissen kommt von der Basis, von jenen, die als Kunst-, Kultur- und Medienschaffende leben und arbeiten.

    Die Ergebnisse der zweiten, Ende 2018 veröffentlichten Studie zur sozialen Lage in diesem Bereich haben sehr deutlich gemacht, dass es intensiver Bemühungen auf allen Ebenen bedarf, um bei der nächsten Erhebung nicht wieder sagen zu müssen: Es hat sich nichts geändert. Wir präsentieren daher konkrete Schritte zur Verbesserung der sozialen Lage, die für die nächste Bundesregierung handlungsanleitend sein sollen.

    Bisher veröffentlicht:
    Arbeitslosenversicherung als Knackpunkt sozialer Absicherung prekär Beschäftigter https://kulturrat.at/agenda/ams/20190814
    Für eine weitere Reform des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds https://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/20190607

    Kulturrat Österreich
    Der Kulturrat Österreich ist der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden. Gemeinsam vertreten diese IGs rund 5500 Einzelmitglieder, 39 Mitgliedsverbände und deren Mitglieder, 700 Kulturinitiativen sowie 14 freie Radios.
    Mitglieder des Kulturrat Österreich:
    ASSITEJ Austria – Junges Theater Österreich
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs
    Dachverband der Filmschaffenden
    IG Bildende Kunst
    IG Freie Theaterarbeit
    IG Kultur Österreich
    Österreichischer Musikrat
    IG Übersetzerinnen und Übersetzer
    Verband Freier Radios Österreich
    VOICE - Verband der Sprecher und Darsteller

    Rückfragen: Kulturrat Österreich
    contact@kulturrat.at
    https://www.kulturrat.at
    https://www.twitter.com/kulturrat_oe
    Gumpendorfer Str. 63b, 1060 Wien

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  • brut im künstlerhaus offener Brief zur aktuellen Situation

    Wie die IGFT im e-mail-newsletter vom 31.10. berichtete, bewegt uns natürlich auch die Frage nach dem Hauptspielort des brut Wien, nachdem sich in den letzten Wochen einige neue Diskussionen eröffnet haben.

    Die IGFT stellte dem brut Wien folgende vier Fragen: Das brut ist seit der Saison 2017/2018 nomadisch unterwegs, sprich es bespielt verschiedenste Orte in Wien. Seit rund einem Jahr ist der Standort in der Zieglergasse wieder für Vorstellungen und Proben aktiv. Die Künstlerinnen und Künstler fürchten, dass der zentrale, dauerhafte Spielort des brut gefährdet ist. Also ein Ort mit professionellen Bedingungen, einer Bühne mit technischer Ausstattung etc.
    Was könnt ihr hierzu sagen?
    Was ist der Status Quo btr. des Standortes im Künstlerhaus?
    Was sind die Perspektiven?
    Ab wann gibt es wieder einen verlässlichen Standort für das brut?

    Am 2. November veröffentlichten Kira Kirsch und Richard Schweitzer folgenden offenen Brief: Offener Brief zur Situation brut im Künstlerhaus Weitere Hintergrundinfos zur Kostenexplosion der Sanierung und Zukunfts-Miet-Unsicherheiten finden sich auch im Artikel von Stefan Weiss in DerStandard: link

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  • Kunst und Kultur: Unser Koalitionsprogramm - Darstellende Kunst

    Pressemitteilung, IG Freie Theater, 28.10.2019

    Forderungen und Vorschläge an eine zukünftige Österreichische Regierung btr. der Förderung der Freien Theaterarbeit

    • Die österreichische Bundesregierung soll einen dezidiert ausgesprochenen Fokus auf die Förderung von zeitgenössischer Darstellender Kunst der Freien Szene legen.
      Diesen Fokus möchten wir im Regierungsprogramm und in einem Kunstfördergesetz verankert und gefördert sehen.
    • Die Qualität der Freien Szene beruht darauf, dass sie zu großem künstlerischem Risiko bereit ist.
      Die Zukunft der Kunst wird hier gestaltet.
      • Konkret: Künstlerische Arbeit ist nicht gleichzusetzen mit Kreativwirtschaft. Wir erwarten eine selbstverständliche, kontinuierliche Förderpolitik von zeitgenössischem Kunstschaffen und ein verbindliches Bekenntnis der Bundesregierung, künstlerisches Risiko ausdrücklich zu fördern und ggf. zu verteidigen.
      • Konkret: Mehr Geld soll in die direkte Förderung von Künstler_innen und Produktionen fließen. In der Freien Szene tragen die einzelnen Künstler_innen bzw. deren Vereine zum größten Teil das Produktionsrisiko selbst. Dieses Risiko erfordert eine realistische Budgetierung – und eine entsprechende realistische Förderung durch die öffentliche Hand.
      • Konkret: Die bestehenden Strukturen für die Freie Szene sollen weiter gefördert und entsprechend den aktuellen Anforderungen der produzierenden Künstler_innen ausgebaut und adaptiert werden. Es braucht Produktionsorte und Infrastrukturen, an denen hochkarätige künstlerische Innovationen entwickelt werden können.

     

    • Modelle für ein selbstständiges Berufsleben von freischaffenden Darstellenden KünstlerInnen müssen ausgebaut werden.
      Die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen müssen reflektiert und adaptiert werden, damit eine künstlerische Tätigkeit wirtschaftliche, rechtliche und soziale Sicherheit bieten kann.
      • Konkret: Im Vergleich mit internationalen erfolgreichen Fördermodellen die Entwicklung eines entsprechenden Modells für Österreich vorantreiben.
      • Konkret: Die Einführung einer Honoraruntergrenze bei Förderungen durch die öffentliche Hand verhindert (Selbst)ausbeutung der Akteur_innen und unterstützt darüber hinaus langfristig wirkende soziale Absicherung der Akteur_innen durch entsprechende Beitragszahlungen in die sozialen Sicherungssysteme.
      • Konkret: Adäquate Finanzmittel für die Freie Szene zur Verfügung zu stellen, um den rechtlichen Vorschriften (Anstellungspflicht, Abgaben – und Versicherungserfordernisse) entsprechen zu können – so wie dies bei den Förderungen für die Bundeseinrichtungen (Bundestheater, Bundesmuseen) gegeben ist.
    • Modelle für eine funktionierende soziale Absicherung müssen geschaffen werden.
      Die unflexible, starre und langsame Administration der Versicherungszugehörigkeit der Akteur_innen entspricht nicht den real gelebten Modellen. Selbstständige Arbeit und kurzfristige Anstellungen lösen sich ab bzw. ergänzen sich. Die Versicherungen über die GKK bzw. die SVA sind aber nicht entsprechend kompatibel und viel zu langsam. Sehr oft kommt es zu Doppelversicherungszeiten – oder keinen Versicherungszeiten -, und dies ohne Auswirkungen auf eine reale Absicherung (weil etwa die Voraussetzungen für einen AMS-Bezug nicht gegeben sind bzw. über fallweise Beschäftigungen nicht einmal eine durchgehende Krankenversicherung gegeben wird).
      • Konkret: Die künftige Bundesregierung ist aufgefordert, Sozialversicherungssystem zu etablieren, die den Beschäftigungswirklichkeiten der Künstler_innen und Akteur-innen der Freien Szene gerecht werden.
    • Eine durchgehende und generationenübergreifende Know-How-Strategie für Künstler_innen muss etabliert werden.
      Von der Ausbildung über die gesamte professionelle künstlerische Tätigkeitsdauer hinweg soll begleitend und aktuell unternehmerisches und administratives Wissen sowie künstlerische Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.
      • Konkret: In die künstlerischen Ausbildungen Module integrieren, die auf eine erfolgreiche Berufskarriere hinführen und theoretisches und praktisches Wissen vermitteln.
      • Konkret: Reise- und Research-Förderungen ausbauen, die den österr. Künstler_innen internationalen Wissensaufbau ermöglichen und um am internationalen künstlerischen Diskurs aktiv beteiligt zu bleiben.
      • Konkret: Bestehende Förderformate müssen evaluiert werden und ggf. um neue Formate (wie Residencies für Darstellende Künstler_innen, Arbeitsstipendien etc.) ergänzt werden.
      • Konkret: Im Laufe des Berufslebens spezielle Informationen und Services über ergänzende Berufsmöglichkeiten diskutieren und anbieten. Vor dem Hintergrund einer größer – und älter werdenden – Künstler_innenschaft. Die Einrichtung entsprechender Servicestellen (nach internationalem Vorbild) soll vorangetrieben werden.
    • Eine einfach abzurufende nationale Tourförderung erhöht die Sichtbarkeit der künstlerischen Produktionen in allen Bundesländern, stärkt die Identifikation mit heimischen Künstler_innen und die Zusammenarbeit zwischen Künstler_innen, Veranstalter_innen und dem lokalen Publikum. Der nationale und überregionale Austausch freier Produktionen fördert die künstlerische Qualität und das kreative Schaffen in den Regionen.
    • Außenkultur: Angesprochen sind Synergien.
      Um Synergien für die Freie Szene mit den österreichischen Einrichtungen im Ausland sinnvoll nutzen zu können, schlagen wir für die frei arbeitenden darstellenden Künstler_innen eine internationale Tourförderung vor, die z.B. automatisch abrufbar ist, wenn die angefragte Produktion mittels einer Förderung der öffentlichen Hand entwickelt wurde.
    • Eine Valorisierung der Kunst-und Kulturbudgets ist dringend notwendig.

     

    Kontakt:
    Ulrike Kuner / Geschäftsführung
    Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit
    Gumpendorferstr. 63B
    A-1060 Wien
    t: +43 (0)1 403 87 94
    www.freietheater.at
    office@freietheater.at

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  • Kunst und Kultur: Unser Koalitionsprogramm

    Pressekonferenz Kulturrat Österreich/Allianz von 75 Organisationen aus dem Kunst- und Kulturprogramm, 28.10.2019

    Am 28.10.2019 präsentierte eine von 75 Organisationen aus dem Kunst- und Kulturbereich getragene Allianz im Vorfeld der Regierungsbildung dringende kulturpolitische Notwendigkeiten im Kunst- und Kulturbereich. Angesichts der anstehenden Regierungsverhandlungen stellen die österreichischen Kunst- und Kultur-Interessensvertretungen ihr Koalitionsprogramm vor.

    Es enthält die Mindestanforderungen an das Kunst- und Kulturprogramm der Regierung für die nächsten fünf Jahre und beruht auf 4 Grundsätzen:

    – verlässliche Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende

    – Kunst und Kultur als Mittel der Auseinandersetzung und Verständigung

    – gleichberechtigter Umgang mit allen Beteiligten

    – offene Zugänge und Teilnahme für alle

    1. Wir fordern:
      Ein eigenständiges Bundesministerium für Kunst, Kultur und Medien inklusive Auslandskultur und Urheber_innenrecht.
    2. Einrichtung einer ständigen Arbeitsplattform zwischen den Ressort-Verantwortlichen für Kunst, Kultur und Medien und der Kunst- und Kulturszene mit mindestens vier Terminen im Jahr.
    3. Förderungsoffensive für Kunst und Kultur. Fokus auf die Kunst- und Kulturschaffenden, die Kunst- und Kulturinitiativen und ihre Interessenvertretungen.
    4. Jährliche Valorisierung der Kunst- und Kulturförderungsmittel und der Kunst- und Kulturförderungen.
    5. Besetzung von Beiräten und Jurys ausschließlich nach sachlich-inhaltlichen Gesichtspunkten mit Einspruchsmöglichkeit der Interessenvertretungen.
    6. Mehrjährige Förderverträge für alle Einrichtungen, deren Tätigkeit sich über ein Kalenderjahr erstreckt.
    7. Kostenwahrheit bei Förderhöhen durch Einhaltung sozialer und wirtschaftlicher Mindeststandards für Künstler_innen sowie Kulturarbeiter_innen (Fairpay).
    8. Durchgängige und durchlässige kulturelle und künstlerische Bildung vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung.
    9. Grundlegende Verbesserung der sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden und Reform des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds.
    10. Schaffung eines Urheber_innen-Vertragsrechts inklusive Gesamtvertragsfähigkeit für Berufsvereinigungen. Faire Vergütung von Urheber_innen und ausübenden Künstler_innen.
    11. Sicherung der Medienfreiheit und -vielfalt, insbesondere der Unabhängigkeit des ORF, des öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Kulturauftrags und des nichtkommerziellen Mediensektors.
    12. Einhaltung internationaler Verpflichtungen, insbesondere bei der Umsetzung von UNESCO-Konventionen in nationales und EU-Recht, auch gegenüber Kunst- und Kulturschaffenden aus Drittstaaten.

    Unterstützende Verbände und Einrichtungen des Kunst- und Kultursektors 
    (in alphabet. Reihenfolge): 

    AIEP Austria, Plattform österreichischer Kriminalschriftstellerinnen und -schriftsteller
    Alte Schmiede/Kunstverein Wien
    Anno Literatur Sonntag
    ASSITEJ Austria
    Arbeitsgemeinschaft Musikerziehung Österreich
    ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler/innen Österreichs, Sektion Steiermark
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Landesverband für Wien, Niederösterreich, Burgenland
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Zentralverband
    BÖS – Berufsverband Österreichischer SchreibpädagogInnen
    BÖIA – Bund Österreichischer Innenarchitekten
    Crossing Europe Film Festival Linz
    Dachverband der österreichischen Filmschaffenden
    Dachverband Salzburger Kulturstätten
    Das Andere Theater - IG Freie Theater
    Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur
    Drehbuchverband Austria
    edition exil, verein exil
    Erstes Wiener Lesetheater und zweites Stegreiftheater
    Festival der Regionen
    Forum österreichischer Filmfestivals
    Forum Stadtpark
    Freies Radio Innsbruck FREIRAD
    Galerie St. Barbara – musik+ / OSTERFESTIVAL TIROL
    Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler, Künstlerhaus
    IG Autorinnen Autoren
    IG Bildende Kunst
    IG Freie Theaterarbeit
    IG Kultur Burgenland
    IG Kultur Österreich
    IG Kultur Steiermark
    IG Kultur Vorarlberg
    IG Kultur Wien
    IG KiKK – Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška
    IG Theater Tanz Performance Kärnten Koroška
    IG Übersetzerinnen Übersetzer
    IG World Music Austria
    Interessengemeinschaft österreichischer Dokumentarfilm, dok.at
    Kärntner SchriftstellerInnenverband – KSV
    Kulturforum Bad Radkersburg
    Kulturrat Österreich
    KUPF – Kulturplattform Oberösterreich
    Literatur Vorarlberg
    Literaturhaus am Inn
    Literaturhaus Salzburg
    Literaturhaus Wien
    Mödlinger Künstlerbund
    Ö.D.A. – Österreichische DialektautorInnen
    Österreichischer Blasmusikverband
    Österreichischer Komponistenbund
    Österreichischer Musikrat
    Österreichischer PEN-Club
    Österreichischer Regieverband, ADA
    Österreichischer Schriftsteller/innenverband
    Österreichischer Verband Filmschnitt, AEA
    PAKT Wien
    PODIUM Literaturkreis Schloss Neulengbach
    radio AGORA 105 I 5
    Radio ORANGE 94.0
    Robert Musil-Institut / Kärntner Literaturarchiv
    Schule für Dichtung in Wien - fsd
    TKI – Tiroler Kulturinitiativen
    Theater am Saumarkt
    Unabhängiges Literaturhaus NÖ
    Verband Filmregie Österreich
    Verband Freier Radios Österreich
    Verband Österreichischer FilmschauspielerInnen
    Verband Österreichischer Kameraleute, aac
    Verband Österreichischer SounddesignerInnen, VOESD
    Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und MusikproduzentInnen Österreich
    Verein Tschecho-Slowakisch-Österreichisches Kontaktforum
    Vereinigung der FilmmaskenbildnerInnen, VFMÖ
    Wiener Wortstaetten

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  • Fair Pay für Künstler_innen der Freien Szene / Transparenz der Strukturen für die Freie Theaterszene

    Pressemitteilung der IG Freie Theater, 9.10.2019

    Die freischaffenden Künstler_innen in Wien tragen die Verantwortung für die künstlerischen Produktionen, sie entwickeln die Konzepte und Ideen – und realisieren diese.
    Die Künstler_innen fordern Fair Pay mit Honoraruntergrenze pro Proben- bzw. Vorstellungstag, die ihnen ein Überleben ermöglicht. In Berlin wird dieses Instrument seit 2016 erfolgreich angewendet.

    Von den mehr als € 28 Mio eingesetzten Fördergeldern der Stadt Wien pro Jahr für die freie Theater- und Tanzszene Wiens (lt. NPO-Studie "Tanz- und Theaterszene in Wien / 2012") werden ca. € 4,7 Mio direkt an Künstlerinnen und Künstler ausbezahlt – also knapp 17% (Jahr 2018). Dieses Geld ergeht in Form von Projektförderungen, 1-, 2-, 4-Jahresförderungen sowie aus Bezirksförderungen an künstlerische Produktionen ohne eigene Spielstätte (u. a. Theater, Tanz, Performance, Kinder- und Jugendtheater sowie Musiktheater). Pro Jahr werden ca. 90 Gruppen gefördert, inklusive Bezirksförderungen werden ca. 130-140 Projekte unterstützt.
    Diese Gelder werden eingesetzt, um Produktionen zu realisieren und alle Beteiligten zu bezahlen. Die Produktionsverantwortung liegt bei den einzelnen Gruppen, sie sind für sämtliche administrativen Anforderungen und für die Bezahlung aller Beteiligten und der gesamten Realisierung verantwortlich.

    Häufig arbeiten diese Künstler_innen in guter und produktiver Kooperation oder Koproduktion mit den Spartenhäusern. Abseits der Eigenproduktionen der Häuser, bei welchen die Mitwirkenden direkt vom Haus beschäftigt werden, sind die Künstler_innen bzw. Gruppen für die Entstehung der Produktionen selbst verantwortlich, d.h. sie tragen das finanzielle Risiko selbst. In manchen Fällen erhalten die Gruppen Koproduktionsgelder (die als Zuschüsse zu den Produktionen zu verstehen sind) bzw. geldwerte Leistungen der Häuser (etwa Proberäume, Technik, Bewerbung etc.), manchmal auch Honorare für Vorstellungen bzw. Einnahmenteilung. Dieses System hat sich über viele Jahre hinweg positiv bewährt und muss selbstverständlich unterstützt werden. Die Institutionen und Spartenhäuser in Wien erhalten hierfür pro Jahr eine Basisförderung von € 13,3 Mio von der Stadt Wien und € 920.000 vom BKA (lt. Presseunterlagen vom 7.10.2019).

    Sehr oft aber arbeiten die Künstler_innen komplett selbständig, realisieren ihre Produktionen unabhängig und suchen sich ihre Aufführungsorte selbst. Die finanzielle und administrative Verantwortung liegt bei den Gruppen selbst.

    Ergänzend zur Vorstellung der Forderungen der Häuser darstellender Künste Pakt Wien vom 7.10.2019, insbesondere zu den dort präsentierten Forderungen nach einem Fair Pay Modell für Mitarbeiter_innen der Häuser, ist es notwendig, den Blick auf die Künstler_innen selbst zu richten. Zum einen müssen die direkten Förderungen für die Künstler_innen selbst aufgestockt werden. Weiters wird es wichtig, die vorhandenen Strukturen für die Freie Szene transparent zu machen und entsprechend der aktuellen und zukünftigen Arbeitsweisen der Künstler_innen zu definieren.

    Angepasst an die Größe und finanzielle Ausstattung der Häuser schlagen wir einen übersichtlichen Informationskatalog vor, der z.B. folgende Fragen beantwortet und auf den Websites der Häuser veröffentlicht wird.

    • Transparenz der eingesetzten Mittel
      Wie hoch ist die jährliche Förderung? Welcher Anteil der Mittel wird auf die Bezahlung von Künstler_innen verwendet? Wie hoch ist der Aufwand für Mieten / Betriebskosten / Struktur am Standort? Wie gestaltet sich das Gehaltsschema an den Häusern - und gibt es ein Schema bzw. Mindestsätze bei der Entlohnung der Künstler_innen? Wie hoch ist der Erfolg bei der Einwerbung von Drittmitteln bzw. Projektgeldern?
    • Transparenz der Aufgaben
      Welche Aufgaben haben die einzelnen Häuser, auch hinsichtlich der Förderung der heimischen Szene? Wie genau kommen sie dieser Verantwortung nach? Was sind Erfolgskriterien? Welche Strategie wird eingesetzt, die Künstler_innen lokal, bundesweit und international sichtbar zu machen? Nach welchen Kriterien werden mit den Künstler_innen Produktionen vereinbart – und wie werden Künstler_innen in ihrer Karriere unterstützt?

    Die Stadt Wien - als mit Abstand größter Fördergeber bzw. Eigentümer – sowie das Bundeskanzleramt/Kunst sollen Klarheit über die eingesetzten Mittel der öffentlichen Hand ermöglichen. Wir schlagen vor, gemeinsam transparente Kriterien zu erarbeiten – gemeinsam mit Fördergebern, Künstler_innen und Vertreter_innen der Spartenhäuser / Strukturen.

     

    Die IG Freie Theater wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und vertritt mehr als 1.500 Akteur_innen der freien darstellenden Kunst. Seit 2018 ist sie Gründungsmitglied und Sitz des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Mitgliedern in derzeit 11 Ländern.

     

    Kontakt bei Rückfragen:
    IG Freie Theaterarbeit
    Ulrike Kuner - Geschäftsführung
    u.kuner@freietheater.at
    01/403 87 94

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  • K(ein) EU Kommissariat für Kultur?

    Presseinformation, 11.9.2019

    Die IG Freie Theater als Mitglied des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste äußert anlässlich der soeben vorgestellten EU Kommissarinnen und Kommissare und deren Resorts große Besorgnis, da kein Resort für Kultur mehr vorgesehen ist. 

    Kunst, Kultur, kultureller Austausch, Kreativwirtschaft sind ein wichtiger Bestandteil der europäischen Identität und Wertschöpfung.

    Zusammengenommen generiert dieser Bereich in Europa mehr Arbeitsplätze als die Automobilbranche.

    Kunst und Kultur werden von den Menschen, die in der EU leben, unter den wichtigsten Faktoren genannt, wenn es um die Frage nach einer europäischen Identität geht. Kunst und Kultur definieren immer die wesentlichen Merkmale, um ein positives Bild Europas zu beschreiben.  

    Die Akteur_innen der Kultur, der Künste und der Kreativwirtschaft brauchen eine Stimme und eine politische Verantwortung auf europäischer Ebene und innerhalb der Europäischen Kommission.

    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste fordert eindringlich eine Korrektur in dieser wichtigen Strukturentscheidung und bittet die neue Kommissionspräsidentin zu erläutern, warum die Vorschläge zur Neubesetzung der Kommission derzeit keine Kommissarin/keinen Kommissar für Kultur enthalten.

    KONTAKT
    Europäischer Dachverband der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts
    Ulrike Kuner / President
    Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien| www.eaipa.eu | eaipa@freietheater.at |
    TEL +43 1 403 87 94

    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste wurde 2018 gegründet und vertritt die Interessen der Akteur_innen der Freien Szene auf europäischer Ebene und forciert den kulturpolitischen Austausch durch konkrete Information und Vorschläge.

    EAIPA vertritt derzeit Mitglieder in zehn europäischen Ländern.

    AUSTRIA: IG Freie Theaterarbeit /Austrian Association of Independent Performing Arts 
    Gumpendorferstraße 63B, AT – 1060 Wien 
    www.freietheater.at

    BULGARIA: АСТ – Aсоциация за свободен театър / ACT – Association of Independent Performing Arts
    Art office, bul. Macedonia 17, fl. 4, ap. 21, BUL - Sofia 1606
    www.actassociation.eu/

    CZECH REPUBLIC: Asociace nezávislých divadel ČR 
    Celetná 595/17, CZE - 110 00 Praha 1-Staré Město
    https://andcr.cz/

    GERMANY: Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. 
    Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, DEU - 10997 Berlin
    www.darstellende-kuenste.de

    HUNGARY: Független Előadó-művészeti Szövetség (FESZ) / Association of Independent Performing Arts Professionals
    Bulcsú utca 44, HU - 1155 Budapest
    https://www.fesz.org/

    ITALY: Etre associazione
    Via Bergognone 34, ITA - 20144 Milano 
    https://www.etreassociazione.it

    ITALY: Cordinamento delle Realtà Scena Contemporanea (C.Re.S.Co.)        
    Via Natale del Grand 27, ITA – 00184 Roma
    www.progettocresco.it

    ROMANIA: ASOCIAŢIA TEATRELOR INDEPENDENTE
    Viorele street, no. 34, bl. 15, apt.2, sector 4, RO – 40429 Bucharest

    SLOVENIA: Društvo Asociacija
    Metelkova 6, SI – 1000 Ljubljana 
    www.asociacija.si

    SPAIN: Red de Teatros Alternativos – Spain
    Apartado de correos 18269, ES - 28080, Madrid
    www.redteatrosalternativos.org

    SWEDEN: Teatercentrum 
    Hornsgatan 103, SE - 117 28 Stockholm
    www.teatercentrum.se
     

     

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  • Freie Szene – Freie Kunst: Dokumentation jetzt online

    Rechtzeitig als Sommerlektüre erscheint die Dokumentation Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien.

    Am 8./9. April fand auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler, und den Interessenvertretungen der österreichischen Kunst- und Kulturszene ein erstes gemeinsames Symposium unter dem Titel FREIE SZENE – FREIE KUNST statt. Fachspezifisch wie auch genreübergreifend wurden Diskussionen zu der strukturell prekären und aktuell brisanten Situation der freien Kunstschaffenden in Österreich geführt. Über 500 Akteur_innen und Interessierte informierten sich über den Status Quo der Szene(n) und leiteten daraus und aus internationalen Best-Practice-Beispielen Möglichkeiten für Wien ab.

    In der Dokumentation finden sich Zusammenfassungen der Redebeiträge und der Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

    Die Dokumentation ist hier downloadbar: DokumentationFreie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien

    Die Initiative wurde getragen durch u. a. IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica - music austria / Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst, IG Autorinnen und Autoren, organisiert wurde das Symposium darüber hinaus von der IG Freie Theater.

    Neben dem Referat der Kulturstadträtin waren Ansprechpartner_innen für alle Sparten der MA7 anwesend sowie Vertreter_innen des Bundeskanzleramts/Kunstsektion und Verantwortliche aus den Bundesländern und Gemeinden als Gesprächspartner_innen in den Diskussionsrunden involviert.

    Folgeveranstaltungen sind bereits in Planung, und zu Beginn 2020 setzen wir uns wieder im Rahmen eines Symposiums mit der Problematik von Infrastrukturen/Räumen für die freie Szene auseinander.

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  • Zirkusinfo.at

    Österreichs Online Plattform für den Zirkussektor

    zirkus.info ist eine frei zugängliche Online-Plattform, welche folgende Ziele verfolgt:

    • Die Sichtbarmachung des österreichischen Zirkussektors
    • Die bessere Vernetzung einzelner Akteur*innen
    • Das Bereitstellen von Informationsmaterial
    • Die langfristige statistische Erhebung des Sektors

    Eine bessere Vernetzung der Akteur*innen soll Kooperationen anregen, Synergien schaffen und die Vertretung gemeinsamer Interessen erleichtern.

    Ein weiteres Ziel ist es, den österreichischen Zirkussektor in seiner Heterogenität und Vielfalt darzustellen und Informationen niederschwellig zugänglich zu machen.

    Die Registrierung steht Kunst- und Kulturschaffenden des Zirkussektors frei und erfolgt kostenlos.

    Die Online-Plattform https://www.zirkusinfo.at/de/info wurde vom Kulturverein KreativKultur konzipiert und mit Hilfe einer Förderung des Bundeskanzleramts im Dezember 2016 umgesetzt.

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  • ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH

    WIR SIND VIELE

    Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 14.5.2019

    Der Kulturrat Österreich hat die „Erklärung der Vielen“ bereits unterzeichnet und ruft dazu auf, sie zu verbreiten und selbst zu unterzeichnen ‒ als Person oder als Institution; als deutliches Zeichen von Solidarität und als gemeinsame Selbstverpflichtung:

    Für ein Europa der Vielen!

    ZUR UNTERZEICHNUNG

    als Institution oder Verein Mail an: erklaerung@dievielen.at

    als Einzelperson Mail an: unterstuetzung@dievielen.at

    Die Kampagne „Erklärung der Vielen“ startete mit der Berliner Erklärung 2017 (dievielen.de) und ist seither als jeweils regionale Vernetzung über ganz Europa gewachsen. In Österreich möchten wir mit der ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH ein deutliches Zeichen für die Freiheit der Kunst setzen. Ziel ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft untereinander zu intensivieren und die Gründung lokaler und überregionaler Netzwerke anzuregen.

    Die Unterzeichnenden und Unterstützer*innen treten gegen Rassismus und alle Formen der Diskriminierung auf. Sie setzen sich für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft ein, und sie wollen dies gemeinsam mit anderen Initiativen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen tun. Gemeinsam glänzen ‒ die Rettungsdecke als Symbol der VIELEN Ab sofort werden wir auch in Österreich sichtbar sein: Wir sind viele, jede*r Einzelne von uns!
    Eine Rettungsdecke am Fenster, ein glänzendes Foyer, ein glänzender Block auf der Demonstration am Sonntag:

    Aufruf zum glänzenden Block auf der Demonstration "Ein Europa für alle"
    Sonntag 19. Mai. 2019 14:00 Christian-Broda-Platz (Westbahnhof)

    Aktuelle Informationen glänzender Block: Bitte beim Newsletter anmelden!
    Siehe https://www.dievielen.at/2019/01/30/newsletter Basteltreffpunkt (goldene Fahnen): 19. Mai 12:00 studio brut, Zieglergasse 25 https://www.dievielen.at/2019/04/06/glaenzender-block-so-19-05-2019 https://www.facebook.com/events/304814233532859

    ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH (im Wortlaut) https://www.dievielen.at

    WIR SIND VIELE
    Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung, in der viele unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Das Miteinander in einer Demokratie muss täglich neu verhandelt werden: Es geht um alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten. Wir begreifen Kunst und Kultur und ihre Einrichtungen als offene Räume – Räume, die Vielfalt und Mehrdeutigkeit erfahrbar machen. In Österreich wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert. Kunst und Kultur wurden zu menschenverachtenden Propagandazwecken missbraucht. Menschen wurden entwertet, ihrer Existenzgrundlage beraubt, sie wurden verfolgt, vertrieben, ermordet. Als Kunst- und Kulturakteur*innen in Österreich sind wir uns der aus der Geschichte resultierenden Verantwortung bewusst. In der Republik Österreich steht die europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten im Verfassungsrang. Wer die europäische Menschenrechtskonvention und das rechtsstaatliche Prinzip außer Kraft zu setzen sucht, stellt die Grundpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens in Frage.

    DIE VIELEN stehen für Vielfalt und Freiheit der Kunst. Wer dagegen polemisiert, die Vielfalt von Strukturen und Organisationen des Kunst- und Kulturbereiches gefährdet, in künstlerische Programme eingreift, durch die Androhung von Subventionskürzungen oder durch Streichungen inhaltlichen Druck auszuüben sucht, wer Veranstaltungen stört, gegen Kunst- und Kulturakteur*innen hetzt oder an einer Renationalisierung der Kultur arbeitet, widerspricht dieser gesellschaftlichen Vision und dem demokratischen Grundrecht auf Kunstfreiheit. Wir, die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen, Kunst- und Kulturakteur*innen
    # fördern und suchen den Dialog, bieten aber kein Podium für biologistisch-rassistische, völkisch-nationalistische Propaganda und wehren allen Versuchen, Kunst und Kultur zu instrumentalisieren;
    # führen kritische Auseinandersetzungen, um Strategien zu entlarven, die demokratische Grundwerte untergraben;
    # stehen gegen eine Politik der Abwertung und Ausgrenzung; # wehren der Verrohung und Entmenschlichung der Sprache;
    # verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme oder rechtspopulistische Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden;
    # verpflichten uns zur Solidarität mit Kunst- und Kulturinstitutionen, Kunst- und Kulturakteur*innen, die durch Hetze und Diffamierung unter Druck gesetzt werden. Solidarität statt Privilegien.

    Es geht um alle.
    Kunst und Kultur bleiben frei.

    SELBSTVERPFLICHTUNG
    Wir, die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen und -vereine
    # machen die ERKLÄRUNG DER VIELEN innerhalb des eigenen Arbeitsumfeldes wie auch im Rahmen der eigenen Öffentlichkeitsarbeit bekannt;
    # bereiten Informationsveranstaltungen, Gespräche und Aktivitäten im Sinne der ERKLÄRUNG DER VIELEN vor und kommunizieren diese Termine über www.dievielen.at.
    # bieten Unterstützung und Raum für Austausch, bilden eine solidarische Gemeinschaft und planen gemeinsame Aktionen.
    Der Glanz ist das Symbol von DIE VIELEN und soll je nach Corporate Design Anwendung in Zusammenhang mit der ERKLÄRUNG DER VIELEN finden.
    Die ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH versteht sich als Teil der europaweiten Aktion DIE VIELEN. Sie kann durch regionale Erklärungen ergänzt werden.

    Kulturrat Österreich
    Der Kulturrat Österreich ist der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden. Gemeinsam vertreten diese IGs rund 5500 Einzelmitglieder, 39 Mitgliedsverbände und deren Mitglieder, 700 Kulturinitiativen sowie 14 freie Radios.
    Mitglieder des Kulturrat Österreich:
    ASSITEJ Austria – Junges Theater Österreich Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs Dachverband der Filmschaffenden IG Bildende Kunst IG Freie Theaterarbeit IG Kultur Österreich Österreichischer Musikrat IG Übersetzerinnen und Übersetzer Verband Freier Radios Österreich VOICE - Verband der Sprecher und Darsteller

    Rückfragen:
    Kulturrat Österreich
    contact@kulturrat.at
    https://www.kulturrat.at
    https://www.twitter.com/kulturrat_oe

    Gumpendorfer Str. 63b 1060 Wien

     

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  • EAIPA - 10 Fragen zur Situation der freischaffenden Künstler_innen

    Wir haben die bevorstehende EU Wahl zum Anlass genommen, die Spitzenkandidat_innen der EU Wahl zu bitten, uns Antworten auf die nachfolgenden Fragen zur Situation der freischaffenden Künstler_innen zu geben. Unsere Kolleg_innen in 10 weiteren Mitgliedsländern haben dies ebenfalls getan. Wir tragen die Ergebnisse selbstverständich zusammen und informieren weiter.
    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts wurde 2018 gegründet; er hat seinen Sitz bei der IG Freie Theater in Wien.
    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste vertritt die Interessen der Akteur_innen der Freien Szene auf europäischer Ebene und forciert den kulturpolitischen Austausch durch konkrete Information und Vorschläge.
    Für Österreich ist die IG Freie Theater Mitglied.

    10 Fragen zur Situation der freischaffenden Künstler_innen:

    1. Wer ist in Ihrer Partei/Klub auf der europäischen Ebene zuständig für die professio­nel­len freien – nicht institutionel­len – Künste und insbesondere für den Bereich der freien dar­stellenden Künste, einschließlich Tanz?
    1. Was haben Sie/Ihre Partei/Ihr Klub in der zurückliegenden Legislaturperiode für den Bereich der freien dar­stellenden Künste erreicht?
    1. Wie wollen Sie/Ihre Partei/Ihr Klub in der kommenden Legislaturperiode den direk­ten, persönlichen Austausch mit den Interessenvertreter_innen der freien darstellenden Küns­te stärken und Ihre Ansprechbarkeit und Erreichbarkeit erhöhen?
    1. Was planen Sie/Ihre Partei/Ihr Klub in der kommenden Legislaturperiode, um sich intensiver mit der besonderen Arbeitspraxis der professionellen freien, nicht institutio­nel­­len darstellenden Künste auseinanderzusetzen und was haben Sie vor, um diesen Bereich zu stärken und besser zu unterstützen?

    2. Unterstützen Sie die Idee, auf der europäischen Ebene einen Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Situation der Künstlerinnen, Künstler und Kreativen, zur Gleichstellung und Diversität im Kultur- und Medienbereich zu erstellen sowie – erstmalig – statistisch relevante Erhebungen zu den freischaffenden Künstlern und Künstlerinnen zu erheben? In welcher Form möchten Sie die Interessenvertretungen im Kulturbereich bei der Erstellung eines solchen Berichts einbeziehen?

    3. Das Förderprogramm »Creative Europe« ist ein wichtiges Instrument der europäischen Kulturpolitik, das vor allem von der Kreativwirtschaft und von großen Organisationen im Kulturbereich in Anspruch genommen wird. Wie wollen Sie/Ihre Partei/Ihre Fraktion in der kommenden Legislaturperiode sicherstellen, dass künftig auch verstärkt kleinere Organisationen und Netz­werke aus dem Bereich der darstellenden Künste eine Förde­rung von »Creative Europe« nutzen können?
    1. Welche Position haben Sie/Ihre Partei/Ihr Klub zur Einhaltung von sozialen Mindest­standards im Bereich der freien, nicht institutionellen, professionellen Künste und insbe­son­dere zur Empfehlung von Honoraruntergrenzen durch Interessenvertretungen der ein­zel­nen Sparten? Unterstützen Sie die konsequente und flächendeckende Einhal­tung der empfohlenen Honoraruntergrenzen, insbesondere bei Fördermaßnahmen der Euro­päischen Union, und befürworten Sie eine entsprechende Aufstockung der Förderprogramme?
    1. Inhaltlich-künstlerisch haben die freien darstellenden Künste einen ganz entscheidenden Einfluss auf die ästhetischen Diskurse, auf die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie des internationalen und transkulturellen Austausches. Die Recherchen des Europä­ischen Dachverbandes der Freien Darstellenden Künste (EAIPA) zeigen, dass eine Mehrzahl der Künstler_innen dieser Branche – ungeachtet ihres wichtigen kulturellen und gesellschaft­lichen Beitrags – unter prekären Bedingungen arbeitet. Welche Möglichkeiten sehen Sie/Ihre Partei/Ihr Klub, durch Maßnahmen auf europäischer Ebene, die sozialen Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und die Akteur_innen der freien darstellenden Künste vor Altersarmut zu schützen?
    1. Die UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2005 legt in Artikel 16 fest, dass sogenannte entwickelte Länder den Entwicklungsländern im Kulturaustausch eine Vorzugsbehandlung gewähren sollen. Darunter fallen auch Maßnahmen zur Förderung der Mobilität von Künstlerinnen und Künstlern und anderen Kulturschaffenden, insbesondere Maßnahmen zugunsten jener, die aus sogenannten Entwicklungsländern in sogenannte entwickelte Länder reisen. Die Mobilität der Künstler_innen und letztlich der Austausch scheitern oft an der Visa-Praxis der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, mit der Unterstellung, Künstler_innen würden den Kulturaustausch missbrauchen, um dauerhaft in die EU einzuwandern.
      Welche konkreten Schritte/Maßnahmen/Initiativen planen Sie/Ihre Partei/Ihr Klub, um auf europäischer Ebene den beschriebenen Hemmnissen des Kultur­aus­tau­sches entgegenzuwirken und um eine deutlich bessere Umsetzung UNESCO-Konvention zu ermöglichen.
    1. Die uneingeschränkte Wahrung der Kunstfreiheit ist eine der elementarsten Voraus­setzungen künstlerischer Arbeit. Welche konkreten Maßnahmen und Initiativen planen Sie/Ihre Partei/ /Ihr Klub, um auf europäischer Ebene möglichen Einschränkungen der Kunstfreiheit entgegenzuwirken und Verletzungen konsequent zu dokumentieren und zu ahnden.

     

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