Petition: Keine Gewinnausschüttung bei Unternehmen, die Corona-Hilfe beantragen!

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„Während die Corona-Pandemie für viele Menschen existenzbedrohend ist, versuchen dreiste Konzerne Profit aus der Krise schlagen. Ein Beispiel ist KTM: Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter_innen zur Kurzarbeit angemeldet und um staatliche Unterstützung angesucht. Trotzdem wollte KTM-Chef Stefan Pierer Gewinne an die Aktionär_innen auszahlen – brisant: Pierer hält 62,6% der Anteile, sich selbst hätte er damit 4 Millionen überwiesen [1]. Erst als eine öffentliche Diskussion losgetreten wurde, machte Pierer einen Rückzug [2]. 

Der Fall macht deutlich: Die von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck angekündigte Empfehlung an Unternehmen [3], auf die Ausschüttung von Dividenden zu verzichten, ist nicht genug.

Wir fordern daher eine klare Regelung: Wer staatliche Hilfe aus Steuergeld bekommt, darf keine Gewinne ausschütten. Auch Expert_innen der Arbeiterkammer sowie die Finanzmarktaufsicht plädieren dafür und am Freitag will die SPÖ einen entsprechenden Antrag ins Parlament einbringen [4].

Bitte hilf mit, die die Regierungsparteien und allen voran Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zu überzeugen: Superreiche dürfen sich nicht mithilfe der Hilfszahlungen aus Steuergeldern bereichern, die gerade jetzt so viele so dringend brauchen! 

Unterzeichne jetzt unseren dringenden Appell!

Quellen:

[1] DiePresse.com, 30.03.2020: Pierer zahlt Dividende und nutzt Kurzarbeit für gesamte Belegschaft
Der Standard, 1.4.2020: KTM und Corona: Industriepolitik
[2] Die Presse, 1.4.2020:Rückzieher von Stefan Pierer: Doch keine Dividende für 2019
[3] Tiroler Tageszeitung, 30.3.2020: Schramböck zu Coronavirus: “Datum zur Lockerung zu nennen, ist unseriös”
[4] DerStandard.at, 26.03.2020: In Krisenzeiten auf Staatskosten Gewinne an die Aktionäre ausschütten?
Kurier.at, 31.03.2020: Nach KTM-Vorstoß: SPÖ will Staatshilfen an Dividendenverbot knüpfen

Petition unterzeichnen: https://actions.aufstehn.at/keinedividenden?s=cp