News.at: Andrea Breth: Künstler stehen vor dem Ruin

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Andrea Breth, Theater- und Opernregisseurin, wendet sich via News an die Politik und macht auf die verzweifelte Situation der freien Künstler und Künstlerinnen in der Krise aufmerksam. 

“Wenn nun weitere Produktionen abgesagt werden, stehen viele freischaffende Künstler vor dem Ruin. Die festangestellten Künstler werden alle weiterbezahlt, die Direktoren und deren Mitarbeiter selbstredend auch. Dass Freischaffende überhaupt keine Entschädigung erhalten, ist himmelschreiend ungerecht. Kleine Theater werden kaputt gehen und das Desinteresse der Politik ist offensichtlich. Österreich macht sehr viel Geld mit den Künstlern: Kulturtourismus wie kaum ein Land, Festspiele leben von den freischaffenden Künstlern. Natürlich gibt es Künstler, die unverhältnismäßig verdienen, aber die Majorität eben nicht. Das muss ins Bewusstsein kommen. Die Bevölkerung glaubt ja, dass Künstler nur so im Geld schwimmen. Wenn alles zusammenbricht, muss nicht nur über Firmen, Wirtschaftsunternehmen und so weiter nachgedacht werden, sondern auch über den Erhalt der Kunst in ALLEN Sparten. Gleichzeitig ist erschreckend, wer über die Kunst im Land entscheidet. Sportvereine sind wichtiger als Kultur.”

In den nächsten Tagen wird Andrea Breth, gemeinsam mit Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, eine Erklärung veröffentlichen. Mehr dazu finden Sie online auf news.at oder in der aktuellen News-Ausgabe.

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