IG Kabarett: Kabarett trotz(t) Corona?

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Das österreichische Kabarett, mit jährlich mehr als 7.500 Veranstaltungen, über 1,6 Millionen BesucherInnen und einem Brutto-Karten-Umsatz von 43 Millionen Euro, ist seit Jahrzehnten die einzige unsubventionierte Kunstsparte Österreichs.

Kabarett vereint als Kunstform viele Talente. Viele KünstlerInnen, die uns in Film, Fernsehen, Theater, Literatur und der Musik begegnen, sind im Kabarett beheimatet. 

Wir stehen durch die Maßnahmen und Auswirkungen der Corona-Krise, gemeinsam mit fast allen Kulturschaffenden, vor existentiellen Problemen. Besonders hart trifft uns, dass wir mangels struktureller Förderungen wirtschaftlich zu 100% von der Auslastung unserer Veranstaltungen abhängig sind und sich dabei ein Erfolg nur durch entsprechende Dichte und Menge des Publikums erzielen lässt.

Wir waren als Erste von den behördlichen Einschränkungen betroffen und werden wohl auch als Letzte von diesen befreit werden.

Um die Besonderheiten unserer Branche darzulegen, haben wir uns zur “IG Kabarett” zusammengeschlossen und einen gemeinsam ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog an PolitikerInnen des Bundes und der Länder übermittelt: ww.igkabarett.at

Frau Staatssekretärin Mag. Ulrike Lunacek konnten wir unseren Maßnahmenkatalog „Kabarett trotz(t) Corona“ letzte Woche persönlich übergeben und auch schon ein erstes, konstruktives Gespräch führen. Auch die Wiener Kulturstadträtin Mag. Veronica Kaup-Hasler hat uns zu einem Gespräch eingeladen und uns schon Unterstützung zugesichert. 

Jetzt liegt es an der Bundesregierung Entscheidungen zu treffen, um dem Kabarett sowie allen anderen Kunstformen ein Überleben zu sichern. 

Das Beispiel aus der Schweiz beweist, dass unbürokratische, schnelle Lösungen Genre übergreifend möglich sind: https://corona.so.ch/bildung-kultur/kultur-und-sport/