Verordnung vom 27.05. mit Lockerungen für den Veranstaltungsbetrieb

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Die Verordnung mit den in der PK vom 25.05. angekündigten Maßnahmen wurde veröffentlicht und ist here nachlesbar.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

MNS:

  • Beim Betreten von indoor Veranstaltungsorten ist ein MNS zu tragen.
  • „Die Verpflichtung zum Tragen eines den Mund- und Nasenbereich abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung gilt nicht, während sich die Personen auf ihren Sitzplätzen oder gekennzeichneten Plätzen aufhalten.“
  • „Dies gilt nicht, während sich die Besucher auf den ihnen zugewiesenen Sitzplätzen aufhalten. Wird der Abstand von einem Meter trotz Freilassen der seitlich daneben befindlichen Sitzplätze gemäß Abs. 6 seitlich unterschritten, ist jedoch auch auf den zugewiesenen Sitzplätzen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.“

Proben:

  • „Kann auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit der Abstand von mindestens einem Meter zwischen Personen nicht eingehalten werden, ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams, der Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden.“

 Zum Gastgewerbe (gilt auch für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken an Besucher bei Veranstaltungen):

  • „Der Betreiber hat sicherzustellen, dass er und seine Mitarbeiter bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.“

Events:

  • Veranstaltungen über 100 Teilnehmer sind untersagt
  • Ab 1. Juli indoor (mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen) bis zu 250 Personen; outdoor bis zu 500 Personen zulässig.
  • Ab 1. August indoor (mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen) bis zu 500 Personen; outdoor bis zu 750 Personen zulässig.
  • Ausnahme: Mit 1. August 2020 sind Veranstaltungen indoor (mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen) bis zu 1000 Personen und outdoor bis zu 1250 Personen mit Bewilligung der für den Veranstaltungsort örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zulässig. Voraussetzung für die Bewilligung ist ein COVID-19-Präventionskonzept des Veranstalters.
  • Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, sind in diese Höchstzahlen nicht einzurechnen.

Präventionskonzept und COVID-19-Beauftragten:

  • Veranstalter von Veranstaltungen mit über 100 Personen hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten. Hierzu zählen insbesondere:

 1. Regelungen zur Steuerung der Besucherströme,

2. spezifische Hygienevorgaben

3. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,

4. Regelungen betreffend die NUtzung sanitärer Einrichtungen,

5. Regelungen betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken

Abstandsregel und Besuchergruppen:

  • Ein Meter Abstand gilt nach wie vor als Grundregel.
  • Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe gemäß § 6 Abs. 5 angehören, einzuhalten. (= wie im Gastgewerbe) Kann dieser Abstand auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze nicht eingehalten werden, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.
  • Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Indoor muss ein MNS getragen werden.

 Die Verordnung regelt die Bedingungen bis 31. August. Vielleicht wird ab September noch mehr Öffnung möglich sein. 

Letzte Woche wurde angekündigt, dass die Verwednung von MNS in bestimmten Bereichen entfallen soll. Ob und wie das auch für Veranstaltungen – v.a. in geschlossenen Räumen – gelten wird, ist noch nicht geäußert worden. Wie immer bleibt hier auch die nächste Verordnung abzuwarten. 

Die IGFT empfiehlt die Vorgaben für das Publikum deutlich erkennbar und leicht verständlich an geeigneten Stellen im Haus anzubringen, damit es nicht zu Missverständnissen (auch zwischen den Besucher*innen) kommt und dem Publikum auch im Sitzen zu einem MNS zu raten. So wird gewährleistet, dass sich das Publikum sicher fühlt.

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der IG Freie Theaterarbeit ist ausgeschlossen.