Das Jahr 2025 war für die IG Freie Theaterarbeit von intensiver kulturpolitischer Arbeit geprägt. Unter dem Motto „Freie Kunst, freie Gesellschaft“ stand die Frage im Zentrum, unter welchen Bedingungen künstlerische Arbeit möglich ist und welche Rolle Kunst und Kultur für eine demokratische Gesellschaft spielen.
Unsichere politische Rahmenbedingungen, Diskussionen um Kürzungen sowie die geplante Abschaffung des Zuverdienstes beim AMS bestimmten das Jahr maßgeblich. Mit Umfragen, Stellungnahmen, offenen Briefen und persönlichen Terminen brachte sich die IGFT aktiv in diese Debatten ein und machte die hybriden Arbeitsrealitäten der freien Szene erneut sichtbar. Eine weitere Umfrage zu Fairness und kulturpolitischen Erwartungen wurde 2025 durchgeführt. Die Ergebnisse sind gerade in Auswertung und werden unseren Kurs für 2026 maßgeblich bestimmen.
Parallel dazu setzte die IGFT ihre Projekte, intensiven Veranstaltungsreihen und Serviceangebote fort und baute diese weiter aus. 2025 war ein Jahr, das Zusammenhalt forderte und zugleich gestärkt hat. Die IGFT hat sich zum Auftrag gesetzt, auch im nächsten Jahr eine verlässliche Stimme und Ansprechpartnerin für die freie darstellende Szene zu sein. Unter dem Motto „Zusammen wirkt“ starten wir gemeinsam in das neue Jahr 2026. Wir bleiben stark!
AKTIVITÄTEN
Der Kulturrat Österreich, dem auch die IGFT angehört, warnte Ende Jänner 2025 vor geplanten Kürzungen im Bundesbudget, die auch Kunst und Kultur betreffen könnten. Zwar ist das Kulturbudget des Bundes in den letzten Jahren nominal gestiegen, sein Anteil an den Gesamtausgaben liegt jedoch weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Viele Budgetzuwächse dienten zudem der Umsetzung von Fair Pay und flossen nicht in eine Ausweitung des Kulturangebots. Der Kulturrat betonte, dass Einsparungen in der freien Kunst- und Kulturarbeit kaum Budgeteffekte bringen, aber soziale Unsicherheit verstärken und langfristig höhere Folgekosten verursachen. Er forderte daher eine klare Absicherung und Erhöhung der Kunst- und Kulturfinanzierung durch den Bund.
Die IGFT nahm Ende Februar Stellung zur Bildung der neuen Bundesregierung und zur künftigen Zuständigkeit für Kunst und Kultur. Sie wies darauf hin, dass mögliche Budgetkürzungen vor allem die freie Szene treffen würden, da deren Fördermittel weiterhin nicht gesetzlich abgesichert sind und zu den Ermessensausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden zählen. Während Bundeskultureinrichtungen mit Indexanpassungen rechnen können, bleiben freie Kunst- und Kulturschaffende besonders von kurzfristigen Kürzungen betroffen. Die IGFT forderte daher eine legistische Absicherung der Budgets für die freie Szene sowie einen abgestimmten Prozess zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Sie erinnerte zudem an das gemeinsame Bekenntnis zu Fair Pay im Fairness Codex für Kunst und Kultur und betonte die Verantwortung der neuen politischen Entscheidungsträger:innen, für stabile Rahmenbedingungen und die langfristige Absicherung des freien Kunst- und Kulturschaffens zu sorgen.
Im März veröffentlichte die IG IGFT einen offenen Brief zur aktuellen kulturpolitischen Entwicklung in der Steiermark. Anlass waren massive Kürzungen bei Jahres- und Projektförderungen für Kunst und Kultur sowie die parteipolitische Neubesetzung des steirischen Kulturkuratoriums. Besonders kritisch wurde die Abberufung eines Großteils des bisherigen Kuratoriums und dessen Ersatz durch ausschließlich von ÖVP und FPÖ nominierte Mitglieder gesehen, da dies das Vertrauen in ein fachlich unabhängiges Fördergremium untergräbt. Die Interessengemeinschaften appellierten an die politisch Verantwortlichen, zu verlässlichen Förderstrukturen, Fair Pay und einer vielfältigen, unabhängigen Kunst- und Kulturlandschaft in der Steiermark zurückzukehren.
Mitte März 2025 unterstützte die IG Freie Theaterarbeit eine von der IG Kultur Österreich und der IG Autorinnen Autoren initiierte Solidaritätserklärung mit der steirischen Kunst- und Kulturszene. Anlass waren massive Förderkürzungen sowie die parteipolitische Umbesetzung des steirischen Kulturkuratoriums. Kritisiert wurden die Gefährdung einer über Jahrzehnte gewachsenen kulturellen Infrastruktur. Daraus folgend wurden die Einhaltung gesetzlicher Grundlagen, fachliche Unabhängigkeit und kulturelle Vielfalt gefordert.
- #kulturlandretten / Offener Brief an LR Kornhäusl und Appell zur Rettung des Kulturlandes Steiermark
Ende März 2025 unterstützte die IG Freie Theaterarbeit den offenen Brief der Initiative #kulturlandretten und der IG Kultur Steiermark an Landesrat Karlheinz Kornhäusl. Der Brief knüpfte an die vorangegangene Kritik an den massiven Förderkürzungen und der parteipolitischen Umbesetzung des steirischen Kulturkuratoriums an. Gefordert wurden eine erneute, unabhängige Besetzung des Kulturkuratoriums, die Einhaltung der Kulturstrategie 2030 und verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für das Kulturland Steiermark.
Im April erarbeitete die IGFT gemeinsam mit weiteren Interessengemeinschaften ein 4-Themen-Programm zur Wien-Wahl 2025. Das Programm richtete sich an die wahlwerbenden Parteien und formulierte zentrale kulturpolitische Forderungen zur Stärkung Wiens als Kunst- und Kulturstandort. Im Fokus standen:
- leistbare Räume für die freie Szene,
- ein finanziell abgesichertes und resilientes Kulturbudget,
- zeitgemäße Arbeitsbedingungen sowie
- die verlässliche Umsetzung der Wiener Kulturstrategie 2030.
Daraus folgte Anfang April 2025 ein gemeinsames Pressegespräch zur Wien-Wahl 2025, bei dem der 4-Themen-Plan öffentlich vorgestellt wurde.
Im Frühjahr 2025 führte die IGFT eine Umfrage zur geplanten Abschaffung des geringfügigen Zuverdienstes bei AMS-Bezug durch. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass der Wegfall dieser Möglichkeit für viele Künstler:innen existenzbedrohend wäre, da AMS-Leistungen allein oft nicht ausreichen und geringfügige Tätigkeiten zentral für Einkommen, Sichtbarkeit und berufliche Weiterentwicklung sind. Die IGFT machte die Ergebnisse im Juni 2025 öffentlich und nutzte sie als Grundlage für die politische Argumentation gegen weitere Prekarisierung in der freien darstellenden Szene.
Im Juli veröffentlichte die IGFT im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grüne Bühne“ den ECO RIDER Austria Edition. Die praxisnahe Linksammlung unterstützt Künstler:innen, Gruppen, Theater und Festivals beim ökologisch nachhaltigen Arbeiten in der darstellenden Kunst und ist in acht Themenbereiche gegliedert. Der ECO RIDER bietet einen niederschwelligen Einstieg in nachhaltige Produktionsweisen und wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste auf Basis des BFDK Eco Riders für den österreichischen Kontext adaptiert.
Im Oktober unterstützte die IGFT einen offenen Brief des Kulturrats Österreich gegen die geplante Abschaffung des geringfügigen Zuverdienstes bei AMS-Bezug ab 2026. Darin wurde betont, dass geringfügige Tätigkeiten in Kunst und Kultur berufstypisch sind und ein Wegfall neue Armutsfallen schaffen würde. Die IGFT sprach sich für Ausnahmen bzw. eine Rücknahme der geplanten Regelung aus, um die soziale Absicherung von Künstler:innen nicht weiter zu verschlechtern.
Im November 2025 führte die IG Freie Theaterarbeit eine Umfrage zu Fairness und kulturpolitischen Erwartungen in Zeiten gesellschaftlicher und finanzieller Unsicherheit durch. Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Zustimmung zu einem klaren politischen Bekenntnis zur freien Szene sowie zur aktiven Verteidigung von Kunst und Kultur gegen politische Angriffe. Zudem betonten die Teilnehmenden die gesellschaftliche Relevanz von Kunst und Kultur für Demokratie, Zusammenhalt und Sichtbarkeit vielfältiger Lebensrealitäten. Die vollständige Auswertung der Umfrageergebnisse wird im Jänner 2026 veröffentlicht und den Kurs für die kulturpolitische Arbeit der IGFT im kommenden Jahr bestimmen.
Im November veröffentlichte die IGFT eine Presseaussendung gegen die geplante Kürzung der Wiener Arbeitsstipendien für die freie darstellende Szene. Sie warnte davor, dass die drastische Reduktion der Stipendienzahl ein zentrales Instrument für künstlerische Recherche, Weiterentwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdet und kaum budgetäre Einsparungen bringt. Arbeitsstipendien tragen wesentlich zur Qualität, Vielfalt und Nachhaltigkeit der freien Szene bei. Die IGFT appellierte daher an Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, auch die ausstehenden Arbeitsstipendien für 2026 zu bewilligen, um den in Wien arbeitenden Künstler:innen state-of-the-art Förderungen auch weiterhin vollumfänglich anzubieten.
Ende November 2025 und unter der Federführung der IG Kultur Wien veröffentlichten die in Wien tätigen IGs den offenen Brief „Kulturstadt Wien retten!“, der den hohen Stellenwert von Kunst und Kultur für Wien als Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusstandort betonte. Der Brief warnte davor, dass Budgetkürzungen und die Reduktion der Arbeitsstipendien zentrale Strukturen der freien Szene gefährden. Gefordert wurden u.a. eine Stärkung statt Kürzung des Kulturbudgets, rechtliche und finanzielle Absicherung der freien Szene, die Umsetzung von Fair Pay sowie Investitionen in Räume, Infrastruktur und nachhaltige Fördermodelle.
Im Dezember unterstützte die IGFT eine Presseaussendung des Kulturrats Österreich zur beschlossenen Abschaffung des geringfügigen Zuverdienstes bei AMS-Bezug ab 1.1.2026.
Darin wurde kritisiert, dass atypische Erwerbsrealitäten – insbesondere in Kunst und Kultur – ignoriert werden und das Zuverdienstverbot neue Armutsfallen schafft, ohne arbeitsmarktpolitischen Nutzen zu bringen. Die IGFT bekräftigte gemeinsam mit anderen Interessenvertretungen die Forderung nach einer raschen gesetzlichen Korrektur und begleitete diese mit einer eigenen Umfrage, deren Ergebnisse an politische Entscheidungsträger:innen weitergeleitet wurden.
Am 18. Dezember 2025 veröffentlichte die IGFT die Presseaussendung „Wir wollen arbeiten!“ zur geplanten Neuregelung des Zuverdienstes beim AMS ab 1.1.2026. Eine kurzfristige Umfrage unter 167 Personen aus der darstellenden Szene zeigte, dass geringfügiger Zuverdienst für viele eine zentrale Überbrückung zwischen projektweisen Engagements ist – 62% zeigen sich von der Neuregelung betroffen. Die IGFT warnte, dass die Einschränkung nicht zu mehr Beschäftigung führt, sondern zu Projektabsagen, Einkommensverlusten, weniger Sichtbarkeit und Berufsaufgaben – und damit langfristig auch die Vielfalt von Produktionen und Veranstaltungen gefährdet. Gefordert wurde eine rasche Nachbesserung hin zu einem Zuverdienstmodell, das projektbasierte Arbeit ermöglicht und soziale Absicherung realitätsnah gestaltet.
PROJEKTE UND VERANSTALTUNGEN
- Veranstaltungsreihe 1×1 – Orientierung, Wissen und Austausch
Auch 2025 führte die IG Freie Theaterarbeit die Veranstaltungsreihe 1×1 rund um die Einreichtermine der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) im Februar und September fort. In mehreren Online- und Präsenzformaten wurden Grundlagen zu Projektförderungen, Vereinsgründung, Residenzeinreichungen, dem IG Netz sowie zu Einreich- und Abrechnungsprozessen vermittelt. Ergänzt wurde das Angebot durch Feedbackformate, Netzwerktreffen mit dem Kuratorium, Gespräche mit Förderstellen sowie Austauschformate mit Institutionen der Stadt. Die Reihe richtete sich sowohl an Einsteiger:innen als auch an erfahrene Antragsteller:innen und bot praxisnahe Unterstützung, Orientierung und Vernetzung für die freie darstellende Szene und wird auch 2026 weiteregeführt.
Im April 2025 veranstalteten wir das „BOOT CAMP reloaded“, eine online angebotene Reihe für Studierende, Absolvent:innen und Berufseinsteiger:innen im darstellenden Bereich, die grundlegende berufliche Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit stärken sollte. Die vier Termine vermittelten praxisrelevantes Wissen zu zentralen Themen des professionellen Einstiegs – von Jobakquise und Vorbereitung auf Auditions über Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsrecht, Vertrags- und Sozialversicherungsfragen bis hin zu den ersten Schritten zur Entwicklung eigener Projekte und einer gemeinsamen Reflexion über Karriereplanung sowie Lebensentwürfe und Einkommensperspektiven.
Durch den fokussierten Aufbau wichtiger Grundkompetenzen bot das Boot Camp ein kleines „Survivalkit“ für den Übergang in die professionelle Praxis und adressierte die Notwendigkeit, sich in einem herausfordernden Arbeitsumfeld selbstbestimmt zu positionieren.
Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit – und wird unweigerlich ein immer größeres Thema für Gesellschaft, Kunst und Kultur, in Theaterbetrieben und auch in der freien darstellenden Szene. Gleichzeitig muss beim BMWKMS auch der Fairness Codex mit den vier Themen Respekt & Wertschätzung, Nachhaltigkeit, Vielfalt und Transparenz berücksichtigt werden. Um Mitglieder bei nachhaltigeren Produktionen zu unterstützen, veranstalteten wir im Mai und Juni 2025 fünf Online-Veranstaltungen zur Nachhaltigkeit in der Theaterpraxis: die Grüne Bühne. Im Team beschäftigten wir uns dazu für die erste Veranstaltung mit existierenden Leitfäden, Linksammlungen und Tools und präsentierten unter „Prinzip Abschauen“ eine Auswahl hilfreicher Materialien für die Freie Szene – besonders den Fairness Katalog, der praxistaugliche Maßnahmen und Vorschläge (auch im Kapitel „Nachhaltigkeit“) bündelt.
Für IGFT-Mitglieder bieten wir übrigens gerne Beratungen rund um das Thema ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Theaterbereich an.
Im September 2025 veranstaltete die IG Freie Theaterarbeit den 3. Branchentreff in Wien. Im Mittelpunkt standen aktuelle kulturpolitische Entwicklungen, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, internationale Vernetzung sowie Fragen der sozialen Absicherung in der freien darstellenden Szene. Neben einer Podiumsdiskussion bot ein umfangreiches Speeddating-Format die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Förderstellen, Spielstätten, Institutionen und Netzwerken aus mehreren Bundesländern. Der Branchentreff war sehr gut besucht und unterstrich den hohen Bedarf an Information, Diskussion und Vernetzung innerhalb der Szene.
! Save the Date: 4. Branchentreff am 22.09.2026 in Wien
- Ländertour 2025 – Austausch über regionale Grenzen hinweg
Im Oktober 2025 führte die IGFT eine Ländertour nach Bozen (Südtirol) und Dornbirn (Vorarlberg) durch. Ziel war der direkte Austausch mit Akteur:innen der freien darstellenden Szene zu Fairness, Fair Pay, sozialer Absicherung, nachhaltigem Arbeiten und aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Gemeinsam mit lokalen Partner:innen wurden spezifische Herausforderungen vor Ort diskutiert und Perspektiven für zukünftige Kooperationen und gemeinsame Initiativen entwickelt. Die gut besuchten Treffen bestätigten den hohen Bedarf an Vernetzung und grenzüberschreitendem Dialog innerhalb der freien Szene.
Mit der Weiterbildungsreihe „Hands-On KI“ setzten wir im Herbst 2025 einen Schwerpunkt auf den Kompetenzaufbau von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Reihe verband praxisnahe Zugänge zur Unterstützung des administrativen Berufsalltags mit einer künstlerischen und kritischen Auseinandersetzung mit KI-Technologien und deren gesellschaftlichen, ästhetischen und machtpolitischen Implikationen. Ergänzt durch theoretische Inputs und Diskussionsformate eröffnete das Programm Raum für Reflexion und selbstbestimmte Positionierungen innerhalb der eigenen Praxis.
Alle Veranstaltungen waren mit 60 bis 80 Teilnehmenden sehr gut besucht und verdeutlichten den hohen Bedarf an qualitätsvoller Weiterbildung. Aufbauend darauf sind weiterführende Netzwerktreffen geplant, die den Diskurs zu technologischen, politischen, rechtlichen und künstlerischen Entwicklungen vertiefen sollen. Der anhaltend große Zuspruch unterstreicht die Notwendigkeit einer nachhaltigen Förderung für den langfristigen Kompetenzaufbau in der freien darstellenden Kunst.
Eine Veranstaltungsreihe der IG Freie Theaterarbeit, mit finanzieller Unterstützung vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS).
Für unser Förderprogramm ACT OUT war es gleichzeitig ein herausforderndes und erfolgreiches Jahr. Nach fünf Jahren mussten wir bedauerlicherweise die Förderung für Gastspiele und Tourneen aufgrund von Kürzungen einstellen, sodass nunmehr die Unterstützung von Residencies 2025 im Mittelpunkt stand. Dafür fand im November das erste ACT OUT Streaming-Festival statt, bei welchem sechs österreichische Produktionen der freien Szene einem internationalen Publikum vorgestellt wurden.
Heuer waren acht Künstler:innen und Gruppen mit ACT OUT in ganz Europa auf Residenz. Dabei waren insgesamt 18 Künstler:innen unterwegs und reisten quer durch den Kontinent, von Spanien bis Litauen, von Norwegen bis Tschechien. Dies führte erneut zu einem wichtigen internationalen Austausch, vielen spannenden Aufführungen und Diskussionen und der Möglichkeit, konzentriert an künstlerischen Projekten weiterzuarbeiten.
Im November veranstalteten wir das erste ACT OUT Streaming Festival. Sechs ausgewählte Produktionen aus Österreich wurden Vertreter:innen österreichischer Kulturforen und Botschaften, internationalen Veranstaltungsorganisator:innen und der Presse in zwei Pitching-Sessions mit den Künstler:innen online präsentiert.
Die tourbereiten Produktionen präsentieren verschiedene Genres der darstellenden Kunst und wurden in den letzten Jahren erfolgreich durch das ACT OUT Tour- und Residenzprogramm gefördert. Aufgrund der großen Nachfrage sind alle Aufzeichnungen noch bis zum 6. Jänner 2026 verfügbar und auch die Pitching-Sessions sind öffentlich auf unserer Festival-Website nachzusehen. Um sich für das Festival anzumelden und alle Produktionen anzusehen, können sich interessierte Mitglieder gerne per E-Mail an actout[at]freietheater.at für einen Zugang wenden.
Zusätzlich bietet ACT OUT Online die Möglichkeit Aufzeichnungen, Mitschnitte und Trailer kostenlos bei Vimeo abzulegen. Dieses freie Angebot steht allen IGFT-Mitgliedern genauso wie Künstler:innen aus Österreich zur Verfügung. Dabei sind die Trailer öffentlich zugänglich, während die Aufzeichnungen nur an die österreichischen Kulturforen, Botschaften sowie ausgewählte Kontakte zur Vermittlung weitergegeben werden. Selbstverständlich können die Vimeo-Links auch an eigene Kontakte verteilt werden, was eine einfache Möglichkeit ist, die eigenen Aufnahmen online zu sichern.
Das Projekt ACT OUT wird von BMEIA / Auslandskultur gefördert.
Auch 2025 stellte das IG Netz ein zentrales Instrument zur sozialen Absicherung von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen in der freien darstellenden Szene dar. Insgesamt wurden 4.550 Anstellungsmonate von 1.342 Personen bezuschusst; dafür gingen 198 Anträge ein. Es wurden 836.027,65 € an Zuschüssen ausgeschüttet, davon 636.292,66 € Bundesmittel und 199.734,99 € aus Landesmitteln. Der Frauenanteil bei den geförderten Anstellungsmonaten lag bei 57 %. Mit dem Einstieg des Landes Niederösterreich beteiligten sich 2025 – mit Ausnahme Salzburgs – alle Bundesländer an der Mitfinanzierung des IG Netz.
Eine begleitende Umfrage zeigte deutlich die Wirkung des Instruments: Die große Mehrheit der teilnehmenden Gruppen gab an, durch das IG Netz Künstler:innen fairer bezahlen, sozialversichert anstellen und kontinuierlicher arbeiten zu können. Besonders hervorgehoben wurden die erhöhte arbeitsrechtliche Sicherheit, bessere Planbarkeit und die Bedeutung des IG Netzes für Fair Pay. Gleichzeitig wiesen viele Rückmeldungen auf Verbesserungsbedarf bei der Planbarkeit der Zuschusshöhe, der Benutzerfreundlichkeit des Online-Tools sowie auf die Notwendigkeit höherer Zuschüsse angesichts steigender Lebens- und Lohnnebenkosten hin.
Im Jahr 2018 wurde der Europäische Dachverband der freien darstellenden Künste ins Leben gerufen, um die internationale Zusammenarbeit zwischen den nationalen Interessengemeinschaften zu stärken. Der Verein hat seinen Hauptsitz im Büro der IG Freie Theaterarbeit in Wien. Unsere Geschäftsführerin, Ulrike Kuner, fungierte bis Mai 2024 als Präsidentin und wurde nach Ablauf der maximalen Amtsperiode als erste Geschäftsführerin des Netzwerks ernannt. Derzeit vereint EAIPA 23 Organisationen aus 18 europäischen Ländern.
EAIPA startete im Dezember 2024 eine neue Veranstaltungsreihe. Dieses Mal wurde internationale Kulturpolitik in den Fokus gerückt, und wieder wurden spannende Beispiele und Projekte aus verschiedenen Ländern verglichen. In vier Veranstaltungen wurden zentrale Themen diskutiert:
#1 12.12.2024 – Community Building: Uniting the Art Scene
#2 13.02.2025 – South-East Dialogue: Definitions of Art, Visibility and Funding
#3 08.05.2025 – Social Responsibility of Art
#4 12.06.2025 – Environmental Responsibility of Art
EAIPA konzentrierte sich mit dieser Reihe auf die Stärkung der Gemeinschaften der darstellenden Künste auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, erörtert den jeweiligen Handlungsbedarf, stellt aber auch praktisches Know-How und Erfahrungen vor.
Für jede Veranstaltung gab es Moderation, verschiedene Expert:inneninputs, vertiefende Fragen und Diskussionen.
- IGFT und EAIPA bei „Kunsten92“ in Amsterdam 16.-18.01.2025, Gründung einer „Fairness“ Working Group
IGFT und EAIPA wurden von Kunsten92 (Gewerkschaft für Kunst und Kreativwirtschaft in den Niederlanden) nach Amsterdam zu einem Austausch über Fairness und faire Praktiken eingeladen. Vertreten waren die Niederlande, Belgien, Schweden, Irland, Polen und Dänemark. Präsentiert wurden verschiedene Fairness Codices, welche im Bereich Kunst und Kultur praktiziert werden. Seither findet ein regulärer, sehr produktiver Online-Austausch mit Vertreter:innen aus diesen Ländern statt.
- EAIPA bei der FIA-Konferenz in Brüssel am 10.+11.02.2025
Im Februar wurde EAIPA von der internationalen Gewerkschaft für darstellende Künstler:innen FIA – nach Brüssel eingeladen. Die FIA-Veranstaltung war Teil eines laufenden Austauschs mit anderen Gewerkschaften, die Journalist:innen, Künstler:innen, Medien, u.ä. vertreten.
Die vertretenen Länder waren überwiegend nordische und westliche Länder wie Norwegen, die Niederlande, Dänemark etc., aber sie alle befassen sich mit den gleichen Problemen: Fragen der sozialen Sicherheit; Anstellung vs. Selbstständigkeit. Die Wiener Honoraruntergrenzen wurden in diesem Rahmen als Best-Practice Beispiel präsentiert ebenso wie der Fairness Codex und das IG Netz.
Im Mai wurde von der Europäischen Kommission ein “Mutual learning workshop on ‘Access to social protection for the arti” organisiert.
EAIPA war eine der wenigen Vertreter:innen einer Kulturorganisation. Der Workshop sollte Mitarbeiter:innen aus den Ministerien für Arbeit/Soziales und Kultur der Mitgliedstaaten, Sozialpartner und andere repräsentative Interessengruppen zusammenbringen. Während des Workshops wurde ein umfassender Überblick über alle EU-Mitgliedstaaten gegeben und darüber, welche Maßnahmen die einzelnen Staaten ergriffen haben, um den Zugang von Künstler:innen zu Sozialleistungen zu verbessern. Insbesondere seit der Covid-Pandemie haben viele Mitgliedstaaten auf unterschiedliche Weise auf die Bedürfnisse von Künstler:innen reagiert.
Im Mai 2025 lud EAIPA zu einem Workshop in Wien ein, mit Fokus auf den steigenden politischen Rechtsruck in Europa und dessen Auswirkungen insbesondere auf die freie darstellende Szene. Vertreter:innen aus Bulgarien, Italien, Tschechien, Polen, Rumänien, Schweden und Slowenien reisten persönlich an, weitere Teilnehmer:innen aus anderen Ländern nahmen online teil. Die Abschlussveranstaltung fand in Kollaboration mit den Wiener Festwochen im Funkhaus Wien statt.
Die jährliche Hauptkonferenz von Culture Action Europe (früher bekannt als Beyond the Obvious) fand vom 4. bis 7. Juni 2025 in Turin statt. Das EAIPA Mitglied „C.Re.S.Co.“ war an der Programmgestaltung beteiligt und hat dazu Mitglieder des EAIPA Vorstands für eine Diskussionsrunde „Words for a collective advocacy“ eingeladen.
Auf Einladung der EU-Kommission fand ein „high-level workshop“ zur Umsetzung des Culture Compass for Europe statt. Teilgenommen haben der EU-Kommissär Glen Micallef, Roxane Minzatu von der EU- Kommission und zuständig für Arbeit und Soziales, Nela Riehl als Vorsitzende des Cult Committees des Europäischen Parlaments sowie Vertreter:innen aus dem Kunst- und Kultursektor. Während fast alle Verbände über die schwierigen Arbeits- und Sicherungsmodelle berichteten, konnten wir explizit noch einmal den Fairness Codex vorstellen, der als Good-Practice-Beispiel für die von der EU geplante Artist Charter dienen könnte. Mit dem Culture Compass will die EU Kunst und Kultur in Europa in Zukunft noch mehr Bedeutung zukommen lassen: Kunst und Kultur stiftet Gemeinsamkeit und ist demokratiepolitisch wichtig. 2026 werden weitere Workshops folgen, etwa zu den Themen Artistic Freedom – monitoring of political threats, Social Security and Working Conditions for the artists, an denen wir auch teilnehmen werden.
2025 startete die IG Freie Theaterarbeit den neuen Podcast „Spielfläche“ als ergänzendes Medienformat zum Newsletter und zur Zeitschrift gift. Der monatlich erscheinende Podcast bietet kulturpolitisch geschärfte Gespräche mit eingeladenen Gäst:innen aus Kunst und Kultur und versteht sich als direktes Sprach- und Diskussionsformat für die freie darstellende Szene. In der Pilotphase konnten bereits zahlreiche Gesprächspartner:innen gewonnen werden. Die Projektleitung liegt bei Carina Werthmüller und Maren Streich; das Format wird 2026 weitergeführt und inhaltlich ausgebaut.
Die gift widmet sich aktuellen Diskursen der darstellenden Kunst, kulturpolitischen Fragestellungen und Debatten sowie der Berichterstattung über besondere Veranstaltungsformate. Jede Ausgabe enthält Künstler:innenporträts, Beiträge zu ausgewählten Projekten sowie Informationen aus der freien Szene und zur Arbeit der IGFT. Die Zeitschrift erscheint viermal jährlich mit einer Auflage von 1.850 Stück und ist in der IGFT-Mitgliedschaft inkludiert. Zusätzlich kann ein Jahresabo abgeschlossen und eine digitale Version genutzt werden; alle Ausgaben mit Ausnahme der jeweils aktuellen sind online archiviert und frei zugänglich.
Auch 2025 wurde unsere Website theaterspielplan.at weiterentwickelt. Die seit 2006 bestehende Plattform ist das zentrale Online-Spielplan-, Vernetzungs- und Archivtool der freien darstellenden Szene in Österreich und ermöglicht Gruppen, Theatern und Veranstaltenden weiterhin eine kostenlose und selbstständige Veröffentlichung ihrer Termine. Neue Such- und Filterfunktionen, eine verbesserte mobile Nutzung sowie technische Schnittstellen zur automatischen Terminsynchronisation erhöhen Reichweite und Sichtbarkeit der Veranstaltungen. Ergänzt wird das Angebot durch die Verknüpfung mit dem Premierenkalender der gift, den neuen Instagram-Account @theaterspielplan_at sowie einen seit Mitte 2025 bestehenden monatlichen Newsletter, der die anstehenden Premieren des kommenden Monats bündelt.
Anmeldung zum Premierennewsletter von theaterspielplan.at
Auch 2025 war zirkusinfo.at eine zentrale Informations- und Vernetzungsplattform für die zeitgenössische Zirkusszene in Österreich. Die Website bündelt Fördermöglichkeiten, Veranstaltungsorte, Trainings- und Weiterbildungsangebote sowie weitere relevante Informationen und bietet Künstler:innen die Möglichkeit, eigene Profile anzulegen und sichtbar zu werden. Veranstalter:innen erhalten einen strukturierten Überblick über die vielfältige Szene und ihre Akteur:innen. Seit 2025 wird die Plattform von Amina Riccetti Kummer betreut, die für Kommunikation, Informationsaufbereitung und Vernetzung zuständig ist und damit die Aktualität, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der Inhalte weiter stärkt.
AUSBLICK AUF DIE VERANSTALTUNGEN IM JAHR 2026
2026 legen wir bei unseren Veranstaltungen einen stärkeren Fokus auf persönliche Begegnungen, behalten aber bewusst auch digitale Formate bei, um weiterhin gut in die Bundesländer hineinwirken zu können. Präsenz und Online sollen sich ergänzen und unterschiedliche Zugänge ermöglichen.
- Veranstaltungsreihe 1×1
Die Veranstaltungsreihe 1×1 wird auch 2026 fortgesetzt und erneut rund um die beiden Einreichtermine der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) im Februar und September angeboten. Geplant sind wieder praxisnahe Informations-, Beratungs- und Austauschformate zu Förderungen, Einreichprozessen, dem IG Netz und weiteren relevanten Themen für die freie darstellende Szene. Die ersten Termine für 2026 sind bereits veröffentlicht.
Termine:
- 20. JÄN – 1×1-Reihe: Pressearbeit für Projekte in der Freien Szene – Webinar
- 22. JÄN – 1×1-Projektförderung- Live vor Ort
- 28. JÄN – 1×1-Kuratorium kennenlernen- öffentliches Netzwerktreffen im TQW
- 29. JÄN – 1×1 Richtig einreichen mit der MA 7 – offenes Webinar
- 09. FEB – 1×1 Budgets erstellen: Das Kalkulationstool & die Honoraruntergrenzen (Webinar)
- 11. FEB – 1×1 Bring your applications – Konzept-Feedback – Webinar
- 18. FEB – 1×1 Zuschüsse für Anstellungen – das IG Netz – offenes Webinar
- IG Field Trip
Wir stellen vor: der IG Field Trip – unser neues Live-Format zum gemeinsamen Theaterbesuch, alle zwei Monate: wir treffen uns vorab in einem Lokal und schauen dann gemeinsam eine Vorstellung an. Dies soll ein Live-Angebot sein, um gemeinsam in den Austausch und zum Netzwerken zu kommen, aber auch eine lebhafte Schau-Praxis und Diskussionskultur zu erhalten und gemeinsam zu praktizieren. Der erste Termin steht schon fest.
Erster Termin: 27. JÄN – IG Field Trip #1
- Kaffee mit der IGFT
Monatlich wechseln sich der IG Field Trip und Kaffee mit der IGFT ab. Kaffee mit der IGFT war bisher ein vierteljährliches Online-Format und wird 2026 erweitert. Alle zwei Monate gibt es einen fixen Termin, zu dem wir alle einladen, die ein konkretes Anliegen haben oder uns einfach unverbindlich kennenlernen möchten. Das Treffen findet im Büro in der Gumpendorfer Straße statt, parallel dazu gibt es die Möglichkeit, online über WebinarGeek dazuzukommen. Im Büro wartet eine gemütliche Couch und ein Heißgetränk, und wir freuen uns auf Fragen, Vorschläge, Anmerkungen und darauf, euch in entspannter Atmosphäre kennenzulernen.
- IG-Werkstätten
Neu starten wir 2026 mit den Werkstätten, einem Live-Format vor Ort im Büro der IG. In zweitägigen Workshops widmen wir uns über das Jahr verteilt jeweils einem Schwerpunkt. Den Auftakt macht die IG Werkstatt Steuer. In einer ersten Session geht es darum, wie eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung aufgebaut ist, wie Unterlagen sinnvoll organisiert werden und was häufig noch fehlt. In der zweiten Session füllen wir die Unterlagen gemeinsam mit Angela Vadori aus und klären offene Fragen, idealerweise kann die fertige Steuererklärung im Anschluss gleich abgeschickt werden. Die Teilnehmer:innenanzahl ist begrenzt, für alle, die keinen Platz bekommen oder nicht in Wien sind, gibt es die Möglichkeit, über WebinarGeek zuzuhören. Im Juni folgt eine Werkstatt zum Thema Konzeptpitching. Im Herbst widmen wir uns in einer weiteren Werkstatt der Fünf-Jahres-Planung, inklusive Förderstrategien, Karriereaufbau und Profilschärfung. Eine weitere Werkstatt ist dem Thema Weiterbildung gewidmet.
Termine:
- 10. MÄRZ – IG Werkstatt: Steuer – Teil 1
- 24. MÄRZ – IG Werkstatt: Steuer – Teil 2
- Deep Dives – Weiterführende Netzwerktreffen zu Hands-On KI
Wir sind noch ganz verzaubert von all den Erfahrungen, die wir mit Hands-On KI machen konnten und wollen unbedingt weitermachen und am Ball bleiben.
Die Deep Dives finden 2026 alle drei Monate statt. Dabei geht es um Updates, neue Forschungsansätze und vor allem um den Diskurs rund um technologische, politische, rechtliche und künstlerische Entwicklungen im Bereich KI. Der Fokus liegt weniger auf einer rein praktischen Auseinandersetzung mit einzelnen Tools, sondern stärker auf der Frage, wie sich die rasante technologische Entwicklung auf künstlerische Praxis und Arbeitsbedingungen auswirkt und wie sich der kritische Diskurs dazu verändert. Die Treffen finden online oder auch als Exkursion statt. Wir haben dazu spannende neue Themen in Planung.
- BOSS CAMP Bundesländer
Wie arbeitet es sich in den Bundesländern als Künstler:in in Personalverantwortung? Im April gehen wir dieser Frage in einer neuen BOSS CAMP – Reihe auf den Grund.
Dieses Format findet online statt und richtet sich gezielt an Akteur:innen außerhalb Wiens. Wir sprechen über die Fördersituation in einzelnen Bundesländern, stellen euch Spielorte vor und denken über nationale Vernetzung nach.
DANK
Ein großer Dank gilt zunächst dem gesamten Team der IG Freie Theaterarbeit: Stephanie Schwarz, Maren Streich, Carina Werthmüller, Valentin Werner, Esther Baio, Christian Keller, Clara Zeiszl, Winona Bach und neu seit diesem Jahr für die zirkusinfo.at dabei: Amina Kummer. Mit ihrer täglichen Arbeit, ihren Ideen, ihrer Expertise und ihrem Engagement tragen sie wesentlich dazu bei, dass die IGFT ihr Angebot stetig weiterentwickeln und ihr Netzwerk ausbauen kann.
Schweren Herzens lassen wir Patrick Trotter im Jänner weiterziehen. Sein Einsatz hat die IGFT seit 2018 nachhaltig geprägt. Als Teil des Beratungsteams unterstützte er die freie darstellende Szene insbesondere während der herausfordernden Jahre der Pandemie mit großem Engagement, fachlicher Expertise und Verlässlichkeit. Darüber hinaus war er maßgeblich an der Weiterentwicklung zentraler Projekte beteiligt und ein wichtiger Ansprechpartner für Künstler:innen, Gruppen und Institutionen. Zuletzt hat er auch die Organisation des IG Netz übernommen, analysierte akribisch dessen Strukturen und schreckte auch vor der kompliziertesten Exceltabelle nicht zurück. Für seine langjährige Arbeit, seinen Einsatz und vor allem seine emphatische Art und treue Kollegialität danken wir ihm sehr herzlich und wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt in Japan alles Gute. Sayonara!
Das Team möchte an dieser Stelle auch der Geschäftsführung Ulrike Kuner herzlich danken. Mit ihrer besonnenen und verlässlichen Führung gibt sie der IGFT Orientierung und Stabilität, auch in herausfordernden Zeiten. Durch ihr Vertrauen in das Team und ihre offene, wertschätzende Haltung schafft sie eine Arbeitsatmosphäre, die das Team gemeinsam wachsen lässt. Vielen Dank für deine Geduld, Unterstützung und das große Verantwortungsbewusstsein, liebe Ulrike!
Ein großes Dankeschön gilt außerdem den Vorstandsmitgliedern der IGFT, die uns mit ihrer Expertise, ihrem Feedback und ihrer kontinuierlichen Unterstützung begleiten und bereichern: Veronika Glatzner (Obfrau), Inge Gappmaier, Daniela Oberrauch, Charlotta Ruth, Sabine Reiter. Dieses Jahr wurde der Vorstand mit fantastischen neuen Personen aus der Szene bereichert, die wir nochmal herzlich willkommen heißen und denen natürlich ebenso ein großer Dank gebührt: Tobias Fend, Christiane Hapt & Bettina Schüle.
Wir danken unseren Bundeslandsprecher:innen herzlich für ihr Engagement und ihre wichtige Arbeit vor Ort: Burgenland: Peter Hauptmann, Oberösterreich: Silke Grabinger, Salzburg: Christa Hassfurther und Dorit Ehlers, Tirol: Daniela Oberrauch, Vorarlberg: Beate Buchsbaum, Niederösterreich: Nico Wind, sowie Steiermark: Johanna Rath. In Kärnten wurde 2025 die Funktion an Yulia Izmaylova übergeben – herzlich willkommen. Wir bedanken uns bei Stefan Ebner, der in Kärnten jahrelang als Bundeslandsprecher fungiert hat.
Unser Dank gilt auch unseren Fördergeber:innen, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Arbeit der IGFT und die Umsetzung zahlreicher Projekte ermöglichen. Besonders danken wir dem BMWKMS – Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, der Stadt Wien / Abteilung Kunst und Kultur, der LSG/ÖSTIG – Österreichische Interpretengesellschaft sowie dem BMEIA – Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten für die Unterstützung des Programms ACT OUT.
Ein herzliches Dankeschön geht zudem an die Medien und Redakteur:innen, die mit ihrem Interesse, ihren Nachfragen und ihrer Berichterstattung dazu beitragen, die freie Szene und ihre Anliegen sichtbar zu machen. Gerade 2025 gab es eine große Aufmerksamkeit und Verständnis für die Herausforderungen der freien darstellenden Szene, und daher ein herzliches Dankeschön u.a. an die APA, den ORF, Ö1, Falter, DerStandard, tanz.at und allen weiteren interessierten Medien.
Das größte Danke gilt schließlich unseren Mitgliedern. Eure Unterstützung, euer Vertrauen und euer Feedback sind das Fundament der IGFT und zugleich Antrieb für unsere Arbeit. Gemeinsam setzen wir uns weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und nachhaltige Strukturen in der freien darstellenden Szene ein.
Ulrike Kuner, Geschäftsführung IGFT:
„Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie herausfordernd die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur derzeit sind. Nach der Pandemie waren wir auf einem guten Weg, bessere Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt zu erreichen. Mit der aktuellen Finanzlage hat sich eine neue Krise ergeben, die alte Herausforderungen wieder hervorholt: Zu wenig Ressourcen! Gerade in solchen Zeiten braucht es Verlässlichkeit, Solidarität und eine starke gemeinsame Stimme der freien Szene. Die IGFT bleibt präsent, ansprechbar und engagiert – für faire Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und die künstlerische Freiheit. Zusammenhalt, Austausch und internationale Vernetzung sind zentrale Ressourcen, um auch künftig handlungsfähig zu bleiben. Freie Kunst ist kein Luxus, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer demokratischen und offenen Gesellschaft.“
Frohe Weihnachten und ein starkes 2026 wünscht
Euer Team und Vorstand der IG Freie Theaterarbeit
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Die IG Freie Theaterarbeit ist die Interessengemeinschaft für die freie darstellende Szene Österreichs, wurde 1988 gegründet und ist Mitglied im Kulturrat Österreich. Seit 2018 ist sie Gründungsmitglied und Sitz des Europäischen Dachverbands der freien darstellenden Künste (EAIPA) mit derzeit 23 Mitgliedern in 18 Ländern.
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