Covid-19 Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds KSVF

Beantragung ab Montag, 30.03.2020 möglich

“Der gestern (26.3.)präsentierte Härtefallfonds (WKO) kommt vielen Menschen im Kunst- und Kulturbereich zugute, die jetzt Einnahmenausfälle zu verzeichnen haben. All jenen Künstlerinnen und Künstlern, die nicht den Härtefallfonds in Anspruch nehmen können, steht die mit bis zu 5 Millionen Euro dotierte Soforthilfe im Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF) zur Verfügung. KSVF-Anträge können ab Montag eingereicht werden”, so Staatssekretärin für Kunst und Kultur, Ulrike Lunacek. 

Zielgruppen sind demnach Künstlerinnen/Künstler und Kulturvermittlerinnen/Kulturvermittler, die nicht unter die Voraussetzungen der Härtefallfonds-Richtlinie der WKO fallen. 
Das sind insbesondere Mehrfachversicherte und alle jene, die in der Kunst und Kultur ein Einkommen unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze haben.

Die Höhe der Auszahlungen durch den KSVF (Künstler-Sozialversicherungsfonds ) entspricht jene des Härtefallfonds. Ausgezahlt werden insgesamt maximal 6.000 Euro. In einer ersten Phase bis zu 1.000 Euro, in der zweiten Phase bis zu 2.000 Euro monatlich für maximal drei Monate.

“Die Sonderrichtlinie zum Künstler-Sozialversicherungsfonds-Gesetz spiegelt den Konsens der Bundesregierung wieder, einen Gleichklang zwischen Härtefallfonds-Richtlinie und KSVF-Richtlinie für COVID-19 herzustellen. Unser Ziel ist es in beiden Fällen schnell zu helfen, um besondere Not- und Härtefälle abzufedern“, so Lunacek.
“Die Sofortzahlungen durch den KSVF ist ein notwendiges Sicherheitsnetz, das parallel zum Härtefallfonds gespannt wird. Hier erhält etwa eine Performerin, die einen Halbtagsjob hat, dem sie gerade aufgrund der Maßnahmen nicht nachgehen kann, eine notwendige Überbrückungshilfe. Uns ist selbstverständlich bewusst, dass wir mit diesen Zuwendungen Einkommensausfälle nicht zu 100% ersetzen können. Aber sie sind eine wichtige Unterstützung, die nicht zurückgezahlt werden muss”, so Lunacek.

Hinweis

Der Antrag ist ab 30. März 2020 auf der Website www.ksvf.at abrufbar und per E-Mail, Fax oder Post einzureichen. Ansuchen, die bis zum Inkrafttreten eingebracht wurden, werden unter sinngemäßer Anwendung der neuen Richtlinien behandelt.

Antragsberechtigt sind Künstler*innen und Kulturvermittler*innen in dieser außergewöhnlichen Situation in einem ersten Schritt mit einer Soforthilfe in Höhe von € 500,– bzw. € 1.000,– helfen, wenn sie:

  1. a) nicht den Härtefallfonds (WKO) in Anspruch nehmen können (insbesondere Mehrfachversicherte und alle jene, die ein Einkommen unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze haben)
  2. b) über einen Hauptwohnsitz in Österreich verfügen
  3. c) von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen, d.h. nicht mehr in der Lage sind, die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) zu decken.
  4. d) keinen Anspruch auf Leistungen aus privaten bzw. beruflichen Versicherungen zur Abdeckung von COVID-19 Auswirkungen haben und
  5. e) für denselben Sachverhalt nicht bereits Beihilfen aus dem KSVF-Unterstützungsfonds bezogen wurden.

Weiters darf das Einkommen laut Einkommensteuerbescheid im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr maximal € 51.552 (80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage) betragen.

Und Achtung: Der Covid-19 Fonds des KSVF ersetzt NICHT den regulären KSVF-Unterstützungsfonds! Den gibt es weiterhin …