Mission Statement
Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT) ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der freien darstellenden Künste in Österreich. Seit 1988 vernetzt sie Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance und zeitgenössischer Zirkus und unterstützt deren Beitrag zum kulturellen Leben der Gesellschaft.
Zweck der IGFT ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für die freie darstellende Szene im Interesse der Allgemeinheit.
Die IGFT setzt sich für die Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung freier darstellender Kunstformen ein. Sie fördert den öffentlichen Diskurs über künstlerische Arbeitsweisen, Produktionsbedingungen und deren Bedeutung für eine vielfältige, demokratische und offene Gesellschaft.
Zur Erreichung dieser Ziele initiiert und begleitet die IGFT den Austausch zwischen Kunstschaffenden, Öffentlichkeit und politischen Entscheidungstragenden auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für künstlerisches Schaffen im Sinne des Gemeinwohls.
Die IGFT tritt für faire, transparente und nachhaltige Arbeitsbedingungen im Kunst- und Kulturbereich ein. Grundlage dafür bilden der Fairness Codex und die Prinzipien Respekt und Wertschätzung, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Transparenz. Der Verein erhebt und analysiert Daten zum Sektor und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung, um evidenzbasierte kulturpolitische Entwicklungen zu unterstützen.
Ein wesentliches Anliegen der IGFT ist die Förderung von Rahmenbedingungen, die künstlerische Tätigkeit unter sozial, materiell und rechtlich gesicherten Voraussetzungen ermöglichen. Damit leistet sie einen Beitrag zur langfristigen Sicherung kultureller Produktion und zur sozialen Absicherung von im Kulturbereich tätigen Personen im Sinne des Gemeinwohls.
Die IGFT stellt Informations-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote bereit, die Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen und den Zugang zu relevanten Ressourcen erleichtern. Diese Angebote dienen der Professionalisierung und Qualitätssicherung im freien darstellenden Bereich.
Darüber hinaus engagiert sich die IGFT im internationalen Austausch und kooperiert mit Partnerorganisationen auf europäischer Ebene. Ziel ist die Stärkung der freien darstellenden Künste und ihrer gesellschaftlichen Rolle über nationale Grenzen hinaus.
Grundsatzerklärung
Selbstverständnis der IG Freie Theaterarbeit
Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich in der freien darstellenden Kunst tätige Personen zusammenschließen. Ziel des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen der freien darstellenden Künste im Interesse der Allgemeinheit.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und ist nicht auf Gewinn gerichtet. Seine Tätigkeit dient der nachhaltigen Stärkung der kulturellen Vielfalt, der künstlerischen Produktion sowie der gesellschaftlichen Teilhabe am kulturellen Leben.
Die IGFT versteht sich als Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissensvermittlung sowie als sachkundige Ansprechpartnerin für Fragen der freien darstellenden Künste gegenüber Öffentlichkeit, Verwaltung und Politik.
Aufgaben und Tätigkeitsbereiche
Die IGFT bündelt, analysiert und vermittelt Anliegen und strukturelle Herausforderungen im Bereich der freien darstellenden Künste. Wir wollen übergreifende Entwicklungen sichtbar machen und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen künstlerischer Arbeit im Sinne des Gemeinwohls beitragen.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:
- die Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für künstlerisches Arbeiten als Voraussetzung für eine lebendige Kulturlandschaft
- die Unterstützung der Entwicklung geeigneter sozialversicherungsrechtlicher und arbeitsrechtlicher Strukturen
- die Erhöhung der Sichtbarkeit freier darstellender Kunstformen in der Öffentlichkeit
- die Förderung von Vernetzung, Austausch und Kooperation innerhalb des Kulturbereichs
- die Ermöglichung von Fort- und Weiterbildungsangeboten
- die Bereitstellung und Vermittlung von Informationen
- die Förderung transparenter, nachvollziehbarer und sachlich begründeter Entscheidungsprozesse im Bereich öffentlicher Kulturförderung
- die Stärkung von Infrastruktur und Rahmenbedingungen für die Produktion und Präsentation freier darstellender Kunst
Diese Tätigkeiten erfolgen stets mit dem Ziel, die Entwicklung und Zugänglichkeit von Kunst und Kultur für die Gesellschaft insgesamt zu fördern.
Rolle der IGFT
Die IGFT vertritt keine Einzelinteressen und übt keine gesetzliche Standesvertretung aus.
Die IGFT nimmt keine Bewertung künstlerischer Qualität vor. Als gemeinschaftlich organisierte Plattform wahrt sie Neutralität gegenüber ästhetischen Positionen.
Individuelle künstlerische Einschätzungen von Funktionsträger:innen sind persönliche Meinungen und stellen keine Position des Vereins dar.
Vielmehr versteht sie sich als:
- unabhängige Informations- und Beratungsstelle
- Plattform für Diskurs und Austausch
- Netzwerk zur Förderung von Kooperationen
- Vermittlerin zwischen verschiedenen Akteur:innen des Kulturbereichs
- fachliche Expertin im Bereich der freien darstellenden Künste auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene
Im Rahmen dieser Aufgaben beteiligt sich die IGFT an öffentlichen Debatten und bringt ihre fachliche Expertise in kulturpolitische Entwicklungsprozesse ein.
Zielgruppen und Wirkungsbereiche
Die Angebote der IGFT richten sich an im Bereich der freien darstellenden Künste tätige Personen sowie an alle Interessierten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit.
Die Tätigkeit des Vereins dient nicht der Förderung individueller wirtschaftlicher Interessen, sondern der nachhaltigen Entwicklung des gesamten Sektors im Sinne der Allgemeinheit.
Grundsätze der Tätigkeit
Die Arbeit der IGFT orientiert sich an folgenden Grundprinzipien des Fairness Codex:
- Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Akteur:innen
- Vielfalt und Offenheit als Grundlage künstlerischer und gesellschaftlicher Entwicklung
- Nachhaltigkeit im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne
- Transparenz in Entscheidungsprozessen und Strukturen
(Mai 2026)