Wir setzen Cookies ein, um unsere Dienste zu erbringen und laufend zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Seite akzeptieren Sie Cookies. Weitere Infos finden Sie hier. Ich stimme zu.
Kontakt · de | en

Freie Theater News 2/Januar 2018

Inhaltsverzeichnis


Intern

Pressekonferenz zum neuen Regierungsprogramm, Kapitel Kunst und Kultur

Kulturpolitik

FIFTITU%, Maiz & Arge SIE: 100% Streichung der Frauenberatungstellen

Festivals

PannOpticum: INTERNATIONALES FIGURENTHEATERFESTIVAL

Impressum

Intern

Pressekonferenz zum neuen Regierungsprogramm, Kapitel Kunst und Kultur

Mittwoch, 10.1.2018, 10.30 Uhr im Presseclub Concordia

 

Pressemeldungen:

derstandard.at

wienerzeitung.at

 

Forderungen und Vorschläge an das Österreichische Regierungsprogramm 2017–2022
(in Ergänzung zu den Forderungen der anderen IGs)

  • Keine Erwähnung findet die zeitgenössische Darstellende Kunst  bzw. die Freie Szene.
    Diese möchten wir in der Umsetzung des Regierungsprogramms und im Kunstfördergesetz verankert und gefördert sehen.
  • Die Qualität der Freien Szene ist ihr künstlerisches Risiko. Die Zukunft der Kunst wird hier gestaltet.
    • Konkret: Künstlerische Arbeit ist nicht gleichzusetzen mit Kreativwirtschaft. Eine selbstverständliche, kontinuierliche Förderung von zeitgenössischem Kunstschaffen ist die Grundlage des gesamten Kunstkanons Österreichs.
  • Modelle für ein selbständiges Berufsleben von freischaffenden Darstellenden KünstlerInnen müssen ausgebaut werden. Die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen müssen adaptiert werden, damit eine künstlerische Tätigkeit wirtschaftliche und soziale Sicherheit bieten kann.
    • Konkret: Im Vergleich mit internationalen erfolgreichen Fördermodellen die Entwicklung eines entsprechenden Modells für Österreich vorantreiben.
  • Lösungsansätze, die Freie Theaterarbeit in den rechtssicheren Raum bringen und gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen ermöglichen, sind dringend erforderlich.
    • Konkret: Adäquate Finanzmittel für die Freie Szene, um den rechtlichen Vorschriften (Anstellungspflicht, Abgaben – und Versicherungserfordernisse) entsprechen zu können.
  • Im Regierungsprogramm ist ein starker Fokus auf Nachwuchs- und Talentförderung gelegt.
    Eine durchgehende Strategie und ein generationenübergreifendes Modell ist aber erforderlich, um KünstlerInnen - von der Ausbildung über die gesamte professionelle künstlerische Tätigkeitsdauer hinweg - begleitend und aktuell unternehmerisches Wissen, Know-How und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen.
    • Konkret: In die künstlerischen Ausbildungen Module integrieren, die auf eine erfolgreiche Berufskarriere hinführen und theoretisches und praktisches Wissen vermitteln. Im Laufe des Berufslebens spezielle Informationen und Services über ergänzende Berufsmöglichkeiten diskutieren und anbieten.
      Einrichtung entsprechender Servicestellen (nach internationalem Vorbild). 
  • Eine nationale Tourförderung erhöht die Sichtbarkeit der künstlerischen Produktionen in allen Bundesländern, stärkt die Identifikation mit heimischen KünstlerInnen und die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen, VeranstalterInnen und dem lokalen Publikum. Der nationale und überregionale Austausch freier Produktionen fördert die künstlerische Qualität und das kreative Schaffen in den Regionen.
  • Außenkultur: Angesprochen sind Synergien.
    Um Synergien für die Freie Szene mit den österreichischen Einrichtungen im Ausland sinnvoll nutzen zu können, schlagen wir für die frei arbeitenden darstellenden KünstlerInnen eine internationale Tourförderung vor.
  • Eine Valorisierung der Kunst-und Kulturbudgets ist dringend notwendig.
Nach oben

Kulturpolitik

FIFTITU%, Maiz & Arge SIE: 100% Streichung der Frauenberatungstellen

Presseinformation der oö. Frauenberatungsstellen FIFTITU%, Maiz und Arge SIE vom 09.01.2018:

 

 

Kurz vor Weihnachten wurden wir als Vertreterinnen der Frauenberatungsstellen maiz, FIFTITU% und Arge SIE kurzfristig zu Einzelgesprächen in das Frauenreferat des Landes OÖ geladen, um uns mitzuteilen, dass die jährliche Förderung zum 31.12.2017 zu 100% eingestellt wird. Heute Vormittag machten wir einmal mehr klar: "Wir nehmen die Streichung nicht stillschweigend hin!"

 

Arge SIE, maiz und FIFTITU% leisten seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren gesellschaftspolitischen Beitrag.

 

Angesichts zunehmender Prekarisierung gerade der von uns unterstützten Frauen ist es ein Widerspruch, ausgerechnet deren Beratungen und Förderungen einzustellen. So hat die Landesrätin Mag.a Haberlander selbst beim letzten Geschäftsführerinnenseminar des OÖ Frauenreferats betont: die Partnerinnen des Frauenreferates seien „wichtige regionale Kompetenzzentren und Netzwerke“, um „Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu beraten und zu unterstützen“. 

 

Dass die Landesrätin die Streichung damit begründet, die Tätigkeit der Vereine gehöre nach den „neuen Förderkriterien“ nicht mehr zum Kerngeschäft des Frauenreferats, werfe viele - auch formale - Fragen auf, so die Geschäftsführerinnen der betroffenen Vereine: "Es ist völlig unüblich, langjährige Partnerinnen nicht zeitgerecht über Änderungen der Förderrichtlinien zu informieren oder diese neuen Förderkriterien nicht schriftlich auszuweisen und öffentlich einsehbar zu machen. Dass dies hier nicht der Fall ist, bleibt ein sehr willkürlicher Beigeschmack, wenn geänderte Förderrichtlinien als Begründung herangezogen werden."

Generell stellt sich die Frage, wie die Förderung der Arbeit mit obdachlosen Frauen, Künstlerinnen, Sexarbeiterinnen und Migrantinnen nicht zum Kerngeschäft eines Frauenreferats passen kann. "Außer natürlich, diese Frauen sind aus Sicht der Landesrätin nicht mehr förderungswürdig," fragt sich Oona Valarie Serbest vom Verein FIFTITU%.

 

""LRin Haberlander meint als Begründung, wir beraten zu spezifisch. In Wirklichkeit aber ist es so, dass uns andere Vereine eben deshalb Frauen zuweisen, da sie bei uns gerade diese spezifische Beratung finden"" so Dr.in Luzenir Caixeta von maiz.

 

Unterstützt wurden die drei Vereine von Leonie Kapfer, die für das Frauenvolksbegehren 2.0 am Podium der Pressekonferenz beiwohnte:

 

""Oberösterreich ist auch in punkto Frauenpolitik Blaupause für den Bund. Wir befürchten ähnliche Entwickungen auch im Bundesbudget"", so  Leonie Kapfer, MA.

 

""Insgesamt geht es bei den Kürzungen, die unsere Vereine an den Rand der Existenz bringen, um nicht einmal 60.000 Euro"", betont Karin Falkensteiner, BSA, vom Verein Arge SIE, bei der im letztens Jahr 239 Frauen Beratung fanden.

 

Wir fordern daher: Statt Kürzung endlich langfristige und ausreichende Finanzierung!

 

Unterstützungsmöglichkeiten das Frauen*land OÖ zu retten und unsere Anliegen zu verbreiten: http://frauenlandretten.at/

 

 

Hier noch die Informationen und der Link zu unserer Pressekonferenz:

https://www.facebook.com/vereinmaiz/videos/1620833794665067/

Nach oben

Festivals

PannOpticum: INTERNATIONALES FIGURENTHEATERFESTIVAL

28. Juni bis 1. Juli 2018, Neusiedl am See

 

Jedes zweite Jahr findet das Internationale Figurentheaterfestival PannOpticum in Neusiedl am See statt - und 2018 ist es wieder soweit!

 

Das Karin Schäfer Figuren Theater präsentiert herausragende Produktionen aus aller Welt - außergewöhnliche Theatererlebnisse, humorvoll, unterhaltsam und faszinierend.

 

Weitere Infos: https://www.visualtheatre.productions/de/pannopticum

Nach oben

Impressum

Newsletter der IG Freie Theaterarbeit
IG Freie Theaterarbeit
www.freietheater.at

Redaktion: Katharina Ganser

Für den Inhalt übernimmt die IG Freie Theaterarbeit keine Gewähr.
Wenn Sie selbst Informationen und Nachrichten an die Mitglieder dieser Liste weitergeben wollen, schicken Sie diese bitte per e-mail an office@freietheater.at

Wenn Sie diesem Link folgen, können Sie sich aus der Liste austragen - Unsubscribe
© 2018 IG Freie Theaterarbeit · Impressum