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Freie Theater News 37/September 2017

Inhaltsverzeichnis


Kulturpolitik

Kulturrat Österreich/ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO: Kultur sucht Politik - Diskussion und Offener Brief

Ausschreibungen

Creative Europe Desk: Ausschreibung für Kooperationsprojekte

Festivals

Homesick Festival Vienna

Veranstaltungen

3. Fachtag: Vermittlung in der freien Szene Kunstvermittlung im Widerspruch

Aus-/Weiterbildung

Noemi Fischer: Chorarbeit für Theater und Performance - Workshopserie

Räume

Shâmànté - Die Kulturwerkstatt am Donaukanal
Open Stage Theaterwerkstatt: Räume zur Vermietung

Impressum

Kulturpolitik

Kulturrat Österreich/ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO: Kultur sucht Politik - Diskussion und Offener Brief

Thomas Drozda (SPÖ), Daniel Landau (Die Grünen), Wolfgang Zinggl (Liste Pilz) und Manfred Rakousky (KPÖ Plus) stellten sich am 20. September der kulturpolitischen Diskussion Kultur sucht Politik im Vorfeld der kommenden Nationalratswahl. PolitikerInnen waren, vom Kulturrat Österreich, eingeladen die kulturpolitische Positionierung ihrer Parteien in dieser Diskussion zu präsentieren. Im Zentrum der Diskussion standen die fünf Kernthemen der der Diskussion vorangegangenen Multiple-Choice-Tests und welche auch von ÖVP und NEOS beantwortet wurden: Fair-Pay, UrheberInnenrechte, Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit, Grundrechte sowie Transparenz und Förderpolitik. Fokussiert wurde in dieser Diskussion ganz bewusst auf die KünstlerInnen und Kulturschaffenden der Freien Szene bzw. selbständig arbeitende_r KünstlerInnen in Österreich.

Hinsichtlich eines der dringlichsten Felder politischen Handelns, der sozialen Sicherung, formulierten alle mitdiskutierenden Politiker_innen hohen Handlungsbedarf. Allerdings mit unterschiedlichen Modellen, wie eine soziale Sicherung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden in oftmals atypischen Beschäftigungsverhältnissen zu leisten sei. Das Spektrum dieser Modelle reichte von Zuzahlungen auf ein Grundsicherungsmodell (Grüne) über das Versuchsfeld, Grundeinkommen für KünstlerInnen (SPÖ) - einen inhaltlich bereits seit zehn Jahren existierenden Initiativantrag zur Grundsicherung (Liste Pilz) - bis hin zum bedingungslosem Grundeinkommen (KPÖ Plus). Einheitlich brachten die Diskutierenden die Notwendigkeit der verstärkten Förderung der freien Kunstproduktion ein. Vermisst wurde nicht nur bei dieser Frage eine klare Positionierung von ÖVP und NEOS, die der Diskussionsteilnahme bereits im Vorfeld Absagen erteilt hatten. Manfred Rakousky wies auf das große Problem der stagnierenden Sockelbeträge für die Freie Szene hin, während Erhöhungen im "großen Bereich" regelmäßig stattfinden. Thomas Drozda wiederholte seine Forderungen nach der Notwendigkeit von regelmäßigen "Valorisierungen der Kulturbudgets, von denen KünstlerInnen auch etwas haben müssen" und auf die Herstellung einer fairen Verteilung innerhalb der gesamten Kunstszene und der hierfür bereitgestellten Budgets. Daniel Landau betonte die Notwendigkeit, in kritische Kunst zu investieren und Förderungen - auch die Zusagen - transparenter zu machen. Wolfgang Zinggl warb unter den Mitdiskutanten bereits für eine harte Opposition bei - nach Aussagen von ÖVP-Politikern - erwartbaren Fördereinbußen im Kulturbereich unter einer möglichen Schwarz-Blauen Regierungskonstellation.

Die für diese Veranstaltung kooperierende "ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO" veröffentlichte im Vorfeld der Diskussion einen offenen Brief an "potentielle zukünftige Abgeordnete und Regierungsmitglieder", in der sie auf die UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, der Österreich 2007 beigetreten ist, Bezug nimmt. Sie appeliert, diesbezüglich konkrete Maßnahmen und Strategien im Regierungsprogramm zu verankern. Als wichtigste Maßnahmen genannt sind: die Vertretung von Kunst und Kultur auf Minister_innen-Ebene, die strukturelle Einbeziehung der Zivilgesellschaft, die Schaffung einer besseren sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, angemessene Bezahlung für Kunst- und Kulturarbeit, gerechte Anteile für Urheber_innen und Leistungsschutzberechtigte, Kunst und Kultur im ORF, die finanzielle Sicherung der Vielfalt von Kunst und Kultur, der Verbesserung der Mobilität von KünstlerInnen und künstlerischer Produktion, eine Stärkung kultureller und kreativer Bildung sowie dem Entgegentreten von Liberalisierung im Kunst-, Kultur- und Medienbereich.

Offener Brief der ARGE Unesco Kulturelle Vielfalt zur Nationalratswahl 2017: Offener Brief der ARGE UNESCO zur Nationalratswahl 2017

ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO: https://www.unesco.at/kultur/vielfalt-kultureller-ausdrucksformen/kooperation-und-vernetzung/arge-kulturelle-vielfalt/

Kulturrat Österreich: http://www.kulturrat.at/

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Ausschreibungen

Creative Europe Desk: Ausschreibung für Kooperationsprojekte

Einreichfrist: 18.01.2018 um 12:00 Uhr

 

Die Ausschreibung für Europäische Kooperationsprojekte 2018 wurde veröffentlicht. Die Projekte setzen Schwerpunkte auf Mobilität in Verbindung mit interkulturellem Dialog und sozialer Inklusion, Publikumsentwicklung und Kapazitätenaufbau.
Einreichfrist ist der 18. Jänner 2018!

 

Welche Art von Projekten wird gefördert?

Transnationale Kooperationsprojekte, die Organisationen aus dem Kultur- oder Kreativbereich einbeziehen. Projektziele liegen in der Professionalisierung und Internationalisierung des Sektors.

Besonders wichtig ist das Thema Audience Development. Gute Ideen zur Publikumsentwicklung in Verbindung mit neuen und innovativen Möglichkeiten der Einbeziehung des Publikums sind gefragt. Besonderes Augenmerk liegt auf Kindern, jungen Menschen, Menschen mit Behinderungen und unterrepräsentierten Gruppen. Unterstützt werden folgende Projekttypen:

„Kleine Projekte“: 1 Antragsteller und mind. 2 Mitorganisatoren

„Große Projekte“: 1 Antragsteller und mind. 5 Mitorganisatoren



Zur Vorbereitung der Anträge bietet der Creative Europe Desk Culture inhaltsgleiche Antragsworkshops am 17. Oktober und 8. November 2017 an. Die Workshops richteten sich an jene, die an einem Antrag arbeiten Kooperationsprojekt einreichen möchten.
zur Ausschreibung
zur Anmeldung 

zu den Antragsunterlagen

 

Der Creative Europe Desk Culture unterstützt Sie gerne bei der Einreichung und bietet Antragsworkshops (PIC-Registrierung, Formulare, Tipps etc.) sowie Antragschecks an.  

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Festivals

Homesick Festival Vienna

30.11-17.12.2017, at your home

Homesick Festival features a series of performances that takes place in private homes. More specifically, the festival happens in your own apartment or house. Upon booking, a pair of artists – an artist you select, joined by Michikazu Matsune – will visit your place to perform in person.

The festival explores the environment of private homes as a stage for unique encounters and shared experiences. The artists come with ideas inspired by their own history, childhood, everyday life, wishes or dreams. The artistic interventions vary from dancing in the livingroom to protesting in the kitchen to philosophying in the bedroom among other special happenings. Initiated and organised by Michikazu Matsune, the participating artists include Thomas Geiger, Marlene Hausegger, Barbara Kraus, Andrea Maurer, Frans Poelstra and Oleg Soulimenko.

We are looking forward to seeing you at your place!

 

Contact us to arrange which combination of artists (1 artist + Matsune), an exact date and time of our visit to your home. The event can be booked for the periods of September 15 - October 1 and November 31 - December 17, 2017, in Vienna.

 

The length of our visit is approximately 60 - 120 min, depending on which artists and performances. It is suitable for 3 up to 300 people!

 

Free of charge! Book us and invite your friends, family and neighbors to make this a shared experience!

 

Booking / More info

homesick.festival@gmail.com
+43 69912336107

 

http://homesickfestival.michikazumatsune.info/

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Veranstaltungen

3. Fachtag: Vermittlung in der freien Szene Kunstvermittlung im Widerspruch

24.11.2017, Berlin


Zwischen Marketing und Publikumsdramaturgie


Kunstvermittlung ist unterschiedlichen Erwartungen ausgesetzt und je nachdem aus welcher Perspektive sie betrieben bzw. betrachtet wird, liegt eine andere Definition vor.


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Aus-/Weiterbildung

Noemi Fischer: Chorarbeit für Theater und Performance - Workshopserie

ab 1.11.2017, Wien


Vermittlung und Weiterentwicklung von Techniken für SchauspielerInnen und TänzerInnen


Der Chor ist allgegenwärtig, im Echoraum des Internets, auf den Stadttheaterbühnen, in der Performance Art. Eine neue Art der Musikalität, der schwarmintelligenten Gemeinschaftsbewegung, ein neuer Ensemblegedanke.


Aufbau der Workshopserie

Jedes Modul beginnt täglich mit einem Warm - up für Körper und Stimme mit Partnerübungen, unter Anleitung und frei. Die Stimmarbeit beruht auf dem Zugang von Mirka YemenDzakis, Einflüsse aus klassischen Körperarbeitstechniken (Feldenkrais, Alexander, Pilates, Yoga) und postmodernem Tanz (Mary Overlie / The 6 Viewpoints, Contact Improvisation) sind ebenfalls wirksam. Nach dem Warm - up wird in Improvisationssequenzen eine wiederholbare chorische Struktur erarbeitet und reflektiert.


  1. Modul: 1. – 5. November 2017

Raum, Zeit und Konfiguration – Fokus, Beziehung, Impuls, Artikulation, Dynamik, Verwandlung


  1. Modul: 19. – 23. Jänner 2018

Sprache, Textur und Sinn – polyphone Strukturen, freie Textschichtung, Komposition, Handlung


Zeitrahmen / Module 1 - 3

  1. Tag: 18:00 – 20:00, außer 1.11., 16:00 – 18:00!
  2. – 5. Tag: jeweils 10:00 – 17:00 (inkl. Mittagspause)


TANZ*HOTEL, Studio 2

Zirkusgasse 35, 1020 Wien


Die Workshops wenden sich an professionelle SchauspielerInnen, PerformerInnen und TänzerInnen, sowie AbsolventInnen bzw. Studierende der Abschlussjahrgänge einschlägiger Ausbildungen. Die Module können einzeln oder als Serie belegt werden. Vorkenntnisse aus Bewegungs- und Körperarbeit sind erwünscht. Es empfiehlt sich, die Trainings zwischen den Modulen zu besuchen.


Die Anmeldung erfolgt per Mail (Name, Adresse und Telefonnummer) und wird mit der Zusendung einer Honorarnote bestätigt. Mit Zahlungseingang gilt die Anmeldung als fix.


Einzelworkshop: 320,00 jeweils zu Workshopbeginn

Workshopserie: 780,00 zu Beginn des 1. Workshops


Kontakt 0676 401 24 27 / noemifisch@gmail.com

Regiearbeiten Noemi Fischer (Auswahl):

https://m.facebook.com/Bahamut-Productions-148532661971037

https://vimeo.com/user39314066

https://vimeo.com/158308978

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Räume

Shâmànté - Die Kulturwerkstatt am Donaukanal

Das Shâmànté ist ein privates Studio im 3. Bezirk in Wien und der ideale Ort für Proben im Bereich Tanz/Theater/Performance/Musik,
Fotoshootings, Workshops/Unterricht, Ausstellungen oder privaten Zusammenkünften. 


Ausstattung:Schwingboden, Küche, verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten (dimmbare LEDs, Flutlichter, Deckenscheinwerfer), Toilette, gemütlicher Holzofen.  


Zu erreichen: Straßenbahn Linie 1 / Linie O, Ubahn U3/U4 (Landstraße, Wien Mitte), U1/U2 (Praterstern). 


Mieten Sie das Shâmànté für Ihr Vorhaben !

Preis: Proben 15 EUR/Stunde

Workshops 30 EUR/Stunde

Anfragen betreffend Verfügbarkeit und anderen Pauschaltarifen bitte an Cornelius Holzer
corniholzer@yahoo.de oder unter +436605699029

Adresse:
Weißgerberlände
22, 1030 Wien

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Räume

Open Stage Theaterwerkstatt: Räume zur Vermietung

Open Stage Theaterwerkstatt bietet Räume für Kurse und Workshops zur Vermietung an:


Zentrale Lage und damit gute Erreichbarkeit (U6 Währingerstraße/Volksoper), großer heller Raum (70 m2), ein weiterer Raum (15 m2), eine große Küche (12 m2) mit Geschirr für 12 Personen, 2 WC, Decken für 12 Personen.


Info unter https://open-stage.at/vermietung/ oder telefonisch 06991 4792258

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www.freietheater.at

Redaktion: Katharina Ganser

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