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Kulturpolitik
Kultur sucht Politik: Ist da jemand?

Kulturrat Österreich, Pressemitteilung vom 5. Juni. 2018

 

Kulturrat Österreich fordert: Gesprächsverweigerung von Kultur- und Medienminister Blümel gegenüber den gewählten Interessenvertretungen der Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden muss ein Ende haben.

 

Stopp der systematischen Gesprächsverweigerung

 

Im schwarz-blauen Regierungsprogramm wurde groß proklamiert, was bislang selbstverständlich war: der Austausch mit Kulturschaffenden und deren Interessenvertretungen in einem „regelmäßigen Kultur-Dialog“.

 

Fast ein halbes Jahr nach Amtsantritt von Kultur- und Medienminister Blümel sprechen die Fakten eine klare Sprache über die Prioritäten und das Dialogverständnis des Ministers. Denn die Anzahl der Gesprächstermine mit den im Kulturrat Österreich organisierten Interessenvertretungen der Kunst- und Kulturschaffenden Österreichs seit Amtsantritt beträgt: Null.

 

Der Kulturminister führe laufend Gespräche mit Kulturschaffenden, heißt es dazu aus dem Kanzleramt. Wer bislang das Privileg eines Gesprächstermins mit dem Minister erhalten hat, kann jedoch nur anhand der veröffentlichten PR-Fotos der Presseabteilung rekonstruiert werden – dem Dialog mit den legitimierten Interessenvertretungen der Kunst- und Kulturschaffenden entzieht sich Minister Blümel seit seinem Amtsantritt systematisch. Stattdessen werden Termine mit dem Kulturminister Blümel offenbar nur à la carte an ihm genehme Akteur_innen sowie ausgewählte Preisträger_innen vergeben.

 

Aktuelles Beispiel ist die bevorstehende Medienenquete, die am 7./ 8. Juni 2018 stattfinden wird. Bereits im Dezember 2017 ersuchte der Kulturrat um Einladung zur Medienenquete und urgierte seit damals mehrfach ohne Ergebnis. Weder ist transparent, wer eingeladen wurde, noch wie die Auswahl der Teilnehmer_innen erfolgte. Voraussetzung scheint die Beantwortung von Fragen zu sein, die das BKA online veröffentlicht hat. Aber, alle sind gleich, einige sind gleicher, wie schon George Orwell wusste. Und so gab es auch persönliche Einladungen, ganz ohne Notwendigkeit Fragen zu beantworten. Auch das demokratische Prinzip, Interessenvertretungen einzuladen und ihnen – ihnen allein! – zu überlassen, wen sie zur Enquete entsenden wollen, wurde außer Kraft gesetzt. Das ist ein neuer und zutiefst beunruhigender politischer Stil.

 

Der Kulturrat Österreich fordert daher ein sofortiges Ende der Gesprächsverweigerung. Den vagen Ankündigungen, dass es „selbstverständlich weitere Termine, Gesprächsrunden, Workshops und Ähnliches unter Einbindung unterschiedlichster Gruppen“ geben werde, müssen endlich Taten folgen. Kulturpolitische Baustellen gibt es genug. Vor allem die sozialpolitischen Rahmenbedingungen haben für den Bereich Kunst und Kultur zu einer Entwicklung geführt, die die Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstler_innen existentiell gefährdet.

 

Gesprächs- und Handlungsbedarf liegt zu vielen Themen vor, von gesprächsbereiten Ansprechpartner_innen auf Regierungsebene fehlt bislang jede Spur.

 

Kulturrat Österreich unterstützt:
Die öffentliche bessere Medienenquete

Unmittelbar vor der Medienenquete der Regierung am 7. und 8. 6. 2018 findet die bessere, größere, öffentliche Medienenquete statt – als Kundgebung mit Festcharakter.
1010 Wien, Karlsplatz, 6.6.2018 um 18 Uhr.

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Wien braucht einen neuen, zeitgemäßen, mutigen Zugang zu Kunst und Kultur

Presseinformation, 16.5.2018

 

Das 10-Punkte-Programm der Wiener Kunst- und Kulturszene und weitere Unterlagen und Statements als Downloads:
IG Freie Theaterarbeit - Forderungen an eine neue Kulturstadträtin der Stadt Wien
IG Kultur Wien - Forderungen Dezentrale Kulturarbeit und Raumpolitik
mitderstadtreden - Initiative für eine freie Wiener Musikszene
Förderungsentwicklung_Stadt Wien_1998-2016

 

 

10-Punkte-­Programm der Wiener Kunst-­ und Kulturszene

 

Die Wiener Kulturpolitik leidet unter existenzbedrohlichen Mangelerscheinungen. Wien hat in den letzten Jahren statt auf Entwicklung zunehmend auf Events und Effekte gesetzt. Nicht Planung und Nachhaltigkeit standen im Vordergrund, sondern Vermarktung und Gewinnmaximierung. Das drückt sich sowohl in einer stärkeren Hinwendung zu Großprojekten aus, wie auch in einer asymmetrischen Mittelverteilung, einem Zuwenig für die freie Szene.

 

Anstatt in die Erarbeitung und Umsetzung von Kulturstrategien zu investieren, hat die Stadt Wien verstärkt Energien und Mittel in die Eigenbewerbung gesteckt. Diese Herangehensweise schlägt sich zunehmend auch im städtischen Erscheinungsbild nieder. Einerseits wird der Stadtraum reguliert und eventisiert, andererseits wird die freie Kunst und Kultur mehr und mehr aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Städtisches Eigentum wird ausverkauft, bestehende freie kulturelle Nahversorger/innen werden ausgehungert oder zunichte gemacht. Statt Gewachsenes, Impulse und Initiativen der freien Szene „von unten“ zu fördern und aufzugreifen, um damit Entwicklungen zu ermöglichen, wird „von oben“ bestimmt.

 

Wien braucht dringend einen neuen, zeitgemäßen, mutigen Zugang zu Kunst und Kultur.

 

Vor diesem Hintergrund und dem Wechsel der Wiener Stadtregierung legen die Wiener Interessenvertretungen der Kunst und Kultur einen Maßnahmenkatalog vor, der im wesentlichen aus zwei Teilen besteht: erstens, aus einem Anforderungsprofil für die neue Kulturressortleitung, zweitens, aus den zur Verbesserung der derzeitigen Situation dringend notwendigen Maßnahmen.

 

1. Anforderungen an die Kulturressortleitung

Es braucht:

  • ein neues Amtsverständnis. Hauptaugenmerk muss hierbei auf Leistungen für zeitgenössische Kunst und Kultur liegen, nicht auf Repräsentation.
  • das Selbstverständnis, dass Kunst und Kultur Werte an sich sind, und ihren Wert nicht nur darin begründen, dass sie zu irgendetwas nützlich sind. Kunst und Kultur sind gesellschaftsbildend.
  • ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und Streitbarkeit, um sich für den gesellschaftspolitisch hohen Wert von Kunst und Kultur stark zu machen.
  • Wertschätzung und Kenntnis des Kulturerbes und der Wiener Szene, vor allem der zeitgenössischen Kunstschaffenden sowie der verschiedenen zeitgenössischen Strömungen.
  • ein Verständnis für Zusammenhänge und Widersprüche zwischen zeitgenössischer Kunst und Kulturerbe.
  • ein klar definiertes Arbeitsprogramm mit Evaluierung nach jeweils zwei Jahren.
  • einen systematisierten Austausch mit und Einbindung von Vertreter/inne/n aller von Maßnahmen betroffenen Personengruppen und Einrichtungen, keine Audienzen.
  • ein gemeinsames Entwickeln von Programmen mit den Vertreter/inne/n aller von Förderungsmaßnahmen betroffenen Personengruppen und Einrichtungen.
  • ressortübergreifendes Agieren und Denken u. a. mit dem Bildungsbereich, der Stadtentwicklung und dem Wohnbau.

2. Maßnahmen

  1. Kunst­ und Kulturfördergesetz
    Wien ist das einzige österreichische Bundesland, das bis heute über kein Kunst­ und Kulturfördergesetz verfügt. Es existiert daher keine explizit darauf bezogene, ausdifferenzierte gesetzliche Eigenverpflichtung von Wien zur Förderung und sonstigen Unterstützung von Kunst und Kultur. Auch die Ausgewogenheit und Angemessenheit von Maßnahmen können nur mit einer objektiven gesetzlichen Grundlage geschaffen und überprüft werden. Für ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Fördernden und Geförderten ist ein Wiener Kunst­ und Kulturfördergesetz ebenfalls unerlässlich. Daher fordern wir die Ausarbeitung eines Kunst­ und Kulturfördergesetzes gemeinsam mit allen relevanten Akteur/inn/en und ihren Interessenvertretungen.
  1. Kulturstrategie für Wien
    Kulturpolitisches Handeln in Wien geschieht hauptsächlich anlassbezogen. Was fehlt, ist eine über anlassgebundene Entscheidungen hinausgehende Gesamtstrategie. Wien war in seiner Doppelfunktion als Bundesland und Bundeshauptstadt in früheren Jahrzehnten, z. B. in der Schaffung von Literaturinstitutionen oder in der Entwicklung der freien Theaterszene, immer wieder federführend. Der Kulturbereich hat sich mittlerweile in den Modus der Weiterverwaltung begeben. Wien braucht einen Planungsneustart für den Kunst­ und Kulturbereich, auch unter Einbeziehung internationaler und erprobter Best­Practice­Modelle.
  1. Angemessene Förderungen
    Es ist unübersehbar: Die Förderungen der freien Szene haben mit den Entwicklungen nicht Schritt gehalten. Die Mittel sind inzwischen dermaßen gebunden, dass es nicht einmal mehr möglich ist,unbürokratisch und zeitnah kleinste Förderungen zu erhalten. Diskrepanzen zwischen Bedarf und gewährter Förderung werden schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Es braucht ein Neudenken der Fördervergabe mit dem Fokus auf Verteilungsgerechtigkeit und eine Erhöhung des Budgets für die freie Kunst­ und Kulturszene.
    Die Jahresprogrammförderung ist auszubauen, um der für Kunst und Kultur wichtigen Infrastruktur zu mehr Kontinuität zu verhelfen.
    Faire Bezahlung sowie rechtskonforme Beschäftigungsverhältnisse müssen Förderbedingung sein und Förderungen in dementsprechender Höhe vergeben werden. Von den Interessenvertretungen erarbeitete Honorarrichtlinien sind hier relevante Gradmesser.
  1. In Dialog treten
    Viele Jahre fand in Wien eine paternalistische Kulturpolitik „von oben herab“ statt, die Kunst­ undKulturschaffende marginalisierte und entmündigte. Es ist Zeit für einen neuen Stil des kontinuierlichen und strukturierten Dialogs der Politik mit Kunst­ und Kulturschaffenden und deren Interessenvertretungen. Maßnahmen des Kulturressorts sind an die Bedürfnisse von Kunst­ und Kulturschaffenden anzupassen, nicht umgekehrt, das Know­how ihrer Interessenvertretungen ist einzubinden. Das geht nur in einem gegenseitigen wertschätzenden Austausch, der mindestens vier Mal im Jahr in Form eines Gesprächsforums erfolgen soll. Darüber hinaus sind anlassbezogene Arbeitsgespräche in kleinen Runden erforderlich und müssen zeitnah möglich sein.
  1. Räume schaffen
    Freie Kunst­ und Kulturarbeit braucht Frei­Raum. Kunst­ und Kulturschaffenden fehlt zunehmend Raum für künstlerische Produktion (Werkstätten, Proberäume, Ateliers), für Veranstaltungen, Präsentation, partizipatives Arbeiten, Bildung und Austausch. Ebenso besteht Bedarf an selbstverwalteten und barrierefreien Begegnungsräumen, die kostenfrei nutzbar sind. Die Politik ist gefordert, die Nutzung, Erhaltung und Bereitstellung solcher Frei­Räume für Kunst­ und Kulturschaffende, für Initiativen und Vereine zu ermöglichen, und dabei gegen Gentrifizierung aufzutreten, stadteigene Leerstände zu öffnen, Strategien für die Sichtbarmachung von freier Kunst­ und Kulturarbeit (im Webspace wie auch im Stadtraum) zu entwickeln, vermehrt Infrastruktur zu fördern sowie Erleichterungen bei der Durchführung von Klein­ und Eigenveranstaltungen zu schaffen.
  1. Faire und gerechte Arbeitsbedingungen
    Gerade die freie Szene in Wien unterliegt prekären Arbeitsbedingungen. Wir brauchen rechtssichere und langfristig wirkende Modelle für ein selbstständiges Berufsleben von Kunst­ und Kulturschaffenden. Die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen müssen adaptiert werden, um endlich wirtschaftliche und soziale Sicherheit für Akteur/innen der freien Szene zu gewährleisten.
  1. Freier und gerechter Zugang zu Förderungen und Schaffung transparenter Förderrichtlinien
    Alle Gruppen und Generationen von Akteur/innen der freien Szene müssen – über jegliches mögliche Hindernis hinweg – einfachen Zugang zu Förderungen erhalten. Die Stadt Wien muss hierfür ein Verfahren entwickeln, welches unabhängig von Geschlecht, Sprache, Alter, Herkunft, sozialem Status, Betreuungspflichten oder sonstigen Hindernissen die Teilhabe am Kunst­ und Kulturfördersystem ermöglicht.
    Wiener Kulturinstitutionen sollten in ihrer Programmgestaltung außerdem seitens der Stadt besonders bestärkt und unterstützt werden, strategisch Formate zu entwickeln, die Menschen aller sozialen sowie kulturellen Hintergründe ansprechen, aktivieren und zur Partizipation am kulturellen Leben der Stadt einladen. Dies soll durch entsprechende Jury­ und Beiratszusammensetzungen sowie einer dies berücksichtigenden Besetzungspolitik geschehen, damit auch (post)migrantische, queere, feministische, antirassistische und andere gegenhegemoniale Positionen vermehrt sichtbar werden.
    Förderrichtlinien, die Objektivierung, Transparenz und Demokratisierung der Förderungen sowie begründete Förderentscheidungen ermöglichen, sind zu erarbeiten – und zwar gemeinsam mit den jeweiligen Szenen. Die jeweiligen Förderschienen sind durch eigene Richtlinien klar voneinander abzugrenzen.
  1. Den öffentlichen Raum zugänglich machen
    Der öffentliche Raum in Wien wird weniger. Einerseits werden immer mehr Konsumflächen geschaffen, andererseits wird immer mehr öffentlicher Raum privaten Nutzungen zugeführt. Eine strenge Reglementierung der Straßenkunst besorgt den Rest. Der öffentliche Raum darf nicht zugunsten von Kommerzialisierung und Privatisierungen verschwinden, er muss für künstlerische Nutzungen erhalten und geöffnet bleiben. Dringenden Änderungsbedarf orten wir beim Veranstaltungsgesetz und der Straßenkunstverordnung. Zudem fehlt es an legal nutzbaren, kostenfreien Plakatflächen für künstlerische und kulturelle Aktivitäten an attraktiven Standorten.
  1. Kunst­ und Kultur im Pflichtschulbereich stärken
    Wien braucht eine ressortübergreifende Strategie zur Stärkung der Kunst und Kultur im Pflichtschulbereich im Sinne der Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen am kulturellen Leben und der nachhaltigen Erschließung neuer Publikumsschichten. Verstärkt gefördert werden müssen künstlerische Projekte und Kulturvermittlungsprojekte an und mit Schulen. Dass finanzielle Barrieren die Wahrnehmung kultureller Angebote durch Schulen erschweren (wie z. B. der Erwerb von Eintrittskarten, Teilnahmegebühren), muss durch die Schaffung entsprechender finanzieller Unterstützungsmaßnahmen verhindert werden.
  1. Einhaltung des Weltkulturerbevertrags und Umsetzung der UNESCO Kulturkonvention
    Die Republik Österreich und Wien haben sich gegenüber der UNESCO vertraglich zur Erhaltung des Wiener Weltkulturerbes verpflichtet. Das Heumarkt­Projekt in der derzeitigen Form widerspricht dem Vertrag. Wien muss daher seine Bewilligung zur Errichtung dieses Projektes wieder zurücknehmen. Weiters ist Wien zur Umsetzung der von Österreich mitunterzeichneten UNESCO­Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen aufgefordert. Ziel muss sein, auch jene 45 % der Bevölkerung in Wien mit Migrationshintergrund sowie alle anderen Bevölkerungsgruppen, die nicht zur Mehrheitskultur gehören, stärker bei allen Maßnahmen zur Förderung von Kunst und Kultur zu berücksichtigen.

 

 

 

Unterzeichnet von:

Assitej Austria – Junges Theater Österreich

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden

Dreisechsfünf 

IG Autorinnen Autoren

IG bildende Kunst

IG Freie Theaterarbeit

IG Kultur Wien

Initiative für eine freie Wiener Musikszene / Mit der Stadt reden

Musikergilde

Österreichischer Musikrat

Österreichischer Komponistenbund

Sprecher_innen Straßenkunst Wien (Sabine Mahringer und Abraham Till)

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Share & Care in Vorarlberg

Wir starten unsere Bundesländer-Tournee 2018 und freuen uns, euch zu einer Informations- und Austauschveranstaltung einzuladen.

VORARLBERG, 31. Mai, 15 - 18.30 h: Theater Kosmos, Mariahilfstraße 29, 6900 Bregenz

Wir vermitteln aktuelles Know-How für die Freie Szene, wir informieren über kulturpolitische und rechtliche Entwicklungen und (Förder)möglichkeiten, wir erfragen die derzeitige Problemlage und suchen nach Lösungen.

Integriert ist auch ein Expert_innen-Überblicksworkshop zum Thema "(Selbst)Marketing und Öffentlichkeit für Freie Gruppen" mit Michaela Preiner, der speziell auf die Region zugeschnitten ist und u. A. über die Möglichkeiten informiert, wie Projekte/Veranstaltungen vermarktet werden sowie – abseits von regionaler Presse – publikumswirksam promotet werden können.


Programm

15:00h – 15:45h IGFT Einführung und allg. Informationen

15:45h – 16:00h Q&A

16:10h – 17:10h Infoworkshop Expert_innenwissen „(Selbst)Marketing“ – Michaela Preiner

17:20h – 18:30h share&care / round table: u. a. „Mapping“, Tourförderung, IG Netz


Weitere Informationen: IGFT_BLT2018_Infoblatt_Bregenz


Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und bitten um formlose Anmeldung unter administration@freietheater.at


Vorstand und Team der IG Freie Theaterarbeit

 

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Share & Care Steiermark

Wir starten unsere Bundesländer-Tour 2018 und freuen uns, euch zu einer Informations- und Austauschveranstaltung einzuladen.

STEIERMARK, 30. Mai, 14 – 17.30 h: Das andere Theater, Orpheumgasse 11, 8020 Graz

Wir vermitteln aktuelles Know-How für die Freie Szene, wir informieren über kulturpolitische und rechtliche Entwicklungen und (Förder)möglichkeiten, wir erfragen die derzeitige Problemlage und suchen nach Lösungen.

Integriert ist auch ein Expert_innen-Überblicksworkshop zum Thema "Steuerfragen für frei arbeitende Künstler_innen“, der speziell auf die Region zugeschnitten ist und die wichtigsten Informationen vermittelt.

 

Programm

14:00h – 14:45h         IGFT Einführung und allg. Informationen

14:45h – 15:00h         Q&A

15:10h – 16:10h         Infoworkshop Expert_innenwissen „Steuerfragen“ mit Heidrun Mischitz- Grätze

16:20h – 17:30h         share & care / round table u.a. zu den Themen „Mapping“, Tourförderung, IG Netz

 

Weitere Informationen findet ihr hier: IGFT_BLT2018_Steiermark

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und bitten um formlose Anmeldung unter administration@freietheater.at


Team & Vorstand der IGFT

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Aufbruch für Wien!

Wir gratulieren Veronica Kaup-Hasler ganz herzlich zu ihrer neuen Funktion als Stadträtin für Kultur in Wien! Mit ihrer großen fachlichen Kompetenz und persönlichen Strahlkraft freuen wir uns auf neue Impulse in der Kulturpolitik Wiens und sehen die Aufmerksamkeit für das Schaffen der zeitgenössischen und performativen Künstler_innen und Akteur_innen gestärkt - entsprechend ihrer tatsächlichen Bedeutung für die lebendige Kunst- und Kulturszene Wiens.

 

Vorstand und Team der IG Freie Theater, 14.5.2018

 

Weitere Infos: https://kurier.at/chronik/wien/wiener-spoe-entscheidet-ueber-neues-regierungsteam/400034980

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Statement gegen Krieg und Faschismus am Flakturm muss bleiben!

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 23.3.2018

 

Kulturrat Österreich unterstützt Kundgebung und Petition

Die Stadt Wien hat ihre Zustimmung zu einem massiven Ausbau des "Haus des Meeres" im Flakturm im Esterhazy-Park gegeben. Damit stimmt sie praktisch auch der Zerstörung des Kunstwerkes von Lawrence Weiner zu, obwohl sie vertraglich nach wie vor - auch nach dem Verkauf des Gebäudes - die Verantwortung für dessen Schutz und Instandhaltung trägt. Wir fordern die Stadt Wien auf, diese Verpflichtung ernst zu nehmen und für Erhalt und Sichtbarkeit der künstlerischen Arbeit am Flakturm zu sorgen!

„smashed to pieces (in the still of the night)/ „Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht)“ lautet der Schriftzug des Konzeptkünstlers Lawrence Weiner, der seit 1991 weithin sichtbar an der Fassade des einstigen „Schutz- und Abwehrbaus“ aus der NS-Zeit zu lesen ist. Dieses Statement an diesem Ort leistet einen wichtigen Beitrag im erinnerungspolitischen Diskurs, zu einer ernst gemeinten Auseinandersetzung und Aufarbeitung österreichischer und Wiener Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nun soll dieses Kunstwerk im öffentlichen Raum vernichtet werden, während gleichzeitig das Gedenkjahr 2018 mit vielen Veranstaltungen begangen wird. Ein Gedenken ohne Denken also.

Die Stadt Wien muss anhand dieses Beispiels zeigen, wie sehr ihr die Aufarbeitung von Geschichte, das Erinnern beziehungsweise das Nicht-Vergessen der Mitverantwortung am nationalsozialistischen Terrorregime ein zentrales Anliegen ist. Wien muss Stellung beziehen, Verantwortung übernehmen! Kommerzielle Interessen dürfen nicht Vorrang vor gesellschaftlicher Verantwortung haben!

 

Weitere Infos: http://kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20180323

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Zweiteilige Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung erschienen

Unselbstständig | Selbstständig | Erwerbslos

 

http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/studie2017

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Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden

Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden

 

Das Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden. Die wichtigste Feststellung aus der Sicht der Kunst- und Kulturschaffenden im Programm der neuen österreichischen Regierung ist ihre erklärte Absicht zur Einbeziehung der Künstlerinnen und Künstler und ihrer Vertretungen bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Programms.

 

https://igkultur.at/artikel/das-regierungsprogramm-der-kunst-und-kulturschaffenden

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Pressekonferenz zum neuen Regierungsprogramm, Kapitel Kunst und Kultur

Mittwoch, 10.1.2018, 10.30 Uhr im Presseclub Concordia

 

Pressemeldungen:

derstandard.at

wienerzeitung.at

 

Forderungen und Vorschläge an das Österreichische Regierungsprogramm 2017–2022
(in Ergänzung zu den Forderungen der anderen IGs)

  • Keine Erwähnung findet die zeitgenössische Darstellende Kunst  bzw. die Freie Szene.
    Diese möchten wir in der Umsetzung des Regierungsprogramms und im Kunstfördergesetz verankert und gefördert sehen.
  • Die Qualität der Freien Szene ist ihr künstlerisches Risiko. Die Zukunft der Kunst wird hier gestaltet.
    • Konkret: Künstlerische Arbeit ist nicht gleichzusetzen mit Kreativwirtschaft. Eine selbstverständliche, kontinuierliche Förderung von zeitgenössischem Kunstschaffen ist die Grundlage des gesamten Kunstkanons Österreichs.
  • Modelle für ein selbständiges Berufsleben von freischaffenden Darstellenden KünstlerInnen müssen ausgebaut werden. Die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen müssen adaptiert werden, damit eine künstlerische Tätigkeit wirtschaftliche und soziale Sicherheit bieten kann.
    • Konkret: Im Vergleich mit internationalen erfolgreichen Fördermodellen die Entwicklung eines entsprechenden Modells für Österreich vorantreiben.
  • Lösungsansätze, die Freie Theaterarbeit in den rechtssicheren Raum bringen und gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen ermöglichen, sind dringend erforderlich.
    • Konkret: Adäquate Finanzmittel für die Freie Szene, um den rechtlichen Vorschriften (Anstellungspflicht, Abgaben – und Versicherungserfordernisse) entsprechen zu können.
  • Im Regierungsprogramm ist ein starker Fokus auf Nachwuchs- und Talentförderung gelegt.
    Eine durchgehende Strategie und ein generationenübergreifendes Modell ist aber erforderlich, um KünstlerInnen - von der Ausbildung über die gesamte professionelle künstlerische Tätigkeitsdauer hinweg - begleitend und aktuell unternehmerisches Wissen, Know-How und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen.
    • Konkret: In die künstlerischen Ausbildungen Module integrieren, die auf eine erfolgreiche Berufskarriere hinführen und theoretisches und praktisches Wissen vermitteln. Im Laufe des Berufslebens spezielle Informationen und Services über ergänzende Berufsmöglichkeiten diskutieren und anbieten.
      Einrichtung entsprechender Servicestellen (nach internationalem Vorbild). 
  • Eine nationale Tourförderung erhöht die Sichtbarkeit der künstlerischen Produktionen in allen Bundesländern, stärkt die Identifikation mit heimischen KünstlerInnen und die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen, VeranstalterInnen und dem lokalen Publikum. Der nationale und überregionale Austausch freier Produktionen fördert die künstlerische Qualität und das kreative Schaffen in den Regionen.
  • Außenkultur: Angesprochen sind Synergien.
    Um Synergien für die Freie Szene mit den österreichischen Einrichtungen im Ausland sinnvoll nutzen zu können, schlagen wir für die frei arbeitenden darstellenden KünstlerInnen eine internationale Tourförderung vor.
  • Eine Valorisierung der Kunst-und Kulturbudgets ist dringend notwendig.
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