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Kulturpolitik
Land Salzburg: Wahl zum Landeskulturbeirat hat begonnen

Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten ist beendet, 79 Personen stehen für Wahl des neuen Landeskulturbeirats zur Verfügung

 

(LK) "Nehmen Sie Platz! Im Landeskulturbeirat" – so lautete das Motto des landesweiten Suchaufrufs für die Wahl des neuen Landeskulturbeirats. 79 Personen haben sich gemeldet und sich zur Wahl in den Landeskulturbeirat zur Verfügung gestellt.

 

"Wer die 79 Personen, die sich zur Wahl stellen, sind, kann ab sofort auf der Webseite des Landes unter www.salzburg.gv.at/landeskulturbeirat nachgelesen werden. Die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten ist äußerst spannend und bildet das breite kulturelle Spektrum in Stadt und Land Salzburg ab", betonte heute, Freitag, 2. Juni, Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn, der sich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten "für ihre Bereitschaft, sich aktiv am Kulturland Salzburg beteiligen zu wollen und so die Zukunft der Kultur in Salzburg aktiv mitgestalten", bedankte und sich erfreut "über die hohe Beteiligung und über diese Vielfalt" zeigte.

 

Im nächsten Schritt werden aus den 79 Kandidatinnen und Kandidaten zehn Mitglieder für den Landeskulturbeirat neu gewählt. Wahlberechtigt sind alle Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen sowie Kunstschaffende, die in den vergangenen drei Kalenderjahren eine Kulturförderung des Landes Salzburg erhalten haben. Von Anfang Juni bis Anfang Juli wird per Briefwahl gewählt. Der letzte Wahltag ist der 6. Juli. Am 10. Juli werden die Wahlergebnisse bekanntgegeben.

 

"Ziel des partizipativen und österreichweit einzigartigen Wahlmodus ist es, den Wahlvorgang in seiner Gesamtheit transparenter zu gestalten und eine breitere demokratischere Legitimation des Gremiums zu erzielen", so Schellhorn. "Kultur bedeutet ein Miteinander, sie lebt von vielfältigen Ideen und Initiativen. Diese fördern wir mit der partizipativen Wahl des Landeskulturbeirats".

Durch die aktive Mitarbeit des bisherigen Landeskulturbeirats konnten in den vergangenen Jahren viele Projekte erfolgreich angestoßen und umgesetzt werden, wie etwa der Kulturentwicklungsplan für Salzburg, die Überarbeitung der Kulturpreis-Landschaft, die Realisierung des innovativen Künstlerinnen- und Künstlersymposiums "ORTung" in Stuhlfelden oder die Erstellung der neuen Geschäftsordnung des Landeskulturbeirats. 170602_52 (rb/grs)

 

Weitere Informationen: Matthias Ais, Referat Kunstförderung und Kulturbetriebe, Tel.: +43 662 8042-2086, E-Mail: matthias.ais@salzburg.gv.at

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IG Kultur Wien fordert mehr Geld für Kultur

Presseaussendung: 18.05.2017

Stellungnahme anlässlich der zweiten Runde des rot-grünen Fördertopfes SHIFT

 

Wien (OTS) - Die Verlautbarung der Gewinner*innen der zweiten Runde von SHIFT nehmen wir zum Anlass, SHIFT in der aktuellen Förderlandschaft Wiens zu kontextualisieren. Allgemeine Kürzungen im Kulturbudget und eine um ein Jahr verspätete Ausschreibung von SHIFT 2 machen unsere Forderungen nach einer Umverteilung hin zu freien und autonomen Szene aktueller denn je:

 

Wir fordern eine Aufstockung des Fördertopfes, eine – wie anfangs zugesagt – jährliche Abwicklung von SHIFT sowie ein Entfristen des ursprünglich auf drei Jahre angedachten Projekts. 440 eingereichte Projekte stehen 22 geförderten Projekten gegenüber. Aus unserer Perspektive sind das 418 wichtige Ideen und Konzepte für Wien, die unerfüllt bleiben. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, SHIFT nicht mehr an die Basis.Kultur.Wien auszulagern. Wir fordern Transparenz in der Vergabe von Förderungen und Preisen – bei SHIFT konkret durch öffentlichen Jurysitzungen.

 

„Freie und autonome Kunst- und Kulturschaffende werden immer weiter in Projektabhängigkeiten und unsichere finanzielle Arbeitsbedingungen getrieben“, so Willi Hejda von der IG Kultur Wien. „Unsere Studie aus dem Jahr 2010 belegt, dass lediglich 2,5% der Fördersummen im Kulturbereich die Arbeit der freien Szene honorieren – hier braucht es dringend eine Kehrtwende.“

 

Wir fordern als IG Kultur Wien ein Umdenken in der Förderlandschaft ein. Es braucht langfristige und nachhaltige Förderstrukturen, vor allem für freie und autonome Initiativen, die seit Jahren Lücken füllen, die die Stadt nicht füllen kann oder will. Im Sinne einer dezentralen Kulturarbeit braucht es langfristige kulturelle Nahversorgung, die von unabhängigen Initiativen getragen wird. Dafür braucht es Geld und Ressourcen. Nur so kann kulturelle Verwüstung verhindert werden.

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170518_OTS0080/ig-kultur-wien-fordert-mehr-geld-fuer-kultur

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IG Freie Theaterarbeit: Zur Bekanntgabe der neuen SHIFT-Förderungen

Viele Events, wenig Nachhaltiges

 

Die aktuellen Förderungen im Programm SHIFT 2017/18 von Basis.Kultur.Wien zeichnen aus der Sicht der Freien ein widersprüchliches Bild.
Einige der neuen Projekte greifen Inhalte auf und adressieren Zielgruppen, die der bestehende Kulturbetrieb in Wien bislang nur unzureichend beachtet. Einmal mehr jedoch setzt SHIFT stark auf Einmaleffekte, Events, Festivals und Spektakuläres im öffentlichen Raum. Eine derart eventorientierte Förderpolitik mag manches Strohfeuer entzünden, zu einer nachhaltigen künstlerischen Entwicklung in der Freien Szene trägt sie ebensowenig bei wie zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen freier Künstler_innen. Die IGFT bedauert das um so mehr, als SHIFT politisch als ein Programm für die Freien beworben wird und regt an, entsprechend international erprobter Vorbilder ein Monitoring einzurichten. Damit kann SHIFT den jeweils aktuellen Anforderungen entsprechen und künftige Förderschienen angepasst werden.

Eine Schiene von SHIFT soll die Zusammenarbeit von freien Gruppen und etablierten Institutionen des Kulturbetriebs befördern. Ein guter Gedanke, der in den Resultaten allerdings dazu führt, dass große Museen und etablierte Theater für etwas, das ohnehin zu ihren Aufgaben zählt, ein zweites Mal gefördert werden. Statt dessen fordert die IG Freie Theaterarbeit, die Förderungen freier Gruppen durch die Stadt Wien künftig so zu gestalten, dass Freie von sich aus solche Kooperationen zum wechselseitigen Nutzen eingehen können – das betrifft die Höhe der Förderungen ebenso wie die Planungssicherheit von Produktionsbudgets.

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IG Freie Theaterarbeit: Ulrike Kuner wird mit 1. September neue Geschäftsführerin

Wir freuen uns, mit Ulrike Kuner eine erfahrene, gut vernetzte Geschäftsführerin gewonnen zu haben.

„Sie ist mit den praktischen Gegebenheiten freier Produktionen in der Darstellenden Kunst bestens vertraut, ebenso mit den kulturpolitischen Herausforderungen, vor denen die Freie Szene heute steht. Der Einsatz der IGFT gegen die Prekarisierung künstlerischen Arbeitens, für die faire Entlohnung von Künstler_innen und für die budgetäre Aufwertung Freier Darstellender Kunst gegenüber dem etablierten Betrieb der Groß- und Mittelbühnen gewinnt durch ihr Engagement neue Impulse.“ (Sabine Mitterecker, Vorsitzende IG Freie Theaterarbeit)
 
"Die Künstler_innen der Freien Szene haben die Kunstlandschaften und die Gesellschaften der letzten Jahre weltweit entscheidend geprägt und beeinflusst. Sie brachten nicht nur neue künstlerische Ästhetiken und Werke hervor, sie haben auch die Arbeitsstrukturen und Produktionsmodelle grundsätzlich verändert. Jetzt ist die Zeit, österreichweit gemeinsam mit Künstler_innen, Institutionen, Fördergeber_innen und der Politik – und unter Beachtung bereits erprobter Beispiele - diesen Arbeitsweisen der Freien Szene entsprechend strukturelle, finanzielle und soziale Modelle zu entwickeln und umzusetzen", skizziert Ulrike Kuner zukünftige Ziele ihrer Arbeit für die IG Freie Theaterarbeit.



(c) Erich Leonhard


Ulrike Kuner schloss ihr Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Wien ab. Sie bringt weitreichende Kenntnis und profunde Arbeitserfahrungen durch ihre Arbeit an Theatern und Festivals (u. a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Ulmer Theater, den Staatstheatern Stuttgart und dem Niederösterreichischen Donaufestival), für das WUK - Werkstätten und Kulturhaus Wien / Lehrgang Veranstaltungsorganisation und -technik, für das mica - music information center austria und das Tanzquartier Wien mit.
Relativ rasch entschied Ulrike Kuner sich, ihre Arbeit der Förderung zeitgenössischer Kunstformen und deren Arbeitsstrukturen zu widmen, wie etwa durch den Aufbau des "Austrian Music Export" Büros am mica. Seit dem Jahr 2000 befasst sie sich schwerpunktmäßig mit EU Förderungen, der Entwicklung von Projekten und Anträgen/Abrechnungen in den verschiedensten Kultur-Förderprogrammen. Seit 2006 am Tanzquartier Wien beschäftigt, war Ulrike Kuner auch als 'Project Manager' für "IDEE - Initiatives in dance through European Exchange" zuständig. Seit 2009 ist sie Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros am Tanzquartier Wien und u. a. für INTPA, das Internationale Netz für Tanz und Performance Austria, verantwortlich. Parallel dazu entwickelte und managte sie "modul-dance" (2010-2014), ein EU gefördertes Projekt mit 22 Partner-Tanzhäusern aus 16 Ländern. Seit 2014 bekleidet sie außerdem die strategische Position des 'Project Supervisor' für EDN - European Dancehouse Network.
 
 
Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT) besteht seit 1989 als Interessenvertretung und Netzwerk von Theater-, Tanz- und Performanceschaffenden. Im Zentrum der Arbeit stehen die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freie Theaterarbeit sowie Aktivitäten zur Verbesserung der Sichtbarkeit der österreichischen Freien Szene.

Wien, 24. April 2017
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ARGE Kulturelle Vielfalt UNESCO: Schlusskommuniqué 2017

Die Expert_innen-Arbeitsgruppe der UNESCO hat, ausgehend von ihrer Klausurtagung (22.-23. Februar 2017 in Eisenstadt), ein Schlusskommuniqué zu Fortschritt und Status Quo der Umsetzung der "UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" in Österreich verfasst. 

 

Themenschwerpunkte: Kultur für nachhaltige Entwicklung: 2030 Agenda der UN-Mitgliedstaaten, Menschenrechte und Grundfreiheiten, Soziale Lage und Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, Urheber_innenrecht, Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Kulturförderung, Kulturelle Bildung, Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden, Internationaler Kulturaustausch sowie Kunst, Kultur und Medien in Handelsverhandlungen.

Das Kommuniqué wurde an die thematisch befassten Bundesminister_innen, Landeskulturreferent_innen, sowie weitere zuständige Politiker_innen und in der Kulturverwaltung mit diesen Inhalten befasste Menschen übermittelt.

 

Direktlink zum Kommuniqué: http://kulturellevielfalt.unesco.at
Downloadmöglichkeiten: http://kulturellevielfalt.unesco.at/cgi-bin/file.pl?id=1087

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Recommendations zum Creative Europe Programm

Feedback geben um zu verändern: IG Freie Theaterarbeit, zahlreiche Interessenvertretungen der darstellenden Künste in Europa und die KUPF freuen sich über abkupfern ihrer Anregungen!

 

Recommendations zum Creative Europe Programm von derzeit acht europäischen Interessenvertretungen der freien darstellenden Künste:

http://freietheater.at/wp-content/uploads/2016/01/umbrella_organisations_independent_performing_arts_recommendations_creative_europe_programme_03_2017.pdf

 

Stellungnahme der IG Freie Theaterarbeit: http://freietheater.at/igft_post/europaeische-kommission-consultation-zu-creative-europe/

 

Empfehlungen der KUPF: https://www.kupf.at/de/blog/creative-europe-probleme-und-loesungen

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IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

Vergangene Woche stellte die Wiener Theaterjury die Konzeptförderungen für die Darstellenden Künste 2018-2021 vor. 

Pressemitteilung des IGFT-Vorstand zu den Empfehlungen der Theaterjury und der geplanten Neukonzeption des Theaters am Petersplatz: http://freietheater.at/igft_post/ig-freie-theaterarbeit-zur-konzeptfoerderung-2018-2021/

 

Ergänzende Information zu den gleichzeitig erfolgten 1- und 2-Jahresförderungsempfehlungen in der Projektförder-Schiene durch das Kuratorium für Theater, Tanz und Performance und die Wiener Theaterjury:

 

Keine Empfehlung für Jahresförderungen ab dem Jahr 2018 – vor dem Hintergrund vorangehender Jahres- bzw. Konzeptförderungen – erhielten:


Bilderwerfer – Chimera: 2004-2015 kontinuierlich Jahresförderungen

Blaschke Georg – M.A.P.: 2011-2017 kontinuierlich Jahresförderungen 

Nomad-theatre: 2016, 2008 und 2007 Jahresförderungen

Superamas 2016 & 2017, sowie 2014 & 2015: Zweijahresförderungen; 2005-2013 Konzeptförderung

 

Für diese Gruppen und weitere weder mit Konzept-, noch mit Jahresförderungen bedachte Gruppen und Gruppierungen (Makemake, Salon 5 - Iffland & Söhne, Echoraum, Wiener Wortstätten und Wiener Klassenzimmertheater) gilt:
Ein Ende der Jahresförderung "hat für die betroffenen Gruppen zumeist dramatische Konsequenzen. Nach Jahren erfolgreicher Arbeit nun aus der Konzeptförderung zu fallen, gerät für die meisten Künstler_innen zur unmittelbaren Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz."

Überblicksanhang „Konzeptförderung in Zahlen“: http://freietheater.at/wp-content/uploads/2017/03/ANHANG_Konzeptfoerderung_in_Zahlen_28032017.pdf

Förderempfehlungen Theaterjury: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/theaterfoerderung.html

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IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

 

Nach über zehn Monaten Beratungszeit hat die Wiener Theaterjury in der vergangenen Woche ihre Empfehlungen zur Konzeptförderung für Darstellende Künste 2018-2021 vorgestellt.

Einige wenige Freie Gruppen sind erstmals in der 4-Jahresförderung vertreten. Für den überwiegenden Teil der in der neuen Runde geförderten Freien Gruppen blieben die empfohlenen Summen hinter deren Erwartungen zurück. International erfolgreiche Wiener Ensembles etwa erhalten trotz steigender Kosten abermals den unveränderten Förderbetrag. Darüber hinaus hat die Jury einige bislang konzeptgeförderte Gruppen lediglich mit ein- und zweijährigen Förderperspektiven bedacht.

Ein Ende der Konzeptförderung hat für die betroffenen Gruppen zumeist dramatische Konsequenzen. Nach Jahren erfolgreicher Arbeit nun aus der Konzeptförderung zu fallen, gerät für die meisten Künstler_innen zur unmittelbaren Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

 

Wir fordern die Kulturpolitik auf, sozial verträgliche Ausstiegsszenarien
für nicht mehr geförderte Künstler_innen zu entwickeln.

 

Anders als bei ehemaligen Leiter_innen von Mittelbühnen und Privattheatern, denen gegenüber sich die Stadt Wien wiederholt erfreulich generös zeigte, ist sie ihrer sozialpolitischen Verantwortung gegenüber freien Künstler_innen bislang nur unzureichend nachgekommen.

 

Gemeinsames Ziel muss sein, die Gleichung Freie Kunst = Prekariat endlich aufzulösen!

 

Auch frühere Konzeptförderungsjurys haben die Notwendigkeit bekräftigt, die Förderhöhen anzuheben, um gesetzeskonforme Anstellungen und Honoraruntergrenzen zu garantieren. Eine Umsetzung in der Förderpraxis lässt bislang auf sich warten.

Das durchschnittliche Einkommen österreichischer Künstler liegt bei etwa 1000,- Euro monatlich und somit knapp über der Armutsgefährdungsgrenze. Das Einkommen von Künstlerinnen liegt nochmals 30% darunter.

 

Prekariat hat einen Genderaspekt.

 

Vor dem Hintergrund knapper werdender Budgets ist es hoch an der Zeit die gesamte Wiener Theaterlandschaft insgesamt neu zu überdenken und die kontinuierlich weiter aufklaffende Schere zwischen bislang ausreichend auf der einen und in schlechter Tradition zu niedrig dotierten Organisationen auf der anderen Seite zu schließen. Künftige Förderungen sollen Index-Anpassungen, Generationsmanagement und gendergerechte Bezahlung professioneller künstlerischer Tätigkeiten berücksichtigen.

 

Freie „Freie Szene“?

 

Das Budget für die Freien beziffert der Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny mit stattlichen 25 Millionen Euro – ein Budget, das sich auch im internationalen Vergleich in der Tat sehen lassen kann.

Allein die großen Brocken dieses Fördertopfs erhalten Spielstätten und Privattheater, die man in Wien früher zum Bereich der „Mittelbühnen“ gezählt hat. Darunter sind zweifellos auch Institutionen, die der Freien Szene notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die eigentliche Freie Szene jedoch, nach wie vor der Fokus neuer ästhetischer Entwicklungen und politischer Haltung in der zeitgenössischen Darstellenden Kunst stagniert in Wien seit über einem Jahrzehnt. Eine Besorgnis erregende Tendenz.

 

Umverteilung – nicht nach oben, sondern nach unten!

 

Wer in irgendeiner Weise institutionalisiert ist, überlebt recht und schlecht weiter, wer es vorzieht, tatsächlich frei zu arbeiten und dies auch oftmals mit großer überregionaler Strahlkraft, setzt sich dem erhöhten Risiko aus, von einem Tag auf den anderen ohne Förderung dazustehen.

Das Förderbudget für Einzelprojekte wurde seit vielen Jahren nicht erhöht und neue wichtige und unverzichtbare Förderschienen wie die Wiederaufnahmeförderung, die in Zusammenarbeit von MA7, Theater-, Tanz-, Performance-Kuratorium und der IG Freie Theaterarbeit entwickelt wurde, werden aus dem Budget der Einzelprojektförderung gespeist und nicht etwa durch eine Umschichtung im Gesamtbudget.

 

Petersplatz – free & fair

 

Die IG Freie Theaterarbeit begrüßt die Empfehlung der Theaterjury, das ehemalige Theater am Petersplatz, bislang WERK X-Eldorado aus dem Verbund mit WERK X herauszulösen, mit eigenem Budget und einer eigenen Leitung weiterhin als Haus für die Freie Szene mit Schwerpunkt auf zeitgenössisches Sprechtheater zu definieren. Das ist ein wichtiges und notwendiges Signal für die Künstler und Künstlerinnen!

Der neue Petersplatz braucht transparente Regeln für die Zusammenarbeit von Haus und Gruppen, die Karriereläufe, Erfahrungsstand etc. mit berücksichtigen - mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit (längere Spielserien). Die Zusammenarbeit mit anderen städtischen und überregionalen Partnern (gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Touring) kann bis zu einem gewissen Grad Kosten sparen, soll vor allem aber der Entfaltung künstlerischer Qualität dienen. Mit dem neuen Petersplatz wird ein aktueller Brennpunkt der Freien Szene geschaffen werden und ein zukunftsweisendes Modell für lebbare Arbeitsbedingungen von Künstler_innen nach dem Motto free & fair.

Die Ausschreibung der Leitung soll eine Person ermitteln, die sich uneigennützig als zuverlässiger Partner für die Interessen der freien Künstler_innen einsetzt. Grundsätzlich kann der neue Petersplatz auch von einer Künstler_in geleitet werden. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass die Leitungspersönlichkeit auf eine Realisierung eigener Projekte an dem von ihm/ihr betreuten Haus verzichten sollte.

 

Vorstand der IG Freie Theaterarbeit, 28.3.2017


Überblicksanhang „Konzeptförderung in Zahlen“: ANHANG_Konzeptfoerderung_in_Zahlen_28032017

Förderempfehlungen Theaterjury: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/theaterfoerderung.html

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8. März an 365 Tagen im Jahr!

Widerstand – nicht nur – am internationalen Frauen*kampftag

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 6.3.2017

Am kommenden 8. März werden in Österreich und weltweit wieder Frauen* auf der Straße und an anderen Orten für ihre Rechte und gegen Unterdrückung, Sexismus und patriarchale Systeme kämpfen. Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt aufgrund von Geschlecht werden meist nicht isoliert erfahren, sondern sind verschränkt mit Unterdrückung aufgrund von ethnischem, sozio-ökonomischem und geographischem Hintergrund, Liebes-, Begehrens- und Beziehungsformen, Aussehen, körperlicher und psychischer Verfasstheit, Religion, Sprache, Aufenthaltsstatus, Alter und vielem mehr.

In Österreich verdienen Frauen* um fast ein Viertel weniger als Männer*, sie sind in vielen gesellschaftlichen Machtpositionen weit weniger vertreten, in vielen Situationen sind sie psychischer, sexueller und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.
Frauen*, vor allem Alleinerzieherinnen*, Frauen* ohne österreichische Staatsbürgerinnenschaft und über lange Zeit Arbeitslose*, sind verstärkt von Armut betroffen – die Reformen der Mindestsicherungsregelungen durch die ober- und niederösterreichischen Landesregierungen bedeuten massive Verschlechterungen für asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Frauen*, Kinder sowie Frauen* mit Behinderungen.
Österreichische Politiker_innen wollen Frauen* vorschreiben, welche Kleidungsstücke sie (nicht) zu tragen haben und instrumentalisieren feministische Forderungen für ihre rassistische und sexistische Politik.

Im Kunst- und Kulturbereich, der von prekären Arbeitsverhältnissen ebenso wie von ausbeuterischen Praktika geprägt ist und in dem die soziale Lage der Kunst- und Kulturschaffenden anhaltend schlecht ist, sind Frauen* überproportional vertreten. In den Chefetagen dreht sich dieses Verhältnis wieder um, und es ist kein Einzelfall, dass der Museumsdirektor zwanzig Mal so viel verdient wie die Kunstvermittlerin*. Der Median des persönlichen Jahreseinkommens von Künstlerinnen* lag in der letzten Erhebung bei 10.700 Euro netto, Gender Pay Gap 26%.

Gegen all das gibt es Widerstand auf zahlreichen Ebenen!
Nicht nur am 8. März, sondern 365 Tage im Jahr!


Veranstaltungen zum 8. März:
(Männer* informieren sich vorher, ob sie auch eingeladen sind)

# Frauen wollen mehr: Women’s Strike!
Ob ein ganzer Tag, eine Stunde oder ein paar Minuten: Nimm dir Zeit für deine Rechte!
https://www.facebook.com/events/1785615181759955/


Wien
# Frauenstreik der Alleinerzieherinnen vor dem Parlament
8. März 2017, 17–18 Uhr vor dem Parlament
https://www.facebook.com/events/1833773396899280/

# Demo Take Back The Streets – Jeden Tag 8. März“
8. März 2017, Treffpunkt: 17 Uhr, Urban-Loritz-Platz
https://www.facebook.com/events/612685098919583/

# Autonome FrauenLesbenDemo
8. März 2017, Treffpunkt: 18 Uhr Mariahilferstraße/Broda-Platz/U3 Station
https://www.facebook.com/events/1236747409707983/

# Frauentag im Wiener Rathaus
8. März 2017, 15 Uhr–19 Uhr 30, Rathauspark
https://www.facebook.com/events/774550042707318/

# Ausstellung „Dicimos- Sichtbarkeit“- Romnja Mitten in Wien
Vernissage: 4. März 2017, weitere Termine folgen auf der Homepage
http://vivaro.at/Projekte/portr%C3%A4ts/index.html

# FrauenFilmTage Wien
2. bis 9. März 2017, Metro Kinokulturhaus
http://www.frauenfilmtage.at/

# Tricky Women 2017 – Internationales Animationsfilmfestival,
15. bis 19. März 2017, Metro Kinokulturhaus
http://www.trickywomen.at/de

# Internationaler Frauentag im Votivkino,
8. März 2017, 15 – 22 Uhr, Votivkino, Währingerstraße 12
https://www.facebook.com/events/1872872596287666/

# Das politisch-literarische Quartett: Lesung mit Nicole Alecu de Flers, Jessica Beer, Alev Çakır und Sonja Luksik
8. März 2017, 18 – 21 Uhr, Bezirksmuseum Hietzing, Am Platz 2
https://www.facebook.com/events/139776819872046/

# Erstpräsentation: Nadine Kegele – “Lieben muss man unfrisiert”
8. März 2017, 19 Uhr 30 – 21 Uhr, phil, Gumpendorferstraße 10-12
https://www.facebook.com/events/1836040783340635/

# International Women’s Day im English Cinema Haydn,
Special Screening: “Hidden Figures”
8. März 2017, 20 – 22 Uhr, English Cinema Haydn, Mariahilferstraße 57
https://www.facebook.com/events/1740015786015336/

# 3. Feministische Lesung „Männer sammeln wir nicht“
9. März 2017, 19 – 21 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8
https://www.facebook.com/events/1202728446462242/

# Widerstand – Vortrag – Film – Präsentation
Vortrag: Ida Pfeiffer: Eine Schriftstellerin im Biedermeier
Film: Margarete Schütte-Lihotzky im Widerstand gegen den Nationalsozialismus,
Präsentation: Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und Verein Drehungen
11. März 2017, 14 – 18 Uhr, Urania, Uraniastraße 1
https://www.facebook.com/events/1840625116208669/

# Filmvorführung: “Der lange Arm der Kaiserin”
Diskussion mit Mag.a Maria Sagmeister (Universitätsassistentin am Institut für Rechtsphilosophie) und Dr.in Brigitte Hornyik (Österreichischer Frauenring).
16. März 2017, 18 Uhr 30 – 21 Uhr 30, Juridicum, Schottenbastei 10-16
https://www.facebook.com/events/1092170060906461/

# In welchen Räumen lehren_lernen? bell hooks’ Engaged Pedagogy als Modus der Kritik
Vortrag mit Belinda Kazeem-Kamiński
16. März 2017, 18 Uhr 30, Institut für Politikwissenschaft, Konferenzraum (A 222)
https://politikwissenschaft.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_politikwissenschaft/Veranstaltungen/2017/csl_flyer_A5_web.pdf

# Workshop Rassismus, Sexismus und Sprache
Sprachanalysen und Schreibübungen zu rassistischen sowie sexistischen Begriffen und Be_Nennungen, mit Natasha A. Kelly
17. März 2017, 12 – 17 Uhr, Verein Frauensolidarität, Sensengasse 3
https://www.facebook.com/events/1955431321351700/

# Afrokultur: der raum zwischen gestern und morgen, black feminist perspectives
Lesung und Diskussionsveranstaltung mit Natasha A. Kelly
17. März 2017, 18 – 21 Uhr, Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41
https://www.facebook.com/events/1001619359984851/

# Matinee mit Nancy Fraser, Eli Zaretzky, Marlene Streeruwitz und Walter Baier
18. März 2017, 11 – 13 Uhr, KosmosTheater, Siebensterngasse 42
https://www.facebook.com/events/1053407424804341/


Steiermark

# Demo am 8. März – Internationaler Frauentag
8. März 2017, Treffpunkt: 17 Uhr Beim Griesbäcker, Griesgasse 48, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Nelken und Flugblatt-Verteilaktion
Pressegespräch mit Elke Kahr, Claudia Klimt-Weithaler
8. März 2017, 10-12 Uhr, Herrengasse, Graz
Organisation/Veranstalterin: KPÖ
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Verteilaktion Brot und Rosen
8. März 2017, 15 Uhr, Herrengasse/Ecke Landhausgasse, Graz
Organisation/Veranstalterin: SPÖ
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# FrauenStadtSpaziergang: Organisierte Liebe
8. März 2017, 15 Uhr, Treffpunkt beim Frauenservice Graz
Organisation/Veranstalterin: Verein Frauenservice Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Frauenpreis der Stadt Graz
8. März 2017, 19 Uhr, Gemeinderatssaal, Rathaus, Hauptplatz, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Diskussion 20 Jahre und kein bisschen leise
10. März 2017, 19:30 Uhr, Bildungszentrum der KPÖ, Lagergasse 98a, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Femfest
11. März 2017, 13 Uhr Volksgartenpavillon, Graz
Organisation/Veranstalterin: Sozialistische Jugend
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Frauenkaffee (nur für Frauen) – KPÖ
12. März 2017, 10 Uhr, KPÖ Bildungsverein, Lagergasse 98a, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Femfest
12. März 2017, 13 Uhr Volksgartenpavillon, Graz
Organisation/Veranstalterin: Sozialistische Jugend
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42


Salzburg

# Get out and fight! Frauen*Lesben*Inter*Trans*Demo zum Frauen*kampftag 2017
8. März, 18 Uhr, Salzburg, Alter Markt
https://takeovertour.noblogs.org/post/2017/02/14/sbg-get-out-and-fight-frauenlesbenintertrans-demo-8-3-2017/

# Frau&Film #5: Gender-Incentives – Woman at Work: Podiumsdiskussion und Film
8. März, 19 Uhr: Diskussion, 20 Uhr: Film, Das Kino Salzburg
http://www.fc-gloria.at/fraufilm-5-gender-incentives-woman-at-work/


Kärnten

# Frauenpolitik - gestern - heute - morgen Red ma miteinander ...  Runder Tisch und Diskussion
7. März 2017, 18.30 Uhr, SPÖ-Kärnten, Lidmanskygasse 15,  Klagenfurt
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Kärnten
http://www.mein-klagenfurt.at/mein-klagenfurt/events-veranstaltungen/eventkalender-klagenfurt-am-woerthersee/

# Internationaler Frauentag 2017 - Auf den Spuren weiblicher Geschichte und Politik – Führung
8. März 2017, 14:00–15:00, Wappensaal im Landhaus Klagenfurt
http://www.landesmuseum.ktn.gv.at/210225_DE-LMK-Veranstaltungen.?veranstaltung=550

# Aktivitäten zum Frauentag in Villach
http://www.stadthalle.villach.at/stadt-service/presse-und-medienportal/pressemeldungen/frauentag


Oberösterreich

# 8. März – Internationaler Frauentag
8. März 2017, 15 Uhr Volksgarten, Musiktheater Linz
http://www.feminismus-krawall.at/


Niederösterreich

# Clowneskes Bühnenstück mit Vertikalseilakrobatik „Pleite in Sichtweite“
8. März 2017, 20 Uhr, Freiraum St. Pölten, Herzogenburgerstraße 12.
Organisation/Veranstalterin: Frauenplattform St. Pölten in Kooperation mit den österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen
http://www.freiraum-stp.com/#/events/96

# Szenische Lesung von Isa Hochgerner „Die ERSTE“
9. März 2017, 19 Uhr, Rathaus St. Pölten, Rathausplatz 1
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Bezirksfrauenkomitees St. Pölten
https://www.stp-konkret.at/lebensqualitaet/gesundheit-und-soziales/2357/programmuebersicht-zum-internationalen-frauentag/lesen.htm

# Lesung „Maria Theresia ganz privat: Kinder, Kirche & Korsett“
11. März 2017, 10 Uhr, Stadtbücherei St. Pölten, Prandtauerstraße 7
Organisation/Veranstalterin: Büros für Diversität St. Pölten in Kooperation mit der Stadtbücherei St. Pölten
https://www.stp-konkret.at/lebensqualitaet/gesundheit-und-soziales/2357/programmuebersicht-zum-internationalen-frauentag/lesen.htm


Burgenland

# Susanne Blumesberger: Vortrag über Marie Franzos (1870-1941), Ausschussmitglied und Bibliothekarin des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereines
9. März 2017, 18 Uhr, Europahaus Burgendland, Campus 2, Eisenstadt
https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/freizeit/internationaler-frauentag-zwei-events-im-europahaus-d2040414.html

# "Mut zur Hoffnung – Freude am Teilen" – Begegnungen mit Migrantinnen und Ansässigen
9. März 2017, 19 Uhr 30, Europahaus Burgenland, Campus 2, Eisenstadt
https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/freizeit/internationaler-frauentag-zwei-events-im-europahaus-d2040414.html


Tirol

# kinovi[sie]on. Filme von Regisseurinnen
8. März 2017, ab 18:00 Uhr, Leokino, Anichstraße 36, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: kinovi[sie]on
http://www.leokino.at/index.php?disp=kinovisieon

# Frauentagsfest der SPÖ-Frauen Tirol
8. März 2017, 17:00 Uhr, Parteihaus der SPÖ Tirol, Salurner Straße 2, Erdgeschoß, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Frauen Tirol
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Frauenpower. Der Weg in die Politik
10. März 2017, 19:00 Uhr, FrauenLesbenZentrum Innsbruck, Liebeneggstraße 15, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Die Innsbrucker Grünen
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Lesung frauenbewegter Texte mit Musik, Gesang und Brunch
11. März 2017, 11:03 Uhr, Öffentlichen AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstr. 19, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft– AEP
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# „Pleite in Sichtweite“. Ein clowneskes Stück mit Vertikalseil
13. März 2017, 19:00 Uhr, Haus Vier und Einzig, Hallerstraße 41,
Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Feministische FrauenLesbenVernetzung (FLV)
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Frauen mit Lernschwierigkeiten im Spannungsfeld von Selbst- und Fremdbestimmung.
Erfahrungen und Ergebnisse aus einem partizipativen Forschungsprozess
15. März 2017, 19:00 Uhr, Institut für Erziehungswissenschaften, Kursraum im Erdgeschoss,
Liebeneggstraße 8, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Institut für Erziehungswissenschaften, Lehr- und Forschungsbereich Disability Studies und Inklusive Pädagogik
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Rechter Antifeminismus – Frauen im Rechtsextremismus
17. März 2017, 19:00 Uhr, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft– AEP, Schöpfstraße
19, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Die Grünen Frauen Tirol
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Fem*Slam – queer-feministisches Open Mic ft. Yasmo
18. März 2017, ab 15:00 Uhr, Die Bäckerei-Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Verband Sozialistischer Student_innen VSStÖ Innsbruck
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf



Kulturpolitische Positionen:

__/  Gemeinsame Forderungen kulturschaffender Frauen in Österreich
www.frauenkultur.at

__/ Forderungskatalog der Plattform #istnoetig „15 Forderungen an die Kulturpolitik“
istnoetig.noblogs.org/15-forderungen

__/ Frauen in der Kunst – feministische Kulturpolitik, In: 42 Monate IMAG - eine Bilanz. Hg. Kulturrat Österreich, Wien, Dezember 2012
kulturrat.at/agenda/imag/materialien/42monate/feministischekulturpolitik


* Das Sternchen wird verwendet, um auf die Konstruktion von Geschlecht und Geschlechternormen hinzuweisen und um explizit alle Menschen, die sich als Frauen* verstehen, mit einzuschließen, unabhängig davon, welches Geschlecht ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.


 Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien
contact@kulturrat.at
http://kulturrat.at
http://twitter.com/kulturrat_oe

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Weltkulturerbe: Unverzichtbar und kein Handelsgegenstand

ARGE Kulturelle Vielfalt UNESCO: Stellungnahme zum Weltkulturerbe Wien

Offener Brief an die Österreichische Bundesregierung und die Wiener Stadtregierung

 

Weltkulturerbe: Unverzichtbar und kein Handelsgegenstand

 

Die Klausurtagung der ARGE kulturelle Vielfalt stellt mit allem Nachdruck fest, dass das Wiener Innenstadtbauerbe, das zum Weltkulturerbe zählt, nicht dazu da ist, um Bauprojekte von Investoren attraktiver zu machen, die ihre Immobilien unter Ausnützung der optischen und räumlichen Ressourcen der Wiener Innenstadt bei gleichzeitiger Nichtbeachtung der historischen Bau-Umgebung in ihrem Wert optimieren möchten.

 

Der Titel „Weltkulturerbe“ ist eine noch relativ junge Auszeichnung aus den 1970er Jahren. Er dient nicht nur zur Hervorhebung von Objekten und Stätten von außergewöhnlichem universellen Wert, er soll vor allem diese Objekte und Stätte vor Zerstörungen oder vor Eingriffen in Schutz nehmen, die ihr ursprüngliches Aussehen entscheidend verändern. Er ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Bewahren von einzigartigen noch erhalten gebliebenen kulturellen Beständen der Welt. Zu diesen Stätten gehören die Wiener Innenstadt sowie einige weitere Objekte und Stätten in Wien und Österreich.

 

Trotz schwierigster baulicher Anforderungen (nachträglicher U-Bahn-Bau, Stadtautobahnen, Hochwasserschutz etc.) ist es Wien bisher gut gelungen, zugleich sein bauliches Erbe zu bewahren und ein attraktives heutiges Wien zu schaffen. Wien ist ein architektonisches und städtebauliches Musterbeispiel für kulturelle Kontinuität, entwickelte Vielfalt und moderner Stadt. Diese Qualität muss erhalten bleiben. Auch wenn es noch so attraktiv sein mag, auf teuersten Wiener Innenstadtplätzen Luxuswohnraum zu schaffen, es gibt einen größeren Wert, auf den zu achten ist, die Erhaltung des Weltkulturerbes. Dessen Erhaltungsverpflichtung ist für die Wiener Innenstadt von ganz besonderer Bedeutung, da der österreichische Denkmalschutz keinen Ensemble- bzw. Umgebungsschutz kennt.

 

Der Bau eines Hochhauses auf Wiener Weltkulturerbeboden ist nur unter Missachtung der Voraussetzungen des Prädikats Weltkulturerbe möglich, seine von der Wiener Stadtregierung dazu eingeleitete Flächenumwidmung, ohne die Stellungnahme der UNESCO abzuwarten, ist eine Brüskierung der Kulturorganisation der UNO und des kulturellen Wien ohnegleichen.

 

Österreich ist dem „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“

beigetreten, mit BGBL.Nr.60/1993 ist es innerösterreichischer Rechtsbestand geworden. Zudem hat sich Österreich auch zur den 2015 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossenen „Sustainable Development Goals“ verpflichtet, deren Ziel 11.4 lautet, „die Anstrengungen zum Schutz und zur Wahrung des Weltkultur- und Naturerbes zu verstärken“.

 

 

Die Klausurtagung der ARGE kulturelle Vielfalt fordert die Stadt Wien zur uneingeschränkten Einlösung der von der Republik Österreich und Wien mit der UNESCO eingegangenen Verpflichtungen beim Umgang mit seinem Weltkulturerbe auf. 

 

gezeichnet von:

Burgenländischer PEN-Club
Katharina Tiwald

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden
Maria Anna Kollmann

IG Autorinnen Autoren
Gerhard Ruiss

IG Freie Theaterarbeit
Barbara Stüwe-Eßl

IG Kultur Österreich
Gabi Gerbasits

Kulturrat Österreich
Maria Anna Kollmann

Österreichischer Musikrat
Harald Huber

Tschecho-slowakisch-österreichisches Kontaktforum
Zuzana Brejcha

 

Mirjam Mikacs

Ludwig Laher

Oliver Testor 

 

Eisenstadt / Wien, 1. März 2017

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SOS Mitmensch: Schutz des Demonstrationsrechts in Österreich

Hier geht es zur Petion für die Aufrechterhaltung des Demonstrationsrechts in Österreich in gewohnter Form: http://www.sosmitmensch.at/bereits-mehr-als-1.500-unterzeichnen-fuer-schutz-des-demonstrationsrechts

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