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IG Kultur Wien: Schweigende Mehrheit gewinnt den Preis der freien Szene Wiens 2016

Presseaussendung 15.10.2016


"Die Schweigende Mehrheit" gewinnt den Preis der freien Szene Wiens 2016

Förderpreise gingen an: "Nein das kann nicht weg. Die Kampagne 'mo.ë bleibt' als Kunst- und Kulturprojekt" und "Das Einbaumöbel".

Dezentrale Stadt- und Kulturpolitik braucht Vernetzung und Umverteilung!


Am Samstag, den 15. Oktober 2016, wurde in den Räumlichkeiten des Wiener WUK der diesjährige Preis der freien Szene Wiens verliehen.


Die Gewinner_innen sind:

Die Schweigende Mehrheit - Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene

Die Kampagne "mo.ë bleibt" als Kunst- und Kulturprojekt

Einbaumöbel


Die Einreichungen zum Preis der freien Szene machen sichtbar, welch vielfältige Initiativen und Projekte es in der Stadt gibt, so Günther Friesinger von der IG Kultur Wien.


Die IG Kultur Wien vergibt seit 2004 durch die Stadt Wien finanzierte Preisgelder an Projekte der freien Szene Wiens in der Höhe von insgesamt € 7.000,–.

Die partizipativ vergebenen Preise sollen den Blick darauf fokussieren, was in der Stadt Wien abseits von hoch subventionierter und institutionalisierter Kultur stattfindet. Der Preis der freien Szene (1. Platz) ist mit € 3.000,–, die beiden Förderpreise (zwei 2. Plätze) sind mit je € 2.000,– dotiert. Die Projekte können sowohl von Einzelpersonen als auch von Vereinen, Gruppen, Initiativen und Kooperationen eingereicht werden, deren rechtlicher Sitz in Wien ist und deren eingereichte Projekte in Wien oder großteils in Wien stattfinden. Ihre Tätigkeit darf nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Dabei wird von allen Einreichungen eine Sensibilität bezüglich Genderfragen und gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen erwartet. Weiters muss Unabhängigkeit von Einrichtungen der öffentlichen Hand, Körperschaften öffentlichen Rechts, Gebietskörperschaften, Kirchen oder Parteien gegeben sein.


Wesentliche Zielsetzungen des Preises der freien Szene sind die verstärkte Sichtbarmachung und Vernetzung freier und autonomer Kulturarbeit.


Den diesjährigen Rahmen der Preisverleihung bildete das kultcamp16 - das Barcamp zu dezentraler Stadt- und Kulturpolitik in Wien. Das Thema dezentrale Kulturarbeit ist ein Schwerpunktthema im aktuellen Koalitionsprogramm der rot-grünen Stadtregierung. Wir sind fest davon überzeugt, dass es, wenn das Thema „dezentrale Kulturarbeit Wien“ ernsthaft, nachhaltig und glaubwürdig angegangen werden soll, Inklusion, Partizipation und offener Formate bedarf, die Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und Know-how-Transfer bieten.

Mit dem kultcamp16 wurde ein erster erfolgreicher Schritt in diese Richtung getan:

Rund 30 Teilnehmer_innen aus stadt- und kulturpolitischen Initiativen sowie der Politik sind der Einladung ins WUK gefolgt. Diskutiert wurden Themen wie Utopien und Dystopien einer Stadt- und Kulturpolitik, Vernetzung, Kooperationspartner_innen, Transparenz und Zwischennutzung.

Ein Podium zum Thema "lokal.dezentral - Kulturarbeit in der Stadt" hat abschließend wesentliche Fragestellungen und Forderungen auf den Punkt gebracht.

Forderungen an die Kulturpolitik sind Umverteilung hin zur freien Szene, die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Möglichkeit der Selbstorganisation ohne Selbstausbeutung sowie langfristige Nutzungsmöglichkeiten um Handlungsräume aufzumachen, stellt Siglinde Lang resümierend fest.


Die Forderungen und Visionen dieses Tages nimmt sich die IG Kultur Wien mit in ihre Arbeit als Interessenvertretung der freien Szene!


Blätterkatalog - alle Einreichungen zum Preis der freien Szene Wiens 2016

http://igkulturwien.net/blaetterkataloge/preis16-einreichungen/


Preis der freien Szene Wiens - weiterführende Informationen

http://www.igkulturwien.net/preise-der-freien-szene/preis16/


Kultcamp16

http://www.igkulturwien.net/kultcamp/


Rückfragehinweis:

Fanja Haybach

IG Kultur Wien

Gumpendorfer Straße 63b/3

1060 Wien - Austria


Tel: +43 1 2362314

Mobil: +43 660 674 42 96

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www.igkulturwien.net