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Dachverband Salzburger Kulturstätten: Presseaussendung zur Bürgermeisterwahl Salzburg

Die Kulturstadt braucht Mut und klare Positionen


Der Dachverband Salzburger Kulturstätten fordert die Bürgermeisterkandidaten und -kandidatin auf zur Kultur in der Stadt Salzburg Stellung zu beziehen – und nennt einige offene Baustellen. 


»Salzburg ist Kulturstadt« – da dürften sich alle KandidatInnen zur Bürgermeisterwahl wohl einig sein. Im Detail verraten die meisten Kandidatinnen aber nur wenig über ihre kulturpolitischen Positionen. »Kultur ist so ein bedeutender Faktor in der Stadt – vom Tourismus bis zur Lebenskultur –, dass die Wähler und Wählerinnen wissen müssen, was sie erwartet«, sagt Karl Zechenter, Obmann des Dachverband Salzburger Kulturstätten: »Kultur ist Thema. Wir fordern die Kandidaten dazu auf klar zu sagen, was und wie sie die Kultur Salzburgs mitgestalten wollen. Die Kulturstadt braucht Mut und klare Positionen«. Der Dachverband Salzburger Kulturstätten vertritt insgesamt 75 Kulturstätten, davon 46 in der Stadt Salzburg.


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Die offenen Baustellen: Kulturhauptstadt, Rauchmühle

Wer die Wahl hat, hat die Qual – das muss nicht unbedingt sein: In Salzburg gibt es in der Kultur viele Projekte, bei denen sich ein zukünftiger Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin profilieren kann: »Wie steht es mit kulturellen Aktivitäten in den Stadtteilen und wird das Festspiel-Festjahr 2020 ein Fest für alle SalzburgerInnen? Erhält der Sound der Jugend genauso viel Raum, wie ein Sound of Music-Museum? Wie werden die finanziellen Schwerpunkte hier gesetzt? Wer Kultur nur als Mittel zum Tourismus sieht, braucht sich über den Verlust an Lebensqualität nicht zu wundern.« 


  • Kultur finanzieren: Kulturbudget erhöhen, mittelfristig absichern!

Das ist die entscheidende Frage: Wie halten es die PolitikerInnen mit der Finanzierung? »Mindestens 1% des Gemeindebudgets für zeitgenössische Kulturproduktion und –vermittlung«, sagt dazu Karl Zechenter. Mittelfristige Förderungen haben sich bewährt – alle KandidatInnen – mit Ausnahme der FPÖ – wollen sie beibehalten. Und Salzburg braucht einen Impuls um neues zu ermöglichen – in der kulturellen Bildung, Veranstaltungen und Vermittlung in allen Stadtteilen. Fair Pay für Kulturarbeit muss dabei eine Selbstverständlichkeit sein. 


  • Rauchmühle vorantreiben!

Wo proben Salzburgs Theaterschaffende, Tänzer, Tänzerinnen und Chöre ihre Auftritte? In kaum geeigneten Räumen – seit Jahren ist das Problem der Probennot der Stadt bekannt und im eigenen Kulturleitbild benannt. »Ein zukünftiger Bürgermeister oder Bürgermeisterin kann hier Mut und Weitblick erweisen und endlich den vielen Salzburger Gruppen ein Probenhaus zur Verfügung stellen«, so Zechenter. Bestehende Pläne dazu dass in der Rauchmühle umzusetzen, sind wieder verschwunden. Die zentrale Frage der Interessenvertretung: Bleibt es beim Probenzentrum oder denkt man hier etwa bereits an eine andere, kommerziell »interessante« Nutzung des Gebäudes? Zudem: es fehlen noch adäquate Probenmögklichkeiten für MusikerInnen! 

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