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Betreffend die Vergabe der ehem. Sargfabrik/F23

Presseaussendung

IG Kultur Wien

31.1.2018


Die IG Kultur Wien kritisiert die gestern bekannt gewordene Vergabe der

ehemaligen Sargfabrik, Breitenfurter Straße 176, an die Soravia

Investment Holding GmbH durch Wohnbaustadtrat Ludwig.


Es ist inakzeptabel, dass von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny gegebene

Versprechen an die Betreiber des F23.wir.Fabriken zur Weiternutzung des

Areals gebrochen wurden. Das Konzept von F23 ist die Chance ein

niederschwelliges Kulturzentrum umsetzen. Durch die Vergabe an eine

gewinnorientierte Immobilienfirma wird die Möglichkeit langfristig einen

soziokulturellen Mehrwert zu schaffen vergeben.


Es kann nicht sein, dass kulturelle Bespielungen von Seiten der Politik

ausschließlich für Zwischennutzung willkommen sind. Ein dezentrales

Kulturzentrum wie F23 muss langfristig installiert werden, Zuschläge

dürfen nicht nur an finanzkräftige auf Rendite ausgerichtete

Immobilienfirmen vergeben werden. Zu erwarten, dass diese dann leistbare

kulturelle Nutzung ermöglichen, ist naiv. Dies hat nicht zuletzt der

Fall der Sofiensäle deutlich gezeigt. Diese wurde von Soravia u.a. mit

Steuergeldern saniert und inzwischen verkauft. So profitieren

Immobilienträger, nicht aber die Menschen, die dort leben. Es braucht

dringend Visionen für die Zukunft, die nicht allein dem Diktat des

Profits einer unternehmerischen Stadt verpflichtet sind. Wer

niederschwellige, dezentrale Kulturarbeit in den Außenbezirken wirklich

will, braucht auch den politischen Mut, diese zu finanzieren.


Mehr Infos unter:

http://www.igkulturwien.net/igkw-news/singlenews