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Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen in Österreich: erste bundesweite Bestandserhebung

Erhebungsblatt bis 30. September 2019 an Monika Nowotny (monika.nowotny@goeg.at) senden.

Erste bundesweite Erhebung der Aktivitäten zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen in Österreich

Im Rahmen der österreichischen Gesundheitsziele wird nun auch dem Stigma psychischer Erkrankungen der Kampf angesagt, um die weitreichenden Folgen zu verhindern und letztendlich die psychosoziale Gesundheit in der Bevölkerung zu fördern (Gesundheitsziel 9). Durch die Entstigmatisierung wird auch der soziale Zusammenhalt in der Bevölkerung gestärkt (Gesundheitsziel 5) und die gesundheitliche Chancengerechtigkeit gefördert (Gesundheitsziel 2).

In diesem Sinne werden nun erstmals die aktuellen und rezenten Anti-Stigma-Programme, -Projekte, -Initiativen und -Maßnahmen in Österreich bundesweit erhoben. Zu diesem Zweck wurde ein Erhebungsblatt entwickelt. Die im Feld tätigen Akteure und Akteurinnen bekommen damit die Chance, ihre Aktivitäten einzumelden und ihre Arbeit in einem thematisch sehr breit angelegten Ergebnisbericht darzustellen. Dieser erste Überblick über die Aktivitäten wird in weiterer Folge als Ausgangsbasis für ein koordiniertes multistrategisches Vorgehen gegen das Stigma psychischer Erkrankungen in Österreich dienen.  

Mit diesem Schreiben laden wir Sie ein, sich an der Erhebung zu beteiligen. Bitte melden Sie Ihre Aktivitäten bis 30. September 2019 an Frau Monika Nowotny (monika.nowotny@goeg.at). Wir bitten Sie auch, diese Information an andere Personen und Institutionen weiterzuleiten, die sich im Kampf gegen Stigma und für die Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen engagieren.

Bitte füllen Sie dasErhebungsblatt aus und schicken Sie es bis spätestens 30. September 2019 an Frau Monika Nowotny (monika.nowotny@goeg.at). Weitere Informationen finden sie im Begleittext. Bitte leiten Sie die Erhebungsunterlagen auch an andere Institutionen und Personen weiter, die sich für Entstigmatisierung engagieren.

Welche Aktivitäten werden in die Erhebung aufgenommen?
Bitte beachten Sie für die Auswahl Ihrer dargestellten Projekte, Programme, Maßnahmen bzw. Initiativen folgende Einschlusskriterien:
» Fokus psychische Gesundheit / Erkrankungen bzw. Zielgruppe Menschen mit psychischen Erkrankungen (inkl. Angehörige, psychosoziale Berufsgruppen)
» Fokus Entstigmatisierung (Bewusstseinsbildung, Chancengerechtigkeit, Inklusion)

Stigmatisierung ist ein Prozess, bei dem Menschen mit einer psychischen Erkrankung aufgrund von gesellschaftlich vorherrschenden negativen Stereotypen und Vorurteilen als minderwertig betrachtet, unter Druck gesetzt, in ihrer Identität beschädigt, diskriminiert oder gar aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Bei der Anti-Stigma-Arbeit wird daher von einem Interventionsspektrum ausgegangen, das diesen Prozess in seiner ganzen Breite - von der Bekämpfung von Vorurteilen bis zur Inklusion von Menschen mit psychischen Erkran-kungen - berücksichtigt. Die Kompetenzgruppe Entstigmatisierung hat folgende fünf Inter-ventionsebenen der Entstigmatisierung identifiziert:

  • Bewusstseinsbildung
  • strukturelle Benachteiligung abschaffen / Chancengerechtigkeit fördern
  • soziale Inklusion und Teilhabe fördern
  • Begegnung und zentrale Einbindung von Betroffenen fördern
  • Mental health advocacy

    Beobachtungszeitraum:
    In die Erhebung einfließen sollen aktuelle und rezente (in den letzten 5 Jahren durchgeführte) Anti-Stigma-Aktivitäten in Österreich. Für Gesetze, verbindliche Do-kumente und Forschungsarbeiten mit anhaltender Wirkung und Relevanz (z.B. Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention) gilt ein entsprechend längerer Zeitraum.

    Erhebungsblatt und Bericht:
    Bitte verwenden Sie das Erhebungsblatt, um Ihre Anti-Stigma-Aktivität entlang der vorgegebenen Rubriken zu beschreiben. Bitte beschränken Sie die Ausführungen auf das Wesentliche und halten Sie sich an die jeweils angegebenen Zeichenbegrenzungen. Größere Projekte bzw. Programme, die aus unterschiedlichen Ebenen und Initiativen bestehen, sollen möglichst in einem Erhebungsblatt zusammengefasst werden (z.B. Bündnis gegen Depression).

    Die zentralen Ergebnisse der Bestandserhebung werden in Form eines Berichts publiziert werden. Die von Ihnen übermittelten Erhebungsblätter stellen einen zentralen Bestandteil dieses Berichts dar und werden darin grundsätzlich unverändert abgebildet werden.

    Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:

    Dr.in Monika Nowotny, BA
    Tel.: 01 515 61 – 256
    E-Mail: monika.nowotny@goeg.at

    Mag.a Joy Ladurner, MSc
    Tel.: 01 515 61 – 259
    E-Mail: joy.ladurner@goeg.at

    Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!

    Aug 2019
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