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News - Aktuell IGFT

  • Ranking top, Leben flop

    freie theater - Der politische Kommentar / 4.3.2019

    Die IG Freie Theater veröffentlicht regelmäßig Kommentare zu aktuellen und grundsätzlichen Themen, welche die Situation der Künstler_innen und Künstler des Freien Darstellenden Bereichs betreffen.
    Wir reflektieren Zustände, Bedingungen und Strukturen mit dem Ziel, öffentlich Aufmerksamkeit für die zukunftsweisende Arbeit der Freien Darstellenden Künste herzustellen.      

    Ranking top, Leben flop

    "Gute Nachrichten für Österreich und Wien: Im internationalen Ranking der Unis haben österreichische und Wiener Universitäten Plätze gutgemacht, allen voran die Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, und insbesondere die Studienrichtungen der Darstellenden Künste. Durchgeführt wurde das Ranking von QS Quacquarelli Symonds, einer in London ansässigen Organisation mit Sitz in 5 Kontinenten und - laut eigenen Angaben - eine der führenden Firmen im Bereich Hochschulausbildung und deren Entwicklung.

    Als ein Grund für einen ersten Platz der Studienrichtung Darstellende Kunst wird u. a. die "hohe Beschäftigungsfähigkeit" der Studierenden angegeben.

    Im - letzten November veröffentlichten - Update der Studie „Soziale Lage der Kunstschaffenden und Kunst- und Kulturvermittlerinnen und -vermittler in Österreich 2018" wird jedoch von einem durchschnittlichen Jahres-Netto-Einkommen von € 5.000-7.000 gesprochen. Die oft wechselnden, befristeten, lückenhaften, schlecht bezahlten Engagements der Künstler_innen sind in der Szene Usus und längst intensiv diskutiert.

    So sehr zu begrüßen ist, dass Österreich und Wien einen Spitzenplatz in der Ausbildung von Künstler_innen aller Nationen in klassischen Kunstformen erreicht hat, so sehr ist Österreich und Wien nun gefordert, den Künstler_innen zukunftsweisende Formen der Tanz- und Theaterausbildung anzubieten und ihnen faire Arbeitsbedingungen und angemessene Einkommenssituationen zu ermöglichen.
    Immer mehr Künstler_innen sind auch in der Freien Szene tätig - und zwar absichtlich. Gerade die Freie Szene fördert die künstlerische Innovation und zeitgenössische Theater-, Tanz- und Performance-Formen.

    Den vielen gut ausgebildeten Künstler_innen mit all ihren neuen künstlerischen Ideen und Formaten ein Überleben auch abseits der etablierten Häuser möglich zu machen, ist eine wesentliche Herausforderung für die Politik. Die Theater, die Veranstaltungen/Produktionen auch abseits der festen Häuser sind voll, die Zuschauer sind neugierig auf die Arbeiten der Künstler_innen. Erhebungen in Deutschland - und erste Einschätzungen in Österreich - zeigen, dass die Zuschauerzahlen der Freien Szene mit denen der etablierten Häuser gleichauf liegen.

    Konkrete Vorschläge wie Honoraruntergrenzen, Arbeitsstipendien, alternative Produktionsstrukturen und -räume, Künstler_innen-Residenzen etc. liegen am Tisch und sollten rasch besprochen und umgesetzt werden.

    Weiters wird im Ranking der QS nicht thematisiert, dass in Österreich hinsichtlich der Ausbildungssituation für Performance Studies, Choreografie, für Theaterpädagogik und Dramaturgie noch Ausbaubedarf besteht, um an internationale Vorbilder heran zu reichen. 

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  • Montag/Dienstag; 8.+9. April 2019: SAVE THE DATE - Internationales Symposium

    FREIE SZENE - FREIE KUNST / Gartenbaukino, 1010 Wien

    Wir freuen uns, Sie am 8. und 9. April 2019 zu unserem gemeinsamen Symposium FREIE SZENE - FREIE KUNST einladen zu dürfen.

    Eine Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien Veronica Kaup-Hasler in Kooperation mit den Interessengemeinschaften IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica – music austria / Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst, IG Autorinnen und Autoren und IG Freie Theater.

    Weitere Infos auf facebook / freieszenefreie kunst und in Kürze auf twitter / freiekunst

    facebook
    www.freietheater.at
    Programm

    Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme und sind für Rückfragen gerne erreichbar.
    Mit herzlichen Grüßen,

    Ulrike Kuner und das Team der IG Freie Theater

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  • Programm: Symposium FREIE SZENE - FREIE KUNST

    Moderation: Martin Baasch

    Martin Baasch hat international große künstlerische Projekte realisiert, derzeit ist er Dramaturg am Schauspielhaus Graz.

    MONTAG, 08.04.2019

    10:00 BEGRÜSSUNG

    Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

    10:15 KEY-NOTE

    Bojana Kunst: LABOUR OF THE ARTIST, FEMINIST PRACTICES AND TROUBLES WITH THE INFRA-STRUCTURE (Vortrag in englischer Sprache)

    Bojana Kunst ist derzeit Professorin und Direktorin des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) an der Justus Liebig Universität Giessen, Deutschland, an der sie die Professur für den internationalen Masterstudiengang für Choreographie und Performance inne hat.

    10:45 FILM: INA WUDTKE, A PORTRAIT OF THE ARTIST AS A WORKER (RMX.) – 11‘
    A Portrait of the Artist as a Worker (rmx.) setzt sich auf witzige, provokative Weise für die Künstlerin in der zeitgenössischen Kunst Welt ein.

    11:00 Yvonne Gimpel, IG Kultur Österreich: VON DER UTOPIE DES MÖGLICHEN

    Yvonne Gimpel ist Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich.

    12:00 KULTURINITIATIVEN

    Irmgard Almer, IG Kultur Wien: Status Quo in Wien

    Thomas M. Stuck, Netzwerk freier Berliner Projekträume - und initiativen, Berlin: FAIR PAY VERSUS SELBSTAUSBEUTUNG – MODELLE UND BEISPIELE DER FINANZIERUNG
    Wie viel Geld fließt wohin, an wen und auch wofür?
    Eine kurze Vorstellung der Aufwendungen und Bedarfe anhand einer budgetären Bestandsaufnahme für Projekträume und –initiativen in Berlin und der daraus resultierenden Fördermaßnahmen.       

    Thomas Maximilian Stuck ist organisatorischer Leiter und Kurator von G.A.S-station und Künstler

    12:30 FILM

    Fabian Eder, Dachverband Filmschaffende: Status Quo in Wien

    Johannes Studinger, Leiter von UNI MEI

    NACHHALTIGE FILMPRODUKTION UND -FÖRDERUNG: FAIR - GLEICHBERECHTIGT – SOZIAL
    Notorisch schlechten Arbeitsbedingungen, unangemessene Vergütungsmodelle und mangelnde Gleichberechtigung geraten immer mehr in die Kritik. Nationale, europäische und internationale Organisationen der Filmschaffenden, Urheber*innen, Schauspieler*innen und Crewmitgliedern fordern konkrete Maßnahmen um rechtliche Rahmenbedingungen und Förderkriterien um den Filmsektor nachhaltig zu gestalten.

    Johannes Studinger ist Leiter der UNI MEI Global Union seit August 2009

    13:00 LITERATUR

    Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren

    WIENER KULTURPOLITIK. AM EIGENEN BEISPIEL – AM BEISPIEL DER LITERATUR
    Literaturförderungen in Österreich halten jedem internationalen Vergleich stand. Lässt sich das aber auch im Verhältnis zu den Entwicklungen sagen und wenn, mit welchem Anteil da-ran? Was leistet Literaturförderung und was soll sie leisten?

    Gerhard Ruiss, ist Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren.

    13:15 Mittagspause

    14:15 MUSIK

    Sabine Reiter, mica – music austria: Status Quo in Wien

    Agnes Hvizdalek, Musik - Initiative Mit-der-Stadt-Reden

    BEST-PRACTICE-BEISPIELE AUS OSLO
    Erfahrungen und Maßnahmen-Beispiele, die zu besseren Arbeitsbedingungen und gerechterer Fördermittelvergabe im Musikbereich beitragen.

    Agnes Hvizdalek ist freischaffende Musikerin und Sängerin. Seit 2008 ist ihr Lebensmittelpunkt in Norwegen.

    14:45 BILDENDE KUNST

    Vasilena Gankovska, IG Bildende Kunst: Status Quo in Wien 

    Zoë Claire Miller, BBK – Berliner Bildende Künstler_innen

    AUSSTELLUNGSHONORARE IN BERLIN
    Zur Entstehung des Berliner Modells der Ausstellungshonorare, ihre Entwicklung durch den bbk berlin, ihre Entstehung und Umsetzung: ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen Anerkennung der künstlerischen Arbeit in öffentlich geförderten Ausstellungshäusern.

    Zoë Claire Miller ist eine der zwei Sprecherinnen des bbk berlin. Sie lebt und arbeitet als Künstlerin und Kuratorin in Berlin. Sie ist Feministin.

    15:15 FREIE DARSTELLENDE KÜNSTE

    Ulrike Kuner, IG Freie Theater: Status Quo in Wien

    Janina Benduski, Präsidentin Bundesverband Freie Darstellende Künste Deutschland und Vorstandsmitglied LAFT Berlin

    HONORARUNTERGRENZEN: STATUS QUO IN BERLIN, ERFAHRUNGEN UND POLITISCHE UMSETZUNG
    2016 wurde in Berlin für die freien darstellenden Künstler_innen das Modell der Honoraruntergrenzen eingeführt. Wie kam es dazu, welche Argumente überzeugten die Politiker_innen und welche Auswirkungen hat dies auf die Künstler_innen und die Szene?

    Janina Benduski leitet das Performing Arts Programm und das Performing Arts Festival Berlin. Sie ist erste Vorsitzende des BFDK – Bundesverband freie darstellende Künste.

    15:45 FILM: Wiener Beschwerdechor „Krampfhaftes Grinsen‘ – 2‘ 

    16:30 ROUND-UP

    Anna Mendelssohn

    16:45 PANEL UND DISKUSSION

    Veronica Kaup-Hasler im Gespräch

    18:00 ENDE


    DIENSTAG, 9.4.2019:

    Arbeitsgruppen 9:30 – 13 h (nicht-öffentlich, Teilnahme auf Einladung der je-weiligen IG)

    9.30 – 12:00

    *DARSTELLENDE KUNST - in Kooperation mit dem Theaterverein Wien

    *BILDENDE KUNST

    *MUSIK

    *KULTURINITIATIVEN | Arbeitsgruppe: Prekäre Bezahlung - Prekäre Räume

    *FILM

    *LITERATUR

    12:00– 14:00: Präsentation – öffentlich

    Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen, Diskussion, Brunch und Austausch

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  • Montag, 25.03.2019; Infoveranstaltung: Projektkostenzuschuss BKA

    Zeit: 17:00 – 18:30 Uhr
    Ort: in den Räumlichkeiten der IG Freie Theater

    Die IG Freie Theater in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur, Abteilung II/2 – Musik und darstellende Kunst laden am 25. März zu einer Informationsveranstaltung zur Bundesförderung „Projektkostenzuschuss für Theater und freie Gruppen in den Bereichen Theater, Tanz und Performance“ ein.
    Anlässlich des nächsten Einreichtermins am 30. April für Projekte in der zweiten Jahreshälfte 2019 wird uns Mag.a Eva Kohout, stellvertretende Abteilungsleiterin, zuständig für den Bereich freie Theaterschaffende und Tanz, die wichtigsten Informationen zum Produktions- und Projektkostenzuschuss des BKA vermitteln. Wie erfolgt der Antrag, welche Einreichunterlagen und -formulare sind notwendig, Voraussetzungen, formalen Kriterien, inhaltliche und wirtschaftliche Aspekte. Nach einem allgemeinen Überblick gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen.

    Mit: Mag.a Eva Kohout

    Anmeldung: office@freietheater.at

    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Montag, 01.04.2019; Infoveranstaltung: Künstler_innen und die Steuer

    Zeit: 17:00 – 19:00 Uhr
    Ort: in den Räumlichkeiten der IG Freie Theater

    Eine Informationsveranstaltung über alle steuerlichen Angelegenheiten und Besonderheiten für Künstler_innen mit der Steuerberaterin Barbara Müller.
    Inhalte: Überblick über die Steuern (inkl. Sozialversicherung), Künstler_in im Angestelltenverhältnis oder als Selbständige, Künstler_in im Ausland (Besonderheit: Deutschland) - Doppelbesteuerung allgemein, steuerliche Besonderheiten für Künstler_innen (Trickkiste), die wichtigsten Steuerformulare und Informationen.

    Mit: Mag.a Barbara Müller, Steuerberatung

    Anmeldung: office@freietheater.at
    Teilnahme kostenlos für IGFT Mitglieder. Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder € 50,-. Informationen zur Mitgliedschaft unter: http://freietheater.at/about/mitgliedschaft/

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  • Have a Nice Cup of Tea and a Sit Down Nº XVI

    Wann: Freitag, 29. März 2019, 10.00 - 12.00 Uhr
    Wo: Musisches Zentrum Wien, Zeltgasse 7, 1080 Wien

    Gespräche zur Kulturellen Bildung: Theorie – Praxis – Wirkung
    „Blick in die Stadt“
    Wie können wir mit Lust und Neugierde ein Labor schaffen mit der Frage, wohin wollen wir uns entwickeln? Wie würde es sich in unserem Wien leben, in dem Stadtteilkulturarbeit, Kulturvermittlung und kulturelle Teilhabe alltäglich und selbstverständlich wären? Was braucht es, um community art bereichernd zu gestalten? Was für Visionen hat die Stadt dazu und wie können wir gemeinsam an der Erfüllung teilhaben und mitwirken?
    Auf diese Aspekte fokussiert dieses offene Forum für entschleunigte Diskussion zur kulturellen Bildung.

    Zu Gast: Claudia Weinzierl, Referentin für Stadtteilkultur und Kulturvermittlung im Büro der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

    In Zusammenarbeit mit IG Freie Theater, Assitej Austria und Dschungel Wien und Educult, Denken und Handeln in Kultur und Bildung.

    Links: www.musisches-zentrum.at
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  • Kommentar der IG Freie Theater zur Studie zur Sozialen Lage von Kunstschaffenden in Österreich

    Zehn Jahre nach der letzten Studie "Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich" (2008) wurde deren Update (noch von BM Thomas Drozda in Auftrag gegeben) auf der Seite des BKA / Kunst- und Kultursektion veröffentlicht.

    Die Ergebnisse sind - leider - erwartbar. Für die Künstler_inenn und Kulturvermittler_innen in Österreich hat sich nicht viel verbessert, die sozialen Absicherungen sind nicht ausreichend, die Armutsgefährdung überproportional hoch (41 % der Darstellenden Künstler_innen); trotz akademischer Ausbildung kann kaum das eigene (Über)leben geschweige denn das einer Familie gesichert werden (die Hälfte aller Künstler_innen lebt als Single). In der Darstellenden Kunst besonders betroffen sind wiederum Frauen.
    Unsichere Einkommensperspektiven, prekäre (also kurzfristige und diskontinuierliche Arbeitsverhältnisse) und mangelnde soziale Absicherung prägen weiterhin die Arbeitsrealität professioneller österreichischer Künstler_innen. Beinahe alle Künstler_innen leben nicht ausschließlich von ihrer Kunst: Viele arbeiten spartenübergreifend und in einer Kombination aus kunstnaher und kunstferner Tätigkeit (70 % der Befragten) - in Ergänzung zur unstabilen Einkommenssituation aus künstlerischen Tätigkeiten.
    Diese Tätigkeitskombinationen führen vor allem bei Darstellenden Künstler_innen zu komplexen sozialversicherungsrechtlichen Situationen, die Gefahr von teilweiser Nichtversicherung innerhalb der Sozialversicherung ist deutlich erhöht.
     
    In Österreich sind ca. 20.000 Akteur_innen der Darstellenden Kunst professionell in der Freien Szene aktiv, davon weit über die Hälfte Frauen. Erhebungen besagen auch, dass die Gesamtbesucher_innenanzahl der Freien Szene denen der Stadt-, Landes- und Bundestheater entspricht – die Freie Szene aber nur ca. 10 % aller Fördermittel erhält. Ein weiterer Ansporn, diesen Akteur_innen, die die künstlerische Avantgarde darstellen und die ästhetischen Impulse setzen, endlich adäquate Lebensbedingungen zu ermöglichen:
     
    Wie brauchen Versicherungssysteme, die für die Freien Darstellenden Künstler_innen greifen.
    Sprich: Flexibel und schnell sind, um den unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen zu entsprechen und die Arbeitsrealitäten der Freien Szene spiegelt - und eine längerfristige Absicherung (auch in der Pension) ermöglichen.
     
    Wir brauchen flexiblere Förderstrukturen.
    Sprich: Arbeitsstipendien und Möglichkeiten zur künstlerischen Forschung müssen berücksichtigt werden; Honoraruntergrenzen müssen Beachtung finden, eine Förderung durch die öffentliche Hand darf nicht zur Selbstausbeutung werden. Erprobte Sozialversicherungssysteme anderer Länder sollen beispielgebend sein – durch die europäische Vernetzung der IGFT stehen konkrete Informationen bereit.
     
    Wir brauchen eine Anpassung der Fördermittel.
    Sprich: Die Budgets der öffentlichen Hand müssen den künstlerischen, sozialen und rechtlichen Anforderungen angepasst werden und den realen Kosten der Produktionen entsprechen.
     
    Wir brauchen einen schnellen und breiten Zugang zu Drittmitteln.
    Sprich: Private Mittel müssen für die Kunst und Kultur zugänglich gemacht werden. Die Regierung ist aufgefordert, hier entsprechende Anreize und Formen zu schaffen, damit rasch Mittel zur Verfügung stehen (konkret fehlt es in Österreich an Stiftungen, die breite Förderungen für Kunst, Kunstprogramme und künstlerische Forschung aufbringen).
     
    Wir brauchen eine zeitgemäße Aus- und Weiterbildung.
    Sprich: Künstlerische Ausbildungen müssen u. a. fundiertes rechtliches, finanztechnisches und steuerliches Know-How vermitteln. Künstlerische Forschung muss auch unabhängig von Universitäten möglich sein.

     Wir brauchen Infrastrukturen, die den Arbeitsbedingungen der Akteur_innen entsprechen und ihnen Sichtbarkeit und künstlerische Entwicklung garantieren.
     
    IG Netz: Das IG Netz wurde im Jahr 1991 von der IG Freie Theaterarbeit eingerichtet, um freien Gruppen im Bereich der darstellenden Kunst die Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch Zuschüsse finanziell zu erleichtern. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und aus Mitteln der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes finanziert.

    Zur Zeit wird verhandelt, das IG Netz durch Mittel aus den Bundesländern zu erhöhen. In Kombination mit der Ausweitung des Fördervolumens für professionelle freie Projekte der Darstellenden Kunst Stadt-, Landes- und Bundesebene bedeutet dies einen wichtigen Schritt zur sozialen und finanziellen Absicherung der freien Szene in ganz Österreich.

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  • Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts wurde mit 1.9.2018 offiziell gegründet.

    Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

     

    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts vertritt die Interessen der Freien Darstellenden Künste.

    Als Gründungsmitglieder haben sich erfahrene Organisationen und nationale Repräsentanten der Szene aus Österreich, Bulgarien, Tschechische Republik, Deutschland, Italien, Rumänien, Spanien, Schweden, der Schweiz und Ungarn zusammengefunden.

    Der Europäische Dachverband hat zum Ziel, die Rahmenbedingungen der darstellenden Einzelkünstler*innen, Künstler*innengruppen, von freien Theatern und anderen künstlerischen Unternehmen sowie von allen mit der Branche verbundenen Berufsgruppen und Infrastrukturen in struktureller, sozialer, rechtlicher, finanzieller, politischer, organisatorischer, künstlerischer und kultureller Hinsicht zu verbessern.

    Außerdem soll die öffentliche Wahrnehmung der Freien Szene als bestimmende Kraft der Kunstlandschaft in Europa gestärkt sowie die Freien Darstellenden Künste auf europäischer Ebene sichtbarer vertreten werden.

    Als erstes gemeinsames Projekt wird derzeit ein Vergleich der (Förder-)Situation der Freien Darstellenden Künste in Europa erarbeitet, welche am 4.11.2018, 16.00 - 18.00 Uhr, Black Box, Gasteig, im Rahmen des internationalen Netzwerktreffens IETM Munich in Zusammenarbeit mit dem Festival "Politik im Freien Theater" und der Bundeszentrale für Politische Bildung n München präsentiert werden wird.

    In der Folge ist eine reguläre Studie geplant, in welcher erstmals die Freie Szene in Europa quantitativ erfasst und in ihrer Bedeutung als treibender Motor einer lebendigen Kunst- und Kulturlandschaft beschrieben werden wird.

    Große Beachtung fanden auch die bereits im Frühsommer veröffentlichten Empfehlungen zur Neupositionierung des Europäischen Kulturförderprogramms ‚Creative Europe‘ ab 2021.

     

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    (ENG)

    1.9.2018: The European Association of Independent Performing Arts was officially founded.

    The European Association of Independent Performing Arts represents the interests of the independent performing arts.

    Experienced organisations and national representatives of the scene from Austria, Bulgaria, Czech Republic, Germany, Italy, Romania, Spain, Sweden, Switzerland and Hungary have come together to take their place as founding members of the association.

    The purpose of the Association is to improve the framework conditions of indivi­du­al performing artists, artist groups, independent theatres and other artistic companies as well as of all pro­fessional groups and infrastructures associated with the industry and in regard to their struc­tural, social, legal, financial, political, organisational, artistic and cul­tu­ral aspects.

    Furthermore, the association’s agenda will be to increase public awareness of the Independent Scene as a defining force within Europe’s artistic landscape as well as to represent the Independent Performing Arts more prominently at a Euro­pean level.

    The first joint project is a comparative investigation of the (funding) situation for the Independent Performing Arts in Europe, which is currently being conducted and which will be presented in Munich on 04.11.2018, 4 pm to 6 pm, at the international network meeting IETM Munich, Black Box, Gasteig, in cooperation with the festival „Politik im Freien Theater“ („Politics in the Independent Theatre Scene“) and the Federal Agency for Civic Education.

    Subsequently, a quantitative study will record, examine and analyse the current situation of the Independent Scene in Europe and will describe its significance as a driving force within a vivid artistic and cultural landscape.

    The recommendations for the 2021 European funding programme ‘Creative Europe’, which is currently undergoing revision, were already published in early summer and have since received great attention.

     

    MEMBERs’ LIST - in alphabetical order

    AUSTRIA: IG Freie Theaterarbeit /Austrian Association of Independent Performing Arts
    Gumpendorferstraße 63B, AT – 1060 Wien
    www.freietheater.at

    BULGARIA: АСТ – Aсоциация за свободен театър / ACT – Association of Independent Performing Arts
    Art office, bul. Macedonia 17, fl. 4, ap. 21, BUL - Sofia 1606
    www.actassociation.eu/

    CZECH REPUBLIC: Asociace nezávislých divadel ČR
    Celetná 595/17, CZE - 110 00 Praha 1-Staré Město
    http://andcr.cz/

    GERMANY: Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.
    Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, DEU - 10997 Berlin
    www.darstellende-kuenste.de

    HUNGARY: Független Előadó-művészeti Szövetség (FESZ) / Association of Independent Performing Arts Professionals
    Bulcsú utca 44, HU - 1155 Budapest
    http://www.fesz.org/

    ITALY: Etre associazione/CReSCo – Italy
    Via Bergognone 34, ITA - 20144 Milano
    http://www.etreassociazione.it

    ROMANIA: ASOCIAŢIA TEATRELOR INDEPENDENTE
    Viorele street, no. 34, bl. 15, apt.2, sector 4, RO – 40429 Bucharest

    SLOVENIA: Društvo Asociacija
    Metelkova 6, SI – 1000 Ljubljana
    www.asociacija.si

    SPAIN: Red de Teatros Alternativos – Spain
    Apartado de correos 18269, ES - 28080, Madrid
    www.redteatrosalternativos.org

    SWEDEN: Teatercentrum
    Hornsgatan 103, SE - 117 28 Stockholm
    www.teatercentrum.se

    SWITZERLAND: t. Theaterschaffende Schweiz, Professionnels du spectacle Suisse,
    Professionisti dello spettacolo Svizzera
    Waisenhausplatz 30, Atelier 157, CH - 3011 Bern
    www.a-c-t.ch , www.ktvatp.ch/

     

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Mar 2019
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    • Informationsveranstaltung extern: Sozialversicherung für selbständige Kulturarbeiter_innen, Schwerpunkt PENSION
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    • Veranstaltungen Extern: Wiener Perspektive
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    • Infoveranstaltung: Ausländer-Abzugsteuer
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    • Infoveranstaltung: Projektkostenzuschuss BKA
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    • Have a Nice Cup of Tea and a Sit Down Nº XVI
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