FAQ

Online seit: 17.3.2020, letzte Aktualisierung: 07.12.2020, 12:30 Uhr

Frequently asked questions zu den aktuellen Auswirkungen für Künstler*innen und Fördernehmer*innen durch Covid-19 und Maßnahmen der Bundesländer und -städte für Künstler*innen und Kulturschaffende.

FAQ Kunstschaffende & allgemein (wird laufend aktualisiert)

Wir werden euch hier jeweils die wichtigsten Auszüge der aktuell geltenden Verordnung zur Verfügung stellen. 

Stand: 7.12.

PDF: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_544/BGBLA_2020_II_544.pdfsig

Die 2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung tritt am 7. Dezember 2020 in Kraft und ist bis inklusive 23. Dezember 2020 gültig. Die Ausgangsregeln gelten ab 7. Dezember 2020 bis vorerst inkl. 16. Dezember 2020. 

544. Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, mit der besondere Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 getroffen werden (2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung – 2. COVID- 19-SchuMaV)

Ort der beruflichen Tätigkeit

§ 6. (1) Beim Betreten von Arbeitsorten ist darauf zu achten, dass die berufliche Tätigkeit vorzugsweise außerhalb der Arbeitsstätte erfolgen soll, sofern dies möglich ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Arbeitsverrichtung außerhalb der Arbeitsstätte ein Einvernehmen finden.

(2) Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

(3) Kann der Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden, ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden. Darüber hinaus können zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer strengere Vereinbarungen zum Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung getroffen werden.

(4) Das Betreten von Arbeitsorten an denen Dienstleistungen erbracht werden, auf Grund deren Eigenart der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann, ist nur zulässig, sofern während der Dienstleistungserbringung keine Speisen und Getränke konsumiert werden.

(5) Abs. 2 bis 4 gilt auch für auswärtige Arbeitsstellen gemäß § 2 Abs. 3 letzter Satz des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG), BGBl. Nr. 450/1994.

(6) Die Abs. 2 und 3 sind sinngemäß auf Fahrzeuge des Arbeitgebers anzuwenden, wenn diese zu beruflichen Zwecken verwendet werden.

Freizeit- und Kultureinrichtungen

§ 12. (1) Das Betreten von Freizeit- und Kultureinrichtungen zum Zweck der Inanspruchnahme von

Dienstleistungen dieser Einrichtungen ist untersagt.

(2) Als Freizeiteinrichtungen gelten Betriebe und Einrichtungen, die der Unterhaltung, der Belustigung oder der Erholung dienen. Freizeiteinrichtungen, deren Betreten gemäß Abs. 1 untersagt ist, sind insbesondere

  1. Schaustellerbetriebe, Freizeit- und Vergnügungsparks,

  2. Bäder und Einrichtungen gemäß § 1 Abs. 1 Z 1 bis 7 des Bäderhygienegesetzes (BHygG), BGBl. Nr. 254/1976; in Bezug auf Bäder gemäß § 1 Abs. 1 Z 6 BHygG (Bäder an Oberflächengewässern) gilt das Verbot gemäß Abs.1 nicht, wenn in diesen Bädern ein Badebetrieb nicht stattfindet,

  3. Tanzschulen,

  4. Wettbüros, Automatenbetriebe, Spielhallen und Casinos,

  5. Schaubergwerke,

  6. Einrichtungen zur Ausübung der Prostitution,

  7. Indoorspielplätze,

  8. Paintballanlagen,

  9. Museumsbahnen,

  10. Tierparks und Zoos.

(3) Als Kultureinrichtungen gelten Einrichtungen, die der kulturellen Erbauung und der Teilhabe am kulturellen Leben dienen. Kultureinrichtungen, deren Betreten gemäß Abs.1 untersagt ist, sind insbesondere:

1. Theater,
2. Konzertsäle und -arenen, 3. Kinos,
4. Varietees und
5. Kabaretts,

nicht aber Museen, Kunsthallen, kulturelle Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Büchereien und Archive.

Veranstaltungen

§ 13. (1) Veranstaltungen sind untersagt.

(2) Als Veranstaltung gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Jubiläumsfeiern, Filmvorführungen, Fahrten mit Reisebussen oder Ausflugsschiffen zu touristischen Zwecken, Kongresse, Fach- und Publikumsmessen und Gelegenheitsmärkte.

(3) Abs. 1 gilt nicht für

  1. unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeiten erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,

  2. Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz 1953, BGBl. Nr. 98/1953,

  3. Veranstaltungen zur Religionsausübung,

  4. unaufschiebbare Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

  5. unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

  6. unaufschiebbare Zusammenkünfte gemäß dem Arbeitsverfassungsgesetz, BGBl. Nr. 22/1974, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

  7. Begräbnisse mit höchstens 50 Personen,

  8. Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,

  9. Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz, BGBl. I Nr. 68/2017, und zu beruflichen Abschlussprüfungen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

  1. Zusammenkünfte von nicht mehr als sechs Personen, wobei diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen, zuzüglich deren minderjähriger Kinder oder Minderjähriger, denen gegenüber eine Aufsichtspflicht besteht, insgesamt höchstens jedoch sechs Minderjähriger,

  2. den privaten Wohnbereich, mit Ausnahme von Orten, die nicht der Stillung eines unmittelbaren Wohnbedürfnisses dienen, wie insbesondere Garagen, Gärten, Schuppen oder Scheunen, und

  3. Sportveranstaltungen im Spitzensport gemäß § 14.

(4) Beim Betreten von Orten zum Zweck der Teilnahme an Veranstaltungen gemäß Abs. 3 ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.

(5) Für Zusammenkünfte zu Aus- und Fortbildungszwecken sowie für Zusammenkünfte gemäß Abs. 3 Z 1 im Kundenbereich von Betriebsstätten gilt § 5 Abs. 1 Z 4 nicht.

(6) Bei Proben und künstlerischen Darbietungen gemäß Abs. 3 Z 8 gelten § 6 und § 9 Abs. 3 letzter Satz sinngemäß.

(Lautend: Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer sind in den folgenden zehn Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Sportler, alle Betreuer und Trainer einer molekularbiologischen Testung oder einem Antigen-Test auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.)

Basierend auf einer Risikoanalyse ist ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen. Zudem ist ein COVID-19-Beauftragter zu bestellen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:

1. spezifische Hygienevorgaben,
2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
4. Regelungen zur Steuerung des Teilnehmeraufkommens,
5. Vorgaben zur Schulung der Teilnehmer in Bezug auf Hygienemaßnahmen.

Das COVID-19-Präventionskonzept kann auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten, wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten auf freiwilliger Basis der Teilnehmer von Proben oder künstlerischen Darbietungen, beinhalten.

(7) Kann bei Zusammenkünften gemäß Abs. 3 Z 9 auf Grund der Eigenart der Aus- oder Fortbildung oder der Integrationsmaßnahme

1. der Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen und/oder

2. von Personen das Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung nicht eingehalten werden,

ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Link und Infos auf der Seite des Sozialministeriums: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Aktuelle-Maßnahmen.html

Ab 07.12. gilt die 2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung – 2. COVID-19-SchuMaV

Auszug zu Ort der beruflichen Tätigkeit:

§6.

(1) Beim Betreten von Arbeitsorten ist darauf zu achten, dass die berufliche Tätigkeit vorzugsweise außerhalb der Arbeitsstätte erfolgen soll, sofern dies möglich ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Arbeitsverrichtung außerhalb der Arbeitsstätte ein Einvernehmen finden.

(2) Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

(3) Kann der Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden, ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden. Darüber hinaus können zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer strengere Vereinbarungen zum Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung getroffen werden.

Auszug zu Veranstaltungen:

§ 13.

(1) Veranstaltungen sind untersagt.

(2) Als Veranstaltung gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Jubiläumsfeiern, Filmvorführungen, Fahrten mit Reisebussen oder Ausflugsschiffen zu touristischen Zwecken, Kongresse, Fach- und Publikumsmessen und Gelegenheitsmärkte.

(3) Abs. 1 gilt nicht für

                     

1.

unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeiten erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,

5.

unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

8.

Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,

9.

Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz, BGBl. I Nr. 68/2017, und zu beruflichen Abschlussprüfungen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

10.

Zusammenkünfte von nicht mehr als sechs Personen, wobei diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen, zuzüglich deren minderjähriger Kinder oder Minderjähriger, denen gegenüber eine Aufsichtspflicht besteht, insgesamt höchstens jedoch sechs Minderjähriger,

(4) Beim Betreten von Orten zum Zweck der Teilnahme an Veranstaltungen gemäß Abs. 3 ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.

(5) Für Zusammenkünfte zu Aus- und Fortbildungszwecken sowie für Zusammenkünfte gemäß Abs. 3 Z 1 im Kundenbereich von Betriebsstätten gilt § 5 Abs. 1 Z 4 nicht.

(6) Bei Proben und künstlerischen Darbietungen gemäß Abs. 3 Z 8 gelten § 6 und § 9 Abs. 3 letzter Satz sinngemäß. Basierend auf einer Risikoanalyse ist ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen. Zudem ist ein COVID-19-Beauftragter zu bestellen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:

                     

1.

spezifische Hygienevorgaben,

2.

Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,

3.

Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,

4.

Regelungen zur Steuerung des Teilnehmeraufkommens,

5.

Vorgaben zur Schulung der Teilnehmer in Bezug auf Hygienemaßnahmen.

Das COVID-19-Präventionskonzept kann auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten, wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten auf freiwilliger Basis der Teilnehmer von Proben oder künstlerischen Darbietungen, beinhalten.

(Eine Vorlage für ein Covid-19 Präventionskonzept findet ihr here.)

(7) Kann bei Zusammenkünften gemäß Abs. 3 Z 9 auf Grund der Eigenart der Aus- oder Fortbildung oder der Integrationsmaßnahme

                     

1.

der Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen und/oder

2.

von Personen das Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung nicht eingehalten werden,

ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Update, 16.11.: Eine Vorlage für ein Präventionskonzept findet ihr here.

www.roteskreuz.at

Herausgegeben vom Österreichischen Roten Kreuz

„Die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) betreffend Lockerungen der Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 ergriffen wurden (Kurztitel: COVID-19-LV) legt fest, ab welcher Personenanzahl eine*n COVID-19-Beauftragte/n zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten ist. Durch das BMSGPK wurden Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für den Bereich Kunst und Kultur (Version 2 Stand: 3 Juni 2020) aufgelegt.
Das vorliegende Musterkonzept soll Veranstalter*innen dazu dienen, die geforderten Inhalte strukturiert darlegen zu können um dem strategischen Ziel – Die*den Einzelne*n bei einem Besuch einer Veranstaltung keinem höheren Risiko auszusetzen, als bei sonstigem Kontakt mit Menschen im öffentlichen Raum – zu entsprechen. Es versucht auf dem, zum Zeitpunkt der Erstellung des Musterkonzepts (siehe Impressum), aktuellen Wissensstand aufbauend,
abstrakt die typischerweise auftretenden Themen zu erfassen, kann aber weder bei einzelnen Fragestellungen in die Tiefe gehen noch den Anspruch erheben, alle Eventualitäten abzubilden.
Ersteller*innen von COVID-19-Präventionskonzepten müssen in jedem Fall selbstständig und eigenverantwortlich hinterfragen, ob zusätzliche Gefahrenelemente bzw. Risiken vorhanden sind und mit welchen Maßnahmen diesen begegnet werden kann.
Ein COVID-19-Präventionskonzept kann als alleinstehendes Dokument oder im Zusammenhang mit anderen Veranstaltungsdokumenten (Sicherheitskonzept, Räumungskonzept, …) ausgeführt sein.
Die im Muster-Präventionskonzept in grau ausgeführten Textpassagen dienen zur näheren Erläuterung der entsprechenden Abschnitte und können für die finale Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes und zur besseren Lesbarkeit entfernt werden.“

Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsument*innenschutz für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur:

www.sozialministerium.at/dam/jcr:550994ed-b5c5-43e2-8b68-25c465176779/Empfehlungen_f%C3%BCr_die_inhaltliche_Gestaltung_eines_COVID.pdf

Mustervorlage des Roten Kreuzes für ein COVID-19-Präventionskonzept:

www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/Images/News/2020/OerRK_Praeventionskonzept_fuer_Veranstaltungen_Covid-19_20200715.pdf

PDF-Buch der WKO: „Leitfaden zur korrekten Durchführung von Veranstaltungen nach den COVID-19 Regelungen“ (Preis: 11 Euro):
https://webshop.wko.at/va-covid19.html

Zuständigkeiten für die Genehmigung eines COVID-19-Präventionskonzepts in Wien:
https://coronavirus.wien.gv.at/site/bewilligung-veranstaltungen/

Auch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur herausgegeben. Das PDF kann here heruntergeladen werden. 

Die Rechtsgrundlage bildet die COVID-19-Lockerungsverordnung.

 

Auszug

Besucherinnen und Besucher, Künstlerinnen und Künstler, Akteurinnen und Akteure sowie sonstige für die Durchführung von Veranstaltungen Mitwirkende haben ein risikobewusstes Verhalten in Eigenverantwortung wahrzunehmen: Die wesentlichen Maßnahmen für die einzelnen Personen sind:

  • Abstandhalten (mindestens 1 Meter) und

  • Einhaltung der Hygieneregeln als Selbstschutz

  • Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Leben als Fremdschutz

Veranstalter hingegen sind verpflichtet, durch ein betriebsspezifisches Risikomanagement die Besucherinnen und Besucher, Künstlerinnen und Künstler, Akteurinnen und Akteure und sonstige für die Durchführung von Veranstaltungen Mitwirkende bei der Umsetzung ihrer eigenen Verantwortlichkeiten durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen, um die allgemeinen Verhaltensregeln umsetzen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Veranstalter eine betriebsspezifische Risikoanalyse durchzuführen und in Folge betriebsspezifische Maßnahmen zur Reduktion des Infektionsrisikos zu planen und umzusetzen.

 

Pflichten des Veranstalters

Risikoanalyse

Jeder Veranstalter hat bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ein COVID-19 Präventionskonzept zu erstellen. Dieses Konzept basiert auf einer Risikoanalyse, welche die Abläufe der Veranstaltung berücksichtigt und an Hand folgender Risikofaktoren bewertet:

  • Wie hoch ist die Kontaktintensität bei der Durchführung meiner Veranstaltung?

  • Wie viele Kontakte sind in den jeweiligen Prozessabläufen der jeweiligen Veranstaltung möglich?

  • Sind bei der Durchführung der Veranstaltung die Abstand-/ Hygieneregelungen organisierbar?

  • In welchen Abläufen kann die Durchführung der Veranstaltung Auswirkung auf Risikogruppen haben?

 

COVID-19-Präventionskonzept

  • Der Veranstalter hat auf Basis dieser Risikoanalyse ein COVID-19-Präventionskonzept zu erstellen und Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos in folgenden Bereichen zu beschreiben.

  • Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Künstlerinnen und Künstlern, Akteurinnen und Akteuren und Mitwirkenden (Bühnenarbeiterinnen und Bühnenarbeiter, Technikerinnen und Techniker, Requiseurinnen und Requisiteure..) zu COVID-19 relevanten Fragestellungen, wie z.B. Symptome, Anleitungen zum selbstständigen Gesundheitscheck mit Hilfe von Tagesprotokollen, Besonderheiten hinsichtlich der notwendigen Eigenschutz- und Fremdschutzmaßnahmen sowie der erforderlichen Hygieneregelungen, Vorgehen beim Auftreten von Symptomen und im Verdachtsfall.

  • Spezifische Verhaltensregelungen, angepasst an die Art und Funktion der jeweils auszuübenden Tätigkeiten, die spezifisch für die jeweilige Art der Veranstaltung und angepasst an den jeweiligen Veranstaltungsort gestaltet sein können.

  • Abhängig von der Veranstaltung und Organisationsform sind generelle Maßnahmen für den Theater-, Konzert- und Veranstaltungsbetrieb vorzusehen (hierzu gehören: Grundregelungen, Administration, Sanitärbereich und Kantinenbereichen, Bühnentechnik, Werkstätten, Beleuchtung, Kostüme, Requisiten etc.)

  • Wenn erforderlich sind besondere Regelungen zu Proben, Auf- und Abbau von Veranstaltungsbühnen zu beschreiben.

  • Bei Aufführungen mit Publikum ist insbesonders die Steuerung der Besucherströme so zu gestalten, dass es zu keinen Ansammlungen von größeren Personengruppen kommt. Besondere Bedeutung kommt hierbei Orten zu, bei denen es im Normalbetrieb zu Personenansamlungen kommt. Diese sind beispielsweise:

    • −  der Eingangs-/ Ausgangsbereich

    • −  Tages-/ Abendkassen und Garderobenbereich und Sanitäranlagen

    • −  Eventuell Shops, wenn vorhanden, oder Buffet- bzw. Gastrobereiche.

  • Weiterführende Maßnahmen hinsichtlich der Bestuhlung im Publikumsbereich, Reinigung, Stehplatzmanagement und Optimierung der Luftumwälzungen sind zu beschreiben.

  • Die Zusammenarbeit mit der Behörde im Falle von behördlichen Erhebungen über das Auftreten einer COVID-19-Erkrankung gem § 5 Abs. 3 Epidemiegesetz von 1950. Es wird dringend empfohlen, für den Fall des Auftretens eines Infektionsfalls bei einem Besucher die Namen und Kontaktdaten der möglichen Kontaktpersonen der Kategorie I und Kategorie II (Besucher der Veranstaltung) bis zu 28 Tage nach der Veranstaltung zur Verfügung zu haben, um die Erhebungen der Behörde zu beschleunigen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des Ausbreitungsrisikos zu leisten. Die Datenverarbeitung ist nach Art. 6 Abs. 1 lit f DSGVO im Sinne der dort erforderlichen Interessenabwägung gerechtfertigt, da der Gsundheitsschutz der Kontaktpersonen im Sinne einer raschen Erreichbarkeit den Eingriff, bei einer freiwillig besuchten Veranstaltung seine Kontaktdaten bekanntzugeben, überwiegt. Hinsichtlich der Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-19-Infektion wird auf die entsprechenden Informationen des BMSGPK Bezug genommen.

 

COVID-19-Beauftragter

Jeder Veranstalter, der Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ausrichtet, hat, wenn er/sie seiner/ihrer Pflichten selbst nicht wahrnimmt, einen COVID-19-Beauftragten/eine COVID-19-Beauftragte zu bestellen. Es wird empfohlen, den COVID-19-Beauftragten im Hinblick auf datenschutzrechtliche Fragestellungen entsprechend zu schulen.

Die/der COVID-19-Beauftragte hat den Veranstalter bei der Erfüllung seiner Pflichten zu unterstützen und ist für die Umsetzung des COVID-19-Präventivkonzeptes verantwortlich. Er dient als primäre Ansprechperson für die Behörde, im Falle der Erhebungen der Kontaktpersonen im Rahmen eines COVID-19-Erkrankungsfalls.

Die/der COVID-19-Beauftragte hat auch die Funktion der Ansprechperson innerhalb des Unternehmens für die Umsetzung der Maßnahmen gegenüber den Akteurinnen und Akteuren, Künstlerinnen und Künstlern sowie sonstigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es steht dem Veranstalter frei, verschiedene Personen für einzelne Veranstaltungen zu benennen, oder diese Aufgabe entsprechend des veranstaltungsspezifischen Organisationskonzeptes bei einer Person zu konzentrieren.

Die Letztverantwortung liegt, vorbehaltlich § 9 Abs. 2 VStG, jedoch immer beim Veranstalter. Personenobergrenzen und Genehmigung des COVID-19-Präventionskonzeptes.

Diese Genehmigung des COVID-19-Präventionskonzeptes kann von der Bezirksverwaltungsbehörde, grundsätzlich für einen stationären Veranstaltungsort wie Schauspiel- oder Musiktheater etc. ausgesprochen werden. Bei Veranstaltungen, welche nur temporär ausgerichtet werden, z.B. in Mehrzweckhallen oder im Freiluftbereich, ist die Genehmigung des COVID-19-Präventionskonzeptes je Veranstaltung bzw. Veranstaltungsreihe erforderlich.

 

Spezielle Empfehlungen für Proben und Darbietungen

Berufliche Tätigkeit und Mitwirkung von Amateuren

Der § 3 Abs. 3 der COVID-19-Lockerungsverordnung sieht vor, dass wenn auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit der Abstand von mindestens einem Meter zwischen Personen nicht eingehalten werden kann, durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren ist.

Unter der besonderen Berücksichtigung der künstlerischen Freiheit, bei der Gestaltung von künstlerischen Darbietungen, kann es dazu führen, dass die geforderten Mindestabstände nicht immer eingehalten werden können oder Maßnahmen wie die Anwendung von Mund-Nasen-Schutz oder technischen Vorkehrungen wie Trennwände nicht genützt werden können.

Die Verordnung sieht vor, dass nicht nur technische Maßnahmen, sondern auch organisatorische Maßnahmen als geeignete Schutzmaßnahme zur Vermeidung der Ausbreitung der Krankheit vorgesehen werden können.

Mit der Bestimmung des § 10 Abs. 9 der COVID-19-Lockerungsverordnung wird die Etablierung von geeigneten Schutzmaßnahmen auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Proben und Mitwirkende an künstlerischen Darbietungen außerhalb der beruflichen Tätigkeit sinngemäß angewandt. Dies bedeutet, dass Proben und künstlerische Darbietungen von Amateuren den gleichen Bestimmungen unterliegen und von diesen Bestimmungen Gebrauch gemacht werden kann.

 

Inhalte zur Gestaltung des 19-COVID-Präventionskonzeptes

Wie ausgeführt sind nicht nur technische Schutzmaßnahmen, sondern auch organisatorische Schutzmaßnahmen zu empfehlen. Hier müssen vom Veranstalter oder Leiter/in einer Künstlergruppe unterschiedliche Lösungen gefunden werden, entsprechend der Art der künstlerischen Darbietung und der Bedürfnisse der Gruppe der Künstlerinnen und Künstler, Akteurinnen und Akteure und Mitwirkenden.

 

Allgemeine Empfehlungen für die Schutzmaßnahmen bei Proben und Darbietungen

  • Die Bedürfnisse von Künstlerinnen und Künstler sowie Akteurinnen und Akteuren, die Risikogruppen zuzurechnen sind, sind bestmöglich zu berücksichtigen, sofern sie dies wünschen. Der Grundsatz der Freiwilligkeit sowie die Eigenverantwortung der betroffenen Personen stehen im Vordergrund.

  • Proben sind ohne Begrenzung der Personenanzahl möglich unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregelung und Hygienebestimmungen.

  • Proben sollten ohne Zuseherinnen und Zuseher abgehalten werden. Für Aufführungen gelten dieselben Abstandsregeln, wie für Proben.

  • Schulung und Aufklärung der Akteurinnen und Akteure in Hygienemaßnahmen und Verhaltensempfehlungen außerhalb des Probebetriebs

  • Abstandsregelungen

    • −  1 Meter Abstand zwischen (Orchester-)Musikerinnen/Musiker

    • −  2 Meter Abstand zwischen Blasmusikerinnen/Blasmusiker oder Empfehlung für

      zusätzlich Schutzvorrichtungen (z.B. Plexiglastrennwände)

    • −  1,5 bis 2 Meter Abstand zwischen (Chor-)Sängerinnen/Sänger

    • −  Kein Gegenübersitzen im Orchesterplan (ausgenommen Leitungsperson),

      versetzte Sitzreihen

    • −  Kein zwingender 1 Meter Abstand zwischen einzelnen

      Bühnenakteuerinnen/Bühnenakteure (Sängerinnen/Sänger, Solistinnen/Solisten, Darstellerinnen/Darsteller und Tänzerinnen/Tänzer, Performerinnen/Performer etc.) im gegenseitigen Einvernehmen bzw. mit Eigenverantwortung der Personen im Sinne der „festen Teams“

  • Trennung in ZONEN, zwischen denen Interaktion vermieden wird, beispielsweise:

    • −  ZONE 1: Bühnenakteurinnen/Bühnenakteure, Assistenz, Maske, Garderobe und

      enges künstlerisches Team

    • −  ZONE 2: weitere Leading-Teams (Dramaturgie)

    • −  ZONE 3: Technische und weitere Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (z.B. Technik, Licht,

      Ton)

  • Hygienebestimmungen

  • −  Handdesinfektion/Händewaschen bei Ankunft
  • −  Bereitstellung von Desinfektionsmittel
  • −  Betreten und Verlassen der Probenräumlichkeiten mit Mund-Nasen-Schutz
  • −  Regelmäßige Reinigung bzw. Desinfektion aller Kontaktoberflächen, regelmäßige Raumlüftung
  • Einbahnsystem bei Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten

  • Als Ausfluss der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers soll die Anwesenheit und (ggf.) der Sitzordnung durch geeignete Maßnahmen zur umfassenden Nachvollziehbarkeit im Verdachtsfall dokumentiert werden

  • Richtlinien für Verhalten bei Auftreten von COVID-19-Symptomen (siehe Vorgehen im Verdachtsfalls BMSGPK)

  • Bei Krankheit: zuhause bleiben.

  • Im Rahmen von Aufführungen ist zum Publikum immer ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten.

 

Branchenspezifische Empfehlungen für die Schutzmaßnahmen bei Proben und Darbietungen

Insbesondere folgende branchenspezifische Schutzmaßnahmen sind zusätzlich zu den Abstandsregeln geeignet, das Risiko einer Infektion beim Probenbetrieb bzw. im Zuge von künstlerischen Darbietungen zu minimieren:

  • Bildung von festen Teams, die zusammenbleiben

    • −  Die Bildung von festen Teams hat freiwillig zu erfolgen.

    • −  Teams so klein halten wie möglich. Teams nicht mischen und Kontakt zwischen Teams vermeiden, auch in Umkleide-, Sanitär- und Pausenräumen.

    • −  Als Ausfluss der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Dokumentation der Anwesenheiten der Teams, um eine Kontaktnachverfolgung zu erleichtern.

  • Anproben und Kostümfertigung wo es möglich ist, mit Hilfe von Schneiderpuppen durchführen. Anproben auf ein Minimum reduzieren und dabei ausreichenden Atemschutz tragen (z.B. Atemschutz-Masken oder Mund-Nasen-Bedeckung).

  • Hygienestandards beim Umgang mit Probenkostümen einhalten: Wäsche in Körben sammeln und beim Handhaben Handschuhe sowie ausreichenden Atemschutz tragen (z.B. Atemschutz-Masken oder Mund-Nasen-Bedeckung).

  • Für die Tätigkeiten von Maskenbildnerinnen und Maskenbildnern gelten dieselben Empfehlungen wie für andere körpernahe Dienstleistungen (z.B. Frisörinnen/Frisöre).

Personen, die nicht unmittelbar am Probengeschehen beteiligt sind, dieses aber verfolgen sollen, sollen per Übertragungstechnik in separaten Räumen beteiligt werden (kein direktes Publikum).

 

Testungen auf SARS-CoV2 im Rahmen von Proben und Darbietungen

Hinsichtlich der fachlichen Ausgestaltung zur Durchführung von Testungen auf SARS-CoV2 wird auf folgende Dokumente des BMSGPK verwiesen, welche auf der Webseite des Ministeriums bereitgestellt werden.

  • Empfehlungen zur PCR Testung auf Infektion mit SARS-CoV-21

  • Anwendungsempfehlungen für den Nachweis von Antikörpern bei SARS-CoV-22

    Auf Grund der bestehenden Limitationen in Zusammenhang mit Testungen auf SARS-CoV 2 empfiehlt das BMSGPK Testungen als Schutzmaßnahme nicht. Insbesondere muss darauf hingewiesen werden, dass durch einen einmaligen PCR Test eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann. Zudem wird auf den hohen finanziellen Aufwand sowie die entstehenden Unannehmlichkeiten für die zu testenden Personen hingewiesen.

    Allerdings können bei entsprechend hoher Test-Frequenz regelmäßige Testungen von Künstlerinnen und Künstlern sowie Akteurinnen und Akteuren als Teil eines Präventionskonzepts als zur Risikominimierung einer Infektionsübertragung im Sinne des § 3 der Lockerungsverordnung geeignet angesehen werden, wenn olgende Voraussetzungen eingehalten werden können:

  • Die Teilnahme an den Testungen hat freiwillig zu erfolgen. Die Kosten der Tests sind vom Veranstalter bzw. der Trägerorganisation und nicht von der einzelnen Künstlerin/vom einzelnen Künstler oder Akteurin/Akteur zu tragen.

  • Die Testungen müssen alle Mitglieder der Künstlergruppe (Schauspielerinnen/Schauspieler, Musikerinnen/Musiker, Tänzerinnen/Tänzer etc.) umfassen.

  • Das Testprogramm muss von einer Ärztin/einem Arzt begleitet und kontrolliert werden, die Entnahme der Nasen-Rachen-Abstriche hat durch entsprechend qualifiziertes Gesundheitspersonal zu erfolgen.

  • Die Testergebnisse sind entsprechend den einschlägigen Bestimmungen zum Umgang mit medizinischen Daten den Getesteten mitzuteilen.

    Bei Vorliegen eines positiven PCR-Testergebnisses ist die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde umgehend zu informieren. Die positiv getestete Person hat bis zur Kontaktaufnahme durch die Behörde jeden Kontakt zu anderen Personen zu vermeiden. Anordnungen der Sanitätsbehörde entsprechend zu verhalten.

Stadt Wien: Leitfaden für den Neustart des Kulturbetriebs

Gemeinsam mit Kulturschaffenden (u.a. auch mit der IG Freie Theater) und Mediziner*innen hat die Stadt Wien einen Leitfaden für den Neustart des Kulturbetriebes ausgearbeitet.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick: 

  • Für Besucher*innen ist der 1 m Sicherheitsabstand einzuhalten
  • Grundsätzlich unterschieden werden müssen Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen. Der Leitfaden konzentriert sich v.a. auf Indoor, da Outdoor einfacher zu behandeln ist.
  • die max. Zuschauerzahl soll (je nach Fläche u.ä. Faktoren) begrenzt werden
  • alle Zuschauer*innen sollen konsequent einen Mund-Nasen-Schutz tragen (nicht zwingend outdoor)
  • es müssen umfassende Hygienemaßnahmen getroffen werden, v.a. auf den Toiletten (z.B. Bereitstellen von Desinfektionsmittel)
  • das Kassapersonal soll von den Besucher*innen abgetrennt werden; das Kartenabreißen soll entfallen und durch andere Möglichkeiten der Ticketkontrolle ersetzt werden 
  • es soll der Mindestabstand von 1m auch in “Hot-Spots” gewährleistet werden (z.B. durch Bodenmarkierung) 
  • Es ist ein Lüftungskonzept zu erstellen und Umluftanlagen sind zu vermeiden. In Gebäuden, in denen keine raumlufttechnische Anlage (die den genannten Parametern entspricht) zur Verfügung steht, soll ein*e Expert*in hinzugezogen werden, der*die Alternativen ausarbeitet
  • Anordnung der zu besetzenden Plätze im “Schachbrettmuster”, vergrößerter Abstand zwischen Spielenden und Publikum
  • keine Stehplätze
  • auf Pausen während der Vorstellungen ist zu verzichten
  • (freiwillige) Registrierungsmöglichkeit für Zuschauer*innen (z.B. durch Reservierungssysteme)

Die im Leitfaden erörterten Regeln sollen bereits ab Juni gelten. Dazu bedarf es allerdings noch einer Verordnung vom Bund – der Leitfaden ist als Vorschlag für diese zu verstehen.

Der Leitfaden zum Download: Leitfaden Kulturbetrieb der Stadt Wien

Mehr dazu auf der Website der Stadt Wien.

 

Corona virus: basic information in different languages

AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit Coronavirus

Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona.html

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Coronavirus – Aktuelle Maßnahmen  

Bundesministerium für Inneres Aktuelle Lage zum Coronavirus

WKO wko.at/coronavirus

Arbeiterkammer Job und Coronavirus: Die wichtigsten Fragen

BMF Steuerliche Sonderregelungen betreffend Corona

BMKOES

Das Bundesministerium hat eine Hotline für in der Kunst und Kultur Tätige eingerichtet. Die Kunst und Kultur-Hotline ist Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 15:00 Uhr unter der Telefonnummer 01 53115 – DW 202 555 aus ganz Österreich erreichbar.

Detailauskünfte und -beratungen bekommt ihr natürlich auch intensiv von uns – einfach an unser Beratungsteam j.kronenberg[at]freietheater.at oder p.trotter[at]freietheater.at eine E-Mail schreiben. Wir melden uns asap zurück!

 

The Austrian Theater Museum ( Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport hat die unter FAQ: Auswirkungen des Coronavirus auf Kunst und Kultur wichtige Informationen zu Kontakten bei Fragen und vorgesehenen Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung veröffentlicht und die Serviceadresse kunstkultur@bmkoes.gv.at eingerichtet.

Auch wurden einige der von uns am 13.3.2020 an das BMKÖS gestellten Fragen bereits beantwortet. Ihr findet die Antworten zu Meldepflichten, Absagen, möglicher Re-Dimensionierung, Veränderung/Verschiebung von bereits geförderten Projekte, als auch Verdienstentgang, Haftungsfragen und Förderung von Projekten ab April here.  

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der IG Freie Theaterarbeit ist ausgeschlossen.