Informationsveranstaltung HONORARUNTERGRENZE

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Mit der Umsetzung der Honoraruntergrenze (nach dem Berliner Vorbild) für Projektförderungen der Stadt Wien ab dem Einreichtermin 15.2.2020 wird eine langjährige Forderung der IG Freie Theater realisiert. 
Seit 2 Jahren diskutiert die IG gemeinsam mit der Wiener Perspektive, welche Honoraruntergrenze zu empfehlen ist, sodass die künstlerischen Arbeitsweisen UND faire Bezahlungen gesichert sind.
Wir haben in unserer Informationsveranstaltung am 14.1.2020 die wichtigsten Infos vorgestellt und ein Kalkulationstool präsentiert.

Empfohlen wird für 8 Stunden Proben-/Arbeitstag 165€ brutto-brutto, für 1 – 2 Vorstellungen 350€ und ab 3 Vorstellungen mindestens 200€ (jeweils pro Abend).

Bei der Honoraruntergrenze handelt es sich um eine Empfehlung, die für geförderte Projekte durch die Stadt Wien ab dem Einreichtermin 15.2.2020 gelten soll.
Die IGFT hat diese Empfehlung in einem eigenen Menüpunkt HONORARUNTERGRENZE auf der homepage veröffentlicht, wo auch das Kalkulationstool zum Download bereit steht.

Wichtig zu betonen ist, dass mit der Empfehlung zur Honoraruntergrenze ab dem 15.2.2020 eine Pilotphase beginnt, in welcher wir auf Eure Erfahrungen zählen und uns über Rückmeldungen freuen.

Realistische Kalkulationen abzuliefern ist also entscheidend. Wir regen an, bei den Details zu den Mitwirkenden anzufangen, da sich daraus bereits Übersichten für Personalkosten ergeben.
Nur zum Vergleich – Wer einen Pullover strickt, muss auch gleich an die kleinste Masche denken.
Wer mit einer groben Kostenübersicht beginnt, wird oft am Ende Schwierigkeiten haben,  diese wieder auf die Einzelposten herunterzurechnen.

Mit dem Kalkulationstool der IGFT stellen wir ein Instrument zur Verfügung, mit welchem v.a. die personalbezogenen Kosten einfach erarbeitet werden können und in welchem weitreichende Informationen zu Beschäftigungsformen, Sachkosten, IG Netz etc. aufscheinen.
Das Kalkulationstool besteht aus insgesamt 5 Blättern: Information / Ausfüllhilfe / Personal angestellt / Personal selbstständig / Übersicht.
Und im Unterschied zum Kalkulationsformular der Stadt Wien kann dieses Tool auch rechnen; es ersetzt jedoch NICHT das Kalkulationsformular der Stadt Wien!

Nach wie vor werden Projekte vom Kuratorium Theater, Tanz & Performance beurteilt. Das Antragsprozedere findet erstmals nur mehr online statt. Nach Duchsicht aller Anträge erstellt die Jury eine Shortlist (erfahrungsgemäß betrifft dies ca. 40% der Antäge) und lädt diese Antragsteller*innen zu einem weiterführenden Gespräch von etwa 45 Minunten ein. 

Ein Projektantrag soll eine präzise Projektbeschreibung, ein Budget, Kurzbiographien der Mitwirkenden sowie sonstigen Materialen wie Stückauszüge oder Videolinks enthalten. Und es sollte verständlich werden, wie das geplante Projekt realisiert werden soll.
Nähere Informationen sowie alle Termine zur Einreichung findet ihr auf der Webseite: Kuratorium Theater, Tanz & Performance. 

Die Stadt Wien strebt weiterhin an, etwa gleich viele Projekte wie bislang zu fördern. Es sollen nicht weniger Projekte gefördert werden, sondern die, die gefördert werden, sollen besser unterstützt und ausgestattet werden. 
Die Zahlen und Fakten, die durch die Kalkulationen erstellt werden, schaffen eine Transparenz, wodurch sichtbar wird, welcher Finanzbedarf tatsächlich besteht.

Achtung: Ab dem 15.02.2020 können Einzelpersonen nicht wie bisher für 20 000€ Projektförderung einreichen, sondern nur noch für 10 000€. Für Projektansuchen mit einer höheren Fördersumme als 10.000 € müssen Vereine gegründet werden.