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Expected or Surprising – Theatercentrum Sweden 2019

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Expected or surprising – an analytic tool about norms, inclusiveness and artistic choices in the performing arts. Edited by Teatercentrum Sweden, 2019

Analytischer Leitfaden: Normen, Diversität und künstlerische Entscheidungen im Theater

Im Rahmen des Projekts „Friktionskraft“ von Teatercentrum ist ein Hilfsmittel zur Selbstreflektion und künstlerischen Weiterentwicklung entstanden.

Zwei Fragebögen und Leitfäden – einen für Künstler_innen, einen für Organisator_innen/Produzent_innen – helfen bei der Entwicklung von Stücken und Produktionen durch Selbstreflexion btr. inklusiver Standards und Normen.

 

 

Organisator_innen und Theaterschaffenden wird mit diesem Tool ein besserer Umgang mit Diversität ermöglicht, indem Normen und Machtstrukturen erkennbar werden. Es soll als Inspiration dienen und kann bei der Planung des Programms, bevor eine bestimmte Performance in Auftrag gegeben wird oder auch nach einer Aufführungsreihe herangezogen werden.

Die Broschüre (auf englisch) ist hier als pdf zu erhalten: Ensemble // Organizer

Hier als Beispiel einige Fragen aus dem Tool, die zur Analyse herangezogen werden können:

Allgemeine Fragen über die Performance:

  • Worum geht es?
  • Wer ist die Zielgruppe?

Das Produktionsteam (Skript, Choreografie, Maske, Licht etc.):

  • Wie werden die einzelnen Beteiligten nach außen hin präsentiert?
  • Was unterscheidet sie voneinander und was haben sie gemeinsam?

Das Skript (Worauf basiert das Stück?):

  • Bezieht sich die Performance auf ein neues Skript, einen Klassiker oder wurden andere Materialien als Inspirationsquelle genutzt?
  • Wann und wo wird das Stück aufgeführt?
  • Wie hängt diese Produktion mit Früheren zusammen?

Die Rollen:

  • Welche Rollen gibt es und welche Charakteristika kennzeichnen sie? (Alter, Nationalität, sexuelle Ausrichtung etc. berücksichtigen)
  • Wem wurde welche Rolle zugeteilt und was sind die Hauptrollen? Plus: Nähere Beleuchtung der Rollen – also zb. Welche Rolle Entscheidungen fällt, sich verliebt, neues lernt etc.
  • Wie äußern sich Gefühle wie Trauer, Wut, Liebe etc. in den unterschiedlichen Rollen?
  • Wie werden die einzelnen Rollen präsentiert? Welche Rolle wird als dumm, attraktiv, lustig, langweilig etc dargestellt?

Die Performance:

  • Aus welcher Perspektive folgt das Publikum dem Stück? Gibt es einen Erzähler?
  • Wie gehen die einzelnen Schauspieler mit der Bühnensituation um? (Position, Körperhaltung, Requisiten etc.)
  • Wie setzen die Schauspieler ihre Stimme ein? (Lautstärke, Pausen, Dialekt etc.)
  • Wie werden Status und Power auf der Bühne charakterisiert?
  • Mit welchen Mitteln wird die geschlechtliche und sexuelle Identität sichtbar gemacht? (Kostüm, Maske, Körpersprache, Bart, Frisur, Ausdrucksweise etc.)
  • Wird Sexualität gezeichnet? Wenn ja, wie?
  • Wie werden die Charaktere mithilfe von Musik, Ton und Licht untermalt und inwiefern beeinflusst dies das Stück (trägt es zum Verständnis der Charaktere/der Geschichte bei o.a?)

Das Publikum:

  • Welchen ersten Eindruck hat der Zuseher vom Veranstaltungsort? Auf welche Weise wurden die Zuseher zur Vorstellung geladen? Wird eine Interaktion von ihnen erwartet und wie sind die Reaktionen darauf? Ist das Publikum aufgerufen während der Performance zu sitzen, zu stehen oder sich zu bewegen? Wird vorausgesetzt, dass das Publikum eine bestimmte Sprache versteht, sehen/hören kann bzw still sein kann? Nimmt das Stück auf etwas Bezug, von dem erwartet wird, dass es verstanden wird?
  • Gibt es Charaktere in dem Stück, mit welchen sich die Zuseher identifizieren könnten?
  • Wann und wie endet die Performance?
  • Was geschieht nach der Performance? (Gibt es eine Diskussion, einen Workshop?)

Die einzelnen Fragen sollen jedoch nicht als strikt und festgelegt betrachtet werden – manche der aufgeführten Fragen werden im Einzelfall vielleicht weniger relevant sein, während die eine oder andere Frage zur Schaffung einer situationsgerechten Methodik ergänzt werden sollte.

 

 

 

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