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IG Netz Einreichfrist: 30.09.2016

Die IG-Netz Einreichfrist für das erste Halbjahr 2016 endet am 30.09.2016.

ACHTUNG: Anträge bitte per Post senden! Anträge per Mail werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert!


- Gruppen:

ACHTUNG: Bitte unbedingt die neuen Antragsformulare und Meldelistenversionen verwenden!

Es gibt mit dieser Einreichung einige Änderungen beim Antragsformular:

- Angabe der Rechtsform, ZVR-Zahl, Beleg: Beilage aktueller Vereinsregisterauszug

- Beilage von Programmheften, Flyern, Kritiken von Produktionen im betreffenden Zeitraum etc. als Beleg beilegen

- Anträge können nur mit Unterschriften der vertretungsbefugten Organe angenommen werden (gemeinschaftliche Zeichnungsbefugnis beachten)

- Antragsformular: http://freietheater.at/wp-content/uploads/2016/01/formular-gruppen-2016.pdf

- Meldeliste der Angestellten: http://freietheater.at/wp-content/uploads/2016/01/Download-Meldeliste-Angestellte-PDF.pdf

- Kopie der bmukk Förderung (nicht älter als 2014)

- aktuelle Bilanz von 2015



- Selbstständige:

Achtung: 2016 ist das letzte Versicherungsjahr in dem Selbstständige IG Netz Zuschuss beantragen können! Ab dem Antragsjahr 2017 gibt es nur mehr Förderung für Anstellungen - die Selbstständigen werden durch das IG Netz nicht mehr unterstützt.

Einzureichen sind:

- Antragsformular: http://freietheater.at/service/ig-netz/ansuchen-von-selbstaendigen-antragsformular/

- SVA Kontoauszüge vom ersten und zweiten Quartal 2016 inkl. der Folgeseiten (Erklärungen zu den Kontoauszügen)

- aktueller Einkommensteuerbescheid 2015 


Bei Fragen bitte im IGFT Büro bei Katharina Ganser unter 01/4038794 melden!

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K-SVF-Unterstützungsfonds: Unterstützung in Notfällen nutzen

Für Künstler_innen, egal ob angestellt oder selbständig tätig, gibt es seit einem Jahr die Möglichkeit in Notfällen Unterstützung beim Künstler-Sozialversicherungsfonds (K-SVF) zu erhalten. Die Unterstützung muss schriftlich beantragt werden, einmal monatlich finden Sitzungen, die über die Vergabe der Unterstützung beraten, statt.


Der Kulturrat Österreich - die IG Freie Theater ist aktives Mitglied im Kulturrat - setzt sich kulturpolitisch für eine verbesserte Rechtslage und Praxis des Unterstützungsfonds ein.


Nähere Infos zu den notwendigen Verbesserungsmaßnahmen des K-SVF-Unterstützungsfonds und Version 2 eines Leitfadens für Anträge beim Unterstützungsfonds des K-SVF sind hier zu finden: http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/ksvf_u_fonds


Bei weiteren Fragen stehen auch wir beratend gern zur Verfügung (c.vikoler@freietheater.at ).


Einreichungen für Unterstützung: http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

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Vom SommerKinderTheater zum THEO: neues Kinder- und Jugendtheater in Perchtoldsdorf

Ab 10.11.2016, Perchtoldsdorf


Am 10. November 2016 eröffnet in Perchtoldsdorf ein neues Kinder- und Jugendtheater


Vor acht Jahren hat Schauspielerin und Regisseurin Birgit Oswald das SommerKinderTheater Perchtoldsdorf gegründet, ein Open Air Theater, das sich rasch zu einer festen Größe im kulturellen Angebot in Niederösterreich entwickelt hat.


Ab 10. November 2016 wird es als THEO - TheaterOrt für junges Publikum Perchtoldsdorf  http://theaterort.at/home.html  - mit einem ganzjährigen Spielbetrieb starten: Zeitgenössisches Theater für Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahren, aber auch ein Theater für die ganze Familie.


Information und Programm: http://www.theaterort.at/

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Kampf um Kunst und Kultur

28.09.2016, Graz


Gefährdet der europaweite Rechtsruck unsere Freiheiten?


Europaweit steigt der Druck auf Kunst- und Kulturschaffende durch autoritäre Regierungen. Zeitgenössische und gesellschaftskritische Kunst- und Kulturformen werden kriminalisiert und verfolgt – die Freiheit der Kunst ist vielerorts ernsthaft bedroht. Wo stehen wir diesbezüglich in Österreich? Wo haben die FPÖ und andere nationalkonservative Kräfte die politische Definitionsmacht über „gute Kunst und böse Kunst“ erobert und welche Rolle haben Kulturpolitik und die Kulturschaffenden selbst in dieser aktuellen politischen Entwicklung?


  1. September 2016, 19 Uhr, Die Thalia, Opernring 5A

Es diskutieren u.a.:

- Professor Ernst Marianne Binder, Dichter und Regisseur

- Dr.in Radka Denemarková, tschechische Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin

- MMag.a Judith Götz, Literaturwissenschafterin und Politikwissenschafterin

- Dr. Andreas Unterberger, freier Publizist und Politikwissenschafter

- Dr. Michael Wimmer, Musikerzieher, Politikwissenschafter, Universität Wien


Moderation: Mag.a Colette M. Schmidt, Redakteurin und Autorin

Lisa Rücker und Sandra Krautwaschl / Die Grünen laden ein.


LINK: https://graz.gruene.at/termine/der-kampf-um-kunst-und-kultur-gefaehrdet-der-europaweite-rechtsruck-unsere-freiheiten

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Gewerbeordnung – Ausnahme für Kulturinitiativen

Die IG Kultur Österreich hat dem Bundeskanzleramt eine Stellungnahme zur bevorstehenden Novellierung der Gewerbeordnung übermittelt.

Die Ausnahme für Kulturinitiativen von der Gewerbeordnung wäre ein kohärenter Schritt in der Entrümpelung der Gewerbeordnung und der Verbesserung der Rahmenbedingungen für gemeinnützige Institutionen. Einerseits fiele hinaus, was nicht hineingehört. Andererseits wird die Arbeit der Kulturinitiativen durch sichere Rahmenbedingungen und den Wegfall unnötiger bürokratischer Auflagen erleichtert.


Mehr dazu: http://igkultur.at/kulturpolitik/positionen/aenderung-in-der-gewerbeordnung-fuer-kulturvereine

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Kein Notstandsland! – Jetzt Stellungnahme zur Notverordnung mit unterzeichnen

Liebe UnterstützerInnen von SOS Mitmensch,


bis 5. Oktober können Einzelpersonen und Organisationen Stellungnahmen zur geplanten Asyl-Notverordnung an die Bundesregierung senden. Unsere Stellungnahme fällt sehr klar aus: Österreich ist kein Notstandsland. Die Regierung hat kein Recht, das Menschenrecht auf Asyl mutwillig auszusetzen. Ein solcher Schritt würde zusätzliches Leid und Unsicherheit erzeugen!


Wer sich der Stellungnahme von SOS Mitmensch an die Bundesregierung jetzt anschließen will, kann das sehr einfach tun. Bitte HIER klicken und die Felder ausfüllen:

http://www.sosmitmensch.at/site/petition/petition/15.html


Zusammen mit den Namen aller UnterzeichnerInnen schicken wir unsere Stellungnahme rechtzeitig vor Ablauf der Frist am 5. Oktober an die Bundesregierung!


Erheben wir gemeinsam unsere Stimme gegen den Bruch von Menschenrechten!


Ihr SOS Mitmensch Team


PS: Wir finanzieren unseren unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte ausschließlich durch private Spenden. Unterstützen Sie uns daher bitte auch finanziell. Folgen Sie diesem LINK oder spenden Sie direkt auf unser PSK-Konto: IBAN: AT87 6000 0000 9100 0590 | BIC: BAWAATWW. Wir danken Ihnen herzlich!

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Buchpräsentation: Verliehen für die Flucht vor den Fahnen

23.09.2016, Wien

am 23. September wird um 15:30 Uhr beim Deserteursdenkmal am Ballhausplatz in Wien das Buch "Verliehen für die Flucht vor den Fahnen" vorgestellt.

Das Buch dokumentiert den Entstehungsprozess des Denkmals und den 15-jährigen Rehabilitierungsprozess der Verfolgten der NS-Militärjustiz, der im Oktober 2014 mit der Einweihung des Denkmals zwar nicht abgeschlossen, aber politisch und historisch eingeordnet werden konnte.

Inhalte des Buches unter:
https://fairkom.net/groupoffice/index.php?r=files/file/download&id=86032&random_code=GqacBxR3VUz&inline=false&security_token=S2xspuqbhzgM1wmF9N43

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Ein Jahr Unterstützungsfonds im KSVF - Hilfe in nur sehr begrenztem Ausmaß

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Achtung bei Newsletter-Versand

Aus aktuellem Anlass möchten wir euch darauf hinweisen, dass ihr für euren Newsletter-Versand zur Sicherheit immer die Zustimmung der einzelnen Beschickten einholen solltet.

Die etwas unübersichtliche Rechtslage könnt ihr hier nachlesen: http://www.internet4jurists.at/e-mail/oe1a.htm

Es existiert eine elektronische Robinsonliste, in die sich alle Personen eintragen lassen können, die keine Werbemails erhalten wollen – im Zweifelsfall überprüft eure Listen bitte mit der elektronischen:

https://www.wko.at/Content.Node/branchen/oe/sparte_iuc/Werbung-und-Marktkommunikation/Robinsonliste.html

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theATerspielplan Österreich

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IGFT: Umstellung E-Mail-Newsletter-System und freietheater.at

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Assitej: Stella 16 Nominierungen

Die Nominierungen:

Herausragende Produktion für Kinder
An der Arche um acht, Landestheater Vorarlberg, Vorarlberg 6+
Pinguin People, Theater ASOU, Steiermark 6+
Lügen, Twof2, Wien 6+
Krähe und Bär, DSCHUNGEL WIEN, Wien 8+

Herausragende Produktion für Jugendliche
SchwarzWeißLila, DSCHUNGEL WIEN, Wien 10+
Die Sprache des Wassers, Imp:Art, Wien 12+
Das Part of the game-Game, TaO! Theater am Ortweinplatz und Das Planetenparty Prinzip, Steiermark 14+
Die Durstigen, Theater Waltzwerk, Kärnten 14+

Herausragende Musik
IYASA für die Musik in Mein Bauernhof, DSCHUNGEL WIEN und IYASA, Wien/Simbabwe
Michael Merkusch für die Musik in Pinguin People, Theater ASOU, Steiermark
Josef Klammer für die Musik in Anna und die Wut, Mezzanin Theater, Steiermark

Herausragende Ausstattung
Twof2 – Performancekunst für Junges Publikum für die Ausstattung in Skreek, Twof2, Wien
Michaela Mandel, Anna Katharina Jaritz und Rebekah Wild für die Ausstattung in Die automatische Prinzessin, Theater der Jugend, Wien
Bernhard Bauer und Ralph Heigl für die Ausstattung in An der Arche um acht, Landestheater Vorarlberg, Vorarlberg

Herausragende darstellerische Leistung
Nancy Mensah-Offei für ihre darstellerische Leistung in SchwarzWeißLila, DSCHUNGEL WIEN, Wien
Nadja Brachvogel, Rudi Widerhofer, Daniel Doujenis und Stefan Maaß für ihre darstellerische Leistung in Was das Nashorn sah, als es über den Zaun schaute, Vorarlberger Landestheater und Follow the Rabbit, Vorarlberg/Steiermark
Julia Carinna Wachsmann für ihre darstellerische Leistung in King A, Nichts und Der Kleine und das Biest, u\hof:, Oberösterreich

Wir gratulieren!

Weitere Informationen: assitej

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Trauer um Maja Schlatte

Mit Maja Schlatte ist letzte Woche eine wichtige und engagierte Persönlichkeit der Österreichischen Kulturszene gestorben, die nicht nur journalistisch jahrelang konstruktiv wirkte. Obwohl es ihr schon längere Zeit nicht mehr gut ging, hatte sie noch viel vor ... Wir trauern um sie.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2791821/

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ImPulsTanz: Prix Jardin d’Europe

Der mit 10.000 Euro und einer künstlerischen Residency bei ImPulsTanz 2017 ausgestattete Europäische Tanzpreis für junge Choreografie wurde zu gleichen Teilen an zwei Choreograf_innen vergeben:

KATERINA ANDREOU (FR/GR)
für die Produktion A kind of fierce
5.000 Euro und eine Artistic Residency

WILL RAWLS (US)
für die Produktion The Planet-Eaters: Seconds
5.000 Euro und eine Artistic Residency

Die mit dem Wiener Kulturjournalisten Wolfgang Kralicek, der Choreografin und Performerin Jennifer Lacey sowie der Theoretikerin und Dramaturgin Ana Vujanović hochkarätig besetzte Jury begründete ihre Entscheidung, den Preis zu teilen, folgendermaßen:
„Der Entschluss, den Preis zu teilen, war ein bewusst gewählter, denn gerade diese zwei Produktionen repräsentieren höchst unterschiedliche Positionen gegenwärtiger Choreografie, die auch in Beziehung zueinander sprechen: sie provozieren eine Diskussion, die uns hoffentlich im Nachdenken darüber, was Tanz und Choreografie heute sein können, vorantreiben möge. Über das Interesse am Dialog dieser Arbeiten zueinander hinausgehend finden wir die Performances von Will Rawls und Katerina Andreou nicht zuletzt deshalb auszeichnungswürdig, weil sie feinfühlige choreografische Annäherungen an wichtige gesellschaftlich-soziale Themen vornehmen, wie etwa Kolonisierung, Okkupation, interkulturelle Beziehungen, soziale Autoritäten, freier Wille und Widerstand. Diese Themen sind zwar nicht neu, aber uns erschien die zurückhaltende, sensible und sorgsame Art des Umgangs mit ihnen als neuerdings wieder notwendig.“

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gift.zeitschrift für freies theater 03/2016: Die neue gift ist da

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Wiener Projekt- u. Jahresförderungen: Entscheidungen online u. Wiederaufnahmetopf

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Der neue Kulturminister im Interview

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Novelle Kulturfördergesetz Land Steiermark

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Bundesministerium für Gesundheit: Rauchverbot auf Bühnen

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Bitte um Feedback zu EU-Kulturförderprogramm

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Europäische Theaternacht 2016

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Wechsel der IGFT Geschäftsführung

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Registrierkassenpflicht für gemeinnützige Vereine

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Verwertungsgesellschaftengesetz-Novelle 2016

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Keine weitere Verschärfung in der Asylgesetzgebung!
Kulturrat Österreich, Pressemitteilung 25. November 2015

Menschenwürde und Menschenrechte sind unteilbar

Die geplante Novelle zum Asylrecht ist kein symbolisches
Stoppschild, sondern führt direkt zu noch mehr Toten auf dem Weg nach
Europa.

Im Zusammenhang mit den Asylsuchenden, die nach Europa kommen, um hier Schutz und Sicherheit zu finden, ist immer mehr die Rede von "Signal senden" oder "Zeichen setzen". Diese symbolische Begrifflichkeit drückt auf vermeintlich schonende Weise eine harte Realität aus: dass
Flüchtlinge nicht willkommen sind. In Wahrheit werden Maßnahmen
vorbereitet, die das Leben von Geflüchteten unzumutbar erschweren und
tatsächlich stärker gefährden:
Jede Einschränkung der Familienzusammenführung wird dazu führen, dass noch mehr Menschen sich über tödliche Fluchtrouten auf den Weg machen.

Eine verpflichtende Wiederholung jedes Asylverfahrens nach drei Jahren
ist ein bürokratischer Zusatzaufwand, der das Leben von Geflüchteten
in Unsicherheit prolongiert. Ein Ankommen in der Aufnahmegesellschaft,
ein sicheres Refugium mit Zugang zu Ausbildung und Chancen etwa am
Arbeitsmarkt, ein Zusammenleben unter Gleichberechtigten wird damit
ausgeschlossen.

Wozu also die geschönte Sprache in der Ankündigungspolitik? Um selbst
ruhig schlafen zu können? Fast hat es den Anschein, denn ein
flüchtlingsfreies Europa ist eine Illusion. Eine Festung gegen Menschen
auf der Flucht zu errichten funktioniert nicht. Erreicht wird, dass die
Flucht noch teurer, noch gefährlicher, noch tödlicher wird.

Die Alternative ist einfach: Menschenwürde und Menschenrechte sind
unteilbar. Es braucht sichere Fluchtrouten, einen uneingeschränkten
Zugang zum Arbeitsmarkt, direkte Unterstützung bei der Ankunft, eine
weitergehende Anerkennung genderspezifischer Fluchtgründe sowie ganz
dringend das Recht für alle Flüchtlinge (auch mit 15 Jahren und
darüber!) eine Pflichtschule zu besuchen und weiterführende
(Aus)Bildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Es gilt Taten zu setzen: gegen rassistische Ausschlusspolitik, gegen
diese Asylgesetznovelle, gegen Zäune an den Grenzen.

Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, Handlungsfähigkeit
in einem menschenrechtlichen, weitsichtigen und lösungsorientierten
Sinn, fernab von Zynismus zu beweisen.

Wir unterstützen die Mailkampange von SOS Mitmensch, mailen auch Sie!
-> www.sosmitmensch.at/site/petit...

Entwurf der Novelle, Begutachtungsfrist 30.11.
-> www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...


_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
www.kulturrat.at
contact@kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe

Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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Broschüre zu Vertragsverhältnissen

Am Mittwoch, dem 18. 11. 2015, wird die Broschüre im Café Spektakel in Wien vorgestellt.

K800_vertragsverhaeltnisse_im_theaterbereich


In welchem Fall muss ein Theaterverein seine Mitwirkenden anstellen?
Welche Tätigkeiten sind klassische Werkverträge?
Was ist eigentlich ein Freier Dienstvertrag?
Und wäre eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts die Lösung für kollektives Arbeiten?

Randolf Destaller, Sabine Kock, Carolin Vikoler, Andrea Wälzl: „WAS TUN?“ Vertragsverhältnisse im (freien) Theaterbereich in Österreich.

Die Broschüre spielt diese Fragen juristisch korrekt, in Überblicktabellen und anhand eines praktischen Beispiels – inklusive IG Netz Zuschuss (Förderung von Anstellungskosten) – durch.

„Was tun?“ könnt ihr euch bei uns im Büro abholen bzw. meldet euch bei uns aus den Bundesländern.

www.freietheater.at
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Stellungnahme zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015
Stellungnahme der IGFT vom 12.11.2015

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

Die IG Freie Theaterarbeit nimmt zum gegenständlichen Entwurf wie folgt Stellung:

Aufgrund der kurzen Frist zur Stellungnahme war eine Auseinandersetzung mit der Gesetzesvorlage nur bedingt möglich. Insofern bleibt diese Stellungnahme den deutlichsten Eckpunkten verhaftet, die in ihrer im Entwurf vorgesehenen Form einer Änderung bedürfen.

Die in der vorliegenden Fassung erstmalig ermöglichte Spendenabsetzbarkeit für den Kunst- und Kulturbereich innerhalb des Gemeinnützigkeitsgesetzes ist grundsätzlich zu begrüßen.
Die Bindung an eine vom Bund oder einem Bundesland gewährte Förderung und dem damit eventuell einhergehendem – von der Kultureinrichtung nicht steuerbaren – Eintrag in die Transparenzdatenbank sorgt für eine deutliche Ungleichbehandlung unter Kultureinrichtungen. Sie lässt ein weiteres Aufklaffen der Finanzierungsschere zwischen großen und kleinen – bezogen auf die finanziellen Gegebenheiten -, sowie ortspezifisch, regional und überregional tätigen Institutionen befürchten. Erleichterte Zugänge zur Spendenabsetzbarkeit für in der Förderlandschaft bereits höher dotierte Institutionen mit hohem infrastrukturellem Aufwand gegenüber kleinen Projektinitiativen scheinen vorprogrammiert und verstärken damit die Fördertendenzen auf Landes- und Bundesebene. Junge Künstler_innen, die sich neu erproben, schaffen es häufig erst nach einigen Jahren in den Förderschienen der Länder und des Bundes Berücksichtigung zu finden. Sie werden durch die angedachten Regelungen von vornherein ausgeschlossen. Der Nichteinbezug von Förderungen durch Gemeinden und die EU lässt zusätzliches Ungleichgewicht in dieser Hinsicht, bis hin zum Ausschluss zahlreicher Kunstinitiativen, erwarten.

Die Förderung durch ein Bundesland ist derzeit noch nicht automatisch mit einem Eintrag in die Transparenzdatenbank verbunden. Zu befürchten ist, dass auch hier eine Verengung des Begünstigtenkreises hin zu vor allem mit Bundesförderungen bedachten Initiativen stattfinden wird.

Der Einbezug von gemeinnützigen Vereinen im Kulturbereich, die sich nicht zentral künstlerischen Aktivitäten widmen, wie Archive, Interessenvertretungen, Kulturvermittlungseinrichtungen, Informationsplattformen und andere im Kulturbereich tätige Initiativen ist wünschenswert.

Bedingt durch unregelmäßige Förderung auf Projektbasis werden viele Kunstinitiativen nicht regelmäßig gefördert. Dies führt mit dem eingebrachten Entwurf zu zusätzlicher Unplanbarkeit hinsichtlich privater Spenden und voraussichtlich auch zu einer Verunsicherung für Spender und Spenderinnen.

Das geforderte Wirtschaftsprüfer_innen - Gutachten erweist sich als zusätzliche Hürde für weniger finanzkräftige Kunstinitiativen.
Aus nationalökonomischer Sicht ist die weitere Begünstigung von wenigen finanzkräftigen Personen oder Einrichtungen, die vor allem durch diese Regelungen profitieren werden, nicht wünschenswert. Die direkte Verknüpfung von Fördergebarung und Spendenabsetzbarkeit lässt darüber hinaus eine weitere Benachteiligung von nicht marktkonformer Kunst befürchten.

Die IG Freie Theaterarbeit regt eine durchgängig geschlechterneutrale Ausformulierung des Textes an.

Die IG Freie Theaterarbeit bedauert, in den Erarbeitungsprozess des Ministerialentwurfes nicht einbezogen worden zu sein.

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Steuerliche Spendenbegünstigung für Kunst/ Kultur?!
Kulturrat Österreich: Stellungnahme vom 12.11.2015

Kulturrat Österreich nimmt zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015 Stellung

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

.) Spendenbegünstigung bzgl. Kunst und Kultur an Subventionen von Bund/ Land gekoppelt

# Die öffentliche Förderlandschaft in Österreich ruht auf vier Säulen: EU, Bund, Land und Städte/Gemeinden. Wenn die Verknüpfung mit öffentlichen Förderungen als alleingestelltes Qualitätsmerkmal einer Absetzbarkeit bleiben soll, wird es jedenfalls notwendig sein, hier alle vier zu berücksichtigen.

# Es gibt in Österreich auch subventionsunabhängige Kunst- und Kultureinrichtungen und -initiativen. Um in den Genuss der steuerlichen Absetzbarkeit zu kommen, werden sich auch diese zukünftig verstärkt um Subventionen bemühen (müssen). Damit werden Kunst- und Kulturschaffende jedoch in einen verschärften Konkurrenzkampf um die ohnehin stets zu knappen öffentlichen Fördermittel gedrängt. Angesichts knapper und (im besten Fall) stagnierender Kunst- und Kulturbudgets führt dies jedoch absehbar zu Kürzungen für jene, die aktuell Förderungen erhalten. Eine weitere finanzielle Schwächung ist in dieser Hinsicht vor allem bei der Förderung von Projekten und Einzelpersonen zu erwarten, u.a. weil diese nicht auf aufrechtzuerhaltende Infrastruktur verweisen können, deren Kosten weniger leicht reduzierbar sind als selbstständig erbrachte künstlerische Leistungen. Entsprechend führt die Voraussetzung der öffentlichen Förderung zu einer weiteren Umverteilung der Kunst- und Kulturbudgets zu Gunsten ohnehin bereits finanzkräftigerer Institutionen, und die finanzielle Schlechterstellung von, auf finanzielle Gesamtkapazitäten bezogen, kleineren Initiativen ist damit neuerlich vorprogrammiert.

.) Allgemeine Voraussetzungen auf Seiten der begünstigten Einrichtungen

# Grundsätzlich ist die Bindung an einen – von den begünstigten Einrichtungen nicht beeinflussbaren – Eintrag in der Transparenzdatenbank unzumutbar. Die Koppelung an eine Transparenzdatenbank, deren Realisierung in der politischen Auseinandersetzung zwischen Bund und Ländern nach wie vor ungelöst ist, führt zudem zumindest vorläufig dazu, dass ausschließlich Einrichtungen mit Bundessubventionen für die Spendenabsetzbarkeit in Frage kommen; hier braucht es zumindest Übergangsbestimmungen. Die Einbeziehung von Förderungen auf EU- und Gemeindeebene ist im Entwurf nicht angedacht, für eine Lösung hinsichtlich eines wünschenswerten vielfältigen Kunst- und Kulturlebens aber unumgänglich.

# Die Bindung an eine jährlich zu gewährende Förderung widerspricht jeder Planungssicherheit für die begünstigte Körperschaft und die SpenderInnen. Jedenfalls sollte hierbei wenigstens auf einen Zeitraum von 3 Jahren abgestellt werden, in dem zumindest einmal eine Förderung gewährt wurde.

# Die sonstigen Voraussetzungen für eine Spendenbegünstigung, etwa ein verpflichtendes WirtschaftsprüferInnen-Gutachten und die arbeitszeitintensive Doppelmeldung der steuerbegünstigten Spenden auch durch die EmpfängerInnen, sind derzeit ebenfalls so angesetzt, dass kleine und kleinste Initiativen von der Spendenbegünstigung strukturell ausgeschlossen sind.

# Zusammen mit der bereits angesprochenen Subventionsumverteilung führt der Gesetzesvorschlag, wie er derzeit vorliegt, in der Tendenz zur Umverteilung der vorhandenen und zu lukrierenden Geldmittel von kleinen zu großen Kultureinrichtungen. Das ist eine kulturpolitische Entscheidung, die der Kulturrat Österreich für ein fatales Signal in Richtung der Kunst- und Kulturschaffenden als wichtige Impulsgeber für die Gesamtentwicklung unserer Gesellschaft hält.

.) Steuerliche Absetzbarkeit als Mittel der privaten Förderung: Von wem?

# Wir möchten die Gelegenheit nützen, hier auch ganz allgemeine Kritik aus ökonomischen Erwägungen einzubringen: Steuerliche Absetzbarkeit ist immer eine Förderung jener, die Steuern zahlen. Konkret handelt es sich hier entweder um vermögende Personen, deren Einkommen ein relevantes Einkommensteueraufkommen auslöst, oder um Unternehmen, die ihre Steuerschuld durch Spenden reduzieren wollen. Das Ziel dieser Novelle, die Verbreiterung und Vergrößerung der Spendenbereitschaft, wird damit ganz klar nicht durch die Verbreiterung der SpenderInnenbasis, sondern – überspitzt formuliert – mittels Lukrierung größerer Beträge von wenigen zu erreichen versucht. Entsprechend wäre zumindest begleitend zur steuerlichen Absetzbarkeit eine finanzielle Erleichterung für jene anzudenken, die spenden, ohne daraus Profite zu lukrieren, durch die Spenden ihr Image verbessern oder ihren KundInnenkreis erweitern. Zu befürchten ist eine Spendengebarung, die den Entwicklungen im Sponsoringbereich ähnlich ist: Spenden an Institutionen, die mit viel Werbung eine große Publikumsanzahl anzusprechen vermögen, werden eher fließen als Spenden an Kultureinrichtungen, die diese Reichweite – aus welchen Gründen auch immer – nicht haben.

.) Privatisierung der Kunstförderung?

# Ein unausgesprochenes Ziel dieser Novelle darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden: Die Spendenabsetzbarkeit, d.h. die private oder jedenfalls nichtstaatliche Förderung von Kunst und Kultur, legt nicht nur alte Formen des MäzenatInnentums nahe, sondern führt in Zeiten der Budgetknappheit tendenziell zu Folgemaßnahmen seitens der FördergeberInnen, wie sie derzeit schon in einzelnen Bundesländern vorexerziert werden: Die Verknüpfung von Subventionen mit privat organisierten Einnahmen. Idealerweise ist eine solche drohende Verknüpfung, die in der Regel kleinen und vor allem nicht marktkonformen Ausformungen zeitgenössischer Kunst bedroht, zu vermeiden: Eine Doppelvoraussetzung, Spendenabsetzbarkeit nur bei Subvention, und Subvention nur bei Spenden – wie durchaus hinsichtlich von Sponsoring als Fördertendenz bereits beobachtbar –, würde zu Folgen in der Kunst- und Kulturlandschaft führen, die ohne begleitende kulturpolitische Auseinandersetzung eine deutliche Verengung der Vielfalt nach sich ziehen.

.) Unlimitierte Absetzbarkeit für Spenden?

# Wir vermissen grundsätzlich eine Betragsbegrenzung bei der Absetzbarkeit von Spenden. Diese könnte sowohl mit einem jährlichen Maximalbetrag pro SpenderIn limitiert werden, wie auch durch eine prozentuell Beschränkung der Absetzbarkeit der tatsächlich geleisteten Spenden. Auch der Anteil der gespendeten Summe an den Gesamteinkünften der SpenderInnen bietet sich als weiterer Parameter an, um diejenigen relativ stärker zu begünstigen, die trotz verhältnismäßig geringerer Einkünfte bzw. Gewinne spenden. Ziel sollte sein, dass nicht eine (grenzenlose!) Steuererparnis der größte Anreiz ist, von der diejenigen am meisten profitieren, die über das meiste Kapital verfügen - daher keinesfalls unlimitiert!

.) Geschlechtergerechte Sprache

# Wir vermissen in der geplanten Novelle einen konsequenten geschlechtergerechten Sprachgebrauch und fordern dringend auf, den Text einem entsprechenden Lektorat zu unterziehen.

.) Keine Einbeziehung der Interessenvertretungen im Vorfeld der Novelle

# Bedauerlich ist die absolute Nichteinbeziehung von InteressenvertreterInnen aus Kunst und Kultur im Vorfeld der Gesetzesnovelle: Das hier vorhandene Wissen um Folgenabschätzung und Notwendigkeiten im Feld abzuholen, könnte nicht nur dazu beitragen, eine breit anerkannte Novelle auf den Weg zu bringen, sondern würde wohl auch helfen, nicht intendierte Folgen zu vermeiden.

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Stopp TTIP, CETA und TISA
Aufruf des Kulturrat Österreich
BürgerInneninitiative Stopp TTIP JETZT (nur noch bis heute) unterschreiben:
__/ www.stop-ttip.org

__/ Internationale Aktionstage ab 10. Oktober:
__/ www.ttip-stoppen.at
__/ www.ttip-demo.de/home
__/ www.trade4people.org


Im Oktober wird in Miami – geheim wie immer – das Freihandelsabkommen TTIP weiter verhandelt. Der Verhandlungstext von CETA, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada, liegt nun vor, soll aber laut Ankündigung von EU-Handelskommissarin Malmström trotz massiver Kritik nicht nachverhandelt werden. TiSA, das GATS-Nachfolgeabkommen über den Handel mit Dienstleistungen, wird von der EU und den USA mit weiteren 21 Staaten, darunter Australien, Kanada, Japan und viele lateinamerikanische Staaten, hinter einer Mauer des Schweigens verhandelt, die die Stimmen der Zivilgesellschaft vollkommen ignoriert und gegen jedes demokratische Verständnis verstößt. Das Parallelabkommen zum TTIP, das TPP im pazifischen Raum gilt seit gestern als fertig, ist aber auch noch nicht beschlossen.

Investitionsschutz, Abbau von Handelsbarrieren, Ökonomisierung gesellschaftlicher Grundbedürfnisse sind die Schlagworte, CETA, TTIP oder TiSA die Abkürzungen, die die programmatische Ausrichtung der aktuellen europäischen Wirtschaftspolitik beherrschen. Wir sagen: Alle drei Abkommen gehören müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt, vor allem aber zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

Die viel zitierte „kulturelle Ausnahme“ gibt es nicht: TTIP ist als sogenanntes Negativlisten-Abkommen konzipiert, das heißt, es betrifft alles, was nicht explizit davon ausgenommen ist. Kunst und Kultur sind nicht ausgenommen. Lediglich für audiovisuelle Medien (Film, TV, Radio) ist vorläufig im Dienstleistungskapitel eine Ausnahme vorgesehen. Dessen ungeachtet kann allerdings in allen anderen Kapiteln (z.B. E-Commerce) sehr wohl auch über audiovisuelle Medien verhandelt werden. Ausnahmen müssten aber grundlegend für alle Kapitel geltend gemacht werden.

Das UNESCO-Abkommen zum Schutz der kulturellen Vielfalt soll maximal in einer rechtlich nicht bindenden Präambel eingeschrieben werden. Das UNESCO-Abkommen selbst wurde von den USA nie ratifiziert.

Zu befürchten ist, dass durch das Investitionsschutzabkommen ISDS Interessen der globalen Unternehmen über die Gesetze einzelner Staaten gestellt und unliebsame Gesetze, etwa zum Umweltschutz, zukünftig von Unternehmen eingeklagt werden können. Über die sogenannte „regulatorische Zusammenarbeit“ soll die Macht der Parlamente hin zu Lobbyisten und Anwälten verschoben werden.

__/ Europäische Unterschriftenkampagne

Die von der Kommission unerwünschte, von der Zivilgesellschaft organisierte, BürgerInneninitiative „STOP TTIP“ hat seit dem Start vor einem Jahr bereits mehr als 3 Millionen Unterschriften erreicht und läuft noch bis heute, 6. Oktober. Am 7. Oktober 2015 wird sie der Kommission in Brüssel übergeben:

-> www.stop-ttip.org

__/ Aktionstag gegen TTIP am 10. Oktober

Trotz der massiven Kritik der Zivilgesellschaft soll CETA finalisiert werden, das grobe Gerüst von TTIP bis Anfang 2016 stehen und TiSA unkontrolliert und streng geheim von den „Wirklich guten Freunden der Dienstleistungen“ („Really Good Friends of Services“) – das ist der Zusammenschluss von 50 Staaten – weiter verhandelt werden.

Am 10. Oktober findet in ganz Europa ein Aktionstag gegen TTIP & Co statt. In Deutschland ist derzeit am meisten geplant, für eine Großdemo wird nach Berlin mobilisiert:
-> www.ttip-demo.de/home

In Wien ist ein Protest-Picknick geplant, in den Bundesländern finden einzelne Veranstaltungen statt. Informationen:
-> www.ttip-stoppen.at

Protest-Picknick in Wien, am Samstag 10.10., 14h im Sigmund-Freud Park, 1090 Wien

International wird für Aktionstage von 10. bis 17. Oktober aufgerufen.
-> www.trade4people.org


_____/ Weitere Informationen:

__/ Rubrik Stopp CETA | TTIP | TISA des Kulturrat Österreich
kulturrat.at/agenda/ttip

__/ Thema TTIP, CETA & Co. des deutschen Kulturrat
www.kulturrat.de/text.php?rubr...

__/ Kampagnenseite gegen TPP
www.exposethetpp.org


_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
contact@kulturrat.at
kulturrat.at
twitter.com/kulturrat_oe
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KünstlerInnen|Sozial|Versichert
Kulturrat Österreich, 29. Juni 2015
Was Sie schon immer über KSVF und SVA wissen wollten

Sozialversicherungsangelegenheiten selbstständiger KünstlerInnen
ExpertInnen informieren und beantworten Fragen

Infotour durch Österreich
Herbst 2015
www.kulturrat.at/termine/infot...

Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit
den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten


Wer bisher von einem Zuschuss durch den
KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (KSVF) ausgeschlossen war, hat nun neue Chancen. Die letzte Gesetzesänderung hat zahlreiche
Verbesserungen für selbstständig tätige KünstlerInnen gebracht – und viel Potenzial für Missverständnisse. Was hat sich wirklich geändert?
(Wie) Kann ich nun einen Zuschuss erhalten, obwohl ich nicht über die geforderte Einkommensuntergrenze aus künstlerischen Tätigkeiten komme?
Was sind Bonusjahre? Wie unterscheidet sich der im KSVF neu eingeführte dreijährige Durchrechnungszeitraum von jenem, der gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden kann? Was gilt überhaupt als künstlerische Tätigkeit, und was hat es mit den neuerdings relevanten künstlerischen Nebentätigkeiten auf sich?

Außerdem neu: der KSVF-Unterstützungsfonds für soziale Notlagen von KünstlerInnen. Wann aber ist eine Notlage eine Notlage?

Eine Pflichtversicherung in der SVA ist weiterhin Voraussetzung für
einen Zuschuss aus dem KSVF – Grund genug, die Basics der
Sozialversicherung für Selbstständige zu erklären. Auch die Kombination von verschiedenen Einkommensarten wird Thema sein: Wann beginnt eine Pflichtversicherung, was ist ein Lückenschluss und wie steht es um Tantiemen? Wie beende oder unterbreche ich eigentlich eine Pflichtversicherung in der SVA?


ReferentInnen:
# Bettina Wachermayr (Geschäftsführerin KSVF)
# MitarbeiterInnen aus den Landesstellen der SVA
# Moderation: Daniela Koweindl (Kulturrat Österreich)

Die ReferentInnen stehen nach kurzen einführenden Vorträgen auch für individuelle Fragen zur Verfügung.


Alle Termine:
# Burgenland

DI 15.9., 19h
Literaturhaus Mattersburg

Brunnenplatz 4
7021 Mattersburg

In Kooperation mit:
Literaturhaus Mattersburg – www.literaturhausmattersburg.at


# Niederösterreich

DO 17.9., 18h
Cinema Paradiso

Kinosaal 2
Rathausplatz 14
3100 St. Pölten

In Kooperation mit:
Kulturvernetzung Niederösterreich – www.kulturvernetzung.at


# Tirol

DI 13.10. 19h
Kunstpavillon

Rennweg 8a
6020 Innsbruck

In Kooperation mit:
Tiroler Künstlerschaft – www.kuenstlerschaft.at TKI
Tiroler Kulturinitiativen/ IG Kultur Tirol – www.tki.at


# Vorarlberg

MI 14.10., 19h
Villa Claudia – Blauer Salon

Bahnhofstraße 6
6800 Feldkirch

In Kooperation mit:
IG Kultur Vorarlberg – www.igkultur-vbg.at


# Steiermark

MO 19.10., 19h
Kultur in Graz

Lagergasse 98a
8020 Graz

In Kooperation mit:
Das andere Theater – www.dasanderetheater.at
esc medien kunst labor – esc.mur.at
IG Kultur Steiermark – www.igkultur.mur.at
Kultur in Graz (KiG!) – www.kig.mur.at


# Kärnten

DI 20.10., 19h
Musil-Haus

Bahnhofstraße 50
9020 Klagenfurt

In Kooperation mit:
IG KIKK – www.igkikk.at
Robert Musil Institut – www.uni-klu.ac.at/musil


# Oberösterreich

MO 9.11., 17h
Kunstuniversität Linz

Hörsaal (1. Stock)
Hauptplatz 8
4010 Linz

In Kooperation mit:
Alumniverein Forum – Kunstuniversität Linz – www.ufg.at/forum
Fiftitu% - www.fiftitu.at
KUPF – www.kupf.at


# Salzburg

DI 10.11. 19h
Galerie 5020

Residenzplatz 10
5020 Salzburg

In Kooperation mit:
Dachverband Salzburger Kulturstätten – www.kultur.or.at
Galerie 5020 – www.galerie5020.at


# Wien

DI 17.11., 19h
IG Architektur

Gumpendorfer Str 63b
1060 Wien

In Kooperation mit:
]a[ akademie der bildenden künste wien – www.akbild.ac.at
Diagonale - www.diagonale.at
mica – music austria – www.musicaustria.at

__/ Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten



__/ Information:


www.ksvf.at
esv-sva.sozvers.at
www.kulturrat.at

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
1060 Wien

www.kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe
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KSVF-Unterstützungsfonds Neu: monatlich stattfindende Entscheidungssitzungen
Seit Jahresbeginn gibt es innerhalb des Künstler_innensozialversicherungsfonds (KSVF) für selbstständige aber auch unselbstständige Künstler_innen die Möglichkeit in sozialen Notlagen finanzielle Unterstützung zu erhalten. Es ist dabei nicht notwendig, beim KSVF bereits als Künstler_in anerkannt zu sein.

Um in Notfällen schneller unterstützen zu können, finden die Entscheidungen über Anträge zur Unterstützung in Notlagen nun monatlich statt. Die nächste Sitzung ist Anfang Oktober 2015. Ingesamt stehen jährlich bis zu 500.000 Euro für diese Beihilfen zur Verfügung.

Wichtig ist, den „berücksichtigungswürdigen Notfall“ (Krankheit, ein unvorhersehbares Ereignis), der zu einem Einkommensausfall, einer dringend notwendigen Anschaffung, zu erhöhten Kosten aufgrund einer Erkrankung oder zur Notwendigkeit eines Kuraufenthaltes führt, schon im Begleitschreiben ausführlich und möglichst präzise darzustellen und entsprechend mit offenen Rechnungen, Befunden, Kostenvoranschlägen usw. zu belegen. Der Beirat ist zu strengster Vertraulichkeit verpflichtet!

Weitere Informationen (Antragsformular, Richtlinien etc.):
www.ksvf.at
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Kulturrat Österreich zum Internationalen Frauen*kampftag

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Neues Infoblatt: Neuinterpretation der Definition von Arbeitslosigkeit

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KUNST IST ARBEIT - KUNST KENNT KEINE NATION - AUCH KÜNSTLERINNEN MÜSSEN MIETE ZAHLEN

IG Freie Theaterarbeit, September 2015

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Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert im Dialog mit der Kulturpolitik:

Richtgagen für Kulturschaffende – Erhöhung der Fördermittel für die Freie Szene
Kunst ist keine private Liebhaberei, sondern gesellschaftlich notwendige und relevante Arbeit. Und die muss angemessen entlohnt werden.
Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert als ersten Schritt die Verdopplung der über mehr als ein Jahrzehnt stagnierenden Mittel für freie Gruppen in der Projektförderung und der mehrjährigen Konzeptförderung.
Die zusätzlichen Mittel sollen ausdrücklich der Verbesserung der sozialen Lage von KünstlerInnen und Kulturschaffenden gewidmet werden und endlich die Einhaltung von Richtgagen und aller sozialrechtlichen Vorschriften sicherstellen.
Zu lange hat die Stadt Wien in ihrer Förderpolitik die Selbstausbeutung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden stillschweigend vorausgesetzt.

Eine wirkliche Stärkung der Eigenständigkeit der Freien Szene durch bessere Arbeits-, Auftritts- und Entwicklungsmöglichkeiten

Eine eigene Förderschiene für „Start-up“-ProduzentInnen
Über erste Nachwuchsförderungen hinaus brauchen aufstrebende KünstlerInnen in der Freien Szene Gelegenheit, ihre Arbeit zu professionalisieren, sich international zu positionieren oder sich in der Begleitung selbstgewählter MentorInnen weiterzuentwickeln.

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Die Förderung langfristiger Karrieren von KünstlerInnen in der Freien Szene
Die Freie Szene ist keine Durchgangsstation in den etablierten Theaterbetrieb, sondern eine eigenständige Produktionsweise, die das Repertoiretheater in der Zukunft vermehrt ersetzen wird. Die Förderung muss verstärkt auf die längerfristige Entwicklung von KünstlerInnen und die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit zielen. Die Biografie von KünstlerInnen in der Freien Szene muss tatsächlich eine lebbare unter professionellen Arbeitsbedingungen sein.

Eine Förderung von Arbeitsmodellen, die KünstlerInnen der Freien Szene mehr Vorstellungen in längeren Spielserien, mehr Gastspiele, eine überregionale und internationale Positionierung und höhere Mobilität ermöglichen

Die Freie Szene braucht frei zugängliche, nicht kuratierte Spiel- und Veranstaltungsorte

Gender Mainstreaming — Migrant Mainstreaming
Die Förderungen der Stadt Wien müssen durch aktive Maßnahmen den Zugang zum kulturellen Feld auf allen Hierarchieebenen ermöglichen – ungeachtet von Herkunft, Alter und Geschlecht.
Das gegenwärtige Kulturangebot reproduziert noch immer sehr subtil gesellschaftliche Schranken. Dagegen muss die Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des Kulturbetriebes durchgesetzt werden. Das betrifft nicht nur Publikum mit Migrationshintergrund, sondern auch geeignete Maßnahmen zur Förderung von KünstlerInnen mit Migrationshintergrund.

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Zahlen aus einer Erhebung der IG Freie Theaterarbeit das Jahr 2013 betreffend:

83 an einer Befragung teilnehmende freie Gruppen, das entspricht einer Beteiligung von etwa 70% (von den 83 Befragten erhielten 62 eine Förderung der Theater-Abteilung der Stadt Wien), haben mit 318 Produktionen unter Beteiligung von 1.852 Künstlerinnen und KulturarbeiterInnen in 1.970 Vorstellungen (durchschnittlich 5,41 Aufführungen/Tag) international 347.308 BesucherInnen erreicht.
Das Fördervolumen der durch diese Erhebung erfassten freien Gruppen durch die Stadt Wien (inklusive anderer Kulturabteilungen wie der Alltagskultur und der Bezirksförderung) betrug 4,07 Mio. Davon wurden 3,98 Mio Euro über die Darstellende Kunstabteilung der Stadt Wien vergeben (29 Ein- oder Mehrjahresförderungen, 33 projektbezogene Förderungen).
Die Vereinigten Bühnen Wien (Raimundtheater, Ronacher und Theater an der Wien) erreichten in der Saison 2012/2013 mit 555 Vorstellungen (durchschnittlich 1.52 Aufführungen / Tag) 466.549 BesucherInnen, ihr gemeinsames Fördervolumen durch die Stadt Wien betrug 2012 36,35 Mio Euro (2013: 37,24 Mio Euro) ohne Bauinvestitionen.
Laut Kunst- und Kulturbericht wurden 2014 über die Kulturabteilung der Stadt Wien im Bereich der darstellenden Kunst vergeben:
90.868.471,92 Euro (nicht enthalten Großveranstaltungen wie Wiener Festwochen), 2,6 Mio Euro Projektförderung für Freie Gruppen, 2,63 Mio Euro Konzeptförderung darstellende Kunst. Das entspricht 5,7% des Gesamtfördervolumens im Bereich der
darstellenden Kunst.

Quelle: IG Freie Theaterarbeit: Wir sind viele & divers – so wie unser Publikum
In: gift.zeitschrift für freies Theater. 03/2015, S. 10-13.



Tatsache ist, dass richtungsweisende Entwicklungen und Impulse zur Weiterentwicklung des Kunst- und Kulturschaffens maßgeblich von Künstlern und Künstlerinnen abseits der großen Tanker kommen und die Freie Szene eine zentrale Säule im Kulturangebot Wiens als weltoffener Stadt ist. Tatsache ist aber auch, dass die Förderausschüttung das in keinster Weise abbildet.

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Eine Studie zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler aus 2008 hält fest

„Das mittlere Äquivalenzeinkommen der Kunstschaffenden liegt im Erhebungsjahr mit rund 1.000 Euro pro Monat nur knapp über der Armutsgefährdungsgrenze (2006: 893 Euro monatlich), und deutlich unter dem mittleren Äquivalenzeinkommen der österreichischen Gesamtbevölkerung (2006: monatlich 1.488 Euro). Unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze leben 37% der Kunstschaffenden – dieser Anteil beträgt in der Gesamtbevölkerung 13% und unter allen Erwerbstätigen 7%."

Quelle: Susanne Schelepa, Petra Wetzel, Gerhard Wohlfahrt: Zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler in Österreich. Studie im Auftrag des BMUKK. Wien 2008.

Die Situation hat sich durch die Auswirkungen der Krisenjahre bis heute eher noch verschlechtert.

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Infoblätter

- Umsatzsteuer = Mehrwertsteuer? 10% oder 13% ? Und muss ich überhaupt?
- welches Einkommen bringt mich über die Steuergrenze?
- Muss ich mich als Selbstständige_r versichern?
- Wie komme ich zu Geld aus dem Künstlersozialversicherungsfonds?
- Vorsicht: AMS und Zuverdienst
- und vieles mehr

die Infoblätter der IG versuchen zu helfen: www.freietheater.at/?pa...

Darüber hinaus beraten wir euch gerne. Macht euch einen Termin (Carolin Vikoler, c.vikoler@freietheater.at , 01 403 87 94). Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos. Für Nicht-Mitglieder kostet sie 50 Euro.

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Im Schnellverfahren Grundrechte abschaffen?

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Unterstützung für KünstlerInnen in Notfällen?

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Kulturelle Ausnahme in TTIP? Inexistent.
Kulturrat Österreich, Aufruf zum Tag gegen TTIP, 18. Mai 2015

Machen wir den Tag der kulturellen Vielfalt auch hier zum Tag gegen TTIP

21.5.2015: Demonstration vor dem Künstlerhaus (Wien), Konzert "TTIP, CETA, TISA stoppen!" im Schwarzberg (Wien)

Informationen zum Tag gegen TTIP


Kunst und Kultur entziehen sich nicht nur generell einer allgemeingültigen Definition, sie entziehen sich auch allen gebräuchlichen Definitionsrichtlinien, nach denen Handelsabkommen wie das TTIP organisiert sind. Entsprechend weitschweifig geraten die Erklärungen der Europäischen Kommission oder des österreichischen Wirtschaftsministeriums: Die Sorgen über die Auswirkungen von CETA oder TTIP auf Kunst und Kultur seien zwar unbegründet, allerdings lasse sich das nicht für jedes Detail sagen.

Genau hier liegt das Problem: Welche Teile des Kunst- und Kultursektors nach Unterzeichnung von TTIP, TISA und CETA noch kulturpolitischen Handlungsspielräumen unterliegen und welche nur noch nach ökonomischen Kriterien des Marktes bestimmt werden, ist aus heutiger Sicht nicht absehbar. Eindeutig ist jedoch, dass genau darüber dann nicht mehr die Politik entscheidet, sondern die InvestorInnen – im Zweifelsfall über private Investitionsschutz-Verfahren (ISDS).

Die Palette an kulturpolitischen Instrumenten, die eine Barriere für den freien Handel darstellen können, reicht von Subventionen oder Zuschüssen zur Sozialversicherung bis zur Finanzierung öffentlich-rechtlicher Kultureinrichtungen wie Museen und Theater, von der Finanzierung kultureller Angebote durch Gebühren, wie etwa Bibliotheken und Rundfunk, bis zu besonderen Steuerregelungen und Preisregulierungen für kulturelle Produkte. Allen diesen Steuerungsinstrumente ist gemeinsam, dass sie im Kapitalismus als Hindernisse für den freien Wettbewerb gelten – also potenziell Verhandlungsmasse im TTIP sind. Als Ausnahme vorgesehen ist derzeit nur der „audiovisuelle Bereich“ – ohne konkrete Definition.

CETA, TTIP und TISA, die drei derzeit bekanntesten Abkommen in Verhandlung, müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt und vor allem zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

englische Version: kulturrat.at/agenda/ttip/stopt...


Kulturrat Österreich unterstützt:
Aufruf zur Demonstration des Künstlerhaus Wien

EINE FRAGE DES ÜBERLEBENS FÜR KUNST UND KUNSTSCHAFFENDE!


Am 21. Mai 2015 um 15 Uhr vor dem Künstlerhaus am Karlsplatz

TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft), das Freihandelsabkommen, das gerade zwischen der EU und den USA bezeichnenderweise hinter verschlossenen Türen (!) ausgehandelt wird, ist eine schwerwiegende Bedrohung für Kunst, Künstlerinnen und Künstler. Sollte es nämlich in der jetzt geplanten Fassung in Kraft treten, verlieren Kunst- und Kulturschaffende, die bereits jetzt großteils im Prekariat grundeln, ihre Lebensgrundlage. Jede Form von Subventionierung künstlerischer Arbeit wäre nämlich in der Diktion des Abkommens ein "unerlaubtes Handelshemmnis" und damit nicht mehr zulässig, es sei denn sie käme auch amerikanischen Firmen und Konzernen zu Gute. Damit wäre aber mit einem Schlage die europäische Wertehaltung gegen über Kunst und Kunstschaffenden ad absurdum geführt und schlicht ausgehebelt. Kunst und Kultur werden damit zur bloßen Ware degradiert und zur Gänze dem Diktat der Profitmaximierung unterworfen.

Wir Künstlerinnen und Künstler sind also dringend aufgefordert uns vehement dagegen zu wehren!

Aktuelle Informationen: k-haus: www.k-haus.at/ und facebook-event: www.facebook.com/events/164204...


ÖMR-Pressekonferenz & Konzert
TTIP, CETA, TISA stoppen!

21. Mai 2015, Pressekonferenz zu TTIP: 19.00 Uhr, Konzertbeginn: 20.15 Uhr

Schwarzberg (ehem. OST-Klub), Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien

Eine Initiative des ÖMR – Österreichischer Musikrat, unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission

Am 21. Mai 2015 ist UNESCO Welttag der kulturellen Vielfalt und Aktionstag gegen TTIP. Auf der Pressekonferenz sprechen: ao.Univ.-Prof. Dr. Harald Huber (Präsident des ÖMR), Yvonne Gimpel (Referentin für kulturelle Vielfalt, Österreichische UNESCO-Kommission), Prof. Mag. Kurt Brazda (Regisseur, Kameramann und Fotokünstler) und Zuzana Brejcha (Filmschaffende und Kulturrat Österreich). Im Anschluss an die Pressekonferenz steht Vielfalt in aller Schärfe, Würze und Wandelbarkeit am Programm - unter dem Titel „VIELFALT & the City – Die Nacht der kulturellen Vielfalt“.

Aktuelle Informationen und Programm: www.facebook.com/events/140634...


Europäische BürgerInnen-Initiative für einen Verhandlungsstopp

Hier unterschreiben: stop-ttip.org/de/?noredirect=d...

Wir, 240 Organisationen aus ganz Europa, darunter der Kulturrat Österreich, wollten ein europäisches Volksbegehren zur Beendigung der Verhandlungen zu CETA/TTIP/TISA initiieren. Das hat die Europäische Kommission aus - unseres Erachtens nicht haltbaren - formaljuristischen Gründen verhindert. Nun organisieren wir die Sache selbst: 1,8 Millionen Menschen haben bereits unterschrieben. Bis Juni wollen wir 2 Millionen!

Information und Material: stop-ttip.org/

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Kundgebung: Willkommen in Prekärnten I Dobrodošli v Koroziji
Presseinformation IG KIKK, 4. Mai 2015ACHTUNG!!

Kundgebung: Dienstag 5. Mai von 12 bis 14 Uhr,
Ort: NICHT bei der Pestsäule am Alten Platz
sondern beim Wörtherseemandl in der Renngasse.


Willkommen in Prekärnten I Dobrodošli v Koroziji

„Wir erleben erstmals eine Ausnahmesituation wie diese“ ist den Benachrichtigungsschreiben der Kulturabteilung zu entnehmen, und das trifft tatsächlich zu.
Es trifft aber auch zu, dass die freien Kulturinitiativen und die Kunst­ und Kulturschaffenden im Land, diese Situation nicht herbeigeführt und schon gar nicht zu verantworten haben.
Freie Kulturinitiativen arbeiten zum Gemeinwohl der Bevölkerung, sie sind kulturelle Nahversorger_innen vor allem in den Regionen, sie helfen, der Landflucht entgegenzuwirken und sie machen Kärnten/Koroška internationaler. Sie stellen mit geringen finanziellen Mitteln und viel persönlichem freiwilligen und unfreiwilligen Einsatz ein Maximum an kulturellem Output auf die Beine, der unbedingt erhalten und noch gesteigert werden muss, weil freie Kulturarbeit für die Zukunft des Landes von essentieller gesellschafts-­ und demokratiepolitischer Bedeutung ist.
Kreative Widerstandstage und Aktionen freier Kulturinitiativen und Künstler_innen haben schon in der Vergangenheit bewirkt, dass der überbordenden blauen Vereinnahmungs­- und Einfärbungspraxis kritische Stimmen entgegengesetzt wurden, die außerhalb von Kärnten/Koroška dazu beitrugen, das Land differenzierter zu betrachten und nicht als ganz hoffnungslos abzustempeln.

Derzeit sind die Kassen der Kulturinitiativen leer, und in Zukunft soll der Aderlass weitergehen, um den letzten Euro aus den Ermessensausgaben herauszupressen.
Aber auch schon 15 bis 20% Kürzungen in der freien Kulturszene bedeuten keine Redimensionierung sondern Kahlschlag und das Ende von vielen Kulturinitiativen und Kulturprojekten. Ganz zu schweigen von den neuen Initiativen die voller Hoffnung waren und jetzt das Handtuch werfen müssen, da sie laut Kulturunterabteilung prinzipiell eine Ablehnung bekommen werden.

Nur: Kultur kann nicht aus der Privattasche finanziert oder dieser überantwortet werden. Das käme einer visionslosen Bankrotterklärung des politischen Gestaltungswillen gleich.
Wir richten daher den dringenden Appell an die Kärntner Landesregierung und insbesondere an Kulturreferent Benger, bei der Abwägung der finanziellen Einschnitte, der Kultur die gleiche Priorität einzuräumen, wie sie beispielsweise und selbstverständlich dem Gesundheitsbereich und unerlässlichen öffentlichen Diensten zugestanden werden muss. Jede Maßnahme, die freie Kulturarbeit zum Anhängsel degradiert, würde zu einem kulturellen Braindrain führen, weil vor allem junge Leute – die das Land nicht nur aus demografischen Gründen so dringend braucht – gezwungen wären, ihren Broterwerb außerhalb von Kärnten/Koroška zu suchen.

Weil wir entsprechende Gesetze und Richtlinien vermissen, die das verantwortungslos agierende Finanzsystem samt ihren Akteur_innen in gesellschaftlich verträgliche und notwendige Schranken
weist, richten wir einen zweiten dringenden Appell an die Kärntner Landesregierung und an die Bundesregierung, parallel zum Krisenmanagement entsprechende Maßnahmen zu setzen, damit
den freien Kulturinitiativen – und allen Betroffenen ­ zumindest eine glaubhafte Perspektive gegeben wird, dass sich ein solches Desaster nicht wiederholen kann.


Ohne Kultur hat Kärnten keine Zukunft! Brez kulture Koroška nima prihodnosti!
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Schlusskommuniqué ExpertInnen-Klausurtagung Kulturelle Vielfalt 2015
Österreichisch UNESCO-Kommission, Dezember 2015
Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Vielfalt

Schlusskommuniqué der ExpertInnen-Klausurtagung zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (BGBl. III Nr.34/2007)

kulturellevielfalt.unesco.at/c...


Auf Einladung der Österreichischen UNESCO-Kommission fand am 20. Oktober 2015 die sechste ExpertInnen-Klausurtagung zur Analyse der Umsetzung der UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen aus Perspektive der österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden statt.
Mit dem vorliegenden Schlusskommuniqué legen die unterzeichnenden ExpertInnen ihren Befund über Fortschritt und Status Quo der Umsetzung der Konvention vor, ziehen spezifisch Resümee über die Entwicklungen 2015 und zeigen anhand ausgewählter Themenschwerpunkte Handlungsnotwendigkeiten auf, die für eine kohärente und wirksame Umsetzung der Konvention durch Bund, Länder und Gemeinden erforderlich wären.

Die Ergebnisse der ExpertInnen-Klausurtagung mündeten in einem Schlusskommuniqué. In dem Kommuniqué legen die unterzeichnenden ExpertInnen ihren Befund über Fortschritt und Status Quo der Umsetzung des Übereinkommens vor und zeigen anhand ausgewählter Themenschwerpunkte Handlungsnotwendigkeiten auf, die für eine kohärente und wirksame Umsetzung des Übereinkommens durch Bund, Länder und Gemeinden erforderlich wären.

Zu den analysierten Themenschwerpunkten zählen:
Internationale Handelsverhandlungen (TTIP)
Soziale Lage von Kunst- und Kulturschaffenden
UrheberInnenrecht
Öffentlich-rechtlicher Auftrag des ORF
Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden
Internationaler Kulturaustausch
Flüchtlinge/Asyl/Kultur
Nachhaltige Entwicklung
Kulturelle Bildung
Kulturförderung & Kulturstatistik
Zusammenarbeit mit der Österreichischen UNESCO-Kommission

Mehr unter kulturellevielfalt.unesco.at/c...
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Ersparen wir uns die Zukunft -

Appell der freien Theaterschaffenden in Kärnten/Koroška

Presseaussendung der IG Freie Theaterarbeit, 4. Mai 2015

Ganz Kärnten trägt schwer an politischen Fehlentscheidungen der jüngeren Vergangenheit. Uns ist klar, dass in sämtlichen Bereichen Einsparungen getroffen werden müssen. Wir richten aber einen klaren Appell an die zuständigen Politiker_innen, eine kluge, maßvolle und kleinen Initiativen gegenüber finanziell verantwortlich agierende Förderpolitik zu betreiben. Generell und auch speziell auf den Kunstbereich bezogen. Im Kulturbereich 1 Million Euro einzusparen ist kein gangbarer Weg. Würde das Land Kärnten im Theaterbereich sämtliche Fördereinreichungen der Freien Gruppen nicht finanzieren, könnten lediglich ein paar hunderttausend Euro eingespart werden – ein relativ kleiner Betrag, der eine weitere Vertreibung von in Kärnten verorteten und hier produzierenden Künstler_innen bedeutete.

Wir sind überzeugt, gerade in krisenhaften Zeiten eine wichtige gesellschaftliche Diskurs- aber auch Reibungsfläche in und für Kärnten zu bieten. Im Folgenden ist die Situation einiger freier Theatergruppen geschildert, um zu demonstrieren, wie sehr wir bereits vor dem Kärntner Subventionsstopp am Limit des noch leistbaren gearbeitet haben und mit wie wenigen Mitteln wir gewohnt sind, Mehrwerte für die Gesellschaft weit über materielle Werte hinaus zu schaffen:

– 12 der von uns befragten Theatergruppen haben bei der Kulturabteilung des Landes Kärnten ein Förderansuchen gestellt, mit einem Gesamtsubventionsbedarf von 212.600,- Euro.
– 8 dieser Theatergruppen beantragten eine Bundesförderung und benötigen dringend eine Förderzusage des Landes Kärnten, um überhaupt Bundesmittel erhalten zu können.
– Mit diesen, ohnehin am Limit kalkulierten Mitteln, könnten 53 Produktionen mit 468 Aufführun­gen stattfinden. (Vergleichswert 2014: Bei 399 Vorstellungen wurden 24.432 Besucher_innen erreicht.)
– Diese Förderungen bedeuten auch eine finanzielle Teilabsicherung von 197 bezahlten Mitarbeiter_innen, die zu einem großen Teil im Prekariat der Neuen Selbständigkeit tätig sind.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Gemeinderatswahlen 2015 in vielen Gemeinden, darunter auch die Stadt Klagenfurt, erhebliche Förderentscheidungsverzögerungen für den freien – Ermessens­­ausgaben unterliegenden – Kunstsektor mit sich gebracht haben. Was für uns konkret finanzielle Ungewissheit und damit fünf- bis sechsmonatige Produktionsverzögerungen zur Folge hat. Im Extremfall müssen sich Vereine verschulden oder Vertragsbrüche riskieren, da die meisten Produktionen bereits vor Monaten organisiert werden mussten.

Keine Subventionen des Landes Kärnten bedeuten für uns - wenn keine über die normalen Spielregeln hinausgehenden Lösungen gefunden werden - auch keine Förderungen des Bundes zu erhalten. Gekürzte Subventionen bedeuten auf dieser Ebene im Normalfall entsprechende finanzielle Kürzungen auch auf Bundesebene. Mit jedem Monat, das vergeht, sind auch mehr Fördermittel des Bundes für das Jahr 2015 österreichweit vergeben und für uns nicht mehr abrufbar.

Dass die freie Szene insgesamt einer der größten Player in Kärnten ist, beweist die durch das Land Kärnten beauftragte Studie der IG KIKK zum Jahr 2013 beeindruckend (igkikk.at), ebenso dokumentiert die Studie, wie schlecht die finanziellen Bedingungen für diese Leistungen bereits im Jahr 2013 waren. Wir ersuchen die zuständigen Politiker_innen dringend von weiteren Kürzungen dieses Bereichs – auch in finanziellen Krisenzeiten – abzusehen.

Felix Strasser & Florian Zambrano, Sprecher der IG Freie Theaterarbeit Kärnten/Koroška
& Geschäftsführung und Vorstand der IG Freie Theaterarbeit

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