DE / EN

Am 5.12. luden die Interessenverbände aus dem Kunst-, Kultur- und Medienbereich in den Presseclub Concordia, um den dringend benötigten Ausbau der sozialen Absicherung von Neuen Selbstständigen/Einzelpersonenunternehmen öffentlich zu thematisieren und gleich einen Vorschlag eines Ergänzungsgesetzes für das Sozialrecht zu präsentieren.

Die kürzlich veröffentlichte Studie zur sozialen Lage der Kunst- und Kulturschaffenden zeigt, dass es nicht gelungen ist, die soziale Absicherung von Kulturschaffenden zu verbessern. Darum sehe man sich aufgefordert, selbst aktiv zu werden, so Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren.

Peter Paul Skrepek von der Musikergilde wies gleich zu Beginn auf die „Werkvertrags-Falle“ hin, die bereits vor Jahren zu einer signifkanten Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse von Künstler_innen beigetragen habe, da die dadurch erwachsenden Sozialversicherungsbeiträge nur auf Seiten der Werkvertragsnehmer_in anfallen und auch aufgrund der geringen Honorarhöhen schlichtweg nicht leistbar seien.

Der Sozialrechtexperte Walter Pöltner verdeutlichte die Diskrepanz der heutigen Gesellschaft und ihrer neuen, prekären Beschäftigungsverhältnisse, durch die immer wieder Versicherungslücken entstehen, und die veralteten Gesetze, die auf diese neuen Situationen nicht reagieren können.

Ulrike Kuner von der Interessensgemeinschaft Freie Theater betonte ebenfalls, dass die derzeitige Sozialversicherung nicht flexibel genug für aktuelle Bedürfnisse der Künstler_innen sei und wies auf konkrete Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis der IG Freie Theater hin.

Eine Möglichkeit wäre, die Grundlage für die Pensionsversicherung nachträglich zu erhöhen, den Pensionsversicherungsbeitrag höchstens drei Jahre lang vorzustrecken und anschließend in Raten zurückzuzahlen.

Außerdem solle ein Überbrückungshilfefonds eingerichtet werden, der in Notlagen für Zuschüsse zu den Beiträgen zur Pensions- und Krankenversicherung verwendet werden kann.

Betreffend der Krankenversicherung sieht der Entwurf eine Anhebung der Unterstützung bei lang andauernder Krankheit von 26 Wochen auf 52 Wochen vor.

Im Arbeitslosengesetz soll verankert werden, dass Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung "auch teilweise oder zur Gänze vom AMS getragen werden, wenn dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Arbeitslosigkeit vermieden werden kann".

20 Interessenverbände unterstützen diese Initiative bereits und planen eine rasche Umsetzung der Vorschläge. Gespräche mit den Gesetzgebern werden folgen.

Jan 2019
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9

    09.01.

    • Infoveranstaltung: „bring your applications“ – Feedback-Runde Einreichungen Stadt Wien
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21

    21.01.

    • Infoveranstaltung mit Steuerberater Mag. Meller: ABC der Betriebsausgaben
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28

    28.01.

    • Infoveranstaltung KSVF – Der Künstler-Sozialversicherungsfonds
  • 29
  • 30
  • 31