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Newsblog

  • STAYING ALIVE – Meine Rechte als Künstler*in[:]

    Du stehst auf der Bühne, Du spielst, tanzt, Du performst – und Du willst überleben?

    5 Infoveranstaltungen zu den wichtigsten Fragen als freischaffende*r Akteur*in in der Darstellenden Kunst von 11. November bis 10. Dezember 2019.

    In unserer ersten Veranstaltung am 11.1.2019 im Werk-X am Petersplatz drehte sich alles rund um das Thema Marketing und PR. Joachim Kapuy (Leitung Marketing & Sponsoring Wiener Festwochen) gab zu dem Auskunft und verriet gute Strategien für Präsentationen von eigenen Projekten. Vielen Dank für die exzellente Expertise und die Unterstützung vom Werk-X. Zum Handout

    Am Montag den 18.11.2019 ist unsere zweite Staying Alive Veranstaltung zum Job-Akquise sehr erfolgreich über die OFF-Theater-Bühne gegangen.
    Vielen Dank an dieser Stelle an das Team von Erst Kurt Weigel!
    Sophie Resch (Schauspielerin) und Elke Hartmann (Regisseurin) standen unseren sechsundvierzig! Besucher*innen zwei Stunden lang mit Frage und Antwort parat.
    Weiters wurden die Teilnehmer*innen in die Fakten und Realitäten der Marketingwelt eingeführt und mit vielen Tipps und Tricks zum individuellen Presseauftritt versorgt.

    Hier findest du die Handouts zu den bereits stattgefundenen Veranstaltungen.

     

    Weiter Infos folgen bald hier in unserem Staying alive Blog.

    Besuche unsere nächsten Veranstaltungen:

    • Dienstag, 26.11.2019, studio brut (Zieglergasse 25, 1070 Wien), 18:00-20:00

    ARBEITSRECHT und VERTRÄGE: Theaterarbeitsgesetz / Vertragsdetails / Rechte und Pflichten Künstler*in und Theater / Was sind Kollektivverträge und wie funktionieren diese / Elevenverträge, Bühnenverträge, Stückverträge, Kettenverträge etc. / Zusammenarbeit zwischen selbstständig und unselbstständig Beschäftigten / Arbeitsrecht versus künstlerische Freiheit
    Mit: Wolfgang Renzl, Rechtsanwalt, Partner bei pfletschinger.renzl

    • Montag, 02.12.2019, WUK Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien), 16:30-18:30

    STEUER: Welche Steuern fallen an – und wann? / Einkommenssteuer / Lohnsteuer / Steuererklärung / Einkommen der Künstler*innen im Ausland – ein Überblick und Beispiel Deutschland
    Mit: Barbara Müller,
    selbstständige Steuerberaterin

    • Dienstag, 10.12.2019, Theater Drachengasse (Fleischmarkt 22, Eingang Drachengasse 2, 1010 Wien), 17:00-19:00

    SOZIALVERSICHERUNGEN: Versicherungsmodelle / Berechnungsmodelle / selbstständig und angestellt / Beschäftigungen in verschiedenen Ländern
    Mit: Angela Vadori, Mitgründerin Groundworkers

    EINTRITT FREI – EINFACH VORBEIKOMMEN!

    Mehr auf www.freietheater.at und facebook IG Freie Theaterarbeit

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  • EAIPA - Working meeting[:]

    Von 14.-16 November hießen wir den europäischen Dachverband für der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts hier in Wien herzlich willkommen. Das Zusammentreffen mit den Mitgliedern fand statt, um die Zusammenarbeit zu stärken und brennende Themen, aktuelle Diskurse und zukünftige Konzepte zu diskutieren. 

    Eingeleitet wurde das Arbeitstreffen im WUK, wo die Gäste mit einem Performance-Proben-Besuch begrüßt wurden. Ein Einblick in das Kunstprojekt sowie der Austausch mit der künstlerischen Leiterin Esther Holland-Merthen und ihrem Team sorgten für aufschlussreiche Kenntnisse und interessante Erfahrungen, die zugleich eine Vorstellung der freien Szene zuließ. 

    Nach einem kurzen Spaziergang durch Wien fanden sich die VertreterInnen bereits zur ersten Arbeitseinheit zusammen, in der EAIPA selbst im Zentrum stand. Die Aufnahme von neuen Mitgliedern sowie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wurden intensiv ausverhandelt und kam erst durch den Besuch von Katalin Erdödi von der Theaterjury zu einem vorläufigen Ende. Ihr Vortrag skizzierte ein umfassendes Bild von der österreichischen Theaterszene, den politischen Strukturen und das Prozedere rund um Förderungen. Der Tag fand bei einer Gans in einem typisch Wiener Restaurant schließlich seinen Ausklang. 

    Der zweite Arbeitstag begann mit einem Besuch bei der Stadträtin Veronica Kaup-Hasler in ihrem prachtvollen Büro im Wiener Rathaus, wo es zu einem Austausch zwischen ihr und den VertreterInnen von EAIPA kam. Der spannende Einstieg in den Tag wurde anschließend durch konstruktive Diskussionen über die zukünftigen Themen abgelöst. Auch der Input von Elisabeth Pacher vom Creative Europe Desk Austria sorgte für einen interessanten Beitrag. Viele Themen wurden besprochen, neue Ideen gesammelt und zukünftige Aktivitäten festgehalten. Am Abend erfolgte nochmals ein kurzer Spaziergang durch die Wiener Innenstadt mit einem anschließenden Theaterbesuch bei Claudia Bosses neuem Werk Dialogue on Difference im Kosmos-Theater. Abgerundet wurde der lange Tag durch einem gemeinsamen Beisl-Aufenthalt.

    Am letzten Tag trafen sich die VertreterInnen noch einmal zu einem abschließenden Treffen zusammen, in dem die umfassenden Themen, anregenden Diskussionen und ausführlichen Vorträge und Gespräche präzise zusammengefasst wurden sowie ein Ausblick auf aufkommende Ereignisse gegeben wurde. 

     

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  • 12.11.2019 - Brut im Künstlerhaus: Stand der Dinge[:]


    Wie die IGFT im e-mail-newsletter vom 31.10. 2019 berichtete, bewegt uns natürlich sehr die Frage nach dem Hauptspielort des brut Wien und seinem Verbleib im Künstlerhaus – oder einer Alternative an einem anderen Standort, die jedenfalls eine Verbesserung der Bedingungen für die Künstlerinnen und Künstler bringen muss. Wir sind sehr an einer raschen Klärung der Situation interessiert und berichten laufend.
    Hier eine Übersicht über die aktuellen Entwicklungen.

    Letzte Woche stellte die IGFT dem brut Wien folgende vier Fragen:
    Das brut ist seit der Saison 2017/2018 nomadisch unterwegs, sprich es bespielt verschiedenste Orte in Wien. Seit rund einem Jahr ist der Standort in der Zieglergasse wieder für Vorstellungen und Proben aktiv. Die Künstlerinnen und Künstler fürchten, dass der zentrale, dauerhafte Spielort des brut gefährdet ist. Also ein Ort mit professionellen Bedingungen, einer Bühne mit technischer Ausstattung etc.
    Was könnt ihr hierzu sagen?
    Was ist der Status Quo btr. des Standortes im Künstlerhaus?
    Was sind die Perspektiven?
    Ab wann gibt es wieder einen verlässlichen Standort für das brut?

    Am 2.11.2019 veröffentlichten Kira Kirsch und Richard Schweitzer vom brut folgenden offenen Brief: Offener Brief zur Situation brut im Künstlerhaus https://brut-wien.at/en/Magazine/Let-s-talk-about-brut/Offener-Brief-zur-aktuellen-Situation-brut-im-Kuenstlerhaus

    Weitere Infos:

    24.10.2019         Brut-Theater steht offenbar vor Auszug aus Künstlerhaus. Stefan Weiss in der DerStandard: Hintergrundinfos zur Kostenexplosion der Sanierung und Zukunfts-Miet-Unsicherheiten https://www.derstandard.at/story/2000110603366/kuenstlerhaus-brut-theater-vor-auszug-wegen-kostenexplosion?ref=rss

    6.11.2019            Pressestatement der Wiener Perspektive zur Situation des brut im Künstlerhaus, 1010 Wien
    pressestatement_wienerperspektive

    6.11. 2019          Brut-Theater: Haselsteiner meldet sich zu Wort
    Der Künstlerhaus-Sanierer Hans Peter Haselsteiner äußert sich im Standard zu der Frage der Zukunft des Brut-Theaters im Künstlerhaus.
    Zum Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000110702685/haselsteiner-zu-brut-behoerdenauflagen-grund-fuer-moeglichen-auszug

    7.11.2019            Salzburger Nachrichten berichten: https://www.sn.at/kultur/allgemein/haselsteiner-erklaert-hohe-brut-kosten-mit-behoerdenauflagen-78829942

    7.11.2019            Forderungen von Bizeps: https://www.bizeps.or.at/bizeps-fordert-barrierefreie-spielstaette-fuer-das-brut/

    12.11.2019          Wiener Perspektive kämpft um den Verbleib im Künstlerhaus: https://www.derstandard.at/story/2000110974453/brut-im-kuenstlerhaus-plattform-wiener-perspektive-fordert-verbleib

    https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2037577-brut-will-im-Wiener-Kuenstlerhaus-bleiben.html  

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  • Fair Pay für Künstler_innen der Freien Szene / Transparenz der Strukturen für die Freie Theaterszene[:]

    Pressemitteilung der IG Freie Theater, 9.10.2019

    Die freischaffenden Künstler_innen in Wien tragen die Verantwortung für die künstlerischen Produktionen, sie entwickeln die Konzepte und Ideen – und realisieren diese.
    Die Künstler_innen fordern Fair Pay mit Honoraruntergrenze pro Proben- bzw. Vorstellungstag, die ihnen ein Überleben ermöglicht. In Berlin wird dieses Instrument seit 2016 erfolgreich angewendet.

    Von den mehr als € 28 Mio eingesetzten Fördergeldern der Stadt Wien pro Jahr für die freie Theater- und Tanzszene Wiens (lt. NPO-Studie "Tanz- und Theaterszene in Wien / 2012") werden ca. € 4,7 Mio direkt an Künstlerinnen und Künstler ausbezahlt – also knapp 17% (Jahr 2018). Dieses Geld ergeht in Form von Projektförderungen, 1-, 2-, 4-Jahresförderungen sowie aus Bezirksförderungen an künstlerische Produktionen ohne eigene Spielstätte (u. a. Theater, Tanz, Performance, Kinder- und Jugendtheater sowie Musiktheater). Pro Jahr werden ca. 90 Gruppen gefördert, inklusive Bezirksförderungen werden ca. 130-140 Projekte unterstützt.
    Diese Gelder werden eingesetzt, um Produktionen zu realisieren und alle Beteiligten zu bezahlen. Die Produktionsverantwortung liegt bei den einzelnen Gruppen, sie sind für sämtliche administrativen Anforderungen und für die Bezahlung aller Beteiligten und der gesamten Realisierung verantwortlich.

    Häufig arbeiten diese Künstler_innen in guter und produktiver Kooperation oder Koproduktion mit den Spartenhäusern. Abseits der Eigenproduktionen der Häuser, bei welchen die Mitwirkenden direkt vom Haus beschäftigt werden, sind die Künstler_innen bzw. Gruppen für die Entstehung der Produktionen selbst verantwortlich, d.h. sie tragen das finanzielle Risiko selbst. In manchen Fällen erhalten die Gruppen Koproduktionsgelder (die als Zuschüsse zu den Produktionen zu verstehen sind) bzw. geldwerte Leistungen der Häuser (etwa Proberäume, Technik, Bewerbung etc.), manchmal auch Honorare für Vorstellungen bzw. Einnahmenteilung. Dieses System hat sich über viele Jahre hinweg positiv bewährt und muss selbstverständlich unterstützt werden. Die Institutionen und Spartenhäuser in Wien erhalten hierfür pro Jahr eine Basisförderung von € 13,3 Mio von der Stadt Wien und € 920.000 vom BKA (lt. Presseunterlagen vom 7.10.2019).

    Sehr oft aber arbeiten die Künstler_innen komplett selbständig, realisieren ihre Produktionen unabhängig und suchen sich ihre Aufführungsorte selbst. Die finanzielle und administrative Verantwortung liegt bei den Gruppen selbst.

    Ergänzend zur Vorstellung der Forderungen der Häuser darstellender Künste Pakt Wien vom 7.10.2019, insbesondere zu den dort präsentierten Forderungen nach einem Fair Pay Modell für Mitarbeiter_innen der Häuser, ist es notwendig, den Blick auf die Künstler_innen selbst zu richten. Zum einen müssen die direkten Förderungen für die Künstler_innen selbst aufgestockt werden. Weiters wird es wichtig, die vorhandenen Strukturen für die Freie Szene transparent zu machen und entsprechend der aktuellen und zukünftigen Arbeitsweisen der Künstler_innen zu definieren.

    Angepasst an die Größe und finanzielle Ausstattung der Häuser schlagen wir einen übersichtlichen Informationskatalog vor, der z.B. folgende Fragen beantwortet und auf den Websites der Häuser veröffentlicht wird.

    • Transparenz der eingesetzten Mittel
      Wie hoch ist die jährliche Förderung? Welcher Anteil der Mittel wird auf die Bezahlung von Künstler_innen verwendet? Wie hoch ist der Aufwand für Mieten / Betriebskosten / Struktur am Standort? Wie gestaltet sich das Gehaltsschema an den Häusern - und gibt es ein Schema bzw. Mindestsätze bei der Entlohnung der Künstler_innen? Wie hoch ist der Erfolg bei der Einwerbung von Drittmitteln bzw. Projektgeldern?
    • Transparenz der Aufgaben
      Welche Aufgaben haben die einzelnen Häuser, auch hinsichtlich der Förderung der heimischen Szene? Wie genau kommen sie dieser Verantwortung nach? Was sind Erfolgskriterien? Welche Strategie wird eingesetzt, die Künstler_innen lokal, bundesweit und international sichtbar zu machen? Nach welchen Kriterien werden mit den Künstler_innen Produktionen vereinbart – und wie werden Künstler_innen in ihrer Karriere unterstützt?

    Die Stadt Wien - als mit Abstand größter Fördergeber bzw. Eigentümer – sowie das Bundeskanzleramt/Kunst sollen Klarheit über die eingesetzten Mittel der öffentlichen Hand ermöglichen. Wir schlagen vor, gemeinsam transparente Kriterien zu erarbeiten – gemeinsam mit Fördergebern, Künstler_innen und Vertreter_innen der Spartenhäuser / Strukturen.

    Die IG Freie Theater wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und vertritt mehr als 1.500 Akteur_innen der freien darstellenden Kunst. Seit 2018 ist sie Gründungsmitglied und Sitz des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Mitgliedern in derzeit 11 Ländern.

    Kontakt bei Rückfragen:
    IG Freie Theaterarbeit
    Ulrike Kuner - Geschäftsführung
    u.kuner@freietheater.at
    01/403 87 94

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  • 11.9.2019 - K(ein) EU Kommissariat für Kultur?[:]

    Die IG Freie Theater als Mitglied des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste äußert anlässlich der soeben vorgestellten EU Kommissarinnen und Kommissare und deren Resorts große Besorgnis, da kein Resort für Kultur mehr vorgesehen ist.

    Kunst, Kultur, kultureller Austausch, Kreativwirtschaft sind ein wichtiger Bestandteil der europäischen Identität und Wertschöpfung. Zusammengenommen generiert dieser Bereich in Europa mehr Arbeitsplätze als die Automobilbranche.

    Kunst und Kultur werden von den Menschen, die in der EU leben, unter den wichtigsten Faktoren genannt, wenn es um die Frage nach einer europäischen Identität geht. Kunst und Kultur definieren immer die wesentlichen Merkmale, um ein positives Bild Europas zu beschreiben.

    Die Akteur_innen der Kultur, der Künste und der Kreativwirtschaft brauchen eine Stimme und eine politische Verantwortung auf europäischer Ebene und innerhalb der Europäischen Kommission.

    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste fordert eindringlich eine Korrektur in dieser wichtigen Strukturentscheidung und bittet die neue Kommissionspräsidentin zu erläutern, warum die Vorschläge zur Neubesetzung der Kommission derzeit keine Kommissarin/keinen Kommissar für Kultur enthalten.

     

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  • EFFE Awards vergeben[:]

     

    Am 26. September wurden in Brüssel 5 Festivals mit dem EFFE Award 2019 - 2020 ausgezeichnet.
    Darüber hinaus wurde das EFFE Audience Choice Festival gekürt und Frie Leysen (Gründerin des Kunstenfestivaldesarts) sowie Dieter Kosslick (ehemaliger Direktor der Berlinale) erhielten den EFFE Lifetime Award.

    Eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Sir Jonathan Mills, ehemaliger Direktor des Edinburgh International Festival, wählte aus 705 Festivals mit EFFE Label 2019 - 2020 folgende Gewinner aus:

    Conrad Festival, Krakau - Polen
    Festival Deltebre Dansa, Deltebre - Spanien
    Førde Traditional and World Music Festival, Førde - Norwegen
    GogolFEST - Multidisciplinary International Festival of Contemporary Art, div. Städte - Ukraine
    Welcome to The Village, Leeuwarden – Niederlande

    Der Publikumspreis ging an das  Varna Summer International Music Festival  in Bulgarien.

    Mehr Informationen dazu hier: festivalfinder.eu/news

    Wir gratulieren herzlich!

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  • 6.9.2019 Berlin: Branchentreff der Freien Darstellenden Künste / Update EAIPA [:]

    6.9.2019 Berlin: Branchentreff der Freien Darstellenden Künste in den Sophiensälen in Berlin.

    Update des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste. Was ist der aktuelle Stand der solidarischen Vernetzung, die Kulturschaffende und ihre regionalen Strukturen stärkt?

    Gerry Woop (Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa) zeichnete in seinem Eingangsstatement ein Bild der Europäischen Kulturpolitik, in welcher Kultur zum einen als ‚Aquakultur‘ vorkommt, andererseits er aber auch Verständnis dafür aufbringt, wenn Künstler_innen und Künstler nicht den sozialen Scherbenhaufen einer neoliberalen Politik mittels künstlerischer Projekte zusammenkleben wollen. Er forderte einen größeren Respekt vor den Leistungen der Künstler_innen und Künstler und nahm gerne die Anregung auf – und mit -, dass in künftigen EU Kulturprogrammen das Wort ‚KUNST‘ wieder Platz findet – und KULTUR nicht zum Anhängsel welcher XXkultur auch immer verkommt.

    In der anschließenden Diskussion, moderiert von Essi Kalima vom Finnland-Institut, berichtete Ulrike Kuner über den Status Quo des Europäischen Dachverbandes der Freien Darstellenden Künste, während Inga Remeta von der Interessensvertretung aus Slowenien sehr interessant ihre Position erläuterte, warum es gerade für Interessenvertretungen aus kleineren Ländern Europas wichtig ist, in einem Europäischen Dachverband Stimme zu haben und dadurch konkrete Inhalte zu adressieren. Der Austausch zeigt auch, dass die Probleme der Freien Szene überall ähnlich gelagert sind – und wir hier gemeinsam eine Stoßrichtung entwickeln müssen.  

    Beteiligte:

    • Inga Remeta (Društvo Asociacija Slovenija)
    • Ulrike Kuner (The European Association Of Independent Performing Arts – EAIPA, IG Freie Theater Österreich)
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  • Musterverträge für Mitglieder ab sofort erhältlich[:]

    Nie waren Musterverträge so hilfreich und nützlich wie heute.
    Mitglieder der IG Freie Theater stellen wir unsere frisch erarbeiteten Musterverträge für den freien darstellenden Bereich kostenlos zur Verfügung. Eine Mitgliedschaft lohnt sich also noch mehr!
    Es gibt: Bühnenarbeitsvertrag, Stückvertrag, Gastvertrag, freier Dienstvertrag, Werkvertrag und viele mehr.

    Weitere Infos zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei der IG Freie Theater: freietheater.at/about/mitgliedschaft/

     

     

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  • Änderungen bei Förderanträgen in Wien (MA7)[:]

    Neue Einreichfristen & Antragsprocedere ab September 2019

    Die IG Freie Theaterarbeit und das Kuratorium luden am 24. Mai zu einer Info-Veranstaltung ins Kosmos Theater, um die neuen Einreichtermine und das modifizierte, zweistufige Evaluierungsprocedere vorzustellen und zu diskutieren. Zum nächsten NEUEN Einreichtermin 15. September 2019 ändern sich die Regeln. Alle Infos im Detail auf der Website des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance.

    Wir danken für das volle Haus, die konstruktive Atmosphäre und das rege Feedback. Für alle, die nicht kommen konnten oder Einzelheiten vergessen haben, empfehlen wir: Nachlesen.

    Achtung für Antragsteller_innen für 1- und 2-Jahresförderungen (Projektbeginn 2021): Die Einreichfrist hierfür ist bereits der 15. September 2019!

    Und für Rückfragen stehen wir bzw. die Teams des Kuratoriums und der MA7 gerne bereit.

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  • Neues aus OÖ: Trotz Zusagen noch höhere Kürzungen als erwartet[:]

    Unsere Kolleg_innen von der KUPF OÖ haben heute Vormittag am 09.08. in einer Pressekonferenz die aktuellen enttäuschenden Zahlen und Informationen bzgl der Kunst- und Kulturförderungen 2018 analysiert und vorgestellt:

    Kulturszene enttäuscht vom Vorgehen der Landespolitik

    „Wenn, dann sterben wir einen lauten Tod“

    Die Analyse des Rechnungsabschluss 2018 zeigt erstmals auf: Oberösterreichs zeitgenössische Kunst- und Kulturszene wurde im Budgetvollzug noch stärker gekürzt als ursprünglich geplant. Nachdem 17.240 BürgerInnen die Petition „Rettet das Kulturland OÖ“ unterzeichnet hatten, legte die KUPF OÖ konkrete Maßnahmen zur Sicherung des Kulturlands OÖ vor. Doch die Details des Rechnungsabschluss zeigen, dass selbst die wenigen vom Land OÖ gemachten Zusagen nicht eingehalten wurden. Oberösterreichs Kulturszene zeigt sich enttäuscht vom Vorgehen der Politik.

    Der vollständige Artikel und die Analysen hier:
    https://kupf.at/presseaussendungen/rechnungsabschluss-2018-trotz-zusagen-noch-hoehere-kuerzungen/

     

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  • IG Freie Theater GV und neuer Vorstand[:]

    Am 21. Juni fand unsere Generalversammlung statt. Der neue Vorstand wurde gewählt und besteht aus: Inge Gappmaier, Charlotta Ruth, Sara Ostertag, Sabine Reiter, Martin Ojster, Barbara Herold, Veronika Glatzner und Daniela Oberrauch.

    An Claudia Seigmann, Thomas Hinterberger und Katharina Dilena vielen Dank für die Zusammenarbeit.

    Zum Abschluss fand ein Netzwerk-Treffen der Bundeslandsprecher_innen statt.

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  • Dokumentation Symposium Freie Szene – Freie Kunst![:]

    Am 8./9. April fand auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler, und den Interessenvertretungen der österreichischen Kunst- und Kulturszene ein erstes gemeinsames Symposium unter dem Titel FREIE SZENE – FREIE KUNST statt. Fachspezifisch wie auch genreübergreifend wurden Diskussionen zu der strukturell prekären und aktuell brisanten Situation der freien Kunstschaffenden in Österreich geführt. Über 500 Akteur_innen und Interessierte informierten sich über den Status Quo der Szene(n) und leiteten daraus und aus internationalen Best-Practice-Beispielen Möglichkeiten für Wien ab.

    In der Dokumentation finden sich Zusammenfassungen der Redebeiträge und der Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

    Die Dokumentation ist hier downloadbar: Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien

    Wir danken allen Mitwirkenden und denen, die dabei waren für Ihre Inputs und ihre Teilnahme!

    Die Initiative wurde getragen durch u. a. IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica - music austria / Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst, IG Autorinnen und Autoren, organisiert wurde das Symposium darüber hinaus von der IG Freie Theater.

    Neben dem Referat der Kulturstadträtin waren Ansprechpartner_innen für alle Sparten der MA7 anwesend sowie Vertreter_innen des Bundeskanzleramts/Kunstsektion und Verantwortliche aus den Bundesländern und Gemeinden als Gesprächspartner_innen in den Diskussionsrunden involviert.

    Folgeveranstaltungen sind bereits in Planung, und zu Beginn 2020 setzen wir uns wieder im Rahmen eines Symposiums mit der Problematik von Infrastrukturen/Räumen für die freie Szene auseinander.

     

     

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  • IG Freie Theater blickt auf eine erfolgreiche und aktive Saison 2018/2019 zurück[:]

    Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Künstler_innen der Freien Szene in Österreich verlässliche Unterstützung benötigen, um überleben zu können, aber auch um neue Kunst, neue Theaterformen und Produktionen professionell realisieren zu können.
     
    Die großen Herausforderungen liegen nach wie vor bei der sozialen Absicherung von Künstler_innen. Wir sind dabei, gemeinsam mit der Politik etwa die Einführung von Honoraruntergrenzen auszutesten, belastbare Zahlen und Statistiken für die Szene zu erarbeiten und speisen auch internationale Erfahrungen in die Diskussion mit ein.
     
    Die Gründung des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste und dessen Ansiedlung in Wien zeugen von einem großen Bedarf nach verlässlicher Information über die Szene europaweit, und eine erste Publikation zu dieser Thematik liegt vor.
     
    Wir freuen uns auf die nächste Saison und setzen unseren Weg konsequent fort: in Wien, in Österreich und europaweit. Für Österreichs Schauspieler_innen, Tänzer_innen, Choreograf_innen, Regisseur_innen - und alle, die sonst dabei sind, das Bühnengeschehen bzw. künstlerische Arbeitsweisen neu zu denken und zu machen!

    Von September 2018 bis Ende Juni 2019
    ·       hat das Team der IGFT 983 Personen beraten (=durchschnittlich 98,3 Personen pro Monat)
    ·       in 55 lokalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen unser Know-How weitergegeben (=durchschnittlich 1,2 Veranstaltungen pro Woche)
    ·       lag die Frauenquote bei den Beratungen bei über 74%, bei unseren Mitgliedern bei 73%
    ·       Und: Wir hatten das Vergnügen die Arbeit der Freien Darstellenden Kunstszene in Österreich bei 119 Vorstellungen zu sehen! (Stand: 26.6.2019)

    Ausführlich über die Tätigkeiten der IG Freie Theater im Jahr 2018 informiert unser Jahresrückblick, der als PDF hier zu finden ist: http://freietheater.at/wp-content/uploads/2019/07/IGFT_T%C3%A4tigkeitsbericht_2018.pdf

    Das Team der IGFT wünscht einen schönen Sommer!

    Ulrike Kuner
    Julia Kronenberg
    Barbara Stüwe-Eßl

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  • 4.11.2018 - European Association of Independent Performing Arts - 1. Präsentation in München / IETM annual meeting[:]

    Am 4.11.2018 erfolgte die offizielle Präsentation der EUROPEAN ASSOCATION OF INDEPENDENT PERFORMING ARTS im Rahmen des ietm- plenary meetings in München.
    Vorgestellt wurde der neu gewählte Gründungsvorstand, aber auch ein erster Vergleich der Förderstrukturen der Freien Szene in 8 europäischen Ländern.

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    Der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste / European Association of Independent Performing Arts wurde 2018 gegründet.
    Er vertritt die Interessen der Akteur_innen der Freien Szene auf europäischer Ebene und forciert den kulturpolitischen Austausch durch konkrete Information und Vorschläge.

    Mitglieder sind aktuell Interessensgemeinschaften in Österreich, Bulgarien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden und der Schweiz.

    Introduction to the Independent Performing Arts in Europa. Eight European Performing Arts Structures at a Glance. Published by EAIPA, 2018.

    Bilder: Regine Heiland

    Als erstes gemeinsames Projekt wurde ein Vergleich der (Förder)situation der Freien Darstellenden Künste in acht Ländern Europas erarbeitet, welcher am 4.11.2018 im Rahmen des internationalen Netzwerktreffens IETM Munich in Zusammenarbeit mit dem Festival "Politik im Freien Theater" und der Bundeszentrale für Politische Bildung in München von Thomas F. Eder vorgestellt wurde. Zum ersten Mal wurde damit die Fördersituation in acht Ländern Europas strukturell untersucht und vergleichend dargestellt. Vor allem statistische, finanzielle und soziale Indikatoren - wie  etwa 'Armutsrisiken für Künstler_innen' - fanden in diesem Vergleich Beachtung. Zugleich wurde deutlich, wie schwierig – und lückenhaft - sich die Zahlensituation insgesamt gestaltet. Ein Ansporn für EAIPA, in den kommenden Jahren mit einer fundierten Studie und detailliertem Zahlenmaterial nachzulegen! 

    Für IGFT Mitglieder ab 22.11.2018 kostenlos erhältlich!

    GRÜNDUNGSVORSTAND

    Am Sonntag, 4.11.2018, präsentierten sich die frisch gewählten Vorstandsmitglieder im Rahmen des IETM - International network for contemporary performing arts plenary meetings in München.

    Ulrike Kuner - President (IG Freie Theater, Österreich)
    Kathin Hrusanova - Vice-President (ACT Association, Bulgarien)
    George Remes - Secretary (Association of Independent Theatre, Rumänien).
    Davide D'Antonio - Treasurer (Etre Assoziazione, Italien)
    Axel Tangerding - Communication Manager (BFDK, Deutschland)
    Lena Gustafsson (Teatercentrum, Schweden)
    Nina M. Kohler (t.Theaterschaffende, Schweiz)

    Bilder: Regine Heiland

    Darüber hinaus wurden verschiedene Arbeitsgruppen installiert, die sich mit der Ausarbeitung konkreter Themen beschäftigen. U.a. mit:

    • Regionale Kooperationen in Europa / Regional collaboration in Europe
    • Identifikation von europäischen best-practice Modellen / Identification of best-practice models

    Der Europäische Dachverband hat zum Ziel, die Rahmenbedingungen der darstellenden Einzelkünstler*innen, Künstler*innengruppen, von freien Theatern und anderen künstlerischen Unternehmen sowie von allen mit der Branche verbundenen Berufsgruppen und Infrastrukturen in struktureller, sozialer, rechtlicher, finanzieller, politischer, organisatorischer, künstlerischer und kultureller Hinsicht zu verbessern. Außerdem soll die öffentliche Wahrnehmung der Freien Szene als bestimmende Kraft der Kunstlandschaft in Europa gestärkt sowie die Freien Darstellenden Künste auf europäischer Ebene sichtbarer vertreten werden.
    Derzeit sind elf Länder vertreten, der Ausbau des Dachverbandes wird aktiv vorangetrieben.

    Bilder: Regine Heiland

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  • Expected or Surprising - Theatercentrum Sweden 2019[:]

    Expected or surprising – an analytic tool about norms, inclusiveness and artistic choices in the performing arts. Edited by Teatercentrum Sweden, 2019

    Analytischer Leitfaden: Normen, Diversität und künstlerische Entscheidungen im Theater

    Im Rahmen des Projekts „Friktionskraft“ von Teatercentrum ist ein Hilfsmittel zur Selbstreflektion und künstlerischen Weiterentwicklung entstanden.

    Zwei Fragebögen und Leitfäden – einen für Künstler_innen, einen für Organisator_innen/Produzent_innen – helfen bei der Entwicklung von Stücken und Produktionen durch Selbstreflexion btr. inklusiver Standards und Normen.

     

     

    Organisator_innen und Theaterschaffenden wird mit diesem Tool ein besserer Umgang mit Diversität ermöglicht, indem Normen und Machtstrukturen erkennbar werden. Es soll als Inspiration dienen und kann bei der Planung des Programms, bevor eine bestimmte Performance in Auftrag gegeben wird oder auch nach einer Aufführungsreihe herangezogen werden.

    Die Broschüre (auf englisch) ist hier als pdf zu erhalten: Ensemble // Organizer

    Hier als Beispiel einige Fragen aus dem Tool, die zur Analyse herangezogen werden können:

    Allgemeine Fragen über die Performance:

    • Worum geht es?
    • Wer ist die Zielgruppe?

    Das Produktionsteam (Skript, Choreografie, Maske, Licht etc.):

    • Wie werden die einzelnen Beteiligten nach außen hin präsentiert?
    • Was unterscheidet sie voneinander und was haben sie gemeinsam?

    Das Skript (Worauf basiert das Stück?):

    • Bezieht sich die Performance auf ein neues Skript, einen Klassiker oder wurden andere Materialien als Inspirationsquelle genutzt?
    • Wann und wo wird das Stück aufgeführt?
    • Wie hängt diese Produktion mit Früheren zusammen?

    Die Rollen:

    • Welche Rollen gibt es und welche Charakteristika kennzeichnen sie? (Alter, Nationalität, sexuelle Ausrichtung etc. berücksichtigen)
    • Wem wurde welche Rolle zugeteilt und was sind die Hauptrollen? Plus: Nähere Beleuchtung der Rollen – also zb. Welche Rolle Entscheidungen fällt, sich verliebt, neues lernt etc.
    • Wie äußern sich Gefühle wie Trauer, Wut, Liebe etc. in den unterschiedlichen Rollen?
    • Wie werden die einzelnen Rollen präsentiert? Welche Rolle wird als dumm, attraktiv, lustig, langweilig etc dargestellt?

    Die Performance:

    • Aus welcher Perspektive folgt das Publikum dem Stück? Gibt es einen Erzähler?
    • Wie gehen die einzelnen Schauspieler mit der Bühnensituation um? (Position, Körperhaltung, Requisiten etc.)
    • Wie setzen die Schauspieler ihre Stimme ein? (Lautstärke, Pausen, Dialekt etc.)
    • Wie werden Status und Power auf der Bühne charakterisiert?
    • Mit welchen Mitteln wird die geschlechtliche und sexuelle Identität sichtbar gemacht? (Kostüm, Maske, Körpersprache, Bart, Frisur, Ausdrucksweise etc.)
    • Wird Sexualität gezeichnet? Wenn ja, wie?
    • Wie werden die Charaktere mithilfe von Musik, Ton und Licht untermalt und inwiefern beeinflusst dies das Stück (trägt es zum Verständnis der Charaktere/der Geschichte bei o.a?)

    Das Publikum:

    • Welchen ersten Eindruck hat der Zuseher vom Veranstaltungsort? Auf welche Weise wurden die Zuseher zur Vorstellung geladen? Wird eine Interaktion von ihnen erwartet und wie sind die Reaktionen darauf? Ist das Publikum aufgerufen während der Performance zu sitzen, zu stehen oder sich zu bewegen? Wird vorausgesetzt, dass das Publikum eine bestimmte Sprache versteht, sehen/hören kann bzw still sein kann? Nimmt das Stück auf etwas Bezug, von dem erwartet wird, dass es verstanden wird?
    • Gibt es Charaktere in dem Stück, mit welchen sich die Zuseher identifizieren könnten?
    • Wann und wie endet die Performance?
    • Was geschieht nach der Performance? (Gibt es eine Diskussion, einen Workshop?)

    Die einzelnen Fragen sollen jedoch nicht als strikt und festgelegt betrachtet werden – manche der aufgeführten Fragen werden im Einzelfall vielleicht weniger relevant sein, während die eine oder andere Frage zur Schaffung einer situationsgerechten Methodik ergänzt werden sollte.

     

     

     

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  • NEU: Info-Blatt "Pension" [:]

    15.2.2019

    In Österreich nähert sich die erste Generation der Künstlerinnen und Künstler, die in der Freien Szene aktiv sind, langsam dem Rentenalter. Uns erreichen vermehrt Anfragen, wie Pensionsbezüge für diese großteils frei arbeitenden Künstler_innen organisiert sind und in welcher Höhe Bezüge zu erwarten sind.

    Einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, über Berechnungsmodelle und auch Beispiele findet ihr hier: IGFT Infoblatt Pension_2019
    Wir haben aber auch die Problematiken der Alterspension in den Freien Darstellenden Künsten aufgezeigt und zusammengefasst.

    Über Eure Rückmeldungen freuen wir uns, und wir aktualisieren unsere Infos selbstverständlich laufend!

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  • Sozialversicherungsbeiträge 2019[:]

    Beiträge, Grenzen, Überblick. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen.

     

    Geringfügigkeitsgrenze 2019: € 446,81 / Monat

    • Bei einer Anstellung unter der GF-Grenze bist du nicht versichert und hast die Möglichkeit einer freiwilligen Selbstversicherung bei der GKK
    • Bei einer Anstellung über der GF-Grenze werden automatisch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, du bist für diesen Zeitraum kranken-, unfall-, pensions- und arbeitslosenversichert!

    Pflichtversicherung SVA 2019 ab einem Gewinn von: € 5.361,72 / Jahr 2019

    • Übersteigt dein Gewinn (Einnahmen minus Ausgaben = Gewinn) aus selbständiger Tätigkeit im Jahr 2019 den Betrag von € 5.361,72 wirst du pflichtversicherungspflichtig bei der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) für das gesamte Jahr 2019.

    Mindestbeiträge in der Pflichtversicherung der SVA 2019: € 133,47 / Monat

    • Die Beitragshöhe zur SVA liegen bei ca. 28% deines Jahresgewinns
    • Die Mindestbeiträge für ein Jahreseinkommen von € 5.361,72 liegen bei € 133,47 pro Monat

    Maximaler Beitragszuschuss des Künstler-Sozialversicherungsfonds: € 158,- / Monat

    • Der KSVF unterstützt selbständige Künstler_innen mit einem Zuschuss zu ihren Sozialversicherungsbeiträgen. Achtung: Mindest- und Höchstgrenzen beachten!

    Freiwillige Kranken- und Unfallversicherung der SVA (Opting In): € 43,97 / Monat

    • Liegt der Gewinn aus selbständiger Tätigkeit unter € 5.361,72 im Jahr 2019, kannst du dich auf Monatsbasis bei der SVA freiwillig versichern (Opting In). Achtung: Nur Kranken- und Unfallversicherung, keine Pensionsversicherung!

    Selbstversicherung GKK bei geringfügiger Beschäftigung: € 63,07 / Monat

    • Hast du eine GF-Anstellung, kannst du dich bei der GKK für diese Monate freiwillig versichern und genießt eine Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.

    Selbstversicherung GKK als Student_in: € 59,57 / Monat

    • Studierst und lebst du in Österreich, kannst du dich bei der GKK für diese Monate freiwillig als Student_in versichern. Achtung: Nur Kranken- und Unfallversicherung, keine Pensionsversicherung!
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  • Erweiterungen der Förderungsmöglichkeiten im Bereich der darstellenden Kunst[:]

    05.12.2018

    Erfreuliche Nachrichten aus dem Bundeskanzleramt: der Beirat für darstellende Kunst hat die Förderungskriterien überarbeitet und ein Infoblatt dazu erstellt.

    Die Neuerungen auf einen Blick:

    • Bühnen, die mindestens drei Neuproduktionen/Jahr planen (statt bisher: 4), können um Jahresprogrammförderung ansuchen.
    • Freie Gruppen, die mindestens zwei Neuproduktionen/Jahr in den Bereichen Theater, Tanz oder Performance planen, können um Jahresprogrammförderung ansuchen.

    Unter Einhaltung der formalen Kriterien können Ansuchen auf Jahresprogrammförderung für das jeweils nächste Kalenderjahr bis spätestens 31. Oktober eingereicht werden.
    Voraussetzung ist unter anderem ein kontinuierlicher Spielbetrieb.
    Detaillierte Angaben zur Jahresprogrammförderung finden Sie unter: kunstkultur.bka.gv.at/Jahresprogrammfoerderung

    • Koproduktionen
      Im Falle von Koproduktionen müssen eine Koproduktionsvereinbarung und eine gemeinsame Kalkulation vorgelegt werden.

    Vereinheitlichung der Einreichtermine ab Februar 2019:

    1. April: Musik, darstellende Kunst, Musiktheater und Festspiele/Festivals
    • Produktions- und Projektkostenzuschüsse (für Produktionen ab der zweiten Jahreshälfte)
    • Festspiele/Festivals, die ab der zweiten Jahreshälfte stattfinden
    1. Oktober: Musik, darstellende Kunst, Musiktheater und Festspiele/Festivals
    • Jahresprogrammförderungen
    • Produktions- und Projektkostenzuschüsse (für Produktionen ab dem nächsten Kalenderjahr)
    • Festspiele/Festivals, die ab dem nächsten Kalenderjahr stattfinden

    Alle Einreichfristen verstehen sich als spätestmögliche Einreichtermine (es gilt der Poststempel).

    • Eine frühzeitige Einreichung empfiehlt sich.
    • Förderungen für bereits begonnene oder schon abgeschlossene Projekte sind nicht möglich.
    • Alle Einreichtermine inklusive jener für Stipendien, Reise-, Tournee- und Fortbildungskostenzuschüsse sind unter kunstkultur.bka.gv.at/einreichfristen zu finden.

    Detaillierte Informationen zu den Förderprogrammen und eine Liste der jeweils erforderlichen Unterlagen finden Sie unter: kunstkultur.bka.gv.at/foerderungen

     

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  • TheaterVolk – Was bewegt das Wiener Publikum, Gespräch im Volkstheater[:]

    30.1.2019

    Am Montag, den 28.01. 2019 lud das Büro der Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ins Volkstheater, um gemeinsam mit Schriftsteller Franz Schuh, dem Ko-Intendanten des Maxim-Gorki-Theaters Jens Hillje sowie dem leitenden Dramaturgen des Volkstheaters, Roland Koberg, über Theatervergnügen und Zuschauer_innen zu diskutieren.

    Unter dem Motto „TheaterVolk – Was bewegt das Wiener Publikum“ wurden, - moderiert von Veronica Kaup-Hasler selbst - , Themen verhandelt, die sich mit der (kulturpolitischen-)Wiener Theaterszene auseinandersetzen.

    Franz Schuh machte sich zu Beginn in einem Essay Gedanken über die Wiener_innen und ihre Faszination und Liebe zu den Schauspieler_innen der Stadt, sowie dem Theater im Allgemeinen.
    Er sprach vom Nachkriegswien als „Schauspieler Monarchie“ und der Trivialisierung der Schauspielkunst.

    Jens Hillje berichtete aus Berlin, wo es mit dem Maksim-Gorki-Theater gelungen ist, ein ganz neues Publikum zu erschließen, indem auf die Zusammensetzung der Bevölkerung aus einem Drittel aus Westdeutschland stammend, einem Drittel mit einem ostdeutschen Hintergrund und einem Drittel neuer Berliner_innen mit nicht deutschen Familiennamen eingegangen wurde und sowohl im Ensemble als auch bei der Regie auf Diversität Wert gelegt wurde - und Stücke zu sehen sind, die den kulturellen Hintergrund dieses Publikums aufnehmen und verarbeiten. Zugrunde lag der Gedanke, das dieses Haus nicht nur durch die Steuergelder dieser neuen Berliner_innen mitfinanziert wurde, sondern eine Identifikation mit dem Theater stattfinden muss. Denn - so Hillje- Menschen gehen ins Theater, wenn dort ihre Anliegen verhandelt werden.

    Spannend auch seine Aussagen, dass ein Publikum konstant über einen Zeitraum - er gibt 10 - 20 Jahre an - aufgebaut werden muss. Und dies nicht nur von einem Theater oder einer Organisation selber, hier müssen sich die Häuser gegenseitig unterstützen und gezielt mit jeder Produktion neue Schichten ansprechen, neue Verbindlichkeiten schaffen, Neugierde breit wecken. Dann funktioniert eine Auslastung auch ohne Abosystem - wie in Berlin -, aber Kooperationen, neue Theaterformen, das Interesse am Publikum sind unabdingbar.

    Koberg, der ebenfalls mit der Berliner Szene vertraut ist, verortete den größten Unterschied zwischen Berliner und Wiener Publikum in der Abneigung der Wiener_innen zu Konzepten, genau diese würden jedoch von jenen erwartet, die sich in Zukunft die Leitung des Volkstheaters zutrauen.

    Bei der anschließenden Diskussion ließ Kaup-Hasler mit der Aussage aufhorchen, dass sie das Volkstheater nicht nur als Haus für die Freie Szene sehe, sie sich jedoch einen größeren Fluss zwischen Freier Szene, Mittelbühnen und den großen Theatern wünsche: "Die Haut des Theaters perforieren".  Sie bemühe sich sehr um einen Ausbau der Finanzierung des Hauses, ließ Kaup-Hasler wissen, und sprach auch von der zukünftigen Notwendigkeit eines Kernensembles für das Volkstheater.

    Eine Neuerung bei der Bestellung der kommenden Leitung wird das Auswahlverfahren darstellen, die Kulturstadträtin kündigte dafür eine Jury aus Expert_innen und Eigentümervertreter_innen an, der sie selbst aber nicht angehöre.

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  • Freie Szene - Freie Kunst Podcast[:]

    Das Symposium Freie Szene - Freie Kunst vom 8. und 9. April 2019 im Gartenbaukino Wien gibt es jetzt für alle auf kulturwoche.at als Podcast zum nachhören. Viel Alles!

    Teil 1

    Teil 2

    Teil 3

    Teil 4

    Foto: Patrick Trotter
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  • Freie Szene – Freie Kunst: Dokumentation jetzt online[:]

    Rechtzeitig als Sommerlektüre erscheint die Dokumentation  Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien.

    Am 8./9. April fand auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler, und den Interessenvertretungen der österreichischen Kunst- und Kulturszene ein erstes gemeinsames Symposium unter dem Titel FREIE SZENE – FREIE KUNST statt. Fachspezifisch wie auch genreübergreifend wurden Diskussionen zu der strukturell prekären und aktuell brisanten Situation der freien Kunstschaffenden in Österreich geführt. Über 500 Akteur_innen und Interessierte informierten sich über den Status Quo der Szene(n) und leiteten daraus und aus internationalen Best-Practice-Beispielen Möglichkeiten für Wien ab.

    In der Dokumentation finden sich Zusammenfassungen der Redebeiträge und der Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

    Die Dokumentation ist hier downloadbar: Dokumentation Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien

    Die Initiative wurde getragen durch u. a. IG Kultur Wien, Dachverband der Filmschaffenden, mica - music austria / Initiative der freien Musikszene Wien, IG Bildende Kunst, IG Autorinnen und Autoren, organisiert wurde das Symposium darüber hinaus von der IG Freie Theater.

    Neben dem Referat der Kulturstadträtin waren Ansprechpartner_innen für alle Sparten der MA7 anwesend sowie Vertreter_innen des Bundeskanzleramts/Kunstsektion und Verantwortliche aus den Bundesländern und Gemeinden als Gesprächspartner_innen in den Diskussionsrunden involviert.

    Folgeveranstaltungen sind bereits in Planung, und zu Beginn 2020 setzen wir uns wieder im Rahmen eines Symposiums mit der Problematik von Infrastrukturen/Räumen für die freie Szene auseinander.

     

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  • Infoveranstaltung: Projektkostenzuschuss BKA[:]

    KULTURFÖRDERUNGEN BUNDESKANZLERAMT, Abt. II/2 – Musik & darstellende Kunst

    Am 25.3. war Mag.a Eva Kohout zu Gast in der IG Freie Theater und bot den Kunstschaffenden praktische Perspektiven im Bereich der Kulturförderungen.
    Grundlage für die Kulturförderung ist das Kunstförderungsgesetz. Ein Zusammenspiel von Bund, Ländern und Gemeinden trägt zur Komplexität der österreichischen Förderlandschaft bei: Die primäre Zuständigkeit geht von den Gebietskörperschaften und den Ländern aus, während der Bund lediglich unterstützend, also subsidiär wirkt. Der Bund fördert im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung – Beschlüsse werden mit Förderungsverträgen fixiert, Rechtsanspruch besteht keiner.
    Die genauen Zahlen zu Förderungen, Stipendien, Preisen etc. können in den jeweiligen Kunst- und Kulturberichten nachgelesen werden: www.kunstkultur.bka.gv.at

    Voraussetzungen für eine Förderung:

    • Einreichberechtigt sind Vereine, Institutionen und Einzelpersonen mit Sitz in Österreich beziehungsweise österreichischer Staatsbürgerschaft
    • Vorhaben, die geeignet sind, beispielgebend zu wirken und die von überregionalem Interesse sind
    • Neuproduktion (keine Wiederaufnahme)
    • Förderwerber geht dem Projekt im Rahmen einer hauptberuflichen Tätigkeit nach
    • Einreichung muss rechtzeitig vor Beginn des Vorhabens geschehen.
    • Nur rechtzeitig und vollständig eingebrachte Anträge können bewilligt werden (Einreichfristen unbedingt beachten!)
    • Anträge müssen statutengemäß unterfertigt worden sein
    • angemessene Kalkulation

    Was wird nicht gefördert?

    Rein kommerzielle und touristisch geprägte Projekte, sowie Projekte von Laien und Amateuren. Personen, welche sich noch in Ausbildung befinden, erhalten Förderungen nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn die Tätigkeit bereits hauptberuflich erfolgt, die Ausbildung jedoch noch nicht ganz abgeschlossen ist.

    Link zu den Förderungen

     

    Bei einer Einreichung solltet Ihr beachten:

    • Bei Projektkostenzuschuss oder Jahresförderung wird die Zusage von Stadt und Land benötigt.
    • Für die Einreichung benötigt ihr eine Originalunterschrift, die ihr per Post einreicht. (Per Email mit e-Signatur (Bürgerkarte))
    • Für eine Jahresprogrammförderung eines Theaters ist die Voraussetzung der kontinuierliche Spielbetrieb mit Sitz in Österreich. Mindestens 100 Spieltage im Jahr oder 3 Eigenproduktionen.
    • Projektkostenzuschuss für Theater, Tanz, Performance: Bei Koproduktionen: Koproduktionsvereinbarung und gemeinsame Kalkulation vorlegen!
    • Voraussetzungen Reise- & Tourneekostenzuschuss für Theater sind: Sitz in Österreich oder überwiegend in Österreich tätige Künstler
    • Auftritte in mindestens 2 Bundesländern (ausgenommen Premierensitz), oder in einem Bundesland und im Ausland

    Teilfinanzierung:

    • Einreichfrist spätestens 3 Monate vor Reisebeginn.
    • Auslandsstipendien für TänzerInnen: Wenn kein vergleichbares in Österreich existiert. 3 Monate vor Beginn Antrag stellen!

    Tipps

    • Der Antrag sollte mit einer klaren und übersichtlichen Projektbeschreibung einhergehen (alle Informationen über Konzept, Mitarbeiter, Zeitraum, etc.). Kommuniziere, was dieses Projekt von anderen unterscheidet, wer erreicht werden möchte und wie (Marketing) – maximal 10 Seiten.
    • Wenn ihr bisher keine Förderung bekommen habt, stellt frühere Projekte vor, damit die Kommission sich ein genaueres Bild machen kann.
    • Projekte, die im Rahmen von Jahresprogrammförderungen unterstützt werden, können keine gesonderten Anträge einreichen.
    • Wenn euer Projekt von der MA7 nicht gefördert wird, ist auch eine Förderung vom Bund nicht möglich.
      Die Erfolgsquoten der Förderungen beim Bund liegen bei 70 %, also unbedingt einreichen, wenn ihr Zusagen von den regionalen Gebietskörperschaften habt.
    • Änderungen in Kalkulation oder zeitliche Verzögerungen: unbedingt bekanntgeben!
    • Nach Projektabschluss: Nachweis, wie das Geld verwendet wurde.
      Sollte ein früherer Förderungsfall noch offen sein werden vorläufig keine neuen Förderungen genehmigt.
      Investitionsförderungen müssen zuerst vom Bund genehmigt werden.
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  • Staying Alive – Meine Rechte als Künstler_in Teil 1: MARKETING und PR[:]

    Die aus fünf Infoveranstaltungen bestehende Vortragsreihe Staying Alive – Meine Rechte als Künstler_in ist an freie Kunstschaffende gerichtet und widmet sich wichtigen Themen, mit denen sie sich im Berufsalltag auseinandersetzen müssen: Marketing und PR, Job-Akquise und Mentoring, Arbeitsrecht und Verträge, Steuer und Sozialversicherungen.

    Am Montag, den 11.11.2019, fand im Theater Werk X-Petersplatz mit dem Vortrag MARKETING und PR der Auftakt der Veranstaltungsreihe statt. Als Experte war Joachim Kapuy, der Leiter der Marketing &Sponsoring-Abteilung der Wiener Festwochen geladen. Er gab den zahlreichen Besucher_innen Einblicke in seine Arbeit und stand ihnen in puncto Marketing und PR Rede und (in einem anschließenden Q&A) Antwort. In seinem Vortrag gab er wertvolle Tipps für die erfolgreiche Bewerbung eines Projektes und erklärte, welche Zuständigkeiten und Verantwortungen Kulturveranstalter_innen auf der einen und Kunstschaffenden auf der anderen Seite dabei haben. Kapuy, der auch selbst Erfahrungen als Performer und Schauspieler gesammelt und mit verschiedensten großen Institutionen in Wien zusammengearbeitet hat, beleuchtete beide Perspektiven, gemeinsame Interessen, aber auch Konfliktpotenziale, die sich in einer Zusammenarbeit ergeben können.

    Für Kunstschaffende stellt sich nach der künstlerischen Phase natürlich die Frage, wie sie ihr fertiges Projekt bewerben können, um Fördergeber_innen, Veranstalter_innen und Publikum zu gewinnen. Joachim Kapuy erklärte, worauf Kulturveranstalter_innen bei der Auswahl von Stücken achten, wie gelungene Pressearbeit aussieht und was man als Künstler_in selbst für den Erfolg des eigenen Stückes machen kann (das gilt besonders für jene Künstler_innen, die selbst als Kulturveranstalter_innen agieren, bzw. selbst für ihr Marketing verantwortlich sind). Wie Kapuy ausführte, spielt die Professionalität einer Künstlerin/eines Künstlers dabei eine wichtige Rolle und ist auch für eine produktive Zusammenarbeit mit Kulturveranstalter_innen essenziell.

    Was aber darf man sich unter Professionalität vorstellen?

    Professionell zu sein, bedeutet:

    • informiert zu sein: Nach Kapuy ist es als Künstler_in wichtig, das Feld, in dem man sich bewegt, relevante Medien und die wichtigsten Akteur_innen zu kennen, wie etwa Journalist_innen, Veranstalter_innen und Fördergeber_innen.
      Kapuy riet, sich vor der Einreichung eines Projektes über Kulturveranstalter_innen zu informieren und auf deren Webseiten ihre Ausrichtung und Leitbilder, ihre Fördergeber_innen, ihre budgetäre Ausstattung und die von ihnen angebotenen Leistungen für Künstler_innen nachzulesen. Das hilft nicht nur bei der Entscheidung, welche Institution den geeigneten Rahmen für ein Projekt bietet, sondern auch bei der gezielten Bewerbung und Einreichung eines Projektes. Kulturveranstalter_innen bewegen sich in einem äußert kompetitiven Umfeld, wie Kapuy erklärte. Es herrsche ein harter Wettbewerb um Zeit, Besucher_innen und Finanzbudgets. Kulturveranstalter_innen seien deshalb darum bemüht, ihren USP (unique selling point) zu schärfen, zu kommunizieren und ihre Angebote auf Zielgruppen hin zu entwickeln. Bei der Einreichung eines Projektes sei es daher von Vorteil, wenn Künstler_innen ihr Alleinstellungsmerkmal und Hintergründe und Intentionen eines Stückes klar formulieren können. Das heißt: Was hat mein Projekt inhaltlich und formal mit aktuellen Diskursen, Diskussionen, globalen und lokalen Themen zu tun? Was ist für potenzielle Besucher_innen daran interessant? Welches Publikum soll mit meinem Stück angesprochen werden?

    • aktiv die eigenen Interessen zu vertreten: Kommt es zu einer Zusammenarbeit, so Kapuy, haben Künstler_innen und Kulturveranstalter_innen gemeinsame Interessen. Ein Projekt soll mediale Aufmerksamkeit erreichen, erfolgreich sein und ein großes Publikum begeistern. Es kann aber auch zu Interessenskonflikten kommen, denn anders als Künstler_innen konzentrieren sich Veranstalter_innen, wie Kapuy weiß, meist nicht auf einzelne Projekte, sondern auf das große Ganze, sprich: die Höhe der Gesamtauslastung, der Gesamteinnahmen und der Gesamtkosten einer Saison oder eines Festivals. Häufig schenken Veranstalter_innen ihren „Leuchtturmprojekten“ (Programm-Highlights) mehr Aufmerksamkeit als dem breiten Programm, deshalb ist es wichtig, dass Kunstschaffende aktiv ihre eigenen Interessen vertreten. Kapuy rät Künstler_innen, eigene Vorschläge einzubringen und Veranstalter_innen aus ihren starren und oft undemokratischen Strukturen herauszuholen. Es sei wichtig, Veranstalter_innen auf Augenhöhe zu begegnen und sich nicht durch heute amikal gewordene zwischenmenschliche Beziehungen irritieren zu lassen. Professionalität sei notwendig, um in seiner Kunst wahrgenommen zu werden und dazu zähle auch das Einfordern von Rechten und Veranstalter_innen bei Verträgen in die Pflicht zu nehmen.

    • unternehmerisch zu denken: Nicht nur Kulturveranstalter_innen, so Kapuy, tragen für die Bewerbung eines Projektes die Verantwortung. Es sei wichtig, dass auch Künstler_innen aktiv Beziehungen zu ihren Stakeholdern (dem Publikum, Fördergeber_innen, Kolleg_innen, Journalist_innen etc.) gestalten, ihre Zielgruppe und die wichtigsten Marketinginstrumente kennen. Wie Joachim Kapuy aus Erfahrung weiß, machen Theaterbesucher_innen bei der Durchsicht von Programmen und Ankündigungen in Medien ihre Kaufentscheidung von ihnen bekannten Namen, vom Titel, Werbetext, von Pressefotos, Videotrailers und den Credits eines Stückes abhängig. Kapuy verriet seinen Zuhörer_innen die wichtigsten Kriterien, die es hierbei zu beachten gilt: Der Titel eines Stückes sollte so gewählt werden, dass potenzielle Zuseher_innen etwas für sie Wiederkennbares darin finden. Ein Werbetext sollte Emotionen wecken und Lust auf das Stück machen. Pressefotos sollten eine Bild-Aussage haben, die zum Kontext des Stückes passt, Menschen abbilden, Atmosphäre ausstrahlen, Stimmungen und Emotionen einfangen, hochwertig und vor allem dynamisch sein. Zuletzt kam Joachim Kapuy auch auf die Wichtigkeit von Onlinemarketing zu sprechen und klärte das Publikum über verschiedene Varianten auf. Da das Publikum und auch Kulturveranstalter_innen sich immer mehr für die Künstlerin/den Künstler hinter einem Projekt und dessen Entstehungsprozess interessieren, riet Joachim Kapuy, eine eigene Webseite mit biografischen Infos einzurichten, auf sozialen Netzwerken präsent zu sein, Newsletter zu verschicken oder Videotrailer (bestehend aus Stück- und Probeaufnahmen, Artist Interviews oder Behind the Scenes-Aufnahmen) zu veröffentlichen.

    Die wichtigsten Informationen zum Vortrag hat Joachim Kapuy für Interessierte in einem Handout zusammengefasst.

    Unsere nächste Veranstaltung findet am Montag, den 18.11.2019, von 17.00-19.00 im Off-Theater (Kirchengasse 41, 1070 Wien) statt.

    Die Regisseurin und Schauspielerin Elke Hartmann und die Schauspielerin Sophie Resch werden über Job-Akquise und Mentoring sprechen. Gemeinsam werden sie über mögliche Arbeitsfelder diskutieren, zeigen, wie man Ausschreibungstexte analysiert und versteht und Tipps und Tricks für Bewerbungen, Gagenverhandlungen und die analoge wie auch digitale Selbstpräsentation verraten.

    Der Eintritt ist frei! Wir freuen uns auf Euer Kommen!

     

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  • Female Burning Issues: Broschüre zu den Workshops frisch erschienen[:]

    12.2.2019

    Zusammenfassung der wichtigsten Infos zum Thema Frauen und Berufsbilder in der Freien Theater- und Performanceszene

    Das Interesse an unserer im September 2018 begonnenen Workshop-Reihe Female Burning Issues war groß. Dies haben wir zum Anlass genommen, die wichtigsten Informationen zusammenzufassen und in Form einer Broschüre breiter – und nachhaltiger – zugänglich zu machen. Danke für die Unterstützung durch die MA 57 Frauenservice der Stadt Wien. 

    Entlang der Workshop-Themen informieren wir in dieser Broschüre zu den Themen Berufseinstieg (Ausbildung und Wege in den Beruf, Herausforderungen des Berufs), Erfahrungen von Akteurinnen der Freien Szene als Nicht-Österreicherin, Kind und Beruf, Into Business (inklusive Jahresbudgetplanungsvorschlag für selbständige Künstlerinnen), Selbstmarketing und (Frauen)netzwerke.

    Die Broschüre ist als pdf hier downloadbar und wird auch per Post gerne gratis zugesandt. Anfragen für die Zusendung an office@freietheater.at.

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  • Kunst und Kultur: Unser Koalitionsprogramm[:]

    Pressekonferenz Kulturrat Österreich/Allianz von 75 Organisationen aus dem Kunst- und Kulturprogramm, 28.10.2019

    Am 28.10.2019 präsentierte eine von 75 Organisationen aus dem Kunst- und Kulturbereich getragene Allianz im Vorfeld der Regierungsbildung dringende kulturpolitische Notwendigkeiten im Kunst- und Kulturbereich. Angesichts der anstehenden Regierungsverhandlungen stellen die österreichischen Kunst- und Kultur-Interessensvertretungen ihr Koalitionsprogramm vor.

    Es enthält die Mindestanforderungen an das Kunst- und Kulturprogramm der Regierung für die nächsten fünf Jahre und beruht auf 4 Grundsätzen:

    – verlässliche Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende

    – Kunst und Kultur als Mittel der Auseinandersetzung und Verständigung

    – gleichberechtigter Umgang mit allen Beteiligten

    – offene Zugänge und Teilnahme für alle

    1. Wir fordern:
      Ein eigenständiges Bundesministerium für Kunst, Kultur und Medien inklusive Auslandskultur und Urheber_innenrecht.
    2. Einrichtung einer ständigen Arbeitsplattform zwischen den Ressort-Verantwortlichen für Kunst, Kultur und Medien und der Kunst- und Kulturszene mit mindestens vier Terminen im Jahr.
    3. Förderungsoffensive für Kunst und Kultur. Fokus auf die Kunst- und Kulturschaffenden, die Kunst- und Kulturinitiativen und ihre Interessenvertretungen.
    4. Jährliche Valorisierung der Kunst- und Kulturförderungsmittel und der Kunst- und Kulturförderungen.
    5. Besetzung von Beiräten und Jurys ausschließlich nach sachlich-inhaltlichen Gesichtspunkten mit Einspruchsmöglichkeit der Interessenvertretungen.
    6. Mehrjährige Förderverträge für alle Einrichtungen, deren Tätigkeit sich über ein Kalenderjahr erstreckt.
    7. Kostenwahrheit bei Förderhöhen durch Einhaltung sozialer und wirtschaftlicher Mindeststandards für Künstler_innen sowie Kulturarbeiter_innen (Fairpay).
    8. Durchgängige und durchlässige kulturelle und künstlerische Bildung vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung.
    9. Grundlegende Verbesserung der sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden und Reform des Künstler_innen-Sozialversicherungsfonds.
    10. Schaffung eines Urheber_innen-Vertragsrechts inklusive Gesamtvertragsfähigkeit für Berufsvereinigungen. Faire Vergütung von Urheber_innen und ausübenden Künstler_innen.
    11. Sicherung der Medienfreiheit und -vielfalt, insbesondere der Unabhängigkeit des ORF, des öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Kulturauftrags und des nichtkommerziellen Mediensektors.
    12. Einhaltung internationaler Verpflichtungen, insbesondere bei der Umsetzung von UNESCO-Konventionen in nationales und EU-Recht, auch gegenüber Kunst- und Kulturschaffenden aus Drittstaaten.

    Unterstützende Verbände und Einrichtungen des Kunst- und Kultursektors 
    (in alphabet. Reihenfolge): 

    AIEP Austria, Plattform österreichischer Kriminalschriftstellerinnen und -schriftsteller
    Alte Schmiede/Kunstverein Wien
    Anno Literatur Sonntag
    ASSITEJ Austria
    Arbeitsgemeinschaft Musikerziehung Österreich
    ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler/innen Österreichs, Sektion Steiermark
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Landesverband für Wien, Niederösterreich, Burgenland
    Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Zentralverband
    BÖS – Berufsverband Österreichischer SchreibpädagogInnen
    BÖIA – Bund Österreichischer Innenarchitekten
    Crossing Europe Film Festival Linz
    Dachverband der österreichischen Filmschaffenden
    Dachverband Salzburger Kulturstätten
    Das Andere Theater - IG Freie Theater
    Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur
    Drehbuchverband Austria
    edition exil, verein exil
    Erstes Wiener Lesetheater und zweites Stegreiftheater
    Festival der Regionen
    Forum österreichischer Filmfestivals
    Forum Stadtpark
    Freies Radio Innsbruck FREIRAD
    Galerie St. Barbara – musik+ / OSTERFESTIVAL TIROL
    Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler, Künstlerhaus
    IG Autorinnen Autoren
    IG Bildende Kunst
    IG Freie Theaterarbeit
    IG Kultur Burgenland
    IG Kultur Österreich
    IG Kultur Steiermark
    IG Kultur Vorarlberg
    IG Kultur Wien
    IG KiKK – Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška
    IG Theater Tanz Performance Kärnten Koroška
    IG Übersetzerinnen Übersetzer
    IG World Music Austria
    Interessengemeinschaft österreichischer Dokumentarfilm, dok.at
    Kärntner SchriftstellerInnenverband – KSV
    Kulturforum Bad Radkersburg
    Kulturrat Österreich
    KUPF – Kulturplattform Oberösterreich
    Literatur Vorarlberg
    Literaturhaus am Inn
    Literaturhaus Salzburg
    Literaturhaus Wien
    Mödlinger Künstlerbund
    Ö.D.A. – Österreichische DialektautorInnen
    Österreichischer Blasmusikverband
    Österreichischer Komponistenbund
    Österreichischer Musikrat
    Österreichischer PEN-Club
    Österreichischer Regieverband, ADA
    Österreichischer Schriftsteller/innenverband
    Österreichischer Verband Filmschnitt, AEA
    PAKT Wien
    PODIUM Literaturkreis Schloss Neulengbach
    radio AGORA 105 I 5
    Radio ORANGE 94.0
    Robert Musil-Institut / Kärntner Literaturarchiv
    Schule für Dichtung in Wien - fsd
    TKI – Tiroler Kulturinitiativen
    Theater am Saumarkt
    Unabhängiges Literaturhaus NÖ
    Verband Filmregie Österreich
    Verband Freier Radios Österreich
    Verband Österreichischer FilmschauspielerInnen
    Verband Österreichischer Kameraleute, aac
    Verband Österreichischer SounddesignerInnen, VOESD
    Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und MusikproduzentInnen Österreich
    Verein Tschecho-Slowakisch-Österreichisches Kontaktforum
    Vereinigung der FilmmaskenbildnerInnen, VFMÖ
    Wiener Wortstaetten

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Nov 2019
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    • STAYING ALIVE – Meine Rechte als Künstler*in: Marketing und PR[:]
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    • STAYING ALIVE – Meine Rechte als Künstler*in: Job-Akquise und Mentoring[:]
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    • STAYING ALIVE – Meine Rechte als Künstler*in: Arbeitsrecht und Verträge[:]
  • 27
  • 28
  • 29

    29.11.

    • Kunst auf Krankenschein[:]
  • 30
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