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IGFT: Einladung zum Open House

6. Dezember 2016, Wien

Der Vorstand der IG Freie Theaterarbeit lädt alle IG-Mitglieder zum Open House am 6. Dezember
von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr
ins EGA 1060 Wien, Windmühlgasse 26, Seminarraum 2, 2. Stock.

 

Die Themen:

 

– IG Freie Theaterarbeit - koproduzierende Spielstätten
– Budgets - aktuelle Konzeptförderung 2018 - 2021 

 


I. Die Interessen der Freien gegenüber den Häusern, an denen sie spielen

 

Ziel der IG ist es, an Häusern und Spielstätten, die ihr Programm überwiegend mit den Arbeiten freier Gruppen bestreiten, die Verhandlungsmacht der freien Künstler_innen gegenüber den Leiter_innen/Intendant_innen dieser Häuser zu stärken.

 

Das geschieht nach unserer Ansicht am besten, wenn nicht nur jeder/jede für sich und sein/ihr Projekt kämpft. Vielmehr müssen auch die Interessen der freien Künstler_innen in ihrer Gesamtheit an diesen Häusern vertreten sein. Die IG Freie Theaterarbeit  tritt aus diesem Grund für paritätisch besetzte Gremien/Kuratorien an allen koproduzierenden Spielstätten ein.

 

Alles, was der Vorstand der IG in dieser Frage formuliert und kommuniziert, dient dem Ziel, die Arbeitsbedingungen freier Künstler_innen zu verbessern und ihren Interessen Gehör zu verschaffen.

 

II. Aktuelle Konzeptförderung 2018 - 2021

 

Die IG Freie Theaterarbeit erwartet von der aktuellen Konzeptförderung eine sichtbare Stärkung der Freien Szene.

 

Die Konzeptförderung ist nach den Intentionen der Theaterreform ein Instrument, auch freie Künstler_innen und Gruppen mit Planungssicherheit auszustatten, die professionelles Arbeiten, nachhaltige künstlerische Entwicklung und internationale Vernetzung ermöglicht.

 

Der Vorstand der IG Freie Theaterarbeit fordert nicht nur KEINE KÜRZUNGEN im Bereich der freien Gruppen, sondern eine substanzielle Verbesserung ihrer Arbeitsmöglichkeiten. Mit Budgets, die seit Jahr stagnieren, sind professionelle Arbeit, angemessene Gagen und Honorare, sowie internationale Gastspieltätigkeit künftig nicht mehr zu bewerkstelligen.

 

Das Theater der Zukunft wird mehr denn je freies Theater sein. Dem müssen künftige Budgets Rechnung tragen.

 

Wir laden zur Diskussion und freuen uns auf den Austausch!

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Connect/ions - Synergien der Förderstrukturen in der Freien Darstellenden Kunst

SYMPOSIUM, MO. 12. DEZEMBER 2016, MUSEUMSQUARTIER WIEN, BAROCKE SUITEN

 

Freie darstellende Kunst agiert zunehmend interdisziplinär: Zeitgenössische KünstlerInnen in diesem Feld arbeiten oft spartenübergreifend an den Schnittstellen von Theater, Tanz und Performance zu Literatur, Musik, Bildender Kunst, neuen Medien oder Urban Art. Sie (ko-) produzieren ihre Arbeiten städte-, bundesländer- und institutionenübergreifend und immer mehr im internationalen Kontexten.

 

Mit einer systematischen Darstellung öffentlicher und privater Förderungen im Bereich der freien darstellenden Kunst in Wien, Österreich und der EU will die Veranstaltung sowohl den aktuellen Stand der Finanzierungsmöglichkeiten für Theaterschaffende reflektieren, als auch auch einen Diskurs weiterführen, wie Synergien zwischen den einzelnen Instrumente und Initiativen erzielt werden können. 

 

Eingeladen sind VertreterInnen der Stadt Wien, des Bundes und der Bundesländer sowie ExpertInnen zu den Themen EU-Förderung und alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Die Förderprogramme werden in Form von kurzen Impuls-Referaten vorgestellt, wobei der Fokus dabei auf den zugrundeliegenden Strukturen und der Systematik der Instrumente liegt. In moderierten Foren können KünstlerInnen und FördergeberInnen im Anschluss miteinander ins Gespräch kommen. Eine Diskussionsrunde mit VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und internationalen ExpertInnen richtet den Blick zum Abschluss auf Gegenwart und Zukunft der Förderung freier darstellender Kunst in Wien und Österreich.

 

Eine Veranstaltung des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien und der Wiener Theaterjury für den Theaterverein Wien. In Kooperation mit der IG Freie Theaterarbeit

 

 

ABLAUF 12. DEZEMBER 2016

 

13:30-14:00 ANKUNFT

 

14:00-14:15 ERÖFFNUNG

Kolja Burgschuld (Kuratorium Theater, Tanz und Performance) & Stephan Rabl (Wiener Theaterjury)

 

14:20-14:50 IMPULSE FÖRDERSTRUKTUREN BUND

MMag. Brigitte Winkler-Komar (Leitung Abteilung Musik und darstellende Kunst)

Mag. Karin Zizala (Leitung Abteilung Kulturinitiativen, Museen, Volkskultur)

Vorstellung IG Netz (Katharina Ganser) & KulturKontakt Austria (Mag. Ulrike Gießner-Bogner)

Moderation: Stephan Rabl

 

14:50-15:20 IMPULSE FÖRDERSTRUKTUREN STADT WIEN

Dr. Robert Dressler (Leitung Referat Darstellende Kunst)

MA MAS Dieter Boyer (Referent des Kulturstadtrats der Stadt Wien)

Moderation: Stephan Rabl

 

15:20-16:20 TISCHGESPRÄCHE (2x30 Minuten pro Tisch)

Tisch 1: MMag. Brigitte Winkler-Komar, Dr. Ursula Simek (Stellv. Leitung Abt. Musik und Darstellende Kunst) & Dr. Andrea Ruis (Referatsleiterin Kleinbühnen, freie Theaterschaffende, Tanz), Moderation: Dr. Bettina Hagen (Kuratorium Theater, Tanz und Performance)

Tisch 2: Mag. Karin Zizala, Moderation: Stephan Rabl

Tisch 3: MA MAS Dieter Boyer, Moderation: Kolja Burgschuld

Tisch 4: Dr.Robert Dressler, Moderation: Dr. Genia Enzelberger (Kuratorium Theater, Tanz und Performance & Wiener Theaterjury)

 

16:20-16:50 PAUSE

 

16:50-17:30 IMPULSE FÖRDERSTRUKTUREN NIEDERÖSTERREICH, OBERÖSTERREICH, STEIERMARK

Mag. Josef Ecker (Direktion Kultur, Land Oberösterreich)

Patrizia Monschein (Stv. Leitung Kulturamt der Stadt Graz)

Mag. Patrick Schnabl (Leitung Abteilung Kultur, Europa, Außenbeziehungen, Land Steiermark)

Mag. Maria-Diana Engelhardt (Fachbereichsleitung Theater, Tanz, Land Niederösterreich)

Moderation: Kolja Burgschuld

 

17:30-17:50 IMPULSE FÖRDERSTRUKTUREN EU

Mag. Kathrin Kneißel (Leitung Abteilung Europäische und internationale Kulturpolitik, Bundeskanzleramt)

Anja Lungstraß (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Österreichische Kulturdokumentation)

Moderation: Kolja Burgschuld

 

17:50-18:20 IMPULSE PRIVATE FÖRDERUNGEN

Mag. Christian Henner-Fehr (Leitung stARTconference, Kulturmanagement Blog)

Mag. Karin Wolf (Direktion Institut für Kulturkonzepte)

Dr. Günther Lutschinger (Geschäftsführung Fundraising Verband Austria)

Moderation: Kolja Burgschuld

 

18:20-19:10 TISCHGESPRÄCHE (2x25 Minuten pro Tisch)

Tisch 1: Mag. Josef Ecker & Mag. Maria-Diana Engelhardt, Moderation: Asli Kislal (Vorstand IG Freie Theaterarbeit)

Tisch 2: Patrizia Monschein & Mag. Patrick Schnabl, Moderation: Carolin Vikoler (IG Freie Theaterarbeit)

Tisch 3: Mag. Christian Henner-Fehr, Mag. Karin Wolf & Dr. Günther Lutschinger, Moderation: Kolja Burgschuld

Tisch 4: Mag. Kathrin Kneißel & Veronika Ratzenböck (Dir. Ö. Kulturdokumentation), Moderation: Gabriele Gerbasits (IG Kultur)

 

19:10-19:30 PAUSE

 

19:30-20:00 ZUSAMMENFASSUNG TISCHGESPRÄCHE

Moderation: Stephan Rabl mit den ModeratorInnen der Tischgespräche

Präsentation der Online-Plattform SMartMobility Austria (Sabine Kock, Geschäftsführerin SMartAt)

 

20:00 PODIUMSDISKUSSION:

SYNERGIEN DER FÖRDERSTRUKTUREN FREIER DARSTELLENDER KUNST

Mit: MA MAS Dieter Boyer (Referent des Kulturstadtrats der Stadt Wien), MMag. Brigitte Winkler-Komar (Leitung Abteilung Musik und darstellende Kunst Bundeskanzleramt), Mag. Maria-Diana Engelhardt (Fachbereichsleitung Theater, Tanz, Land Niederösterreich), Mag. Josef Ecker (Direktion Kultur, Land Oberösterreich), Mag. Patrick Schnabl (Leitung Abteilung Kultur, Europa, Außenbeziehungen, Land Steiermark), Christophe Knoch (Sprecher der Koalition der freien Szene aller Künste, Berlin), Thomas Desi (Vorstand IG Freie Theaterarbeit, Musiktheatertage Wien) Moderation: Michael Wimmer (Educult)

 

 

 

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IG Netz: Zuschüsse zu Anstellungen im freien Theaterbereich

Das IG Netz wurde im Jahr 1991 von der IG Freie Theaterarbeit eingerichtet, um freien Theaterschaffenden und -gruppen die Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch Zuschüsse finanziell zu erleichtern. Es wird von der IG Freie Theaterarbeit verwaltet und aus Mitteln der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes finanziert.

 

Ab dem Antragsjahr 2017 gibt es nur mehr Förderung für Anstellungen - die Selbstständigen werden durch das IG Netz nicht mehr unterstützt. Somit ist das zweite Halbjahr 2016, mit Antragsfrist bis 28.02.2017 die letzte Gelegenheit für Selbstständige IG Netz Zuschüsse zu beantragen.

 

Das IG Netz soll wieder auf seinen ursprünglichen Zweck – die Förderung von Anstellungen – fokussiert werden und perspektivisch mehr Personen den Übergang von der Selbstständigkeit in Anstellungsverhältnisse ermöglichen – auch vor dem Hintergrund der 2011 erfolgten Novelle des Theaterarbeitsgesetzes TAG. Weitere Informationen dazu folgen.

 

Anspruchsberechtigt sind ab dem Antragsjahr 2017 mir erster Einreichfrist 30. September 2017 (für die Monate Jänner bis Juni 2017):
- freie Gruppen, die Dienstgeber sind (d. h. Theatervereine, die künstlerisches Personal anstellen). Voraussetzung ist, dass die Gruppe innerhalb der vorangegangenen zwei Kalenderjahre oder im laufenden Kalenderjahr eine Subvention vom Bund (von max. 150.000 Euro/Jahr) erhalten hat und deren maximale Gesamt-Förderung aus öffentlichen Mitteln jährlich 450.000 Euro nicht übersteigt.

 

Mehr Information zur Einreichung: http://freietheater.at/service/ig-netz/

Bei Fragen, bitte Katharina Ganser oder Carolin Vikoler unter 01/4038794 kontaktieren

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Gegen die Zerstörung von Ö1: Bitte um Unterstützung

Nach dem Beschluss, Ö1 aus dem Funkhaus zu werfen und dem ORF-Zentrum anzuschließen, soll jetzt Schritt zwei folgen, um dem Kultursender seine Eigenständigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten zu nehmen.


Obwohl ORF-Generaldirektor Wrabetz kurz vor seiner Wiederwahl angekündigt hat: „Ö1 soll in jedem Fall gestärkt werden“ (APA, 13. Juli), soll der neu bestellte Senderchef Peter Klein nun 750.000 Euro pro Jahr einsparen. Seiner Versicherung, es handle sich dabei lediglich um ein „sanftes Erneuern“ (Der Standard, 4. November) widersprechen die Fakten.


Gestrichen werden sollen unter anderem das bisher als erfolgreich gepriesene „Café Sonntag“ und das „Nachtquartier“, die Sendung „Von Tag zu Tag“ weicht einem Talk-Format nach dem Mittagsjournal – offenbar sind gesellschaftspolitisch offene Gespräche mit Kulturschaffenden nicht mehr opportun. Die Literatursendung „Beispiele – Neue Literatur aus Österreich“ verliert ebenfalls ihren Platz und soll durch eine nicht näher bestimmte „Literaturleiste“ am frühen Vormittag ersetzt werden. „Kunstradio“ und „Hörspielstudio“ werden zusammengelegt und damit de facto halbiert. Das sind bloß einige Beispiele.


Insgesamt geht es bei diesem als Reform getarnten Sparprogramm um die Verringerung der Kosten, gerade auch für künstlerische und andere freie Mitarbeit bei Ö1. Und es geht darum, auf Ö1 allgemeine Sendeflächen zu schaffen und vom Programm Kanten und Ecken abzuschleifen.


Gemeinsam mit allen, die am künstlerischen und gesellschaftspolitischen Wert von Ö1 interessiert sind, fordern wir den Publikumsrat und den Stiftungsrat des ORF auf, diesem als Reform getarnten Spar- und Nivellierungspaket nicht zuzustimmen. Wir fordern Generaldirektor Alexander Wrabetz und Radio-Direktor Karl Amon sowie seine designierte Nachfolgerin Monika Eigensperger auf, ihre Versprechen einzuhalten und den Kulturauftrag von Ö1 zu stärken statt den international renommierten Sender zum billigen Beliebigkeitsprogramm verkommen zu lassen.


Zu Unterstützung bitte Name, Berufsangabe/Funktion, Absenderort an Gerhard Ruiss gr@literaturhaus.at schicken.

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IETM: art & disability – contribute to future publication

Deadline for submitting contributions: 1 December 2016


The physical status of a performance artist needs no longer define them or their work. This will be the starting point of our future publication that will look at work by artists with disability. Does your project tackle this theme? We invite you to send a short description of your work, or any art project you've been involved in or informed about, dealing with this topic.

Historic research into disability and the arts has often focussed on creating opportunities for disabled artists. We suggest that new research must engage with the question of how disabled artists are now shifting and progressing sectors of the arts through new discourse and autonomous practice. Furthermore we propose that a shift is also taking place, whereby the physical status of a performance artist need no longer necessarily be the thing that defines them, or their work. 

This publication seeks to offer a new perspective on disability in various artistic contexts. By privileging the artists voice and experience, the research will present the ‘real’ experiences of those invested in this area of artistic theory and practice. Combining exchanges with invited artists and responses to this call, this publication will focus on practice rather than disability.

further information: https://www.ietm.org/en/artsdisability

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Projektförderungen Wien - Einreichtermin Juni 2016

Endlich sind die Ergebnisse der Projektförderung in Wien ab Januar da:

https://www.wien.gv.at/…/foerderungen/theaterfoerderung.html

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Branchentreff der freien darstellenden Künste in Berlin

Unter dem Motto Betrachten - Verhandeln - Verändern fand vom 6. bis 8. Oktober in Berlin der vierte Branchentreff der freien darstellenden Künste statt. Über 500 Teilnehmer*innen diskutierten in fast 50 Veranstaltungen über den Umgang mit sich verändernden (politischen) Realitäten und die Kompetenzen der darstellenden Künste in diesem Prozess. Für die IG Freie Theaterarbeit war Kathrin Bieligk eingeladen, ein Update der Entwicklungen im Österreich der letzten Jahre in die Konferenz einzubringen und von der Arbeit der hiesigen Szene zu berichten.

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Aus aktuellem Anlass - 4. Dezember 2016


„Es gilt vielmehr, die pluralen, die pluralisierten Subjekte, die wir längst alle sind, zu formieren, zu rüsten, in Stellung zu bringen gegen deren Abwehr seitens der extremen Rechten“, schrieb Isolde Charim in ihrem klugen Essay Fetisch oder Karneval. Politisches Handeln in der Kunst in der letzten gift. Der Text ist jetzt auch online nachzulesen: http://freietheater.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater/

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltungen sieht Charim die vordringliche Aufgabe des Theaters in der Versammlung, denn „Das Versammeln des Publikums ist vielmehr Einübung und Bekräftigung der pluralisierten Identität, des pluralisierten Subjekts, das wir alle sind.“


Am kommenden Sonntag wird in Österreich ein neuer Bundespräsident gewählt. In welcher Gesellschaft wir leben wollen, liegt in unserer Hand. Klug wählen kann nur die Devise des Augenblicks sein. Darum widmen wir diesen Newsletter ganz den zivilgesellschaftlichen Initiativen und Publikationen, die unser Nachdenken und unsere Wahrnehmung schärfen und neue Potentiale der Selbstermächtigung aufdecken. Und die Offenheit unserer Gesellschaft erhalten, stärken und entwickeln wollen. Diese Auswahl kann naturgemäß nur eine Auswahl sein und hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Aber von diesen Seiten aus findet man Wege zu weiteren, und wieder anderen, und noch weiteren ... Und das ist gut so. Nehmt euch Zeit zum Stöbern! Und geht wählen!


IG-Vorstand und IG-Team




Wichtige Aufklärungsarbeit seit langem leisten:


Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

http://www.doew.at


Das Mauthausen Komitee

http://www.mkoe.at


Das oberösterreichische Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

https://www.facebook.com/OÖ-Netzwerk-gegen-Rassismus-und-Rechtsextremismus-1387763288150934/



Auch schon länger initiativ sind:


Der Republikanische Klub

http://www.repclub.at


Die Grüne Bildungswerkstatt mit

http://www.stopptdierechten.at



In neuerer Zeit kamen viele dazu, zum Beispiel:


Das Bündnis für Menschenrechte und Zivilcourage

http://www.das-buendnis.at


Die Initiative Minderheiten / Alexander Pollak

http://www.imblog.at


Heimat ohne Hass

http://www.heimatohnehass.com



Und aus der Kultur wird auch direkt (re)agiert:


http://kulturforpresident.org


http://www.schweigendemehrheit.at


https://wahlkoffer.at/



Auch die Universitäten agieren vielfältig, zum Beispiel so:


In Wien:

https://www.oeh.ac.at/news/congress_times_like_these


in Klagenfurt:

https://www.aau.at/event/dagegen-sein/



Was unsere Nachbar*innen tun:


https://www.operation-libero.ch/de



Und wie die freie Szene in Berlin auf die Wahl dort reagierte:


http://www.berlinvisit.org/wp-content/uploads/2016/09/Aktualisiert-Offener-Brief-der-Berliner-Kunst-Szene-zur-Abgeordnetenhauswahl-2016-Stand-150916.pdf


http://www.berliner-manifest.de



Wie kann man den europäischen Gedanken retten und stärken, dem widmen sich:


https://www.wemove.eu/de


http://www.european-republic.eu/en/



Kluge Artikel gibt es zum Beispiel hier zu lesen:


http://juedischesecho.at


http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt/2016/politiken-der-freund-innenschaft/guemuesay.htm



Und kluge Bücher haben in jüngster Zeit Ruth Wodak und Carolin Emcke veröffentlicht:


http://www.konturen.cc/ruth-wodak-politik-mit-der-angst.html


http://carolin-emcke.de/gegen-den-hass/#more-40



Immer lesenswert die Analysen und Recherchen in:

https://cms.falter.at/falter/kategorie/ressorts/ressort-politik/



Und wer es noch nicht kennt, das Video-Statement der 89-jährigen Holocaust-Überlebenden Gertrude, dass politische Kräfte im Land „das Niedrigste aus den Leuten" wieder herausholen versuchen:

https://www.youtube.com/watch?v=XnhPRx3FtH4




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Connect/ions - Synergien der Förderstrukturen in der Freien Darstellenden Kunst

Mo. 12. Dez. 2016, ab 14:00, MuseumsQuartier Wien, Barocke Suiten

 

Herzliche Einladung und kommt zahlreich!

 

Aktualisiertes Programm:

http://freietheater.at/igft_post/connections-synergien-der-foerderstrukturen-in-der-freien-darstellenden-kunst-2/

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Neuberechnung des Arbeitslosengeldes

Eventuell hat jemand zu wenig AMS-Geld bezogen, wenn:

 

- im Zeitraum 1. September 2010 bis 23. Februar 2016 AMS-Leistungen wie folgende bezogen wurden: Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld, Übergangsgeld, Überbrückungshilfe, Umschulungsgeld

 

- und Familienbeihilfe für mindestens ein Kind erhalten wurde (man selbst oder PartnerIn)

 

- und: im Zeitraum 1. September 2010 bis 23. Februar 2016 die Bemessungsgrundlage für die AMS Geldleistung zwischen € 1.210.- und € 2.130.- lag.

 

Dann gibt es möglicherweise Anspruch auf Nachzahlung. Genauere Infos hier:

http://www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung

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Gemeinsam stark - Mitgliedsbeitrag bezahlt!?

Liebes Mitglied,


wir sind auf Deine Unterstützung angewiesen!


Wir ersuchen Dich daher, an die Überweisung unseres jährlichen Mitgliedsbeitrages zu denken, falls dieser noch ausständig ist! Die IGFT ist als gemeinnütziger Verein abhängig von den Beiträgen ihrer Mitglieder.


Natürlich sind wir auch über Förderbeiträge von FreundInnen und UnterstützerInnen glücklich.


Unterstütz unser Engagement für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für freie Theater, Tanz -und Performanceschaffende mit dem jährlichen Mitgliedsbeitrag und erhalte dafür


  • regelmäßige Zusendung der gift
  • fundierte Beratungen zu diversen Themen wie Sozialversicherung, Künstler-Sozialversicherungfonds KSVF, AMS/Zuverdienst/Ruhendmeldung, Buchhaltung und Steuerrecht, Vereinsgründung und Vereinsrecht, Subventionsmöglichkeiten und Einreichungen, Projektorganisation und -kalkulation, Pressearbeit, Sponsoring, Urheberrecht
  • Regiekarten bei vielen Theatern und Festivals
  • aktuelle Proberaumliste, Infoblätter zu Sozialversicherung, KSVF, AMS, Einkommenssteuer, Ausländer-Abzugssteuer, Umsatzsteuer etc.
  • kostenlose Informationsveranstaltungen, Workshops, Vernetzungstreffen, Diskussionsrunden

Mit der Überweisung des Jahresmitgliedsbeitrages von 35 Euro auf unser Konto (IBAN: AT321490022010002897 BIC: SPADATW1) verschaffst Du uns mehr Handlungsspielraum.


Bitte denke daran, bei Einzahlungen Deinen Namen und Adresse anzugeben, damit wir Deine Einzahlung zuordnen können.

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Connect/ions - Synergien der Förderstrukturen in der freien darstellenden Kunst

Montag 12. Dezember, MuseumsQuartier Wien, Barocke Suiten

 

Eine Veranstaltung des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien und der Wiener Theaterjury für den Theaterverein Wien. In Kooperation mit der IG Freie Theaterarbeit

 

Freie darstellende Kunst agiert zunehmend interdisziplinär und spartenübergreifend. Und sie (ko-)produziert ihre Arbeiten bundesländer- und institutionenübergreifend und mehr und mehr auch in internationalen Kontexten.

 

Mit einer systematischen Darstellung öffentlicher und privater Förderungen im Bereich der freien darstellenden Kunst in Wien, Österreich und der EU will die Tagung sowohl den aktuellen Stand der Finanzierungsmöglichkeiten für Theaterschaffende reflektieren, darüber hinaus aber auch einen Diskurs weiterführen, wie Synergien der einzelnen Instrumente und Initiativen erzielt werden können.

 

Eingeladen sind Vertreter*innen der Stadt Wien und weiterer Städte, des Bundes und der Bundesländer sowie Expert*innen zu den Themen EU-Förderungen und private Förderprogramme. In moderierten Arbeitsgruppen können Künstler*innen und Fördergeber*innen miteinander ins Gespräch kommen. Eine Diskussionsrunde mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und internationalen Expert*innen richtet den Blick auf Gegenwart und Zukunft der Förderung freier darstellender Kunst in Wien und Österreich.

 

Weitere Informationen über die teilnehmenden Expert*innen folgen in Kürze.

 

Programm

13:30-14:00                Ankunft, Anmeldung & Kaffee

14:00-14:20                Eröffnung

14:20-14:50                Präsentation Förderprogramme Bund

14:50-15:20                Präsentation Förderprogramme Stadt Wien

15:20-16:20                Arbeitsgruppen

 

16:50-17:30                Präsentation Förderprogramme NÖ, OÖ, STMK

17:30-17:50                Präsentation Förderprogramme EU

17:50-18:20                Präsentation Private Förderungen

18:20-19:10                Arbeitsgruppen

19:10-19:50                Berichte aus den Arbeitsgruppen

20:00   Podiumsdiskussion – Synergien in der öffentlichen Finanzierung freier darstellender Kunst.

 

Folgt uns auf facebook: https://www.facebook.com/events/122794421529861/

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IG Kultur Wien: Schweigende Mehrheit gewinnt den Preis der freien Szene Wiens 2016

Presseaussendung 15.10.2016


"Die Schweigende Mehrheit" gewinnt den Preis der freien Szene Wiens 2016

Förderpreise gingen an: "Nein das kann nicht weg. Die Kampagne 'mo.ë bleibt' als Kunst- und Kulturprojekt" und "Das Einbaumöbel".

Dezentrale Stadt- und Kulturpolitik braucht Vernetzung und Umverteilung!


Am Samstag, den 15. Oktober 2016, wurde in den Räumlichkeiten des Wiener WUK der diesjährige Preis der freien Szene Wiens verliehen.


Die Gewinner_innen sind:

Die Schweigende Mehrheit - Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene

Die Kampagne "mo.ë bleibt" als Kunst- und Kulturprojekt

Einbaumöbel


Die Einreichungen zum Preis der freien Szene machen sichtbar, welch vielfältige Initiativen und Projekte es in der Stadt gibt, so Günther Friesinger von der IG Kultur Wien.


Die IG Kultur Wien vergibt seit 2004 durch die Stadt Wien finanzierte Preisgelder an Projekte der freien Szene Wiens in der Höhe von insgesamt € 7.000,–.

Die partizipativ vergebenen Preise sollen den Blick darauf fokussieren, was in der Stadt Wien abseits von hoch subventionierter und institutionalisierter Kultur stattfindet. Der Preis der freien Szene (1. Platz) ist mit € 3.000,–, die beiden Förderpreise (zwei 2. Plätze) sind mit je € 2.000,– dotiert. Die Projekte können sowohl von Einzelpersonen als auch von Vereinen, Gruppen, Initiativen und Kooperationen eingereicht werden, deren rechtlicher Sitz in Wien ist und deren eingereichte Projekte in Wien oder großteils in Wien stattfinden. Ihre Tätigkeit darf nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Dabei wird von allen Einreichungen eine Sensibilität bezüglich Genderfragen und gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen erwartet. Weiters muss Unabhängigkeit von Einrichtungen der öffentlichen Hand, Körperschaften öffentlichen Rechts, Gebietskörperschaften, Kirchen oder Parteien gegeben sein.


Wesentliche Zielsetzungen des Preises der freien Szene sind die verstärkte Sichtbarmachung und Vernetzung freier und autonomer Kulturarbeit.


Den diesjährigen Rahmen der Preisverleihung bildete das kultcamp16 - das Barcamp zu dezentraler Stadt- und Kulturpolitik in Wien. Das Thema dezentrale Kulturarbeit ist ein Schwerpunktthema im aktuellen Koalitionsprogramm der rot-grünen Stadtregierung. Wir sind fest davon überzeugt, dass es, wenn das Thema „dezentrale Kulturarbeit Wien“ ernsthaft, nachhaltig und glaubwürdig angegangen werden soll, Inklusion, Partizipation und offener Formate bedarf, die Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und Know-how-Transfer bieten.

Mit dem kultcamp16 wurde ein erster erfolgreicher Schritt in diese Richtung getan:

Rund 30 Teilnehmer_innen aus stadt- und kulturpolitischen Initiativen sowie der Politik sind der Einladung ins WUK gefolgt. Diskutiert wurden Themen wie Utopien und Dystopien einer Stadt- und Kulturpolitik, Vernetzung, Kooperationspartner_innen, Transparenz und Zwischennutzung.

Ein Podium zum Thema "lokal.dezentral - Kulturarbeit in der Stadt" hat abschließend wesentliche Fragestellungen und Forderungen auf den Punkt gebracht.

Forderungen an die Kulturpolitik sind Umverteilung hin zur freien Szene, die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Möglichkeit der Selbstorganisation ohne Selbstausbeutung sowie langfristige Nutzungsmöglichkeiten um Handlungsräume aufzumachen, stellt Siglinde Lang resümierend fest.


Die Forderungen und Visionen dieses Tages nimmt sich die IG Kultur Wien mit in ihre Arbeit als Interessenvertretung der freien Szene!


Blätterkatalog - alle Einreichungen zum Preis der freien Szene Wiens 2016

http://igkulturwien.net/blaetterkataloge/preis16-einreichungen/


Preis der freien Szene Wiens - weiterführende Informationen

http://www.igkulturwien.net/preise-der-freien-szene/preis16/


Kultcamp16

http://www.igkulturwien.net/kultcamp/


Rückfragehinweis:

Fanja Haybach

IG Kultur Wien

Gumpendorfer Straße 63b/3

1060 Wien - Austria


Tel: +43 1 2362314

Mobil: +43 660 674 42 96

presse@igkulturwien.net

www.igkulturwien.net

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Auszeichnungen: Nestroypreis/Kulturpreis des Landes Kärnten
  • Nestroy Preis 2016:

Beste Off-Produktion

„Kein Stück über Syrien“ von aktionstheater ensemble, Konzept und Inszenierung von Martin Gruber, Uraufführung in Kooperation mit WERK X


http://www.nestroypreis.at/show_content2.php?s2id=237

http://aktionstheater.at/



Publikumspreis:

Nikolaus Habjan


https://nikolaushabjan.com/


Alle Nestroy Preisträgerinnen und Preisträger 2016: http://www.nestroypreis.at/show_content.php?sid=127


  • Kulturpreisträger des Landes Kärnten 2016

Förderungspreis für Darstellende Kunst:

Leonie HUMITSCH, BA

http://www.evaundeva.com/leonie_humitsch


Alle Preisträgerinnen und Preisträger 2016: http://www.ktn.gv.at/42124_DE-MEDIEN-News.?newsid=25934&backtrack=42124

 

 

Die IGFT gratuliert herzlich!

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IGFT: Stellungnahme zum aktuellen Creative Europe Programm

Die IG Freie Theaterarbeit hat im Mai/Juni 2016 eine Befragung zur Zufriedenheit mit Creative Europe – dem aktuellen Förderprogramm für den Kultur- und Kreativsektor in Europa durch die Europäische Union – bei im Freien Darstellenden Bereich tätigen Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen durchgeführt. Die Ergebnisse, haben wir nun - rechtzeitig zur Mid-Term-Evaluation von Creative Europe - an das Bundeskanzleramt/Abteilung Europäische und internationale Kulturpolitik weitergegeben.

 

Link zur Stellungnahme: Evaluation Creative Europe:

http://freietheater.at/_evaluation_stellungnahme_creative_europe

 

http://freietheater.at/organisation/aktivitaeten/

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Ein Jahr Unterstützungsfonds im KSVF - Hilfe in nur sehr begrenztem Ausmaß

Kulturrat Österreich fordert: Novellierung des Gesetzes und der Richtlinien

 

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 2. August 2016

 

Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KSVF (PDF)

 

Seit 2015 gibt es den neu geschaffenen Unterstützungsfonds für KünstlerInnen, der mit 500.000 Euro im Jahr ausgestattet ist. Daraus können in „besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen“ pro Antrag bis zu 5.000 Euro an Beihilfen ausgeschüttet werden.

 

Klingt soweit gut. Die Praxis aber zeigt, dass ein Zugang zu dieser Unterstützungsleistung extrem eingeschränkt und schwierig ist.

 

Hier einige Beispiele:

Der Brennofen einer bildenden Künstlerin wird aufgrund der lang andauernden Nutzung defekt. Um Keramiken für eine Ausstellung herzustellen, lässt sie den Ofen rasch reparieren und bezahlt die Rechnung auch. Die Ausstellung wird unerwartet abgesagt, ein Einkommensverlust ist in der Folge zu erwarten, aber noch nicht eingetreten. Da die Rechnung bereits beglichen ist und der Schaden durch jahrelangen Gebrauch vorhersehbar war, zahlt der Fonds die Reparatur nicht.

 

Eine Schauspielerin bemüht sich um eine Rolle. Wie in diesem Beruf üblich, sind perfekte Zähne Voraussetzung. Die Konsultation beim Zahnarzt ergibt die Notwendigkeit einer Zahnaufhellung sowie zweier Porzellanfüllungen. Da die Aufhellung eine kosmetische Maßnahme ist, zahlt der Fonds diese nicht, Unterstützung für Porzellanfüllungen leistet der Fonds, wenn es dafür eine medizinische Notwendigkeit gibt, die auch nachzuweisen ist.

 

Wer ein kleines Festival gestaltet hat und dafür zehn Jahre lang eine Strukturförderung erhalten hat, diese aber im elften Jahr nicht bewilligt bekommt, ist nach geltender Rechtslage nicht mit einem unvorhersehbaren Ereignis konfrontiert. Auch wenn eine Förderung über lange Zeit gewährt wurde, kann aufgrund des fehlenden Rechtsanspruchs nicht damit gerechnet werden, so die Begründung. Die aus dem Ausfall der Förderung resultierende ökonomische Notlage für den/die KünstlerIn wird vom Fonds nicht kompensiert.

 

Das alles sind Situationen, in denen KünstlerInnen dringend Hilfe brauchen. Der Unterstützungs¬fonds wurde eingerichtet, um Hilfe zu leisten, kann diesem Auftrag aber aufgrund der restriktiven gesetzlichen Bestimmungen nur sehr eingeschränkt nachkommen.

 

Die Zahlen sprechen hier eine deutliche Sprache: Von Juni 2015 (dem Zeitpunkt der ersten Sitzung) bis Jahresende 2015 wurden etwas über 91.000 Euro an Beihilfen vergeben, im ersten Halbjahr 2016 waren es knapp 85.000 Euro. Gehen wir von einer gleichbleibenden Entwicklung bis zum Jahresende aus, dann wird auch dieses Jahr ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Summe (jährlich 500.000 Euro) nicht ausgeschöpft werden (können). Konnte die geringe Auslastung im ersten Jahr noch an der mangelnden Bekanntheit des Unterstützungsfonds gelegen haben, so kann davon inzwischen nicht mehr ausgegangen werden. Vielmehr trägt das Gesetz der Arbeits- und Lebensrealität von KünstlerInnen viel zu wenig Rechnung.

Außergewöhnlich, unvorhersehbar?

 

Wer schwer erkrankt ist, hat gute Chancen auf eine Beihilfe aus dem Unterstützungsfonds: Erhöhte Aufwendungen bei Erkrankungen, medizinisch notwendige Aufenthalte in Kur- und Genesungs¬heimen sind zwei von vier im Gesetz angeführten Beispielen. Auch die Deckung des notwendigen Lebensunterhalts bei Einkommensausfall wegen schwerer oder lang andauernder Erkrankung oder anderer unvorhersehbarer Ereignisse ist genannt. Was aber gilt als unvorhersehbar? Und wenn keine Erkrankung vorliegt? Dann kann der Fonds jedenfalls „Kosten für dringende Anschaffungen oder Reparaturen“ ersetzen – aber nur „aufgrund eines außergewöhnlichen Ereignisses“.

Die erforderliche Verknüpfung von Notfällen mit außergewöhnlichen bzw. unvorhersehbaren Ereignissen wird zum Stolperstein par excellence. Zwei Beispiele: Gibt ein sechs Jahre altes Notebook (als unverzichtbares Arbeitsgerät) oder der alte Herd den Geist auf und fehlt das Geld für eine Neuanschaffung – keine Chance auf Beihilfe! Fällt das „alte“ Notebook bei einem Sturz vom Fahrrad und ist kaputt, dann liegt ein außergewöhnliches Ereignis zugrunde und eine Beihilfe ist möglich.

 

Eine Notlage ist kein Notfall – Mind the Gap!

Auch in der klassischen Notlage, wenn einmal das Einkommen zu gering zum Leben wird (siehe auch Beispiele oben), kann der Fonds nicht unterstützen. Denn:  Einkommenseinbrüche bei KünstlerInnen gelten nicht als unvorhersehbare Ereignisse. Eine grundsätzlich oder vorübergehend ökonomisch prekäre Notlage entspricht nicht einem „besonders berücksichtigungswürdigen Notfall“ im Sinne des KSVF-Gesetzes… Eine Notlage ist eben kein Notfall, auch wenn die Not groß ist.

Was ist zu ändern? Kulturrat Österreich fordert:

Vieles von dem, was in einem KünstlerInnenleben passieren kann, passt nicht in das enge Korsett von Gesetz und Richtlinien. Der Kulturrat Österreich sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Das KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetz und die Richtlinien für den Unterstützungsfonds müssen an die tatsächlichen Arbeits- und Lebensrealitäten von KünstlerInnen angepasst werden:

 

- Berücksichtigung vorübergehender Notlagen

- Schaffung der Möglichkeit, in dringenden Fällen unbürokratisch Soforthilfe zu gewähren

- Einführung einer Automatik, was grundsätzlich unterstützungswürdig ist, wie z.B. Zahnersatz (wenn er von Krankenversicherungen nicht übernommen wird), Laptops, Mietrückstände

- Berücksichtigung notwendiger Alltagsgegenstände wie defekte Kühlschränke, Heizungen

 

Diese Anpassung muss umgehend erfolgen – und ist umso dringender, weil Alternativen fehlen. Einerseits ist die KünstlerInnenhilfe der Kunstsektion im BKA, die Unterstützung auch in klassischen ökonomischen Notlagen (ohne Verknüpfung mit speziellen Ereignissen) gewähren konnte, abgeschafft. Andererseits mussten die meisten Verwertungsgesellschaften, die mit ihren Fonds für soziale und kulturelle Zwecke bis Anfang des Jahres rasch und unbürokratisch KünstlerInnen in Notlagen unterstützen konnten, diese Zahlungen aufgrund eines schwebenden Verfahrens, das die Speichermedienvergütung in Frage stellt, einstellen. Somit ist der KSVF-Unterstützungsfonds derzeit für viele KünstlerInnen die einzige Möglichkeit, Hilfe in mitunter äußerst dramatischen Notlagen zu erhalten.

 

Der Kulturrat fordert daher:

Novellierung des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetzes und Anpassung der Richtlinien für den Unterstützungsfonds sofort!

 

Weiterführende Infos:

KSVF Unterstützungsfonds

http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

Kulturrat Österreich: Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KSVF

http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/ksvf_u_fonds

 

Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
contact@kulturrat.at
http://kulturrat.at
http://twitter.com/kulturrat_oe

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Achtung bei Newsletter-Versand

Aus aktuellem Anlass möchten wir euch darauf hinweisen, dass ihr für euren Newsletter-Versand zur Sicherheit immer die Zustimmung der einzelnen Beschickten einholen solltet.

 

Die etwas unübersichtliche Rechtslage könnt ihr hier nachlesen: http://www.internet4jurists.at/e-mail/oe1a.htm

 

Es existiert eine elektronische Robinsonliste, in die sich alle Personen eintragen lassen können, die keine Werbemails erhalten wollen – im Zweifelsfall überprüft eure Listen bitte mit der elektronischen:

 

https://www.wko.at/Content.Node/branchen/oe/sparte_iuc/Werbung-und-Marktkommunikation/Robinsonliste.html

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Gewerbeordnung – Ausnahme für Kulturinitiativen

Die IG Kultur Österreich hat dem Bundeskanzleramt eine Stellungnahme zur bevorstehenden Novellierung der Gewerbeordnung übermittelt.

Die Ausnahme für Kulturinitiativen von der Gewerbeordnung wäre ein kohärenter Schritt in der Entrümpelung der Gewerbeordnung und der Verbesserung der Rahmenbedingungen für gemeinnützige Institutionen. Einerseits fiele hinaus, was nicht hineingehört. Andererseits wird die Arbeit der Kulturinitiativen durch sichere Rahmenbedingungen und den Wegfall unnötiger bürokratischer Auflagen erleichtert.

 

Mehr dazu: http://igkultur.at/kulturpolitik/positionen/aenderung-in-der-gewerbeordnung-fuer-kulturvereine

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SKE-Fonds bedroht

Die Weigerung von Amazon, die gesetzlich vorgesehene Privatkopievergütung auf Speichermedien zu entrichten, zeigt erste Effekte. Soeben hat der Österreichische Musikfonds weitere Förderungen von neuen Musikprojekten absagen müssen. Die aus der Privatkopievergütung kommenden Förderungsgelder müssen eingefroren bleiben, bis ein bis jetzt im Sinne Amazons entschiedenes Verfahren endgültig ausgetragen worden ist. Sollte dieses Verfahren zugunsten Amazons entschieden werden, wird es für alle SKE-Fonds (Förderungsfonds für soziale und kulturelle Einrichtungen) in den Verwertungsgesellschaften zu ähnlichen Folgen kommen.


Wir ersuchen deshalb um Unterstützung der folgenden Petition:

http://www.musikergilde.at/de/petitionen/petition/5.html

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K-SVF-Unterstützungsfonds: Unterstützung in Notfällen nutzen

Für Künstler_innen, egal ob angestellt oder selbständig tätig, gibt es seit einem Jahr die Möglichkeit in Notfällen Unterstützung beim Künstler-Sozialversicherungsfonds (K-SVF) zu erhalten. Die Unterstützung muss schriftlich beantragt werden, einmal monatlich finden Sitzungen, die über die Vergabe der Unterstützung beraten, statt.


Der Kulturrat Österreich - die IG Freie Theater ist aktives Mitglied im Kulturrat - setzt sich kulturpolitisch für eine verbesserte Rechtslage und Praxis des Unterstützungsfonds ein.


Nähere Infos zu den notwendigen Verbesserungsmaßnahmen des K-SVF-Unterstützungsfonds und Version 2 eines Leitfadens für Anträge beim Unterstützungsfonds des K-SVF sind hier zu finden: http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/ksvf_u_fonds


Bei weiteren Fragen stehen auch wir beratend gern zur Verfügung (c.vikoler@freietheater.at ).


Einreichungen für Unterstützung: http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

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IG AutorInnen: Unterstützung für inhaftierte türkische KollegInnen

Unterstützungserklärungen mit der Angabe von

Vorname Nachname, Berufsbezeichnung, Ort, (Land) [z.B. Clara Musterfrau, Choreografin, Wien (A)] bitte per e-mail an gr@literaturhaus.at senden.


Information und Text der Unterstützungserklärung:

"Da wir fürchten (müssen), dass unsere in Gefängnissen festgehaltenen türkischen Kolleginnen und Kollegen ohne unseren Beistand keine Chance mehr auf Freilassung haben und nach und nach in Vergessenheit geraten, wollen wir etwas zu ihrer Unterstützung tun. Wir starten daher die folgende Initiative zur Unterstützung von Asli Erdoğan und ihrer Kolleginnen und Kollegen. Der unten stehenden Erklärung sollen sich möglichst viele Kunst- und Kulturverbände und Kunst- und Kultureinrichtungen sowie verwandte Verbände und Einrichtungen und einzelne Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Europa anschließen. Sie soll mit allen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern bei der Frankfurter Buchmesse (19.-23.10.) präsentiert werden, an dem Ort, an dem die Türkei 2008 Gastland war, um sich als Land der Autorinnen und Autoren, der Literatur und Verlage und wohl auch des freien Wortes vorzustellen.


Wir bitten unsere Kolleginnen und Kollegen um die Unterstützung der folgenden


E r k l ä r u n g

Freiheit für Asli Erdoğan und ihre Kolleginnen und Kollegen – Wiederherstellung der Grund- und Freiheitsrechte in der Türkei

Erklärung europäischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Schriftstellerverbände, Medien, Medien-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und Kunst- und Kultureinrichtungen


Asli Erdoğan sitzt seit dem 16.8.2016 im Gefängnis. Verhaftet wurde sie wegen „Volksverhetzung“ und „Propaganda für eine illegale Organisation“. Die Wahrheit ist, sie ist eine der führenden Stimmen gegen die autoritären Entwicklungen in der Türkei. Ihre Verhaftung und Haft haben nur einen Grund, sie soll zum Verstummen gebracht werden.


Asli Erdoğan ist eine Autorin von internationalem Format, sie ist eines der Aushängeschilder der Türkei. Mit ihrer Anklage wird die Freiheit der Kunst, der Meinung und der Kritik vor Gericht gestellt. Sie teilt dieses Schicksal mit zahlreichen anderen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Was geschieht mit Şahin Alpay, Hilmi Yavuz, Necmiye Alpay und all den anderen und wie geht es ihnen?


Wir werden nicht müde werden, auf ihr Schicksal hinzuweisen. Wir werden nicht müde werden, Asli Erdoğan und ihre Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, wo und wie immer wir es können. Wir werden nicht müde werden, auf das an ihnen begangene Unrecht hinzuweisen. Mit jedem weiteren Tag, jeder weiteren Stunde Gefängnis für sie treten die dafür Verantwortlichen die Grund- und Menschenrechte weiter mit Füßen. Mit rechtsstaatlichen Mitteln hat das Vorgehen der türkischen Behörden nichts zu tun, dafür umso mehr mit Politjustiz und mit Schauprozessen, die Illegalität suggerieren sollen und Totalitarität demonstrieren.


Wir verlangen die umgehende Freilassung von Asli Erdoğan und ihrer Kolleginnen und Kollegen. Wir verlangen die umgehende Wiederherstellung der Grund- und Freiheitsrechte in der Türkei, allem voran der Kunst-, Wissenschafts- und Meinungsfreiheit."

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Vom SommerKinderTheater zum THEO: neues Kinder- und Jugendtheater in Perchtoldsdorf

Ab 10.11.2016, Perchtoldsdorf


Am 10. November 2016 eröffnet in Perchtoldsdorf ein neues Kinder- und Jugendtheater


Vor acht Jahren hat Schauspielerin und Regisseurin Birgit Oswald das SommerKinderTheater Perchtoldsdorf gegründet, ein Open Air Theater, das sich rasch zu einer festen Größe im kulturellen Angebot in Niederösterreich entwickelt hat.


Ab 10. November 2016 wird es als THEO - TheaterOrt für junges Publikum Perchtoldsdorf  http://theaterort.at/home.html  - mit einem ganzjährigen Spielbetrieb starten: Zeitgenössisches Theater für Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahren, aber auch ein Theater für die ganze Familie.


Information und Programm: http://www.theaterort.at/

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theATerspielplan Österreich

www.theaterspielplan.at


Die Vorbereitungen für den Saisonstart September/Oktober 2016 laufen teilweise bereits auf Hochtouren.

Eine Möglichkeit auf die eigene Produktion im Bereich der Darstellenden Kunst, Aufführungsdaten, involvierte Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen u. v. m. hinzuweisen bietet der österreichweite Theaterspielplan.

Die Veröffentlichung erfolgt auf Selbsteintragsbasis:

Über den Registrieren-Button ganz oben auf http://www.theaterspielplan.at als Selbsteintragende/r anmelden - die Registrierung per E-Mail bestätigen – ganz oben auf der Seite auf Anmelden klicken und die Daten selbst eintragen.

theATerspielplan bietet ein sehr komfortables Feature für Nutzer_innen:
den eigenen Bedürfnissen entsprechend, erinnert theATerspielplan per SMS oder E-Mail an den baldigen Vorstellungsbeginn. Die Einstellungen dafür können Sie bequem über die Funktion mein theATerspielplan (rechts unter dem Datumsblock) selbst vornehmen.

 

Kontakt für weitere Fragen rund um theATerspielplan: b.stuewe-essl@freietheater.at

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IGFT: Umstellung E-Mail-Newsletter-System und freietheater.at

Unsere Homepage www.freietheater.at und auch das E-Mail-Newsletter-System sind umgezogen.

Wir hoffen, dass das reibungslos funktioniert. Falls nicht, bitte per E-Mail an b.stuewe-essl@freietheater.at schreiben, wo es hakt.

Die neuen Informations-Systeme sehen im Prinzip wie gewohnt aus. Auf www.freietheater.at gibt es ein paar strukturelle Änderungen – vor allem aber sind wir jetzt auch in der Lage Bilder hochzuladen. Gut sichtbar ist das unter Publikationen/gift – zeitschrift für freies theater: http://freietheater.sisyphos.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater/


Durch einen Klick auf die jeweilige Ausgabe wird das Inhaltsverzeichnis sichtbar. Hier besteht auch, abgesehen von der jeweils aktuellsten Ausgabe, die Möglichkeit die Ausgaben ab 06/2006 online zu lesen.

 

Unser neuer Partner in Sachen Programmierung und Systemanpassung ist David Reinisch (david.reinisch@tastenwerk.com).

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Assitej: Stella 16 Nominierungen

Die Nominierungen:

 

Herausragende Produktion für Kinder
An der Arche um acht, Landestheater Vorarlberg, Vorarlberg 6+
Pinguin People, Theater ASOU, Steiermark 6+
Lügen, Twof2, Wien 6+
Krähe und Bär, DSCHUNGEL WIEN, Wien 8+

 

Herausragende Produktion für Jugendliche
SchwarzWeißLila, DSCHUNGEL WIEN, Wien 10+
Die Sprache des Wassers, Imp:Art, Wien 12+
Das Part of the game-Game, TaO! Theater am Ortweinplatz und Das Planetenparty Prinzip, Steiermark 14+
Die Durstigen, Theater Waltzwerk, Kärnten 14+

 

Herausragende Musik
IYASA für die Musik in Mein Bauernhof, DSCHUNGEL WIEN und IYASA, Wien/Simbabwe
Michael Merkusch für die Musik in Pinguin People, Theater ASOU, Steiermark
Josef Klammer für die Musik in Anna und die Wut, Mezzanin Theater, Steiermark

 

Herausragende Ausstattung
Twof2 – Performancekunst für Junges Publikum für die Ausstattung in Skreek, Twof2, Wien
Michaela Mandel, Anna Katharina Jaritz und Rebekah Wild für die Ausstattung in Die automatische Prinzessin, Theater der Jugend, Wien
Bernhard Bauer und Ralph Heigl für die Ausstattung in An der Arche um acht, Landestheater Vorarlberg, Vorarlberg

 

Herausragende darstellerische Leistung
Nancy Mensah-Offei für ihre darstellerische Leistung in SchwarzWeißLila, DSCHUNGEL WIEN, Wien
Nadja Brachvogel, Rudi Widerhofer, Daniel Doujenis und Stefan Maaß für ihre darstellerische Leistung in Was das Nashorn sah, als es über den Zaun schaute, Vorarlberger Landestheater und Follow the Rabbit, Vorarlberg/Steiermark
Julia Carinna Wachsmann für ihre darstellerische Leistung in King A, Nichts und Der Kleine und das Biest, u\hof:, Oberösterreich

 

Wir gratulieren!

Weitere Informationen: assitej

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Trauer um Maja Schlatte

Mit Maja Schlatte ist letzte Woche eine wichtige und engagierte Persönlichkeit der Österreichischen Kulturszene gestorben, die nicht nur journalistisch jahrelang konstruktiv wirkte. Obwohl es ihr schon längere Zeit nicht mehr gut ging, hatte sie noch viel vor

 

... Wir trauern um sie.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2791821/

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ImPulsTanz: Prix Jardin d’Europe

Der mit 10.000 Euro und einer künstlerischen Residency bei ImPulsTanz 2017 ausgestattete Europäische Tanzpreis für junge Choreografie wurde zu gleichen Teilen an zwei Choreograf_innen vergeben:

 

KATERINA ANDREOU (FR/GR)
für die Produktion A kind of fierce
5.000 Euro und eine Artistic Residency

 

WILL RAWLS (US)
für die Produktion The Planet-Eaters: Seconds
5.000 Euro und eine Artistic Residency

 

Die mit dem Wiener Kulturjournalisten Wolfgang Kralicek, der Choreografin und Performerin Jennifer Lacey sowie der Theoretikerin und Dramaturgin Ana Vujanović hochkarätig besetzte Jury begründete ihre Entscheidung, den Preis zu teilen, folgendermaßen:
„Der Entschluss, den Preis zu teilen, war ein bewusst gewählter, denn gerade diese zwei Produktionen repräsentieren höchst unterschiedliche Positionen gegenwärtiger Choreografie, die auch in Beziehung zueinander sprechen: sie provozieren eine Diskussion, die uns hoffentlich im Nachdenken darüber, was Tanz und Choreografie heute sein können, vorantreiben möge. Über das Interesse am Dialog dieser Arbeiten zueinander hinausgehend finden wir die Performances von Will Rawls und Katerina Andreou nicht zuletzt deshalb auszeichnungswürdig, weil sie feinfühlige choreografische Annäherungen an wichtige gesellschaftlich-soziale Themen vornehmen, wie etwa Kolonisierung, Okkupation, interkulturelle Beziehungen, soziale Autoritäten, freier Wille und Widerstand. Diese Themen sind zwar nicht neu, aber uns erschien die zurückhaltende, sensible und sorgsame Art des Umgangs mit ihnen als neuerdings wieder notwendig.“

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gift.zeitschrift für freies theater 03/2016: Die neue gift ist da

titelbild_gift_03_2016, copyright_titelfoto_rolf_haid

Ronald Pohl führt uns durch David Bowies Werk – Isolde Charim schreibt im Zuge der Bundespräsidentenwahl weiter zum Politischen Handeln in der Kunst.

Eine leichte aber dichte Sommerausgabe haben wir produziert. Für den Kapitalismus veranstaltete das Haus Bartleby ein Tribunal, Kurt Grisman sah sich die Verurteilung an. Und Jürgen Bauer hat sich für die gift mit dem Format der Mauerschau von bildender Kunst und darstellender bei ImPulsTanz vertraut gemacht.

Die Heroes werden auf- oder abgebaut am Cover – entscheidet selbst über den Sommer, wir wünschen euch einen schönen.

Abos bei Katharina Ganser bestellen (office@freietheater.at)!

gift.zeitschrift für freies theater erscheint vier Mal jährlich (Januar, April, Juli & Oktober)

Preise

Einzelpreis: EUR 5

 

Abos:
Jahresabo: EUR 20 (Inland), EUR 25 (Ausland)
Jahresabo StudentInnen: EUR 10 (Inland)
Im Mitgliedsbeitrag von EUR 35 ist das Jahresabo der gift enthalten.

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Wiener Projekt- u. Jahresförderungen: Entscheidungen online u. Wiederaufnahmetopf

Die Entscheidungen zu Jahresförderungen 2017 und Projekte in der 2. Hälfte 2016 sind hier nachzulesen:
www.kuratoren-theatertanz.at/u...

Das Kuratorium prämiiert die Wiederaufnahme herausragender Produktionen:
Im Zuge gemeinsamer Überlegungen bezüglich einer zeitgemäßen Weiterentwicklung der Projektförderung mit KünstlerInnen der Freien Szene, der IG Freie Theaterarbeit und dem Kuratorium gibt die Kulturabteilung bekannt, dass ab dem nächsten Einreichtermin im Rahmen der Projektförderung (Produktionskostenzuschuss für Projekte)
einmal jährlich (Termin 15. Juni) auch wieder die Möglichkeit zur Unterstützung von Wiederaufnahmen bereits subventionierter resp. beim Kuratorium eingereichter Produktionen besteht.

Mehr Infos: www.wien.gv.at/kultur/abteilun...

Deadline für die nächste Einreichung ist der 15. Juni 2016.

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Der neue Kulturminister im Interview

Kulturminister Drozda kündigt einen „New Deal“ im Kunst und Kulturbereich an und nimmt dabei auch die Freien in den Blick mit Maßnahmen wie:


- „600 Stipendien für Künstler von 1.100 Euro auf 1.300 Euro monatlich angehoben werden“
- Kunst und Integration wird aufgewertet, konkret die Fördersumme von zusammen:wachsen" wird von 200.000 auf 300.000 Euro aufgestockt
- insgesamt soll die freie Szene bis 2018 fünf Mio Euro mehr spüren.

Zum Nachhören und Nachlesen:
Ö1 : oe1.orf.at/artikel/443186
derstandard.at/2000039596445/D...
www.wienerzeitung.at/nachricht...
www.kleinezeitung.at/s/kultur/...

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Novelle Kulturfördergesetz Land Steiermark

Das Kultur- und Kunstförderungsgesetz von 2005, das Vorbild für viele andere Bundesländer war, wird zum bereits dritten Mal seit 2012 novelliert. Bei der Durchsicht zeigt sich eine Verengung des einst offenen Kulturgesetzes mit gesellschaftspolitischem Anspruch und eine Reduzierung auf den Kunstbegriff. Substanzielle Änderungen in Bezug auf mehr Transparenz und die Umstrukturierung des Beiratssystems – langjährige Forderungen von Kulturschaffenden – unterbleiben.
Am Donnerstag 2. Juni wurde von Das andere Theater und der IG Kultur Steiermark in einer Presseaussendung auf die Mängel und Forderungen aufmerksam gemacht.

Das andere Theater schließt sich der Stellungnahme der IG Kultur Steiermark zur Novelle des KuKuFöG-2005 vollinhaltlich an.
Besonders unterstützen wir folgende Forderungen:
– verpflichtende schriftliche Begründung bei Ablehnung des Förderantrages und Reduktion der beantragten Fördersumme
– Transparenz der Bestellung der Mitglieder des Kulturkuratoriums sowie der Fachbeiräte
– Aufwertung des FachexpertInnen-Gemiums zu einem Förderbeirat und Reduktion der Agenden des Kulturkuratoriums

Stellungnahme_KuKuFöG_Novelle_Das andere Theater

Die Presseaussendung, sowie die Begutachtung der IG und andere Stellungnahmen sind abrufbar auf:
igkultur.mur.at/kulturpolitik/...

Der Artikel der Kleinen Zeitung zum Thema findet sich auf:
igkultur.weblog.mur.at/igkultu...

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Bundesministerium für Gesundheit: Rauchverbot auf Bühnen

In der Steiermark wird es bereits vom Land ausgesendet, das Bundesministerium für Gesundheit bittet die Kunde, dass das Rauchverbot in Theatern auch für die Bühne / auf der Bühne gilt, zu verbreiten. Weitere Infos folgen.

In Auszügen vorab:
Dem Gesundheitsschutz wird nach der Rechtsprechung des VfGH in diesem Zusammenhang ein hoher Stellenwert eingeräumt und das Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte als verfassungsrechtlich zulässig erachtet (vgl. dazu VfSlg.18.895/2009, 19.541/2011).

Das Rauchen von Tabakwaren auf Bühnen und dgl. während Theatervorstellungen, Konzerten etc. ist daher ausnahmslos verboten. Hingewiesen werden darf darauf, dass ab 20. Mai 2016 auch sog. Verwandte Erzeugnisse (z. B. E-Zigaretten, Wasserpfeifen) von den Rauchverboten des Tabakgesetzes mitumfasst sind (s. dazu BGBl. I Nr. 101/2015). Das Rauchen darf jedoch ggf. mit geeigneten Attrappen dargestellt werden.

Eine Missachtung des Rauchverbots auf Bühnen und dgl. stellt eine Verwaltungsübertretung dar, die entsprechend zu ahnden ist.

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Bitte um Feedback zu EU-Kulturförderprogramm

Das EU-Kulturförderungsprogramm im Rahmen von Creative Europe www.creativeeurope.at/kultur/a... läuft noch bis 2020. An der Ausrichtung für das nächste EU-Kulturförderprogramm ab 2020 wird bald gearbeitet werden.

Die IG Freie Theaterarbeit will die Bedürfnisse der freien Produzent_innen des darstellenden Bereiches möglichst zeitgerecht einbringen.
Deshalb ersuchen wir um dein/ihr Feedback zu dem was gut läuft (so bleiben sollte), aber auch zu dem, was nicht gut funktioniert (geändert werden sollte).

Wir freuen uns über Feedback, egal ob du/sie bereits eingereicht hast/haben oder an Fördereinreichung gedacht hast/haben und im Endeffekt das doch nicht getan hast/haben, weil sich z.B. Probleme rund ums Einreichprozedere ergeben haben.

E-mails mit ihrem/deinem Feedback bitte an b.stuewe-essl@freietheater.at senden.

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Europäische Theaternacht 2016

Die Anmeldung läuft!

Bereits zum 5. Mal findet heuer die Europäische Theaternacht in Österreich statt. Termin ist Samstag, der 19.11. Wir laden alle Gruppen, Ensembles und Häuser herzlich ein, teilzunehmen und mit uns die darstellende Kunst zu feiern!

Anmeldung:
toth@theaternacht.eu

Infos:
www.europaeische-theaternacht.at

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Wechsel der IGFT Geschäftsführung

Sabine Kock, seit 2003 Geschäftsführerin der IGFT, wechselt in die Geschäftsführung von SMartAt, Büro für KünstlerInnen und Kreative.

Die Dramaturgin Kathrin Bieligk tritt ihre Nachfolge in der IGFT am 1. September an - bis dahin leitet Sabine Mitterecker interimistisch die Geschäfte der IGFT.

In der Ende April erscheinenden Ausgabe der gift Zeitschrift für freies Theater zieht Sabine Kock eine Bilanz ihrer langjährigen Tätigkeit für die IGFT, in der darauf folgenden Sommerausgabe stellen wir Kathrin Bieligk in einem Porträt vor.

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Registrierkassenpflicht für gemeinnützige Vereine

Infoblatt der Kulturvernetzung NÖ: www.kulturvernetzung.at/de/reg...

Kurzinfo in Auszügen:

Die Registrierkassenpflicht besteht ab Einnahmen von mehr als 15.000 Euro Umsatz und mehr als 7.500 Euro Bar-Umsatz

Für gemeinnützige Vereine zählen allerdings Einnahmen aus unentbehrlichen Hilfsbetrieben NICHT zu diesen Umsätzen, also hat der Verein Einnahmen vor allem aus:
+ Spenden ohne Gegenleistung
+ Mitgliedsbeiträge
+ Subventionen/öffentliche Gelder *
+ Erlöse aus Eintrittskartenverkauf/Ticketverkauf
dann ist man von der REgistrierkassenpflicht voraussichtlich befreit. Im Zweifelsfall bitte beim Finanzamt nachfragen.

Was durchaus für diese Untergrenze zählt:
+ Gastronomie/Verkauf von Speisen und Getränken
+ Standgebühren für Verkaufsstände von dritten.
+ Publikationen
+ Provisionen, zb beim Verkauf von Kunstwerken
+ Sonstige Umsätze

Mehr Infos: www.kulturvernetzung.at/de/reg...

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Verwertungsgesellschaftengesetz-Novelle 2016

Gemeinsame Stellungnahme der KünstlerInnenverbände zum Entwurf des Verwertungsgesellschaftengesetzes (Verwertungsgesellschaftengesetz 2016 – VerwGesG 2016)

Wien, am 2. März 2016

Vorbemerkung

Die unterzeichnenden Verbände begrüßen grundsätzlich die Neufassung des Verwertungsgesellschaftengesetzes und dessen erklärte Zielsetzung, die Transparenz innerhalb der Verwertungsgesellschaften zu erhöhen. Fraglich ist jedoch, ob die umfangreichen Berichtspflichten gegenüber anderen Verwertungsgesellschaften und der Öffentlichkeit nicht bloß zu einem extrem erhöhten Verwaltungsaufwand ohne zusätzlichen Informationswert führen werden, der zu Lasten der UrheberInnen geht, da er ihnen von ihren Einnahmen abgezogen wird. Wir gehen – wie im Vorblatt angegeben - von annähernd 1 Million Euro zusätzlichen Ausgaben für die Umstellung bei deutlich steigenden laufenden Kosten aus. Dass die Folgekosten 3.000 Euro nicht überschreiten werden, wird von allen ExpertInnen bezweifelt.

Befremdet sind wir über die zum wiederholten Mal geübte Praxis, die Betroffenen im Vorfeld nicht in die Überlegungen, die dem Gesetzesentwurf vorausgegangen sind, einzubeziehen. Die Verwertungsgesellschaften-Richtlinie wurde bereits vor zwei Jahren erlassen und versendet. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder vorgeschlagen, Arbeitsgruppen zu bilden, die den jeweiligen Gesetzwerdungsprozess begleiten, und sind überzeugt, dass auf diese Weise – auch zum Vorteil für den Gesetzgeber – viele Unklarheiten bereits zu einem frühen Zeitpunkt ausgeräumt werden könnten. So sind wir einmal mehr mit einer sehr kurzen Begutachtungsfrist konfrontiert, die es uns unmöglich macht, alle relevanten Punkte mit der erforderlichen Gründlichkeit auf ihre Eignung zu untersuchen und unter den Verbänden der UrheberInnen abzustimmen. Wir verweisen daher auch auf die Stellungnahmen wichtiger ExpertInnen und auf jene der Verwertungs­gesellschaften, die sich eingehender einzelnen Themen­gebieten widmen werden, die für die UrheberInnen ebenfalls von großer Bedeutung sind.

Unverständlich ist uns, dass sich nirgendwo ein Hinweis auf den besonderen kulturpolitischen Stellenwert von Verwertungsgesellschaften findet. Es entsteht vielmehr der Eindruck, die Verwertungsgesellschaften sollen in ihren Handlungsspielräumen maximal eingeschränkt und zu Kontrolleinrichtungen der NutzerInnen und der Zahlungspflichtigen gemacht werden.

Monopolgrundsatz

Die Verankerung des Monopolgrundsatzes wird von uns begrüßt und wir schließen uns den Ausführungen in den Erläuterungen an. Die Beibehaltung der Monopolstellung der Verwertungsgesellschaften trägt dafür Sorge, dass Dumping bei Lizenzgebühren verhindert werden kann. Ebenso sind wir der Meinung, dass es eine ausreichende Zahl von Verwertungsgesellschaften gibt.

Gemeinsames Repertoire

Wir sprechen uns für eine gemeinsame Wahrnehmung von Rechten im analogen und im digitalen Bereich aus, wie sie der Verwertungsrealität entspricht. Es bestehen keine ausschließlichen Verwertungen von Werken nur in analoger oder digitaler Form, in Form von Veranstaltungen und Aufführungen oder in medialer Form.

Mitgliedschaft und Unternehmensverfassung

Die verbesserten Möglichkeiten der Einbindung der Bezugsberechtigten bzw. Mitglieder wird von den Verbänden positiv beurteilt, die Aufwertung der Mitgliederhauptversammlung durch größere Mitbestimmungs­möglichkeiten erscheint uns sinnvoll. Auch die Mitbestimmung in Verteilungsfragen gehört dazu.

Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz sind grundsätzlich zu begrüßen und im österr. VwGes. (Jahresabschluss, neu: Tranzparenzbericht) auch bereits zum Teil vorgesehen sowie – in unterschiedlicher Ausprägung – gängige Praxis. Inwieweit die Berichtspflichten gegenüber der Öffentlichkeit, sowohl was den damit verbundenen kostenintensiven Verwaltungsaufwand als auch datenschutzrechtliche Überlegungen betrifft, überbordend sind, sollte einer genauen neuerlichen Prüfung unterzogen werden.

Digitale Demokratie

Hier besteht unserer Meinung die Gefahr, dass der Wortlaut „Ausübung von Mitgliedschaftsrechten unter Verwendung elektronischer Kommuni­kations­mittel“ so weit verstanden wird, dass damit das simultane elektronische Wählen via Live-Streaming ermöglicht wird. Damit wäre auch die Gefahr von Störungen und Manipulationen verbunden. Es sollte zumindest in den Erläuternden Bemerkungen diesbezüglich eine Klar­stellung geben, dass simultanes elektronisches Wählen via Live-Streaming aufgrund der oben erwähnten Gefahren kein geeignetes Instrument darstellen.

Außentransparenzkosten

Die Außentransparenzkosten belasten kleinere Verwertungsgesellschaften mehr als größere. Sie werden außerdem zu 100 Prozent aus den Tantiemeneinnahmen und somit von den Bezugsberechtigten in den Verwertungsgesellschaften, den KünstlerInnen und den Rechte­inhaber­Innen selbst finanziert. Außentransparenz kann höchstens in einem Ausmaß geboten sein, in dem allgemeine öffentliche Berichtspflichten bestehen, und nicht in Form von zusätzlichen Sonderregelungen für Verwertungs­gesellschaften. Mehrkosten, die nur Verwertungs­gesell­schaften aufgebürdet werden, sind über Tariferhöhungen zu begleichen.

Berichtspflichten von FunktionärInnen

Wir sprechen uns gegen die verpflichtende Offenlegung des Tantiemen­einkommens von FunktionärInnen in Verwertungsgesellschaften aus. Tantiemen werden anhand der Nutzung von Werken und entsprechend den Verteilungsschlüsseln verrechnet. Das gilt für alle Bezugsberechtigten der Verwertungsgesellschaften in gleicher Weise. Wenn in den Verwertungs­gesellschaften Demokratie gewünscht ist, können nicht zugleich KünstlerInnen durch übertriebene spezielle Berichtspflichten abgeschreckt werden, solche Funktionen zu übernehmen oder Aufgaben wahrzunehmen. Auch wenn der Gesetzgeber in diesem Punkt die Richtlinie umsetzt, so bestehen doch Gestaltungsspielräume, die jedenfalls vermeiden sollten, dass die Mitwirkung von KünstlerInnen durch das Vorzeigenmüssen ihrer Tantiemeneinnahmen torpediert wird.

Soziale und kulturelle Einrichtungen

Studien haben belegt, dass die SKE-Fonds sich für KünstlerInnen in sozialen Notlagen bewährt haben. Auch Förderungen, die kulturellen Zwecken dienen, sind seit langem hilfreiche Instrumente. Wir begrüßen daher die Beibehaltung dieser Einrichtung, wir sehen jedoch nicht ein, dass Verwertungsgesellschaften, deren Bezugsberechtigte Rundfunk­unternehmen sind, seit der Verwertungs­gesellschaften­reform 2006 davon ausgenommen sind und bleiben sollen. Wir schlagen statt der weiteren Beibehaltung der Ausnahme die dem Gleichheitsgrundsatz entsprechende Wiedereinbeziehung und die Aufteilung der SKE der Rundfunkverwertungs­gesellschaften auf die anderen Verwertungsgesellschaften vor, in denen die SKE-Mittel im Sinne des Gesetzes vergeben werden können.

Tarife für Geräte und Speichermedien

Es erscheint uns unzumutbar, dass die Verwertungsgesellschaften alleine, bei ohnedies sehr erhöhtem Aufwand, empirische Untersuchungen über die Nutzung von Speichermedien anstellen sollen. Hier sollten – analog zum Beirat für Geräte- und Speichermedienvergütung – die Nutzer­organisationen ebenfalls in die Pflicht genommen werden und sich an den zu erwartenden Kosten beteiligen. Ausgeschlossen werden muss, dass den Verwertungsgesellschaften über Kostenbelastungen durch ständig weiter einforderbare „Grundlagenforschungen“ jeder Verhandlungsspielraum genommen wird.

Meldefristen

In einigen Verwertungsgesellschaften bestehen dreijährige Meldefristen, sie erlauben den KünstlerInnen eine bessere Einnahmenplanung. Diese Melde­fristen sollten im Verwertungsgesellschaftengesetz Beachtung finden.

Aufsichtsbehörde

Die Transparenz der Kosten für die Aufsichtsbehörde ist weitgehend durch die Verwertungsgesellschaften zu leisten. Die Verwertungsgesellschaften wissen aber nicht, wie und ob der Betrag der Kosten für die Aufsichtsbehörde verbraucht wird und ob nicht das Oberlandesgericht Wien einen großen Teil einsteckt. Es fehlen die Voraussetzungen, um Transparenz schaffen zu können. Den Verwertungsgesellschaften muss ermöglicht werden, diese Aufgabe im Sinne des Gesetzes wahrzunehmen.

42a UrhG

Mit der Urheberrechtsgesetzreform 2015 wurde der 42a UrhG, der kostenfreie, nicht beeinspruchbare Verleih von digitalen Publikationen für Forschungs- und Wissenschaftszwecke ermöglicht. Da eine solche weitreichende Freigabe von Werken das Zustandekommen von Neuerscheinungen nahezu unmöglich macht, wurde eine Änderung bei nächster Gelegenheit zugesagt. Wir vermissen die Einlösung dieser Zusage in der jetzigen Reform und fordern sie ein.

Einbringung der Rechte in die Verwertungsgesellschaft und rückwirkende Änderung der Verteilungsbestimmungen

Wir begrüßen die Klarstellung, dass es nicht darauf ankommt, wer die Rechte in die Verwertungsgesellschaft eingebracht hat. Unserer Meinung nach fehlt aber eine Bestimmung, die eine rückwirkende Bekämpfung der Verteilungsbestimmungen unmöglich macht. Änderungen der Verteilungs­bestimmungen können immer nur mit Wirkung für die Zukunft erfolgen. Andernfalls wird die Verteilung innerhalb der Gesellschaften nicht mehr durchführbar. Die individuelle rückwirkende Bekämpfung einer Verteilung bleibt davon unberührt. Verteilung in gemischten Verwertungsgesellschaften Wir unterstützen das Anliegen von Verwertungsgesellschaften, die RechteinhaberInnen abgeleiteter Rechte (Kopiervergütung etc.) vertreten. Verwertungsgesellschaften sollen nach Maßgabe der Beschlüsse innerhalb der betroffenen Verwertungsgesellschaften RechteinhaberInnen abgeleite­ter Rechte an den Vergütungsansprüchen beteiligen können.

Zusammenfassend:

Dass die EU-Verwertungsgesellschaftengesetz-Richtlinie und ihre Umset­zung dem Ziel des Schutzes der schwächeren Partei, der der Künstlerinnen und Künstler, dienen, ist kaum zu erkennen. Dafür sind um so stärker die Einflüsse der Nutzer, Nutzer-Organisationen und zahlungspflichtigen Unternehmen und Einrichtungen auf die Richtlinie und ihre Umsetzung erkennbar. Es ist zu befürchten, dass die Umsetzung der EU-Verwertungs­gesellschaftengesetz-Richtlinie dazu führt, dass die Verwertungs­gesell­schaften durch Überfrachtungen mit Aufgaben und Auflagen zunehmend handlungsunfähig werden und sich die für ihre Einnahmen rechtfertigen sollenden KünstlerInnen aus ihren Funktionen in den Verwertungs­gesellschaften zurückziehen.

Wir erneuern unseren Anspruch einer grundlegenden Diskussion in einer Arbeitsgruppe und fordern den Gesetzgeber zur Einrichtung dieser Arbeitsgruppe mit aufschiebender Wirkung für die Umsetzung der EU-Verwertungs­gesellschaften­gesetz-Richtlinie auf.

Unterstützt von (Verbände und verantwortliche Personen):

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden, Helmut Berger
IG Autorinnen Autoren, Gerhard Ruiss
IG Übersetzerinnen Übersetzer, Brigitte Rapp
Interessengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm, Harald Friedl
Kulturrat Österreich, Maria Anna Kollmann
Musikergilde, Peter Paul Skrepek
Österreichischer Komponistenbund, Alexander Kukelka
Österreichischer Musikrat, Harald Huber
Verband Österreichischer Kameraleute, Astrid Heubrandtner-Verschuur
Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und MusikproduzentInnen Österreichs, Alexander Hirschenhauser



Informationen:
Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...
Debattenseite UrheberInnenrechte und Cultural Commons des Kulturrat Österreich: kulturrat.at/debatte/UrheberIn...

Weitere Stellungnahmen von Mitgliedern des Kulturrat Österreich, soweit sie bereits vorliegen:
Dachverband der Filmschaffenden Österreichs: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...
Verband Freier Radios Österreich: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

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Keine weitere Verschärfung in der Asylgesetzgebung!
Kulturrat Österreich, Pressemitteilung 25. November 2015

Menschenwürde und Menschenrechte sind unteilbar

Die geplante Novelle zum Asylrecht ist kein symbolisches
Stoppschild, sondern führt direkt zu noch mehr Toten auf dem Weg nach
Europa.

Im Zusammenhang mit den Asylsuchenden, die nach Europa kommen, um hier Schutz und Sicherheit zu finden, ist immer mehr die Rede von "Signal senden" oder "Zeichen setzen". Diese symbolische Begrifflichkeit drückt auf vermeintlich schonende Weise eine harte Realität aus: dass Flüchtlinge nicht willkommen sind. In Wahrheit werden Maßnahmen vorbereitet, die das Leben von Geflüchteten unzumutbar erschweren und
tatsächlich stärker gefährden:
Jede Einschränkung der Familienzusammenführung wird dazu führen, dass noch mehr Menschen sich über tödliche Fluchtrouten auf den Weg machen.

Eine verpflichtende Wiederholung jedes Asylverfahrens nach drei Jahren ist ein bürokratischer Zusatzaufwand, der das Leben von Geflüchteten in Unsicherheit prolongiert. Ein Ankommen in der Aufnahmegesellschaft, ein sicheres Refugium mit Zugang zu Ausbildung und Chancen etwa am Arbeitsmarkt, ein Zusammenleben unter Gleichberechtigten wird damit ausgeschlossen.

Wozu also die geschönte Sprache in der Ankündigungspolitik? Um selbst ruhig schlafen zu können? Fast hat es den Anschein, denn ein flüchtlingsfreies Europa ist eine Illusion. Eine Festung gegen Menschen auf der Flucht zu errichten funktioniert nicht. Erreicht wird, dass die Flucht noch teurer, noch gefährlicher, noch tödlicher wird.

Die Alternative ist einfach: Menschenwürde und Menschenrechte sind unteilbar. Es braucht sichere Fluchtrouten, einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, direkte Unterstützung bei der Ankunft, eine weitergehende Anerkennung genderspezifischer Fluchtgründe sowie ganz
dringend das Recht für alle Flüchtlinge (auch mit 15 Jahren und
darüber!) eine Pflichtschule zu besuchen und weiterführende
(Aus)Bildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Es gilt Taten zu setzen: gegen rassistische Ausschlusspolitik, gegen diese Asylgesetznovelle, gegen Zäune an den Grenzen.

Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, Handlungsfähigkeit in einem menschenrechtlichen, weitsichtigen und lösungsorientierten Sinn, fernab von Zynismus zu beweisen.

Wir unterstützen die Mailkampange von SOS Mitmensch, mailen auch Sie!
-> www.sosmitmensch.at/site/petit...

Entwurf der Novelle, Begutachtungsfrist 30.11.
-> www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...


_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
www.kulturrat.at
contact@kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe

Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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Broschüre zu Vertragsverhältnissen

Am Mittwoch, dem 18. 11. 2015, wird die Broschüre im Café Spektakel in Wien vorgestellt.

K800_vertragsverhaeltnisse_im_theaterbereich


In welchem Fall muss ein Theaterverein seine Mitwirkenden anstellen?
Welche Tätigkeiten sind klassische Werkverträge?
Was ist eigentlich ein Freier Dienstvertrag?
Und wäre eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts die Lösung für kollektives Arbeiten?

Randolf Destaller, Sabine Kock, Carolin Vikoler, Andrea Wälzl: „WAS TUN?“ Vertragsverhältnisse im (freien) Theaterbereich in Österreich.

Die Broschüre spielt diese Fragen juristisch korrekt, in Überblicktabellen und anhand eines praktischen Beispiels – inklusive IG Netz Zuschuss (Förderung von Anstellungskosten) – durch.

„Was tun?“ könnt ihr euch bei uns im Büro abholen bzw. meldet euch bei uns aus den Bundesländern.

www.freietheater.at
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Stellungnahme zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015
Stellungnahme der IGFT vom 12.11.2015

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

Die IG Freie Theaterarbeit nimmt zum gegenständlichen Entwurf wie folgt Stellung:

Aufgrund der kurzen Frist zur Stellungnahme war eine Auseinandersetzung mit der Gesetzesvorlage nur bedingt möglich. Insofern bleibt diese Stellungnahme den deutlichsten Eckpunkten verhaftet, die in ihrer im Entwurf vorgesehenen Form einer Änderung bedürfen.

Die in der vorliegenden Fassung erstmalig ermöglichte Spendenabsetzbarkeit für den Kunst- und Kulturbereich innerhalb des Gemeinnützigkeitsgesetzes ist grundsätzlich zu begrüßen.
Die Bindung an eine vom Bund oder einem Bundesland gewährte Förderung und dem damit eventuell einhergehendem – von der Kultureinrichtung nicht steuerbaren – Eintrag in die Transparenzdatenbank sorgt für eine deutliche Ungleichbehandlung unter Kultureinrichtungen. Sie lässt ein weiteres Aufklaffen der Finanzierungsschere zwischen großen und kleinen – bezogen auf die finanziellen Gegebenheiten -, sowie ortspezifisch, regional und überregional tätigen Institutionen befürchten. Erleichterte Zugänge zur Spendenabsetzbarkeit für in der Förderlandschaft bereits höher dotierte Institutionen mit hohem infrastrukturellem Aufwand gegenüber kleinen Projektinitiativen scheinen vorprogrammiert und verstärken damit die Fördertendenzen auf Landes- und Bundesebene. Junge Künstler_innen, die sich neu erproben, schaffen es häufig erst nach einigen Jahren in den Förderschienen der Länder und des Bundes Berücksichtigung zu finden. Sie werden durch die angedachten Regelungen von vornherein ausgeschlossen. Der Nichteinbezug von Förderungen durch Gemeinden und die EU lässt zusätzliches Ungleichgewicht in dieser Hinsicht, bis hin zum Ausschluss zahlreicher Kunstinitiativen, erwarten.

Die Förderung durch ein Bundesland ist derzeit noch nicht automatisch mit einem Eintrag in die Transparenzdatenbank verbunden. Zu befürchten ist, dass auch hier eine Verengung des Begünstigtenkreises hin zu vor allem mit Bundesförderungen bedachten Initiativen stattfinden wird.

Der Einbezug von gemeinnützigen Vereinen im Kulturbereich, die sich nicht zentral künstlerischen Aktivitäten widmen, wie Archive, Interessenvertretungen, Kulturvermittlungseinrichtungen, Informationsplattformen und andere im Kulturbereich tätige Initiativen ist wünschenswert.

Bedingt durch unregelmäßige Förderung auf Projektbasis werden viele Kunstinitiativen nicht regelmäßig gefördert. Dies führt mit dem eingebrachten Entwurf zu zusätzlicher Unplanbarkeit hinsichtlich privater Spenden und voraussichtlich auch zu einer Verunsicherung für Spender und Spenderinnen.

Das geforderte Wirtschaftsprüfer_innen - Gutachten erweist sich als zusätzliche Hürde für weniger finanzkräftige Kunstinitiativen.
Aus nationalökonomischer Sicht ist die weitere Begünstigung von wenigen finanzkräftigen Personen oder Einrichtungen, die vor allem durch diese Regelungen profitieren werden, nicht wünschenswert. Die direkte Verknüpfung von Fördergebarung und Spendenabsetzbarkeit lässt darüber hinaus eine weitere Benachteiligung von nicht marktkonformer Kunst befürchten.

Die IG Freie Theaterarbeit regt eine durchgängig geschlechterneutrale Ausformulierung des Textes an.

Die IG Freie Theaterarbeit bedauert, in den Erarbeitungsprozess des Ministerialentwurfes nicht einbezogen worden zu sein.

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Steuerliche Spendenbegünstigung für Kunst/ Kultur?!
Kulturrat Österreich: Stellungnahme vom 12.11.2015

Kulturrat Österreich nimmt zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015 Stellung

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

.) Spendenbegünstigung bzgl. Kunst und Kultur an Subventionen von Bund/ Land gekoppelt

# Die öffentliche Förderlandschaft in Österreich ruht auf vier Säulen: EU, Bund, Land und Städte/Gemeinden. Wenn die Verknüpfung mit öffentlichen Förderungen als alleingestelltes Qualitätsmerkmal einer Absetzbarkeit bleiben soll, wird es jedenfalls notwendig sein, hier alle vier zu berücksichtigen.

# Es gibt in Österreich auch subventionsunabhängige Kunst- und Kultureinrichtungen und -initiativen. Um in den Genuss der steuerlichen Absetzbarkeit zu kommen, werden sich auch diese zukünftig verstärkt um Subventionen bemühen (müssen). Damit werden Kunst- und Kulturschaffende jedoch in einen verschärften Konkurrenzkampf um die ohnehin stets zu knappen öffentlichen Fördermittel gedrängt. Angesichts knapper und (im besten Fall) stagnierender Kunst- und Kulturbudgets führt dies jedoch absehbar zu Kürzungen für jene, die aktuell Förderungen erhalten. Eine weitere finanzielle Schwächung ist in dieser Hinsicht vor allem bei der Förderung von Projekten und Einzelpersonen zu erwarten, u.a. weil diese nicht auf aufrechtzuerhaltende Infrastruktur verweisen können, deren Kosten weniger leicht reduzierbar sind als selbstständig erbrachte künstlerische Leistungen. Entsprechend führt die Voraussetzung der öffentlichen Förderung zu einer weiteren Umverteilung der Kunst- und Kulturbudgets zu Gunsten ohnehin bereits finanzkräftigerer Institutionen, und die finanzielle Schlechterstellung von, auf finanzielle Gesamtkapazitäten bezogen, kleineren Initiativen ist damit neuerlich vorprogrammiert.

.) Allgemeine Voraussetzungen auf Seiten der begünstigten Einrichtungen

# Grundsätzlich ist die Bindung an einen – von den begünstigten Einrichtungen nicht beeinflussbaren – Eintrag in der Transparenzdatenbank unzumutbar. Die Koppelung an eine Transparenzdatenbank, deren Realisierung in der politischen Auseinandersetzung zwischen Bund und Ländern nach wie vor ungelöst ist, führt zudem zumindest vorläufig dazu, dass ausschließlich Einrichtungen mit Bundessubventionen für die Spendenabsetzbarkeit in Frage kommen; hier braucht es zumindest Übergangsbestimmungen. Die Einbeziehung von Förderungen auf EU- und Gemeindeebene ist im Entwurf nicht angedacht, für eine Lösung hinsichtlich eines wünschenswerten vielfältigen Kunst- und Kulturlebens aber unumgänglich.

# Die Bindung an eine jährlich zu gewährende Förderung widerspricht jeder Planungssicherheit für die begünstigte Körperschaft und die SpenderInnen. Jedenfalls sollte hierbei wenigstens auf einen Zeitraum von 3 Jahren abgestellt werden, in dem zumindest einmal eine Förderung gewährt wurde.

# Die sonstigen Voraussetzungen für eine Spendenbegünstigung, etwa ein verpflichtendes WirtschaftsprüferInnen-Gutachten und die arbeitszeitintensive Doppelmeldung der steuerbegünstigten Spenden auch durch die EmpfängerInnen, sind derzeit ebenfalls so angesetzt, dass kleine und kleinste Initiativen von der Spendenbegünstigung strukturell ausgeschlossen sind.

# Zusammen mit der bereits angesprochenen Subventionsumverteilung führt der Gesetzesvorschlag, wie er derzeit vorliegt, in der Tendenz zur Umverteilung der vorhandenen und zu lukrierenden Geldmittel von kleinen zu großen Kultureinrichtungen. Das ist eine kulturpolitische Entscheidung, die der Kulturrat Österreich für ein fatales Signal in Richtung der Kunst- und Kulturschaffenden als wichtige Impulsgeber für die Gesamtentwicklung unserer Gesellschaft hält.

.) Steuerliche Absetzbarkeit als Mittel der privaten Förderung: Von wem?

# Wir möchten die Gelegenheit nützen, hier auch ganz allgemeine Kritik aus ökonomischen Erwägungen einzubringen: Steuerliche Absetzbarkeit ist immer eine Förderung jener, die Steuern zahlen. Konkret handelt es sich hier entweder um vermögende Personen, deren Einkommen ein relevantes Einkommensteueraufkommen auslöst, oder um Unternehmen, die ihre Steuerschuld durch Spenden reduzieren wollen. Das Ziel dieser Novelle, die Verbreiterung und Vergrößerung der Spendenbereitschaft, wird damit ganz klar nicht durch die Verbreiterung der SpenderInnenbasis, sondern – überspitzt formuliert – mittels Lukrierung größerer Beträge von wenigen zu erreichen versucht. Entsprechend wäre zumindest begleitend zur steuerlichen Absetzbarkeit eine finanzielle Erleichterung für jene anzudenken, die spenden, ohne daraus Profite zu lukrieren, durch die Spenden ihr Image verbessern oder ihren KundInnenkreis erweitern. Zu befürchten ist eine Spendengebarung, die den Entwicklungen im Sponsoringbereich ähnlich ist: Spenden an Institutionen, die mit viel Werbung eine große Publikumsanzahl anzusprechen vermögen, werden eher fließen als Spenden an Kultureinrichtungen, die diese Reichweite – aus welchen Gründen auch immer – nicht haben.

.) Privatisierung der Kunstförderung?

# Ein unausgesprochenes Ziel dieser Novelle darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden: Die Spendenabsetzbarkeit, d.h. die private oder jedenfalls nichtstaatliche Förderung von Kunst und Kultur, legt nicht nur alte Formen des MäzenatInnentums nahe, sondern führt in Zeiten der Budgetknappheit tendenziell zu Folgemaßnahmen seitens der FördergeberInnen, wie sie derzeit schon in einzelnen Bundesländern vorexerziert werden: Die Verknüpfung von Subventionen mit privat organisierten Einnahmen. Idealerweise ist eine solche drohende Verknüpfung, die in der Regel kleinen und vor allem nicht marktkonformen Ausformungen zeitgenössischer Kunst bedroht, zu vermeiden: Eine Doppelvoraussetzung, Spendenabsetzbarkeit nur bei Subvention, und Subvention nur bei Spenden – wie durchaus hinsichtlich von Sponsoring als Fördertendenz bereits beobachtbar –, würde zu Folgen in der Kunst- und Kulturlandschaft führen, die ohne begleitende kulturpolitische Auseinandersetzung eine deutliche Verengung der Vielfalt nach sich ziehen.

.) Unlimitierte Absetzbarkeit für Spenden?

# Wir vermissen grundsätzlich eine Betragsbegrenzung bei der Absetzbarkeit von Spenden. Diese könnte sowohl mit einem jährlichen Maximalbetrag pro SpenderIn limitiert werden, wie auch durch eine prozentuell Beschränkung der Absetzbarkeit der tatsächlich geleisteten Spenden. Auch der Anteil der gespendeten Summe an den Gesamteinkünften der SpenderInnen bietet sich als weiterer Parameter an, um diejenigen relativ stärker zu begünstigen, die trotz verhältnismäßig geringerer Einkünfte bzw. Gewinne spenden. Ziel sollte sein, dass nicht eine (grenzenlose!) Steuererparnis der größte Anreiz ist, von der diejenigen am meisten profitieren, die über das meiste Kapital verfügen - daher keinesfalls unlimitiert!

.) Geschlechtergerechte Sprache

# Wir vermissen in der geplanten Novelle einen konsequenten geschlechtergerechten Sprachgebrauch und fordern dringend auf, den Text einem entsprechenden Lektorat zu unterziehen.

.) Keine Einbeziehung der Interessenvertretungen im Vorfeld der Novelle

# Bedauerlich ist die absolute Nichteinbeziehung von InteressenvertreterInnen aus Kunst und Kultur im Vorfeld der Gesetzesnovelle: Das hier vorhandene Wissen um Folgenabschätzung und Notwendigkeiten im Feld abzuholen, könnte nicht nur dazu beitragen, eine breit anerkannte Novelle auf den Weg zu bringen, sondern würde wohl auch helfen, nicht intendierte Folgen zu vermeiden.

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Stopp TTIP, CETA und TISA
Aufruf des Kulturrat Österreich
BürgerInneninitiative Stopp TTIP JETZT (nur noch bis heute) unterschreiben:
__/ www.stop-ttip.org

__/ Internationale Aktionstage ab 10. Oktober:
__/ www.ttip-stoppen.at
__/ www.ttip-demo.de/home
__/ www.trade4people.org


Im Oktober wird in Miami – geheim wie immer – das Freihandelsabkommen TTIP weiter verhandelt. Der Verhandlungstext von CETA, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada, liegt nun vor, soll aber laut Ankündigung von EU-Handelskommissarin Malmström trotz massiver Kritik nicht nachverhandelt werden. TiSA, das GATS-Nachfolgeabkommen über den Handel mit Dienstleistungen, wird von der EU und den USA mit weiteren 21 Staaten, darunter Australien, Kanada, Japan und viele lateinamerikanische Staaten, hinter einer Mauer des Schweigens verhandelt, die die Stimmen der Zivilgesellschaft vollkommen ignoriert und gegen jedes demokratische Verständnis verstößt. Das Parallelabkommen zum TTIP, das TPP im pazifischen Raum gilt seit gestern als fertig, ist aber auch noch nicht beschlossen.

Investitionsschutz, Abbau von Handelsbarrieren, Ökonomisierung gesellschaftlicher Grundbedürfnisse sind die Schlagworte, CETA, TTIP oder TiSA die Abkürzungen, die die programmatische Ausrichtung der aktuellen europäischen Wirtschaftspolitik beherrschen. Wir sagen: Alle drei Abkommen gehören müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt, vor allem aber zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

Die viel zitierte „kulturelle Ausnahme“ gibt es nicht: TTIP ist als sogenanntes Negativlisten-Abkommen konzipiert, das heißt, es betrifft alles, was nicht explizit davon ausgenommen ist. Kunst und Kultur sind nicht ausgenommen. Lediglich für audiovisuelle Medien (Film, TV, Radio) ist vorläufig im Dienstleistungskapitel eine Ausnahme vorgesehen. Dessen ungeachtet kann allerdings in allen anderen Kapiteln (z.B. E-Commerce) sehr wohl auch über audiovisuelle Medien verhandelt werden. Ausnahmen müssten aber grundlegend für alle Kapitel geltend gemacht werden.

Das UNESCO-Abkommen zum Schutz der kulturellen Vielfalt soll maximal in einer rechtlich nicht bindenden Präambel eingeschrieben werden. Das UNESCO-Abkommen selbst wurde von den USA nie ratifiziert.

Zu befürchten ist, dass durch das Investitionsschutzabkommen ISDS Interessen der globalen Unternehmen über die Gesetze einzelner Staaten gestellt und unliebsame Gesetze, etwa zum Umweltschutz, zukünftig von Unternehmen eingeklagt werden können. Über die sogenannte „regulatorische Zusammenarbeit“ soll die Macht der Parlamente hin zu Lobbyisten und Anwälten verschoben werden.

__/ Europäische Unterschriftenkampagne

Die von der Kommission unerwünschte, von der Zivilgesellschaft organisierte, BürgerInneninitiative „STOP TTIP“ hat seit dem Start vor einem Jahr bereits mehr als 3 Millionen Unterschriften erreicht und läuft noch bis heute, 6. Oktober. Am 7. Oktober 2015 wird sie der Kommission in Brüssel übergeben:

-> www.stop-ttip.org

__/ Aktionstag gegen TTIP am 10. Oktober

Trotz der massiven Kritik der Zivilgesellschaft soll CETA finalisiert werden, das grobe Gerüst von TTIP bis Anfang 2016 stehen und TiSA unkontrolliert und streng geheim von den „Wirklich guten Freunden der Dienstleistungen“ („Really Good Friends of Services“) – das ist der Zusammenschluss von 50 Staaten – weiter verhandelt werden.

Am 10. Oktober findet in ganz Europa ein Aktionstag gegen TTIP & Co statt. In Deutschland ist derzeit am meisten geplant, für eine Großdemo wird nach Berlin mobilisiert:
-> www.ttip-demo.de/home

In Wien ist ein Protest-Picknick geplant, in den Bundesländern finden einzelne Veranstaltungen statt. Informationen:
-> www.ttip-stoppen.at

Protest-Picknick in Wien, am Samstag 10.10., 14h im Sigmund-Freud Park, 1090 Wien

International wird für Aktionstage von 10. bis 17. Oktober aufgerufen.
-> www.trade4people.org


_____/ Weitere Informationen:

__/ Rubrik Stopp CETA | TTIP | TISA des Kulturrat Österreich
kulturrat.at/agenda/ttip

__/ Thema TTIP, CETA & Co. des deutschen Kulturrat
www.kulturrat.de/text.php?rubr...

__/ Kampagnenseite gegen TPP
www.exposethetpp.org


_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
contact@kulturrat.at
kulturrat.at
twitter.com/kulturrat_oe
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KünstlerInnen|Sozial|Versichert
Kulturrat Österreich, 29. Juni 2015
Was Sie schon immer über KSVF und SVA wissen wollten

Sozialversicherungsangelegenheiten selbstständiger KünstlerInnen
ExpertInnen informieren und beantworten Fragen

Infotour durch Österreich
Herbst 2015
www.kulturrat.at/termine/infot...

Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit
den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten


Wer bisher von einem Zuschuss durch den
KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (KSVF) ausgeschlossen war, hat nun neue Chancen. Die letzte Gesetzesänderung hat zahlreiche
Verbesserungen für selbstständig tätige KünstlerInnen gebracht – und viel Potenzial für Missverständnisse. Was hat sich wirklich geändert?
(Wie) Kann ich nun einen Zuschuss erhalten, obwohl ich nicht über die geforderte Einkommensuntergrenze aus künstlerischen Tätigkeiten komme?
Was sind Bonusjahre? Wie unterscheidet sich der im KSVF neu eingeführte dreijährige Durchrechnungszeitraum von jenem, der gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden kann? Was gilt überhaupt als künstlerische Tätigkeit, und was hat es mit den neuerdings relevanten künstlerischen Nebentätigkeiten auf sich?

Außerdem neu: der KSVF-Unterstützungsfonds für soziale Notlagen von KünstlerInnen. Wann aber ist eine Notlage eine Notlage?

Eine Pflichtversicherung in der SVA ist weiterhin Voraussetzung für
einen Zuschuss aus dem KSVF – Grund genug, die Basics der
Sozialversicherung für Selbstständige zu erklären. Auch die Kombination von verschiedenen Einkommensarten wird Thema sein: Wann beginnt eine Pflichtversicherung, was ist ein Lückenschluss und wie steht es um Tantiemen? Wie beende oder unterbreche ich eigentlich eine Pflichtversicherung in der SVA?


ReferentInnen:
# Bettina Wachermayr (Geschäftsführerin KSVF)
# MitarbeiterInnen aus den Landesstellen der SVA
# Moderation: Daniela Koweindl (Kulturrat Österreich)

Die ReferentInnen stehen nach kurzen einführenden Vorträgen auch für individuelle Fragen zur Verfügung.


Alle Termine:
# Burgenland

DI 15.9., 19h
Literaturhaus Mattersburg

Brunnenplatz 4
7021 Mattersburg

In Kooperation mit:
Literaturhaus Mattersburg – www.literaturhausmattersburg.at


# Niederösterreich

DO 17.9., 18h
Cinema Paradiso

Kinosaal 2
Rathausplatz 14
3100 St. Pölten

In Kooperation mit:
Kulturvernetzung Niederösterreich – www.kulturvernetzung.at


# Tirol

DI 13.10. 19h
Kunstpavillon

Rennweg 8a
6020 Innsbruck

In Kooperation mit:
Tiroler Künstlerschaft – www.kuenstlerschaft.at TKI
Tiroler Kulturinitiativen/ IG Kultur Tirol – www.tki.at


# Vorarlberg

MI 14.10., 19h
Villa Claudia – Blauer Salon

Bahnhofstraße 6
6800 Feldkirch

In Kooperation mit:
IG Kultur Vorarlberg – www.igkultur-vbg.at


# Steiermark

MO 19.10., 19h
Kultur in Graz

Lagergasse 98a
8020 Graz

In Kooperation mit:
Das andere Theater – www.dasanderetheater.at
esc medien kunst labor – esc.mur.at
IG Kultur Steiermark – www.igkultur.mur.at
Kultur in Graz (KiG!) – www.kig.mur.at


# Kärnten

DI 20.10., 19h
Musil-Haus

Bahnhofstraße 50
9020 Klagenfurt

In Kooperation mit:
IG KIKK – www.igkikk.at
Robert Musil Institut – www.uni-klu.ac.at/musil


# Oberösterreich

MO 9.11., 17h
Kunstuniversität Linz

Hörsaal (1. Stock)
Hauptplatz 8
4010 Linz

In Kooperation mit:
Alumniverein Forum – Kunstuniversität Linz – www.ufg.at/forum
Fiftitu% - www.fiftitu.at
KUPF – www.kupf.at


# Salzburg

DI 10.11. 19h
Galerie 5020

Residenzplatz 10
5020 Salzburg

In Kooperation mit:
Dachverband Salzburger Kulturstätten – www.kultur.or.at
Galerie 5020 – www.galerie5020.at


# Wien

DI 17.11., 19h
IG Architektur

Gumpendorfer Str 63b
1060 Wien

In Kooperation mit:
]a[ akademie der bildenden künste wien – www.akbild.ac.at
Diagonale - www.diagonale.at
mica – music austria – www.musicaustria.at

__/ Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten



__/ Information:


www.ksvf.at
esv-sva.sozvers.at
www.kulturrat.at

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
1060 Wien

www.kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe
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KSVF-Unterstützungsfonds Neu: monatlich stattfindende Entscheidungssitzungen
Seit Jahresbeginn gibt es innerhalb des Künstler_innensozialversicherungsfonds (KSVF) für selbstständige aber auch unselbstständige Künstler_innen die Möglichkeit in sozialen Notlagen finanzielle Unterstützung zu erhalten. Es ist dabei nicht notwendig, beim KSVF bereits als Künstler_in anerkannt zu sein.

Um in Notfällen schneller unterstützen zu können, finden die Entscheidungen über Anträge zur Unterstützung in Notlagen nun monatlich statt. Die nächste Sitzung ist Anfang Oktober 2015. Ingesamt stehen jährlich bis zu 500.000 Euro für diese Beihilfen zur Verfügung.

Wichtig ist, den „berücksichtigungswürdigen Notfall“ (Krankheit, ein unvorhersehbares Ereignis), der zu einem Einkommensausfall, einer dringend notwendigen Anschaffung, zu erhöhten Kosten aufgrund einer Erkrankung oder zur Notwendigkeit eines Kuraufenthaltes führt, schon im Begleitschreiben ausführlich und möglichst präzise darzustellen und entsprechend mit offenen Rechnungen, Befunden, Kostenvoranschlägen usw. zu belegen. Der Beirat ist zu strengster Vertraulichkeit verpflichtet!

Weitere Informationen (Antragsformular, Richtlinien etc.):
www.ksvf.at
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Kulturrat Österreich zum Internationalen Frauen*kampftag

Gleichberechtigung? Jetzt gleich!
Kulturrat Österreich zum Internationalen Frauen*kampftag am 8. März

Auch mehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauen*kampftag werden Frauen* in Österreich und weltweit wieder auf die Straße gehen und ihre Rechte einfordern. Lautstark und selbstbewusst. Queerfeministisch und antirassistisch.

Zwar wird Frauen* inzwischen in vielen Staaten per Gesetz die Gleichberechtigung zugestanden, doch liegen oft Welten zwischen dem gedruckten Wort und seiner Umsetzung in die Realität. Auch im Kunst- und Kulturbereich liegt aus feministischer Sicht alles Mögliche im Argen, entsprechende Forderungen sind fixer Bestandteil kulturpolitischer Debatten und Forderungskataloge.

Die ungleichen Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen sehen so aus, dass sie seltener über eigene Arbeitsräume sowie längerfristig stabile Kooperationsstrukturen mit VermarkterInnen verfügen, geringere Jobchancen und geringere Einkommen bei gleicher Ausbildung und Arbeitszeit haben. Mehrfachdiskriminierungen aufgrund von StaatsbürgerInnenschaft, Aufenthaltsstatus, Hautfarbe verschärfen die Situation.

Frau* begegnet der Ungleichbehandlung im privaten wie politischen Alltag: Dort, wo Frau* ihre politischen Vertreterinnen wählen kann, wird sie dennoch selten in die Regierung berufen. In den Führungsetagen der Banken, Konzerne, Universitäten, etc. ist sie ebenfalls nach wie vor kaum in adäquater Zahl zu finden. Statt gleichberechtigter Teilhabe wird jegliche Einschränkung männlicher Vorrechte und Privilegien bekämpft ‒ im täglichen Kleinkampf, aber auch hinsichtlich psychischer und sexualisierter Gewalt. Wenn selbst gewählte Mandatare Übergriffe an Frauen* als übliches Ritual bei der Partnerinnenwahl sehen, ist es kein Wunder, dass es kaum eine Frau* gibt, die nicht schon verbale oder körperliche Attacken vom anderen Geschlecht erlebt hat.

Erst die Übergriffe in Köln zur Jahreswende 2015/2016 ließen die europäische Öffentlichkeit aufschreien – und vornehmlich mit der Keule eines rassistischen Paternalismus nochmals zuschlagen. Wenn ein Verhaltenskodex für Frauen* als probates Mittel zur Wahrung ihrer Sicherheit im öffentlichen Raum empfohlen wird, bringt sie das wieder in die Position des Opfers, das seine Weiblichkeit gefälligst verbergen soll, und das kann nach einem Jahrhundert des Kampfes um die Frauenrechte nur das falsche Signal sein.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein:

Frauen* müssen entsprechend ihrer Verteilung in der Gesellschaft in der legislativen, judikativen und exekutiven Gewalt vertreten sein. Sie müssen die Macht-, Gestaltungs- und Handlungsspielräume einnehmen können, die ihnen zustehen. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte für alle! In Theorie und Praxis!

Veranstaltungen (Männer* informieren sich vorher, ob sie auch eingeladen sind):

- Innsbruck
Interventionen, Aktionen, Feste, Diskussionen, Veranstaltungsreihe:
Frauen in der Architektur, Filmfestival u.a.m. von 2. März bis April 2016
aep.at/internationaler-frauent...

- Graz
Frauenarmut verhindern und beseitigen
„Freie 8. März Komitee Graz“ lädt ein und ruft auf zu:
Infostand „Brot und Rosen“: 10-13 Uhr, Kapistran Pieper Platz, Hauptbrücke
Demotreffpunkt: 16:30 Uhr, Mariahilferplatz, 8020 Graz
internationalerfrauentag.at/?p...

- Linz
PLATZ DA!
Feminismus und Krawall am 8. März 2016
Aktion, Radioballett, Demo, Film und Party
Demotreffpunkt: 16 Uhr, Martin-Luther-Platz/Landstraße beim
Krawall-Schiff Franzi Feigl, 4020 Linz
www.feminismus-krawall.at

- Wien
FrauenLesbenDemo zum 8. März – Internationaler Frauenkampftag
Feministischer Widerstand – Schluss mit Sexismus, Rassismus und Krieg
Treffpunkt: 8.3. 2016, 17h, Praterstern, 1020 Wien
zwanzigtausendfrauen.at

- Kulturpolitische Positionen:

Gemeinsame Forderungen kulturschaffender Frauen in Österreich
frauenkultur.at

#istnoetig: 8. Feministische und queere Positionen
Aus dem Forderungskatalog der Plattform #istnoetig „15 Forderungen an
die Kulturpolitik“
istnoetig.noblogs.org/15-forde...

„Frauen in der Kunst“ – feministische Kulturpolitik. In: 42 Monate
IMAG - eine Bilanz. Hg. Kulturrat Österreich, Wien, Dezember 2012
kulturrat.at/agenda/imag/mater...

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Neues Infoblatt: Neuinterpretation der Definition von Arbeitslosigkeit
Information Kulturrat Österreich, 12.1.2016


Kleine, aber feine Neuinterpretation der Definition von
Arbeitslosigkeit am AMS


Kulturrat Österreich veröffentlicht Infoblatt

Laut einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs müssen nicht mehr alle Tätigkeiten eingestellt werden, um als arbeitslos im Sinne des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AlVG) zu gelten, sondern nur noch
diejenigen, die den Anspruch auf AMS-Leistungen begründen. Werden
mehrere Tätigkeiten ausgeübt, so gilt für einen möglichen Bezug von
Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe dennoch unverändert: Es darf keine
Pflichtversicherung in einer Pensionsversicherung bestehen.

Diese Neuinterpretation ist vor allem relevant, wenn ein
Arbeitslosengeldanspruch aus unselbstständiger Beschäftigung resultiert,
aber gleichzeitig selbstständige Einkünfte (unter der Jahres-Geringfügigkeitsgrenze) lukriert werden und beim Eintritt der Arbeitslosigkeit noch eine Versicherung in der SVA besteht.

Klingt kompliziert? Wir haben die Information (als ergänzendes Update zu
unserer Broschüre „Selbstständig | Unselbstständig | Erwerbslos“) hier
zusammengestellt, mit einem Beispiel versehen und durch die zuständige
Fachabteilung im Sozialministerium (bm:ask) prüfen lassen:

__/ Infoblatt: Neuinterpretation der Definition von Arbeitslosigkeit
kulturrat.at/agenda/ams/infoAM...

______/ Weitere Links:

__/ Selbstständig | Unselbstständig | Erwerbslos, Broschüre und
ergänzende Infoblätter online:
kulturrat.at/agenda/ams/infoAM... (2012ff)

__/ Infoteil 4 der Broschüre: Selbstständig | Unselbstständig |
Erwerbslos (Stand Februar 2012)
kulturrat.at/agenda/ams/infoAM...

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Kunst ist Arbeit - Kunst kennt keine Nation

IG Freie Theaterarbeit, September 2015

Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert im Dialog mit der Kulturpolitik:

Richtgagen für Kulturschaffende – Erhöhung der Fördermittel für die Freie Szene
Kunst ist keine private Liebhaberei, sondern gesellschaftlich notwendige und relevante Arbeit. Und die muss angemessen entlohnt werden.
Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert als ersten Schritt die Verdopplung der über mehr als ein Jahrzehnt stagnierenden Mittel für freie Gruppen in der Projektförderung und der mehrjährigen Konzeptförderung.
Die zusätzlichen Mittel sollen ausdrücklich der Verbesserung der sozialen Lage von KünstlerInnen und Kulturschaffenden gewidmet werden und endlich die Einhaltung von Richtgagen und aller sozialrechtlichen Vorschriften sicherstellen.
Zu lange hat die Stadt Wien in ihrer Förderpolitik die Selbstausbeutung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden stillschweigend vorausgesetzt.

Eine wirkliche Stärkung der Eigenständigkeit der Freien Szene durch bessere Arbeits-, Auftritts- und Entwicklungsmöglichkeiten

Eine eigene Förderschiene für „Start-up“-ProduzentInnen
Über erste Nachwuchsförderungen hinaus brauchen aufstrebende KünstlerInnen in der Freien Szene Gelegenheit, ihre Arbeit zu professionalisieren, sich international zu positionieren oder sich in der Begleitung selbstgewählter MentorInnen weiterzuentwickeln.

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Die Förderung langfristiger Karrieren von KünstlerInnen in der Freien Szene
Die Freie Szene ist keine Durchgangsstation in den etablierten Theaterbetrieb, sondern eine eigenständige Produktionsweise, die das Repertoiretheater in der Zukunft vermehrt ersetzen wird. Die Förderung muss verstärkt auf die längerfristige Entwicklung von KünstlerInnen und die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit zielen. Die Biografie von KünstlerInnen in der Freien Szene muss tatsächlich eine lebbare unter professionellen Arbeitsbedingungen sein.


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Eine Förderung von Arbeitsmodellen, die KünstlerInnen der Freien Szene mehr Vorstellungen in längeren Spielserien, mehr Gastspiele, eine überregionale und internationale Positionierung und höhere Mobilität ermöglichen

Die Freie Szene braucht frei zugängliche, nicht kuratierte Spiel- und Veranstaltungsorte

Gender Mainstreaming — Migrant Mainstreaming
Die Förderungen der Stadt Wien müssen durch aktive Maßnahmen den Zugang zum kulturellen Feld auf allen Hierarchieebenen ermöglichen – ungeachtet von Herkunft, Alter und Geschlecht.
Das gegenwärtige Kulturangebot reproduziert noch immer sehr subtil gesellschaftliche Schranken. Dagegen muss die Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des Kulturbetriebes durchgesetzt werden. Das betrifft nicht nur Publikum mit Migrationshintergrund, sondern auch geeignete Maßnahmen zur Förderung von KünstlerInnen mit Migrationshintergrund.

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Zahlen aus einer Erhebung der IG Freie Theaterarbeit das Jahr 2013 betreffend:

83 an einer Befragung teilnehmende freie Gruppen, das entspricht einer Beteiligung von etwa 70% (von den 83 Befragten erhielten 62 eine Förderung der Theater-Abteilung der Stadt Wien), haben mit 318 Produktionen unter Beteiligung von 1.852 Künstlerinnen und KulturarbeiterInnen in 1.970 Vorstellungen (durchschnittlich 5,41 Aufführungen/Tag) international 347.308 BesucherInnen erreicht.
Das Fördervolumen der durch diese Erhebung erfassten freien Gruppen durch die Stadt Wien (inklusive anderer Kulturabteilungen wie der Alltagskultur und der Bezirksförderung) betrug 4,07 Mio. Davon wurden 3,98 Mio Euro über die Darstellende Kunstabteilung der Stadt Wien vergeben (29 Ein- oder Mehrjahresförderungen, 33 projektbezogene Förderungen).
Die Vereinigten Bühnen Wien (Raimundtheater, Ronacher und Theater an der Wien) erreichten in der Saison 2012/2013 mit 555 Vorstellungen (durchschnittlich 1.52 Aufführungen / Tag) 466.549 BesucherInnen, ihr gemeinsames Fördervolumen durch die Stadt Wien betrug 2012 36,35 Mio Euro (2013: 37,24 Mio Euro) ohne Bauinvestitionen.
Laut Kunst- und Kulturbericht wurden 2014 über die Kulturabteilung der Stadt Wien im Bereich der darstellenden Kunst vergeben:
90.868.471,92 Euro (nicht enthalten Großveranstaltungen wie Wiener Festwochen), 2,6 Mio Euro Projektförderung für Freie Gruppen, 2,63 Mio Euro Konzeptförderung darstellende Kunst. Das entspricht 5,7% des Gesamtfördervolumens im Bereich der
darstellenden Kunst.

Quelle: IG Freie Theaterarbeit: Wir sind viele & divers – so wie unser Publikum
In: gift.zeitschrift für freies Theater. 03/2015, S. 10-13.



Tatsache ist, dass richtungsweisende Entwicklungen und Impulse zur Weiterentwicklung des Kunst- und Kulturschaffens maßgeblich von Künstlern und Künstlerinnen abseits der großen Tanker kommen und die Freie Szene eine zentrale Säule im Kulturangebot Wiens als weltoffener Stadt ist. Tatsache ist aber auch, dass die Förderausschüttung das in keinster Weise abbildet.

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Eine Studie zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler aus 2008 hält fest

„Das mittlere Äquivalenzeinkommen der Kunstschaffenden liegt im Erhebungsjahr mit rund 1.000 Euro pro Monat nur knapp über der Armutsgefährdungsgrenze (2006: 893 Euro monatlich), und deutlich unter dem mittleren Äquivalenzeinkommen der österreichischen Gesamtbevölkerung (2006: monatlich 1.488 Euro). Unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze leben 37% der Kunstschaffenden – dieser Anteil beträgt in der Gesamtbevölkerung 13% und unter allen Erwerbstätigen 7%."

Quelle: Susanne Schelepa, Petra Wetzel, Gerhard Wohlfahrt: Zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler in Österreich. Studie im Auftrag des BMUKK. Wien 2008.

Die Situation hat sich durch die Auswirkungen der Krisenjahre bis heute eher noch verschlechtert.

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Infoblätter

- Umsatzsteuer = Mehrwertsteuer? 10% oder 13% ? Und muss ich überhaupt?
- welches Einkommen bringt mich über die Steuergrenze?
- Muss ich mich als Selbstständige_r versichern?
- Wie komme ich zu Geld aus dem Künstlersozialversicherungsfonds?
- Vorsicht: AMS und Zuverdienst
- und vieles mehr

die Infoblätter der IG versuchen zu helfen: www.freietheater.at/?pa...

Darüber hinaus beraten wir euch gerne. Macht euch einen Termin (Carolin Vikoler, c.vikoler@freietheater.at , 01 403 87 94). Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos. Für Nicht-Mitglieder kostet sie 50 Euro.

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Im Schnellverfahren Grundrechte abschaffen?
Kulturrat Österreich, Pressemitteilung 19. April 2016

Kulturrat Österreich spricht sich vehement gegen Abschaffung des Asylrechts aus!

Aufruf zur Kundgebung am 25.4.2016, 18h, Parlament, Wien



Bevor noch die letzte Verschärfung im Fremden(UN)recht beschlossen ist, steht schon die nächste auf dem Programm und soll im Schnellverfahren umgesetzt werden. War im Herbst, als die aktuell vorliegende Gesetzesverschärfung im parlamentarischen Verfahren auf den Weg gebracht wurde, noch von symbolischen Maßnahmen die Rede, soll nun Flüchtlingen die Möglichkeit, internationalen Schutz an einem sicheren Aufenthaltsort zu erhalten, gänzlich verweigert werden. Die Annahme von Asylanträgen soll erst erfolgen, wenn sich die Möglichkeit einer Abschiebung oder Zurückweisung als unmöglich erweist. Diese Vorgangsweise wird das Leid vieler Menschen dramatisch vergrößern. Zudem bricht Österreich damit internationale und europäische Verpflichtungen – von politischen Werthaltungen wie Empathie oder Solidarität ganz zu schweigen, die von SPÖVP längst zu Feindbildern erklärt worden sind. Zur Umsetzung ist dieses Mal Notstandsgesetzgebung geplant: Sobald „öffentliche Ordnung und innere Sicherheit“ für bedroht erklärt werden, ist die Rechtsstaatlichkeit auszusetzen. Ein Tabubruch, um so mehr wenn Innen- wie VerteidigungsministerInnen seit Tagen trommeln, dass sie den Notstand erklären wollen, sobald das Gesetz es "erlaubt" - dass also für sie ein Notstand bereits eingetreten ist.


Konkret ist geplant:

# Der Entwurf der Notstandsparagraphen nutzt perfide eine Lücke im österreichischen Asylgesetz: Der Antrag auf Asyl kann zwar gestellt werden, die Entscheidung, ob dieser Antrag als eingebracht gilt (und damit Rechte wie Abschiebeschutz, Verpflegung oder Unterkunft gewährt werden), behält sich der Staat aber vor. In Zeiten des erklärten Notstands soll künftig ein Asylantrag – mit wenigen Ausnahmen, insbesondere bzgl. Familienzusammenführung – generell nur dann als eingebracht gelten, wenn eine sofortige Abschiebung nicht möglich ist. Dieselbe Lücke nutzte der Staat auch im Herbst 2015 immer wieder, wenn es darum ging, AsylwerberInnen Unterkunft und Verpflegung vorzuenthalten – respektive auf freiwillige und organisierte HelferInnenarbeit zu verweisen. Zusätzlich soll offenbar schnell und leise noch eine Erweiterung der Haftmöglichkeiten zum Zweck der Abschiebung durchgeboxt werden: 2 Wochen statt bisher 72h.

# Der seit Herbst vorliegende Gesetzesentwurf sieht zudem eine Verschärfung des temporären Aspekts des Asylrechts vor: Die Aufenthaltsberechtigung gilt zunächst mit Vorbehalt für drei Jahre, was die Aufforderung zur raschen Integration als reine Rhetorik entlarvt. Zudem wird der Familiennachzug stark eingeschränkt. Die Botschaft ist klar: Bleibt, wo ihr seid, wir wollen euch hier nicht haben nach außen bzw. wir lassen keine Flüchtlinge herein nach innen.

Dass eine Novelle wie die nunmehr geplante überhaupt möglich ist, erstaunt und schockiert, insbesondere nach der Welle an Menschlichkeit im Sommer 2015, als sich selbst die deutsche Bild-Zeitung zu einer Refugees-Welcome-Kampagne hinreißen ließ. Es war abzusehen, dass uns bald eine politische Mobilisierung der Ressentiments und eines Hurra-Patriotismus für geschlossene Grenzen (Mordphantasien eingeschlossen) ins Haus stehen würde. Die Schnelligkeit, mit der diese Gegenmobilisierung – derzeit umfassend und erfolgreich politische Entscheidungen lenkend – stattfindet, geht über ein Warnsignal bereits weit hinaus.

Empathie mag keine politische Kategorie sein, aber wer zulässt oder absichtlich herbeiführt, dass Empathie kein ethisch-moralischer Wert in der Gesellschaft mehr ist, zielt auf das Ende einer offenen demokratischen Gesellschaft. Dem tritt der Kulturrat Österreich mit aller Vehemenz entgegen: Wir fordern legale Fluchtwege und die Einhaltung bzw. Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.



Möglichkeiten zum Protest:

__/ Kundgebung am 25.4., 18h, beim Parlament
menschliche-asylpolitik.at | www.facebook.com/events/102939...

__/ Protestmailkampagne
gegen-unmenschlichkeit.at/prot...


Links:

__/ Kommentar Kulturrat Österreich zum Gesetzesentwurf vom Herbst:
kulturrat.at/agenda/brennpunkt...

__/ Bisheriger Ministerialentwurf:
www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

__/ Aktuelle Notstandsgesetzgebung (aufbereitet):
images.derstandard.at/2016/04/...

__/ Asylrecht derzeit:
www.ris.bka.gv.at/GeltendeFass...


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Unterstützung für KünstlerInnen in Notfällen?
Information Kulturrat Österreich, 30.3.2016

Kulturrat Österreich veröffentlicht Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (Version 1.0.)

__/ Leitfaden als pdf:

-> kulturrat.at/leitfaden_ksvf_un...

Anfang 2015 erhielt der KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (KSVF) eine zusätzliche Aufgabe: die Einrichtung eines Unterstützungsfonds für KünstlerInnen in Not. Der Unterstützungsfonds wurde zügig realisiert, Richtlinien verfasst, im Juni 2015 fand die erste Beiratssitzung statt - Anfangs vierteljährlich, seit Herbst 2015 mittlerweile monatlich. Der Kulturrat Österreich ist mit einer Stimme im vierköpfigen Beitrag kontinuierlich vertreten. Aus dem Wissen um die Praxis im Unterstützungsfonds, aber auch aus der Beratungspraxis der Interessenvertretungen wird allerdings deutlich, dass es noch einige Anlaufschwierigkeiten gibt. Vor allem sind viele KünstlerInnen noch nicht ausreichend informiert über die Existenz des Unterstützungsfonds bzw. über die konkreten Voraussetzungen und Abläufe für den Erhalt einer Unterstützung. Jedenfalls gibt es derzeit noch viel weniger Anträge an den Unterstützungsfonds als Notlagen unter KünstlerInnen ...

Der Kulturrat Österreich veröffentlicht daher die Erstversion eines Leitfadens für einen Antrag beim Unterstützungsfonds. Zentrales vorneweg:

# Der Unterstützungsfonds ist zwar formal beim KSVF angesiedelt, beantragen können aber alle KünstlerInnen, egal ob Anspruch auf einen Zuschuss aus dem KSVF zu den Sozialversicherunsgbeiträgen besteht oder nicht, und egal ob selbstständig oder unselbstständig tätig.

# Der Rahmen für eine Unterstützung ist im KSVF-Gesetz bzw. näher in den Richtlinien des Unterstützungsfonds definiert: Eine allgemeine soziale Notlage reicht leider nicht aus für eine Unterstützung. Der “besonders berücksichtigungswürdige Notfall“ muss durch ein auslösendes Ereignis verursacht sein, z. B. eine langandauernde Erkrankung oder das Kaputtgehen eines Arbeitsgerätes.

__/ Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds des Kulturrat Österreich (Version 1.0.)
-> kulturrat.at/agenda/sozialerec...

______/ Weitere Links:

__/ KSVF Unterstützungsfonds
-> www.ksvf.at/ein-notfall-was-nu...

__/ Richtlinien Unterstützungsfonds
-> www.ksvf.at/rechtliches.html?f...

__/ KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetz (KSVFG)
-> www.ris.bka.gv.at/GeltendeFass...

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Kulturelle Ausnahme in TTIP? Inexistent.
Kulturrat Österreich, Aufruf zum Tag gegen TTIP, 18. Mai 2015

Machen wir den Tag der kulturellen Vielfalt auch hier zum Tag gegen TTIP

21.5.2015: Demonstration vor dem Künstlerhaus (Wien), Konzert "TTIP, CETA, TISA stoppen!" im Schwarzberg (Wien)

Informationen zum Tag gegen TTIP


Kunst und Kultur entziehen sich nicht nur generell einer allgemeingültigen Definition, sie entziehen sich auch allen gebräuchlichen Definitionsrichtlinien, nach denen Handelsabkommen wie das TTIP organisiert sind. Entsprechend weitschweifig geraten die Erklärungen der Europäischen Kommission oder des österreichischen Wirtschaftsministeriums: Die Sorgen über die Auswirkungen von CETA oder TTIP auf Kunst und Kultur seien zwar unbegründet, allerdings lasse sich das nicht für jedes Detail sagen.

Genau hier liegt das Problem: Welche Teile des Kunst- und Kultursektors nach Unterzeichnung von TTIP, TISA und CETA noch kulturpolitischen Handlungsspielräumen unterliegen und welche nur noch nach ökonomischen Kriterien des Marktes bestimmt werden, ist aus heutiger Sicht nicht absehbar. Eindeutig ist jedoch, dass genau darüber dann nicht mehr die Politik entscheidet, sondern die InvestorInnen – im Zweifelsfall über private Investitionsschutz-Verfahren (ISDS).

Die Palette an kulturpolitischen Instrumenten, die eine Barriere für den freien Handel darstellen können, reicht von Subventionen oder Zuschüssen zur Sozialversicherung bis zur Finanzierung öffentlich-rechtlicher Kultureinrichtungen wie Museen und Theater, von der Finanzierung kultureller Angebote durch Gebühren, wie etwa Bibliotheken und Rundfunk, bis zu besonderen Steuerregelungen und Preisregulierungen für kulturelle Produkte. Allen diesen Steuerungsinstrumente ist gemeinsam, dass sie im Kapitalismus als Hindernisse für den freien Wettbewerb gelten – also potenziell Verhandlungsmasse im TTIP sind. Als Ausnahme vorgesehen ist derzeit nur der „audiovisuelle Bereich“ – ohne konkrete Definition.

CETA, TTIP und TISA, die drei derzeit bekanntesten Abkommen in Verhandlung, müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt und vor allem zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

englische Version: kulturrat.at/agenda/ttip/stopt...


Kulturrat Österreich unterstützt:
Aufruf zur Demonstration des Künstlerhaus Wien

EINE FRAGE DES ÜBERLEBENS FÜR KUNST UND KUNSTSCHAFFENDE!


Am 21. Mai 2015 um 15 Uhr vor dem Künstlerhaus am Karlsplatz

TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft), das Freihandelsabkommen, das gerade zwischen der EU und den USA bezeichnenderweise hinter verschlossenen Türen (!) ausgehandelt wird, ist eine schwerwiegende Bedrohung für Kunst, Künstlerinnen und Künstler. Sollte es nämlich in der jetzt geplanten Fassung in Kraft treten, verlieren Kunst- und Kulturschaffende, die bereits jetzt großteils im Prekariat grundeln, ihre Lebensgrundlage. Jede Form von Subventionierung künstlerischer Arbeit wäre nämlich in der Diktion des Abkommens ein "unerlaubtes Handelshemmnis" und damit nicht mehr zulässig, es sei denn sie käme auch amerikanischen Firmen und Konzernen zu Gute. Damit wäre aber mit einem Schlage die europäische Wertehaltung gegen über Kunst und Kunstschaffenden ad absurdum geführt und schlicht ausgehebelt. Kunst und Kultur werden damit zur bloßen Ware degradiert und zur Gänze dem Diktat der Profitmaximierung unterworfen.

Wir Künstlerinnen und Künstler sind also dringend aufgefordert uns vehement dagegen zu wehren!

Aktuelle Informationen: k-haus: www.k-haus.at/ und facebook-event: www.facebook.com/events/164204...


ÖMR-Pressekonferenz & Konzert
TTIP, CETA, TISA stoppen!

21. Mai 2015, Pressekonferenz zu TTIP: 19.00 Uhr, Konzertbeginn: 20.15 Uhr

Schwarzberg (ehem. OST-Klub), Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien

Eine Initiative des ÖMR – Österreichischer Musikrat, unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission

Am 21. Mai 2015 ist UNESCO Welttag der kulturellen Vielfalt und Aktionstag gegen TTIP. Auf der Pressekonferenz sprechen: ao.Univ.-Prof. Dr. Harald Huber (Präsident des ÖMR), Yvonne Gimpel (Referentin für kulturelle Vielfalt, Österreichische UNESCO-Kommission), Prof. Mag. Kurt Brazda (Regisseur, Kameramann und Fotokünstler) und Zuzana Brejcha (Filmschaffende und Kulturrat Österreich). Im Anschluss an die Pressekonferenz steht Vielfalt in aller Schärfe, Würze und Wandelbarkeit am Programm - unter dem Titel „VIELFALT & the City – Die Nacht der kulturellen Vielfalt“.

Aktuelle Informationen und Programm: www.facebook.com/events/140634...


Europäische BürgerInnen-Initiative für einen Verhandlungsstopp

Hier unterschreiben: stop-ttip.org/de/?noredirect=d...

Wir, 240 Organisationen aus ganz Europa, darunter der Kulturrat Österreich, wollten ein europäisches Volksbegehren zur Beendigung der Verhandlungen zu CETA/TTIP/TISA initiieren. Das hat die Europäische Kommission aus - unseres Erachtens nicht haltbaren - formaljuristischen Gründen verhindert. Nun organisieren wir die Sache selbst: 1,8 Millionen Menschen haben bereits unterschrieben. Bis Juni wollen wir 2 Millionen!

Information und Material: stop-ttip.org/

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Kundgebung: Willkommen in Prekärnten I Dobrodošli v Koroziji
Presseinformation IG KIKK, 4. Mai 2015

Kundgebung: Dienstag 5. Mai von 12 bis 14 Uhr,
Ort: NICHT bei der Pestsäule am Alten Platz
sondern beim Wörtherseemandl in der Renngasse.


Willkommen in Prekärnten I Dobrodošli v Koroziji

„Wir erleben erstmals eine Ausnahmesituation wie diese“ ist den Benachrichtigungsschreiben der Kulturabteilung zu entnehmen, und das trifft tatsächlich zu.
Es trifft aber auch zu, dass die freien Kulturinitiativen und die Kunst­ und Kulturschaffenden im Land, diese Situation nicht herbeigeführt und schon gar nicht zu verantworten haben.
Freie Kulturinitiativen arbeiten zum Gemeinwohl der Bevölkerung, sie sind kulturelle Nahversorger_innen vor allem in den Regionen, sie helfen, der Landflucht entgegenzuwirken und sie machen Kärnten/Koroška internationaler. Sie stellen mit geringen finanziellen Mitteln und viel persönlichem freiwilligen und unfreiwilligen Einsatz ein Maximum an kulturellem Output auf die Beine, der unbedingt erhalten und noch gesteigert werden muss, weil freie Kulturarbeit für die Zukunft des Landes von essentieller gesellschafts-­ und demokratiepolitischer Bedeutung ist.
Kreative Widerstandstage und Aktionen freier Kulturinitiativen und Künstler_innen haben schon in der Vergangenheit bewirkt, dass der überbordenden blauen Vereinnahmungs­- und Einfärbungspraxis kritische Stimmen entgegengesetzt wurden, die außerhalb von Kärnten/Koroška dazu beitrugen, das Land differenzierter zu betrachten und nicht als ganz hoffnungslos abzustempeln.

Derzeit sind die Kassen der Kulturinitiativen leer, und in Zukunft soll der Aderlass weitergehen, um den letzten Euro aus den Ermessensausgaben herauszupressen.
Aber auch schon 15 bis 20% Kürzungen in der freien Kulturszene bedeuten keine Redimensionierung sondern Kahlschlag und das Ende von vielen Kulturinitiativen und Kulturprojekten. Ganz zu schweigen von den neuen Initiativen die voller Hoffnung waren und jetzt das Handtuch werfen müssen, da sie laut Kulturunterabteilung prinzipiell eine Ablehnung bekommen werden.

Nur: Kultur kann nicht aus der Privattasche finanziert oder dieser überantwortet werden. Das käme einer visionslosen Bankrotterklärung des politischen Gestaltungswillen gleich.
Wir richten daher den dringenden Appell an die Kärntner Landesregierung und insbesondere an Kulturreferent Benger, bei der Abwägung der finanziellen Einschnitte, der Kultur die gleiche Priorität einzuräumen, wie sie beispielsweise und selbstverständlich dem Gesundheitsbereich und unerlässlichen öffentlichen Diensten zugestanden werden muss. Jede Maßnahme, die freie Kulturarbeit zum Anhängsel degradiert, würde zu einem kulturellen Braindrain führen, weil vor allem junge Leute – die das Land nicht nur aus demografischen Gründen so dringend braucht – gezwungen wären, ihren Broterwerb außerhalb von Kärnten/Koroška zu suchen.

Weil wir entsprechende Gesetze und Richtlinien vermissen, die das verantwortungslos agierende Finanzsystem samt ihren Akteur_innen in gesellschaftlich verträgliche und notwendige Schranken
weist, richten wir einen zweiten dringenden Appell an die Kärntner Landesregierung und an die Bundesregierung, parallel zum Krisenmanagement entsprechende Maßnahmen zu setzen, damit
den freien Kulturinitiativen – und allen Betroffenen ­ zumindest eine glaubhafte Perspektive gegeben wird, dass sich ein solches Desaster nicht wiederholen kann.


Ohne Kultur hat Kärnten keine Zukunft! Brez kulture Koroška nima prihodnosti!
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Schlusskommuniqué ExpertInnen-Klausurtagung Kulturelle Vielfalt 2015
Österreichisch UNESCO-Kommission, Dezember 2015
Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Vielfalt

Schlusskommuniqué der ExpertInnen-Klausurtagung zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (BGBl. III Nr.34/2007)

kulturellevielfalt.unesco.at/c...


Auf Einladung der Österreichischen UNESCO-Kommission fand am 20. Oktober 2015 die sechste ExpertInnen-Klausurtagung zur Analyse der Umsetzung der UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen aus Perspektive der österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden statt.
Mit dem vorliegenden Schlusskommuniqué legen die unterzeichnenden ExpertInnen ihren Befund über Fortschritt und Status Quo der Umsetzung der Konvention vor, ziehen spezifisch Resümee über die Entwicklungen 2015 und zeigen anhand ausgewählter Themenschwerpunkte Handlungsnotwendigkeiten auf, die für eine kohärente und wirksame Umsetzung der Konvention durch Bund, Länder und Gemeinden erforderlich wären.

Die Ergebnisse der ExpertInnen-Klausurtagung mündeten in einem Schlusskommuniqué. In dem Kommuniqué legen die unterzeichnenden ExpertInnen ihren Befund über Fortschritt und Status Quo der Umsetzung des Übereinkommens vor und zeigen anhand ausgewählter Themenschwerpunkte Handlungsnotwendigkeiten auf, die für eine kohärente und wirksame Umsetzung des Übereinkommens durch Bund, Länder und Gemeinden erforderlich wären.

Zu den analysierten Themenschwerpunkten zählen:
Internationale Handelsverhandlungen (TTIP)
Soziale Lage von Kunst- und Kulturschaffenden
UrheberInnenrecht
Öffentlich-rechtlicher Auftrag des ORF
Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden
Internationaler Kulturaustausch
Flüchtlinge/Asyl/Kultur
Nachhaltige Entwicklung
Kulturelle Bildung
Kulturförderung & Kulturstatistik
Zusammenarbeit mit der Österreichischen UNESCO-Kommission

Mehr unter kulturellevielfalt.unesco.at/c...
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Ersparen wir uns die Zukunft -

Appell der freien Theaterschaffenden in Kärnten/Koroška

Presseaussendung der IG Freie Theaterarbeit, 4. Mai 2015

Ganz Kärnten trägt schwer an politischen Fehlentscheidungen der jüngeren Vergangenheit. Uns ist klar, dass in sämtlichen Bereichen Einsparungen getroffen werden müssen. Wir richten aber einen klaren Appell an die zuständigen Politiker_innen, eine kluge, maßvolle und kleinen Initiativen gegenüber finanziell verantwortlich agierende Förderpolitik zu betreiben. Generell und auch speziell auf den Kunstbereich bezogen. Im Kulturbereich 1 Million Euro einzusparen ist kein gangbarer Weg. Würde das Land Kärnten im Theaterbereich sämtliche Fördereinreichungen der Freien Gruppen nicht finanzieren, könnten lediglich ein paar hunderttausend Euro eingespart werden – ein relativ kleiner Betrag, der eine weitere Vertreibung von in Kärnten verorteten und hier produzierenden Künstler_innen bedeutete.

Wir sind überzeugt, gerade in krisenhaften Zeiten eine wichtige gesellschaftliche Diskurs- aber auch Reibungsfläche in und für Kärnten zu bieten. Im Folgenden ist die Situation einiger freier Theatergruppen geschildert, um zu demonstrieren, wie sehr wir bereits vor dem Kärntner Subventionsstopp am Limit des noch leistbaren gearbeitet haben und mit wie wenigen Mitteln wir gewohnt sind, Mehrwerte für die Gesellschaft weit über materielle Werte hinaus zu schaffen:

– 12 der von uns befragten Theatergruppen haben bei der Kulturabteilung des Landes Kärnten ein Förderansuchen gestellt, mit einem Gesamtsubventionsbedarf von 212.600,- Euro.
– 8 dieser Theatergruppen beantragten eine Bundesförderung und benötigen dringend eine Förderzusage des Landes Kärnten, um überhaupt Bundesmittel erhalten zu können.
– Mit diesen, ohnehin am Limit kalkulierten Mitteln, könnten 53 Produktionen mit 468 Aufführun­gen stattfinden. (Vergleichswert 2014: Bei 399 Vorstellungen wurden 24.432 Besucher_innen erreicht.)
– Diese Förderungen bedeuten auch eine finanzielle Teilabsicherung von 197 bezahlten Mitarbeiter_innen, die zu einem großen Teil im Prekariat der Neuen Selbständigkeit tätig sind.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Gemeinderatswahlen 2015 in vielen Gemeinden, darunter auch die Stadt Klagenfurt, erhebliche Förderentscheidungsverzögerungen für den freien – Ermessens­­ausgaben unterliegenden – Kunstsektor mit sich gebracht haben. Was für uns konkret finanzielle Ungewissheit und damit fünf- bis sechsmonatige Produktionsverzögerungen zur Folge hat. Im Extremfall müssen sich Vereine verschulden oder Vertragsbrüche riskieren, da die meisten Produktionen bereits vor Monaten organisiert werden mussten.

Keine Subventionen des Landes Kärnten bedeuten für uns - wenn keine über die normalen Spielregeln hinausgehenden Lösungen gefunden werden - auch keine Förderungen des Bundes zu erhalten. Gekürzte Subventionen bedeuten auf dieser Ebene im Normalfall entsprechende finanzielle Kürzungen auch auf Bundesebene. Mit jedem Monat, das vergeht, sind auch mehr Fördermittel des Bundes für das Jahr 2015 österreichweit vergeben und für uns nicht mehr abrufbar.

Dass die freie Szene insgesamt einer der größten Player in Kärnten ist, beweist die durch das Land Kärnten beauftragte Studie der IG KIKK zum Jahr 2013 beeindruckend (igkikk.at), ebenso dokumentiert die Studie, wie schlecht die finanziellen Bedingungen für diese Leistungen bereits im Jahr 2013 waren. Wir ersuchen die zuständigen Politiker_innen dringend von weiteren Kürzungen dieses Bereichs – auch in finanziellen Krisenzeiten – abzusehen.

Felix Strasser & Florian Zambrano, Sprecher der IG Freie Theaterarbeit Kärnten/Koroška
& Geschäftsführung und Vorstand der IG Freie Theaterarbeit

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