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IG Freie Theater - Sommer 2018

Beratungen in den Sommermonaten:

In dringenden Fällen sind am 13. August Beratungen möglich.
Nach den Sommermonaten gibt es wieder ab dem 27. August Beratungen.

Nicht vergessen: Beratungstermine bitte nach telefonischer Voranmeldung (01/403 87 94) - oder per E-Mail (office@freietheater.at) vereinbaren.

 

Bürozeiten:

Im Juli und August gelten verkürzte Bürozeiten:

Montag - Donnerstag 9:30 h – 14:00 h.

 

Einen schönen Sommer wünscht

das Team der IG Freie Theater

 

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14.09.2018: Generalversammlung der IG Freie Theaterarbeit 2018

Liebe Mitglieder der IGFT,

Team und Vorstand der IG Freie Theaterarbeit laden herzlich zur jährlichen Generalversammlung. 

Die diesjährige Generalversammlung findet am Freitag, dem 14.9.2018, 15 - 17:30 Uhr, statt.
Ort: Spektakel, Hamburgerstraße 14, 1040 Wien.


Wir zählen auf Eure Meinung!
Wir möchten in dieser GV mit Euch über die Schwerpunkte der IG-Arbeit diskutieren.
Wir freuen uns auf das Gespräch mit euch, eure Inputs und Impulse!

Und im Anschluss möchten wir außerdem mit Euch auf den 30. Geburtstag der IG Freie Theater anstoßen.

Folgende Programmpunkte stehen auf der Tagesordnung:


15:00 Uhr Begrüßung


ab 15:30 Uhr


Bericht des Vorstands

Finanzbericht der Kassiers Thomas Desi
Bericht der Rechnungsprüfer_innen Marcile Dossenbach und Gernot Plass
Entlastung des Vorstands
Geschäftsbericht der Obfrau Sabine Mitterecker
Wahl der Rechnungsprüfer_innen


IG Freie Theaterarbeit

Ulrike Kuner / Geschäftsführung und Julia Kroneneberg / Fachreferentin IG Freie Theater

­              Rückblick Saison 2017/2018

­              Ausblick Saison 2018/2019

­              Kulturpolitische Ziele

­              Service und Beratungsleistungen

Diskussion und Anregungen


Allfälliges

 

Im Anschluss: 30 Jahre IG Freie Theater!



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17. 09. - 22.10.2018: Workshopreihe Female Burning Issues

Female Burning Issues – Frauen und Berufsbilder in der Freien Szene


Wann: 17. September bis 22. Oktober 2018
Immer montags 17:00 – 19.30 h

Wo: IG Freie Theater – Gumpendorferstraße 63B – 1060 Wien
Keine IG Mitgliedschaft erforderlich, keine Anmeldung – einfach kommen und gratis teilnehmen!


Zielgruppe
Teilnehmen können alle Interessierten, die sich einen Einblick in das Berufsbild der selbständigen arbeitenden Künstlerin oder Produktionsmanagerin bzw. Kulturarbeiterin verschaffen möchten und / oder ihre Vorkenntnisse vertiefen wollen.

Die Workshopreihe richtet sich aber auch gezielt an Frauen, die keine Mitglieder bei der IG Freie Theater sind. -  aber an ersten Informationen über Arbeitssituationen in der Freien Szene interessiert sind.

Gerade in der Freien Szene sind nicht nur überwiegend Frauen die treibenden Akteurinnen, es sind auch überdurchschnittlich viele Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern beschäftigt. Die Freie Szene agiert international, in ihr spiegelt sich das vielfältige Wissen der Künstler_innen aus vielen Ländern und Genres.

Anmeldung erbeten, aber kein Muss. Kommt einfach! Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.


Format
In 6 unterschiedlichen Packages informieren wir mit eingeladene Expert_innen und Künstler_innen über Themen und Herausforderungen, wir diskutieren gemeinsam, geben Erfahrungswerte weiter und vermitteln Wissen, welches wir uns im Laufe unserer Beratungstätigkeit aufgebaut und weiterentwickelt haben.
Wir gehen direkt auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Berufsfelder in den freien darstellenden Künsten ein. Hierzu geben wir theoretischen Input und bauen auf die praktischen Erfahrungen von Künstler_innen.

Jedes Modul wird von 2 – 3 Akteur_innen gestaltet: Eine_r Expert_in, eine_r oder zwei Künstler_innen.

Die Module dauern jeweils 3 h (inklusive Pause) und bestehen jeweils aus einem Informationsteil und einem Q&A, wo wir uns Zeit für die Beantwortung individueller Fragen nehmen. Erfahrungen können so ausgetauscht werden, die Teilnehmer_innen profitieren direkt. Bei Fragen und Angelegenheiten, die nicht in der Gruppe ausgetauscht werden möchten, vereinbaren wir ein weiterführendes persönliches Gespräch.

Jedes Modul kann einzeln besucht werden.


Dokumentation
Die gesamte Veranstaltungsreihe wird in einem Blog dokumentiert werden und steht so zum Nachlesen und -schauen online bereit.

 

17.9. Info und Austausch: „Frisch im Beruf“:  - Was bedeutet es, in der freien Szene tätig zu sein?
Welche Berufsbilder gibt es in der Freien Szene für Frauen? Künstlerinnen, Technikerinnen, Produktionsleitungen, Öffentlichkeitsarbeit, Regie + Assistenz, Tanz, Performance, Neuer Zirkus … etc.
Mit: Julia Kronenberg – IG Freie Theater und Barbara Kraus – Performerin und Julia Schwarzenberg (tbc), Technikerin

24.9. Info und Austausch: „How are you?” Erfahrungen als Akteurin der Freien Szene als Nicht-Österreicherin
Was muss ich beachten, um in Wien und Österreich als (selbständige) Künstlerin oder Kulturarbeiterin tätig werden zu können? Wo erhalte ich welche Informationen, wie erleben diese Situation andere Akteurinnen, wo gibt es Probleme? Was läuft gut und warum sind so viele Künstlerinnen aus der ganzen Welt in Wien aktiv?
Mit: Ulrike Kuner – IG Freie Theater und Adriana Cubides, Performerin

1.10. Info und Austausch: „Kind und Beruf“
Termine und Fristen, zuständige Stellen, Berechnung Mutterschutzleistungen und Kinderbetreuungsgeld, Kündigungsschutz, Modelle und Zuverdienstgrenzen, Karenz; Infostellen, Tipps, Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit den Arbeitsbedingungen in der freien Szene, Kinderbetreuungsplätze und -möglichkeiten, Angebot und Kosten, Möglichkeiten und Tipps für kleine Menschen in Wien (Indoor-Spielplätze, Kindercafés, Vergünstigungen, Theater von und für junge Menschen)
Mit: Julia Kronenberg – IG Freie Theaterarbeit, Charlotte Ruth (Performerin), Dominik Grünbühel (Performer)

8.10. Training: „Into Business“
Gagenverhandlung, Karrieregespräche, Anknüpfungen, Präsenzen. Wie wird - oder bleibt frau - präsent? Wie kommt man „zurück“? Welche Skills und Kenntnisse muss ich haben? Wie kann ich mich (weiter)bilden? Starkes Auftreten für jede weibliche Generation.
Mit: Caro Madl, Produktionsleiterin ‚Superamas‘ und Sebastian Berger, Performer (Zeitgenössischer Zirkus)

15.10. Info und Workshop: „Make yourself heard“: Selbstmarketing im Bereich der freien darstellenden Künste
Was sind die Möglichkeiten, sich als freie Künstlerin selbst zu vermarkten und wie positioniere ich mich richtig? Wie kommuniziert man zielgerecht mit Medienvertreter_innen und wie generiere, teile und multipliziere ich mein Zielpublikum? All diese Fragen und noch mehr werden in diesem Workshop beantwortet und gezielt auf die freie Szene im darstellenden Kunstbereich ausgerichtet und besprochen.
Mit: Jamal Hachem – Affine Records und Maiko Sakurai Karner, Projektmanagerin, freie bildende und darstellende Künstlerin.


22.10. „Share & Care“: Frauennetzwerke der darstellenden Künste und ‚female burning issues‘
Austausch von Erfahrungen, Wissen, hilfreiche Tipps und Tricks, Forderungen und Ziele.
Wir stellen vor: sorority - Das Netzwerk für Frauen und stronger together – das Europäische Netzwerk der Interessengemeinschaften der freien darstellenden Künste.
Mit: Ulrike Kuner – IG Freie Theater und sorority - Das Netzwerk für Frauen


Gefördert durch MA57 - Frauenservice Wien.




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gift.zeitschrift für freies theater 01/2018

Die Ausgabe 01/2018 von gift.zeitschrift für freies theater ist jetzt im PDF-Format nachlesbar:


http://freietheater.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater/

[Bild der Ausgabe 01/2018 anlicken - ganz unten findet sich der Link zum PDF]


gift - zeitschrift für freies theater widmet sich aktuellen Diskursen der darstellenden Kunst, kulturpolitischen Themen und Debatten und berichtet über Veranstaltungen, Festivals (nicht nur) im freien Theaterbereich sowie über vereinsinterne Neuigkeiten der IG Freie Theaterarbeit und versteht sich als offenes Diskussionsforum für Theater-, Tanz und Performanceschaffende.

Die zeitschrift für freies theater der Interessengemeinschaft Freie Theater ist ab den Ausgaben aus dem Jahr 2006 auf unserer Webpage nachlesbar, die Ausgabe 02/2018, mit vielen vielen spannenden Artikeln ist noch nicht online, kann aber im Printformat bestellt werden (office@freietheater.at).


Preise
Einzelpreis: EUR 5 (innerhalb Östereichs)

Abonnements:
Jahresabo: EUR 20 (Inland), EUR 25 (Ausland)
Jahresabo Student_innen: EUR 10 (Inland)
Im Mitgliedsbeitrag von EUR 35 ist das Jahresabo der gift enthalten.

gift - zeitschrift für freies theater widmet sich aktuellen Diskursen der darstellenden Kunst, kulturpolitischen Themen und Debatten und berichtet über Veranstaltungen, Festivals (nicht nur) im freien Theaterbereich sowie über vereinsinterne Neuigkeiten der IG Freie Theaterarbeit und versteht sich als offenes Diskussionsforum für Theater-, Tanz und Performanceschaffende.


Weitere Informationen: www.freietheater.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater




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gift.zeitschrift für freies theater 02/2018

Die neue Ausgabe 02/2018 unserer Zeitschrift ist im Druckformat bestellbar.


Inhalte: Jürgen Bauer untersucht Risiken und Nebenwirkungen bei der heiklen Operation des Neu-Denkens und Fitmachens alter Theaterinstitutionen für die Zukunft.
Esther Holland-Merten porträtiert Jan Machacek – Veronika Krenn die Rabtaldirndln.
Arne Manott berichtet vom Kampf um Anerkennung des neuen zeitgenössischen Zirkus.

Weiters gibt es Informationen und Berichte zum Maßnahmenkatalog der Wiener Kunst- und Kulturinteressenvertretungen, zur Gründung des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Sitz in Wien, Teil 3 der Serie der Wiener Perspektive, den Kulturentwicklungsplan Salzburg, Choreografie und Performance einer neuen Generation im Tanzquartier Wien u.v.m.


Preise
Einzelpreis: EUR 5

Abos: Jahresabo: EUR 20 (Inland), EUR 25 (Ausland)
Jahresabo StudentInnen: EUR 10 (Inland)
Im IGFT-Mitgliedsbeitrag von EUR 35 ist das Jahresabo der gift enthalten.
Bestellungen an: office@freietheater.at


 

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IG Freie Theater - Sommer 2018

Beratungen in den Sommermonaten:

In dringenden Fällen sind am 13. August Beratungen möglich.
Nach den Sommermonaten gibt es wieder ab dem 27. August Beratungen.

Nicht vergessen: Beratungstermine bitte nach telefonischer Voranmeldung (01/403 87 94) - oder per E-Mail (office@freietheater.at) vereinbaren.


Bürozeiten:

Im Juli und August gelten verkürzte Bürozeiten: Montag - Donnerstag 9:30 h – 14:00 h.


Einen schönen Sommer wünscht

das Team der IG Freie Theater




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07.09.2018: Share & Care in Linz: Austausch und Informationstreffen - im Rahmen der Bundesländertour 2018

Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit setzt ihre Bundesländer-Tournee 2018 fort. Wir freuen uns, zu einer Informations- und Austauschveranstaltung in Linz einzuladen.

 

Linz / Oberösterreich, Freitag 7. September, 17 - 20.30 h: in Kooperation mit RedSapata

ORT: Tabakfabrik Linz, BAU 3, Ludlgasse 19, 4020 Linz

 

Wir vermitteln aktuelles Know-How für die Freie Szene, wir informieren über kulturpolitische und rechtliche Entwicklungen und (Förder)möglichkeiten, wir erfragen die derzeitige Problemlage und suchen nach Lösungen.

Integriert ist auch ein Expert_innen-Überblicksworkshop zum Thema "Marketing und Öffentlichkeit für Freie Gruppen" mit Jamal Hachem (Affine Records), der speziell auf die Herausforderungen der Freien Szene zugeschnitten ist und u. a. über Möglichkeiten informiert, wie Projekte/Veranstaltungen vermarktet werden, sowie – abseits von regionaler Presse – publikumswirksam promotet werden können.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und bitten um formlose Anmeldung unter administration@freietheater.at

 

 

 

 

 

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19.09.2018: Zeitgenössischer Zirkus / Neue Straßenkunst

Workshop über die Produktions- und Lebensbedingungen der freischaffenden Performer_innen.

 

Wann: 19. September 2018, 14 – 17 h
Wo:
IG Freie Theaterarbeit, Gumpendorferstraße 63B, A – 1060 Wien

 

Eingeladen sind alle Interessierten sowie Kulturpolitiker_innen und Beamt_innen aller Bundesländer, Journalist_innen und Veranstalter_innen. Seit 2016 existiert im Bundeskanzleramt: Abteilung Kulturinitiativen der Sektion Kunst und Kultur eine eigene Förderschiene für Zeitgenössischen Zirkus.

 

Gemeinsam mit aktiven Künstler_innen wollen wir in diesem Workshop eine Definition dieser performativen Kunstsparte sowie der Neuen Straßenkunst unternehmen, konkret über die Produktions- und Lebensbedingungen sprechen und die Herausforderungen diskutieren, vor denen die Szene gestellt ist.

14.00    Begrüßung und Einleitung
Vorstand der IG Freie Theaterarbeit
Ulrike Kuner, Geschäftsführung IG Freie Theaterarbeit

Was bisher geschah.
Welche Förderinstrumente existieren? Vor welchen Herausforderungen steht die Freie Szene?

 

14.30    Neue Straßenkunst und Zeitgenössischer Zirkus: Künstlerische Innovation
Sabine Maringer und Arno Uhl

Von was sprechen wir? Zeitgenössischer Zirkus und Neue Straßenkunst - anhand konkreter Beispiele stellen Produktionen und Player vor, zeigen wir die Entwicklungen in Österreich und in Europa und erläutern die Ausbildungssituationen.

 

15.15     Pause

 

15.30    Ökonomie / Professionalität / Räume
Sebastian Berger und Arne Mannott

Einsichten in die Produktionsrealitäten der Szenen: Wie – und von was – leben wir? Wie gestalten wir die ökonomische Seite unserer Arbeit? Wer sind unsere Auftraggeber, was bedeutet es für uns, wirtschaftlich zu agieren? Welche Räume und Infrastruktur brauchen         wir? Welche Förderschienen wären angebracht?

 

16.00    Unterwegs
Sabine Maringer

Wie konkret sieht mein Leben als Performerin aus? Was sind meine Erfahrungen, was kann ich – und was möchte ich machen? Was sind meine Erwartungen an die Zukunft?

 

16.30    Q&A - Offene Fragerunde

 

Über eine Anmeldung freuen wir uns!

IG Freie Theaterarbeit

E-Mail: office@freietheater.at

Tel.: 01 / 403 87 94

 

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gift.zeitschrift für freies theater 01/2018

Die Ausgabe 01/2018 von gift.zeitschrift für freies theater ist jetzt im PDF-Format nachlesbar:

http://freietheater.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater/

[Bild der Ausgabe 01/2018 anlicken - ganz unten findet sich der Link zum PDF]


gift - zeitschrift für freies theater widmet sich aktuellen Diskursen der darstellenden Kunst, kulturpolitischen Themen und Debatten und berichtet über Veranstaltungen, Festivals (nicht nur) im freien Theaterbereich sowie über vereinsinterne Neuigkeiten der IG Freie Theaterarbeit und versteht sich als offenes Diskussionsforum für Theater-, Tanz und Performanceschaffende.

Die zeitschrift für freies theater der Interessengemeinschaft Freie Theater ist ab den Ausgaben aus dem Jahr 2006 auf unserer Webpage nachlesbar, die Ausgabe 02/2018, mit vielen vielen spannenden Artikeln ist noch nicht online, kann aber im Printformat bestellt werden (office@freietheater.at).


Preise
Einzelpreis: EUR 5 (innerhalb Östereichs)

Abonnements:
Jahresabo: EUR 20 (Inland), EUR 25 (Ausland)
Jahresabo Student_innen: EUR 10 (Inland)
Im Mitgliedsbeitrag von EUR 35 ist das Jahresabo der gift enthalten.

gift - zeitschrift für freies theater widmet sich aktuellen Diskursen der darstellenden Kunst, kulturpolitischen Themen und Debatten und berichtet über Veranstaltungen, Festivals (nicht nur) im freien Theaterbereich sowie über vereinsinterne Neuigkeiten der IG Freie Theaterarbeit und versteht sich als offenes Diskussionsforum für Theater-, Tanz und Performanceschaffende.


Weitere Informationen: www.freietheater.at/publikationen/gift-zeitschrift-fuer-freies-theater


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gift.zeitschrift für freies theater 02/2018

Die neue Ausgabe 02/2018 unserer Zeitschrift ist im Druckformat bestellbar.


Inhalte: Jürgen Bauer untersucht Risiken und Nebenwirkungen bei der heiklen Operation des Neu-Denkens und Fitmachens alter Theaterinstitutionen für die Zukunft.
Esther Holland-Merten porträtiert Jan Machacek – Veronika Krenn die Rabtaldirndln.
Arne Manott berichtet vom Kampf um Anerkennung des neuen zeitgenössischen Zirkus.

Weiters gibt es Informationen und Berichte zum Maßnahmenkatalog der Wiener Kunst- und Kulturinteressenvertretungen, zur Gründung des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste mit Sitz in Wien, Teil 3 der Serie der Wiener Perspektive, den Kulturentwicklungsplan Salzburg, Choreografie und Performance einer neuen Generation im Tanzquartier Wien u.v.m.


Preise
Einzelpreis: EUR 5
Abos: Jahresabo: EUR 20 (Inland), EUR 25 (Ausland)
Jahresabo StudentInnen: EUR 10 (Inland)
Im IGFT-Mitgliedsbeitrag von EUR 35 ist das Jahresabo der gift enthalten.
Bestellungen an: office@freietheater.at

 

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IG Freie Theater: IG-Netz-Einreichungen

Einreich-Deadline: 15. Oktober 2018

 

Zuschüsse aus dem IG-Netz erhalten Freie professionelle Gruppen im Bereich der Darstellenden Kunst, die Dienstgeber sind (d. h. Vereine, die MitarbeiterInnen anstellen).
Voraussetzung ist, dass die Gruppe innerhalb der vorangegangenen zwei Kalenderjahre oder im laufenden Kalenderjahr eine Subvention vom Bund erhalten hat.
Zuschüsse an Dienstgeber werden vorrangig für professionell künstlerisch tätige darstellende Kunstschaffende geleistet, die während des Produktions- und Aufführungszeitraums in Dienstverhältnissen stehen sowie nach Maßgabe vorhandener Budgetmittel für Produktionsleiter_innen professioneller Produktionen der Darstellenden Kunst.

Der nächste IG-Netz Einreichtermin, für die Monate Jänner bis Juni 2018, endet am 15. Oktober  2018.

IG-Netz Anträge können nur online über die IG Netz Datenbank ( http://ignet.ddns.net/ ) gestellt werden. Lediglich das Antragsformular ist mit den Unterschriften der zeichnungsberechtigten Personen ausgefüllt per Post an uns zu senden.


Für einen Erstantrag muss man sich zuerst im Büro melden und bekommt in Folge einen Einladungslink der Datenbank per Mail zugeschickt. Auf Anfrage versenden wir gerne einen Einladungslink (office@freietheater.at oder 01/403 87 94). 

Folgende Unterlagen sind in digitaler Form vorzubereiten und müssen als Beleg hochgeladen werden:
- Vereinsregisterauszug
- Subventionsnachweis Bund - max. 3 Jahre alt!
- Lohnzettel der ArbeitnehmerInnen
- monatliche Kontoauszüge der Krankenkasse oder Beitragsvorschreibungen und Zahlungsbestätigungen
- Jahresabschluss / Bilanz des Vorjahres (1x jährlich)
- ggf. Nachweis über geförderte Arbeitsplätze (falls es solche gibt)
- Programme, Flyer, Kritiken etc. als Beleg über die Produktionen, die im betreffenden Zeitraum stattgefunden haben.

Weitere Informationen: http://freietheater.at/service/ig-netz/

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Share & Care in Linz – Austausch und Informationstreffen

Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit setzt ihre Bundesländer-Tournee 2018 fort. Wir freuen uns, zu einer Informations- und Austauschveranstaltung in Linz einzuladen.

 

Linz / Oberösterreich, Freitag 7. September, 17 - 20.30 h: RedSapata, Tabakfabrik BAU 3, Ludlgasse 19, 4020 Linz

 

Wir vermitteln aktuelles Know-How für die Freie Szene, wir informieren über kulturpolitische und rechtliche Entwicklungen und (Förder)möglichkeiten, wir erfragen die derzeitige Problemlage und suchen nach Lösungen.

 

Integriert ist auch ein Expert_innen-Überblicksworkshop zum Thema "Marketing und Öffentlichkeit für Freie Gruppen" mit Jamal Hachem (affine records), der speziell auf die Herausforderungen der Freien Szene zugeschnitten ist und u. a. über Möglichkeiten informiert, wie Projekte/Veranstaltungen vermarktet werden, sowie – abseits von regionaler Presse – publikumswirksam promotet werden können.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und bitten um formlose Anmeldung unter administration@freietheater.at

 

Weitere Infos

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IG Freie Theater: Workshopreihe Female Burning Issues

Female Burning Issues – Frauen und Berufsbilder in der Freien Szene

Wann: 17. September bis 22. Oktober 2018
Immer montags 17:00 – 19.30 h
Wo: IG Freie Theater – Gumpendorferstraße 63B – 1060 Wien
Keine IG Mitgliedschaft erforderlich, keine Anmeldung – einfach kommen und gratis teilnehmen!

 

Zielgruppe
Teilnehmen können alle Interessierten, die sich einen Einblick in das Berufsbild der selbständigen arbeitenden Künstlerin oder Produktionsmanagerin bzw. Kulturarbeiterin verschaffen möchten und / oder ihre Vorkenntnisse vertiefen wollen.

Die Workshopreihe richtet sich aber auch gezielt an Frauen, die keine Mitglieder bei der IG Freie Theater sind.

Gerade in der Freien Szene sind nicht nur überwiegend Frauen die treibenden Akteurinnen, es sind auch überdurchschnittlich viele Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern beschäftigt. Die Freie Szene agiert international, in ihr spiegelt sich das vielfältige Wissen der Künstler_innen aus vielen Ländern und Genres.

 

Anmeldung erbeten, aber kein Muss. Kommt einfach! Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

 

Format
In 6 unterschiedlichen Packages informieren wir mit eingeladene Expert_innen und Künstler_innen über Themen und Herausforderungen, wir diskutieren gemeinsam, geben Erfahrungswerte weiter und vermitteln Wissen, welches wir uns im Laufe unserer Beratungstätigkeit aufgebaut und weiterentwickelt haben.
Wir gehen direkt auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Berufsfelder in den freien darstellenden Künsten ein. Hierzu geben wir theoretischen Input und bauen auf die praktischen Erfahrungen von Künstler_innen.

 

Jedes Modul wird von 2 – 3 Akteur_innen gestaltet: Eine_r Expert_in, eine_r oder zwei Künstler_innen.

Die Module dauern jeweils 3 h (inklusive Pause) und bestehen jeweils aus einem Informationsteil und einem Q&A, wo wir uns Zeit für die Beantwortung individueller Fragen nehmen. Erfahrungen können so ausgetauscht werden, die Teilnehmer_innen profitieren direkt. Bei Fragen und Angelegenheiten, die nicht in der Gruppe ausgetauscht werden möchten, vereinbaren wir ein weiterführendes persönliches Gespräch.

Jedes Modul kann einzeln besucht werden.

 

Dokumentation
Die gesamte Veranstaltungsreihe wird in einem Blog dokumentiert werden und steht so zum Nachlesen und -schauen online bereit.

 

17.9. Info und Austausch: „Frisch im Beruf“ - Was bedeutet es, in der freien Szene tätig zu sein?
Welche Berufsbilder gibt es in der Freien Szene für Frauen? Künstlerinnen, Technikerinnen, Produktionsleitungen, Öffentlichkeitsarbeit, Regie + Assistenz, Tanz, Performance, Neuer Zirkus … etc.
Mit: Julia Kronenberg – IG Freie Theater und Barbara Kraus – Performerin und Julia Schwarzenberg (tbc), Technikerin

24.9. Info und Austausch: „How are you?” Erfahrungen als Akteurin der Freien Szene als Nicht-Österreicherin
Was muss ich beachten, um in Wien und Österreich als (selbständige) Künstlerin oder Kulturarbeiterin tätig werden zu können? Wo erhalte ich welche Informationen, wie erleben diese Situation andere Akteurinnen, wo gibt es Probleme? Was läuft gut und warum sind so viele Künstlerinnen aus der ganzen Welt in Wien aktiv?
Mit: Ulrike Kuner – IG Freie Theater und Adriana Cubides, Performerin

1.10. Info und Austausch: „Kind und Beruf“
Termine und Fristen, zuständige Stellen, Berechnung Mutterschutzleistungen und Kinderbetreuungsgeld, Kündigungsschutz, Modelle und Zuverdienstgrenzen, Karenz; Infostellen, Tipps, Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit den Arbeitsbedingungen in der freien Szene, Kinderbetreuungsplätze und -möglichkeiten, Angebot und Kosten, Möglichkeiten und Tipps für kleine Menschen in Wien (Indoor-Spielplätze, Kindercafés, Vergünstigungen, Theater von und für junge Menschen)
Mit: Julia Kronenberg – IG Freie Theaterarbeit, Charlotte Ruth (Performerin), Dominik Grünbühel (Performer)

8.10. Training: „Into Business“
Gagenverhandlung, Karrieregespräche, Anknüpfungen, Präsenzen. Wie wird - oder bleibt frau - präsent? Wie kommt man „zurück“? Welche Skills und Kenntnisse muss ich haben? Wie kann ich mich (weiter)bilden? Starkes Auftreten für jede weibliche Generation.
Mit: Caro Madl, Produktionsleiterin ‚Superamas‘ und Sebastian Berger, Performer (Zeitgenössischer Zirkus)

15.10. Info und Workshop: „Make yourself heard“: Selbstmarketing im Bereich der freien darstellenden Künste
Was sind die Möglichkeiten, sich als freie Künstlerin selbst zu vermarkten und wie positioniere ich mich richtig? Wie kommuniziert man zielgerecht mit Medienvertreter_innen und wie generiere, teile und multipliziere ich mein Zielpublikum? All diese Fragen und noch mehr werden in diesem Workshop beantwortet und gezielt auf die freie Szene im darstellenden Kunstbereich ausgerichtet und besprochen.
Mit: Jamal Hachem – affine records und Maiko Sakurai Karner, Projektmanagerin, freie bildende und darstellende Künstlerin.

 

22.10. „Share & Care“: Frauennetzwerke der darstellenden Künste und ‚female burning issues‘
Austausch von Erfahrungen, Wissen, hilfreiche Tipps und Tricks, Forderungen und Ziele.
Wir stellen vor: sorority - Das Netzwerk für Frauen und stronger together – das Europäische Netzwerk der Interessengemeinschaften der freien darstellenden Künste.
Mit: Ulrike Kuner – IG Freie Theater und sorority - Das Netzwerk für Frauen

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BUNDESLÄNDERTOUR IG – FREIE THEATER 2018

Die IG FREIE THEATERARBEIT ist Interessensvertretung und Netzwerk der freien Theater-, Tanz-, Neuer Zirkus- und Performanceschaffenden in Österreich.

Die IG Freie Theaterarbeit besteht seit 1988 und hat derzeit ca. 1.200 zahlende Mitglieder. Sie leistet für diese Menschen wertvolle Service- und Beratungstätigkeit, entwickelt aber auch gemeinsam aktuelle und zukünftige Themen und Modelle und treibt so die kulturpolitische Diskussion an.

 

Auf unserer Bundesländer-Tour 2018 wollen wir die Services und Beratungen der IG Freie Theaterarbeit vorstellen und im Einzelnen kurz erläutern. Dies betrifft u.a. das Thema Vereinsgründung, Sozialversicherung, Steuern, aber auch Fördermöglichkeiten, Projektarbeit und den komplexen Bereich der Verantwortung als selbständige_r Künstler_in.

Darüber hinaus bieten wir einen Expert_innen-Informationsworkshop an, der speziell auf die Region zugeschnitten ist. Nähere Informationen diesbezüglich folgen in Kürze.

 

Unser Know-How ist genre- und fachspezifisch, seit langen Jahren etabliert und ständig aktuell. Unsere Mitarbeiter_innen kommen aus der Szene oder kooperieren seit vielen Jahren eng mit der Szene.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen! Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

 

Datum: 26.03. Wien, Wien, 17:00 - 19:00 Uhr

ORT: IGFT, Gumpendorferstrasse 63B, 1060 Wien

 

Datum: 30.05. Steiermark, Graz, 14:00 - 18:00 Uhr, in Kooperation mit das andere Theater.

ORT: das andere Theater, Orpheumgasse 11, 8020 Graz

 

Datum: 31.05. Vorarlberg, Bregenz, 15:00 - 18:30 Uhr, in Kooperation mit Theater Kosmos Bregenz.

ORT: Theater Kosmos Bregenz, Mariahilfstraße 29, 6900 Bregenz

 

Datum: 07.06. Salzburg. Salzburg, 16:00 - 19:15 Uhr, in Kooperation mit SZENE Salzburg.

ORT: SZENE Salzburg, Kavernen 1595, Kavernen 1595, Anton-Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg

 

Datum: 08.06. Tirol, Innsbruck, 16:00 - 19:20 Uhr, in Kooperation mit Brux Innsbruck.

ORT: Brux Innsbruck, Wilhelm-Greil-Straße 23, 6020 Innsbruck

 

Datum: 07.09. Oberösterreich, Linz, 17:00 - 20:30 Uhr, in Kooperation mit REDSAPATA.

ORT: Tabakfabrik Linz, BAU 3, Ludlgasse 19, 4020 Linz

 

Datum: 02.10. Kärnten, Klagenfurt, 16:00 - 19:30 Uhr, in Kooperation mit der IG TTPKK in Kärnten während des Festivals Pelzverkehr.

ORT: Klagenfurter Ensemble, theaterHALLE 11, Messeplatz 1/11, Eingang: Florian-Gröger-Straße, Lounge

 

Datum: 24.10. Niederösterreich, Mistelbach, 14:30 - 18:00 Uhr, in Kooperation mit den Puppentheatertagen Mistelbach.

ORT: MAMUZ Museum M-Zone, Waldstraße 44-46, 2130 Mistelbach

 

Vortragende:

Julia Kronenberg (Fachreferentin der IG Freie Theaterarbeit)

Julia Kronenberg, abgeschlossenes Schauspielstudium an der Schauspielschule Innsbruck und Diplomstudium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien, ist seit 2005 als freischaffende Schauspielerin und Regisseurin tätig. Seit 2013 ist sie in der künstlerischen Leitung von Theater praesent und seit 2015 Vorstandsmitglied und Kuratorin des BRUX – Freies Theater Innsbruck. Sie ist Gründungsmitglied der Künstlerkollektive mach mal urlaub und transit | interdisziplinäre kunst und kultur. Zur Zeit besucht sie den postgradualen Masterlehrgang art & economy an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seit Dezember 2017 ist sie bei der IG Freie Theater als Fachreferentin tätig und berät unsere Mitglieder in allen relevanten und berufspraktischen Fragen. Durch ihre langjährige Tätigkeit in der Freien Szene besitzt sie fachspezifisches Expertinnenwissen und große praktische Erfahrungswerte im Bereich der darstellenden Künste und berät die Mitglieder der IG Freie Theater praxisbezogen und kompetent.

 

Ulrike Kuner (Geschäftsführung IG Freie Theater)

Abschluss an der Universität Wien, Erfahrung in Produktionsleitung und Projektmanagement bei großen internationalen Festspielen und Häusern, EU Projekten und Netzwerken. Sie war u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem NÖ Donaufestival, WUK, mica – music information center austria und am Tanzquartier Wien tätig. Sie entwickelte und managte erfolgreich EU geförderte Projekte wie z.B. modul-dance (2014-2014) und EDN – European Dancehouse Network (gefördert seit 2014). Seit September 2017 ist sie Geschäftsführerin der IG Freie Theaterarbeit und forciert dort die Service- und Informationstools für freischaffende Künstler_innen in ganz Österreich, arbeitet eng mit Künstler_innen und Kulturpolitiker_innen an neuen Entscheidungs- und Förderstrukturen. Auch wird der Europäische Dachverband der Freien Darstellenden Künste - European Association of Independent Performing Arts seinen Sitz bei der IGFT in Wien nehmen.

Anmeldung zur Informationsveranstaltung der IG Freie Theater Bundesländertour 2018 unter: administration@freietheater.at

Weitere Informationen folgen bald!

 

Kontakt:

IG Freie Theater, Gumpendorferstrasse 63B, A-1060 Wien

T: +43-1-403 87 94, www.freietheater.at, office@freietheater.at

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IG Freie Theater: Aktuelle Infoblätter

Auf unserer Homepage sind zu vielen Themen Infoblätter zu finden, die regelmäßig aktualisiert werden.

Themen: Sozialversicherung, Künstler-Sozialversicherung, Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, AMS & Team 4, Aufenthaltsberechtigung und Ausländer-Abzugsteuer

Rein sehen lohnt: http://freietheater.at/service/infoblaetter/

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Mitglied werden!

Wer noch nicht Mitglied der IG Freie Theater ist sollte unbedingt noch Mitglied werden. Neben unserer Zeitschrift gift, das du vier Mal jährlich erhältst, hast du auch noch anderen Vorteile: gratis Beratungstermine, regelmäßige Informationsveranstaltungen zu relevanten Themen in der freien Szene, gratis Zugriff auf die Proberaumliste, Ermäßigungen an vielen Theater in ganz Österreich, uvm.

Wenn du jetzt Interesse bekommen hast, dann melde dich doch gleich an. Alle Informationen auf unserer Homepage unter:

http://freietheater.at/organisation/mitgliedschaft/

 

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Theaternacht 2018 – Alles Grundsätzliche in aller Kürze
  • Seit 2011 gibts die "Europäische Theaternacht“ in Österreich (das Projekt entstand 2008 in Kroatien)
  • 2017 nahmen über 70 Theatergruppen und Ensembles im gesamten Bundesgebiet daran teil (europaweite geschätzte 500)
  • Jeweils am dritten Samstag im November sollen Österreichs Theater unter dem Prinzip „Pay as you wish/can“ ihre Tore für Veranstaltungen aller Art (Aufführungen, Workshops, Werkstätten, Offene Proben, Flashmobs, ect.) öffnen und damit
    • neue Zielgruppen zum Besuch der Einrichtungen zu motivieren, wie auch
    • Stammbesucherinnen und -besucher stärker an sich zu binden
  • Das durch die große Anzahl der Teilnehmenden erziele mediale und öffentliche Interesse soll dazu genutzt werden, die Leistungen und Aufgaben der Theaterschaffenden in Österreich in den Mittelpunkt der kulturellen Betrachtung zu stellen und die Bedeutung dieses Schaffens für das Zusammenleben von Menschen sichtbar zu machen.
  • Von Wien aus werden die Beiträge aus den einzelnen Bundesländern koordiniert, sowie die österreichweite PR und erstellen Druckwerke wie Plakat oder Veranstaltungsfolder organisiert.

 

Zur Theaternacht 2018:

  1. BITTE UM KONTROLLE DER KONTAKTDATEN

Auf der Homepage www.theaternacht.at findet ihr unter „Programm 2017“ alle Teilnehmerorganisationen des Vorjahres mit Foto, Adressangaben und Verlinkung.

Bitte kontrollieren, ob das so passt

Wer neu dazukommt bzw. wer sich nicht findet: bitte Foto und Daten übersenden

Für 2018 wird die Maske übernommen, die jeweiligen Veranstaltungen werden darunter dann (mit eigenen Fotos) dargestellt.

 

  1. STATEMENT + Foto für Homepage und social media

Für die Homepage der Theaternacht und vor allem für die social-media Aktivitäten werden benötigt:

Kurzstatement zum Theater: Warum ist Theater wichtig? Wir machen Theater, weil… - Theater bedeutet, …. - irgendetwas in diese Richtung. Ca. 300 ZEICHEN INKL. LEERZEICHEN

Foto der Person oder der Einrichtung

                - Falls Namensnennung des Fotografen/der Fotografin erforderlich bitte © angeben

                - Falls Person: Bitte Name und Funktion dazuschreiben

Diese Statements sollen sowohl beim Öffnen der Seite aufscheinen wie auch dann ab Herbst für unsere Facebook Kampagne verwendet werden

Bitte mittels mail an office@theaternacht.at senden

 

  1. ANMELDUNG 2018 ÜBER DIE HOMEPAGE (www.theaternacht.at)

Die Anmeldung für die heurige Theaternacht findet diesmal über die Homepage statt.

Unter INFOs und „Infos für die Theater“ findet ihre den Punkt:

„ANMELDUNG FÜR THEATERSCHAFFENDE“

Bis zu drei Veranstaltungen können hier mit Infos und Foto hochgeladen werden (das bis dato erfolgte Ausfüllern er PRF-Formulare hat sich hiermit erledigt)

Die Anzahl der benötigten Drucksorten (Plakate A1 und A2, Programmheft, Flyer.) können über diese Anmeldung bestellt werden

 

  1. ÄNDERUNG BEI DEN DRUCKSORTEN

4.1 PROGRAMMHEFT: wird heuer großer (A5 statt A6) und umfangreicher. So sollen z. B. eigene Zeitraster (falls sich jemand mehrere Veranstaltungen an einem Tag anschauen will) wie auch Raster nach Genres (Kindertheater, Workshop, Performance, Führung etc.) angeführt werden

4.2 PLAKAT. Auch heuer sollen wieder alle mitmachenden Organisationen aufgedruckt sein, allerdings in „Weiß“!, sodass man seine Organisation mittels Textmarker hervorheben kann

 

  1. KOORDINATION IN GRÖSSEREN STÄDTEN - ABSTIMMUNG BEGINNZEITEN

Für Regionen oder Städte mit zwei oder mehreren Programmpunkten wurde uns bei den Reflexionsgesprächen vorgeschlagen, bei einer Koordination von Beginnzeiten mitzuhelfen.

Dies würde es ermöglichen, dass Theaterbegeisterte mehrere Veranstaltungen an einem Tag.

 

  1. SPONSORWECHSEL ZU „CASINOS AUSTRIA“ - Wegfall Brieflose

Von den Lotterien zu den Casinos. Die Beiträge dieses Sponsors ermöglichen es, die Veranstaltung jetzt schon planen zu können (und sichern zumindest die Erstellung der Drucksorten für ganz Österreich).

Durch diesen Wechsel fallen heuer leider die Gratis-Brieflose weg, die in den letzten Jahren an die BesucherInnen verteilt werden konnten.

 

  1. KURZINFOS

Mit ORF 3 gibts in den nächsten Tagen ein Gespräch, falls dies positiv ausfällt, kann heuer auf diesem Sender ein Trailer als Werbung für die Theaternacht werden.

Die geplanten Diskussionsveranstaltungen im Umfeld der Theaternacht in einigen Bundesländern sind in Arbeit.

Das Burgenland ist heuer erstmals dabei - wir freuen uns sehr.

 

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Spielkarte der Darstellenden Kunst in Kärnten

Die Spielkarte der Darstellenden Kunst in Kärnten, der Interessensgemeinschaft Theater Tanz Performance Kärnten Koroška, steht hier  http://www.igtheatertanzperformance.at/  zum Download bereit.

 

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FESTSPIELE STOCKERAU 2018 – Regiekarten für IGFT Mitglieder

Wann: 26. 6. – 4. 8. 2018

 

„VIEL LÄRM UM NICHTS“

von William Shakespeare

 

Mit Doris Hindinger, Rina Juniku, Cornelia Köndgen, Karin Lischka, Okan Coemert, Sven Kaschte, Daniel Keberle, Karl Ferdinand Kratzl, Rainer Stelzig, Christian Strasser, Patrick Weber und Markus Weitschacher. Regie: Zeno Stanek

 

2018 steht William Shakespeares in Italien angesie­delte Liebeskomödie „VIEL LÄRM UM NICHTS“ am Spielplan der Festspiele Stockerau.

Fake News, Dirty-Campaigning und Sexskandale wirbeln durch das Stück. Halbwahrheiten, Gerüchte und Intrigen in der High Society, nichtige Machtspiele und nichtswürdige Liebehändel versetzen die Gesellschaft in Aufregung.

Die Handlung spielt in Messina. Draußen herrscht Krieg. Claudio und Benedikt kehren aus der Schlacht zurück, in der sie gemeinsam mit Don Pedro, Prinz von Arragon, und dessen eifersüchtigem Stiefbruder Don Juan erfolgreich gekämpft haben.

Leonata, Gouverneurin von Messina, lädt die vom Kampf aufgelade­nen Männer zur Erholung in ihren Palast ein, wo sie gemeinsam mit Tochter Hero und Nichte Beatrice in einer mächtigen Frauenwelt lebt. Don Pedro nimmt das gast­freund­liche Angebot an. Etwas Abwechs­lung kann nicht schaden, die Damen sind zudem äußerst attraktiv …

Ablenkung wird gesucht und in der Liebe gefunden. Doch jeder ist auf der Hut vor dem anderen, es wird intrigiert, hinters Licht geführt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Am Ende unterliegt das Böse und die Paare finden zusammen. Doch es ist kaum zu glauben, wie schnell sich Hass in Liebe und wieder zurück verwandeln kann.

Shakespeare, Meister komödiantischer Verwicklungen und Ausleuch­ter menschlicher Abgründe, hat mit „VIEL LÄRM UM NICHTS“ ein Stück gebaut, das trotz all seiner Tragödien eine umwerfende Komö­die bleibt! Das Lachen und die Liebe triumphieren. Wie dauerhaft, sei dahingestellt…

 

Das Stück kommt in der „Stockerauer Fassung“ von Karl Ferdinand Kratzl und Zeno Stanek zu Aufführung.

 

Sommernachtskonzerte und Comedy

An vier Sonntagen im Juli präsentieren die Festspielen zudem wieder hochkarätig besetzte Konzerte sowie einen Comedy-Abend:

Auf besonderen Publikumswunsch kommt am 1. Juli das Ensemble Insieme wieder, um seinen begeisterten Fans eine mitreißende „Notte Italiana“ zu bieten.

Der legendäre österreichische Rock'n'Roller Andy Lee Lang gastiert am 15. Juli mit The Max Hagler Orchestra unter dem Motto „Thank you, Frank Sinatra – Merci, Udo Jürgens“ mit Songs der beiden Superstars.

Für Freunde der Comedy legen sich am 22. Juli die Comedy Hirten mit ihrem aktuellen Programm „Alles perfekt!“ ins Zeug.

Zum Abschluss verwöhnen vier Granden der Wiener Musikszene mit einem Konzert vom Feinsten: Molden / Resetarits / Soyka / Wirth präsentieren „YEAH“, ihr jüngstes Musikalbum, in Stockerau.

 

Sozialprojekt 2018

Das soziale Engagement der Festspiele Stockerau gilt heuer MOMO, Wiens mobilem Kinderhospiz und Kinderpalliativteam, das sich ausschließlich durch Spenden finanziert. Siehe Anhang oder http://www.kinderhospizmomo.at/

 

+++

 

Detailinfos zu allen Programmen: www.festspiele-stockerau.at/Konzerte 

 

Spieltermine VIEL LÄRM UM NICHTS: Premiere am 26. Juni 2018,

danach jeweils Mi-Sa am 27. (geschlossene Veranstaltung), 28., 29., 30. Juni

4., 5., 6., 7., 11., 12., 13., 14., 18., 19., 20., 21., 25., 26., 27., 28. Juli

1., 2., 3., 4. August

Spieltermine Sommernachtskonzerte:

  1. Juli 2018 20:00 Uhr Ensemble Insieme: Notte Italiana
  2. Juli 2018 20:00 Uhr Andy Lee Lang & The Max Hagler Orchestra: Thank you, Frank Sinatra – Merci, Udo Jürgens“
  3. Juli 2018 20:00 Uhr Comedy Hirten:  Alles perfekt!
  4. Juli 2018 20:00 Uhr Molden, Resetarits, Soyka, Wirth: YEAH

Beginn: jeweils um 20.00 Uhr

 

Spielort: Open-Air-Festspielbühne am Dr. Karl Renner-Platz, 2000 Stockerau (bei Schlechtwetter im Z 2000, Sparkassaplatz 2, 2000 Stockerau).

 

Preise Theater: Verschiedene Kategorien von € 27,00 – 57,00 diverse Ermäßigungen

Für Mitglieder der IG Freie Theater sind Regiekarten verfügbar.

Preise Sommernachtskonzerte/Comedy: Einheitspreis € 29,00, günstige Paket-Angebote,   diverse Ermäßigungen. Details: www.festspiele-Stockerau.at

Tickets: www.festspiele-stockerau.at Tel. +43-(0)2266-676 89 Wien-Ticket: Tel. +43-(0)1-588 85

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Informative Links zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Aufgrund der mit 25. Mai in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind hier einige Links, die wichtige und nützliche Informationen zu diesem Thema bieten:

Datenschutzbehörde:

https://www.dsb.gv.at/datenschutz-grundverordnung

WKO: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

https://www.wko.at/service/unternehmensfuehrung-finanzierung-foerderungen/datenschutz-grundverordnung-fragen-und-antworten.html

WKO: Muster zur Erfüllung der datenschutzrechtlichen Informationspflichten für Webseiten

https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/muster-informationspflichten-website-datenschutzerklaerung.html

IG Kultur: EU-Datenschutzgrundverordnung für Vereine

https://www.igkultur.at/artikel/eu-datenschutzgrundverordnung-fuer-vereine

Privacy Officers:

https://www.privacyofficers.at/

Datenschutz-Generator:

https://datenschutz-generator.de/

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Information zum Sponsoring für Kunst- und Kulturveranstalter und dessen steuerliche Behandlung

Auch kleinere Kulturvereine und -initiativen können Sponsoringverträge abschließen, die für das unterstützende Unternehmen steuerlich wirksam werden. Dafür ist es ausreichend, eine regionale Breitenwirkung der Werbung zu erzielen. Das BKA dazu ein eigenes Informationsblatt erstellt.

 

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(D) Mehr Geld für die freie Theater- und Tanzszene in Nordrhein-Westfalen

„Düsseldorf (dpa/lnw) - Erstmals nach sieben Jahren bekommt die freie Tanz- und Theaterszene in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Geld vom Land. Die bisher jährlich acht Millionen Euro im Kulturhaushalt werden bereits in diesem Jahr um rund eine Million aufgestockt, wie das Kulturministerium am Donnerstag mitteilte. Bis 2020 soll die Landesförderung auf insgesamt rund 12,5 Millionen Euro pro Jahr steigen.“ (www.welt.de)


https://www.welt.de/regionales/nrw/article177154706/Mehr-Geld-fuer-die-freie-Theater-und-Tanzszene-in-NRW.html


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Gemeinsam stark - Mitgliedsbeitrag bezahlt!?

Gemeinsam stark - Mitgliedsbeitrag bezahlt!? 


Liebes Mitglied,

wir sind auf Deine Unterstützung angewiesen! 


Also falls Du den Mitgliedsbeitrag 2018 noch nicht überwiesen hast .... bitte daran denken.
Die IGFT ist als gemeinnütziger Verein abhängig von den Beiträgen ihrer Mitglieder.

Natürlich sind wir auch über Förderbeiträge von FreundInnen und UnterstützerInnen glücklich.


Unterstütze unser Engagement für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für freie Theater, Tanz -und Performanceschaffende und du erhältst dafür:

  • regelmäßige Zusendung der gift.zeitschrift für freies Theater
  • Informationsveranstaltungen, Workshops, Vernetzungstreffen, Diskussionsrunden
  • fundierte Beratungen zu diversen Themen wie Sozialversicherung, Künstler-Sozialversicherungfonds (KSVF), AMS/Zuverdienst/Ruhendmeldung, Buchhaltung und Steuerrecht, Vereinsgründung und Vereinsrecht, Subventionsmöglichkeiten und Einreichungen, Projektorganisation und -kalkulation, Pressearbeit, Sponsoring, Urheberrecht etc.
  • Regiekarten bei vielen Theatern und Festivals
  • aktuelle Proberaumliste, Infoblätter zu Sozialversicherung, KSVF, AMS, Einkommenssteuer, Ausländer-Abzugssteuer, Umsatzsteuer etc.

Mit der Überweisung des Jahresmitgliedsbeitrages von 35 Euro auf unser Konto (IBAN: AT32 1490 0220 1000 2897, BIC: SPADATW1) verschaffst Du uns mehr Handlungsspielraum.


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European Alternatives - Five inspiring stories to read (and watch) on World Refugee Day

“On World Refugee Day, we value the strength, courage and perseverance of millions of refugees that are forced to flee their homes. Now is the time to show our solidarity. Today we share five inspiring stories to read (and watch) related to borders, refugees and migration that Political Critique has published this year.” (European Alternatives)

Read (and watch) here: http://politicalcritique.org/world/2018/stories-read-world-refugee-day/


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IG Kultur Steiermark - Keine Verbesserung der Lage!

Die IG Kultur Steiermark möchte Sie über folgendes Statement zu den mehrjährigen Förderverträgen des Landes Steiermark informieren:

Es ist zu begrüßen, dass es bei den kürzlich beschlossenen Mehrjahresförderverträgen des Landes Steiermark zumindest annähernd eine Inflationsanpassung des Budgets gegeben hat. Bei einem Plus von 1,93% (Inflation 2017: 2,08%) kommt keine Jubelstimmung auf, denn für den Großteil der Kunst-/Kulturschaffenden ist keine Verbesserung ihrer Lage zu erkennen.

Uns ist bewusst, dass es diesem Fördersystem inhärent ist, Gewinner*innen und Verlierer*innen hervorzubringen. Somit scheinen die Ergebnisse auf den ersten Blick nicht bedenklich. Dass „Neues ermöglicht wird“, also neue Initiativen die Chance bekommen durch mehrjährige Förderverträge Stabilität aufzubauen, ist erfreulich, aber nicht auf Kosten jener, die seit vielen Jahren wesentlicher Bestandteil des steirischen Kulturlebens sind. Von 204 Anträgen wurden über 40 Anträge negativ beurteilt. 77 Initiativen müssen mit deutlich weniger Budget arbeiten als bisher. Die Folgen sind Kündigungen, programmatische Einschnitte und mehr unbezahlte Arbeit durch die Kunst-/Kulturschaffenden. Zu den „Verlierer*innen“ zählen ebenso Kulturinitiativen, denen große strukturelle Bedeutung zukommt, da sie die Arbeit vieler anderer Kulturinitiativen fördern, begleiten oder überhaupt erst ermöglichen. Durch die spezielle und stark vernetzte (und vernetzende) Position, die sie in der hiesigen kulturellen Landschaft einnehmen, droht ihre Destabilisierung eine Kettenreaktion in Gang zu setzen, die viele weitere Initiativen erfassen und gefährden könnte.

Berücksichtigt man, dass die Förderpolitik nicht nur zentraler Gestaltungsfaktor für das kulturelle Feld ist, sondern auch die generelle Ausrichtung der Kulturpolitik widerspiegelt, ist es alarmierend, dass zentral bedeutende Initiativen der lokalen Kulturszene von Streichungen oder Kürzungen bedroht sind. Kleinere Kulturinitiativen, die oftmals für die "kulturelle Basisarbeit" verantwortlich sind und den steirischen Kulturboden seit Jahr-zehnten auch für die "Leuchtturmprojekte" aufbereiten, sind wie schon seit Jahren mit stagnierenden oder massiv geringer werdenden Budgets konfrontiert. Diese Tendenz ist fatal! Der Dauerdruck, der auf vielen, unter prekärsten Umständen arbeitenden Kulturinitiativen lastet, ist nicht mehr haltbar. Der Kultursektor ist der am schnellsten wachsende Sektor im EU-Raum. Gleichzeitig ist die soziale Lage von Kulturarbeiter*innen erschreckend.

Weit unter dem Fair-pay Schema liegende Gehälter, unbezahlte Überstunden, unbezahlte Praktika, unfreiwilliges Ehrenamt und ein Leben an oder unter der Armutsgrenze sind leider der Regelfall. Dies muss endlich ausreichend budgetär berücksichtigt werden! Ansonsten ist in Kürze sowohl ein Wegbrechen der kulturellen Grundversorgung, als auch eine Destabilisierung der lokalen kulturellen Produktion zu befürchten.

Gerade in demokratiepolitisch schwierigen Zeiten ist eine starke, vielfältige Kultur-landschaft essentiell, um für die vielseitigen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Antworten zu finden und integrativ-niederschwellige Partizipations-möglichkeiten zu bieten. Eine wesentliche Erhöhung des Kulturbudgets ist daher dringend vonnöten und sollte alsbald umgesetzt werden!


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(D) Berufung der Jury für Theater und Theater-/ Tanzgruppen der Freien Szene

„Der Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, hat die Jury zur Förderung privatrechtlich organisierter Theater und Produktionsorte, Gruppen, Einzelkünstlerinnen und –künstler des Tanzes, der darstellenden und performativen Künste in Berlin berufen.“ (Berlin.de)

http://www.berlin.de/sen/kulteu/aktuelles/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.712703.php 


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Abschied von Nika Brettschneider

Mit tiefem Bedauern haben wir erfahren, dass die Vorreiterin für Freies Theaterengagement, Schauspielerin, Regisseurin und Leiterin des Theater Brett als auch des Schauspielateliers an der Janacek Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno, Nika BRETTSCHNEIDERová, am 30. Juni 2018 von uns gegangen ist. Unsere Anteilnahme gilt ihren Kolleg_innen und ihrer Familie, deren Nachruf auf http://www.theaterbrett.at/relaunch/ uns sehr berührt.


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NOTSTANDSHILFE – Änderung Parnter_inneneinkommen

Erfreuliche Nachricht für Notstandshilfebezieher_innen: Keine Anrechnung des Partner_inneneinkommens ab1.7.2018.


Weitere Infos:

AK-Aussendung: zur Arbeiterkammer Info-Aussendung

Siehe auch ÖGB: Info des Österreichischen Gewerkschaftsbundes

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UNESCO Welterbe Wien

Das UNESCO-Welterbekomitee hat getagt, jedoch erwartungsgemäß wenig Neues gebracht. Das „Historische Zentrum von Wien“ bleibt auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten und könnte den Status verlieren, wenn weiterhin nur angekündigt aber nicht umgesetzt wird. 

Weitere Informationen

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(CH) Tanz- und Theaterlandschaft Zürich

Das Projekt Tanz- und Theaterlandschaft wurde im Mai 2018 mit dem Schlussbericht von ICG abgeschlossen. Bis Ende Oktober 2018 konkretisieren nun rund 30 VertreterInnen der Zürcher Szene (Häuser und Freie) in vier Arbeitsgruppen die im Projekt erarbeiteten Maßnahmen, die die Stadt gewillt ist umzusetzen:

  • Einrichtung Kinder- und Jugendtheater-Haus
  • Stärkung Tanz
  • Schärfung Leistungsvereinbarungen
  • Aufbau Produktionsbüro
  • Unterstützung unkuratierter Raum.

Zudem soll das von der Stadt präferierte Steuerungsmodell der Konzeptförderung konkretisiert und überprüft werden.

In zwei Intensivblöcken Anfang September und Anfang Oktober wird in Form von Szenarien an einem Detailkonzept gearbeitet, welches anschließend in den politischen Prozess geht, um die Ergebnisse ins Kulturleitbild 2020-23 aufnehmen zu können.
Die Stadt Zürich versucht auf ihrer Website Interessierte transparent und zeitnah über den Prozessverlauf zu informieren.

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Stadt Innsbruck: geplanter intensiverer Dialog mit Künstler_innen

Die Tiroler Kulturinitiative berichtet über das neue Arbeitsübereinkommen der fünfköpfigen Stadtregierung Bereich Kunst und Kultur in Innsbruck für 2018-2024.
Kunst und Kultur als Motor für Stadtenwicklung, geplante Intensivierung des Dialogs mit Kulturschaffenden …


„Kunst und Kultur werden als zentraler "Motor für die Stadtentwicklung" verstanden und damit ihr gesellschaftspolitisches Potenzial in den Blick genommen. In diesem Sinne wird ein besonderes Augenmerk auf "interkulturelle Kulturarbeit" gelegt, auf "Kultur in den Stadtteilen" und auf die Förderung von "jungen Künstler*innen".“


Weitere Informationen

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(CH) Pilotprojekt artFAQ (ehem. we are open)

Die Ressorts Tanz und Theater der Stadt Zürich unterstützen gemeinsam das zweijährige Pilotprojekt artFAQ mit insgesamt Fr. 50'000.–. artFAQ ist in erster Linie ein Ort des Arbeitens und Austausches – im Sinne von sharing practice und Know-How breiter zur Verfügung zu stellen. Ziel der Initiative ist es, ProduktionsleiterInnen und KünstlerInnen mit gezielten Informationen und Tipps zu unterstützen und weiterzubringen. Das Büro nimmt an der Kalkbreitestrasse 43 seine Tätigkeit mit der Saison 2018/19 auf. Weitere Informationen zum Projekt finden sich im Anhang.


Über info@artFAQ.ch können sich Interessierte für den Newsletter anmelden.

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Investing in People: increased budget to reinforce European cultural and creative sectors

“On 30 May 2018, the European Commission (EC) proposed to increase the budget for the programme supporting European cultural and creative sectors.” European Commission

https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/content/investing-people-increased-budget-reinforce-european-cultural-and-creative-sectors_en 


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Der Ermöglicher ist tot

Kulturpolitische Gesellschaft trauert um ihr Gründungs- und Ehrenmitglied Hilmar Hoffmann“ Kulturpolitische Gesellschaft

http://archive.newsletter2go.com/?n2g=xhp1wnzr-kx3t0dmf-o3q


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Kultur sucht Politik: Ist da jemand?

Kulturrat Österreich, Pressemitteilung vom 5. Juni. 2018

 

Kulturrat Österreich fordert: Gesprächsverweigerung von Kultur- und Medienminister Blümel gegenüber den gewählten Interessenvertretungen der Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden muss ein Ende haben.

 

Stopp der systematischen Gesprächsverweigerung

 

Im schwarz-blauen Regierungsprogramm wurde groß proklamiert, was bislang selbstverständlich war: der Austausch mit Kulturschaffenden und deren Interessenvertretungen in einem „regelmäßigen Kultur-Dialog“.

 

Fast ein halbes Jahr nach Amtsantritt von Kultur- und Medienminister Blümel sprechen die Fakten eine klare Sprache über die Prioritäten und das Dialogverständnis des Ministers. Denn die Anzahl der Gesprächstermine mit den im Kulturrat Österreich organisierten Interessenvertretungen der Kunst- und Kulturschaffenden Österreichs seit Amtsantritt beträgt: Null.

 

Der Kulturminister führe laufend Gespräche mit Kulturschaffenden, heißt es dazu aus dem Kanzleramt. Wer bislang das Privileg eines Gesprächstermins mit dem Minister erhalten hat, kann jedoch nur anhand der veröffentlichten PR-Fotos der Presseabteilung rekonstruiert werden – dem Dialog mit den legitimierten Interessenvertretungen der Kunst- und Kulturschaffenden entzieht sich Minister Blümel seit seinem Amtsantritt systematisch. Stattdessen werden Termine mit dem Kulturminister Blümel offenbar nur à la carte an ihm genehme Akteur_innen sowie ausgewählte Preisträger_innen vergeben.

 

Aktuelles Beispiel ist die bevorstehende Medienenquete, die am 7./ 8. Juni 2018 stattfinden wird. Bereits im Dezember 2017 ersuchte der Kulturrat um Einladung zur Medienenquete und urgierte seit damals mehrfach ohne Ergebnis. Weder ist transparent, wer eingeladen wurde, noch wie die Auswahl der Teilnehmer_innen erfolgte. Voraussetzung scheint die Beantwortung von Fragen zu sein, die das BKA online veröffentlicht hat. Aber, alle sind gleich, einige sind gleicher, wie schon George Orwell wusste. Und so gab es auch persönliche Einladungen, ganz ohne Notwendigkeit Fragen zu beantworten. Auch das demokratische Prinzip, Interessenvertretungen einzuladen und ihnen – ihnen allein! – zu überlassen, wen sie zur Enquete entsenden wollen, wurde außer Kraft gesetzt. Das ist ein neuer und zutiefst beunruhigender politischer Stil.

 

Der Kulturrat Österreich fordert daher ein sofortiges Ende der Gesprächsverweigerung. Den vagen Ankündigungen, dass es „selbstverständlich weitere Termine, Gesprächsrunden, Workshops und Ähnliches unter Einbindung unterschiedlichster Gruppen“ geben werde, müssen endlich Taten folgen. Kulturpolitische Baustellen gibt es genug. Vor allem die sozialpolitischen Rahmenbedingungen haben für den Bereich Kunst und Kultur zu einer Entwicklung geführt, die die Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstler_innen existentiell gefährdet.

 

Gesprächs- und Handlungsbedarf liegt zu vielen Themen vor, von gesprächsbereiten Ansprechpartner_innen auf Regierungsebene fehlt bislang jede Spur.

 

Kulturrat Österreich unterstützt:
Die öffentliche bessere Medienenquete

Unmittelbar vor der Medienenquete der Regierung am 7. und 8. 6. 2018 findet die bessere, größere, öffentliche Medienenquete statt – als Kundgebung mit Festcharakter.
1010 Wien, Karlsplatz, 6.6.2018 um 18 Uhr.

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Es war uns ein Tanzfest! – tanzplatzgraz verabschiedet sich

Wir finden es sehr schade. Vielen Dank für die tolle Arbeit. Nachfolger werden gesucht:


"Unglaublich! Entgegen aller Unkenrufe haben wir euch zehn Jahre regelmäßig mit Infos rund um Tanz und Bewegung in Graz, der Steiermark und darüber hinaus versorgt. Nach zehn Jahren ist es für uns aber nun Zeit, uns von tanzplatzgraz zu verabschieden. Unsere künstlerischen, geistigen, spirituellen und Menschen-Kinder brauchen uns. Es war eine schöne Zeit, zuerst euphorisch und intensiv, dann eine geliebte Gewohnheit und schließlich immer mehr Pflicht.

Voller Enthusiasmus, dass sich in Graz was bewegt und tanzt, haben wir die ein oder anderen Kosten und Mühen auf uns genommen, um euch mit Informationen zu beschenken.

Wir möchten allen danken, die uns unterstützt haben: Sabina Kaiser für die ersten Jahre, der Stadt Graz für Webspace am Kulturserver und nicht zuletzt allen, die uns mit Information versorgt und das Netzwerk gefüttert haben.

Wir wünschen uns für Graz und ihre TänzerInnen und Bewegungslustigen, dass tanzplatzgraz oder zumindest sein Spirit weiter bestehen bleibt.

Gerne stellen wir die Webseite samt Domain und Webspace und den Newsletter auf Mailchimp einem neuen Team zur Verfügung, so sich bis Ende Juni 2018 ein paar Leute zusammenfinden.


So long and thanks for all the fish and keep moving,

euer Tanzplatzgraz-Team


Elisabeth Cartellieri, Katharina Dilena, Veza Fernandez Ramos, Christina Medina und Alina Stockinger"


www.tanzplatzgraz.info

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Hubert von Goisern stiftet 100.000 Euro für Kulturpreis

„Hubert von Goisern stiftet einen Kulturpreis. Vergeben werden zehn Jahre lang jährlich 10.000 Euro.“ (Salzburger Nachrichten)

https://www.sn.at/kultur/allgemein/hubert-von-goisern-stiftet-100-000-euro-fuer-kulturpreis-28303015

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Stadt Wien: Empfehlungen des Kuratoriums online

Die Empfehlungen des Kuratoriums für Theater, Tanz und Performance zu Jahres- und Projektförderungen sind online: https://www.kuratoren-theatertanz.at/empfehlungen/f%C3%B6rderempfehlungen-2018/

 

Als sehr lesenswerten "Bonus-Track" sind die Empfehlungen wieder mit einem Kommentar versehen!

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Kunst- und Kulturverbände präsentieren Forderungen an die Regierung

"Regierungsprogramm der Kunst- und Kulturschaffenden 2018-2022" soll "ständiger Katalog der offenen Forderungen" werden. (Wiener Zeitung)

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/940044_Kunst-und-Kulturverbaende-praesentieren-Forderungen-an-die-Regierung.html

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Aufbruch für Wien!

Wir gratulieren Veronica Kaup-Hasler ganz herzlich zu ihrer neuen Funktion als Stadträtin für Kultur in Wien! Mit ihrer großen fachlichen Kompetenz und persönlichen Strahlkraft freuen wir uns auf neue Impulse in der Kulturpolitik Wiens und sehen die Aufmerksamkeit für das Schaffen der zeitgenössischen und performativen Künstler_innen und Akteur_innen gestärkt - entsprechend ihrer tatsächlichen Bedeutung für die lebendige Kunst- und Kulturszene Wiens.

 

Vorstand und Team der IG Freie Theater, 14.5.2018

 

Weitere Infos: https://kurier.at/chronik/wien/wiener-spoe-entscheidet-ueber-neues-regierungsteam/400034980

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Kulturprekariat: 1.000 Euro und ein Leben für die Kunst

„Studien zeigen: Prekäre Beschäftigung ist dem Kulturbetrieb seit jeher eingeschrieben. In den Bundesmuseen fordern Mitarbeiter seit 17 Jahren einen Kollektivvertrag“ (Stefan Weiss, derstandard.at)

https://derstandard.at/2000078788073/Kulturprekariat-1-000-Euro-und-ein-Leben-fuer-die-Kunst

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ManiFEST Vorarlberg - Lustvoll für die Bedeutung der Kultur einstehen

„Die starke Kulturszene des Landes "feierte" mit einem fulminanten Festival gegen den Kulturabbau im ORF Landesstudio an“ (Silvia Thurner, kulturzeitschrift.at)

http://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/aktuell/lustvoll-fuer-die-bedeutung-der-kultur-einstehen-die-starke-kulturszene-des-landes-feierte-mit-einem-fulminanten-festival

Fotos: https://foto.rhomberg.cc/manifest/

Video: https://vimeo.com/267487431/2fbacc2e0e

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Update Proberaumliste

Die IG Freie Theater führt eine Liste mit Proberäumen in ganz Österreich mit den wichtigsten Eckdaten (Mietpreise, Raumgrößen, technisches Equipment…). Um diese Liste aktuell zu halten, bitten wir euch um ein Update und eine Überprüfung der von euch übermittelten Daten. Weiters bitten wir euch um Information, welche Proberäume barrierefrei zugänglich sind. Informationen bitte an office@freietheater.at

Die Liste ist kostenlos für Mitglieder der IG Freie Theater und kann unter office@freietheater.at angefordert werden.

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Das Europäische Kulturerbejahr 2018 Weiterlesen
Destabilisierung der Freien Szene

Die Budgetrede vom 21.3.2018 durch Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) bestätigt leider unsere Erwartungen: Keine Budgeterhöhung für die Kunst bedeutet defacto weniger Geld. Keine verbindlichen Zusagen und Zahlungen bis heute (und vermutlich noch länger) auf Anträge, die bereits in Herbst 2017 gestellt wurden, bedeuten eine konkrete persönliche Gefährdung für Künstler_innen, Vereine, künstlerische Vorhaben. Keine Aufteilung des Budgets bewirkt eine große Unsicherheit unter den Sparten, destabilisiert Projekte und Institutionen und schürt Unsolidarität.


Wir fordern die Regierung auf, die Budgets für Künstler_innen und Projekte der Freien Szene umgehend verbindlich zuzusagen und gemeinsam mit uns eine Perspektive zu entwickeln, wie die zeitgenössische darstellende Kunst nachhaltig gefördert und entwickelt werden wird.

http://oe1.orf.at/player/20180321/509173


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Freemuse: Verletzungen der Kunstfreiheit rasant zugenommen

Ihren Report über Verletzungen der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks und der Integrität von Kunstschaffenden hat jetzt die Organisation Freemuse veröffentlicht. Erneut ist ein rasanter Anstieg der bekannt gewordenen Fälle gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Besonders alarmierend ist die Entwicklung in China, Kuba, Indien, Iran, Israel, Mexiko, Polen, Spanien, Venezuela und den USA.


freemuse


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Verleihung des Frauenpreises der Stadt Linz 2018

Auszeichnung geht an: „B-Girl Circle – Breakdance & Urban Styles für Mädchen und junge Frauen“ von SILK Fluegge

 

Link zum Artikel: https://www.linz.at/presse/2018/201803_89866.asp

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Support the 1% for Culture Campaign

We are citizens and organisations who believe that culture is the foundation of European unity. It binds us together and underpins our sense of belonging to the European community;

We believe that culture plays a crucial role in upholding common European values, nourishing mutual understanding among the peoples of Europe and fostering diverse and inclusive societies;

We are artists, policy-makers, cultural operators, students and researchers who hold the firm conviction that culture is a pillar of sustainable societies;

We aspire to put culture at the heart of public debate and decision-making. Culture and the arts are deeply embedded in society and affect a range of policy fields. Robust evidence exists on the positive impact of culture on health and well-being, social cohesion and equality, education, promotion of democratic principles, external relations, alongside with growth and jobs, research and innovation. 

Culture, as the foundation of European unity and key to future prosperity, needs a proper financial commitment to ensure the sustainability of the European project.

National governments and EU policymakers are currently taking decisions on the post 2020 EU budget that will influence the next phase of support to culture. We call on the European Institutions and Member States to recognise the EU added value of cultural investment and translate it to sufficient support in the next EU budget.

 

    Ensure that 1% of the budget of each EU policy field is allocated to culture

    Double the budget for culture

 

A shared European future is only possible with substantial and sustainable funding for culture both across policy fields and in the framework of a specific cultural programme.

 

We affirm that a fully democratic European Union is a cultural project. In view of polarising trends in Europe, we must strengthen the European community and respect its diversity!

Support our campaign to put culture at the heart of EU post 2020 budgetary negotiations. Sign the manifesto, share it widely through your social media networks, translate it in your language and advocate for proper funding for culture with us! Send the petition to your ministries of Culture and Finance and policy-makers. Join the 1% for Culture Campaign!

Sign the manifesto:

manifesto

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(Österreich) Probleme bei Recht auf Arbeitslosengeld bei Künstlern

Aus Anlass der Veröffentlichung der Studie "Unselbstständig. Selbstständig. Erwerbslos" von Clemens Christl und Markus Griesser, befasst sich der Artikel der Salzburger Nachrichten mit den Problemen, die selbständig und unselbständig tätige Künstler_innen mit dem Zugang zu Leistungen der Sozialversicherung  haben.

 

Der Artikel:

www.sn.at

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Achtung: Änderung der Fristen bei Kunst- und Kultur-Förderungen der Stadt Wien (MA 7)

Für Stadtteilkultur und Interkulturalität gibt es ab sofort nur mehr 2 Einreichtermine/Jahr, den 28. Februar, und den 14. August. Für Jahresförderungen: bis 31. März des laufenden Jahres


Für Förderungen für Neue Medien und Bildende Kunst sind auch Einreichfristen zu beachten. Diese enden am 28. Februar und am 31. August.


Wissenschaftsförderungen müssen bis jeweils 15. März, 15. Juni, 15. September bzw. für Projekte im darauffolgenden Jahr bis 15. November gestellt werden. Ansuchen für Förderungen wissenschaftlicher Publikationen müssen bis 15. Feber bzw. 15. September gestellt werden.


Weitere Informationen:


https://www.wien.gv.at/amtshelfer/kultur/projekte/index.html


http://www.igkulturwien.net

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K-SVF-Unterstützungsfonds: Unterstützung bei Notfällen

Für Künstler_innen, egal ob angestellt oder selbständig tätig, gibt es die Möglichkeit in Notfällen finanzielle Unterstützung beim Künstler-Sozialversicherungsfonds (K-SVF) zu erhalten.

Die Unterstützung muss schriftlich beantragt werden, einmal monatlich finden Vergabe-Sitzungen statt.

Antrag und weitere Infos für Unterstützung: http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

Der Leitfaden des Kulturrat Österreich für Anträge beim Unterstützungsfonds des K-SVF ist hier zu finden: kulturrat.at

Bei weiteren Fragen stehen auch wir beratend gern zur Verfügung (office@freietheater.at).

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Aufruf gegen Verhetzung und Entsolidarisierung

#Klappeauf… ist ein offener Hashtag und alle sind eingeladen, dazu Beiträge gegen Verhetzung und für ein solidarisches Miteinander zu teilen.

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Initiative zur Bewahrung der Unabhängigkeit des ORF

Initiator Gerhard Ruiss:

 

Nicht der Pressedienst der Österreichischen Bundesregierung


Der ORF ist wie nie zuvor ist von Gleichschaltung und Zerschlagung bedroht. Die Regierung scheint fest entschlossen, ihn zukünftig lückenlos zu kontrollieren. Geplant ist die Zentralisierung, Aufteilung und Reduktion des ORF auf seine für Regierungsangelegenheiten nützlichen Funktionen.


Ob und wann das Funkhaus verkauft wird, hat in diesen Plänen keine primäre Bedeutung, Ziel ist die Konzentration der ORF-Programme in Regierungsreichweite am Küniglberg. Ö1 soll ausgehöhlt, FM4 abgeschafft, die attraktive Sendefrequenz von FM4 für einen der privaten Medienpartner der Regierung freigemacht und die Selbstvermarktung des ORF an den Zugang der privaten Konkurrenz zu den ORF-Werbeeinnahmen gebunden werden.


Teil der Übernahmestrategie ist die Austestung und Aufweichung von Widerständen sowie die Absegnung der Regierungspläne über eine große internationale Regierungs-Medien-Enquete im Vorfeld der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2019 spätestens soll dieser Prozess abgeschlossen sein und der ORF mit einem auf die Bedürfnisse der Regierung zugeschnittenen ORF-Gesetz, einer neuen Organisationsstruktur und einem neuen ORF-Generaldirektor endgültig das von der Regierung gewünschte Aussehen haben.


Dagegen wenden wir uns. Wir treten für einen wirtschaftlich eigenständigen und politisch unabhängigen ORF ein. Wir begrüßen jede Aktivität, die zum Ausbau seiner Unabhängigkeit und zur besseren Wahrnehmung seiner Kultur-, Bildungs- und Informationsaufgaben führt. Wir unterstützen alle Maßnahmen, die zur Erhaltung der großen Bedeutung des Wiener Funkhauses und seiner Hörfunkprogramme dienen.


Wir rufen dazu auf, sich mit uns gemeinsam für einen ORF einzusetzen, der ein Garant für Offenheit, Pluralität und Objektivität ist, für einen ORF, der durch seine verschiedenen Standorte und ihre jeweils eigenständigen Programme weiterhin die innere und äußere Medienfreiheit repräsentiert und einen unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen, wissenschaftlichen und publizistischen Lebens in Österreich darstellt.


Es gibt einen untrüglichen Beweis dafür, dass der ORF nicht der Regierung gehört, er wird von der Allgemeinheit durch die Rundfunkgebühr direkt finanziert. Aber auch wenn der ORF, was die Regierung derzeit ebenfalls überlegt, aus Steuermitteln finanziert werden würde, hätte sie kein Recht, den öffentlich-rechtlichen österreichischen Rundfunk für sich in Besitz zu nehmen und zu ihrem Medium zu machen. Wir werden jedem Versuch der Inbesitznahme des ORF durch die Regierung und jeder anderen Form seiner politischen Instrumentalisierung mit aller Vehemenz begegne


Kontaktdaten für Unterstützungserklärungen sowie für Anfragen: gr@literaturhaus.at

Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren, Literaturhaus, 1070 Wien, Tel.: 01 526 20 44-13 oder -35.

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IGFT jetzt auch auf Instagram

Für einen Blick hinter die Kulissen der IG Freie Theater:


https://www.instagram.com/ig_freietheater/

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Infoblätter 2018 zur Sozialversicherung und dem Künstler-Sozialversicherungsfonds

Die Infoblätter 2018 zur Sozialversicherung und dem Künstler-Sozialversicherungsfonds sind aktualisiert und online abrufbar.

 

http://freietheater.at/service/infoblaetter

 

Die wichtigsten Neuigkeiten in Kürze:

-           Erhöhung des maximal möglichen KSVF-Zuschusses auf € 1.896,-

-           Nicht vergessen: Der Antrag kann rückwirkend für vier Kalenderjahre gestellt werden!

-           Unterstützungsleistung der SVA für lang andauernde Erkrankungen (mind. 43 Tage) ab 1. Juli 2018 rückwirkend ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit

-           Heizkostenzuschuss für Versicherte mit geringem Einkommen oder kleiner Pension (nach Rezeptgebührenbefreiung) für den Winter 2017/2018 bis 09.03.2018 beantragen.

 

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Kunst- und Kulturförderungen Steiermark

Alle erforderlichen Informationen und Links zu Formularen etc. findet ihr hier:


http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag

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(Bochum) Regie-Netzwerk gegründet: AUCH WE ARE NOT ALONE

Unter dem Dach des ensemble-netzwerks hat sich das regie-netzwerk formiert. Die Gründung Anfang dieses Jahres teilten die Beteiligten heute per E-Mail mit. Ziel des Netzwerks ist es, »... gemeinsam Antworten zu finden auf die brennenden Fragen nach Arbeitsbedingungen, Gagengerechtigkeit und gesellschaftlicher Relevanz aus Perspektive der Regie.«

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(Berlin) Initiative kulturelle Integration: Gib mir ein Zeichen

Die Initiative kulturelle Integration sucht ein Zeichen, Bild, Foto oder Wort, das als Symbol für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen kann. Aus diesem Grund startet die Aktion »Gib mir ein Zeichen«. Ab sofort bis Ende April 2018 sind Bürgerinnen und Bürger – egal ob beispielsweise Schulklasse, Sportverein oder Einzelperson – dazu aufgerufen, ihre Ideen für ein Zeichen für Zusammenhalt in Vielfalt auf www.gibmireinzeichen.de einzureichen. Das kann als Skizze, Zeichnung, Fotografie, Text etc. erfolgen. Zum Mitmachen sind jeder und jede aufgefordert. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

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Landesverband Freier Theater Niedersachsen: KICK OFF Gewächshaus für Demokratie

05.03.2018 10:30 – 05.03.2018 15:30, Hannover

Das Gewächshaus ist eine Veranstaltungsreihe rund um die Themen Demokratie leben, Populismus bekämpfen und Freiheit erhalten für und von Menschen, die in der Kultur arbeiten. Wir wollen uns, unsere Mitglieder und unsere Partner*innen fit machen, gegen die Argumente der Populisten, gegen aktuelle Tendenzen, die unsere Demokratie bedrohen. Wir wollen gemeinsam die Pflanze der Freiheit gießen und starten mit einem KICK OFF.

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Podiumsdiskussion anlässlich des Starts der Crowfunding Kampagne 365 Kunsteinkommen

22.02. im Dessous, Antonscharfgasse 4, 1120 Wien um 19:30

 

An den Talk nehmen Teil:

 

Speaker:

- Ulrike Kuner ( Geschäftsführerin der IG Freie Theater)

- Matthias Beitl (Direktor des Volkskunde Museums)

- Ulla Bartel (Cofounder von ARCC.art / Albertina)

- Rudolf Leeb (Cofounder ARCC.art, ehemaliger Leiter der Bawag Contemporary)

Moderation:

Anastasia Soutormina

 

https://www.facebook.com/events/1575405895876297/

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Umfrage unbezahlte Zusatzleistungen bei Film- u. Fernsehen

Initiiert von Erwin Leder, Vorsitzender FG Freiberufliche Schauspieler/innen und Sprecher/innen, YOUNION


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Fachgruppe „Freiberufliche Schauspieler/innen und Sprecher/innen“ der Sektion Bühne in der Gewerkschaft YOUNION geht derzeit gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Filmschauspieler/innen (VÖFS), dem Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden und der VdFS in den Endspurt zur Fertigstellung eines „Kollektivvertrages für Filmschauspieler/innen“. Wir werden darüber mit den Vertretern des Fachverbandes der Film- und Musikindustrie in der WKO in Verhandlung treten.

Dazu ist Eure Mitarbeit notwendig. Wir bitten Euch, beiliegenden Fragebogen auszufüllen, um ein Sozialversicherungsmodell entwickeln zu können, welches sich an den deutschen Kolleg/innen des BFFS (Bundesverband Schauspiel) orientiert. Im Wesentlichen geht es darum, die Zusatzleistungen (Szenenstudium, Kostüm- und Maskenproben etc.), die jede/r von Euch derzeit unversichert erbringt, in Zukunft sozialversicherungsrechtlich abzubilden.

Wir versenden an alle Schauspieler/innen unserer Verbände zur freien Auswahl eine Word- und ein PDF-Datei mit dem Titel

„Fragebogen Zusatzleistungen.doc“ bzw. „Fragebogen Zusatzleistungen.pdf“

mit der Bitte, die erste Seite ausfüllen und ihn an umfrage.zusatzleistungen@chello.at

zurücksenden zu wollen. Rücksendeschluss ist Montag, 12. März 2018.

Als Vorsitzender unserer Fachgruppe in der Gewerkschaft garantiere ich, Erwin Leder, persönlich die vertrauliche Behandlung aller Ihrer / Euer Daten und Angaben.

Im Sinne eines repräsentativen Ergebnisses ist es notwendig, dass sich Kolleg/innen aus allen Einkommens- und Altersschichten möglichst zahlreich beteiligen. Wir danken für Eure Solidarität, Zeit und Euer Vertrauen, welches Sie / Ihr uns entgegenbringen / entgegenbringt!


Fragebogen Zusatzleistungen

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Steuerliche Änderungen im neuen Jahr 2018

Die wichtigsten Änderungen und Neuerungen bei der Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, bei den Absatzbeträgen etc. im Jahr 2018 zusammengestellt (TKI).


http://www.tki.at/19/steuern-und-abgaben/steuerliche-aenderungen-2018/

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UNESCO-Weltbericht 2018 zur Kulturpolitik in Berlin vorgestellt

Hier finden Sie den entsprechenden Artikel und einen Download Link für den Bericht:

UNESCO Weltbericht 2018

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(Berlin) Koalition der Freien Szene: Presseerklärung

 

 "Der neue Kulturstandort ALTE MÜNZE – ein Erfolgsmodell für die Freie Szene?"


Die Entscheidung für eine kulturelle Nutzung der Alten Münze ist gefallen: Das ehemalige Münzprägewerk soll mit 35 Millionen Euro als kultureller Standort entwickelt werden. Die Koalition der Freien Szene hat im bisherigen Prozess entscheidende Impulse gegeben und erreicht, dass sich im August 2017 erstmals alle politische Entscheidungsträger*innen öffentlich zum Thema ausgetauscht und sich zur Notwendigkeit eines mit allen Akteur*innen abgestimmten, transparenten Verfahrens zur kulturellen Nutzung bekannt haben. Inzwischen reklamieren aber auch verschiedene Akteur*innen der Kreativwirtschaft zahlreiche Nutzungsansprüche. Die Koalition fordert Politik und Verwaltung auf, diese kreativwirtschaftliche Einflussnahme zu unterbinden, um aus der Alten Münze einen wirklichen Standort für Kunst und Kultur zu machen.

Die gesamte Presseerklärung ist hier zu finden.

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Forderungskampagne der IG KIKK (freien Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška)

Mit einem Anteil von unter 0,5% am Gesamtbudget ist die Kärntner Kulturförderung die mit Abstand geringste in Österreich. Aus diesem Grund startet die IG KIKK die Kampagne #machteuchnichtarm, um noch vor den Landtagswahlen ein Zeichen zu setzen.

 

https://www.facebook.com/notes/ig-kikk/macht-euch-nicht-arm

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Gegen Rechtsextremismus in Österreich

Die IG Freie Theaterarbeit unterstützt auch diesen offenen Brief von Universitätsprofessor_innen und Universitätsangehörige an Bundeskanzler Sebastian Kurz + Bundesminister Prof. Dr. Heinz Faßmann, zur Beendigung jeglicher Zusammenarbeit mit sämtlichen Mitgliedern rechtextremer Burschenschaften, sowie rechtsextremen Medien.


https://www.openpetition.eu

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Initiative gegen die Verharmlosung der Liederbuch-Affäre

Aufruf von Gerhard Ruiss, Elfriede Jelinek und Peter Rosei


E r k l ä r u n g


Die Lieder der Germania

Die im Liederbuch der Germania enthaltenen Barbareien sind durch nichts zu relativieren. Angeblich soll – wie vom Verfasser der Abhandlung „Das Waffenstudententum in Vergangenheit und Gegenwart“, Andreas Mölzer, im Radio zu hören war – es sich bei solchen Versen bzw. Liedern schlagender Verbindungen um „Jux“ oder „Spott“ handeln.

Nichts an diesen bekannt gewordenen Versen der Germania ist „Jux“ oder „Spott“. Sie verherrlichen den Massenmord und rufen zum Massenmord auf. Das sind nicht die Gesänge alter Nazis, es sind die Lieder neuer Nazi-Generationen.

Es gibt keine harmlose Begründung, die die Existenz dieser Lieder in einem Studentenliederbuch erklären könnte. Literarisch-musikalische Werke wie die der Germania verstoßen nicht nur gegen das Wiederbetätigungsverbot, sie sind Verhetzung.

Es gibt keinen Allein-Verantwortlichen für sie, wie er angeblich gefunden wurde und sich den Behörden stellt. Das sind die Lieder einer schlagenden Verbindung und ihrer Vertreter. Diese sind die dafür rechtlich Verantwortlichen zu ungeteilter Hand und haben als solche die Konsequenzen zu tragen.

Ihr Zweck ist, rechtsextremes Gedankengut an nächste Generationen weiterzugeben, ihre Funktion ist, das Denken in den Verbindungen in dieser Hinsicht zu „schulen“, sie sollen, wann und wo immer das möglich ist, gesungen werden. Wir fürchten, unter dem Deckmantel der Freiheit der Kunst, ein Einschleichen dieses Liedergutes und jener Gedanken, unter deren Herrschaft so viele unserer Vorgänger einen hohen Preis bezahlt haben.

Wir sehen es nicht nur als eine zentrale gesellschaftspolitische, sondern auch als eine zentrale kulturpolitische Aufgabe an, dieser Unterwanderung der Gesellschaft im Mantel literarisch-musikalischer Werke mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten und deren Absichten offenzulegen.

Solche Lieder und Verse wie die der Germania verfolgen keinerlei künstlerische Absicht, sie dienen allein dem ideologischen Zweck der Wiederbelebung und Durchsetzung nationalsozialistischen Gedankenguts, kurzum sie sind neo-nationalsozialistische Propaganda.


Wer diese Erklärung unterzeichnen kann und möchte, ist herzlich dazu eingeladen und den bzw. die ersuchen wir um die namentliche Bekanntgabe der Unterstützung in der Form:


Vorname, Familienname Beruf/Funktion Absenderort


an die folgende Adresse: gr@literaturhaus.at (Gerhard Ruiss, Koordination)

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Fair Pay: Gehaltsschema für Kulturarbeit

aktualisiert für 2018 anhand des GPA-djp Gehaltsschemas für Vereine.


https://www.igkultur.at/sites/default/files/posts/downloads/2018-01-04/Gehaltsschema_KA_2018.pdf

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Zweiteilige Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung erschienen

Unselbstständig | Selbstständig | Erwerbslos

 

http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/studie2017

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Freiburgs freie Tanzszene wird mit 440.000 Euro gefördert

Der Bund und das Land will die freie Tanzszene in Freiburg mit einer Summe von 440.000 Euro fördern. Ziel des bis Oktober 2021 laufenden Projekts ist es, die freie Tanzszene in Freiburg so zu fördern, dass sie auch überregional wahrgenommen werde.

 

http://www.badische-zeitung.de

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Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden

Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden

 

Das Regierungsprogramm aus der Sicht der Kunst und Kulturschaffenden. Die wichtigste Feststellung aus der Sicht der Kunst- und Kulturschaffenden im Programm der neuen österreichischen Regierung ist ihre erklärte Absicht zur Einbeziehung der Künstlerinnen und Künstler und ihrer Vertretungen bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Programms.

 

https://igkultur.at/artikel/das-regierungsprogramm-der-kunst-und-kulturschaffenden

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Pressekonferenz zum neuen Regierungsprogramm, Kapitel Kunst und Kultur

Mittwoch, 10.1.2018, 10.30 Uhr im Presseclub Concordia

 

Pressemeldungen:

derstandard.at

wienerzeitung.at

 

Forderungen und Vorschläge an das Österreichische Regierungsprogramm 2017–2022
(in Ergänzung zu den Forderungen der anderen IGs)

  • Keine Erwähnung findet die zeitgenössische Darstellende Kunst  bzw. die Freie Szene.
    Diese möchten wir in der Umsetzung des Regierungsprogramms und im Kunstfördergesetz verankert und gefördert sehen.
  • Die Qualität der Freien Szene ist ihr künstlerisches Risiko. Die Zukunft der Kunst wird hier gestaltet.
    • Konkret: Künstlerische Arbeit ist nicht gleichzusetzen mit Kreativwirtschaft. Eine selbstverständliche, kontinuierliche Förderung von zeitgenössischem Kunstschaffen ist die Grundlage des gesamten Kunstkanons Österreichs.
  • Modelle für ein selbständiges Berufsleben von freischaffenden Darstellenden KünstlerInnen müssen ausgebaut werden. Die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen müssen adaptiert werden, damit eine künstlerische Tätigkeit wirtschaftliche und soziale Sicherheit bieten kann.
    • Konkret: Im Vergleich mit internationalen erfolgreichen Fördermodellen die Entwicklung eines entsprechenden Modells für Österreich vorantreiben.
  • Lösungsansätze, die Freie Theaterarbeit in den rechtssicheren Raum bringen und gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen ermöglichen, sind dringend erforderlich.
    • Konkret: Adäquate Finanzmittel für die Freie Szene, um den rechtlichen Vorschriften (Anstellungspflicht, Abgaben – und Versicherungserfordernisse) entsprechen zu können.
  • Im Regierungsprogramm ist ein starker Fokus auf Nachwuchs- und Talentförderung gelegt.
    Eine durchgehende Strategie und ein generationenübergreifendes Modell ist aber erforderlich, um KünstlerInnen - von der Ausbildung über die gesamte professionelle künstlerische Tätigkeitsdauer hinweg - begleitend und aktuell unternehmerisches Wissen, Know-How und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen.
    • Konkret: In die künstlerischen Ausbildungen Module integrieren, die auf eine erfolgreiche Berufskarriere hinführen und theoretisches und praktisches Wissen vermitteln. Im Laufe des Berufslebens spezielle Informationen und Services über ergänzende Berufsmöglichkeiten diskutieren und anbieten.
      Einrichtung entsprechender Servicestellen (nach internationalem Vorbild). 
  • Eine nationale Tourförderung erhöht die Sichtbarkeit der künstlerischen Produktionen in allen Bundesländern, stärkt die Identifikation mit heimischen KünstlerInnen und die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen, VeranstalterInnen und dem lokalen Publikum. Der nationale und überregionale Austausch freier Produktionen fördert die künstlerische Qualität und das kreative Schaffen in den Regionen.
  • Außenkultur: Angesprochen sind Synergien.
    Um Synergien für die Freie Szene mit den österreichischen Einrichtungen im Ausland sinnvoll nutzen zu können, schlagen wir für die frei arbeitenden darstellenden KünstlerInnen eine internationale Tourförderung vor.
  • Eine Valorisierung der Kunst-und Kulturbudgets ist dringend notwendig.
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FIFTITU%, Maiz & Arge SIE: 100% Streichung der Frauenberatungstellen

Presseinformation der oö. Frauenberatungsstellen FIFTITU%, Maiz und Arge SIE vom 09.01.2018:

 

 

Kurz vor Weihnachten wurden wir als Vertreterinnen der Frauenberatungsstellen maiz, FIFTITU% und Arge SIE kurzfristig zu Einzelgesprächen in das Frauenreferat des Landes OÖ geladen, um uns mitzuteilen, dass die jährliche Förderung zum 31.12.2017 zu 100% eingestellt wird. Heute Vormittag machten wir einmal mehr klar: "Wir nehmen die Streichung nicht stillschweigend hin!"

 

Arge SIE, maiz und FIFTITU% leisten seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren gesellschaftspolitischen Beitrag.

 

Angesichts zunehmender Prekarisierung gerade der von uns unterstützten Frauen ist es ein Widerspruch, ausgerechnet deren Beratungen und Förderungen einzustellen. So hat die Landesrätin Mag.a Haberlander selbst beim letzten Geschäftsführerinnenseminar des OÖ Frauenreferats betont: die Partnerinnen des Frauenreferates seien „wichtige regionale Kompetenzzentren und Netzwerke“, um „Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu beraten und zu unterstützen“. 

 

Dass die Landesrätin die Streichung damit begründet, die Tätigkeit der Vereine gehöre nach den „neuen Förderkriterien“ nicht mehr zum Kerngeschäft des Frauenreferats, werfe viele - auch formale - Fragen auf, so die Geschäftsführerinnen der betroffenen Vereine: "Es ist völlig unüblich, langjährige Partnerinnen nicht zeitgerecht über Änderungen der Förderrichtlinien zu informieren oder diese neuen Förderkriterien nicht schriftlich auszuweisen und öffentlich einsehbar zu machen. Dass dies hier nicht der Fall ist, bleibt ein sehr willkürlicher Beigeschmack, wenn geänderte Förderrichtlinien als Begründung herangezogen werden."

Generell stellt sich die Frage, wie die Förderung der Arbeit mit obdachlosen Frauen, Künstlerinnen, Sexarbeiterinnen und Migrantinnen nicht zum Kerngeschäft eines Frauenreferats passen kann. "Außer natürlich, diese Frauen sind aus Sicht der Landesrätin nicht mehr förderungswürdig," fragt sich Oona Valarie Serbest vom Verein FIFTITU%.

 

""LRin Haberlander meint als Begründung, wir beraten zu spezifisch. In Wirklichkeit aber ist es so, dass uns andere Vereine eben deshalb Frauen zuweisen, da sie bei uns gerade diese spezifische Beratung finden"" so Dr.in Luzenir Caixeta von maiz.

 

Unterstützt wurden die drei Vereine von Leonie Kapfer, die für das Frauenvolksbegehren 2.0 am Podium der Pressekonferenz beiwohnte:

 

""Oberösterreich ist auch in punkto Frauenpolitik Blaupause für den Bund. Wir befürchten ähnliche Entwickungen auch im Bundesbudget"", so  Leonie Kapfer, MA.

 

""Insgesamt geht es bei den Kürzungen, die unsere Vereine an den Rand der Existenz bringen, um nicht einmal 60.000 Euro"", betont Karin Falkensteiner, BSA, vom Verein Arge SIE, bei der im letztens Jahr 239 Frauen Beratung fanden.

 

Wir fordern daher: Statt Kürzung endlich langfristige und ausreichende Finanzierung!

 

Unterstützungsmöglichkeiten das Frauen*land OÖ zu retten und unsere Anliegen zu verbreiten: http://frauenlandretten.at/

 

 

Hier noch die Informationen und der Link zu unserer Pressekonferenz:

https://www.facebook.com/vereinmaiz/videos/1620833794665067/

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Kulturrat Österreich: Studie Unselbständig|Selbständig|Erwerbslos

Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung.
Dezember 2017


Teil 1: Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus juristischer Sicht

Verfasser_innen: Ass-Prof.in Dr.in Barbara Trost (Universität Linz), Mag.a Birgit Waldhör (Arbeiterkammer Oberösterreich) und Mag.a Tanja Iljkic (BMF)

veröffentlicht im ÖGB Verlag


Teil 2: Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus sozialwissenschaftlicher Sicht

Verfasser_innen: Mag. Clemens Christl (Kulturrat Österreich), Dr. Mag. Markus Griesser (Universität Wien)

veröffentlicht im Eigenverlag, online hier - Dezember 2017; Zusammenfassung


Die beiden Studien haben einen klaren Befund ergeben und legen konkrete Schritte auf mehreren Ebenen nahe. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert - der juristische Part am 6.12. in Linz . Weitere Diskussionsveranstaltungen dazu sind in Planung.

Die Studie analysiert ausgehend von der aktuellen Rechtslage (und Durch­führungs­praxis) sowie unter Einbeziehung der kulturpolitischen Auseinandersetzung des Kulturrat Österreich Reibungs­punkte im Sozialsystem für Kunstschaffende. Sie stellt Probleme an den Kreuzungspunkten der verschiedenen Systemkomponenten anhand von Beispielen aus der Beratungspraxis der Interessengemeinschaften dar und zeigt vorhandene Lücken der sozialen Absicherung auf (ins­besondere bezogen auf Arbeitslosigkeit). Aus der eingehenden sozialrechtlichen Analyse werden mögliche Lösungsansätze – nicht nur – für Kunstschaffende abgeleitet.

Der juristische Teil der Studie fokussiert auf die für KünstlerInnen zentralen Gesetze im Bereich der Sozialversicherung ‒ Allg. Sozialversicherungsgesetz (ASVG), Gewerbliches Sozialver­sicherungs­gesetz (GSVG), Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) sowie KünstlerInnen-Sozial­versiche­rungs­fondsgesetz (K-SVFG) und KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz (KSV-SG) ‒ und betrachtet die arbeits- und versicherungsrechtlichen Konsequenzen im historisch-sozial­politischen Kontext und im Hinblick auf die Arbeits- und Lebensrealität von Kunst­schaffen­den. Ausgehend von typischen Erwerbsbiografien wird untersucht, inwieweit mangelnde Kom­pa­ti­bi­litäten der Rechtsnormen, Anwendungsmängel und Informationsdefizite problemgenerierend sind.


Als zeitlicher Rahmen für den sozialwissenschaftlichen Teil der Untersuchung wurden die Jahre 2008-2015 gewählt, beginnend mit der Präsentation der letzten umfassenden Studie zur sozialen Lage von Kunstschaffenden in Österreich (vgl. Schelepa et al. 2008) sowie dem Inkrafttreten der Novelle des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AlVG) von 2007, die einen zentralen Einschnitt im Feld markiert. Der Untersuchungszeitraum endet im Jahr 2015 mit der letzten Novelle des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetzes (K-SVFG).

  

Weitere Informationen: kulturrat.at

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Dachverband Salzburger Kulturstätten: Presseaussendung Kulturbudgets Salzburg

Land Salzburg: Anteil der freien Szene im Doppelbudget 2017/2018 stabil mit wenig Veränderung. „Was sich verändert und verbessert hat, ist die Gesprächsbereitschaft und Kooperation der BeamtInnen in der Kulturverwaltung. „Das stellt für Kulturvereine und KünstlerInnen gleichsam eine große Verbesserung dar. Nominell das deutlichste Plus – 19% – weisen die Salzburger Festspiele auf, die Steigerung ist zweckgebunden an Brandschutzmaßnahmen.“

Lob des offenen Prozesses zur Erstellung des Kulturentwicklungsplans, aber „Wir sind enttäuscht, darüber, dass es noch keine klaren Zeithorizonte und Etappen gibt, mit dem sich das Land Salzburg auf bestimmte Projekte und Projektschritte festlegen möchte. Ebenso enttäuschend ist, dass es kein eindeutiges Bekenntnis zu Fair Pay in der Kulturarbeit gibt.“

Stadt Salzburg: „Das Kulturbudget insgesamt erreicht 2018 einen nominellen Höchststand von Euro 32,173.400 (eine Steigerung um rund 680.000 Mio. Euro gegenüber VA 2017), damit macht das Kulturbudget 6,26 % am Gesamthaushalt aus. […] Der Anteil der »Freien« am gesamten Kulturbudget beträgt nun 15,7%, ein Rückgang von 0,2%. […] Es ist erfreulich, dass die Mittelfristigen Förderverträge noch erhöht und vertraglich fixiert wurden (tw. über dem Verbraucherpreisindex), einzelne Förderungen der freien Szene direkt erhöht wurden (etwa: plus 10.000.- für FS1), die Umsetzung des Projektes Rauchmühle sowie des Architekturhauses in das Budget Einfluss gefunden haben. […] Ziel bleibt die automatische, jährliche Abgeltung der Inflationsrate als Basis für bedarfsgerechte Förderungen und notwendige Investitionen.

 

Bund: »Mit Sorge blicken wir auf die Ankündigungen der neuen Bundesregierung«, sagt Karl Zechenter (Vorstand Dachverband Salzburger Kulturstätten), »eine Reihe von Maßnahmen zeigen, dass es stärker in Richtung Leuchtturmpolitik geht. Wir hoffen, dass die ebenfalls erwähnte Stärkung regionaler Kulturinitiativen umso kräftiger ausfällt.«

 

Weitere Infos: www.kultur.or.at

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Barbara Herold: Ehrengabe des Landes Vorarlberg

Barbara Herold, Regisseurin und Dramaturgin, wurde für die langjährige künstlerische Qualität ihrer Arbeit mit der Ehrengabe des Landes Vorarlberg gewürdigt.

Wir gratulieren Barbara, die auch als Bundeslandsprecherin der Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit mit viel Engagement tätig ist, zu dieser Würdigung ihrer künstlerischen Tätigkeit!

 

Weitere Informationen zur Auszeichnung:
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2883393/
www.vn.at
www.neue.at

 

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Neue Leiterin Theater am Petersplatz: Cornelia Anhaus

Die Kuratorin und Dramaturgin Cornelia Anhaus leitet ab 2018 das wieder eigenständig werdende Theater am Petersplatz in Wien.

Wir gratulieren!


Weitere Infos:
www.nachtkritik.de
www.sn.at


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#kulturlandretten/Land Oberösterreich: 16.109 Unterschriften übergeben

16.109 Unterschriften zur Unterstützung für "kulturlandretten" übergeben

Am 4.12. wurden die ersten 16.109 Unterschriften gegen die Sparpläne im Kulturbudget Oberösterreichs an Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Reinhold Kräter (Kulturdirektor) persönlich übergeben.
"kulturlandretten", eine Initiative der KUPF - Kulturplattform, wird u.a. aktiv unterstützt von der IG Freie Theaterarbeit.

Bei der offiziellen Überreichung der Unterschriften gestern in Linz zeigten ihre Unterstützung für die KUPF neben der IGFT auch VertrteterInnen der IG Bildende Kunst, der Anton-Bruckner-Universität und der Grazer Autorenvereinigung. Alle VertreterInnen richteten eindringliche Appelle an die Politiker und Beamten, das Kulturland Oberösterreich nicht aufzugeben, sondern im Sinne der AkteurInnen der Freien Szene einen Budgetzuwachs anzustreben und sich für den Ausbau der Kunst und Kultur des Landes politisch stark zu machen. Vereinbart wurde u. a. ein Runder Tisch mit dem Landeshauptmann und dem Kulturdirektor, bei dem die Entwicklungen der Kulturpolitik Oberösterreichs regelmäßig kritisch betrachtet und gemeinsam diskutiert werden. Wir bleiben am Ball!


Presseaussendung der KUPF, 6.12. zu den beschlossenen Kürzungen:
Land OÖ beschließt Kürzung der Kulturförderungen um 30%


Der oö. Landtag hat heute mit schwarz-blauer Mehrheit das Kulturbudget 2018 beschlossen. Die Kürzungen der Kulturförderungen von 30% wurden trotz zahlreichen Protesten nicht zurückgenommen. Die Kulturplattform Oberösterreich zeigt sich enttäuscht und kündigt weitere Proteste an.

Von den Kürzungen sind nicht nur die zeitgenössischen Kulturvereine betroffen, auch die Volkskultur und die Blasmusik wurden um 28% gekürzt.
„Damit erreichen wir den niedrigsten Stand der Kulturförderung seit Jahrzehnten“, kritisiert KUPF Geschäftsführer Thomas Diesenreiter. Er antwortet auch verärgert auf den Vorwurf der ÖVP Kultursprecherin Elisabeth Manhal, „Hysterie zu betreiben“: „Es ist unredlich, den hunderten Kulturvereinen und mehr als 16.000 Bürgerinnen und Bürger, die hinter ‚Rettet das Kulturland OÖ‘ stehen, Hysterie vorzuwerfen. Frau Manhal sollte sich darüber freuen, dass Oberösterreichs Bevölkerung ihr Kulturland so am Herzen liegt und sich für seinen Erhalt einsetzt.“

Auch den Hinweis, dass das Kulturbudget „nur um 3,5%“ gekürzt wird, lässt Diesenreiter nicht gelten: „Das sind rhetorische Täuschungsmanöver. Es nutzt nichts, wenn man immer wieder die selbe Zahl nennt, um das wahre Ausmaß dieses Kahlschlags in der Kulturlandschaft zu verbergen. Ja, im Gesamtbudget wurden nur 3,5% gekürzt, aber bei den Förderungen wurden astronomische 30% von einem auf den anderen Tag gestrichen, während die landeseigenen Einrichtungen nur 0,9% zum Sparkurs beitragen. Betroffen von dieser kurzsichtigen Kürzungspolitik sind tausende ehrenamtliche Vereine, von der kleinen Blasmusik bis zu den Kulturhäusern und freien Theatern. Wir werden die Auswirkungen dieses Kahlschlags nächstes Jahr genauestens beobachten und fordern weiterhin eine Erhöhung der Mittel im kommenden Jahr.“

Vorschläge liegen auf dem Tisch

Trotz dieses vorläufigen Rückschlags ist die KUPF OÖ verhandlungsbereit und hat einen „Pakt zur Sicherung des Kulturlands“ vorgelegt. Darin wird unter anderem ein stabiler und gesicherter Budgetpfad ab 2019 gefordert, der kulturelles Wachstum ermöglicht und das Förderminus von 68% bis 2022 schrittweise wieder ausgleicht. Weitere Forderungen sind die Verkürzung der oft langwierigen Förder-Prozeduren, die Einführung unabhängiger Jurys für Förderentscheide oder die Entwicklung neuer Fördermodelle für spezifische Ziele wie Internationalisierung oder Digitalisierung. „Es soll in den nächsten Wochen noch einen 2. Runden Tisch mit dem LH geben. Für uns ist klar: Wenn schon 2018 ein kulturelles Trauerjahr wird, dann muss zumindest ab 2019 wieder kulturelles Wachstum möglich sein“, fordert Diesenreiter abschließend.

Infos zur Kampagne „Rettet das Kulturland OÖ“: https://kulturlandretten.at

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Freies Theater Innsbruck: zum 5. Geburtstag neuer Name, neues Design

Herzlichen Glückwunsch zum 5. Geburtstag!

Freies Theater Innsbruck präsentiert sich seit 1. Dezember mit neuem Namen und neuem Design. Wer sich über die Hintergründe interessiert, der und dem empfiehlt das BRUX-Team die Lektüre zweier ausgewählter Presseartikel:

Produktives Knirschen im Freien Theater Innsbruck
(Tiroler Tageszeitung, Do 30.11.2017)

Happy Birthday, BRUX! 5 Jahre Freies Theater Innsbruck
(franzmagazine, Fr 01.12.2017)


Und es gibt eine neue Webiste: www.brux.at

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Erhalt der Kulturredaktion und Kulturberichterstattung im ORF Vorarlberg

Bericht über die Diskussion am 27.11.2017

Petition unterzeichnen: www.openpetition.eu


Die Teilnahme von gut 300 interessierten Menschen an der Diskussion, am 27.11.2017, 19h, im vorarlberg museum zum "Erhalt der Kulturredaktion und Kulturberichterstattung im ORF Vorarlberg" hat uns gezeigt, wie brisant das Thema Kunst und Kultur in medialer Abbildung, Gesellschaft und Politik ist. Das Podium mit ORF Vbg-Chefredakteur Gerd Endrich, Landesrat Christian Bernhard und den hervorragend vorbereiteten und eloquenten Kulturakteur_innen Barbara Herold, Wolfgang Mörth und Hanno Loewy wurde professionell von Angelika Böhler moderiert.
Die Rückmeldungen aus dem Publikum waren so vielfältig wie qualifiziert.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Rückhalt und Einbringen in die Diskussion seitens Kolleg_innen und Bevölkerung - sowohl in fachlichen und persönlichen Aussagen als auch als Unterschrift auf unserer Petition. Gemeinsam mit den Kolleg_innen der IG- und Netzwerkgruppe und der Plattform gegen den Kulturabbau im ORF bleiben wir dran am Thema.

Plattform gegen den Kulturabbau beim ORF

(Prof. Dr. Walter Fink und Mag. Meinrad Pichler)

IG- und Netzwerkgruppe Vorarlberg

(IG Kultur Vorarlberg, IG Freie Theater, literatur:vorarlberg netzwerk, Landesverband Vorarlberger Amateurtheater, netzwerkTanz Vorarlberg und Werkraum Bregenzerwald)


Medienberichte:
www.kulturzeitschrift.at

derstandard.at

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Land Steiermark: Neues Kulturkuratorium

In der Sitzung der Steiermärkischen Landesregierung vom Donnerstag, 23. November 2017, wurden die Mitglieder des Kulturkuratoriums auf Vorschlag von Kulturlandesrat Christopher Drexler für die Funktionsperiode 1. Jänner 2018 bis 31. Dezember 2020 bestellt.

 

Weitere Infos: steiermark.at/

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SVA Landesstelle Wien: vorübergehend im 3. Bezirk
Die Landesstelle Wien übersiedelt vorübergehend ab 18. Dezember 2017 von der Wiedner Hauptstraße in den 3. Bezirk.
https://www.svagw.at/portal27/svaportal/content?contentid=10007.785714&viewmode=content
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Wiener Perspektive: Pressemitteilung zum Petersplatz

Pressemitteilung der Wiener Perspektive vom 22.11.2017

 

Theater am Petersplatz - Die Wiener Perspektive begrüßt den Rückzug der IGFT aus der Jury


Die Wiener Perspektive begrüßt den Rückzug der Interessensgemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT) aus der Jury zur Findung der „Kuratorischen Leitung / Geschäftsführung“ der Theater am Petersplatz GmbH laut Pressemitteilung vom 13.11.2017.

In der Pressekonferenz am 27. September 2017 hat die Wiener Perspektive bereits auf die in den institutionalisierten Spielstätten Wiens geläufige Verwirrung von „Koproduktion“ und „Kooperation“ hingewiesen und die Einhaltung tatsächlicher Koproduktionsbedingungen für KünstlerInnen gefordert. Die Ausschreibung eines weiteren Kooperationshauses ist daher nicht im Sinne der Wiener Perspektive. 

Zudem fragt die Wiener Perspektive, ob die von der Konzeptförderungsjury geforderte künstlerische und ökonomische Trennung des Eldorado vom Werk X mit dem sich augenblicklich abzeichnenden Profil, sowie den zur Bewerbung mit ausgegebenen Factsheets ausreichend gewährleistet werden kann.

Wiener Perspektive

https://www.facebook.com/Wiener-Perspektive-521932301503469/

Wiener Perspektive ist eine offene Plattform von Wiener KünstlerInnen für Wiener KünstlerInnen der freien Kunst und Performance Szene.

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Dachverband Salzburger Kulturstätten: Presseaussendung zur Bürgermeisterwahl Salzburg

Die Kulturstadt braucht Mut und klare Positionen


Der Dachverband Salzburger Kulturstätten fordert die Bürgermeisterkandidaten und -kandidatin auf zur Kultur in der Stadt Salzburg Stellung zu beziehen – und nennt einige offene Baustellen. 


»Salzburg ist Kulturstadt« – da dürften sich alle KandidatInnen zur Bürgermeisterwahl wohl einig sein. Im Detail verraten die meisten Kandidatinnen aber nur wenig über ihre kulturpolitischen Positionen. »Kultur ist so ein bedeutender Faktor in der Stadt – vom Tourismus bis zur Lebenskultur –, dass die Wähler und Wählerinnen wissen müssen, was sie erwartet«, sagt Karl Zechenter, Obmann des Dachverband Salzburger Kulturstätten: »Kultur ist Thema. Wir fordern die Kandidaten dazu auf klar zu sagen, was und wie sie die Kultur Salzburgs mitgestalten wollen. Die Kulturstadt braucht Mut und klare Positionen«. Der Dachverband Salzburger Kulturstätten vertritt insgesamt 75 Kulturstätten, davon 46 in der Stadt Salzburg.


[…]


Die offenen Baustellen: Kulturhauptstadt, Rauchmühle

Wer die Wahl hat, hat die Qual – das muss nicht unbedingt sein: In Salzburg gibt es in der Kultur viele Projekte, bei denen sich ein zukünftiger Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin profilieren kann: »Wie steht es mit kulturellen Aktivitäten in den Stadtteilen und wird das Festspiel-Festjahr 2020 ein Fest für alle SalzburgerInnen? Erhält der Sound der Jugend genauso viel Raum, wie ein Sound of Music-Museum? Wie werden die finanziellen Schwerpunkte hier gesetzt? Wer Kultur nur als Mittel zum Tourismus sieht, braucht sich über den Verlust an Lebensqualität nicht zu wundern.« 


  • Kultur finanzieren: Kulturbudget erhöhen, mittelfristig absichern!

Das ist die entscheidende Frage: Wie halten es die PolitikerInnen mit der Finanzierung? »Mindestens 1% des Gemeindebudgets für zeitgenössische Kulturproduktion und –vermittlung«, sagt dazu Karl Zechenter. Mittelfristige Förderungen haben sich bewährt – alle KandidatInnen – mit Ausnahme der FPÖ – wollen sie beibehalten. Und Salzburg braucht einen Impuls um neues zu ermöglichen – in der kulturellen Bildung, Veranstaltungen und Vermittlung in allen Stadtteilen. Fair Pay für Kulturarbeit muss dabei eine Selbstverständlichkeit sein. 


  • Rauchmühle vorantreiben!

Wo proben Salzburgs Theaterschaffende, Tänzer, Tänzerinnen und Chöre ihre Auftritte? In kaum geeigneten Räumen – seit Jahren ist das Problem der Probennot der Stadt bekannt und im eigenen Kulturleitbild benannt. »Ein zukünftiger Bürgermeister oder Bürgermeisterin kann hier Mut und Weitblick erweisen und endlich den vielen Salzburger Gruppen ein Probenhaus zur Verfügung stellen«, so Zechenter. Bestehende Pläne dazu dass in der Rauchmühle umzusetzen, sind wieder verschwunden. Die zentrale Frage der Interessenvertretung: Bleibt es beim Probenzentrum oder denkt man hier etwa bereits an eine andere, kommerziell »interessante« Nutzung des Gebäudes? Zudem: es fehlen noch adäquate Probenmögklichkeiten für MusikerInnen! 

 […]


http://www.kultur.or.at
http://www.kultplan.at

https://www.facebook.com/Dachverband.Kultur.Salzburg

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Barbara Kraus: neues Vorstandsmitglied der IGFT

Wir freuen uns, mit Barbara Kraus (Choreografin/Performerin) ein neues Vorstandsmitglied gewonnen zu haben. 

Sie ersetzt Martin Dueller im Vorstand der IG Freie Theaterarbeit, für dessen Engagement vor allem für die gift.zeitschrift für freies theater wir ihm sehr herzlich danken und begrüßen mit Barbara eine erfahrene Akteurin der Freien Szene!

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Finanzminister Hans Jörg Schelling hält Geld für die Freie Szene zurück

Pressemitteilung der IG Freie Theaterarbeit, 15.11.2017

Im April 2017 hat Bundesminister Thomas Drozda 3 Mio. € zugesagt - siehe Interview mit der Kleinen Zeitung vom 5.4.2017: "Und gerade im Bereich der Freien Szene setzen wir ja Schwerpunkte: Mitte 2016 habe ich ein 3-Millionen-Euro-Paket für die Erhöhung der Stipendien und der Personenförderung gestartet und durch ein neues Paket für die "freien Gruppen" ergänzt. In Summe stehen ab heuer 6 Millionen Euro mehr in diesem Bereich zur Verfügung, das ist eine Erhöhung um rund 10 Prozent".
Quelle: https://www.bundeskanzleramt.gv.at/-/thomas-drozda-ich-habe-nicht-vor-die-budgets-zu-kurzen-

Nun ist es anders gekommen: Finanzminister Hans Jörg Schelling hält die zugesagten 3 Mio. € zurück! Für viele KünstlerInnen bedeutet dies, während bereits laufender Produktionen kein Geld zu erhalten.
Ein Skandal - und ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten? Die IG Freie Theaterarbeit fordert die prompte Auszahlung der Gelder!

 

Betroffene, die bisher noch keinen Kontakt zu uns aufgenommen haben, bitte um schnelle Rückmeldung an uns (mail an u.kuner@freietheater.at)

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Theater am Petersplatz: Rückzug aus Jury

Pressemitteilung der IG Freie Theaterarbeit, 13.11.2017

Es war vorgesehen, dass die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT; in Person Ulrike Kuner) in der Jury zur Findung der im Oktober ausgeschriebenen "Kuratorischen Leitung / Geschäftsführung" der Theater am Petersplatz GmbH vertreten ist.

Nach genaueren Informationen betreffend Finanzen und Organisationsstruktur der
Theater am Petersplatz GmbH hat der Vorstand der IGFT beschlossen, nicht an dieser Jury teilzunehmen.

Die IGFT forderte am Petersplatz ein Koproduktionshaus - statt des nun ausgeschriebenen "Kooperationshauses" - und damit deutlich verbesserte Bedingungen für die Freie Szene, vor allem eine faire Bezahlung / Koproduktionsbeiträge für die KünstlerInnen.
Mit den ausgeschriebenen Parametern ist eine solche Umsetzung nicht möglich.

Vorstand und Geschäftsführung der IG Freie Theaterarbeit

 

 

Siehe dazu auch: www.derstandard.at/2000067880599/Toxic-Dreams-Der-Kuenstler-ist-zum-Content-Provider-geworden

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Simon Mayer: Gratulation zum Outstanding Artist Award

Wir gratulieren und freuen uns mit Simon Mayer über die Verleihung des Outstanding Artist Awards in der Sparte Darstellende Kunst durch das Bundeskanzleramt Österreich!

Weitere Infos: derstandard.at

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Nestroypreisverleihung an Michael Turinsky & Doris Uhlich

 Der Nestroy-Preis 2017 war ein anregender, aufwühlender, berührender Abend - ganz unerwartet.

Umso schöner, dass mit Doris Uhlich und Michael Turinsky außergewöhnliche KünstlerInnen ausgezeichnet wurden, die gemeinsam eine tolle Produktion realisiert haben (ravemachine), aber jede(r) für sich so exemplarisch für die diverse, starke und vielfältige Freie Szene Österreichs stehen.

Michael Turinskys Dankesrede wird uns im Gedächntnis bleiben - wir gratulieren beiden KünstlerInnen von Herzen!

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Kulturplattform Oberösterreich (KUPF): Kunst & Kultur unerwünscht?

Infos zur Kampagne „Rettet das Kulturland OÖ“: kulturlandretten.at


Pressemitteilung der KUPF vom 8.11.2017:

Kunst & Kultur unerwünscht? Rekordkürzungen im Landesbudget geplant

Der nun veröffentlichte Budgetentwurf der Landesregierung lässt die schlimmsten Befürchtungen der Kulturplattform OÖ wahr werden: Statt der geforderten Aufstockung der Mittel wird besonders die zeitgenössische Kunst und Kultur radikal gekürzt. Der geplante kulturelle Kahlschlag in einem der reichsten Bundesländer Österreichs lässt die Kritiker dieses Kurses fassungslos zurück.

Die Änderungen der wichtigsten Budgetansätze im Budgetentwurf der Landesregierung zeigen ein dramatisches Bild im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur:

Musik -33%

Bildende Kunst -31%

Literatur -34%

Kunstpflege -20%

Filmförderung -28%

Regionale Kulturinitiativen -10%

Auch die Volkskultur und die Blasmusik sollen um 28% gekürzt werden. Am wenigsten zum Kürzungskurs tragen die großen Institutionen des Landes bei: Sie müssen meist nur zwischen 3% und 6% sparen. Und das Landesmusikschulwerk und die Landesausstellungen dürfen sich sogar über ein Plus von 1,5 Mio € und 0,9 Mio € freuen.

„Noch nie hat das Land Oberösterreich in den letzten beiden Jahrzehnten so wenig Förderungen für die zeitgenössische Kunst und Kultur ausgeschüttet. In Summe liegen alle Förderungen damit nur noch bei 4,7 Mio € - vor wenigen Jahren wurden hier noch 9-10 Mio € in das Kulturland OÖ investiert“, so der Geschäftsführer der KUPF OÖ, Thomas Diesenreiter. „Mehr als 7.000 Personen haben bereits unsere Kampagne ‚Rettet das Kulturland OÖ‘  unterzeichnet und damit ein deutliches Zeichen gegen diese Kürzungspolitik gesetzt. Wir fordern die Landespolitik auf, diese Kürzungspläne sofort fallen zu lassen und an das Reißbrett zurückzukehren. Diese Pläne drohen zu zerstören, was wir alle in Oberösterreich in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. KünstlerInnen werden Oberösterreich verlassen, es wird deutlich weniger Programm geben, Jobs werden vernichtet, wir werden Infrastruktur schließen müssen und ehrenamtliche Vereine verlieren.“

Der Budgetentwurf zeigt gleichzeitig, dass die Kürzungen nicht notwendig, sondern ideologisch motiviert sind. Denn den Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich stehen Budgeterhöhungen in anderen Bereichen gegenüber: Das Sicherheitsbudget wurde teils um 1050% (kein Tippfehler) erhöht. Auch die Wirtschaftsförderungen und die Forschungsförderung für Firmen wurden um zweistellige Millionenbeträge massiv erhöht. „Wirtschaftslandesrat Strugl nimmt hier bewusst das Sterben der Kulturwirtschaft in Kauf. Wir fragen uns, ob dem Wirtschaftslandesrat bewusst ist, welche wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Kahlschlag auch auf Bereiche wie die Kreativwirtschaft und den Tourismus hat: Wer will denn noch in dieses Bundesland investieren, wenn es zur Kulturwüste geworden ist?“, so Diesenreiter abschließend.

Infos zur Kampagne „Rettet das Kulturland OÖ“: kulturlandretten.at

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IG Autorinnen Autoren: Offener Brief an Koalitionsverhandler*innen

Offener Brief an die Koalitionsverhandler*innen zum Wert von Kunst und Kultur

Kunst und Kultur drohen unter Schwarztürkisblau bundesweit schwierige Zeiten. Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren sucht Organisationen und Einrichtungen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Bildung, die mit ihm die unten stehende Erklärung „Der Wert von Kunst und Kultur“ unterschreiben.
Unterstützungen bitte so rasch als möglich per Mail an gr@literaturhaus.at senden.
Der Text wird von Gerhard Ruiss noch bis Ende dieser Woche mit allen Unterschriften an die Koalitionsverhandler*innen geschickt.


Hier der Text:
Der Wert von Kunst und Kultur

Kunst und Kultur haben im eben zu Ende gegangenen Wahlkampf so gut wie keine Rolle gespielt. Umso deutlicher kommt gleich im ersten nach der Nationalratswahl vorgestellten Budget, dem des schwarz-blau regierten Landes Oberösterreich für 2018, zum Ausdruck, welche Bedeutung Kunst und Kultur in der Zukunft zugestanden wird: Unter anderem wird bei ihr kräftig gespart, vor allem, um Mittel für die Digitalisierung freizumachen, wie der oberösterreichische Landeshauptmann erklärte. Die Vielfalt des künstlerischen und kulturellen Lebens wird durch ideelle Geringschätzung und weniger Geld gefährdet, ihre Bedeutung im öffentlichen Leben weiter ausgehöhlt.

Diese Politik steht nicht nur in krassem Gegensatz zu den Eigendefinitionen Österreichs als „Kulturnation“, ja „Kulturweltmacht“, sie stellt auch eine grobe Missachtung der von Österreich unterzeichneten und mitgetragenen Unesco-Konvention für kulturelle Vielfalt dar. Im Artikel 10 dieses völkerrechtlichen Abkommens heißt es:

Die Vertragsparteien
a) stärken und fördern das Verständnis für die Bedeutung, die dem Schutz und der Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zukommt, unter anderem durch Bildungsprogramme und Programme zur Förderung der Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit;
b) arbeiten mit anderen Vertragsparteien sowie mit internationalen und regionalen Organisationen zusammen, um das Ziel dieses Artikels zu erreichen;

Der Wortlaut des Artikels 10 ist eindeutig. Wir fordern seine Einhaltung und Umsetzung, sowohl durch entsprechende Berücksichtigung im Regierungsprogramm als auch durch die ebenso vorgesehene Einbindung der betreffenden zivilgesellschaftlichen Einrichtungen in die Programmerstellung laut Artikel 11:

Die Vertragsparteien erkennen die grundlegende Rolle der Zivilgesellschaft beim Schutz und bei der Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen an. Die Vertragsparteien ermutigen die Zivilgesellschaft zur aktiven Beteiligung an ihren Bemühungen, die Ziele dieses Übereinkommens zu erreichen.

Seit zehn Jahren warten Kunstschaffende, Kulturvermittler, die Kulturwirtschaft usw. auf Initiativen der österreichischen Bundesregierung zur Bewusstseinsbildung für den Wert von Kunst und Kultur in der Öffentlichkeit. In dieser Zeit wurden stattdessen Schulreformen umgesetzt, die musische Fächer und Inhalte zurückdrängen, wurde der um sich greifenden Lust kulturferner Kreise, die Kulturstaatstradition dieses Landes vehement in Frage zu stellen, nichts entgegengesetzt, wurde der völkerverbindenden Kraft von Kunst und Kultur in schwierigen Zeiten bewusst Nachrang eingeräumt. So erschwerte man, ebenfalls gegen Buchstaben und Geist der Unesco-Konvention für kulturelle Vielfalt, die Visaerteilung für Kunstschaffende aus Ländern, deren Bevölkerung nur noch als potentielle Armutsmigranten wahrgenommen wird.

Kunst und Kultur sind kein Rahmenprogramm für anstrengende Konferenztage, keine Behübschung wichtigeren Tuns. Sie sind selbst von größter Bedeutung, für die umfassende Bildung und Entfaltung der Gesellschaft ebenso wie als wirtschaftlicher Faktor.

Wir fordern daher die künftige Regierung zu größtmöglicher Aufmerksamkeit gegenüber Kunst und Kultur auf sowie zur maximalen Sorgfalt im Umgang mit ihr und legen größten Wert auf die Einbindung von Kunst- und Kulturschaffenden sowie ihren Einrichtungen in die Entwicklung von Kunst- und Kulturprogrammen der politisch Verantwortlichen. Es gilt, das Erreichte zu sichern und auf dem gesicherten Erreichten aufzubauen. Es gilt vor allem, die Verbindungen zwischen Kultur-, Bildungs- und Medienpolitik auszubauen und die elementar wichtige Rolle von Kunst und Kultur für ein gedeihliches Miteinander aller gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen zu stärken.

Für die Konkretisierung einer bundesweiten Kampagne zum Zwecke der Bewusstseinsbildung für den Wert einer vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft stehen wir nicht nur gern zur Verfügung, wir erwarten uns vielmehr Gesprächseinladungen.

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Kulturrat Österreich: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Der Kulturrat Österreich hat seine Anliegen für ein künftiges Regierungsprogramm veröffentlicht. Zu den Forderungen zählt zuvorderst der Wunsch nach angemessener Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit. Der ORF hat online berichtet.

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Kulturschaffende Oberösterreich: #kulturlandretten

Petition unterschreiben

 

Oberösterreichs Kunst- und Kulturschaffende lehnen die angekündigten, massiven Kürzungspläne der Landesregierung ab. Sie haben daher am Wochenende (21./22. Oktober 2017) die Kampagne "Rettet das Kulturland OÖ" gestartet. Mehrere Millionen Euro Kulturbudget sollen gestrichen werden, die landeseigenen Kulturhäuser werden "umstrukturiert" und bei den regionalen Kulturinitiativen und Kunstschaffenden werden Kürzungen von 30% oder mehr befürchtet. Die AktivistInnen haben in den ersten 48 Stunden bereits mehr als 1.600 Unterschriften für die Rettung des Kulturlandes OÖ gesammelt.

Zahlreiche Kulturschaffende haben deshalb am Samstag die Initiative
"Rettet das Kulturland Oberösterreich" ins Leben gerufen. Die Initiative fordert die Sicherung der regionalen Kulturinitiativen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Kulturinstitutionen und dafür deutlich mehr Geld für Kunst- und Kultur. Auch wird die Einhaltung und Umsetzung des Kulturleitbilds des Landes OÖ eingemahnt, in dem ein Bekenntnis des Landes OÖ zur Förderung von Bildung und Kultur festgeschrieben ist.

Viele prominente KünstlerInnen unterstützen das Vorhaben bereits mit Unterstützungserklärungen. Die Petition an das Land OÖ kann über die Kampagnenwebsite kulturlandretten.at unterschrieben werden.
Die AktivistInnen kündigen weitere Proteste und Aktionen an. Sie erinnern auch an das berühmte Zitat des ehemaligen Landeshauptmanns:

„Die Frage ist nicht, ob wir uns die Kultur leisten können, sondern ob wir uns die Unkultur leisten wollen.“ - Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann a.D.


Weitere Informationen und Möglichkeit die Petition zu unterschreiben: https://kulturlandretten.at/

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IGFT: Anmerkungen zur Nationalratswahl

Heißer - oder leiser? - Herbst

Noch steht das amtliche Endergebnis nicht fest, dennoch zeichnet sich eine unsichere Zukunft gerade für die freischaffenden KünstlerInnen Österreichs und die zeitgenössische Kunst ab.

Regierungsverhandlungen sind im Gange, der Ausgang ist ungewiss.
Die bereits vor der Wahl befragten Kultursprecher der Parteien (zur Erinnerung: am 20.9. fand u.a. im depot eine vom Kulturrat Österreich organisierte Veranstaltung zu diesem Thema statt) äußerten durchgehend Verständnis und Handlungsbedarf hinsichtlich der Bedingungen für die freischaffenden KünstlerInnen und forderten, die zeitgenössische Kunstformen zu unterstützen – nur gab es gerade von der Partei, die vergangenen Sonntag die meisten Stimmen zählen durfte und sich im bürgerlichen Bildungskontext wähnt, leider gar keine Reaktion geschweige denn Ideen, wie sie zukünftig konstruktiv mit den drängenden Fragen der Freien Szene und einer zeitgenössischen Kunstszene umzugehen denkt.

Österreichs Identität beruht zu einem hohen Grad auf den Leistungen von ExperimentalkünstlerInnen der jeweiligen Zeit. Dies muss der Auftrag sein: solche KünstlerInnen und deren Kunst zu fördern und zu unterstützen, und zwar strukturell und grundsätzlich.

Wir möchten noch einmal auf die gemeinsam in der ARGE Kulturelle Vielfalt erstellten Forderungen an eine zukünftige Regierung Österreichs hinweisen, da genau hier die Themen genannt sind, die ein vielfältiges und kulturell starkes Österreich bedingen.

„Wir, Mitglieder der ARGE Kulturelle Vielfalt der Österreichischen UNESCO-Kommission, die mehr als 350.000 Kunst- und Kulturschaffende und über 500 Kunst- und Kulturverbände in Österreich vertreten, erinnern ausdrücklich daran, dass Österreich der „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ beigetreten ist (BGBl III Nr.34/2007).

Die Republik hat sich damit verpflichtet, alle erforderlichen Schritte zu setzen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Vielfalt in Kunst, Kultur und Medien frei entfalten kann und die künstlerisch-kulturellen Wahlfreiheiten jedes einzelnen Mitglieds in der Gesellschaft gestärkt werden. Es geht um eine Kulturpolitik des Ermöglichens, die der fortschreitenden Kommerzialisierung des Kunst- und Kulturbereichs aktiv entgegenwirkt. Dies ist sowohl ein kulturpolitisches Bekenntnis, als auch ein konkreter Arbeitsauftrag – auch an die nächste Bundesregierung.

Konkrete Maßnahmen und Strategien müssen im Regierungsprogramm verankert werden, um die Bestimmungen und Ziele der Konvention umzusetzen. Wir appellieren daher an die nächste Bundesregierung:

- Kunst und Kultur auf MinisterInnenebene vertreten
Kunst und Kultur müssen auf Bundesebene in einem eigenen Ressort angesiedelt und durch eine/n sachkundige/n MinisterIn vertreten sein.

- Strukturelle Einbeziehung der Zivilgesellschaft
Eine konsequente Einbeziehung der Expertise von Kunst- und Kulturschaffenden sowie ihrer Interessenvertretungen in kulturpolitische Entscheidungsprozesse muss selbstverständlich sein. In diesem Sinne müssen strukturelle Beteiligungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft für eine transparente, faktenbasierte und partizipative Politikgestaltung entwickelt und etabliert werden!

- Bessere soziale Absicherung schaffen
Die soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden muss verbessert werden. Das Kunst- und Kulturressort muss es sich zur zentralen Aufgabe machen, für die Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu sorgen, die der zunehmenden Prekarisierung entgegenwirken. Insbesondere gilt es die seit vielen Jahren bestehenden Probleme im Zusammenspiel von selbstständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit sowie erwerbslosen Phasen zu lösen. Auch
Krankengeld, Selbstbehalte, Pensionsversicherung, Betreuung von erwerbslosen KünstlerInnen und KünstlerInnensozialversicherungsfonds bieten Herausforderungen für Verbesserungsmaßnahmen.

- Angemessene Bezahlung für Kunst- und Kulturarbeit
Mindeststandards zur Abgeltung künstlerischer Arbeit müssen verankert werden – auch als Voraussetzung für die Förderung von Kunst und Kultur mit öffentlichen Mitteln. 

- Gerechte Anteile für die UrheberInnen und Leistungsschutzberechtigten
Die bestehende Unausgewogenheit der Verhandlungsmacht zwischen Kreativen und VerwerterInnen muss durch ein UrheberInnenvertragsrecht ausgeglichen werden. Die Abschaffung der cessio legis für FilmschauspielerInnen ist überfällig. Eine Ausstellungsvergütung muss verankert werden.

- Kunst und Kultur in den ORF
Standards zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kultur- und Bildungsauftrags des ORF müssen verbindlich definiert und umgesetzt werden. Kunst- und Kulturschaffende sind mit Sitz und Stimme in die Entscheidungsgremien des ORF einzubeziehen.

- Vielfalt von Kunst und Kultur finanziell sichern
Die Kunst- und Kulturförderung ist danach auszurichten, die Vielfalt des zeitgenössischen Kunstschaffens zu sichern! Auch eine deutliche Ausweitung und kontinuierliche Valorisierung der zeitgenössischen Kunst- und Kulturförderung ist notwendig – auch, um faire Bezahlung von Kunst- und Kulturschaffenden zu gewährleisten.

- Mobilität statt Barrieren
Die Mobilität von KünstlerInnen und künstlerischen Produktionen ist im Sinne der kulturellen Vielfalt zu fördern. Für Kunst- und Kulturschaffende aus sog. EU-Drittstaaten, die in Österreich temporär tätig sein wollen, sind verfahrenstechnische Erleichterungen vorzusehen. Fremden- und beschäftigungsrechtliche Mobilitätsbarrieren sind ebenso abzuschaffen wie
steuerliche Hürden (z.B. AusländerInnensteuer). Entsprechende Maßnahmen gilt es auch auf europäischer Ebene durchzusetzen.

- Keine Liberalisierungen im Kunst-, Kultur- und Medienbereich
Entschieden entgegenzutreten ist weiteren Liberalisierungsversuchen und Liberalisierungen im Kunst-, Kultur- und Medienbereich durch internationale Handelsabkommen! Vielmehr sind Kunst und Kultur durch technologieneutrale, horizontale Ausnahmen in sämtlichen bi- und plurilateralen Handelsabkommen zu schützen.

- Kulturelle und kreative Bildung stärken
Kulturelle und kreative Bildung im regulären Schulsystem müssen gestärkt, die dafür erforderlichen Standards, Rahmenbedingungen und Qualifizierungen geschaffen werden. Insbesondere für Kunstsparten, die in Schulcurricula nicht enthalten sind, gilt es Angebot und Zugang zu schaffen.

Die „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ ist kein Schönwetterprogramm. Sie ist eine völkerrechtliche Verpflichtung, die Österreich freiwillig und auf Dauer eingegangen ist. Im kommenden Regierungsprogramm muss sich diese Verpflichtung widerspiegeln – im Interesse der
gesamten Gesellschaft, nicht nur im Interesse der Kunst- und Kulturschaffenden in Österreich.

Nähere Ausführungen zu unseren Forderungen finden Sie online im Schlusskommuniqué der Klausurtagung Kulturelle Vielfalt unter:
https://www.unesco.at/kultur/vielfalt-kultureller-ausdrucksformenartikel/article/klausurtagung-kulturelle-vielfalt/

Es geht nicht an, dass sich Österreich verpflichtet hat, die Konvention umzusetzen und gleichzeitig Gesetze beschließt, die im klaren Widerspruch zu den Zielen der Förderung kultureller Vielfalt stehen. Dies gilt auch für die anderen Kulturkonventionen, die Österreich ratifiziert hat.

Die nächste Bundesregierung wird daran gemessen werden, wie sie mit den Kunst- und Kulturschaffenden dieses Landes umgeht und welchen Beitrag sie zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen leistet. Welche Maßnahmen wird sie setzen, um tatsächlich der Umsetzung der UNESCO-Konvention nachzukommen?“

IGFT, 19.10.2017

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Offener Brief von Vorarlberger Kulturinitiativen und Einrichtungen an ORF-Intendanz und Politik

Schildbürgerstreich im ORF Radio Vorarlberg
Montag, 16. Oktober 2017     

Sehr geehrter Herr Intendant Klement,
sehr geehrter Herr Landeshauptmann Wallner,
sehr geehrter Herr Landesrat Bernhard,   

das ORF Radio Vorarlberg hat mit "Kultur nach 6" ein Sendeformat geschaffen, das sich bewährt hat.  Hintergrundberichte, Nachbesprechungen, Ankündigungen, gestaltet von engagierten Redakteur_innen, die in intensivem Kontakt mit den Kulturschaffenden stehen. Diese Zeit ist vorbei.  Die kulturelle Berichterstattung wurde um zwei Stunden nach hinten verlegt, wo sie jetzt in direkter, zeitlicher Konkurrenz zu jenen Ereignissen steht, über die sie berichtet.   

Im Klartext: Während die neue Sendung läuft, befindet sich ein großer Teil jener, die zuhören sollten  und es auch gerne tun würden, im Theater, beim Konzert, in der Ausstellung. Ein Schildbürgerstreich, der von der verantwortlichen Intendanz frech als ein Aufwertungsprojekt verkauft wird. In Wahrheit handelt es sich um einen weiteren Schritt hin zur Abschaffung einer eigenständigen Kulturabteilung.  Logische Begleitmaßnahmen sind nicht verlängerte Verträge mit Kulturredakteur_innen, nicht nachbesetzte Posten und die immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen für die Handvoll der noch Verbliebenen. Und das in einem Unternehmen, das im Grunde den Hörer_innen gehört, finanziert von deren Steuern und Beiträgen, aufrecht erhalten von deren Hoffnung auf die Erfüllung  des Kultur- und Bildungsauftrags. Die entsprechenden Gesetze sind nachzulesen, die Kontrolle ihrer Einhaltung wäre Aufgabe der Politik. Stattdessen huldigen die Verantwortlichen dem Fetisch ökonomischer Effizienz. Und zwingen die Kulturabteilung jenen Sendeplatz nach 18 Uhr zu räumen, den sie durch ihre Arbeit – die Publikumszahlen belegen es – wertvoll gemacht hat. Zu wertvoll offenbar, um ihn auch weiterhin an eine Kultursendung zu verschwenden.    

Die unterzeichnenden Kulturinitiativen fordern Intendanz und Politik dazu auf, diese Entwicklung zu stoppen, sich der Chancen eines öffentlich-rechtlichen Senderkonzepts wieder bewusst zu werden  und ihre diesbezüglichen Verpflichtungen zu erfüllen.     

Mit besten Grüßen,

GAV Regionalgruppe Vorarlberg 
IG Freie Theater Vorarlberg 
IG Kultur Vorarlberg – Interessensvertretung autonomer Kulturinitiativen 
Landesverband Vorarlberg Amateurtheater 
Literatur Vorarlberg 
literatur:vorarlberg netzwerk 
netzwerkTanz Vorarlberg 
Theater am Saumarkt 
unartproduktion & Mundartmai 
Vorarlberg Museum 
Werkraum Bregenzerwald 

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Notstandshilfe endlich von Partnereinkommen entkoppelt

Die Anrechnung der Notstandshilfe an das Partnereinkommen wird abgeschafft und damit finanzieller Abhängigkeit bei Partner*innenschaft endlich entgegengewirkt.


Eine Forderung des Kulturrat Österreich ist damit erfüllt. Weitere Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitslosenversicherung: http://kulturrat.at/agenda/ams/infoAMS/massnahmenAMS

Weitere Infos:
www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2017/PK1058/index.shtml
www.ots.at

Im Kulturrat Österreich arbeiten folgende Interessenverbände zusammen:
ASSITEJ Austria - Junges Theater ÖsterreichBerufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Dachverband der Filmschaffenden, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, Österreichischer Musikrat - ÖMR, IG Übersetzerinnen Übersetzer, Verband Freier Radios Österreich, VOICE - Verein für Leistungsschutz der SprecherInnen und DarstellerInnen

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Nationalratswahl 2017

Be aware and vote: Offener Brief der ARGE UNESCO zur Nationalratswahl 2017


Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 wenden sich Mitglieder der ARGE Kulturelle Vielfalt in einem Offenen Brief an alle wahlwerbenden Parteien betreffend die „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“.

Die ARGE Kulturelle Vielfalt ist die Dialogplattform der Österreichischen UNESCO-Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft am Prozess der Umsetzung der UNESCO-Konvention 2005. Sie repräsentiert über 350.000 Kunst- und Kulturschaffende und über 500 Kunst- und Kulturverbände in Österreich.


In einem Offenen Brief formulieren Mitglieder der ARGE Kulturelle Vielfalt Maßnahmen für eine Kulturpolitik im Sinne der Konvention in der kommenden Legislaturperiode.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Wahrnehmung von Kunst und Kultur auf MinisterInnenebene
  • Maßnahmen zur strukturellen Einbeziehung der Zivilgesellschaft
  • Schaffung besserer sozialer Absicherung für Kunst- und Kulturschaffende
  • Verankerung von Mindeststandards zur Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit
  • Stärkung der UrheberInnen und Leistungsschutzberechtigten
  • Definition von Standards für den öffentlich-rechtliche Kultur- und Bildungsauftrag des ORF
  • Finanzielle Sicherung der Vielfaltsförderung in Kunst und Kultur
  • Abbau von Mobilitätsbarrieren für KünstlerInnen und künstlerische Produktionen
  • Keine Liberalisierungen in Handelsabkommen betreffend Kunst, Kultur und Medien
  • Stärkung der kulturellen und kreativen Bildung


Der Offene Brief wurde im Rahmen der Diskussionsveranstaltung „Kultur sucht Politik“, durchgeführt in Kooperation von Kulturrat Österreich und ARGE Kulturelle Vielfalt, am 20. September 2017 veröffentlicht.

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Editta Braun: Großer Kunstpreis des Landes Salzburg

Die Freie Szene ist im Fokus der Aufmerksamkeit und erhält zunehmend die Anerkennung, die sie verdient. Nach Martin Grubers Auszeichnung durch das Land Vorarlberg als „Vorarlberger des Jahres in Wien“ (siehe orf.at) wird in Kürze Editta Braun mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg ausgezeichnet (siehe salzburg.gv.at).

Wir gratulieren Editta Braun und Martin Gruber!

„Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn wird der Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin sowie Gründerin und Leiterin einer Salzburger Tanzkompanie die Auszeichnung bei der großen Kunstpreisverleihung am 28. November in der Salzburger Residenz überreichen.

Der Große Kunstpreis wird heuer erstmals für Darstellende Kunst vergeben – ein Ergebnis der von Landesrat Schellhorn initiierten Neugestaltung der Preislandschaft im Vorjahr. Wie für Musik, Literatur und Bildende Kunst wird damit alle vier Jahre eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die mit konsequenter Arbeit viele Jahre hindurch die Tanz- oder Theaterszene Salzburgs geprägt hat, immer noch prägt und über die Landesgrenzen hinaus wirkt.

Der Beschluss der Jury (Hannah Crepaz, Martin Gruber, Eva Halus) war einstimmig. Die Jury würdigt damit eine Pionierin des zeitgenössischen Tanzes in Österreich und eine der Begründerinnen der Salzburger Tanzszene: 1982 hat Editta Braun – damals mit Beda Percht – das Performancekollektiv "Vorgänge" ins Leben gerufen, drei Jahre später die nach ihr benannte Kompanie. Seither sind 30 Produktionen entstanden, ab 1996 in enger Zusammenarbeit mit dem Musiker Thierry Zaboitzeff. Seit den 1980er Jahren prägt die Tänzerin und Choreographin durch ihre Arbeit die Freie Szene in Salzburg.

Für die Jury ausschlaggebend ist unter anderem, dass Editta Braun eine der ersten frei produzierenden Künstlerinnen war. Über die Jahre hat sie eine sehr persönliche, vor allem expressiv, theatrale Ästhetik entwickelt. Darüber hinaus, u.a. die der Rolle der Frauen in verschiedenen Kulturen. Die Choreographin scheut die Auseinandersetzung mit großen Themen nicht, sie kombiniert sie mit viel Humor, Selbstironie eingeschlossen.

Außerdem hebt die Jury die Bedeutung von Editta Braun als Motor für die Tanzszene und deren Vernetzung hervor – u.a. durch die Gründung des Tanz-House Festivals in Salzburg und ihre Mitwirkung bei ähnlichen Veranstaltungen wie der Szene Salzburg, von Impulstanz Wien oder dem Brucknerfest in Linz – sowie die Relevanz ihrer Arbeit für den Nachwuchs. Durch die Einbindung von Absolventen und Absolventinnen von SEAD für eigene Produktionen stärkt sie die Salzburger Tanzszene und verhindert "Abwanderung". Die Jury würdigt auch das soziale Engagement von Editta Braun: In Afrika und Asien hat sie in Projekten mit der heimischen Szene die mitteleuropäische Tanz- und Theatertradition mit jener außereuropäischer Kulturen verbunden.

Durch die Gastspielreisen ihrer Kompanie nach Paris, Brüssel, Athen oder Luxemburg, aber auch bis nach China, Indien oder den Senegal stärkt sie das Renommee Salzburgs im Tanz. Ihr Wissen gab und gibt sie als Dozentin u.a. innerhalb der Tanzwochen Wien, der Staatsoper sowie aktuell an der Universität Salzburg und der Anton Bruckner Privatuniversität Linz weiter.


Braun: "ich freue mich wie ein frischlackiertes Hutschpferd"

"Ich bin gegen Wettbewerb in der Kunst. Kunst ist nicht messbar, nicht vergleichbar, keine Sportart. Auch Preise haben etwas Eigenartiges - wer hätte sie nicht verdient? Aber Anerkennung ist so wichtig wie der Bissen Brot und diese Ehrung ist schon ein mehrgängiges Festmahl. Und da freut es die Künstlerin natürlich, wenn es ausgerechnet sie trifft - als 'Pionierin des zeitgenössischen Tanzes'. Und ich freue mich wie ein neues Fufzgerl, wie ein Weißfisch im Attersee, wie ein frischlackiertes Hutschpferd", kommentiert Editta Braun die Entscheidung der Jury.

Die darstellende Kunst habe heftige kommerzielle Konkurrenz und sei flüchtig, sei nach dem Spiel abgespielt, habe es schwer, Spuren zu hinterlassen, so die Preisträgerin weiter. "Ein Preis als Würdigung ist so eine Spur, erst recht für den zeitgenössischen Tanz. Er ist noch immer eine zarte Pflanze. Danke fürs Gießen im Allgemeinen und den Dünger für meine Arbeit und die meiner Company im Besonderen. Denn, das ist mir sehr wichtig, eine solche langjährige Entwicklung kann nur im Team, in der Zusammenarbeit, in der Gemeinsamkeit passieren. Also sehe ich es so, dass der Preis auch stellvertretend an jene geht, die mit mir all diese Wege gegangen sind. Und das sind viele außergewöhnliche Menschen. Das Hutschpferd freut sich auch sehr persönlich: ausgerechnet hier, wo ich typische oberösterreichische Salzburgerin seit 1976 lebe und arbeite, in diesem Land, das nicht still steht, breitet es Samt über die Seele, hier eine Form von Dankeschön zu erleben."“


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IG Freie Theaterarbeit: Unterstützungserklärung für die Anliegen der „Wiener Perspektive“

Die IG Freie Theaterarbeit gibt eine Unterstützungserklärung für die Anliegen der „Wiener Perspektive“ ab.


Mehr als 200 freischaffende Künstlerinnen und Künstler der „Wiener Perspektiven“ präsentierten heute unter dem Motto “Vor verschlossenen Häusern“ sehr konkret ihre Forderungen nach einer konstruktiven Einbindung in Entscheidungsprozesse der Stadt Wien / MA 7, nach Arbeitsräumen und Spielräumen, nach Transparenz der städtischen Förderpraxis sowie bei Entscheidungen, wie Institutionen personell besetzt werden.
Auch ein Wiener Kunst- und Kulturgesetz wurde dringend eingefordert.


Anlass ist die Schließung des Tanzquartier Wien und dessen Renovierung - veranschlagt mit € 450.000 und bestritten aus dem laufenden künstlerischen Budget. Wiewohl das brut Wien nomadisch an mehreren Ausweichorten spielt, muss die Hauptspielstätte im Künstlerhaus renoviert werden und daher geschlossen bleiben. Das WUK öffnet erst wieder Ende November wegen Neubesetzung der Künstlerischen Leitung.


Die IG Freie Theaterarbeit begrüßt die Forderungen der „Wiener Perspektive“ und hat diesen Prozess mit inhaltlichen Informationen begleitet.


Infos zum Pressegespräch der "Wiener Perspektive": https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170918_OTS0024/wiener-perspektive-laedt-zur-pressekonferenz-vor-geschlossenen-haeusern


Kontakt für Rückfragen:
Interessengemeinschaft Freie Theater
Ulrike Kuner
Managing Director
++43 699 113 015 31

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Kulturrat Österreich/ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO: Kultur sucht Politik - Diskussion und Offener Brief

Thomas Drozda (SPÖ), Daniel Landau (Die Grünen), Wolfgang Zinggl (Liste Pilz) und Manfred Rakousky (KPÖ Plus) stellten sich am 20. September der kulturpolitischen Diskussion Kultur sucht Politik im Vorfeld der kommenden Nationalratswahl. PolitikerInnen waren, vom Kulturrat Österreich, eingeladen die kulturpolitische Positionierung ihrer Parteien in dieser Diskussion zu präsentieren. Im Zentrum der Diskussion standen die fünf Kernthemen der der Diskussion vorangegangenen Multiple-Choice-Tests und welche auch von ÖVP und NEOS beantwortet wurden: Fair-Pay, UrheberInnenrechte, Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit, Grundrechte sowie Transparenz und Förderpolitik. Fokussiert wurde in dieser Diskussion ganz bewusst auf die KünstlerInnen und Kulturschaffenden der Freien Szene bzw. selbständig arbeitende_r KünstlerInnen in Österreich.

Hinsichtlich eines der dringlichsten Felder politischen Handelns, der sozialen Sicherung, formulierten alle mitdiskutierenden Politiker_innen hohen Handlungsbedarf. Allerdings mit unterschiedlichen Modellen, wie eine soziale Sicherung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden in oftmals atypischen Beschäftigungsverhältnissen zu leisten sei. Das Spektrum dieser Modelle reichte von Zuzahlungen auf ein Grundsicherungsmodell (Grüne) über das Versuchsfeld, Grundeinkommen für KünstlerInnen (SPÖ) - einen inhaltlich bereits seit zehn Jahren existierenden Initiativantrag zur Grundsicherung (Liste Pilz) - bis hin zum bedingungslosem Grundeinkommen (KPÖ Plus). Einheitlich brachten die Diskutierenden die Notwendigkeit der verstärkten Förderung der freien Kunstproduktion ein. Vermisst wurde nicht nur bei dieser Frage eine klare Positionierung von ÖVP und NEOS, die der Diskussionsteilnahme bereits im Vorfeld Absagen erteilt hatten. Manfred Rakousky wies auf das große Problem der stagnierenden Sockelbeträge für die Freie Szene hin, während Erhöhungen im "großen Bereich" regelmäßig stattfinden. Thomas Drozda wiederholte seine Forderungen nach der Notwendigkeit von regelmäßigen "Valorisierungen der Kulturbudgets, von denen KünstlerInnen auch etwas haben müssen" und auf die Herstellung einer fairen Verteilung innerhalb der gesamten Kunstszene und der hierfür bereitgestellten Budgets. Daniel Landau betonte die Notwendigkeit, in kritische Kunst zu investieren und Förderungen - auch die Zusagen - transparenter zu machen. Wolfgang Zinggl warb unter den Mitdiskutanten bereits für eine harte Opposition bei - nach Aussagen von ÖVP-Politikern - erwartbaren Fördereinbußen im Kulturbereich unter einer möglichen Schwarz-Blauen Regierungskonstellation.

Die für diese Veranstaltung kooperierende "ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO" veröffentlichte im Vorfeld der Diskussion einen offenen Brief an "potentielle zukünftige Abgeordnete und Regierungsmitglieder", in der sie auf die UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, der Österreich 2007 beigetreten ist, Bezug nimmt. Sie appeliert, diesbezüglich konkrete Maßnahmen und Strategien im Regierungsprogramm zu verankern. Als wichtigste Maßnahmen genannt sind: die Vertretung von Kunst und Kultur auf Minister_innen-Ebene, die strukturelle Einbeziehung der Zivilgesellschaft, die Schaffung einer besseren sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, angemessene Bezahlung für Kunst- und Kulturarbeit, gerechte Anteile für Urheber_innen und Leistungsschutzberechtigte, Kunst und Kultur im ORF, die finanzielle Sicherung der Vielfalt von Kunst und Kultur, der Verbesserung der Mobilität von KünstlerInnen und künstlerischer Produktion, eine Stärkung kultureller und kreativer Bildung sowie dem Entgegentreten von Liberalisierung im Kunst-, Kultur- und Medienbereich.

Offener Brief der ARGE Unesco Kulturelle Vielfalt zur Nationalratswahl 2017: Offener Brief der ARGE UNESCO zur Nationalratswahl 2017

ARGE Kulturelle Vielfalt der UNESCO: https://www.unesco.at/kultur/vielfalt-kultureller-ausdrucksformen/kooperation-und-vernetzung/arge-kulturelle-vielfalt/

Kulturrat Österreich: http://www.kulturrat.at/

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Kultur sucht Politik - Multiple-Choice-Test #5: Transparenz und Förderpolitik

Kultur sucht Politik

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 13.9.2017

Test #5: Transparenz und Förderpolitik

Die zeitgenössische freie Kunstproduktion wird in Österreich zwar gefördert, eine faire Bezahlung und ausreichende soziale Absicherung von Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen ist trotzdem nicht realisierbar. Ein großer Teil des für Kunst und Kultur zur Verfügung stehenden Budgetvolumens der Gebietskörperschaften ist von vornherein gewidmet; um den übrigen, deutlich geringeren Anteil der Ermessensausgaben für Kunst und Kultur bemühen sich viel mehr Projekte als letztendlich gefördert werden können. In der Kulturnation Österreich gibt es hinsichtlich transparenter Kunst- und Kulturförderung nach wie vor viel Verbesserungspotential und viele Forderungen von Künstler_innen und Kulturschaffenden.

Welche sind das? Mehrfachantworten sind möglich. Einige der Antwortoptionen entsprechen den Forderungen des Kulturrat Österreich. Auf Übereinstimmungen sind wir gespannt.

  • Größtmögliche Transparenz bei Förderentscheidungen durch öffentliche Beirats-/Jurysitzungen und zeitnahe Veröffentlichung von Förderentscheidungen auf der Website der subventionsgebenden Gebietskörperschaft
  • Transparente Kommunikation der Förderpotentiale/ Vermeidung zweckloser Förderanträge: Ist das Förderbudget für ein Jahr/eine Sparte ausgeschöpft, kommuniziert die fördergebende Gebietskörperschaft dies auf ihrer Website
  • Deutliche Ausweitung und kontinuierliche Valorisierung der Kunst- und Kulturförderung, um faire Bezahlung und somit soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden zu gewährleisten o Kunst und Kultur muss sich selbst finanzieren können
  • Gleichmäßige Verteilung der Förderbudgets auf die Regionen
  • Gleichmäßige Verteilung der gesamten Förderbudgets unter Beachtung des Gender- und weiterer Diversitätsaspekte – auch bei (künstlerischen) Leitungsfunktionen in Institutionen
  • Über Einzelkünstler_innenförderung hinausgehende Betrachtung von Gender Budgeting in Kunst- und Kulturberichten
  • Forcierung von Public-Private-Partnership in allen Kunst- und Kulturförderbereichen
  • Absicherung und Ausbau der Ermessensausgaben für Kunst und Kultur
  • Der_die für Kunst und Kultur zuständige Minister_in setzt Förderschwerpunkte
  • Verstärkte Ermöglichung und Unterstützung von Kunst- und Kulturprojekten in anderen Politikressorts (z. B. tourismusfördernde Projekte im Wirtschaftsressort, Kunstprojekt in Schulen im Bundesministerium für Bildung, Ermöglichung inklusiver Projekte durch die Bundesministerien für Justiz, Gesundheit, Landesverteidigung …)
  • Verstärkte staatliche Förderung von Kunst, die gesellschaftlich polarisiert
  • Verstärkte Anreizförderung im Kunstbereich für wirtschaftliche Zwecke (Tourismus, Kulturindustrie …)
  • Verbesserte Verteilungsgerechtigkeit zwischen hochsubventionierten Leuchtturmprojekten/-institutionen und nahversorgenden Kunst- und Kulturprojekten

Kultur sucht Politik: Öffentliche Diskussion der Antworten mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien

Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr, Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

 

Rückfragen:

Kulturrat Österreich
contact@kulturrat.at
http://www.kulturrat.at
http://www.twitter.com/kulturrat_oe

Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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Kultur sucht Politik - Multiple-Choice-Test #4: Grundrechte

Kultur sucht Politik

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 11.9.2017

 

Test #4: Grundrechte

 

Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 macht sich der Kulturrat Österreich auf die Suche nach der Kunst- und Kulturkompetenz in den Parteien. Wer hat überhaupt eine Ahnung, was Kunst- und Kulturschaffende brauchen? Gibt es durchdachte Konzepte? Welche kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl?
Wir haben für die aktuell brennendsten Themen je einen Multiple-Choice-Test erstellt. Jede Woche widmen wir uns einem anderen Schwerpunkt. Die Beantwortung soll deutlich machen, in welche Richtung die Politik gegebenenfalls gehen wird. Am 20. September 2017 besprechen wir die eingelangten Antworten in einer öffentlichen Diskussion mit den verantwortlichen Kulturpolitiker_innen.

 

Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!


Test #4: Grundrechte

 

Während unter dem Deckmantel eines Sicherheitsdiskurses die Freiheiten aller weiter eingeschränkt werden sollen, werden auch internationale Freihandelsabkommen (CETA, TTIP und JEFTA ) kulturpolitische Handlungsspielräume massiv reduzieren. Strukturelle Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht, Aufenthaltsstatus, sozio-ökonomischer und geographischer Herkunft, Rassismus, Sprache, Religion, Aussehen, körperlicher und psychischer Verfasstheit, Begehrens- und Beziehungsformen sind leider bereits erlebte Realität.
Fazit: Es ist nicht gut bestellt um die Grundrechte im Wahljahr 2017. Doch (nicht nur) aus dem Kunst-, Kultur- und Medienbereich kommen Lösungsvorschläge.


Welche sind das? Mehrfachantworten möglich. Einige der Antwortoptionen entsprechen den Forderungen des Kulturrat Österreich. Auf Übereinstimmungen sind wir gespannt.

 

o Gewährleistung des Menschenrechts auf Asyl, Schutz und Sicherheit, sofortiger Stopp von Abschiebungen

o Schutz der Freiheit künstlerischen Schaffens

o Unter dem Motto Gleiche Rechte für alle!: Recht auf Aufenthalt und Niederlassung in Österreich für alle

o Klagerechte für Konzerne in internationalen Handelsverträgen

o Mehr Förderung, Unterstützung und Sichtbarkeit für Gewaltschutzeinrichtungen

o Flächendeckender Einsatz des Bundestrojaners

o Umsetzung der Unesco-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

o Bewahrung des Prinzips der Netzneutralität

o Einführung der Vorratsdatenspeicherung

o Klare Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten

o Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, effektive Maßnahmen gegen Altersarmut

o Schutz des Rechts auf Informations-, Meinungs- und Kunstfreiheit

Kultur sucht Politik
Öffentliche Diskussion der Antworten
mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien
Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Rückfragen:
Kulturrat Österreich
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http://www.twitter.com/kulturrat_oe
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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Kultur sucht Politik - Multiple-Choice-Test #3: Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit

Kultur sucht Politik

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 6.9.2017

Multiple-Choice-Test: Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!

 

Test #3: Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit

Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 macht sich der Kulturrat Österreich auf die Suche nach der Kunst- und Kulturkompetenz in den Parteien. Wer hat überhaupt eine Ahnung, was Kunst- und Kulturschaffende brauchen? Gibt es durchdachte Konzepte? Welche kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl?
Wir haben für die aktuell brennendsten Themen je einen Multiple-Choice-Test erstellt. Jede Woche widmen wir uns einem anderen Schwerpunkt. Die Beantwortung soll deutlich machen, in welche Richtung die Politik gegebenenfalls gehen wird. Am 20. September 2017 sprechen wir mit den Kulturpolitiker_innen der Parteien in einer öffentlichen Diskussion über die verschiedenen Positionen.


Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!
Multiple-Choice-Test #3: Soziale Absicherung und Erwerbslosigkeit

Kombinationen von selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit, freie künstlerische Arbeit ohne absehbare Einkünfte, befristete Kurz- und Kürzestbeschäftigungen, unregelmäßige Auftragslagen und Phasen der Erwerbslosigkeit prägen den Arbeitsalltag von Kunst- und Kulturschaffenden. Um eine gute soziale Absicherung bei diskontinuierlichen Einkünften zu ermöglichen, braucht es Sozialversicherungssysteme und -regelungen, die die zeitgenössischen Erwerbsrealitäten berücksichtigen und existenzsichernd wirken.

Welche sind das? Mehrfachantworten möglich. Einige der Antwortoptionen entsprechen den Forderungen des Kulturrat Österreich. Auf Übereinstimmungen sind wir gespannt.

o  Erreichen von Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung auch bei auf kurze Zeit befristeten Beschäftigungen

o  Signifikante Anhebung der Nettoersatzrate und existenzsichernde Mindesthöhe beim Arbeitslosengeld sowie automatisierte jährliche Erhöhung von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung

o  Abschaffung der Pflichtversicherung, individuelle Entscheidungsfreiheit über die soziale Absicherung

o  Vorübergehende Ausnahme aus der Pflichtversicherung (Ruhendmeldung) bei vorübergehender Auftrags- und Erwerbslosigkeit für alle Neuen Selbstständigen, nicht nur für Kunst und Gewerbe

o  Bonus-Malus-System in der Krankenversicherung: Wer gesund ist und bleibt, soll geringere Beiträge bezahlen

o  Krankengeld für alle, ab dem ersten Tag der Erkrankung

o  Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen für alle freiberuflich tätigen Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden

o  Neudefinition von Arbeitslosigkeit, die auch der Arbeitsrealität von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden gerecht wird

o  Keine Selbstbehalte bei medizinischer Versorgung

o  Entlastung der Einzahler_innen in den Künstler_innensozialversicherungsfonds

o  Bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen für alle


Kommende Woche folgt #4 zum Thema Grundrechte

Kultur sucht Politik
Öffentliche Diskussion der Antworten
mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien
Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

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Kulturrat Österreich
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Kultur sucht Politik - Multiple-Choice-Test #2: Urheber_innenrechte

Kultur sucht Politik

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 4.9.2017

Multiple-Choice-Test: Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!

Test #2: Urheber_innenrechte

Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 macht sich der Kulturrat Österreich auf die Suche nach der Kunst- und Kulturkompetenz in den Parteien. Wer hat überhaupt eine Ahnung, was Kunst- und Kulturschaffende brauchen? Gibt es durchdachte Konzepte? Welche kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl?
Wir haben für die aktuell brennendsten Themen je einen Multiple-Choice-Test erstellt. Die Beantwortung soll deutlich machen, in welche Richtung die Politik gegebenenfalls gehen wird. Am 20. September 2017 laden wir die Kultursprecher_innen ein, mit uns öffentlich zu diskutieren.

 

Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!
Multiple-Choice-Test #2: Urheber_innenrechte

Das Urheber_innenrecht schützt das geistige Eigentum an Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Musik, des Films und der bildenden Kunst. Urheber_innen haben in Österreich eine Reihe wichtiger Forderungen, um die ungleiche Verhandlungsposition zwischen Verwerter_innen und  Urheber_innen auszugleichen.

Welche sind das? Zutreffendes bitte ankreuzen. Mehrfachantworten möglich.

□   Zwingende Beteiligung im Falle der Verfügung über künftige Rechte und Nutzungsarten

□   Gesetzliche Verteilungsregeln für Vergütungsansprüche

□   Einführung eines Copyright-Modells nach anglo-amerikanischem Vorbild

□   Angemessene Vergütung von Online-Nutzungen

□   Abschaffung der cessio legis für Filmschauspieler_innen

□   Regelung der Verfügung über Vergütungsansprüche und Urheberpersönlichkeitsrechte

□   Ausbau der gesetzlichen Auslegungsregeln

□   Gesetzliche Verankerung des „Zweckübertragungsgrundsatzes“

□   Verfahren zur Bestimmung der Angemessenheit von Vergütungen

□   Vertragsanpassungsverfahren durch befugte Vertretungsorganisationen

□   Pauschale Abgeltung durch Buy-out-Verträge

□   Einführung einer Ausstellungsvergütung

□   Freie Vertragsgestaltung statt Urheber_innenvertragsrecht

□   Förderung zeitgenössischer Kunst durch Einnahmen aus der Nutzung freier Werke


Kultur sucht Politik
Öffentliche Diskussion der Antworten
mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien
Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


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Kulturrat Österreich
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1060 Wien

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Kultur sucht Politik - Multiple-Choice-Test #1: Fair Pay – angemessene Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit

Kulturrat Österreich auf der Suche nach Kunst- und Kulturkompetenz in den Parteien

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 30.08.2017

Kultur sucht Politik
Multiple-Choice-Test: Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in
Ihrer Partei!


Test #1: Fair Pay – angemessene Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit

Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 macht sich der Kulturrat Österreich auf die Suche nach der Kunst- und Kulturkompetenz in den Parteien. Wer hat überhaupt eine Ahnung, was Kunst- und Kulturschaffende brauchen? Gibt es durchdachte Konzepte? Welche kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl? Wir haben für die aktuell brennendsten Themen je einen Multiple-Choice-Test erstellt. Jede Woche widmen wir uns einem anderen Schwerpunkt. Die Beantwortung soll deutlich machen, in welche Richtung die Politik gegebenenfalls gehen wird. Am 20. September 2017 laden wir die Kultursprecher_innen ein, mit uns öffentlich zu diskutieren.

 


Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!
Multiple-Choice-Test #1: Fair Pay – angemessene Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit

Kunst-, Kultur- und Medienschaffende sind den kontinuierlich zunehmenden prekären Erwerbsformen schon seit langem und in besonderer Weise ausgesetzt – ebenso wie beispielsweise Frauen*, Migrant_innen und Menschen mit psychischen_physischen Beeinträchtigungen. Gratisarbeit und symbolische Honorare bilden vielfach die Grundlage freier zeitgenössischer Kunst- und Kulturproduktion.

Aus dem Kunst-, Kultur- und Medienbereich gibt es bereits seit Jahren zahlreiche Forderungen, um diesen Zustand zu verändern.

Welche sind das?

o  Angemessene Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit, zumindest entsprechend Kollektivverträgen bzw. Honorarrichtlinien von Interessenvertretungen

o  Mehr unbezahlte Praktikumsplätze für bessere Aussichten auf gut bezahlte Beschäftigung

o  Schluss mit der (nicht nur!) monetären Benachteiligung in der Kunst- und Kulturarbeit aufgrund von Geschlecht, sozio-ökonomischer und geographischer Herkunft – strukturellem Rassismus, Sprache, Religion, Aufenthaltsstatus, Aussehen, körperlicher und psychischer Verfasstheit ...

o  Werkverträge statt Anstellungen, um Lohnnebenkosten zu sparen und Spielraum für mehr bezahlte Kunst- und Kulturarbeit zu schaffen

o  Faire Bezahlung als Voraussetzung für öffentliche Förderungen, Gratisarbeit und (Selbst-) Ausbeutung als Ausschlusskriterium


o  Bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen für alle


Kommenden Montag folgt #2 zum Thema Urheber_innenrechte

Kultur sucht Politik
Öffentliche Diskussion der Antworten
mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien
Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

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Kulturrat Österreich
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Landeskulturbeirat Salzburg: neue Beiratsmitglieder stehen fest

Das Land Salzburg führte die Findung eines Teiles des Landeskulturbeirates heuer in Form einer offenen Wahl durch. 986 Kultureinrichtungen und Kunstschaffende waren zur Wahl der 79 Kandidat_innen für den Landeskulturbeirat Salzburg berechtigt. Immerhin 26,8 Prozent der Wahlberechtigten nahmen von ihrem Wahlrecht Gebrauch und wählten die neuen Landeskulturbeiräte für acht Sparten:

Christa Hassfurther (Darstellende Kunst), Renate Bienert (Musik), Thomas Friedmann (Literatur), Andrea Folie (Kulturzentren und Kulturinitiativen), Roman Höllbacher (Architektur), Elisabeth Schmirl (Bildende Kunst), Renate Wurm (Film), Karl Zechenter (Medien/Medienkunst);
Weiters wurden Ingrid Weydemann (Volkskultur) und Martin Hochleitner (Freie Liste) in den Landeskulturbeirat gewählt; die verbleibenden Sitze, nach Stimmenstärke, erhielten Magdalena Stieb, Rüdiger Wassibauer und Markus Weisheitinger-Hermann. In den folgenden Wochen werden weitere sieben Mitglieder durch die Landesregierung in den Landeskulturbeirat entsandt.

Die IG Freie Theaterarbeit freut sich über die Wahl der IGFT-Bundeslandsprecherin für Salzburg, Christa Hassfurther!

 

Weitere Informationen: http://service.salzburg.gv.at

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Kulturplattform Oberösterreich: weniger Kulturförderung für zeitgenössische, regionale Kulturinitiativen

Kulturförderung des Landes Oberösterreich:

Die KUPF Oberösterreich errechnet ein Minus von 10% bei den Förderungen der Freien Szene (bedingt durch das Aufrechterhalten der Kreditsperre) bei der Kulturförderung des Landes Oberösterreich im Jahr 2016, obwohl die Kulturausgaben real höher waren, als im Kostenvoranschlag geplant.


Presseaussendung der KUPF

Interview mit Thomas Diesenreiter, Harte Zeiten für freie Kulturvereine


Förderbericht/Voranschläge und Rechnungsabschlüsse des Landes Oberösterreich

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Manifest und Petition des zeitgenössischen Circus in Deutschland

Nicht nur in Österreich auch in Deutschland kämpfen Akteur_innen des zeitgenössischen Cirkus gerade um Anerkennung als zeitgenössische Kunstform, entlang der gängigen Praxis in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Schweden.


Zentrale Forderungen:

  • Anerkennung als Kunstform innerhalb der darstellenden Künsten.
  • Klare Spartenverortung inkl. Ansprechpartner in den jeweiligen Institutionen.
  • Gleichbehandlung bei öffentlichen Förderungen.
  • Gleichberechtigter Zugang zu Bühnen und Spielstätten.
  • Gleichberechtigter Zugang zu kultureller Infrastruktur: Kulturzentren, Probenräume, Residenzen

Das gesamte Manifest und Möglichkeiten die Petition zu unterstützen finden sich hier: http://chamaeleon-productions.com/petition/

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IG Freie Theaterarbeit: Zur Bekanntgabe der neuen SHIFT-Förderungen

Viele Events, wenig Nachhaltiges

 

Die aktuellen Förderungen im Programm SHIFT 2017/18 von Basis.Kultur.Wien zeichnen aus der Sicht der Freien ein widersprüchliches Bild.
Einige der neuen Projekte greifen Inhalte auf und adressieren Zielgruppen, die der bestehende Kulturbetrieb in Wien bislang nur unzureichend beachtet. Einmal mehr jedoch setzt SHIFT stark auf Einmaleffekte, Events, Festivals und Spektakuläres im öffentlichen Raum. Eine derart eventorientierte Förderpolitik mag manches Strohfeuer entzünden, zu einer nachhaltigen künstlerischen Entwicklung in der Freien Szene trägt sie ebensowenig bei wie zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen freier Künstler_innen. Die IGFT bedauert das um so mehr, als SHIFT politisch als ein Programm für die Freien beworben wird und regt an, entsprechend international erprobter Vorbilder ein Monitoring einzurichten. Damit kann SHIFT den jeweils aktuellen Anforderungen entsprechen und künftige Förderschienen angepasst werden.

Eine Schiene von SHIFT soll die Zusammenarbeit von freien Gruppen und etablierten Institutionen des Kulturbetriebs befördern. Ein guter Gedanke, der in den Resultaten allerdings dazu führt, dass große Museen und etablierte Theater für etwas, das ohnehin zu ihren Aufgaben zählt, ein zweites Mal gefördert werden. Statt dessen fordert die IG Freie Theaterarbeit, die Förderungen freier Gruppen durch die Stadt Wien künftig so zu gestalten, dass Freie von sich aus solche Kooperationen zum wechselseitigen Nutzen eingehen können – das betrifft die Höhe der Förderungen ebenso wie die Planungssicherheit von Produktionsbudgets.

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IG Freie Theaterarbeit: KSVF-Anträge/zeitgenössische Zirkuskünstler_innen

Die Zirkuslandschaft hat sich seit den 1970er Jahren stark verändert. Über den Noveau Circus, der unter vielen Veränderung bereits eine viel dichtere theatrale Dramaturgie mit sich brachte, bis hin zu den seit den 1980er/1990er Jahren entstandenen vielfältigen Formen des Neuen Zeitgenössischen Zirkus hat eine starke Veränderung und Positionierung des Feldes als Darstellende Kunstform stattgefunden.

Veränderungen, die sich im Urheberrecht in Österreich - im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie etwa Schweden oder Frankreich - noch nicht festgeschrieben haben.


Vor diesem Hintergrund haben Künstler_innen, die im Feld des Neuen Zeitgenössischen Zirkus tätig sind von ihnen geschaffene Werke dem KSVF als Werke der Kunst zu präsentieren.

Was zu berücksichtigen ist findet ihr im neuen Infoblatt der IGFT, das in Zusammenarbeit mit Sebastian Berger (Fenfire) entwickelt wurde.


Infoblatt_Künstler-Sozialversicherungsfonds Neuer Zeitgenössischer Zirkus

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Plattform #mediana17: Einbindung in Verhandlungen zur Medienförderung gefordert

Communitysender, Freie Radios und Kulturplattformen wollen in die Verhandlungen über eine neue Medienförderung eingebunden werden.

Forderungen, die sie dem Minister übergaben:
höhere Förderungen für nichtommerzielle Print- und Onlinemedien
Ablehnung hoher Basisförderung unabhängig von Qualitätskriterien;
Förderungen nur an Medien die Mitglied im Presse- bzw. Medienrat sind und das hier aufgestellte qualitative Selbstregulativ anerkennen;

Bindung der staatlichen Förderung an die Einhaltung eines vorhandenen Redaktionsstatuts;

ab einer gewissen Größe (zu bestimmendem Mindestumsatz und Personalhöhe) arbeitsrechtliche Anbindung und Entlohnung an den Journalist_innen-Kollektivvertrag;

zumutbare Honorartarife für Freie Journalist_innen

Am 16. Juni wird die Konferenz #mediana17 – eine Konferenz zu Medien, Kultur und Demokratie - in Salzburg stattfinden. Weitere Infos & Programm: https://mediana.at

Positionspapier: https://mediana.at/wp-content/uploads/sites/2/2017/05/Positionspapier_170505.pdf

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Herbstlösung für Trainingsstunden/Autumn solution for training in TQW

Herbstlösung für Trainingsstunden im Tanzquartier Wien

Da das TQW mehrere Monate schließt aufgrund des Intendant*innenwechsels und notwendiger Umbauarbeiten, finden neben Performances auch keine Workshops in den Herbst- und Wintermonaten statt. Eine Gruppe von Künstler*innen hat die Initiative gestartet, die Kurse an einem anderen Ort durchzuführen, und braucht dazu "Unterschriften-Unterstützung" von Interessierten und Betroffenen, um die notwendige solidarische Kraft für den Antrag aufzubringen.

Bitte schickt eine informelle Unterstützungsnachricht an: Heidi Seppälä, heidiannika@hotmail.com

 

Information und Networking hier: https://www.facebook.com/groups/862774383853829/permalink/1053793241418608/


Das Ansuchen und die Notwendigkeiten stehen hier ausformuliert: Letter to Mailath-Pokorny


Autumn solution for training in Tanzquartier Wien

Artists started a campaign to keep training open in TQW in autumn and sent an application to Andreas Mailath-Pokorny. But they need everybody who is interested in keeping the training open, so please send to Heidi Seppälä, heidiannika@hotmail.com an Email of support (just giving your name)

latest information and networking here: https://www.facebook.com/groups/862774383853829/permalink/1053793241418608/

You can read the application text here: Letter to Mailath-Pokorny

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IG Freie Theaterarbeit: Wechsel im Vorstand

Wir freuen uns, den Regisseur und Schauspieler Florian Eisner, als neues Vorstandsmitglied begrüßen zu dürfen. Er folgt auf Aslı Kışlal, die sich seit 2010 mit großem Engagement im Vorstand der Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit für die Freie Theaterszene eingesetzt hat.

Florian Eisner ist Schauspieler und Regisseur, 2006 gründete er in Innsbruck Theater praesent, das er bis 2013 leitete. Er arbeitet in Österreich, der Schweiz und Italien, studiert z. Zt. Kulturmanagement an der MdW, und lebt in Salzburg.
Weitere Infos: www.florian-eisner.com


Vorstandsmitglieder der IGFT: Vorstand IG Freie Theaterarbeit

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IG Freie Theaterarbeit: Ulrike Kuner wird mit 1. September neue Geschäftsführerin

Wir freuen uns, mit Ulrike Kuner eine erfahrene, gut vernetzte Geschäftsführerin gewonnen zu haben.

„Sie ist mit den praktischen Gegebenheiten freier Produktionen in der Darstellenden Kunst bestens vertraut, ebenso mit den kulturpolitischen Herausforderungen, vor denen die Freie Szene heute steht. Der Einsatz der IGFT gegen die Prekarisierung künstlerischen Arbeitens, für die faire Entlohnung von Künstler_innen und für die budgetäre Aufwertung Freier Darstellender Kunst gegenüber dem etablierten Betrieb der Groß- und Mittelbühnen gewinnt durch ihr Engagement neue Impulse.“ (Sabine Mitterecker, Vorsitzende IG Freie Theaterarbeit)
 
"Die Künstler_innen der Freien Szene haben die Kunstlandschaften und die Gesellschaften der letzten Jahre weltweit entscheidend geprägt und beeinflusst. Sie brachten nicht nur neue künstlerische Ästhetiken und Werke hervor, sie haben auch die Arbeitsstrukturen und Produktionsmodelle grundsätzlich verändert. Jetzt ist die Zeit, österreichweit gemeinsam mit Künstler_innen, Institutionen, Fördergeber_innen und der Politik – und unter Beachtung bereits erprobter Beispiele - diesen Arbeitsweisen der Freien Szene entsprechend strukturelle, finanzielle und soziale Modelle zu entwickeln und umzusetzen", skizziert Ulrike Kuner zukünftige Ziele ihrer Arbeit für die IG Freie Theaterarbeit.



(c) Erich Leonhard


Ulrike Kuner schloss ihr Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Wien ab. Sie bringt weitreichende Kenntnis und profunde Arbeitserfahrungen durch ihre Arbeit an Theatern und Festivals (u. a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Ulmer Theater, den Staatstheatern Stuttgart und dem Niederösterreichischen Donaufestival), für das WUK - Werkstätten und Kulturhaus Wien / Lehrgang Veranstaltungsorganisation und -technik, für das mica - music information center austria und das Tanzquartier Wien mit.
Relativ rasch entschied Ulrike Kuner sich, ihre Arbeit der Förderung zeitgenössischer Kunstformen und deren Arbeitsstrukturen zu widmen, wie etwa durch den Aufbau des "Austrian Music Export" Büros am mica. Seit dem Jahr 2000 befasst sie sich schwerpunktmäßig mit EU Förderungen, der Entwicklung von Projekten und Anträgen/Abrechnungen in den verschiedensten Kultur-Förderprogrammen. Seit 2006 am Tanzquartier Wien beschäftigt, war Ulrike Kuner auch als 'Project Manager' für "IDEE - Initiatives in dance through European Exchange" zuständig. Seit 2009 ist sie Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros am Tanzquartier Wien und u. a. für INTPA, das Internationale Netz für Tanz und Performance Austria, verantwortlich. Parallel dazu entwickelte und managte sie "modul-dance" (2010-2014), ein EU gefördertes Projekt mit 22 Partner-Tanzhäusern aus 16 Ländern. Seit 2014 bekleidet sie außerdem die strategische Position des 'Project Supervisor' für EDN - European Dancehouse Network.
 
 
Die Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (IGFT) besteht seit 1989 als Interessenvertretung und Netzwerk von Theater-, Tanz- und Performanceschaffenden. Im Zentrum der Arbeit stehen die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freie Theaterarbeit sowie Aktivitäten zur Verbesserung der Sichtbarkeit der österreichischen Freien Szene.

Wien, 24. April 2017
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Kulturabteilung der Stadt Wien: wichtigste Änderungen der Förderrichtlinien

Die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) hat die Richtlinien für Kunst-und Kultur-Förderungen überarbeitet. Seit 6. Feber 2017 gilt der neue „Leitfaden für Subventionen“.

 

Im folgenden ist eine Zusammenstellung der wichtigsten Änderungen, die in Zusammenarbeit der IG Kultur Wien, der IG Bildende Kunst, der IG Freie Theaterarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Wien entstanden ist.

 

 

  • Auch natürliche Personen können einreichen

Förderansuchen an die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) bis zu einer Förderhö­he von maximal 20.000 Euro können seit 6.2.2017 nicht nur von Vereinen oder ande­ren juristischen Personen oder Personengesellschaften, sondern grundsätzlich auch von natürlichen

Personen gestellt werden.

Vor­aussetzung: Sitz bzw. Lebensmittel­punkt muss in Wien sein. Natürliche Personen müssen dem Ansuchen einen ausführlichen Lebenslauf mit Auflistung bisheriger Projekte beilegen.

 

 

  • Neues Formular, neue Tabelle

Das Formular „Subventionsansuchen“ und die Kalkulationstabellen wurden neu ge­staltet. Das Subventionsansuchen enthält nun ein Feld zur Erstellung eines Raten­plans für die Ausbezahlung der Förderung. Die Kalkulationstabelle enthält nur mehr ein Arbeitsblatt, auf der sich die Tabellen der bisherigen zwei Arbeitsblätter befinden.

 

 

  • Neues Prozedere bei Zusagen

Wenn im Fall einer positiven Entscheidung die Höhe der Förderung vom Subventionswunsch abweicht, muss die Kalkulation adaptiert werden. Ein neuerlicher Antrag muss – im Gegensatz zu früher – nicht gestellt werden. Bei Zusage einer Förderung muss der Zusagebrief nicht mehr doppelt

unterschrieben zurückgeschickt werden.

 

 

  • Bei Abrechnung von Subventionen ab 5000 Euro Originalbelege beilegen

Bei der Abrechnung von Subventionen ab 5000 Euro sind der Abrechnung sofort und nicht erst auf Anforderung die saldierten Original­beläge in Gesamthöhe der Fördersumme samt Belegaufstellung bei­zulegen.

 

 

  • AUẞERDEM: PRÜFUNGEN MÖGLICH

Wie uns die MA 7 mitteilte, sind bei höher dotierten Förderungen spätere Überprüfungen der geförderten Institution durch den Stadtrechnungshof möglich. Werden Mängel festgestellt, erteilt der Stadtrechnungshof Empfehlungen zu deren Behebung. Ob die Mängel tatsächlich behoben worden sind, kann auch überprüft werden.

Auch die MA 7 erhielt schon Empfehlungen des Stadtrechnungshofs. Dazugehört, dass auch die MA 7 selbst ab sofort Überprüfungen geförderter Institutionen vornehmen soll.

 

Überprüft werden unter anderem die ordnungsgemäße Buchführung und die (schriftliche) Nachvollziehbarkeit wesentlicher Entscheidungen der Organe der Subventionen beziehenden Institution, insbesondere:

 

– die ordnungsgemäße Einnahmen- und Ausgabenrechnung samt Vermö­gensübersicht,

– die ordnungsgemäße Durchführung der Rechnungsprüfung,

– bei Vereinen die Einhaltung der Vereinsstatuten unter anderem in Hinblick auf Zustimmung zu Insichgeschäften bei Honoraren oder Gehältern für Vereinsfunktionär_innen (z. B.: die Zustimmung anderer Mitglieder des Leitungsorgans zu Honoraren oder Gehälter für ein Mitglied des Leitungsorgans).

 

Es sollte daher von Vereinen darauf geachtet werden:

 

– von allen Sitzungen aller Vereinsorgane schriftliche Protokolle anzu­fertigen, die alle wichtigen Entscheidungen nachvollziehbar ma­chen

– die Protokolle von den anwesenden Funktionär_innen unterschrei­ben zu lassen,

– Rechnungsprüfberichte schriftlich zu verfassen und von den Prüfer_innen unter­schreiben zu lassen,

– alle Protokolle und alle in Zusammenhang mit der Förderung stehenden Dokumente so wie alle Belege und Rechnungsunterlagen mindestens sieben Jahre aufzubewahren.

 

 

  • Empfehlungen und häufige Fehler

Mag. Moritz Becher, der Leiter des Referats Fördermanagement der MA 7, hat die relevantesten Empfehlungen des Stadtrechnungshofs gesammelt. Wir haben seine Zusammenstellung mit seiner Zustimmung hier online gestellt:

 

Empfehlungen Stadtrechnungshof_Wien

 

Außerdem stellte uns Mag. Moritz Becher eine Liste der häufigsten Fehler bei Förderansuchen an die MA 7 zusammen. Diese Liste ist hier zu finden:

 

MA7-Zusammenstellung-Fehler_Fördernehmer_innen

 

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ARGE Kulturelle Vielfalt UNESCO: Schlusskommuniqué 2017

Die Expert_innen-Arbeitsgruppe der UNESCO hat, ausgehend von ihrer Klausurtagung (22.-23. Februar 2017 in Eisenstadt), ein Schlusskommuniqué zu Fortschritt und Status Quo der Umsetzung der "UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" in Österreich verfasst. 

 

Themenschwerpunkte: Kultur für nachhaltige Entwicklung: 2030 Agenda der UN-Mitgliedstaaten, Menschenrechte und Grundfreiheiten, Soziale Lage und Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, Urheber_innenrecht, Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Kulturförderung, Kulturelle Bildung, Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden, Internationaler Kulturaustausch sowie Kunst, Kultur und Medien in Handelsverhandlungen.

Das Kommuniqué wurde an die thematisch befassten Bundesminister_innen, Landeskulturreferent_innen, sowie weitere zuständige Politiker_innen und in der Kulturverwaltung mit diesen Inhalten befasste Menschen übermittelt.

 

Direktlink zum Kommuniqué: http://kulturellevielfalt.unesco.at
Downloadmöglichkeiten: http://kulturellevielfalt.unesco.at/cgi-bin/file.pl?id=1087

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IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

 

Nach über zehn Monaten Beratungszeit hat die Wiener Theaterjury in der vergangenen Woche ihre Empfehlungen zur Konzeptförderung für Darstellende Künste 2018-2021 vorgestellt.

Einige wenige Freie Gruppen sind erstmals in der 4-Jahresförderung vertreten. Für den überwiegenden Teil der in der neuen Runde geförderten Freien Gruppen blieben die empfohlenen Summen hinter deren Erwartungen zurück. International erfolgreiche Wiener Ensembles etwa erhalten trotz steigender Kosten abermals den unveränderten Förderbetrag. Darüber hinaus hat die Jury einige bislang konzeptgeförderte Gruppen lediglich mit ein- und zweijährigen Förderperspektiven bedacht.

Ein Ende der Konzeptförderung hat für die betroffenen Gruppen zumeist dramatische Konsequenzen. Nach Jahren erfolgreicher Arbeit nun aus der Konzeptförderung zu fallen, gerät für die meisten Künstler_innen zur unmittelbaren Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

 

Wir fordern die Kulturpolitik auf, sozial verträgliche Ausstiegsszenarien
für nicht mehr geförderte Künstler_innen zu entwickeln.

 

Anders als bei ehemaligen Leiter_innen von Mittelbühnen und Privattheatern, denen gegenüber sich die Stadt Wien wiederholt erfreulich generös zeigte, ist sie ihrer sozialpolitischen Verantwortung gegenüber freien Künstler_innen bislang nur unzureichend nachgekommen.

 

Gemeinsames Ziel muss sein, die Gleichung Freie Kunst = Prekariat endlich aufzulösen!

 

Auch frühere Konzeptförderungsjurys haben die Notwendigkeit bekräftigt, die Förderhöhen anzuheben, um gesetzeskonforme Anstellungen und Honoraruntergrenzen zu garantieren. Eine Umsetzung in der Förderpraxis lässt bislang auf sich warten.

Das durchschnittliche Einkommen österreichischer Künstler liegt bei etwa 1000,- Euro monatlich und somit knapp über der Armutsgefährdungsgrenze. Das Einkommen von Künstlerinnen liegt nochmals 30% darunter.

 

Prekariat hat einen Genderaspekt.

 

Vor dem Hintergrund knapper werdender Budgets ist es hoch an der Zeit die gesamte Wiener Theaterlandschaft insgesamt neu zu überdenken und die kontinuierlich weiter aufklaffende Schere zwischen bislang ausreichend auf der einen und in schlechter Tradition zu niedrig dotierten Organisationen auf der anderen Seite zu schließen. Künftige Förderungen sollen Index-Anpassungen, Generationsmanagement und gendergerechte Bezahlung professioneller künstlerischer Tätigkeiten berücksichtigen.

 

Freie „Freie Szene“?

 

Das Budget für die Freien beziffert der Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny mit stattlichen 25 Millionen Euro – ein Budget, das sich auch im internationalen Vergleich in der Tat sehen lassen kann.

Allein die großen Brocken dieses Fördertopfs erhalten Spielstätten und Privattheater, die man in Wien früher zum Bereich der „Mittelbühnen“ gezählt hat. Darunter sind zweifellos auch Institutionen, die der Freien Szene notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die eigentliche Freie Szene jedoch, nach wie vor der Fokus neuer ästhetischer Entwicklungen und politischer Haltung in der zeitgenössischen Darstellenden Kunst stagniert in Wien seit über einem Jahrzehnt. Eine Besorgnis erregende Tendenz.

 

Umverteilung – nicht nach oben, sondern nach unten!

 

Wer in irgendeiner Weise institutionalisiert ist, überlebt recht und schlecht weiter, wer es vorzieht, tatsächlich frei zu arbeiten und dies auch oftmals mit großer überregionaler Strahlkraft, setzt sich dem erhöhten Risiko aus, von einem Tag auf den anderen ohne Förderung dazustehen.

Das Förderbudget für Einzelprojekte wurde seit vielen Jahren nicht erhöht und neue wichtige und unverzichtbare Förderschienen wie die Wiederaufnahmeförderung, die in Zusammenarbeit von MA7, Theater-, Tanz-, Performance-Kuratorium und der IG Freie Theaterarbeit entwickelt wurde, werden aus dem Budget der Einzelprojektförderung gespeist und nicht etwa durch eine Umschichtung im Gesamtbudget.

 

Petersplatz – free & fair

 

Die IG Freie Theaterarbeit begrüßt die Empfehlung der Theaterjury, das ehemalige Theater am Petersplatz, bislang WERK X-Eldorado aus dem Verbund mit WERK X herauszulösen, mit eigenem Budget und einer eigenen Leitung weiterhin als Haus für die Freie Szene mit Schwerpunkt auf zeitgenössisches Sprechtheater zu definieren. Das ist ein wichtiges und notwendiges Signal für die Künstler und Künstlerinnen!

Der neue Petersplatz braucht transparente Regeln für die Zusammenarbeit von Haus und Gruppen, die Karriereläufe, Erfahrungsstand etc. mit berücksichtigen - mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit (längere Spielserien). Die Zusammenarbeit mit anderen städtischen und überregionalen Partnern (gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Touring) kann bis zu einem gewissen Grad Kosten sparen, soll vor allem aber der Entfaltung künstlerischer Qualität dienen. Mit dem neuen Petersplatz wird ein aktueller Brennpunkt der Freien Szene geschaffen werden und ein zukunftsweisendes Modell für lebbare Arbeitsbedingungen von Künstler_innen nach dem Motto free & fair.

Die Ausschreibung der Leitung soll eine Person ermitteln, die sich uneigennützig als zuverlässiger Partner für die Interessen der freien Künstler_innen einsetzt. Grundsätzlich kann der neue Petersplatz auch von einer Künstler_in geleitet werden. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass die Leitungspersönlichkeit auf eine Realisierung eigener Projekte an dem von ihm/ihr betreuten Haus verzichten sollte.

 

Vorstand der IG Freie Theaterarbeit, 28.3.2017


Überblicksanhang „Konzeptförderung in Zahlen“: ANHANG_Konzeptfoerderung_in_Zahlen_28032017

Förderempfehlungen Theaterjury: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/theaterfoerderung.html

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IG Freie Theaterarbeit zur Konzeptförderung 2018-2021

Vergangene Woche stellte die Wiener Theaterjury die Konzeptförderungen für die Darstellenden Künste 2018-2021 vor. 

Pressemitteilung des IGFT-Vorstand zu den Empfehlungen der Theaterjury und der geplanten Neukonzeption des Theaters am Petersplatz: http://freietheater.at/igft_post/ig-freie-theaterarbeit-zur-konzeptfoerderung-2018-2021/

 

Ergänzende Information zu den gleichzeitig erfolgten 1- und 2-Jahresförderungsempfehlungen in der Projektförder-Schiene durch das Kuratorium für Theater, Tanz und Performance und die Wiener Theaterjury:

 

Keine Empfehlung für Jahresförderungen ab dem Jahr 2018 – vor dem Hintergrund vorangehender Jahres- bzw. Konzeptförderungen – erhielten:


Bilderwerfer – Chimera: 2004-2015 kontinuierlich Jahresförderungen

Blaschke Georg – M.A.P.: 2011-2017 kontinuierlich Jahresförderungen 

Nomad-theatre: 2016, 2008 und 2007 Jahresförderungen

Superamas 2016 & 2017, sowie 2014 & 2015: Zweijahresförderungen; 2005-2013 Konzeptförderung

 

Für diese Gruppen und weitere weder mit Konzept-, noch mit Jahresförderungen bedachte Gruppen und Gruppierungen (Makemake, Salon 5 - Iffland & Söhne, Echoraum, Wiener Wortstätten und Wiener Klassenzimmertheater) gilt:
Ein Ende der Jahresförderung "hat für die betroffenen Gruppen zumeist dramatische Konsequenzen. Nach Jahren erfolgreicher Arbeit nun aus der Konzeptförderung zu fallen, gerät für die meisten Künstler_innen zur unmittelbaren Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz."

Überblicksanhang „Konzeptförderung in Zahlen“: http://freietheater.at/wp-content/uploads/2017/03/ANHANG_Konzeptfoerderung_in_Zahlen_28032017.pdf

Förderempfehlungen Theaterjury: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/theaterfoerderung.html

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Recommendations zum Creative Europe Programm

Feedback geben um zu verändern: IG Freie Theaterarbeit, zahlreiche Interessenvertretungen der darstellenden Künste in Europa und die KUPF freuen sich über abkupfern ihrer Anregungen!

 

Recommendations zum Creative Europe Programm von derzeit acht europäischen Interessenvertretungen der freien darstellenden Künste:

http://freietheater.at/wp-content/uploads/2016/01/umbrella_organisations_independent_performing_arts_recommendations_creative_europe_programme_03_2017.pdf

 

Stellungnahme der IG Freie Theaterarbeit: http://freietheater.at/igft_post/europaeische-kommission-consultation-zu-creative-europe/

 

Empfehlungen der KUPF: https://www.kupf.at/de/blog/creative-europe-probleme-und-loesungen

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8. März an 365 Tagen im Jahr!

Widerstand – nicht nur – am internationalen Frauen*kampftag

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 6.3.2017

Am kommenden 8. März werden in Österreich und weltweit wieder Frauen* auf der Straße und an anderen Orten für ihre Rechte und gegen Unterdrückung, Sexismus und patriarchale Systeme kämpfen. Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt aufgrund von Geschlecht werden meist nicht isoliert erfahren, sondern sind verschränkt mit Unterdrückung aufgrund von ethnischem, sozio-ökonomischem und geographischem Hintergrund, Liebes-, Begehrens- und Beziehungsformen, Aussehen, körperlicher und psychischer Verfasstheit, Religion, Sprache, Aufenthaltsstatus, Alter und vielem mehr.

In Österreich verdienen Frauen* um fast ein Viertel weniger als Männer*, sie sind in vielen gesellschaftlichen Machtpositionen weit weniger vertreten, in vielen Situationen sind sie psychischer, sexueller und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.
Frauen*, vor allem Alleinerzieherinnen*, Frauen* ohne österreichische Staatsbürgerinnenschaft und über lange Zeit Arbeitslose*, sind verstärkt von Armut betroffen – die Reformen der Mindestsicherungsregelungen durch die ober- und niederösterreichischen Landesregierungen bedeuten massive Verschlechterungen für asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Frauen*, Kinder sowie Frauen* mit Behinderungen.
Österreichische Politiker_innen wollen Frauen* vorschreiben, welche Kleidungsstücke sie (nicht) zu tragen haben und instrumentalisieren feministische Forderungen für ihre rassistische und sexistische Politik.

Im Kunst- und Kulturbereich, der von prekären Arbeitsverhältnissen ebenso wie von ausbeuterischen Praktika geprägt ist und in dem die soziale Lage der Kunst- und Kulturschaffenden anhaltend schlecht ist, sind Frauen* überproportional vertreten. In den Chefetagen dreht sich dieses Verhältnis wieder um, und es ist kein Einzelfall, dass der Museumsdirektor zwanzig Mal so viel verdient wie die Kunstvermittlerin*. Der Median des persönlichen Jahreseinkommens von Künstlerinnen* lag in der letzten Erhebung bei 10.700 Euro netto, Gender Pay Gap 26%.

Gegen all das gibt es Widerstand auf zahlreichen Ebenen!
Nicht nur am 8. März, sondern 365 Tage im Jahr!


Veranstaltungen zum 8. März:
(Männer* informieren sich vorher, ob sie auch eingeladen sind)

# Frauen wollen mehr: Women’s Strike!
Ob ein ganzer Tag, eine Stunde oder ein paar Minuten: Nimm dir Zeit für deine Rechte!
https://www.facebook.com/events/1785615181759955/


Wien
# Frauenstreik der Alleinerzieherinnen vor dem Parlament
8. März 2017, 17–18 Uhr vor dem Parlament
https://www.facebook.com/events/1833773396899280/

# Demo Take Back The Streets – Jeden Tag 8. März“
8. März 2017, Treffpunkt: 17 Uhr, Urban-Loritz-Platz
https://www.facebook.com/events/612685098919583/

# Autonome FrauenLesbenDemo
8. März 2017, Treffpunkt: 18 Uhr Mariahilferstraße/Broda-Platz/U3 Station
https://www.facebook.com/events/1236747409707983/

# Frauentag im Wiener Rathaus
8. März 2017, 15 Uhr–19 Uhr 30, Rathauspark
https://www.facebook.com/events/774550042707318/

# Ausstellung „Dicimos- Sichtbarkeit“- Romnja Mitten in Wien
Vernissage: 4. März 2017, weitere Termine folgen auf der Homepage
http://vivaro.at/Projekte/portr%C3%A4ts/index.html

# FrauenFilmTage Wien
2. bis 9. März 2017, Metro Kinokulturhaus
http://www.frauenfilmtage.at/

# Tricky Women 2017 – Internationales Animationsfilmfestival,
15. bis 19. März 2017, Metro Kinokulturhaus
http://www.trickywomen.at/de

# Internationaler Frauentag im Votivkino,
8. März 2017, 15 – 22 Uhr, Votivkino, Währingerstraße 12
https://www.facebook.com/events/1872872596287666/

# Das politisch-literarische Quartett: Lesung mit Nicole Alecu de Flers, Jessica Beer, Alev Çakır und Sonja Luksik
8. März 2017, 18 – 21 Uhr, Bezirksmuseum Hietzing, Am Platz 2
https://www.facebook.com/events/139776819872046/

# Erstpräsentation: Nadine Kegele – “Lieben muss man unfrisiert”
8. März 2017, 19 Uhr 30 – 21 Uhr, phil, Gumpendorferstraße 10-12
https://www.facebook.com/events/1836040783340635/

# International Women’s Day im English Cinema Haydn,
Special Screening: “Hidden Figures”
8. März 2017, 20 – 22 Uhr, English Cinema Haydn, Mariahilferstraße 57
https://www.facebook.com/events/1740015786015336/

# 3. Feministische Lesung „Männer sammeln wir nicht“
9. März 2017, 19 – 21 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8
https://www.facebook.com/events/1202728446462242/

# Widerstand – Vortrag – Film – Präsentation
Vortrag: Ida Pfeiffer: Eine Schriftstellerin im Biedermeier
Film: Margarete Schütte-Lihotzky im Widerstand gegen den Nationalsozialismus,
Präsentation: Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und Verein Drehungen
11. März 2017, 14 – 18 Uhr, Urania, Uraniastraße 1
https://www.facebook.com/events/1840625116208669/

# Filmvorführung: “Der lange Arm der Kaiserin”
Diskussion mit Mag.a Maria Sagmeister (Universitätsassistentin am Institut für Rechtsphilosophie) und Dr.in Brigitte Hornyik (Österreichischer Frauenring).
16. März 2017, 18 Uhr 30 – 21 Uhr 30, Juridicum, Schottenbastei 10-16
https://www.facebook.com/events/1092170060906461/

# In welchen Räumen lehren_lernen? bell hooks’ Engaged Pedagogy als Modus der Kritik
Vortrag mit Belinda Kazeem-Kamiński
16. März 2017, 18 Uhr 30, Institut für Politikwissenschaft, Konferenzraum (A 222)
https://politikwissenschaft.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_politikwissenschaft/Veranstaltungen/2017/csl_flyer_A5_web.pdf

# Workshop Rassismus, Sexismus und Sprache
Sprachanalysen und Schreibübungen zu rassistischen sowie sexistischen Begriffen und Be_Nennungen, mit Natasha A. Kelly
17. März 2017, 12 – 17 Uhr, Verein Frauensolidarität, Sensengasse 3
https://www.facebook.com/events/1955431321351700/

# Afrokultur: der raum zwischen gestern und morgen, black feminist perspectives
Lesung und Diskussionsveranstaltung mit Natasha A. Kelly
17. März 2017, 18 – 21 Uhr, Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41
https://www.facebook.com/events/1001619359984851/

# Matinee mit Nancy Fraser, Eli Zaretzky, Marlene Streeruwitz und Walter Baier
18. März 2017, 11 – 13 Uhr, KosmosTheater, Siebensterngasse 42
https://www.facebook.com/events/1053407424804341/


Steiermark

# Demo am 8. März – Internationaler Frauentag
8. März 2017, Treffpunkt: 17 Uhr Beim Griesbäcker, Griesgasse 48, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Nelken und Flugblatt-Verteilaktion
Pressegespräch mit Elke Kahr, Claudia Klimt-Weithaler
8. März 2017, 10-12 Uhr, Herrengasse, Graz
Organisation/Veranstalterin: KPÖ
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Verteilaktion Brot und Rosen
8. März 2017, 15 Uhr, Herrengasse/Ecke Landhausgasse, Graz
Organisation/Veranstalterin: SPÖ
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# FrauenStadtSpaziergang: Organisierte Liebe
8. März 2017, 15 Uhr, Treffpunkt beim Frauenservice Graz
Organisation/Veranstalterin: Verein Frauenservice Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Frauenpreis der Stadt Graz
8. März 2017, 19 Uhr, Gemeinderatssaal, Rathaus, Hauptplatz, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Diskussion 20 Jahre und kein bisschen leise
10. März 2017, 19:30 Uhr, Bildungszentrum der KPÖ, Lagergasse 98a, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Femfest
11. März 2017, 13 Uhr Volksgartenpavillon, Graz
Organisation/Veranstalterin: Sozialistische Jugend
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Frauenkaffee (nur für Frauen) – KPÖ
12. März 2017, 10 Uhr, KPÖ Bildungsverein, Lagergasse 98a, Graz
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42

# Femfest
12. März 2017, 13 Uhr Volksgartenpavillon, Graz
Organisation/Veranstalterin: Sozialistische Jugend
http://internationalerfrauentag.at/?cat=42


Salzburg

# Get out and fight! Frauen*Lesben*Inter*Trans*Demo zum Frauen*kampftag 2017
8. März, 18 Uhr, Salzburg, Alter Markt
https://takeovertour.noblogs.org/post/2017/02/14/sbg-get-out-and-fight-frauenlesbenintertrans-demo-8-3-2017/

# Frau&Film #5: Gender-Incentives – Woman at Work: Podiumsdiskussion und Film
8. März, 19 Uhr: Diskussion, 20 Uhr: Film, Das Kino Salzburg
http://www.fc-gloria.at/fraufilm-5-gender-incentives-woman-at-work/


Kärnten

# Frauenpolitik - gestern - heute - morgen Red ma miteinander ...  Runder Tisch und Diskussion
7. März 2017, 18.30 Uhr, SPÖ-Kärnten, Lidmanskygasse 15,  Klagenfurt
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Kärnten
http://www.mein-klagenfurt.at/mein-klagenfurt/events-veranstaltungen/eventkalender-klagenfurt-am-woerthersee/

# Internationaler Frauentag 2017 - Auf den Spuren weiblicher Geschichte und Politik – Führung
8. März 2017, 14:00–15:00, Wappensaal im Landhaus Klagenfurt
http://www.landesmuseum.ktn.gv.at/210225_DE-LMK-Veranstaltungen.?veranstaltung=550

# Aktivitäten zum Frauentag in Villach
http://www.stadthalle.villach.at/stadt-service/presse-und-medienportal/pressemeldungen/frauentag


Oberösterreich

# 8. März – Internationaler Frauentag
8. März 2017, 15 Uhr Volksgarten, Musiktheater Linz
http://www.feminismus-krawall.at/


Niederösterreich

# Clowneskes Bühnenstück mit Vertikalseilakrobatik „Pleite in Sichtweite“
8. März 2017, 20 Uhr, Freiraum St. Pölten, Herzogenburgerstraße 12.
Organisation/Veranstalterin: Frauenplattform St. Pölten in Kooperation mit den österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen
http://www.freiraum-stp.com/#/events/96

# Szenische Lesung von Isa Hochgerner „Die ERSTE“
9. März 2017, 19 Uhr, Rathaus St. Pölten, Rathausplatz 1
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Bezirksfrauenkomitees St. Pölten
https://www.stp-konkret.at/lebensqualitaet/gesundheit-und-soziales/2357/programmuebersicht-zum-internationalen-frauentag/lesen.htm

# Lesung „Maria Theresia ganz privat: Kinder, Kirche & Korsett“
11. März 2017, 10 Uhr, Stadtbücherei St. Pölten, Prandtauerstraße 7
Organisation/Veranstalterin: Büros für Diversität St. Pölten in Kooperation mit der Stadtbücherei St. Pölten
https://www.stp-konkret.at/lebensqualitaet/gesundheit-und-soziales/2357/programmuebersicht-zum-internationalen-frauentag/lesen.htm


Burgenland

# Susanne Blumesberger: Vortrag über Marie Franzos (1870-1941), Ausschussmitglied und Bibliothekarin des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereines
9. März 2017, 18 Uhr, Europahaus Burgendland, Campus 2, Eisenstadt
https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/freizeit/internationaler-frauentag-zwei-events-im-europahaus-d2040414.html

# "Mut zur Hoffnung – Freude am Teilen" – Begegnungen mit Migrantinnen und Ansässigen
9. März 2017, 19 Uhr 30, Europahaus Burgenland, Campus 2, Eisenstadt
https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/freizeit/internationaler-frauentag-zwei-events-im-europahaus-d2040414.html


Tirol

# kinovi[sie]on. Filme von Regisseurinnen
8. März 2017, ab 18:00 Uhr, Leokino, Anichstraße 36, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: kinovi[sie]on
http://www.leokino.at/index.php?disp=kinovisieon

# Frauentagsfest der SPÖ-Frauen Tirol
8. März 2017, 17:00 Uhr, Parteihaus der SPÖ Tirol, Salurner Straße 2, Erdgeschoß, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: SPÖ-Frauen Tirol
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Frauenpower. Der Weg in die Politik
10. März 2017, 19:00 Uhr, FrauenLesbenZentrum Innsbruck, Liebeneggstraße 15, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Die Innsbrucker Grünen
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Lesung frauenbewegter Texte mit Musik, Gesang und Brunch
11. März 2017, 11:03 Uhr, Öffentlichen AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstr. 19, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft– AEP
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# „Pleite in Sichtweite“. Ein clowneskes Stück mit Vertikalseil
13. März 2017, 19:00 Uhr, Haus Vier und Einzig, Hallerstraße 41,
Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Feministische FrauenLesbenVernetzung (FLV)
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Frauen mit Lernschwierigkeiten im Spannungsfeld von Selbst- und Fremdbestimmung.
Erfahrungen und Ergebnisse aus einem partizipativen Forschungsprozess
15. März 2017, 19:00 Uhr, Institut für Erziehungswissenschaften, Kursraum im Erdgeschoss,
Liebeneggstraße 8, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Institut für Erziehungswissenschaften, Lehr- und Forschungsbereich Disability Studies und Inklusive Pädagogik
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Rechter Antifeminismus – Frauen im Rechtsextremismus
17. März 2017, 19:00 Uhr, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft– AEP, Schöpfstraße
19, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Die Grünen Frauen Tirol
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf

# Fem*Slam – queer-feministisches Open Mic ft. Yasmo
18. März 2017, ab 15:00 Uhr, Die Bäckerei-Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
Organisation/Veranstalterin: Verband Sozialistischer Student_innen VSStÖ Innsbruck
http://aep.at/wp-content/uploads/2016/02/Folder_ProgrammFrauentag2017_Web.pdf



Kulturpolitische Positionen:

__/  Gemeinsame Forderungen kulturschaffender Frauen in Österreich
www.frauenkultur.at

__/ Forderungskatalog der Plattform #istnoetig „15 Forderungen an die Kulturpolitik“
istnoetig.noblogs.org/15-forderungen

__/ Frauen in der Kunst – feministische Kulturpolitik, In: 42 Monate IMAG - eine Bilanz. Hg. Kulturrat Österreich, Wien, Dezember 2012
kulturrat.at/agenda/imag/materialien/42monate/feministischekulturpolitik


* Das Sternchen wird verwendet, um auf die Konstruktion von Geschlecht und Geschlechternormen hinzuweisen und um explizit alle Menschen, die sich als Frauen* verstehen, mit einzuschließen, unabhängig davon, welches Geschlecht ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.


 Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien
contact@kulturrat.at
http://kulturrat.at
http://twitter.com/kulturrat_oe

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Weltkulturerbe unverzichtbar & kein Verhandlungsgegenstand

Offener Brief an die Österreichische Bundesregierung und die Wiener Stadtregierung durch die ARGE Kulturelle Vielfalt UNESCO

 

Die Klausurtagung der ARGE kulturelle Vielfalt fordert die Stadt Wien zur uneingeschränkten Einlösung der von der Republik Österreich und Wien mit der UNESCO eingegangenen Verpflichtungen beim Umgang mit seinem Weltkulturerbe auf.


"Der Bau eines Hochhauses auf Wiener Weltkulturerbeboden ist nur unter Missachtung der Voraussetzungen des Prädikats Weltkulturerbe möglich, seine von der Wiener Stadtregierung dazu eingeleitete Flächenumwidmung, ohne die Stellungnahme der UNESCO abzuwarten, ist eine Brüskierung der Kulturorganisation der UNO und des kulturellen Wien ohnegleichen.
Österreich ist dem „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ beigetreten, mit BGBL.Nr.60/1993 ist es innerösterreichischer Rechtsbestand geworden. Zudem hat sich Österreich auch zur den 2015 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossenen „Sustainable Development Goals“ verpflichtet, deren Ziel 11.4 lautet, „die Anstrengungen zum Schutz und zur Wahrung des Weltkultur- und Naturerbes zu verstärken“."


Vollständige Stellungnahme: http://freietheater.at/…/weltkulturerbe-unverzichtbar-und-…/


Petition für die Erhaltung des Weltkulturerbes: www.igkultur.at

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IGFT: Tätigkeitsbericht 2016

Der Tätigkeitsbericht der IG Freie Theaterarbeit über das Jahr 2106 ist online nachlesbar unter: freietheater.at/publikationen/taetigkeits-jahresberichte/


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Stellungnahme des IG Freie Theater Vorstands zur Umstellung der IG Netz Richtlinien

Januar 2017

 

Das IG-Netz war vom Bundeskanzleramt (damals noch Kulturministerium) und der IGFT von Anfang an als Instrument für Zuschüsse zu Anstellungen geplant, um jene Gruppen zu unterstützen, die aufgrund des Schauspielergesetzes ihr künstlerisches Personal anstellen müssen.

Für alle, die zu dieser Zeit (1991) frei arbeiteten, gab es bei der Gebietskrankenkasse die Option, sich freiwillig weiter zu versichern. Der IG ist es damals gelungen, Zuschüsse für diese "Freien" aus dem IG Netz zu sichern.

 

Die Neustrukturierung der österreichischen Sozialversicherungsarchitektur im Jahr 2000 definierte selbständig arbeitende KünstlerInnen als eine besondere Gruppe Neuer Selbständiger und schrieb ihnen bei Erreichen einer bestimmten Einkommensmindestgrenze eine neuartige Pflichtversicherung vor – die der Gewerblichen Wirtschaft bei der SVA.

Anders als bei UnternehmerInnen anderer Branchen verdienen überwiegend Dritte an der Verwertung von Kunst. Die KünstlerInnen selbst leben prekär. Daher wurde zum strukturellen Ausgleich der verminderten Einnahmen gegenüber „normalen“ selbständigen UnternehmerInnen der Künstlersozialversicherungsfonds geschaffen – , kurz KSVF.

 

In den ersten Jahren (2001 - 2008) wurde vom KSVF nur Zuschuss zu den Pensionsversicherungsbeiträgen gewährt, nicht aber zur Krankenversicherung. Der IGFT ist es damals gelungen, den Zuschuss für Selbständige zur Krankenversicherung aus dem IG-Netz zu erhalten - der Zuschuss zur Pensionsversicherung wurde natürlich gestrichen.

 

Ab dem Jahr 2008 werden vom KSVF auch Zuschüsse zu Kranken- und Unfallversicherungsbeiträgen gewährt. Der IG-Zuschuss zur Krankenversicherung konnte weiterhin für Personen aufrecht erhalten werden, die allein mit der Pensionsversicherung den Zuschuss des KSVF voll ausschöpften.

 

Alle IGs haben sich in zähen Verhandlungen über die Jahre dafür eingesetzt, dass der Zuschuss des KSVF erhöht wird - in 16 Jahren hat er sich fast verdoppelt.

 

http://www.ksvf.at/hoehe-des-zuschusses.html

 

Vor dem Hintergrund, dass selbstständige KünstlerInnen sowohl aus dem Künstlersozialversicherungs-Fonds und aus dem IG-Netz einen Zuschuss zur Krankenversicherung bekommen und das eine klassische Doppelförderung bedeutet, die keiner Rechnungshofprüfung standhalten würde, haben wir 2014 zugestimmt, dass das IG-Netz zukünftig nur mehr Zuschüsse zu Anstellungen gewährt.

Hierbei ist auch zu beachten, dass der Zuschuss für Anstellungen 2001 auf 180€ pro Monat bzw. 2.160€ pro Jahr begrenzt wurde und seit 2001 nicht erhöht wurde.

 

Wir konnten für die neuen IG-Netz Richtlinien eine Übergangszeit von 2,5 Jahren verhandeln - weiters eine Erhöhung des maximalen Zuschusses auf 200€ pro Monat für Anstellungen.

 

Soviel zum Hintergrund, dass die Selbstständigen in Zukunft aus dem IG-Netz rausfallen. Wir haben das auch seit Sommer 2014 immer wieder kommuniziert.

 

Wir kämpfen aber auf jeden Fall weiter, sowohl um die Erhöhung des KSVF Zuschusses, als auch um eine weitere Erhöhung des Zuschusses für Anstellungen.

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IGFT: Forderungen für die Konzeptförderung der Stadt Wien

IGFT: Forderungen für die Konzeptförderung der Stadt Wien


Im Rahmen der Konzeptförderung der Stadt Wien für die Jahre 2018-2021 fordert die IGFT:


  • Eine stärkere Berücksichtigung der Vorhaben von freien Gruppen
  • Eine deutlich bessere Finanzierung von Gruppen ohne eigene Spielstätte
  • Die Entwicklung weiterer Koproduktionsmodelle über die bestehenden Konzepte hinaus, um die Arbeitsbedingungen freier Gruppen zu verbessern
  • Dazu gehört die Entwicklung von Richtlinien für Koproduktionsvereinbarungen zwischen Häusern und freien Gruppen
  • Die Ausschreibung der Häuser und Spielstätten nach transparenten Kriterien
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Interview mit dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer: Berlin macht´s vor...

"Dass es freie Gruppen gibt, die flexibel produzieren, finde ich gut. Für mich ist hier die Frage, die übrigens für die klassischen Theaterinstitutionen genauso gilt: Wie kann man dem zunehmenden, immer extremeren Maß an Selbstausbeutung etwas entgegensetzen? Ich finde, Flexibilität bei der Kunstproduktion sollte nicht mit Prekarisierung bis zum Anschlag einhergehen.

Ein Punkt des Koalitionsvertrags lautet "Freie Szene stärken, Arbeitsbedingungen verbessern". Sie wollen Mindestgagen einführen – heißt das, dass künftig weniger Anträge bewilligt werden können?

Nein, das heißt reale Etaterhöhungen."


(Zitiert aus: http://www.Nachtkritik.de  / Interview mit dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer vom 6.2.2017)

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IGFT: Stellungnahme zum aktuellen Creative Europe Programm

Die IG Freie Theaterarbeit hat im Mai/Juni 2016 eine Befragung zur Zufriedenheit mit Creative Europe – dem aktuellen Förderprogramm für den Kultur- und Kreativsektor in Europa durch die Europäische Union – bei im Freien Darstellenden Bereich tätigen Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen durchgeführt. Die Ergebnisse, haben wir nun - rechtzeitig zur Mid-Term-Evaluation von Creative Europe - an das Bundeskanzleramt/Abteilung Europäische und internationale Kulturpolitik weitergegeben.

 

Link zur Stellungnahme: Evaluation Creative Europe:

20161004_evaluation_stellungnahme_creative_europe

 

http://freietheater.at/organisation/aktivitaeten/

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Schubhaftzentrum Vordernberg ‐ ein Millionengrab Rechnungshof bestätigt Kritik des Kulturrat

Kulturrat Österreich: Pressemitteilung 20.12.2016


Kulturrat Österreich fordert sofortige Schließung
... und Umwidmung z.B. in ein Künstler_innenzentrum

Bereits seit 2013 beschäftigt sich der Kulturrat Österreich mit dem Anhaltezentrum Vordernberg. Die Sicherheitsfirma G4S hat für die Bundestheater den Publikumsdienst erledigt und im Zuge dessen 2013 einen Billeteur als Reaktion auf dessen öffentliche Kritik umgehend auf die Straße gesetzt. International ist die Firma auch durch Verstöße gegen Arbeits-, Sozial- oder Menschenrechte ins Gerede gekommen. Der Kulturrat Österreich hat zahlreiche Aktivitäten unterstützt und Initiativen gesetzt, um zu verhindern, dass G4S auch in Vordernberg tätig werden kann. Trotzdem wurde das Anhaltezentrum gebaut und 2014 eröffnet. Damit hat die vorherrschende rassistische Ausschlusspolitik eine kostspielige Infrastruktur erhalten.

Schubhaft ist Haft ohne Delikt! Und das ist Österreich Millionen wert ...

Nun deckt der Rechnungshof auf, wie Steuermittel verschwendet wurden, um ein menschenunwürdiges Haftzentrum zu betreiben, das im Übrigen seit April 2016 praktisch leer steht: 24 Mio. Euro für den Bau, 2,6 Mio. Mietkosten im Jahr mit vertraglicher Bindung auf 33 Jahre, in Summe also weitere 86 Mio., zusätzlich 8 Mio. jährlich für Dienstleistungen. Ein Haftplatz schlägt demnach mit 165 Euro pro Tag zu Buche.

Ein Skandal ersten Ranges! Alternative Nutzung jetzt!

Um dieses Fass ohne Boden einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, schlägt der Rechnungshof vor, eine alternative Verwendung zu suchen. Der Kulturrat Österreich tritt daher für eine sofortige Ausschreibung zur Nutzung für soziale, antirassistische, künstlerische und/oder kulturelle Zwecke ein – und schlägt konkret den Umbau in ein Künstler_innenzentrum vor.

Stipendien statt Haftplatzkosten: 165 Euro pro Tag – gut investiert

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die einst prosperierende Gemeinde Vordernberg würde nach ihrem Niedergang durch die Schließung des Erzbergs wirtschaftlich nachhaltig belebt werden. Die gewünschte Dezentralisierung des Kunst- und Kulturbetriebs könnte Impulse erhalten, kulturelle Vielfalt forciert und der Austausch von Künstler_innen unterschiedlicher Sparten gefördert werden. Statt 193 entbehrliche Haftplätze zu erhalten, könnten Künstler_innen Kunstwerke von bleibendem Wert schaffen. Wir denken dabei an spartenübergreifende (auch internationale) Residency-Programme, die Einrichtung von Spezialwerkstätten, einen Seminarbetrieb mit künstlerischen Weiterbildungsangeboten, Ateliers, Probenräume, kurzfristige Lagerflächen für Requisiten und Kostüme für Film und darstellende Kunst und vieles mehr.

Der Kulturrat Österreich fordert die Verantwortlichen auf, aus begangenen Fehlern zu lernen und umgehend auf zukunftsweisende Projekte zu setzen!

Weitere Informationen:

Kulturrat Österreich zum Anhaltezentrum Vordernberg
http://kulturrat.at/search?SearchableText=vordernberg

Bericht des Rechnungshofes (Bund 2016/22 87): 
Vollzug der Schubhaft mit Schwerpunkt Anhaltezentrum Vordernberg
http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2016/berichte/teilberichte/bund/Bund_2016_22/Bund_2016_22_2.pdf

Rechnungshof zerpflückt Anhaltezentrum Vordernberg (14.12.2016)
http://derstandard.at/2000049285237/Abschiebungen-Rechnungshof-zerpflueckt-Anhaltezentrum-Vordernberg

Rechnungshof: Schubhaftzentrum Vordernberg viel zu teuer (14.12.2016)
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5133938/Rechnungshof_Schubhaftzentrum-Vordernberg-viel-zu-teuer

Rechnungshof zerpflückt Zentrum Vordernberg (14.12.2016)
http://steiermark.orf.at/news/stories/2814585
 
Entwürfe (Kurzfilm, 22 Min., AT 2013, Regie: Juri Schaden)
http://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/show/2105

Anonyme Billeteurinnen und Billeteure
http://anonymebilleteure.tumblr.com/

Rückfragen:
Kulturrat Österreich
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Ein Jahr Unterstützungsfonds im KSVF - Hilfe in nur sehr begrenztem Ausmaß

Kulturrat Österreich fordert: Novellierung des Gesetzes und der Richtlinien

 

Pressemitteilung Kulturrat Österreich, 2. August 2016

 

Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KSVF (PDF)

 

Seit 2015 gibt es den neu geschaffenen Unterstützungsfonds für KünstlerInnen, der mit 500.000 Euro im Jahr ausgestattet ist. Daraus können in „besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen“ pro Antrag bis zu 5.000 Euro an Beihilfen ausgeschüttet werden.

 

Klingt soweit gut. Die Praxis aber zeigt, dass ein Zugang zu dieser Unterstützungsleistung extrem eingeschränkt und schwierig ist.

 

Hier einige Beispiele:

Der Brennofen einer bildenden Künstlerin wird aufgrund der lang andauernden Nutzung defekt. Um Keramiken für eine Ausstellung herzustellen, lässt sie den Ofen rasch reparieren und bezahlt die Rechnung auch. Die Ausstellung wird unerwartet abgesagt, ein Einkommensverlust ist in der Folge zu erwarten, aber noch nicht eingetreten. Da die Rechnung bereits beglichen ist und der Schaden durch jahrelangen Gebrauch vorhersehbar war, zahlt der Fonds die Reparatur nicht.

 

Eine Schauspielerin bemüht sich um eine Rolle. Wie in diesem Beruf üblich, sind perfekte Zähne Voraussetzung. Die Konsultation beim Zahnarzt ergibt die Notwendigkeit einer Zahnaufhellung sowie zweier Porzellanfüllungen. Da die Aufhellung eine kosmetische Maßnahme ist, zahlt der Fonds diese nicht, Unterstützung für Porzellanfüllungen leistet der Fonds, wenn es dafür eine medizinische Notwendigkeit gibt, die auch nachzuweisen ist.

 

Wer ein kleines Festival gestaltet hat und dafür zehn Jahre lang eine Strukturförderung erhalten hat, diese aber im elften Jahr nicht bewilligt bekommt, ist nach geltender Rechtslage nicht mit einem unvorhersehbaren Ereignis konfrontiert. Auch wenn eine Förderung über lange Zeit gewährt wurde, kann aufgrund des fehlenden Rechtsanspruchs nicht damit gerechnet werden, so die Begründung. Die aus dem Ausfall der Förderung resultierende ökonomische Notlage für den/die KünstlerIn wird vom Fonds nicht kompensiert.

 

Das alles sind Situationen, in denen KünstlerInnen dringend Hilfe brauchen. Der Unterstützungs¬fonds wurde eingerichtet, um Hilfe zu leisten, kann diesem Auftrag aber aufgrund der restriktiven gesetzlichen Bestimmungen nur sehr eingeschränkt nachkommen.

 

Die Zahlen sprechen hier eine deutliche Sprache: Von Juni 2015 (dem Zeitpunkt der ersten Sitzung) bis Jahresende 2015 wurden etwas über 91.000 Euro an Beihilfen vergeben, im ersten Halbjahr 2016 waren es knapp 85.000 Euro. Gehen wir von einer gleichbleibenden Entwicklung bis zum Jahresende aus, dann wird auch dieses Jahr ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Summe (jährlich 500.000 Euro) nicht ausgeschöpft werden (können). Konnte die geringe Auslastung im ersten Jahr noch an der mangelnden Bekanntheit des Unterstützungsfonds gelegen haben, so kann davon inzwischen nicht mehr ausgegangen werden. Vielmehr trägt das Gesetz der Arbeits- und Lebensrealität von KünstlerInnen viel zu wenig Rechnung.

Außergewöhnlich, unvorhersehbar?

 

Wer schwer erkrankt ist, hat gute Chancen auf eine Beihilfe aus dem Unterstützungsfonds: Erhöhte Aufwendungen bei Erkrankungen, medizinisch notwendige Aufenthalte in Kur- und Genesungs¬heimen sind zwei von vier im Gesetz angeführten Beispielen. Auch die Deckung des notwendigen Lebensunterhalts bei Einkommensausfall wegen schwerer oder lang andauernder Erkrankung oder anderer unvorhersehbarer Ereignisse ist genannt. Was aber gilt als unvorhersehbar? Und wenn keine Erkrankung vorliegt? Dann kann der Fonds jedenfalls „Kosten für dringende Anschaffungen oder Reparaturen“ ersetzen – aber nur „aufgrund eines außergewöhnlichen Ereignisses“.

Die erforderliche Verknüpfung von Notfällen mit außergewöhnlichen bzw. unvorhersehbaren Ereignissen wird zum Stolperstein par excellence. Zwei Beispiele: Gibt ein sechs Jahre altes Notebook (als unverzichtbares Arbeitsgerät) oder der alte Herd den Geist auf und fehlt das Geld für eine Neuanschaffung – keine Chance auf Beihilfe! Fällt das „alte“ Notebook bei einem Sturz vom Fahrrad und ist kaputt, dann liegt ein außergewöhnliches Ereignis zugrunde und eine Beihilfe ist möglich.

 

Eine Notlage ist kein Notfall – Mind the Gap!

Auch in der klassischen Notlage, wenn einmal das Einkommen zu gering zum Leben wird (siehe auch Beispiele oben), kann der Fonds nicht unterstützen. Denn:  Einkommenseinbrüche bei KünstlerInnen gelten nicht als unvorhersehbare Ereignisse. Eine grundsätzlich oder vorübergehend ökonomisch prekäre Notlage entspricht nicht einem „besonders berücksichtigungswürdigen Notfall“ im Sinne des KSVF-Gesetzes… Eine Notlage ist eben kein Notfall, auch wenn die Not groß ist.

Was ist zu ändern? Kulturrat Österreich fordert:

Vieles von dem, was in einem KünstlerInnenleben passieren kann, passt nicht in das enge Korsett von Gesetz und Richtlinien. Der Kulturrat Österreich sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Das KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetz und die Richtlinien für den Unterstützungsfonds müssen an die tatsächlichen Arbeits- und Lebensrealitäten von KünstlerInnen angepasst werden:

 

- Berücksichtigung vorübergehender Notlagen

- Schaffung der Möglichkeit, in dringenden Fällen unbürokratisch Soforthilfe zu gewähren

- Einführung einer Automatik, was grundsätzlich unterstützungswürdig ist, wie z.B. Zahnersatz (wenn er von Krankenversicherungen nicht übernommen wird), Laptops, Mietrückstände

- Berücksichtigung notwendiger Alltagsgegenstände wie defekte Kühlschränke, Heizungen

 

Diese Anpassung muss umgehend erfolgen – und ist umso dringender, weil Alternativen fehlen. Einerseits ist die KünstlerInnenhilfe der Kunstsektion im BKA, die Unterstützung auch in klassischen ökonomischen Notlagen (ohne Verknüpfung mit speziellen Ereignissen) gewähren konnte, abgeschafft. Andererseits mussten die meisten Verwertungsgesellschaften, die mit ihren Fonds für soziale und kulturelle Zwecke bis Anfang des Jahres rasch und unbürokratisch KünstlerInnen in Notlagen unterstützen konnten, diese Zahlungen aufgrund eines schwebenden Verfahrens, das die Speichermedienvergütung in Frage stellt, einstellen. Somit ist der KSVF-Unterstützungsfonds derzeit für viele KünstlerInnen die einzige Möglichkeit, Hilfe in mitunter äußerst dramatischen Notlagen zu erhalten.

 

Der Kulturrat fordert daher:

Novellierung des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetzes und Anpassung der Richtlinien für den Unterstützungsfonds sofort!

 

Weiterführende Infos:

KSVF Unterstützungsfonds

http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

Kulturrat Österreich: Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KSVF

http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/ksvf_u_fonds

 

Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
contact@kulturrat.at
http://kulturrat.at
http://twitter.com/kulturrat_oe

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Achtung bei Newsletter-Versand

Aus aktuellem Anlass möchten wir euch darauf hinweisen, dass ihr für euren Newsletter-Versand zur Sicherheit immer die Zustimmung der einzelnen Beschickten einholen solltet.

 

Die etwas unübersichtliche Rechtslage könnt ihr hier nachlesen: http://www.internet4jurists.at/e-mail/oe1a.htm

 

Es existiert eine elektronische Robinsonliste, in die sich alle Personen eintragen lassen können, die keine Werbemails erhalten wollen – im Zweifelsfall überprüft eure Listen bitte mit der elektronischen:

 

https://www.wko.at/Content.Node/branchen/oe/sparte_iuc/Werbung-und-Marktkommunikation/Robinsonliste.html

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Novelle Kulturfördergesetz Land Steiermark

Das Kultur- und Kunstförderungsgesetz von 2005, das Vorbild für viele andere Bundesländer war, wird zum bereits dritten Mal seit 2012 novelliert. Bei der Durchsicht zeigt sich eine Verengung des einst offenen Kulturgesetzes mit gesellschaftspolitischem Anspruch und eine Reduzierung auf den Kunstbegriff. Substanzielle Änderungen in Bezug auf mehr Transparenz und die Umstrukturierung des Beiratssystems – langjährige Forderungen von Kulturschaffenden – unterbleiben.
Am Donnerstag 2. Juni wurde von Das andere Theater und der IG Kultur Steiermark in einer Presseaussendung auf die Mängel und Forderungen aufmerksam gemacht.

Das andere Theater schließt sich der Stellungnahme der IG Kultur Steiermark zur Novelle des KuKuFöG-2005 vollinhaltlich an.
Besonders unterstützen wir folgende Forderungen:
– verpflichtende schriftliche Begründung bei Ablehnung des Förderantrages und Reduktion der beantragten Fördersumme
– Transparenz der Bestellung der Mitglieder des Kulturkuratoriums sowie der Fachbeiräte
– Aufwertung des FachexpertInnen-Gemiums zu einem Förderbeirat und Reduktion der Agenden des Kulturkuratoriums

Stellungnahme_KuKuFöG_Novelle_Das andere Theater

Die Presseaussendung, sowie die Begutachtung der IG und andere Stellungnahmen sind abrufbar auf:
igkultur.mur.at/kulturpolitik/...

Der Artikel der Kleinen Zeitung zum Thema findet sich auf:
igkultur.weblog.mur.at/igkultu...

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Bundesministerium für Gesundheit: Rauchverbot auf Bühnen

In der Steiermark wird es bereits vom Land ausgesendet, das Bundesministerium für Gesundheit bittet die Kunde, dass das Rauchverbot in Theatern auch für die Bühne / auf der Bühne gilt, zu verbreiten. Weitere Infos folgen.

In Auszügen vorab:
Dem Gesundheitsschutz wird nach der Rechtsprechung des VfGH in diesem Zusammenhang ein hoher Stellenwert eingeräumt und das Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte als verfassungsrechtlich zulässig erachtet (vgl. dazu VfSlg.18.895/2009, 19.541/2011).

Das Rauchen von Tabakwaren auf Bühnen und dgl. während Theatervorstellungen, Konzerten etc. ist daher ausnahmslos verboten. Hingewiesen werden darf darauf, dass ab 20. Mai 2016 auch sog. Verwandte Erzeugnisse (z. B. E-Zigaretten, Wasserpfeifen) von den Rauchverboten des Tabakgesetzes mitumfasst sind (s. dazu BGBl. I Nr. 101/2015). Das Rauchen darf jedoch ggf. mit geeigneten Attrappen dargestellt werden.

Eine Missachtung des Rauchverbots auf Bühnen und dgl. stellt eine Verwaltungsübertretung dar, die entsprechend zu ahnden ist.

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Registrierkassenpflicht für gemeinnützige Vereine

Infoblatt der Kulturvernetzung NÖ: www.kulturvernetzung.at/de/reg...

Kurzinfo in Auszügen:

Die Registrierkassenpflicht besteht ab Einnahmen von mehr als 15.000 Euro Umsatz und mehr als 7.500 Euro Bar-Umsatz

Für gemeinnützige Vereine zählen allerdings Einnahmen aus unentbehrlichen Hilfsbetrieben NICHT zu diesen Umsätzen, also hat der Verein Einnahmen vor allem aus:
+ Spenden ohne Gegenleistung
+ Mitgliedsbeiträge
+ Subventionen/öffentliche Gelder *
+ Erlöse aus Eintrittskartenverkauf/Ticketverkauf
dann ist man von der REgistrierkassenpflicht voraussichtlich befreit. Im Zweifelsfall bitte beim Finanzamt nachfragen.

Was durchaus für diese Untergrenze zählt:
+ Gastronomie/Verkauf von Speisen und Getränken
+ Standgebühren für Verkaufsstände von dritten.
+ Publikationen
+ Provisionen, zb beim Verkauf von Kunstwerken
+ Sonstige Umsätze

Mehr Infos: www.kulturvernetzung.at/de/reg...

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Verwertungsgesellschaftengesetz-Novelle 2016

Gemeinsame Stellungnahme der KünstlerInnenverbände zum Entwurf des Verwertungsgesellschaftengesetzes (Verwertungsgesellschaftengesetz 2016 – VerwGesG 2016)

Wien, am 2. März 2016

Vorbemerkung

Die unterzeichnenden Verbände begrüßen grundsätzlich die Neufassung des Verwertungsgesellschaftengesetzes und dessen erklärte Zielsetzung, die Transparenz innerhalb der Verwertungsgesellschaften zu erhöhen. Fraglich ist jedoch, ob die umfangreichen Berichtspflichten gegenüber anderen Verwertungsgesellschaften und der Öffentlichkeit nicht bloß zu einem extrem erhöhten Verwaltungsaufwand ohne zusätzlichen Informationswert führen werden, der zu Lasten der UrheberInnen geht, da er ihnen von ihren Einnahmen abgezogen wird. Wir gehen – wie im Vorblatt angegeben - von annähernd 1 Million Euro zusätzlichen Ausgaben für die Umstellung bei deutlich steigenden laufenden Kosten aus. Dass die Folgekosten 3.000 Euro nicht überschreiten werden, wird von allen ExpertInnen bezweifelt.

Befremdet sind wir über die zum wiederholten Mal geübte Praxis, die Betroffenen im Vorfeld nicht in die Überlegungen, die dem Gesetzesentwurf vorausgegangen sind, einzubeziehen. Die Verwertungsgesellschaften-Richtlinie wurde bereits vor zwei Jahren erlassen und versendet. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder vorgeschlagen, Arbeitsgruppen zu bilden, die den jeweiligen Gesetzwerdungsprozess begleiten, und sind überzeugt, dass auf diese Weise – auch zum Vorteil für den Gesetzgeber – viele Unklarheiten bereits zu einem frühen Zeitpunkt ausgeräumt werden könnten. So sind wir einmal mehr mit einer sehr kurzen Begutachtungsfrist konfrontiert, die es uns unmöglich macht, alle relevanten Punkte mit der erforderlichen Gründlichkeit auf ihre Eignung zu untersuchen und unter den Verbänden der UrheberInnen abzustimmen. Wir verweisen daher auch auf die Stellungnahmen wichtiger ExpertInnen und auf jene der Verwertungs­gesellschaften, die sich eingehender einzelnen Themen­gebieten widmen werden, die für die UrheberInnen ebenfalls von großer Bedeutung sind.

Unverständlich ist uns, dass sich nirgendwo ein Hinweis auf den besonderen kulturpolitischen Stellenwert von Verwertungsgesellschaften findet. Es entsteht vielmehr der Eindruck, die Verwertungsgesellschaften sollen in ihren Handlungsspielräumen maximal eingeschränkt und zu Kontrolleinrichtungen der NutzerInnen und der Zahlungspflichtigen gemacht werden.

Monopolgrundsatz

Die Verankerung des Monopolgrundsatzes wird von uns begrüßt und wir schließen uns den Ausführungen in den Erläuterungen an. Die Beibehaltung der Monopolstellung der Verwertungsgesellschaften trägt dafür Sorge, dass Dumping bei Lizenzgebühren verhindert werden kann. Ebenso sind wir der Meinung, dass es eine ausreichende Zahl von Verwertungsgesellschaften gibt.

Gemeinsames Repertoire

Wir sprechen uns für eine gemeinsame Wahrnehmung von Rechten im analogen und im digitalen Bereich aus, wie sie der Verwertungsrealität entspricht. Es bestehen keine ausschließlichen Verwertungen von Werken nur in analoger oder digitaler Form, in Form von Veranstaltungen und Aufführungen oder in medialer Form.

Mitgliedschaft und Unternehmensverfassung

Die verbesserten Möglichkeiten der Einbindung der Bezugsberechtigten bzw. Mitglieder wird von den Verbänden positiv beurteilt, die Aufwertung der Mitgliederhauptversammlung durch größere Mitbestimmungs­möglichkeiten erscheint uns sinnvoll. Auch die Mitbestimmung in Verteilungsfragen gehört dazu.

Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz sind grundsätzlich zu begrüßen und im österr. VwGes. (Jahresabschluss, neu: Tranzparenzbericht) auch bereits zum Teil vorgesehen sowie – in unterschiedlicher Ausprägung – gängige Praxis. Inwieweit die Berichtspflichten gegenüber der Öffentlichkeit, sowohl was den damit verbundenen kostenintensiven Verwaltungsaufwand als auch datenschutzrechtliche Überlegungen betrifft, überbordend sind, sollte einer genauen neuerlichen Prüfung unterzogen werden.

Digitale Demokratie

Hier besteht unserer Meinung die Gefahr, dass der Wortlaut „Ausübung von Mitgliedschaftsrechten unter Verwendung elektronischer Kommuni­kations­mittel“ so weit verstanden wird, dass damit das simultane elektronische Wählen via Live-Streaming ermöglicht wird. Damit wäre auch die Gefahr von Störungen und Manipulationen verbunden. Es sollte zumindest in den Erläuternden Bemerkungen diesbezüglich eine Klar­stellung geben, dass simultanes elektronisches Wählen via Live-Streaming aufgrund der oben erwähnten Gefahren kein geeignetes Instrument darstellen.

Außentransparenzkosten

Die Außentransparenzkosten belasten kleinere Verwertungsgesellschaften mehr als größere. Sie werden außerdem zu 100 Prozent aus den Tantiemeneinnahmen und somit von den Bezugsberechtigten in den Verwertungsgesellschaften, den KünstlerInnen und den Rechte­inhaber­Innen selbst finanziert. Außentransparenz kann höchstens in einem Ausmaß geboten sein, in dem allgemeine öffentliche Berichtspflichten bestehen, und nicht in Form von zusätzlichen Sonderregelungen für Verwertungs­gesellschaften. Mehrkosten, die nur Verwertungs­gesell­schaften aufgebürdet werden, sind über Tariferhöhungen zu begleichen.

Berichtspflichten von FunktionärInnen

Wir sprechen uns gegen die verpflichtende Offenlegung des Tantiemen­einkommens von FunktionärInnen in Verwertungsgesellschaften aus. Tantiemen werden anhand der Nutzung von Werken und entsprechend den Verteilungsschlüsseln verrechnet. Das gilt für alle Bezugsberechtigten der Verwertungsgesellschaften in gleicher Weise. Wenn in den Verwertungs­gesellschaften Demokratie gewünscht ist, können nicht zugleich KünstlerInnen durch übertriebene spezielle Berichtspflichten abgeschreckt werden, solche Funktionen zu übernehmen oder Aufgaben wahrzunehmen. Auch wenn der Gesetzgeber in diesem Punkt die Richtlinie umsetzt, so bestehen doch Gestaltungsspielräume, die jedenfalls vermeiden sollten, dass die Mitwirkung von KünstlerInnen durch das Vorzeigenmüssen ihrer Tantiemeneinnahmen torpediert wird.

Soziale und kulturelle Einrichtungen

Studien haben belegt, dass die SKE-Fonds sich für KünstlerInnen in sozialen Notlagen bewährt haben. Auch Förderungen, die kulturellen Zwecken dienen, sind seit langem hilfreiche Instrumente. Wir begrüßen daher die Beibehaltung dieser Einrichtung, wir sehen jedoch nicht ein, dass Verwertungsgesellschaften, deren Bezugsberechtigte Rundfunk­unternehmen sind, seit der Verwertungs­gesellschaften­reform 2006 davon ausgenommen sind und bleiben sollen. Wir schlagen statt der weiteren Beibehaltung der Ausnahme die dem Gleichheitsgrundsatz entsprechende Wiedereinbeziehung und die Aufteilung der SKE der Rundfunkverwertungs­gesellschaften auf die anderen Verwertungsgesellschaften vor, in denen die SKE-Mittel im Sinne des Gesetzes vergeben werden können.

Tarife für Geräte und Speichermedien

Es erscheint uns unzumutbar, dass die Verwertungsgesellschaften alleine, bei ohnedies sehr erhöhtem Aufwand, empirische Untersuchungen über die Nutzung von Speichermedien anstellen sollen. Hier sollten – analog zum Beirat für Geräte- und Speichermedienvergütung – die Nutzer­organisationen ebenfalls in die Pflicht genommen werden und sich an den zu erwartenden Kosten beteiligen. Ausgeschlossen werden muss, dass den Verwertungsgesellschaften über Kostenbelastungen durch ständig weiter einforderbare „Grundlagenforschungen“ jeder Verhandlungsspielraum genommen wird.

Meldefristen

In einigen Verwertungsgesellschaften bestehen dreijährige Meldefristen, sie erlauben den KünstlerInnen eine bessere Einnahmenplanung. Diese Melde­fristen sollten im Verwertungsgesellschaftengesetz Beachtung finden.

Aufsichtsbehörde

Die Transparenz der Kosten für die Aufsichtsbehörde ist weitgehend durch die Verwertungsgesellschaften zu leisten. Die Verwertungsgesellschaften wissen aber nicht, wie und ob der Betrag der Kosten für die Aufsichtsbehörde verbraucht wird und ob nicht das Oberlandesgericht Wien einen großen Teil einsteckt. Es fehlen die Voraussetzungen, um Transparenz schaffen zu können. Den Verwertungsgesellschaften muss ermöglicht werden, diese Aufgabe im Sinne des Gesetzes wahrzunehmen.

42a UrhG

Mit der Urheberrechtsgesetzreform 2015 wurde der 42a UrhG, der kostenfreie, nicht beeinspruchbare Verleih von digitalen Publikationen für Forschungs- und Wissenschaftszwecke ermöglicht. Da eine solche weitreichende Freigabe von Werken das Zustandekommen von Neuerscheinungen nahezu unmöglich macht, wurde eine Änderung bei nächster Gelegenheit zugesagt. Wir vermissen die Einlösung dieser Zusage in der jetzigen Reform und fordern sie ein.

Einbringung der Rechte in die Verwertungsgesellschaft und rückwirkende Änderung der Verteilungsbestimmungen

Wir begrüßen die Klarstellung, dass es nicht darauf ankommt, wer die Rechte in die Verwertungsgesellschaft eingebracht hat. Unserer Meinung nach fehlt aber eine Bestimmung, die eine rückwirkende Bekämpfung der Verteilungsbestimmungen unmöglich macht. Änderungen der Verteilungs­bestimmungen können immer nur mit Wirkung für die Zukunft erfolgen. Andernfalls wird die Verteilung innerhalb der Gesellschaften nicht mehr durchführbar. Die individuelle rückwirkende Bekämpfung einer Verteilung bleibt davon unberührt. Verteilung in gemischten Verwertungsgesellschaften Wir unterstützen das Anliegen von Verwertungsgesellschaften, die RechteinhaberInnen abgeleiteter Rechte (Kopiervergütung etc.) vertreten. Verwertungsgesellschaften sollen nach Maßgabe der Beschlüsse innerhalb der betroffenen Verwertungsgesellschaften RechteinhaberInnen abgeleite­ter Rechte an den Vergütungsansprüchen beteiligen können.

Zusammenfassend:

Dass die EU-Verwertungsgesellschaftengesetz-Richtlinie und ihre Umset­zung dem Ziel des Schutzes der schwächeren Partei, der der Künstlerinnen und Künstler, dienen, ist kaum zu erkennen. Dafür sind um so stärker die Einflüsse der Nutzer, Nutzer-Organisationen und zahlungspflichtigen Unternehmen und Einrichtungen auf die Richtlinie und ihre Umsetzung erkennbar. Es ist zu befürchten, dass die Umsetzung der EU-Verwertungs­gesellschaftengesetz-Richtlinie dazu führt, dass die Verwertungs­gesell­schaften durch Überfrachtungen mit Aufgaben und Auflagen zunehmend handlungsunfähig werden und sich die für ihre Einnahmen rechtfertigen sollenden KünstlerInnen aus ihren Funktionen in den Verwertungs­gesellschaften zurückziehen.

Wir erneuern unseren Anspruch einer grundlegenden Diskussion in einer Arbeitsgruppe und fordern den Gesetzgeber zur Einrichtung dieser Arbeitsgruppe mit aufschiebender Wirkung für die Umsetzung der EU-Verwertungs­gesellschaften­gesetz-Richtlinie auf.

Unterstützt von (Verbände und verantwortliche Personen):

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden, Helmut Berger
IG Autorinnen Autoren, Gerhard Ruiss
IG Übersetzerinnen Übersetzer, Brigitte Rapp
Interessengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm, Harald Friedl
Kulturrat Österreich, Maria Anna Kollmann
Musikergilde, Peter Paul Skrepek
Österreichischer Komponistenbund, Alexander Kukelka
Österreichischer Musikrat, Harald Huber
Verband Österreichischer Kameraleute, Astrid Heubrandtner-Verschuur
Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und MusikproduzentInnen Österreichs, Alexander Hirschenhauser



Informationen:
Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...
Debattenseite UrheberInnenrechte und Cultural Commons des Kulturrat Österreich: kulturrat.at/debatte/UrheberIn...

Weitere Stellungnahmen von Mitgliedern des Kulturrat Österreich, soweit sie bereits vorliegen:
Dachverband der Filmschaffenden Österreichs: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...
Verband Freier Radios Österreich: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

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Keine weitere Verschärfung in der Asylgesetzgebung!
Kulturrat Österreich, Pressemitteilung 25. November 2015

Menschenwürde und Menschenrechte sind unteilbar

Die geplante Novelle zum Asylrecht ist kein symbolisches
Stoppschild, sondern führt direkt zu noch mehr Toten auf dem Weg nach
Europa.

Im Zusammenhang mit den Asylsuchenden, die nach Europa kommen, um hier Schutz und Sicherheit zu finden, ist immer mehr die Rede von "Signal senden" oder "Zeichen setzen". Diese symbolische Begrifflichkeit drückt auf vermeintlich schonende Weise eine harte Realität aus: dass Flüchtlinge nicht willkommen sind. In Wahrheit werden Maßnahmen vorbereitet, die das Leben von Geflüchteten unzumutbar erschweren und
tatsächlich stärker gefährden:
Jede Einschränkung der Familienzusammenführung wird dazu führen, dass noch mehr Menschen sich über tödliche Fluchtrouten auf den Weg machen.

Eine verpflichtende Wiederholung jedes Asylverfahrens nach drei Jahren ist ein bürokratischer Zusatzaufwand, der das Leben von Geflüchteten in Unsicherheit prolongiert. Ein Ankommen in der Aufnahmegesellschaft, ein sicheres Refugium mit Zugang zu Ausbildung und Chancen etwa am Arbeitsmarkt, ein Zusammenleben unter Gleichberechtigten wird damit ausgeschlossen.

Wozu also die geschönte Sprache in der Ankündigungspolitik? Um selbst ruhig schlafen zu können? Fast hat es den Anschein, denn ein flüchtlingsfreies Europa ist eine Illusion. Eine Festung gegen Menschen auf der Flucht zu errichten funktioniert nicht. Erreicht wird, dass die Flucht noch teurer, noch gefährlicher, noch tödlicher wird.

Die Alternative ist einfach: Menschenwürde und Menschenrechte sind unteilbar. Es braucht sichere Fluchtrouten, einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, direkte Unterstützung bei der Ankunft, eine weitergehende Anerkennung genderspezifischer Fluchtgründe sowie ganz
dringend das Recht für alle Flüchtlinge (auch mit 15 Jahren und
darüber!) eine Pflichtschule zu besuchen und weiterführende
(Aus)Bildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Es gilt Taten zu setzen: gegen rassistische Ausschlusspolitik, gegen diese Asylgesetznovelle, gegen Zäune an den Grenzen.

Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, Handlungsfähigkeit in einem menschenrechtlichen, weitsichtigen und lösungsorientierten Sinn, fernab von Zynismus zu beweisen.

Wir unterstützen die Mailkampange von SOS Mitmensch, mailen auch Sie!
-> www.sosmitmensch.at/site/petit...

Entwurf der Novelle, Begutachtungsfrist 30.11.
-> www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...


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Kulturrat Österreich
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1060 Wien

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Stellungnahme zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015
Stellungnahme der IGFT vom 12.11.2015

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

Die IG Freie Theaterarbeit nimmt zum gegenständlichen Entwurf wie folgt Stellung:

Aufgrund der kurzen Frist zur Stellungnahme war eine Auseinandersetzung mit der Gesetzesvorlage nur bedingt möglich. Insofern bleibt diese Stellungnahme den deutlichsten Eckpunkten verhaftet, die in ihrer im Entwurf vorgesehenen Form einer Änderung bedürfen.

Die in der vorliegenden Fassung erstmalig ermöglichte Spendenabsetzbarkeit für den Kunst- und Kulturbereich innerhalb des Gemeinnützigkeitsgesetzes ist grundsätzlich zu begrüßen.
Die Bindung an eine vom Bund oder einem Bundesland gewährte Förderung und dem damit eventuell einhergehendem – von der Kultureinrichtung nicht steuerbaren – Eintrag in die Transparenzdatenbank sorgt für eine deutliche Ungleichbehandlung unter Kultureinrichtungen. Sie lässt ein weiteres Aufklaffen der Finanzierungsschere zwischen großen und kleinen – bezogen auf die finanziellen Gegebenheiten -, sowie ortspezifisch, regional und überregional tätigen Institutionen befürchten. Erleichterte Zugänge zur Spendenabsetzbarkeit für in der Förderlandschaft bereits höher dotierte Institutionen mit hohem infrastrukturellem Aufwand gegenüber kleinen Projektinitiativen scheinen vorprogrammiert und verstärken damit die Fördertendenzen auf Landes- und Bundesebene. Junge Künstler_innen, die sich neu erproben, schaffen es häufig erst nach einigen Jahren in den Förderschienen der Länder und des Bundes Berücksichtigung zu finden. Sie werden durch die angedachten Regelungen von vornherein ausgeschlossen. Der Nichteinbezug von Förderungen durch Gemeinden und die EU lässt zusätzliches Ungleichgewicht in dieser Hinsicht, bis hin zum Ausschluss zahlreicher Kunstinitiativen, erwarten.

Die Förderung durch ein Bundesland ist derzeit noch nicht automatisch mit einem Eintrag in die Transparenzdatenbank verbunden. Zu befürchten ist, dass auch hier eine Verengung des Begünstigtenkreises hin zu vor allem mit Bundesförderungen bedachten Initiativen stattfinden wird.

Der Einbezug von gemeinnützigen Vereinen im Kulturbereich, die sich nicht zentral künstlerischen Aktivitäten widmen, wie Archive, Interessenvertretungen, Kulturvermittlungseinrichtungen, Informationsplattformen und andere im Kulturbereich tätige Initiativen ist wünschenswert.

Bedingt durch unregelmäßige Förderung auf Projektbasis werden viele Kunstinitiativen nicht regelmäßig gefördert. Dies führt mit dem eingebrachten Entwurf zu zusätzlicher Unplanbarkeit hinsichtlich privater Spenden und voraussichtlich auch zu einer Verunsicherung für Spender und Spenderinnen.

Das geforderte Wirtschaftsprüfer_innen - Gutachten erweist sich als zusätzliche Hürde für weniger finanzkräftige Kunstinitiativen.
Aus nationalökonomischer Sicht ist die weitere Begünstigung von wenigen finanzkräftigen Personen oder Einrichtungen, die vor allem durch diese Regelungen profitieren werden, nicht wünschenswert. Die direkte Verknüpfung von Fördergebarung und Spendenabsetzbarkeit lässt darüber hinaus eine weitere Benachteiligung von nicht marktkonformer Kunst befürchten.

Die IG Freie Theaterarbeit regt eine durchgängig geschlechterneutrale Ausformulierung des Textes an.

Die IG Freie Theaterarbeit bedauert, in den Erarbeitungsprozess des Ministerialentwurfes nicht einbezogen worden zu sein.

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Steuerliche Spendenbegünstigung für Kunst/ Kultur?!
Kulturrat Österreich: Stellungnahme vom 12.11.2015

Kulturrat Österreich nimmt zum Entwurf des Gemeinnützigkeitsgesetzes 2015 Stellung

Ministerialentwurf: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

.) Spendenbegünstigung bzgl. Kunst und Kultur an Subventionen von Bund/ Land gekoppelt

# Die öffentliche Förderlandschaft in Österreich ruht auf vier Säulen: EU, Bund, Land und Städte/Gemeinden. Wenn die Verknüpfung mit öffentlichen Förderungen als alleingestelltes Qualitätsmerkmal einer Absetzbarkeit bleiben soll, wird es jedenfalls notwendig sein, hier alle vier zu berücksichtigen.

# Es gibt in Österreich auch subventionsunabhängige Kunst- und Kultureinrichtungen und -initiativen. Um in den Genuss der steuerlichen Absetzbarkeit zu kommen, werden sich auch diese zukünftig verstärkt um Subventionen bemühen (müssen). Damit werden Kunst- und Kulturschaffende jedoch in einen verschärften Konkurrenzkampf um die ohnehin stets zu knappen öffentlichen Fördermittel gedrängt. Angesichts knapper und (im besten Fall) stagnierender Kunst- und Kulturbudgets führt dies jedoch absehbar zu Kürzungen für jene, die aktuell Förderungen erhalten. Eine weitere finanzielle Schwächung ist in dieser Hinsicht vor allem bei der Förderung von Projekten und Einzelpersonen zu erwarten, u.a. weil diese nicht auf aufrechtzuerhaltende Infrastruktur verweisen können, deren Kosten weniger leicht reduzierbar sind als selbstständig erbrachte künstlerische Leistungen. Entsprechend führt die Voraussetzung der öffentlichen Förderung zu einer weiteren Umverteilung der Kunst- und Kulturbudgets zu Gunsten ohnehin bereits finanzkräftigerer Institutionen, und die finanzielle Schlechterstellung von, auf finanzielle Gesamtkapazitäten bezogen, kleineren Initiativen ist damit neuerlich vorprogrammiert.

.) Allgemeine Voraussetzungen auf Seiten der begünstigten Einrichtungen

# Grundsätzlich ist die Bindung an einen – von den begünstigten Einrichtungen nicht beeinflussbaren – Eintrag in der Transparenzdatenbank unzumutbar. Die Koppelung an eine Transparenzdatenbank, deren Realisierung in der politischen Auseinandersetzung zwischen Bund und Ländern nach wie vor ungelöst ist, führt zudem zumindest vorläufig dazu, dass ausschließlich Einrichtungen mit Bundessubventionen für die Spendenabsetzbarkeit in Frage kommen; hier braucht es zumindest Übergangsbestimmungen. Die Einbeziehung von Förderungen auf EU- und Gemeindeebene ist im Entwurf nicht angedacht, für eine Lösung hinsichtlich eines wünschenswerten vielfältigen Kunst- und Kulturlebens aber unumgänglich.

# Die Bindung an eine jährlich zu gewährende Förderung widerspricht jeder Planungssicherheit für die begünstigte Körperschaft und die SpenderInnen. Jedenfalls sollte hierbei wenigstens auf einen Zeitraum von 3 Jahren abgestellt werden, in dem zumindest einmal eine Förderung gewährt wurde.

# Die sonstigen Voraussetzungen für eine Spendenbegünstigung, etwa ein verpflichtendes WirtschaftsprüferInnen-Gutachten und die arbeitszeitintensive Doppelmeldung der steuerbegünstigten Spenden auch durch die EmpfängerInnen, sind derzeit ebenfalls so angesetzt, dass kleine und kleinste Initiativen von der Spendenbegünstigung strukturell ausgeschlossen sind.

# Zusammen mit der bereits angesprochenen Subventionsumverteilung führt der Gesetzesvorschlag, wie er derzeit vorliegt, in der Tendenz zur Umverteilung der vorhandenen und zu lukrierenden Geldmittel von kleinen zu großen Kultureinrichtungen. Das ist eine kulturpolitische Entscheidung, die der Kulturrat Österreich für ein fatales Signal in Richtung der Kunst- und Kulturschaffenden als wichtige Impulsgeber für die Gesamtentwicklung unserer Gesellschaft hält.

.) Steuerliche Absetzbarkeit als Mittel der privaten Förderung: Von wem?

# Wir möchten die Gelegenheit nützen, hier auch ganz allgemeine Kritik aus ökonomischen Erwägungen einzubringen: Steuerliche Absetzbarkeit ist immer eine Förderung jener, die Steuern zahlen. Konkret handelt es sich hier entweder um vermögende Personen, deren Einkommen ein relevantes Einkommensteueraufkommen auslöst, oder um Unternehmen, die ihre Steuerschuld durch Spenden reduzieren wollen. Das Ziel dieser Novelle, die Verbreiterung und Vergrößerung der Spendenbereitschaft, wird damit ganz klar nicht durch die Verbreiterung der SpenderInnenbasis, sondern – überspitzt formuliert – mittels Lukrierung größerer Beträge von wenigen zu erreichen versucht. Entsprechend wäre zumindest begleitend zur steuerlichen Absetzbarkeit eine finanzielle Erleichterung für jene anzudenken, die spenden, ohne daraus Profite zu lukrieren, durch die Spenden ihr Image verbessern oder ihren KundInnenkreis erweitern. Zu befürchten ist eine Spendengebarung, die den Entwicklungen im Sponsoringbereich ähnlich ist: Spenden an Institutionen, die mit viel Werbung eine große Publikumsanzahl anzusprechen vermögen, werden eher fließen als Spenden an Kultureinrichtungen, die diese Reichweite – aus welchen Gründen auch immer – nicht haben.

.) Privatisierung der Kunstförderung?

# Ein unausgesprochenes Ziel dieser Novelle darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden: Die Spendenabsetzbarkeit, d.h. die private oder jedenfalls nichtstaatliche Förderung von Kunst und Kultur, legt nicht nur alte Formen des MäzenatInnentums nahe, sondern führt in Zeiten der Budgetknappheit tendenziell zu Folgemaßnahmen seitens der FördergeberInnen, wie sie derzeit schon in einzelnen Bundesländern vorexerziert werden: Die Verknüpfung von Subventionen mit privat organisierten Einnahmen. Idealerweise ist eine solche drohende Verknüpfung, die in der Regel kleinen und vor allem nicht marktkonformen Ausformungen zeitgenössischer Kunst bedroht, zu vermeiden: Eine Doppelvoraussetzung, Spendenabsetzbarkeit nur bei Subvention, und Subvention nur bei Spenden – wie durchaus hinsichtlich von Sponsoring als Fördertendenz bereits beobachtbar –, würde zu Folgen in der Kunst- und Kulturlandschaft führen, die ohne begleitende kulturpolitische Auseinandersetzung eine deutliche Verengung der Vielfalt nach sich ziehen.

.) Unlimitierte Absetzbarkeit für Spenden?

# Wir vermissen grundsätzlich eine Betragsbegrenzung bei der Absetzbarkeit von Spenden. Diese könnte sowohl mit einem jährlichen Maximalbetrag pro SpenderIn limitiert werden, wie auch durch eine prozentuell Beschränkung der Absetzbarkeit der tatsächlich geleisteten Spenden. Auch der Anteil der gespendeten Summe an den Gesamteinkünften der SpenderInnen bietet sich als weiterer Parameter an, um diejenigen relativ stärker zu begünstigen, die trotz verhältnismäßig geringerer Einkünfte bzw. Gewinne spenden. Ziel sollte sein, dass nicht eine (grenzenlose!) Steuererparnis der größte Anreiz ist, von der diejenigen am meisten profitieren, die über das meiste Kapital verfügen - daher keinesfalls unlimitiert!

.) Geschlechtergerechte Sprache

# Wir vermissen in der geplanten Novelle einen konsequenten geschlechtergerechten Sprachgebrauch und fordern dringend auf, den Text einem entsprechenden Lektorat zu unterziehen.

.) Keine Einbeziehung der Interessenvertretungen im Vorfeld der Novelle

# Bedauerlich ist die absolute Nichteinbeziehung von InteressenvertreterInnen aus Kunst und Kultur im Vorfeld der Gesetzesnovelle: Das hier vorhandene Wissen um Folgenabschätzung und Notwendigkeiten im Feld abzuholen, könnte nicht nur dazu beitragen, eine breit anerkannte Novelle auf den Weg zu bringen, sondern würde wohl auch helfen, nicht intendierte Folgen zu vermeiden.

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Stopp TTIP, CETA und TISA
Aufruf des Kulturrat Österreich
BürgerInneninitiative Stopp TTIP JETZT (nur noch bis heute) unterschreiben:
__/ www.stop-ttip.org

__/ Internationale Aktionstage ab 10. Oktober:
__/ www.ttip-stoppen.at
__/ www.ttip-demo.de/home
__/ www.trade4people.org


Im Oktober wird in Miami – geheim wie immer – das Freihandelsabkommen TTIP weiter verhandelt. Der Verhandlungstext von CETA, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada, liegt nun vor, soll aber laut Ankündigung von EU-Handelskommissarin Malmström trotz massiver Kritik nicht nachverhandelt werden. TiSA, das GATS-Nachfolgeabkommen über den Handel mit Dienstleistungen, wird von der EU und den USA mit weiteren 21 Staaten, darunter Australien, Kanada, Japan und viele lateinamerikanische Staaten, hinter einer Mauer des Schweigens verhandelt, die die Stimmen der Zivilgesellschaft vollkommen ignoriert und gegen jedes demokratische Verständnis verstößt. Das Parallelabkommen zum TTIP, das TPP im pazifischen Raum gilt seit gestern als fertig, ist aber auch noch nicht beschlossen.

Investitionsschutz, Abbau von Handelsbarrieren, Ökonomisierung gesellschaftlicher Grundbedürfnisse sind die Schlagworte, CETA, TTIP oder TiSA die Abkürzungen, die die programmatische Ausrichtung der aktuellen europäischen Wirtschaftspolitik beherrschen. Wir sagen: Alle drei Abkommen gehören müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt, vor allem aber zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

Die viel zitierte „kulturelle Ausnahme“ gibt es nicht: TTIP ist als sogenanntes Negativlisten-Abkommen konzipiert, das heißt, es betrifft alles, was nicht explizit davon ausgenommen ist. Kunst und Kultur sind nicht ausgenommen. Lediglich für audiovisuelle Medien (Film, TV, Radio) ist vorläufig im Dienstleistungskapitel eine Ausnahme vorgesehen. Dessen ungeachtet kann allerdings in allen anderen Kapiteln (z.B. E-Commerce) sehr wohl auch über audiovisuelle Medien verhandelt werden. Ausnahmen müssten aber grundlegend für alle Kapitel geltend gemacht werden.

Das UNESCO-Abkommen zum Schutz der kulturellen Vielfalt soll maximal in einer rechtlich nicht bindenden Präambel eingeschrieben werden. Das UNESCO-Abkommen selbst wurde von den USA nie ratifiziert.

Zu befürchten ist, dass durch das Investitionsschutzabkommen ISDS Interessen der globalen Unternehmen über die Gesetze einzelner Staaten gestellt und unliebsame Gesetze, etwa zum Umweltschutz, zukünftig von Unternehmen eingeklagt werden können. Über die sogenannte „regulatorische Zusammenarbeit“ soll die Macht der Parlamente hin zu Lobbyisten und Anwälten verschoben werden.

__/ Europäische Unterschriftenkampagne

Die von der Kommission unerwünschte, von der Zivilgesellschaft organisierte, BürgerInneninitiative „STOP TTIP“ hat seit dem Start vor einem Jahr bereits mehr als 3 Millionen Unterschriften erreicht und läuft noch bis heute, 6. Oktober. Am 7. Oktober 2015 wird sie der Kommission in Brüssel übergeben:

-> www.stop-ttip.org

__/ Aktionstag gegen TTIP am 10. Oktober

Trotz der massiven Kritik der Zivilgesellschaft soll CETA finalisiert werden, das grobe Gerüst von TTIP bis Anfang 2016 stehen und TiSA unkontrolliert und streng geheim von den „Wirklich guten Freunden der Dienstleistungen“ („Really Good Friends of Services“) – das ist der Zusammenschluss von 50 Staaten – weiter verhandelt werden.

Am 10. Oktober findet in ganz Europa ein Aktionstag gegen TTIP & Co statt. In Deutschland ist derzeit am meisten geplant, für eine Großdemo wird nach Berlin mobilisiert:
-> www.ttip-demo.de/home

In Wien ist ein Protest-Picknick geplant, in den Bundesländern finden einzelne Veranstaltungen statt. Informationen:
-> www.ttip-stoppen.at

Protest-Picknick in Wien, am Samstag 10.10., 14h im Sigmund-Freud Park, 1090 Wien

International wird für Aktionstage von 10. bis 17. Oktober aufgerufen.
-> www.trade4people.org


_____/ Weitere Informationen:

__/ Rubrik Stopp CETA | TTIP | TISA des Kulturrat Österreich
kulturrat.at/agenda/ttip

__/ Thema TTIP, CETA & Co. des deutschen Kulturrat
www.kulturrat.de/text.php?rubr...

__/ Kampagnenseite gegen TPP
www.exposethetpp.org


_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
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KünstlerInnen|Sozial|Versichert
Kulturrat Österreich, 29. Juni 2015
Was Sie schon immer über KSVF und SVA wissen wollten

Sozialversicherungsangelegenheiten selbstständiger KünstlerInnen
ExpertInnen informieren und beantworten Fragen

Infotour durch Österreich
Herbst 2015
www.kulturrat.at/termine/infot...

Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit
den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten


Wer bisher von einem Zuschuss durch den
KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (KSVF) ausgeschlossen war, hat nun neue Chancen. Die letzte Gesetzesänderung hat zahlreiche
Verbesserungen für selbstständig tätige KünstlerInnen gebracht – und viel Potenzial für Missverständnisse. Was hat sich wirklich geändert?
(Wie) Kann ich nun einen Zuschuss erhalten, obwohl ich nicht über die geforderte Einkommensuntergrenze aus künstlerischen Tätigkeiten komme?
Was sind Bonusjahre? Wie unterscheidet sich der im KSVF neu eingeführte dreijährige Durchrechnungszeitraum von jenem, der gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden kann? Was gilt überhaupt als künstlerische Tätigkeit, und was hat es mit den neuerdings relevanten künstlerischen Nebentätigkeiten auf sich?

Außerdem neu: der KSVF-Unterstützungsfonds für soziale Notlagen von KünstlerInnen. Wann aber ist eine Notlage eine Notlage?

Eine Pflichtversicherung in der SVA ist weiterhin Voraussetzung für
einen Zuschuss aus dem KSVF – Grund genug, die Basics der
Sozialversicherung für Selbstständige zu erklären. Auch die Kombination von verschiedenen Einkommensarten wird Thema sein: Wann beginnt eine Pflichtversicherung, was ist ein Lückenschluss und wie steht es um Tantiemen? Wie beende oder unterbreche ich eigentlich eine Pflichtversicherung in der SVA?


ReferentInnen:
# Bettina Wachermayr (Geschäftsführerin KSVF)
# MitarbeiterInnen aus den Landesstellen der SVA
# Moderation: Daniela Koweindl (Kulturrat Österreich)

Die ReferentInnen stehen nach kurzen einführenden Vorträgen auch für individuelle Fragen zur Verfügung.


Alle Termine:
# Burgenland

DI 15.9., 19h
Literaturhaus Mattersburg

Brunnenplatz 4
7021 Mattersburg

In Kooperation mit:
Literaturhaus Mattersburg – www.literaturhausmattersburg.at


# Niederösterreich

DO 17.9., 18h
Cinema Paradiso

Kinosaal 2
Rathausplatz 14
3100 St. Pölten

In Kooperation mit:
Kulturvernetzung Niederösterreich – www.kulturvernetzung.at


# Tirol

DI 13.10. 19h
Kunstpavillon

Rennweg 8a
6020 Innsbruck

In Kooperation mit:
Tiroler Künstlerschaft – www.kuenstlerschaft.at TKI
Tiroler Kulturinitiativen/ IG Kultur Tirol – www.tki.at


# Vorarlberg

MI 14.10., 19h
Villa Claudia – Blauer Salon

Bahnhofstraße 6
6800 Feldkirch

In Kooperation mit:
IG Kultur Vorarlberg – www.igkultur-vbg.at


# Steiermark

MO 19.10., 19h
Kultur in Graz

Lagergasse 98a
8020 Graz

In Kooperation mit:
Das andere Theater – www.dasanderetheater.at
esc medien kunst labor – esc.mur.at
IG Kultur Steiermark – www.igkultur.mur.at
Kultur in Graz (KiG!) – www.kig.mur.at


# Kärnten

DI 20.10., 19h
Musil-Haus

Bahnhofstraße 50
9020 Klagenfurt

In Kooperation mit:
IG KIKK – www.igkikk.at
Robert Musil Institut – www.uni-klu.ac.at/musil


# Oberösterreich

MO 9.11., 17h
Kunstuniversität Linz

Hörsaal (1. Stock)
Hauptplatz 8
4010 Linz

In Kooperation mit:
Alumniverein Forum – Kunstuniversität Linz – www.ufg.at/forum
Fiftitu% - www.fiftitu.at
KUPF – www.kupf.at


# Salzburg

DI 10.11. 19h
Galerie 5020

Residenzplatz 10
5020 Salzburg

In Kooperation mit:
Dachverband Salzburger Kulturstätten – www.kultur.or.at
Galerie 5020 – www.galerie5020.at


# Wien

DI 17.11., 19h
IG Architektur

Gumpendorfer Str 63b
1060 Wien

In Kooperation mit:
]a[ akademie der bildenden künste wien – www.akbild.ac.at
Diagonale - www.diagonale.at
mica – music austria – www.musicaustria.at

__/ Eine Veranstaltungsreihe des Kulturrat Österreich in Kooperation mit den PartnerInnen an den Veranstaltungsorten



__/ Information:


www.ksvf.at
esv-sva.sozvers.at
www.kulturrat.at

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
1060 Wien

www.kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe
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Kulturrat Österreich zum Internationalen Frauen*kampftag

Gleichberechtigung? Jetzt gleich!
Kulturrat Österreich zum Internationalen Frauen*kampftag am 8. März

Auch mehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauen*kampftag werden Frauen* in Österreich und weltweit wieder auf die Straße gehen und ihre Rechte einfordern. Lautstark und selbstbewusst. Queerfeministisch und antirassistisch.

Zwar wird Frauen* inzwischen in vielen Staaten per Gesetz die Gleichberechtigung zugestanden, doch liegen oft Welten zwischen dem gedruckten Wort und seiner Umsetzung in die Realität. Auch im Kunst- und Kulturbereich liegt aus feministischer Sicht alles Mögliche im Argen, entsprechende Forderungen sind fixer Bestandteil kulturpolitischer Debatten und Forderungskataloge.

Die ungleichen Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen sehen so aus, dass sie seltener über eigene Arbeitsräume sowie längerfristig stabile Kooperationsstrukturen mit VermarkterInnen verfügen, geringere Jobchancen und geringere Einkommen bei gleicher Ausbildung und Arbeitszeit haben. Mehrfachdiskriminierungen aufgrund von StaatsbürgerInnenschaft, Aufenthaltsstatus, Hautfarbe verschärfen die Situation.

Frau* begegnet der Ungleichbehandlung im privaten wie politischen Alltag: Dort, wo Frau* ihre politischen Vertreterinnen wählen kann, wird sie dennoch selten in die Regierung berufen. In den Führungsetagen der Banken, Konzerne, Universitäten, etc. ist sie ebenfalls nach wie vor kaum in adäquater Zahl zu finden. Statt gleichberechtigter Teilhabe wird jegliche Einschränkung männlicher Vorrechte und Privilegien bekämpft ‒ im täglichen Kleinkampf, aber auch hinsichtlich psychischer und sexualisierter Gewalt. Wenn selbst gewählte Mandatare Übergriffe an Frauen* als übliches Ritual bei der Partnerinnenwahl sehen, ist es kein Wunder, dass es kaum eine Frau* gibt, die nicht schon verbale oder körperliche Attacken vom anderen Geschlecht erlebt hat.

Erst die Übergriffe in Köln zur Jahreswende 2015/2016 ließen die europäische Öffentlichkeit aufschreien – und vornehmlich mit der Keule eines rassistischen Paternalismus nochmals zuschlagen. Wenn ein Verhaltenskodex für Frauen* als probates Mittel zur Wahrung ihrer Sicherheit im öffentlichen Raum empfohlen wird, bringt sie das wieder in die Position des Opfers, das seine Weiblichkeit gefälligst verbergen soll, und das kann nach einem Jahrhundert des Kampfes um die Frauenrechte nur das falsche Signal sein.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein:

Frauen* müssen entsprechend ihrer Verteilung in der Gesellschaft in der legislativen, judikativen und exekutiven Gewalt vertreten sein. Sie müssen die Macht-, Gestaltungs- und Handlungsspielräume einnehmen können, die ihnen zustehen. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte für alle! In Theorie und Praxis!

Veranstaltungen (Männer* informieren sich vorher, ob sie auch eingeladen sind):

- Innsbruck
Interventionen, Aktionen, Feste, Diskussionen, Veranstaltungsreihe:
Frauen in der Architektur, Filmfestival u.a.m. von 2. März bis April 2016
aep.at/internationaler-frauent...

- Graz
Frauenarmut verhindern und beseitigen
„Freie 8. März Komitee Graz“ lädt ein und ruft auf zu:
Infostand „Brot und Rosen“: 10-13 Uhr, Kapistran Pieper Platz, Hauptbrücke
Demotreffpunkt: 16:30 Uhr, Mariahilferplatz, 8020 Graz
internationalerfrauentag.at/?p...

- Linz
PLATZ DA!
Feminismus und Krawall am 8. März 2016
Aktion, Radioballett, Demo, Film und Party
Demotreffpunkt: 16 Uhr, Martin-Luther-Platz/Landstraße beim
Krawall-Schiff Franzi Feigl, 4020 Linz
www.feminismus-krawall.at

- Wien
FrauenLesbenDemo zum 8. März – Internationaler Frauenkampftag
Feministischer Widerstand – Schluss mit Sexismus, Rassismus und Krieg
Treffpunkt: 8.3. 2016, 17h, Praterstern, 1020 Wien
zwanzigtausendfrauen.at

- Kulturpolitische Positionen:

Gemeinsame Forderungen kulturschaffender Frauen in Österreich
frauenkultur.at

#istnoetig: 8. Feministische und queere Positionen
Aus dem Forderungskatalog der Plattform #istnoetig „15 Forderungen an
die Kulturpolitik“
istnoetig.noblogs.org/15-forde...

„Frauen in der Kunst“ – feministische Kulturpolitik. In: 42 Monate
IMAG - eine Bilanz. Hg. Kulturrat Österreich, Wien, Dezember 2012
kulturrat.at/agenda/imag/mater...

Rückfragen:
Kulturrat Österreich
www.kulturrat.at
contact@kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe

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Kunst ist Arbeit - Kunst kennt keine Nation

IG Freie Theaterarbeit, September 2015

Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert im Dialog mit der Kulturpolitik:

Richtgagen für Kulturschaffende – Erhöhung der Fördermittel für die Freie Szene
Kunst ist keine private Liebhaberei, sondern gesellschaftlich notwendige und relevante Arbeit. Und die muss angemessen entlohnt werden.
Die IG Freie Theaterarbeit IGFT fordert als ersten Schritt die Verdopplung der über mehr als ein Jahrzehnt stagnierenden Mittel für freie Gruppen in der Projektförderung und der mehrjährigen Konzeptförderung.
Die zusätzlichen Mittel sollen ausdrücklich der Verbesserung der sozialen Lage von KünstlerInnen und Kulturschaffenden gewidmet werden und endlich die Einhaltung von Richtgagen und aller sozialrechtlichen Vorschriften sicherstellen.
Zu lange hat die Stadt Wien in ihrer Förderpolitik die Selbstausbeutung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden stillschweigend vorausgesetzt.

Eine wirkliche Stärkung der Eigenständigkeit der Freien Szene durch bessere Arbeits-, Auftritts- und Entwicklungsmöglichkeiten

Eine eigene Förderschiene für „Start-up“-ProduzentInnen
Über erste Nachwuchsförderungen hinaus brauchen aufstrebende KünstlerInnen in der Freien Szene Gelegenheit, ihre Arbeit zu professionalisieren, sich international zu positionieren oder sich in der Begleitung selbstgewählter MentorInnen weiterzuentwickeln.

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Die Förderung langfristiger Karrieren von KünstlerInnen in der Freien Szene
Die Freie Szene ist keine Durchgangsstation in den etablierten Theaterbetrieb, sondern eine eigenständige Produktionsweise, die das Repertoiretheater in der Zukunft vermehrt ersetzen wird. Die Förderung muss verstärkt auf die längerfristige Entwicklung von KünstlerInnen und die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit zielen. Die Biografie von KünstlerInnen in der Freien Szene muss tatsächlich eine lebbare unter professionellen Arbeitsbedingungen sein.


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Eine Förderung von Arbeitsmodellen, die KünstlerInnen der Freien Szene mehr Vorstellungen in längeren Spielserien, mehr Gastspiele, eine überregionale und internationale Positionierung und höhere Mobilität ermöglichen

Die Freie Szene braucht frei zugängliche, nicht kuratierte Spiel- und Veranstaltungsorte

Gender Mainstreaming — Migrant Mainstreaming
Die Förderungen der Stadt Wien müssen durch aktive Maßnahmen den Zugang zum kulturellen Feld auf allen Hierarchieebenen ermöglichen – ungeachtet von Herkunft, Alter und Geschlecht.
Das gegenwärtige Kulturangebot reproduziert noch immer sehr subtil gesellschaftliche Schranken. Dagegen muss die Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des Kulturbetriebes durchgesetzt werden. Das betrifft nicht nur Publikum mit Migrationshintergrund, sondern auch geeignete Maßnahmen zur Förderung von KünstlerInnen mit Migrationshintergrund.

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Zahlen aus einer Erhebung der IG Freie Theaterarbeit das Jahr 2013 betreffend:

83 an einer Befragung teilnehmende freie Gruppen, das entspricht einer Beteiligung von etwa 70% (von den 83 Befragten erhielten 62 eine Förderung der Theater-Abteilung der Stadt Wien), haben mit 318 Produktionen unter Beteiligung von 1.852 Künstlerinnen und KulturarbeiterInnen in 1.970 Vorstellungen (durchschnittlich 5,41 Aufführungen/Tag) international 347.308 BesucherInnen erreicht.
Das Fördervolumen der durch diese Erhebung erfassten freien Gruppen durch die Stadt Wien (inklusive anderer Kulturabteilungen wie der Alltagskultur und der Bezirksförderung) betrug 4,07 Mio. Davon wurden 3,98 Mio Euro über die Darstellende Kunstabteilung der Stadt Wien vergeben (29 Ein- oder Mehrjahresförderungen, 33 projektbezogene Förderungen).
Die Vereinigten Bühnen Wien (Raimundtheater, Ronacher und Theater an der Wien) erreichten in der Saison 2012/2013 mit 555 Vorstellungen (durchschnittlich 1.52 Aufführungen / Tag) 466.549 BesucherInnen, ihr gemeinsames Fördervolumen durch die Stadt Wien betrug 2012 36,35 Mio Euro (2013: 37,24 Mio Euro) ohne Bauinvestitionen.
Laut Kunst- und Kulturbericht wurden 2014 über die Kulturabteilung der Stadt Wien im Bereich der darstellenden Kunst vergeben:
90.868.471,92 Euro (nicht enthalten Großveranstaltungen wie Wiener Festwochen), 2,6 Mio Euro Projektförderung für Freie Gruppen, 2,63 Mio Euro Konzeptförderung darstellende Kunst. Das entspricht 5,7% des Gesamtfördervolumens im Bereich der
darstellenden Kunst.

Quelle: IG Freie Theaterarbeit: Wir sind viele & divers – so wie unser Publikum
In: gift.zeitschrift für freies Theater. 03/2015, S. 10-13.



Tatsache ist, dass richtungsweisende Entwicklungen und Impulse zur Weiterentwicklung des Kunst- und Kulturschaffens maßgeblich von Künstlern und Künstlerinnen abseits der großen Tanker kommen und die Freie Szene eine zentrale Säule im Kulturangebot Wiens als weltoffener Stadt ist. Tatsache ist aber auch, dass die Förderausschüttung das in keinster Weise abbildet.

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Eine Studie zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler aus 2008 hält fest

„Das mittlere Äquivalenzeinkommen der Kunstschaffenden liegt im Erhebungsjahr mit rund 1.000 Euro pro Monat nur knapp über der Armutsgefährdungsgrenze (2006: 893 Euro monatlich), und deutlich unter dem mittleren Äquivalenzeinkommen der österreichischen Gesamtbevölkerung (2006: monatlich 1.488 Euro). Unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze leben 37% der Kunstschaffenden – dieser Anteil beträgt in der Gesamtbevölkerung 13% und unter allen Erwerbstätigen 7%."

Quelle: Susanne Schelepa, Petra Wetzel, Gerhard Wohlfahrt: Zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler in Österreich. Studie im Auftrag des BMUKK. Wien 2008.

Die Situation hat sich durch die Auswirkungen der Krisenjahre bis heute eher noch verschlechtert.

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Im Schnellverfahren Grundrechte abschaffen?
Kulturrat Österreich, Pressemitteilung 19. April 2016

Kulturrat Österreich spricht sich vehement gegen Abschaffung des Asylrechts aus!

Aufruf zur Kundgebung am 25.4.2016, 18h, Parlament, Wien



Bevor noch die letzte Verschärfung im Fremden(UN)recht beschlossen ist, steht schon die nächste auf dem Programm und soll im Schnellverfahren umgesetzt werden. War im Herbst, als die aktuell vorliegende Gesetzesverschärfung im parlamentarischen Verfahren auf den Weg gebracht wurde, noch von symbolischen Maßnahmen die Rede, soll nun Flüchtlingen die Möglichkeit, internationalen Schutz an einem sicheren Aufenthaltsort zu erhalten, gänzlich verweigert werden. Die Annahme von Asylanträgen soll erst erfolgen, wenn sich die Möglichkeit einer Abschiebung oder Zurückweisung als unmöglich erweist. Diese Vorgangsweise wird das Leid vieler Menschen dramatisch vergrößern. Zudem bricht Österreich damit internationale und europäische Verpflichtungen – von politischen Werthaltungen wie Empathie oder Solidarität ganz zu schweigen, die von SPÖVP längst zu Feindbildern erklärt worden sind. Zur Umsetzung ist dieses Mal Notstandsgesetzgebung geplant: Sobald „öffentliche Ordnung und innere Sicherheit“ für bedroht erklärt werden, ist die Rechtsstaatlichkeit auszusetzen. Ein Tabubruch, um so mehr wenn Innen- wie VerteidigungsministerInnen seit Tagen trommeln, dass sie den Notstand erklären wollen, sobald das Gesetz es "erlaubt" - dass also für sie ein Notstand bereits eingetreten ist.


Konkret ist geplant:

# Der Entwurf der Notstandsparagraphen nutzt perfide eine Lücke im österreichischen Asylgesetz: Der Antrag auf Asyl kann zwar gestellt werden, die Entscheidung, ob dieser Antrag als eingebracht gilt (und damit Rechte wie Abschiebeschutz, Verpflegung oder Unterkunft gewährt werden), behält sich der Staat aber vor. In Zeiten des erklärten Notstands soll künftig ein Asylantrag – mit wenigen Ausnahmen, insbesondere bzgl. Familienzusammenführung – generell nur dann als eingebracht gelten, wenn eine sofortige Abschiebung nicht möglich ist. Dieselbe Lücke nutzte der Staat auch im Herbst 2015 immer wieder, wenn es darum ging, AsylwerberInnen Unterkunft und Verpflegung vorzuenthalten – respektive auf freiwillige und organisierte HelferInnenarbeit zu verweisen. Zusätzlich soll offenbar schnell und leise noch eine Erweiterung der Haftmöglichkeiten zum Zweck der Abschiebung durchgeboxt werden: 2 Wochen statt bisher 72h.

# Der seit Herbst vorliegende Gesetzesentwurf sieht zudem eine Verschärfung des temporären Aspekts des Asylrechts vor: Die Aufenthaltsberechtigung gilt zunächst mit Vorbehalt für drei Jahre, was die Aufforderung zur raschen Integration als reine Rhetorik entlarvt. Zudem wird der Familiennachzug stark eingeschränkt. Die Botschaft ist klar: Bleibt, wo ihr seid, wir wollen euch hier nicht haben nach außen bzw. wir lassen keine Flüchtlinge herein nach innen.

Dass eine Novelle wie die nunmehr geplante überhaupt möglich ist, erstaunt und schockiert, insbesondere nach der Welle an Menschlichkeit im Sommer 2015, als sich selbst die deutsche Bild-Zeitung zu einer Refugees-Welcome-Kampagne hinreißen ließ. Es war abzusehen, dass uns bald eine politische Mobilisierung der Ressentiments und eines Hurra-Patriotismus für geschlossene Grenzen (Mordphantasien eingeschlossen) ins Haus stehen würde. Die Schnelligkeit, mit der diese Gegenmobilisierung – derzeit umfassend und erfolgreich politische Entscheidungen lenkend – stattfindet, geht über ein Warnsignal bereits weit hinaus.

Empathie mag keine politische Kategorie sein, aber wer zulässt oder absichtlich herbeiführt, dass Empathie kein ethisch-moralischer Wert in der Gesellschaft mehr ist, zielt auf das Ende einer offenen demokratischen Gesellschaft. Dem tritt der Kulturrat Österreich mit aller Vehemenz entgegen: Wir fordern legale Fluchtwege und die Einhaltung bzw. Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.



Möglichkeiten zum Protest:

__/ Kundgebung am 25.4., 18h, beim Parlament
menschliche-asylpolitik.at | www.facebook.com/events/102939...

__/ Protestmailkampagne
gegen-unmenschlichkeit.at/prot...


Links:

__/ Kommentar Kulturrat Österreich zum Gesetzesentwurf vom Herbst:
kulturrat.at/agenda/brennpunkt...

__/ Bisheriger Ministerialentwurf:
www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/X...

__/ Aktuelle Notstandsgesetzgebung (aufbereitet):
images.derstandard.at/2016/04/...

__/ Asylrecht derzeit:
www.ris.bka.gv.at/GeltendeFass...


Rückfragen:
Kulturrat Österreich
www.kulturrat.at
contact@kulturrat.at
www.twitter.com/kulturrat_oe
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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Unterstützung für KünstlerInnen in Notfällen?
Information Kulturrat Österreich, 30.3.2016

Kulturrat Österreich veröffentlicht Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (Version 1.0.)

__/ Leitfaden als pdf:

-> kulturrat.at/leitfaden_ksvf_un...

Anfang 2015 erhielt der KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds (KSVF) eine zusätzliche Aufgabe: die Einrichtung eines Unterstützungsfonds für KünstlerInnen in Not. Der Unterstützungsfonds wurde zügig realisiert, Richtlinien verfasst, im Juni 2015 fand die erste Beiratssitzung statt - Anfangs vierteljährlich, seit Herbst 2015 mittlerweile monatlich. Der Kulturrat Österreich ist mit einer Stimme im vierköpfigen Beitrag kontinuierlich vertreten. Aus dem Wissen um die Praxis im Unterstützungsfonds, aber auch aus der Beratungspraxis der Interessenvertretungen wird allerdings deutlich, dass es noch einige Anlaufschwierigkeiten gibt. Vor allem sind viele KünstlerInnen noch nicht ausreichend informiert über die Existenz des Unterstützungsfonds bzw. über die konkreten Voraussetzungen und Abläufe für den Erhalt einer Unterstützung. Jedenfalls gibt es derzeit noch viel weniger Anträge an den Unterstützungsfonds als Notlagen unter KünstlerInnen ...

Der Kulturrat Österreich veröffentlicht daher die Erstversion eines Leitfadens für einen Antrag beim Unterstützungsfonds. Zentrales vorneweg:

# Der Unterstützungsfonds ist zwar formal beim KSVF angesiedelt, beantragen können aber alle KünstlerInnen, egal ob Anspruch auf einen Zuschuss aus dem KSVF zu den Sozialversicherunsgbeiträgen besteht oder nicht, und egal ob selbstständig oder unselbstständig tätig.

# Der Rahmen für eine Unterstützung ist im KSVF-Gesetz bzw. näher in den Richtlinien des Unterstützungsfonds definiert: Eine allgemeine soziale Notlage reicht leider nicht aus für eine Unterstützung. Der “besonders berücksichtigungswürdige Notfall“ muss durch ein auslösendes Ereignis verursacht sein, z. B. eine langandauernde Erkrankung oder das Kaputtgehen eines Arbeitsgerätes.

__/ Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds des Kulturrat Österreich (Version 1.0.)
-> kulturrat.at/agenda/sozialerec...

______/ Weitere Links:

__/ KSVF Unterstützungsfonds
-> www.ksvf.at/ein-notfall-was-nu...

__/ Richtlinien Unterstützungsfonds
-> www.ksvf.at/rechtliches.html?f...

__/ KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetz (KSVFG)
-> www.ris.bka.gv.at/GeltendeFass...

_______/ Rückfragen:
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien

contact@kulturrat.at
kulturrat.at
twitter.com/kulturrat_oe

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Kulturelle Ausnahme in TTIP? Inexistent.
Kulturrat Österreich, Aufruf zum Tag gegen TTIP, 18. Mai 2015

Machen wir den Tag der kulturellen Vielfalt auch hier zum Tag gegen TTIP

21.5.2015: Demonstration vor dem Künstlerhaus (Wien), Konzert "TTIP, CETA, TISA stoppen!" im Schwarzberg (Wien)

Informationen zum Tag gegen TTIP


Kunst und Kultur entziehen sich nicht nur generell einer allgemeingültigen Definition, sie entziehen sich auch allen gebräuchlichen Definitionsrichtlinien, nach denen Handelsabkommen wie das TTIP organisiert sind. Entsprechend weitschweifig geraten die Erklärungen der Europäischen Kommission oder des österreichischen Wirtschaftsministeriums: Die Sorgen über die Auswirkungen von CETA oder TTIP auf Kunst und Kultur seien zwar unbegründet, allerdings lasse sich das nicht für jedes Detail sagen.

Genau hier liegt das Problem: Welche Teile des Kunst- und Kultursektors nach Unterzeichnung von TTIP, TISA und CETA noch kulturpolitischen Handlungsspielräumen unterliegen und welche nur noch nach ökonomischen Kriterien des Marktes bestimmt werden, ist aus heutiger Sicht nicht absehbar. Eindeutig ist jedoch, dass genau darüber dann nicht mehr die Politik entscheidet, sondern die InvestorInnen – im Zweifelsfall über private Investitionsschutz-Verfahren (ISDS).

Die Palette an kulturpolitischen Instrumenten, die eine Barriere für den freien Handel darstellen können, reicht von Subventionen oder Zuschüssen zur Sozialversicherung bis zur Finanzierung öffentlich-rechtlicher Kultureinrichtungen wie Museen und Theater, von der Finanzierung kultureller Angebote durch Gebühren, wie etwa Bibliotheken und Rundfunk, bis zu besonderen Steuerregelungen und Preisregulierungen für kulturelle Produkte. Allen diesen Steuerungsinstrumente ist gemeinsam, dass sie im Kapitalismus als Hindernisse für den freien Wettbewerb gelten – also potenziell Verhandlungsmasse im TTIP sind. Als Ausnahme vorgesehen ist derzeit nur der „audiovisuelle Bereich“ – ohne konkrete Definition.

CETA, TTIP und TISA, die drei derzeit bekanntesten Abkommen in Verhandlung, müssen gestoppt werden. Nicht nur, aber auch aus Gründen des Erhalts von Kunst und Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt und vor allem zu Rahmenbedingungen, die nicht ausschließlich über ökonomische Kriterien definiert sind.

englische Version: kulturrat.at/agenda/ttip/stopt...


Kulturrat Österreich unterstützt:
Aufruf zur Demonstration des Künstlerhaus Wien

EINE FRAGE DES ÜBERLEBENS FÜR KUNST UND KUNSTSCHAFFENDE!


Am 21. Mai 2015 um 15 Uhr vor dem Künstlerhaus am Karlsplatz

TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft), das Freihandelsabkommen, das gerade zwischen der EU und den USA bezeichnenderweise hinter verschlossenen Türen (!) ausgehandelt wird, ist eine schwerwiegende Bedrohung für Kunst, Künstlerinnen und Künstler. Sollte es nämlich in der jetzt geplanten Fassung in Kraft treten, verlieren Kunst- und Kulturschaffende, die bereits jetzt großteils im Prekariat grundeln, ihre Lebensgrundlage. Jede Form von Subventionierung künstlerischer Arbeit wäre nämlich in der Diktion des Abkommens ein "unerlaubtes Handelshemmnis" und damit nicht mehr zulässig, es sei denn sie käme auch amerikanischen Firmen und Konzernen zu Gute. Damit wäre aber mit einem Schlage die europäische Wertehaltung gegen über Kunst und Kunstschaffenden ad absurdum geführt und schlicht ausgehebelt. Kunst und Kultur werden damit zur bloßen Ware degradiert und zur Gänze dem Diktat der Profitmaximierung unterworfen.

Wir Künstlerinnen und Künstler sind also dringend aufgefordert uns vehement dagegen zu wehren!

Aktuelle Informationen: k-haus: www.k-haus.at/ und facebook-event: www.facebook.com/events/164204...


ÖMR-Pressekonferenz & Konzert
TTIP, CETA, TISA stoppen!

21. Mai 2015, Pressekonferenz zu TTIP: 19.00 Uhr, Konzertbeginn: 20.15 Uhr

Schwarzberg (ehem. OST-Klub), Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien

Eine Initiative des ÖMR – Österreichischer Musikrat, unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission

Am 21. Mai 2015 ist UNESCO Welttag der kulturellen Vielfalt und Aktionstag gegen TTIP. Auf der Pressekonferenz sprechen: ao.Univ.-Prof. Dr. Harald Huber (Präsident des ÖMR), Yvonne Gimpel (Referentin für kulturelle Vielfalt, Österreichische UNESCO-Kommission), Prof. Mag. Kurt Brazda (Regisseur, Kameramann und Fotokünstler) und Zuzana Brejcha (Filmschaffende und Kulturrat Österreich). Im Anschluss an die Pressekonferenz steht Vielfalt in aller Schärfe, Würze und Wandelbarkeit am Programm - unter dem Titel „VIELFALT & the City – Die Nacht der kulturellen Vielfalt“.

Aktuelle Informationen und Programm: www.facebook.com/events/140634...


Europäische BürgerInnen-Initiative für einen Verhandlungsstopp

Hier unterschreiben: stop-ttip.org/de/?noredirect=d...

Wir, 240 Organisationen aus ganz Europa, darunter der Kulturrat Österreich, wollten ein europäisches Volksbegehren zur Beendigung der Verhandlungen zu CETA/TTIP/TISA initiieren. Das hat die Europäische Kommission aus - unseres Erachtens nicht haltbaren - formaljuristischen Gründen verhindert. Nun organisieren wir die Sache selbst: 1,8 Millionen Menschen haben bereits unterschrieben. Bis Juni wollen wir 2 Millionen!

Information und Material: stop-ttip.org/

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Ersparen wir uns die Zukunft -

Appell der freien Theaterschaffenden in Kärnten/Koroška

Presseaussendung der IG Freie Theaterarbeit, 4. Mai 2015

Ganz Kärnten trägt schwer an politischen Fehlentscheidungen der jüngeren Vergangenheit. Uns ist klar, dass in sämtlichen Bereichen Einsparungen getroffen werden müssen. Wir richten aber einen klaren Appell an die zuständigen Politiker_innen, eine kluge, maßvolle und kleinen Initiativen gegenüber finanziell verantwortlich agierende Förderpolitik zu betreiben. Generell und auch speziell auf den Kunstbereich bezogen. Im Kulturbereich 1 Million Euro einzusparen ist kein gangbarer Weg. Würde das Land Kärnten im Theaterbereich sämtliche Fördereinreichungen der Freien Gruppen nicht finanzieren, könnten lediglich ein paar hunderttausend Euro eingespart werden – ein relativ kleiner Betrag, der eine weitere Vertreibung von in Kärnten verorteten und hier produzierenden Künstler_innen bedeutete.

Wir sind überzeugt, gerade in krisenhaften Zeiten eine wichtige gesellschaftliche Diskurs- aber auch Reibungsfläche in und für Kärnten zu bieten. Im Folgenden ist die Situation einiger freier Theatergruppen geschildert, um zu demonstrieren, wie sehr wir bereits vor dem Kärntner Subventionsstopp am Limit des noch leistbaren gearbeitet haben und mit wie wenigen Mitteln wir gewohnt sind, Mehrwerte für die Gesellschaft weit über materielle Werte hinaus zu schaffen:

– 12 der von uns befragten Theatergruppen haben bei der Kulturabteilung des Landes Kärnten ein Förderansuchen gestellt, mit einem Gesamtsubventionsbedarf von 212.600,- Euro.
– 8 dieser Theatergruppen beantragten eine Bundesförderung und benötigen dringend eine Förderzusage des Landes Kärnten, um überhaupt Bundesmittel erhalten zu können.
– Mit diesen, ohnehin am Limit kalkulierten Mitteln, könnten 53 Produktionen mit 468 Aufführun­gen stattfinden. (Vergleichswert 2014: Bei 399 Vorstellungen wurden 24.432 Besucher_innen erreicht.)
– Diese Förderungen bedeuten auch eine finanzielle Teilabsicherung von 197 bezahlten Mitarbeiter_innen, die zu einem großen Teil im Prekariat der Neuen Selbständigkeit tätig sind.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Gemeinderatswahlen 2015 in vielen Gemeinden, darunter auch die Stadt Klagenfurt, erhebliche Förderentscheidungsverzögerungen für den freien – Ermessens­­ausgaben unterliegenden – Kunstsektor mit sich gebracht haben. Was für uns konkret finanzielle Ungewissheit und damit fünf- bis sechsmonatige Produktionsverzögerungen zur Folge hat. Im Extremfall müssen sich Vereine verschulden oder Vertragsbrüche riskieren, da die meisten Produktionen bereits vor Monaten organisiert werden mussten.

Keine Subventionen des Landes Kärnten bedeuten für uns - wenn keine über die normalen Spielregeln hinausgehenden Lösungen gefunden werden - auch keine Förderungen des Bundes zu erhalten. Gekürzte Subventionen bedeuten auf dieser Ebene im Normalfall entsprechende finanzielle Kürzungen auch auf Bundesebene. Mit jedem Monat, das vergeht, sind auch mehr Fördermittel des Bundes für das Jahr 2015 österreichweit vergeben und für uns nicht mehr abrufbar.

Dass die freie Szene insgesamt einer der größten Player in Kärnten ist, beweist die durch das Land Kärnten beauftragte Studie der IG KIKK zum Jahr 2013 beeindruckend (igkikk.at), ebenso dokumentiert die Studie, wie schlecht die finanziellen Bedingungen für diese Leistungen bereits im Jahr 2013 waren. Wir ersuchen die zuständigen Politiker_innen dringend von weiteren Kürzungen dieses Bereichs – auch in finanziellen Krisenzeiten – abzusehen.

Felix Strasser & Florian Zambrano, Sprecher der IG Freie Theaterarbeit Kärnten/Koroška
& Geschäftsführung und Vorstand der IG Freie Theaterarbeit

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